Ein Blick in die Rüstkammer im fieibenturm.
Das breite Bauernbett. — Rechts eine kunstvoll geschnitzte Wiege. - Links ein Stuhl, in Men Rückenlehne der hessische Lowe geschnitzt ist.
Farbenprächtige oberhessische Töpferei-Arbeiten.
Ein Blick in das Treppenhaus des Alten Schlotes Mit Zeugnissen handwerklichen Könnens der Kunstschmiede.
verschwunde n en '^lein-Lindener Burgkirche
um Jahrhunderte zurückversetzen IN t-n- Zeit.
die Mägde des Burgamtmannes sich noch über oen Rand bU netten Brunnenhäuschens beugten, um die Wassereimer heraufzuleiern, da in dem un■ ’ ften Verließ des Turmes Gefangene schmachteten und auf ihre Befreiung oder Hinrichtung warteten. Fast möchte man meinen, daß der Verkehr der m°.
atenschrank aus dem Kloster Arnsburg. (Gefertigt AM das-Jähr 1700.)
der Lampensammlung. Man beachte die interessanten verschiedenartigen Formen der Oellampchen.
Die Brücke zu unseren Vorfahren
Eine Stunde S-irnatg-schich'e im Ob-ch-ssisch-n Museum zu Gi-h-n.
dem ausgestorbenen Handwerk unserer HeZuat em Denkmal sein soll. Wer hat noch einen Webstuhl in Betrieb (jefeben? 2Ber
Pl;n Bürstenmacher m seiner Werkstatt aroeneie. Wer wüßte, wie man ehedem Knöpfe und Nadeln herstellte, wenn er es nicht schauen konnte an diesen Ma chinen? Und wird die Zelt noch ferne se n da wir eine Schusterwerkstatt nur noch im Museum sehen können? Viel sachlicher sind sie heute lchon geworden. Statt dieser Glaskugeln, die auf den Tischen standen, erleuchtet heute das elektrische Licht ^Und^gleichEeben sehen Sie alte l^ödmaschinem Müssen wir nicht lachen, wenn wir die erste, die cy G esten q iefe?k wurde, vergleichen mit jenen die liegen Vn;^A„6r (ÄP rhnften ausge-
Der schöne Erker im Treppenhaus mit Heiligen- figuren aus oberhessischen Dörfern.
Feuersglut als Wind zu hauchen. Eine gan^ Schmiedewerkstatt ist hier zusammengestellt
Drei ober vier Schritte weiter, und wir sind rt hem Raum den wir die ..Kapelle nennen. Em alter Taufstein aus dem frühen Mittelalter konnte in das Museum gerettet werden, w°-r besser auf gehoben ist als diejenigen, die m so manchem Bau ernhof als Brunnentrog stehen. Aus manchem I Stück ersteht wieder das Mittelalter: aus f Madonnen und anderen Heiligenfiguren, die ober hessische Künstler zur Ehre Gottes geschnitzt hab.n mögen Jene Madonna stand in der Arnsburger Klosterkirche, und diese Heiligen m der feuern er Dorikirche Und jene Kreuze wurden ehedem m oberhessischen Dörfern den Leichenzugen voran- ! getragen. Dieser wunderschöne Paramentenschranck rpipit^das künstlerische Können und den Reich.um de^ Zist^erzienserklosters Arnsburg Wer mach e glauben daß er noch vor knapp 150 fahren m der dortigen Sakristei gestanden hat, wo doch heute die Kircke wie eine jahrhundertealte Ruine aussicht, d ichte Orael stammt aus der langst
Sie werden es uns nicht verübeln wenn wir Sie I heute wiederum einladen, die Hast der Z A gellen und eine Stunde der Vergangenheit u schenken. Sie haben sich ja wohl überzeugt daß unier Museum weder eine Rumpelkammer noch ein Trödler loden ist Denn das alles, was Sie hier sthen ist geschaffen von unseren Vorfahren wenn auch"'diesmal nicht vor Tausenden vonÄahre,° doch vor Jahrzehnten oder auch2°sir>)Unb-riem Zäeute bitten wir Sie, sich einer 3"^?$ durch übrigen Räume des Museums anzu chließen.
