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Volksweihnachten 1935

Don Erich Hilgenfeldt, Ifteichsbeaustragtem für das Winterhilfswerks.

Die Ägend im Angriff gegen Hunger und Kälte

Aus aller Welt.

Der

Reichsverband Deutscher Rundfunk-Teil­nehmer beschließt feine Auflösung.

bieten

wortung, der ihr zufällt. Die Durchführung der großen Winterhilfsaktion bis 22. Dezember liegt i n den Händen der Hitler-Jugend, die da­für im ganzen Reich ihren Eifer und ihre Begeiste­rung einsetzt. Alle ihre Mitglieder aus HI., Jung­volk und BDM. sind dafür tätig. Umzüge mit Ge­sang und Musik, Sprechchöre und Plakatanschläge machten schon auf die Straßensammlung und ihren Zweck aufmerksam. Fackelzüge und Scheinwerfer beleuchteten die Kundgebungen, für die die Ver­lesung des Tagesbefehls des Reichsjugendführers den Auftakt bildete. Die Schulen haben sich überall in den Dienst der Sache gestellt, Lehrer und Schüler schaffen am gemeinsamen Werk.

Rach beendeter Sammlung wird die Jugend zu­sammen mit den hilfsbedürftigen Volksgenossen ein Weihnachtsfest begehen, das ein Symbol sein soll für den Geist der Gemeinschaft, der in unserem Volke lebendig ist. Ein schöneres Weihnachtsfest wird man sich für viele unserer jungen Deutschen kaum denken können. Die Bevölkerung aber möge auch in diesen Tagen der Losung eingedenk sein: Alle sollen opfern!

Deutschen Evangelischen Kirche getan. Die Provin- zialkirchenausschüsse sind in vollem Einver­nehmen mit dem Landeskirchenaus­schuß gebildet worden. Soweit die Ausschüsse noch nicht ihre vollständige Mitgliederzahl besitzen, sollen sie aus den Gruppen der Deutschen Ehrt st en und der Bekenntnisfront er­gänzt werden. In den übrigen Ausschüssen sind alle Gruppen vertreten, ein erfreuliches Zeichen für die fortschreitende Versöhnung und Be­friedung innerhalb der Deutschen Evangelischen Kirche.

Die Mitglieder der Provinzialkirchenausschüsse sind weit über die engeren Grenzen ihres Berufes hinaus bekannte und geachtete Persön­lichkeiten. So gilt der dem Provinzialkirchen- ausschuß Pommern angehörende Superintendant von Scheven als Fachmann auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung. Superintendant Z i tz k e, Parteigenosse und Redner in vielen kirchlichen Ver­sammlungen, besitzt großes Ansehen in Pommern. Superintendent Engel ist Führer des Pommer- schen Pfarroereins.

Der bekannte, jetzt in den Prooinzialkirchenaus- fchuß Mark Brandenburg berufene Generalforst­meister von K e u d e l l hat sich auch in kirchlichen Kreisen einen Namen gemacht. In der evangelischen Kirche Bayerns ist Ministerialrat E n g e r t als ehe­maliges Mitglied der bayerischen Landessynode be­kannt. Aus dem bayerischen Justizdienst wurde er. der alter Parteigenosse und Träger des Goldenen Ehrenzeichens ist, als Ministerialrat ins Reichs­justizministerium berufen. Ministerialdirektor D. Dr. Conze war früher Präsident des Evangeli­schen Bundes, Superintendent Riehl ist Ver- bandsführer der Preußischen Pfarrervereine und Superintendent Klein der Leiter des Bundes evangelischer Pfarrer im Dritten Reich. Er hat 1933' kommissarisch die Geschäfte des lutherischen Mitgliedes des geistlichen Ministeriums wahrge­nommen.

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Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten die Vollmacht zur Sicherung des Bestandes der Deut­schen Evangelischen Kirche und zur Herbeiführung einer Ordnung gegeben habe. Der Reichsbund habe auch dem Rerchskrrchenausschuß durch seinen Bun­desführer am 14. November d. I. die Bereit- Willigkeit der evangelischen Pfarrerschaft er­klärt, nach Kräften mithelfen zu wollen, damit dieses Ziel erreicht werde. Alle deutschen evangelischen Pfarrervereine feien demgemäß zu vertrauensvoller Mitarbeit aufge­fordert worden."

