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Großes Wohnhausbauvorhaben am Warwes

40 neue Wohnungen werden geschaffen.

Sie Gießener Spritz-Eisbahn in Vorbereitung

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schöner Brauch gebildet. Eine Schar jugendlicher

nung auch den Leidenden bringen möchte. Im Mit-

16. Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

werden. Es genügt für heute, wenn Sie meinem

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Du Blrcke der beiden Frauen kreuzten sich einen 1 gutgemeinten Vorschlag grundsätzlich zusünunea.'

massivem Ziegelsteinbau verputzt. Mit den Aus- bereits in diesen Tagen 40 Wohnungen bis zum Jahres schlüsselfertig zu

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Mias Augen glitzerten unter den schweren, dunk« len Wimpern hervor, aber sie blieb ganz ruhig.

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Annelies hatte sich nicht gerührt, aber ihr Gesicht hatte sich langsam mit einer dunklen Röte über­gossen. Ihr Atem ging in kurzen Stößen und strafte ihre äußere Ruhe Lügen.

Die Häuser werden in aufgeführt und freundlich schachtungsarbeiten wurde begonnen. Man hofft, die Spätsommer des nächsten

haben.

Mit Ausnahme der Maurerarbeiten werden alle Arbeiten von Gießener Handwerkern ausgeführt.

Singen und Musizieren zu erfreuen und die Her­zen hinzulenken auf die nahende Weihnacht. So erklangen auch wieder in diesem Jahre am ver­gangenen Donnerstag in der Orthopädischen, Medi­zinischen, Chirurgischen und Augen-Klinik, dem Katholischen und Evangelischen Schwesternhaus die alten und doch immer wieder neuen Weihnachts­weisen, von den Hirten, den Engeln, dem Kindlein in der Wiege, von Maria und Joseph. Dazwischen mischten sich die Blockflöten mit fröhlichen Hirten­liedern, und die Geigen halfen in zartbeschwingten Tönen dem Jesuskind ein schön Wiegenliedlein singen. Möge dies Jubilieren und Musizieren recht viele Weihnachtslichtlein entzündet haben.

Weihnachtsfeiern in den Kliniken.

Wie alljährlich, so veranstalten auch in diesem Jahre die Universitäts-Kliniken wieder Weihnachts­feiern. Kliniksleitung, Aerzte. Schwestern und Pflegepersonal arbeiten gemeinsam daran, diese Feiern schön auszugestalten. Infolge Spenden ist es möglich, jeden Patienten mit einem Geschenk zu erfreuen. Bis jetzt liegen uns folgende Berichte vor:

Am gestrigen Freitag ab 17 Uhr feierte die Universitäts - Ohrenklinik ihr Weih­nachtsfest. Eine kleine Musikkapelle von Angehöri­gen des Gießener Infanterie-Regiments eröffnete mit einer Paraphrase über die Weihnachtslieder Stille Nacht",O Tannenbaum" undVom Him­mel hoch" die Feierstunden. Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder riefen Erinnerungen aus vergan­genen Zeiten zurück. Pfarrer Feix, der derzeitige Kliniks-Geistliche, sprach über die Freude der christ­lichen Weihnachtsbotschaft, die einen Strahl Hoff-

Mit einem Ruck richtete sie sich jetzt auf:

Und das wagen Sie mir zu bieten? Sie schämen sich nicht, mir einen solchen schmutzigen, erbärm­lichen Handel zuzumuten?"

Dann" ein Funkeln glomm in ihren Augen aufdann müßten wir es auf einen Kampf an­kommen lassen. Der, Ausgang dürfte nicht zweifel­haft sein. Ich bin jedenfalls fest entschlossen, mir mein Glück nötigenfalls zu erkämpfen. Um jeden Preis. Und mit allen Mitteln."

Moment. Dann griff Mia gelassen nach einer neuen Zigarette.