Gleich im chausgana sehen Sie sich von Dingen nmaeben die unserer Beachtung wert sind. Da sind die^alten Ofenplatten mit biblischen Szenenver- üert die einst die Stuben unserer oberiMifch-n Bauern und Bürger zierten, hergestellt in Hirzenkain wo van alters her die vsenindustr,e m Blute st ind Da sehen Sie die wunderbaren Schmiede- Li'ten aus der oberhessischen Heimat: das alle ■ Turmkreuz vom Gießener Stadtkirchturm, die viel, i Wetterfahnen von Gießener Hauis-ern, die m s stst mPbr stehen die alten Aushängeschilder von Hand- ÄftäS. und Gasthäusern. Wieviel Gediegen-
Gießener Anzeiger" Rr. 46 vom Zd. ucor. 1935 über einen Teil des B'ldes^ un^re oberhessischen Heimat im Spiegel des 1 u- ieums. Heute erweitert Herr Ak zech bk en Bericht durch nachstehende anschauliche und lebendige Darstellung um dlerdurch zur Ver- _ Sa.-. caoImjit.np.hnnFieii5 und zur öißi
qerung des Interesses an dem kostbaren Besitz unseres Oberhessischen Museums weiter beizutragen. Run der neue Bericht.
Sicherlich haben Sie es nicht bereut vor einigen Wochen mit uns auf eine kleine Stunde m hessischen Museum zu Gießen gewesen zu sein. Und
gern Äerer Stadt in einer Zeit, da es überall in Deutschland Unruhen gab und gahrte. Und gleich Habei sehen Sie Waffen, große Zwiehand r Land.. knecktkürasse und Helme, alte Pistolen, Sporen und anderes Gerä-t Und wenn wir die Augen schließen, dann mag eicht die unselige Zeit des Drechtgiahr.- aen Krieges Gestatt gewinnen. Sehen Sie diest
©iefeenabe?einrm Büchsenmache/ in de°/Lehre'war
j Männern des weltlichen J
und geistlichen Standev jg
Uni diese Zeit der topib Ä
zen und Perücken ,ehen
Sie noch einmal in jenem
Raum, der der Frühzeit um
Eine Strumpfwirkmaschine aus dem 19. Jahrhundert.
lerer LandesunioerfltSt g°w?m-t ift. P-vf-s- > K,inn^nfSn,nbi?P U«»W
wo Bilder, Mützen und Länder und anderes Gießens Universitätszelt um die letzte Jahrhundert ^Ganz^anderes Leben umfängt uns im anschließenden Raum Run sind mir nicht mehr in der ItaM, fondern auf dem Land. Wuchtige fchw°-° Schränke ein großes breites Himmelbett, Tische unb Stühle, Wiegen und Truhen, Spmnraber und am deres Gerät versetzen uns in das oberhessische Land mit seinem alten Volks- und Brauchtum. Und wie eine leise Wehmut befällt es uns, daß man .nv Museum gehen muß, um die Dinge- zu l^uen, i da-; oberhessische Bauernvolk geschaffen hat. Immer mehr verschwindet das, was Volkskunst und Hand- werkerfleiß in vergangenen Zeiten geschaf^n staben.
: | Daran müssen wir auch denken in dem Raum, der
heit Fleiß, Geschmack, Humor liegt doch in diesen Stucken, die uns vor unser geistiges Auge elne Zeit Zaubern nach der wir uns manchmal zuruckhhnen
Und gar diese schönen Truhen die Sie überall im Treppenhaus stehen sehen. Em .^ugnis von Gediegenheit und bürgerlichem Geschmack von Kunstverständnis, das an manchen Ct. den ro<eit über das Handwerksmäßige hmausgeht^ Passtn diese schönen Renaissance- und Barsdtruhen n^)t wunderbar in jene Fachwerkhäuser, die wir m. Recht in unserer Stadt bewundern, nachdem sie den Verputz einer nüchternen Vergangenheit abge^ schüttelt haben? Und nun sind wir auch schon im ersten Stock des Treppenhauses, wo alte Waffen, Gewehre und Säbel, Pulverhorner und "beutel an die Zeit der Gießener Bürgerwehr erinnern. Diese Käppis, die Sie da sehen, wurden nicht von riptrnaen. sondern von biederen B , -
mir heute in unseren Gietzener
stellt sehen. Wieviel anders muß es damals in einer Schneiderwerkstatt ausgesehen stoben! Ob da d.e Kunden wohl pünktlicher ihre Rechnungen befahlt h iInb diese Anisformen, die da aufgehangt n au. Lindenhvlz st'chmZt in einer Zett da le Frauen Reifröcke und die Manner graueZylinder- hüte trugen. Damals hatte man noch 3ßl*- ...
7)iQ5 sthen wir an allem, auch an lenen Uh rädchen die in dieser Vitrine ausgestellt sind. Alles Zell^ O b e s i e"a ttr n Zun stt r ich e n ^si n d^ ^od er" u nt e n
' die er in Sachsenhausen
M unternommen hat? Und
diese zwei alten Blasge-
0k säße scheinen aus ihrem
( n Armkorb aus vielfarbigem Leder, ein.Prachtstuck hfssischer Volkskunst und heimatlicher Handarbeit
Der Assistent am Oberhessischen Museum in Gießen, Herr Hans Szczeck'beachtete nn
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