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Köln, 20. Dez. (DNB.) Die Vereinigten .L a n d m a n n . ch a f t e n Eupen, Malmedy, Monschau veröffentlichen folgende Stellung­nahme zu der belgischen Ausweisung der vier .beimattreuen Eupen-Malmedyer:

Mit verhaltener Leidenschaft haben wir und mit uns das ganze deutsche Volk den Verteidigungskampf verfolgt, den unsere ab- «getrennten Volksgenossen in Eupen- Malmedy vor den Schranken des belgischen Ge- rrichts in Lüttich führen mußten. Heimattreue rund Rechtsliebe beseelten sie; nur, weil sie 5) e r Heimat treu waren und Vertrags­erfüllung forderten, wurden sie zu Angeklagten mndVerbrechern" gestempelt. Mit dem Urteil inon Lüttich, 6us unseren Volksgenossen die belgische ^Staatsbürgerschaft nahm, eine Staatsbürgerschaft, Die ihnen durch internationalen Äer- ltragendgültig und von Rechts weg en" zzuerkannt worden war, setzte sich Belgien leich- iten Herzens über die von ihm freiwillig ange- mommenen völkerrechtlichen Verpflichtungen hinweg. Das Urteil stand nicht zuletzt in schärfstem Gegen­satz zu der öffentlichen Behauptung des gegenwär- itigen belgischen Ministerpräsidenten, Belgien ge- iwähre den Eupen-Malmedyernso wie allen ^Belgiern den Genuß unserer großen !V e r f a s s u n g s f r e i h e i t e n". Und es stand micht minder im Gegensatz zu der Auffassung des gegenwärtigen belgischen Justizministers, der in ider belgischen Kammer zu denen gehörte, die das lbelgische Ausbürgerungsgesetz als Völkerrechts- und werfassungswidrig verdammt hatten.

Nicht genug damit, daß man Männer, die nicht

Das Winterhilfswerk ist längst zur Herzenssache i Les ganzen deutschen Volkes geworden. Im Kampf < gegen Hunger und Kälte stehen die oftbewährten i Helfer und Helferinnen der NSV., hunderttausende in Stadt und Land. Am Tag der Nationalen So­lidarität und bei vielen anderen Gelegenheiten ha- den führende Persönlichkeiten, Männer aus der Verwaltung und aus der nationalsozialistischen Be- ivegung, Künstler und Presseleute, ihre innere Ver- bundenheit mit diesem großen Werk in einer ein­zigartigen Aktion erneut bewiesen. Vorher war es Idas Beamtentum und das Handwerk, das mit der «Sammelbüchse auf Straßen und Plätzen geworben imb zum Erfolge seinen redlichen Anteil beige» fragen hat.

Da will auch die deutsche Jugend nicht fehlen. Die Wmterhilfe ist ja zum großen Teile ein Hilfswerk für die kinderreichen Familien, eine Ge­meinschaftsaufgabe, helfend und stärkend in das letzte Haus zu bringen, Kinderherzen zu erfreuen unb Alte roieber froh unb mutig zu machen. Die Jugenb von heute weiß, baß es ihr Staat ist, ber sich auf bas Volk in feiner Gesamtheit stützen will, baher trägt sie gern ben Anteil ber Verant-1

Gute Entwicklung der Heichssteuereinnahnien.