Aber wir wollen uns nicht unnötig erregen, das ist einer Verständigung nur hinderlich. Ich gebe ohne weiteres zu, daß der Gedanke, zugunsten einer anderen Frau verzichten zu sollen, nicht gerade an­genehm ist. Der Stolz will das einfach nicht zulassen nicht wahr? Aber wenn man klug und ehrlich genug ist, die Tatsachen so zu sehen, wie sie wirklich sind, dann kann es doch auch gar nicht so schwer sein, diesen Stolz zu überwinden und der besseren Einsicht nachzugeben. Es geht doch nicht darum, wer von uns beiden nun die bekannte Siegespalme da­vontragen wird; wir wollen doch nur vermeiden, daß Günter in unsere Auseinandersetzung hinein­gezogen wird. Ich jedenfalls möchte ihn vor un­nötigen inneren Kämpfen bewahren und Sie werden es gewiß auch wollen. Und darum in der Hauptsache habe ich Sie hergebeten. In Ihrem In­teresse hoffe ich, daß meine Bemühungen um eine Verständigung nicht vergeblich sein werden."

Sie schnippte die Asche von der Zigarette. Dann fuhr sie fort:

Es ist mir bekannt, daß Sie in einer gewissen Abhängigkeit von der Familie Sartorius leben. Das Gnadenbrot wenn dieser Ausdruck Sie nicht be­leidigt ist ein bitteres Brot, und Sie werden die Aussicht, durch eine Heirat mit Günter in würdigere und gesicherte Verhältnisse zu kommen, natürlich in erster Linie begrüßt haben. Ebenso natürlich ist es, daß Sie sich nun mit der Frage beschäftigen, was aus Ihnen werden soll, wenn aus der Heirat nichts wird. Und da möchte ich Sie nun beruhigen. Ich will selbstverständlich nicht, daß Sie eine gesicherte Zukunft einbüßen, und habe mir überlegt, wie man einen gewissen Ausgleich dafür schaffen kann. Das ist doch nur recht und billig. Vielleicht haben Sie irgendwelche Talente, die Sie pflegen können, wenn Sie einen pekuniären Rückhalt haben. Vielleicht würde es auch Ihr Wunsch sein, irgendwo ein gut- fundiertes Geschäft zu besitzen. Mancher wieder würde lieber in irgendeinem schönen Ort von einer anständigen und sichergestellten Rente leben wollen. Es kommt doch nur darauf an, was Ihnen lieber sein würde. Ich bin eine reiche Frau und würde be­stimmt nicht knausern. Sie brauchen sich heute auch nicht für etwas Bestimmtes zu entscheiden, sondern können sich in aller Ruhe über Ihre Wünsche klar

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liebig lange fortgesetzt werden, da ja immerhin eine bestimmte Eisdicke erreicht werden muß.

In den jüngsten Tagen wurde nun unsere Gieße­ner Spritzeisbahn auf diese Weise hergerichtet. Die Eisschicht, die über der großen Betonplatte liegt, ist inzwischen durch das fortwährende Spritzen auf etwa vier Zentimeter Dicke angewachsen. Das Eis ist völlig glatt und ohne jeden Sprung ober Riß. Die Spritzarbeit wurde allerdings dadurch etwas erschwert, daß immer wieder und fast täglich etwas Schnee fiel. Es mußte immer erst gekehrt werden, bis man an das Spritzen denken konnte.

Inzwischen ist aber doch alle Arbeit geschafft und die Eisbahn dürfte voraussichtlich schon heute für die Mitglieder des Gießener Eisvereins (die aller­dings einen kleinen Zuschlag für den erhöhten Arbeitsaufwand bezahlen müssen) eröffnet werden, sofern nicht die Witterung plötzlich umschlägt. Eine Eröffnung der Spritzeisbahn für einen allgemeinen Eislauf ist infolge der begrenzten räumlichen Fläche nicht möglich. Man hofft jedoch, daß der große neugeschaffene Teich an der Schlageterstraße auch bald für den Eislauf freigegeben werden kann.

nachtsfeiertag von 10 bis 12 Uhr zur fertiaung von Weihnachtspostsendungen aus dem Ausland geöffnet.

aufs beste gespielt. Der Direktor der Klinik, Uni­versitätsprofessor Dr. Brüggemann, sprach allen Mitwirkenden herzlichen Dank aus und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich auch diesmal wieder zahlreiche ehemalige Patienten zu der Feier eingefunden hatten. Zum Schluß brachte das Christkindchen Klein und Groß schöne Weihnachts­geschenke.

Die Weihnachtsfeier der Heilstätte Selters­berg wurde ebenfalls am gestrigen Freitagabend von Patienten und Personal begangen. Ein Streich­orchester des Jnf.-Rgts. Gießen (1. Geige, 2. Geige, Bratsche und Cello) leitete die Feier mit schöner Weihnachtsmusik ein und brachte weiter Schuberts Ave Maria" zum Vortrag. Ferner war ein Chor der Schwestern zusammengestellt worden, der mit schönen alten Weihnachtsweisen erfreute. Pfarrer Feix sprach über die Bedeutung der Weihnacht im menschliches Leben. Der Direktor der Heilstätte, Professor Dr. Brüggemann, dankte allen Mit­wirkenden und sprach über die hohe Aufgabe des ärztlichen Berufs, die nicht nur darin bestehen solle, ärztliche Hilfe zu leisten, sondern die Menschen auch innerlich aufzurichten. Zum Schluß fand die Be­scherung statt. Anschließend erfreuten die Militär- musiker die Patienten noch mit Vorträgen feiner Musikstücke.

Weihnachtsfeier der ÖHL.

Die Oeffentliche Handelslehranstalt vereinigte zu ihrer Weihnachtsfeier imKatholischen Vereinshaus" Eltern, Schüler, Lehrer und Gäste, darunter Kreisschulrat N e b e I i n g , Beigeordneten Sudheimer und Vertreter des Arbeitsamtes. Umrahmt von getragenen Musikweisen, Gedichtvor­trägen und Sprechchören mahnte der von den Jun­gen ansprechend vorgeführteRütlischwur" an die

Sie brannte sich eine Zigarette an, schlug die Beine übereinander und nahm ein paar tiefe Züge.

Um nun aber auf Günther zu kommen: Ich habe auch Grund zu der Annahme, daß er sich über seine Gefühle gar nicht klar war, als er sich mit Ihnen verlobte. Sie müssen nämlich wissen, daß es eine Zeit gegeben hat, wo er mit allen Fasern seines Herzens, mit jedem Pulsschlag und jedem Gedanken an einem Mädchen hing. Der Vater dieses Mädchens stand vor dem Ruin. Um die Eltern zu retten, entschloß sich die Tochter nach langen, schweren Kämpfen, einen reichen Mann zu heiraten. Sie wurde eine vielbeneidete, aber tiefunglückliche Frau. Der Mann starb vor einem reichlichen hal­ben Jahre, und nun ist diese Frau gekommen, um sich endlich das Glück zu holen, nach dem sie jahre­lang gehungert und gedürstet hat. Und sie hat sich davon überzeugt, daß Günters Liebe zu ihr nicht gestorben ist. Eine Frau fühlt das sofort, und Sie Sie werden es auch gefühlt haben. So schmerz­lich diese Tatsache für Sie vielleicht ist, Sie müssen doch mit ihr rechnen und würden sich und Günter manche schwere Stunde ersparen, wenn Sie sich damit abfinden würden."

Annelies gab keine Antwort. Mia nahm wieder einen tiefen Zug aus ihrer Zigarette. Dann fuhr sie fort:

Gesetzt den Fall, Günter würde versuchen, Ihnen fein Wort zu halten die Folge würde sein, daß Sie beide unglücklich würden. Sie mit dem Bewußtsein, daß sein Herz einer anderen ge­hört er mit der Sehnsucht und dem Verlangen nach eben dieser anderen. Müßten Sie nicht auch ständig in der Furcht leben, daß er eines Tages doch die Fesseln sprengt, die ein falscher Ehrbegriff ihm auferlegt hat? Ist es nicht besser, den Tatsachen klar ins Gesicht zu sehen und die Konsequenzen daraus zu ziehen, auch wenn es im Augenblick ein bißchen weh tut ...?

Annelies verharrte regungslos in ihrer Haltung.

Und wenn ich das nun nicht tue ..."

Mia zerdrückte den Rest der Zigarette im Aschen­becher.

Das sind starke Worte. Aber ich denke nicht daran, sie Ihnen übelzunehmen, wenngleich ich Sie wirklich nicht verstehe. Was liegt denn so Schmutzi­ges und Erbärmliches in meinem Vorschlag? Ich meine doch, ihn mit aller Delikatesse behandelt und erläutert zu haben ..."