Berlin, 20. Dez. (DNB.) Die Einnahmen bes Reiches an Besitz- unb Verkehrs steu- ern betrugen im November 1935 516,1 Millionen Reichsmark gegenüber 401,2 Millionen RM. im gleichen Monat bes Vorjahres; an Zöllen unb Verbrauchssteuern kamen 285,5 (245,2) Mil­lionen RM., also zusammen 801,6 (646,4) Mill. RM. auf. Don denjenigen Steuern, die für die Beur­teilung ber Wirtschaftsentwickelung wichtig finb, haben sich bie Lohn st euer, bie veranlagte Einkommen st euer, bie Körpers chafts- steuer unb bie Umsatz st e uer weiter gut entwickelt. Für bie e r ft e n a ch t Monate des Rechnungsjahres 1935 stellt sich das Mehr- aufkommen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bei Den Besitz- unb Verkehrssteuern auf 756,4, bei ben Zöllen unb Verbrauchssteuern auf 149,5, zusammen also auf 905,9 Mill. RM. Unter Berücksichtigung ber üblichen Aussonderungen (u. a. für Ehestandsdarlehen) und verschobener Sonbereinnahmen bes Vorjahres errechnet sich das wirkliche Mehraufkommen ber Monate April bis November 1935 gegenüber bem gleichen Dor» jahresabschnitt mit 772,2 Millionen Reichsmark.

Hauptfchriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck unb Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- unb Stein» brurferei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 &ülti&

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sich.mit rafenber Geschwinbigkeit ausbreitete unb an -den Filrnvorräten reiche Nahrung fand. Meter­lange Stichflammen schossen aus den Fenstern. Das Feuer war von einer ungewöhnlichen Rauch­entwickelung begleitet. Ein junger Mann, der sich auf einem Spirituskocher fein Mittagessen ge­wärmt hatte, unb eine Frau wollten durch eine eiserne Tür flüchten. Diese war aber verschlossen, so daß sie in den Flammen u m f a m e n.

Todesurteil gegen einen Raub- unb Lustmörder.

Das Koblenzer Schwurgericht verhanbelte in Bab Kreuznach gegen ben 26jährigen Artur Seibert, ber beschulbigt war, am 6. Juli b. I. bie Ehefrau Branbenburger in ihrer Wohnung in Bab Kreuznach ermorbet unb beraubt zu haben. Der Angeklagte gab bei feiner Vernehmung bie Tat zu, bestritt jedoch, mit Ueberlegung gehanbelt unb außerbem ein Sittlichkeitsoerbrechen an ber Frau verübt zu haben. In ber Beweisaufnahme gab ber Kriminalkommissar, ber bie polizeilichen Ermittlun­gen geleitet hat, ber Ueberzeugung Ausbruck, baß Seibert bie Tat mit voller Ueberlegung begangen unb bie ganze Wohnung nach Wertgegenständen durchsucht habe. Ferner sei anzunehmen, daß die Frau vor der Bluttat vergewaltigt worden sei. Der Angeklagte wurde wegen Mordes in Tateinheit mit Raub zum Tode und wegen Notzucht zu einer Zuchthaus st rafe von fünf Jahren verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklag­ten auf Lebenszeit aberkannt.

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tigen Ich biente, fonbern bem D u ber Gemein- f ch a f t untergeorbnet war, schwingt burch ben Gleichklang biefer Stunben. Das unterfcheibet unser Weihnachtsfest von ben Weihnachtsfeiern früherer Zeiten: Es ist nicht allein bie Freube am Schenken unb Geben im engen Familienkreis, es ist bas frohe Bewußtsein, baß bie große beut- sche Volksgemeinschaft aus innerem Er­leben teil h a t an b i e f em F e st. Gemeinschafts­gefühl unb Gemeinschaftssinn, in ben Wechselfallen bes vergangenen Jahres oft erprobt, leuchten auch im festlichen Glanz bes beutschen Weihnachten, das im wahrsten Sinne ein Dolksweihnachten geworden ist.