Annelies glühte vor Scham und Empörung.

Und Sie haben wirklich auch nur einen Augen­blick geglaubt, daß ich darauf eingehen könnte? Daß ich nicht ersticken müßte an jedem Bissen, der aus Ihrer Hand käme?"

Mias Augen schlossen sich zu einem kleinen, fun» kelnden Spalt. Einen Moment hatte es den An­schein, als ob sie eine scharfe Antwort geben wollte. Dann aber ließ sie sich zurücksinken; mit einer Geste des Bedauerns hob sie die Schultern.

Sie wollen also wirklich nicht ... Schade, es hätte sich alles friedlich abwickeln können. Sie kön­nen einem in Ihrer Kurzsichtigkeit beinah leid tun, für die Folgen aber sind Sie allein verantwortlich."

Sie verschränkte die Arme. Ein kaltes Licht stand in ihren Augen.

SHfo hätten wir uns auf den Kampf vorzube- [eiien- In der Liebe gibt es keine Rücksichten auf oen Gegner, ich werde diesen Kampf also dessen «eien Sie versichert rücksichtslos und mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln führen. Das klingt unweiblich, brutal Für Sie wenigstens. Aber es ist immer gut, zu wissen, was man von seinem Gegner zu erwarten hat. Darum ein kleiner Hinweis. Mik sagte einmal ein Mann: Kein Verbrecher ist fo grausam und brutal, wie eine Frau es unter Um­ständen sein kann. Er sprach aus Erfahrung. Es war übrigens mein eigener Mann. Und ich denke» er wird recht gehabt haben. Und trotzdem hat er mich geliebt, geradezu knechtisch geliebt. Ich hasse und verabscheue Männer, die sich von einer Frau knechten lassen. Auch wenn ich diese Frau bin."

L Fortsetzung folgte

Häusern werden größere Gärten angelegt, aber auch geräumige Vorgärten werden dazu beitragen, einen guten Gesamteindruck zu schaffen. Die Wohn­häuser sollen durch besonders gute gärtnerische Ge­staltung in ihrem Gesamteindruck gesteigert werden. Die Pläne für die Bauten stammen von der Mittel­deutschen Bauaktiengesellschaft.

20 Wohnungen werden als 2V---Zimmer-Wohnun- gen (große Wohnküche und zwei Zimmer) und 20 Wohnungen als 3-Zimmer-Wohnungen ausgebaut. Jede Wohnung wird Flur und Bad erhalten. Für einige Wohnungen werden außerdem im Dachgeschoß Kammern ausgebaut.

Ein schöner Weihnachtsbrauch.

Seit einigen Jahren hat sich am Lyzeum ein

ßen, Liebigstraße 8, sind am ersten Weih-

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luftiger Weise Schulgeheimnisse aus. Denen, die beim Nikolaus zu kurz kamen, war durch eine Ver­losung die Korrektur des Glückes ermöglicht worden. Schöne Bücher und viele praktische Sachen waren zu gewinnen. Für die Eltern sagte Pfarrer Stei­ner der Schulleitung Dank für den Einblick in den Geist dieser Anstalt, der die Gewißheit gebe, daß sich die Kinder in besten Händen befinden.

Dr. Kruse verteilte für Preisausschreiben der Schule zur Gewinnung eines Wappens für die Sportkleidung und für ein Schulsiegel wertvolle Buchpreise. Für gute Arbeiten erzielten zum ersten Ausschreiben den 1. Preis Mariechen Wahl HH.; 2. Preis und Anerkennung Hertha Schmitz HH.; für das zweite den 1. Preis Willi Schäfer II. U. 3; 2. Preis Margot Kohliger U. 1: Anerken­nungen bekamen Karl Schaum, Willi Schä­fer I., Werner Krai, Anneliese Dohme und Steffen. Den Ausführungen schloß Dr. Kruse Dankesworte an alle Mitwirkenden und an die Gäste an. In dem Schlußwort ermahnte Kreisschul­rat N e b e l i n g daran, dem Sinn des Weihnachts­festes, als dem deutschen Fest der Gemeinschaft und Familie entsprechend, Liebe und Freude nicht nur hinzunehmen, sondern auch weiterzugeben. Nur im Schenken sei das Geheimnis dieses Festes beschlossen. Nach der dunklen politischen Nacht habe Weihnach­ten für unser Volk wieder einen besonderen Sinn erhalten. Es fei daher unsere Pflicht, dem Manne zu danken, der uns zu opferbereiter Liebe für unser Volk aufgerufen habe. Diesem Dank gaben die Ver­sammelten Ausdruck durch ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer.

Nikolausfeier

der Doatschen Privat-Handelssckule.

Die Schulgemeinschaft der Vogtschen Privat­handelsschule Eltern, Schüler und ehemalige Schüler und Schülerinnen begingen im Katho­lischen Vereinshaus ihre Nikolausfeier. Die reich ausgestattete Vortragsfolge war das Spiegelbild der Lebensnähe in der an der Schule gearbeitet wird. Spielerischer Drang der Jugend, gepaart mit gutem Willen, erprobten sich unter Führung einer verantwortungsbewußten Lehrerschaft an praktischen und geselligen Motiven. Die Kapelle Einbrodt trug durch gute musikalische Darbietungen nach Kräften bei. Der Leiter der Handelsschule, Dipl. Handelslehrer Heinrich H e y d e r schloß in seine freundlichen Begrüßungsworte auch die Fuh- rerschaft der Herborner Zweiganstalt ein. Den Eltern wünschte er mit ihrer Jugend viel Freude an dieser Freizeitgestaltung. Einen Einblick in die Arbeit der Schule gab die Filmvorführung eines Arbeitsganges durch die Schulklassen, durch die den Eltern Einblick in das Unterrichtswesen ermöglicht wurde. Dr. Henning sprach dann von der Be- rufsschulidee. An einem Vergleich der guten alten Zeit mit ihrer patriachakischen Lehrlingsausbildung stellte er feinen Zuhörern die Notwendigkeit einer vielseitigen Vorbildung für die Gegenwart vor Augen. Die höheren und privaten Handelsschulen rüsten den jungen Menschen mit Kenntnissen und

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Lollar. Die Feuerrede hält der Bannführer Pg. Schreiber.

Die Anmarschwege gehen von der Landstraße DaubringenAlten - Buseck ab, oder durch den Hangelstein. Die Gießener Teilnehmer marschieren geschlossen ab Marburger Straße, Ecke Wiesecker Weg unter Führung des Wanderwarts Mantel. Treffen: 19.45 Uhr. Es wird erwartet, daß sich recht viele Arbeitskameraden an der Feier betei­ligen. Der Rückmarsch erfolgt ebenfalls geschlossen.

Allgäufahrl vom 25.12. bis 1.1.36.

Die Karten zu dieser Fahrt sind eingetroffen und auf unserer Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, er­hältlich.

NSDAP, und NSÄ Gießen-Ost

Di« Weihnachtsfeier der NSDAP, findet für die Ortsgruppe Gießen-Ost am Sonntag, 22. Dezember, abends pünktlich 7 Uhr im großen Hörsaal der Universität, Ludwigstraße, statt.

Antreten aller politischen Leiter 6.30 (18.30 Uhr) vor der Universität.

SportamtKrast durch Freude".

Am Sonntag Ski-Fahrt nach Breungeshain (hoherodskopf).

Am kommenden Sonntag findet wieder eine Ski-Fahrt nach Breungeshain statt. Abfahrt pünkt­lich um 7 Uhr ab Ludwigsplatz. Fahrpreis 2,50 Mark. Wer an dem Ski-Kursus teilnehmen will, muß außerdem noch eine Sportmarke zum Preise von 1, Mark lösen.

Alle Volksgenossen können an die­ser Fahrt teilnehmen! Anmeldungen bis Samstag vormittag auf der Kreisdienststelle, Schan­zenstraße 18. Meldeschluß 12 Uhr.

Ausfallende Kurse bis zum 6.1.1936.

Dom 23. Dezember bis zum 6. Januar 1936 fal­len sämtliche KdF.-Sportkurse aus.

Anmeldungen zu den neu beginnenden Kursen werden ab 2.1.36 auf der Kreisdienststelle, Schan­zenstraße 18, entgegengenommen. Dies gilt beson­ders für die Kurse: Reiten, Tennis und Schwim­men!