Stunden weihnachtlicher Freude, Stunden der Besinnung schöpfen wir aus ihnen die Wegwei­sung für die unser harrenden Aufgaben im kommen­den Jahr!

ihre staatsbürgerlichen Pflichten verletzt, sondern sie vielmehr ehrlich unb aufrecht erfüllt haben, zu Staatenlosen" unb so in ihrer Heimat, mit ber sie burch Generationen oerbunben finb, recht- l o 5 machte, ber Ausbürgerung folgte nun auch bie Ausweisung! Männer, bie sich ber Liebe ünb ber Achtung aller ihrer Mitbürger erfreuen, wür­ben von Polizei gewaltsam über bie Grenze ge­zerrt, unb in ihrem Schicksal fühlt sich bie Heimat­treue Bevölkerung Eupen-Malmebys ausnahmslos unb mit i h r bas ganze beutfcheVolk verletzt und beleidigt. Mit der Durchfüh­rung des Ausweisungsbefehles übernehmen nun­mehr die belgische Regierung unb ber belgische Staat bie volle Verantwortung für ben Ausnahmezustand, in bem sich bie Eupen - Mal- mebyer seit bem Inkrafttreten bes Ausbürgerungs­gesetzes befinben. Die gewaltsame Vertreibung hei­matgebundener unb heimattreuer Männer von Haus unb Hof ist ein neuer Beweis bafür, w i e wenig Belgien auch nach fünfzehn Jahren an einer wahren Befriebung ber Verhältnisse gelegen ist, obwohl bie Eupen-Malmebyer unb bas beutsche Volk sich i m - mer roieber oerftänbigungsbereit zeig­ten unb keine Möglichkeit vorüberließen, für bie Besserung ber beutsch-belgischen Beziehungen ehrlich einzutreten. Niemals kann aus Unrecht Recht werben, niemals vergißt bas beutsche Volk, baß Unrecht Wiebergutmachung heischt. Die moralische Verbunbenheit mit bem Reich gibt ben Eupen- Malmedyern bie Kraft, Willkür zu ertragen unb unerschütterlich unb zäh auf dem Recht zu be­harren. Das gute Gewissen ist auf ihrer Seite.

Berlin, 20. Dez. (DNB.) Auf Grund des § 2 Absatz 1 der 1. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung ber Deutschen Evange­lischen Kirche vom 3. Oktober 1935 ernannte ber Reichs- unb preußische Minister für bie kirchlichen Angelegenheiten Kerrl bie Mitglieber ber Pro- winzialkirchenausschüsse für bie Kirchenprovinzen ?Pommern, Sachsen, Mark Branbenburg, Ostpreußen lunb Schlesien.

Dem Provinzialkirchenausschuh für ?P ommern werben angehören: Superintenbent id o n Scheven, Greifswald; Superintendent «Engel, Jassen bei Bütow; Pfarrer Poe11er, iDiakonissenhaus Bethanien, Stettin; Pfarrer Reinke, Stolp; Superintendent Z i tz k e, Belgard.

Die Mitglieber des Provinzialkirchen- ia u s f d) u f f e s Sachfen : Domprediger Mar» Hin, Magdeburg; Superintendent Meichßner, Wittenberg; Pfarrer Ianecke, Magdeburg; ^Superintendent Müller, Mücheln.

Die Mitglieder des Provinzialkirchen- -ausfchufses Mark Brandenburg: Super- iintenbent Zimmermann, Berlin; Ministerial- irat Engert, Berlin; Ministerialdirektor i. R. ID. Dr. Conze, Berlin; Pfarrer Heibenreich, Rerlin; ©cneralforftmeifter v. Keudell, Hohen- llübbichow i. b. Mark; Superintenbent Klein, Bad iFreienwalbe a. b. Ober; Superintenbent Lic. Riehl, (Troffen a. b. Ober.

Die Mitalieber bes Provinzialkirchen- oausfd)uf|es Ostpreußen: Pfarrer Küß - mer, Lötzen; Dberfonfiftorialrat Kaminski, Königsberg; Oberkonfistorialrat T r o e g e r, Königs­berg.

Die Mitglieber bes Provinzialkirchen- oausfchuffes Schlesien: Pfarrer Hermann Schmibt, Görlitz; Pfarrer Loheybe, Bres­lau; Pfarrer Bessert, Breslau.

Mit der Bildung der Provinzialausschüsse ist ein weiterer Schritt zur Ordnung innerhalb der

Eine Anordnung des Heichskirchenministers.