Der Weihnachtsdienst der Post.

Für den morgigen letzten Sonntag vor W e i h n a ch t e n ist bei der Post Schalterdienst wie Sonntags vorgesehen, außerdem werden beim Post­amt 1 in der Bahnhofstraße in der Zeit von 14 bis 19 Uhr Pakete angenommen. Die Briefkasten­leerung und die Ortsbriefzustellung erfolgen wie an jedem Sonntag. Vormittags findet eine Paketzu­stellung statt. Dagegen ruhen die Orts-Geldzustellung und die Landzustellung.

Für den Heiligabend, Dienstag, 24. Dezem­ber, ist folgender Dienst vorgesehen: Bis 16 Uhr Schalterdienst wie werktags, ab 16 Uhr nur Tele­gramme und Gespräche, außerdem Einschreibbriefe bis 19 Uhr; Briefkastenleerung wie werktags, die beiden letzten Leerungen fallen aus; zwei Orts- Briefzustellungen, beginnend um 7.30 Uhr und 13.30 Uhr; Orts-Geldzustellung wie werktags; Orts- Paketzustellung, falls ausreichend, eine Vormittags­zustellung, bei starkem Verkehr zwei Zustellungen; Landzustellung wie werktags; Bürodienst um 16 Uhr Dienstschluß.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wird der Schalterdienst wie Sonntags versehen, die Briefkastenleerung ebenfalls, außerdem ab 5.45 Uhr eine Frühleerung; Orts-Briefzustellung gleichfalls wie an Sonntagen, dagegen keine Orts-Geldzustel­lung; eine Orts-Paketzustellung om Vormittag; in der Landzustellung Bries- und Paketzustellung nach allen Orten.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag wer­den der Schalterdienst und die Briefkastenleerung wie Sonntags durchgeführt, dagegen ruhen die Orts-Briefzustellung, die Orts-Gelo- und Orts- Pgketzustellung, ebenso der Postdienst noch den Landorten.

Die Amtsräume des Hauptzollamts Gie-

Eine Beantwortung dieser Frage würde uns vielleicht manche peinliche Erörterung erspart haben. Aber wie Sie wollen. Da wir nun gerade von Ihnen sprechen: Sie sind Günters Braut, und ich kann mir sehr aut vorstellen, daß Sie sich damit am Siel Ihrer Wünsche glauben. Ich bin durch gewisse Beziehungen genau über die Verhältnisse im Hause Sartorius unterrichtet. Sie sind gewisser­maßen mit Günter zusammen aufgewachsen. Dar­aus ergeben sich naturgemäß gewisse Berührungs­punkte, die mit der Zeit zur Gewohnheit werden und die man nicht gern mehr missen mag. Man mein! schließlich, daß es überhaupt nicht anders sein kann, und daß es das einzig Vernünftige ist, die­sen Zustand zu verewigen. So führen solche Ver­hältnisse tatsächlich manchmal zur Ehe, und es geht auch alles ganz gut, bis eines Tages doch der Katzenjammer kommt.

Ich will damit natürlich durchaus nicht im ge­ringsten bezweifeln, daß Sie Günter auf Ihre Weise zu lieben glauben; aber ob er bildlich gesprochen auf die Dauer davon satt wird, ist doch eine andere Frage. Und ich habe allen Grund zu der Annahme, daß dem nicht fo ist. Es gibt eben Män­ner, die nur dann mit der Liebe etwas anzufangen wissen, wenn sie die richtige Partnerin haben."

Womit Sie sagen wollen, daß ich nicht die rich­tige Partnerin für ihn bin ...?"

Aber bitte, das soll natürlich kein Werturteil und keine Kritik an Ihrer Persönlichkeit sein! Sie können ein durchaus wertvoller Mensch sein, kön­nen einen Mann durchaus glücklich machen. Nur daß Günter dieser Mann ist, kann ich nicht glau­ben. Es ist bei den Menschen genau so wie bei den Musikinstrumenten sie müssen aufeinander abge­stimmt sein, wenn das Spiel rein und klangvoll sein soll. Aber bitte, langen Sie doch zu! Oder nehmen Sie lieber eine Zigarette? Nein? Ich rauche gern, wenn ich plaudere. Wenn es Sie also nicht stört ..."

Nicht müde werden, Annelies!

Vornan von Bernhard Lonzer.

Urheberrechtsschutz: Auswärts-Verlag, Berlin.

Einigkeit des Volkes. Brennende Kerzen aus den Tischen verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Der Leiter der Anstalt, Prioatdozent Dr. K r u s e, hielt, nach dem Vortrag eines Weihnachtsgedichtes von Theodor Storm eine kurze Ansprache, in der er auf den Gemeinschaftssinn des Weihnachtsfestes hin­wies, das kein Mensch gern allein feiern wolle. Dieser Gemeinschaftssinn sei auch die Triebfeder dazu, dieses Fest im trauten Kreis der Schulge­meinde, zu der Eltern, Schüler, Lehrer und Gäste zählen, zu feiern. Und wie Weihnachten die Ver­bindung deutschen Volkstums mit christlicher Ueber- lieferung darstellt und dadurch ein rein deutsches Familienfest geworden fei, fo solle auch dieser Abend nach dem Bekenntnis zur Einigkeit im Rütlischwur, bann im weiteren Teil die christliche Idee der Liebe und Freude zur Geltung bringen. Im Geiste des Führers möchten diese Gedanken über diesen kleinen Kreis hinaus praktische Verwirklichung finden in der Opferbereitschaft. Der herzlichste und größte Dank an den Führer, der dann Sinn der Liebe und Freude dieses Festes in ungeahnter Weise in das Volk getragen habe, werde fein, wenn das deutsche Volk in der Opferbereitschaft sich selbst beschenke.

Zwei Weihnachtschören folgte das Melodram von der stillen Nacht. Dann plauderte der Nikolaus in

Die in großzügiger Weise in der Anlage an der Schlageterstraße geschaffene Rollschuh-Laufbahn er­weist sich für das sportliche Leben in unserer Stadt als eine wertvolle Bereicherung. Das darf mit Recht besonders deshalb gesagt werden, weil die Bahn nicht nur als Rollschuhbahn, sondern auch als Eis­bahn Verwendung finden kann. Damit wurde also eine Möglichkeit geschaffen, die oft wenigen Eistage, die uns in manchem Jahr in Gießen be- schieden sind, erheblich zu vermehren, da ja für eine Spritzeisbahn 23 Grad Kälte genügen, um allein innerhalb eines einzigen Tages eine Eisbahn zu schaffen, die selbst verwöhnten Ansprüchen gerecht wird.

Wie entsteht nun eine Eisbahn im Spritzverfah­ren? wird so mancher Leser fragen! Es ist im Grunde sehr einfach! Die 800 Quadratmeter große Betonfläche unserer Gießener Rollschuhbahn wird, sobald einige Grade Kälte eingetreten sind, systema­tisch mit Wasser besprengt, das durch eine Düse so fein verstäubt wird, daß das Wasser sofort gefriert. Langsam geht der mit dieser Arbeit betraute Mann mit dem Spritzgerät über die Bahn und spritzt gleichmäßig das Wasser auf. Diese Arbeit kann be-

Die Bautättgkeit in unserer Stadt ließ im ver­gangenen Jahre nichts zu wünschen übrig. Neben den Bauten für öffentliche Zwecke wurden zahl­reiche Wohnhäuser in den Randgebieten der Stadt geschaffen. Nunmehr wurde im Südviertel unseres Gemeinwesens ein neues größeres Woh­nungsbauprogramm in Angriff genommen. Die Mitteldeutsche Bau-Aktiengesell­schaft für gemeinnützigen Wohnungs­und Siedlungsbau, Wiesbaden (Mie- bau), als Träger des Bauunternehmens läßt nicht weniger denn 40 Wohnungen errichten, die in zehn Häusern mit je vier Wohnungen geschaffen werden sollen. Acht Häuser werden in Doppelhäusern zu­sammengefaßt, zwei Häuser werden freistehend ge­baut.

Die neuen Wohnhäuser, die an der Kreuzung Aulwea und Wartweg, also in herrlicher Höhen­lage über der Stadt erstehen, erfahren eine klare, einfache Gestaltung und werden in der Lage zu­einander in freie Anordnung gebaut. Hinter den

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