Berlin, 20. Dez. (DNB.) Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerrl, gibt ge­mäß § 2 der 5. Verordnung vom 2. Dezember 1935 zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche folgendes bekannt:

Bei derDeutschenEvangelischenKirche, der evangelischen Kirche der Altpreußischen Union unb ihren Kirchenprovinzen mit Ausnahme ber Kirchenprovinzen Rheinland unb Westfalen, ber evangelisch-lutherischen Lanbeskirche Sachsen, ben evangelischen Lanbeskirchen Nassau-Hessen unb Kurhessen-Walbeck finb auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 24. September 1935 Organe der Kirchenleitung gebildet worden. Inso­weit ist daher bie Ausübung kirchenregimentlicher unb kirchenbehörblicher Befugnisse burch bie Organe kirchlicher Vereinigungen unb Gruppen, insbeson­dre also für das Gebiet ber Deutschen Evangeli­schen Kirche durch dievorläufige Kir­ch e n l e i t u n g", für das Gebiet ber genannten Lanbeskirchen (in ber evangelischen Kirche ber Alt- preußischen Union mit Ausnahme bes Geltungs­bereiches ber Kirchenordnung für bie Provinz Westfalen unb bie Rheinprovinz) burch bieB ru­ber r ä t e" unzulässig.

Oer Heichsbund evangelischer Prarrer- vereine zur Mitarbeit bereit.

Berlin, 20. Dez. (DNB.) Die kirchenamtliche Pressestelle ber Deutschen Evangelischen Kirche teilt mit:

Der Reichsbunb ber beutschen evan­gelischen Pfarrervereine, burch ben runb 16 000 evangelische Geistliche vertreten finb, hat an ben Reichskirchenausschuß ein Schreiben

Der Reichsverbanb Deutscher Rundfunkteilnehmer e. V. hat feine Auflösung beschlossen, da seine Aufgaben, bie in ber Durchsetzung einer natio­nalsozialistischen Rundfunk-Politik bestanden, e r - füllt finb. Die technischen Verbanbsein- r i ch t u n g e n werben, soweit sie nicht zur Liquiba- tion benötigt werden, ben F u n k st l l e n l e i - tern ber Partei übergeben werben. Im Saargebiet wirb ber Verbanb mit Rücksicht auf bie befonberen rechtlichen und politischen Verhält­nisse bis zum 31. März 1936 fortgeführt.

Wetterbericht

des Relchswelterdlenftes. Ausgabeort Frankfurt

Während im Osten Europas wieder etwas wär­mere Luft nach Süden vorgedrungen ist, und im Ostseegebiet aber sehr verbreiteten Schneefall her- oorrief, hat sich im Westen wieder mehr nördlich Luftzufuhr eingestellt. Vielfach kam cs zum Auf­klaren und in Süddeutschland haben sich dabei über der stärkeren Schneedecke heftige Strahlungsfröste eingestellt. Die Wetterlage wird voraussichtlich auch weiterhin unbeständig und zu einzelnen Schnee­fällen geneigt sein. Doch kommt es häufiger zu Aufheiterungen und der Frost wird sich verstärken.

Aussichten für Sonntag: Wolkig, zeit­weise auch aufheiternd, aber noch immer einzelne meist leichte Schneefälle, nachts stärkerer Frost, auch tagsüber Temperaturen meist unter 0 Grad, schwache veränderliche Winde.

Aussichten für Montag: Zunächst Fort­dauer des ziemlich kalten Meters mit einzelnen Schneefällen wahrscheinlich.

Wintersporl-Welternachrichten.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel,10 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, 6 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Herchenhainer Höhe: Nebel,9 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Rhön. Wasserkuppe, Nebel,7 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 8 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.

Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel,6 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, 6 cm Neuschnee, Ski unb Rodel gut. Großer Feldberg: Nebel,7 Grad, 28 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschnee, Pulver­schnee, Ski unb Röbel sehr gut.

Schwarzwal b. UeberaU Wintersport-Möglich­keiten, Einzelberichte liegen nicht vor.

gerichtet, in bem er es begrüßt, baß ber Führer burch bas Gesetz vom 24. September b. I. bem I

Mit bem Weihnachtsfest kommt nun über uns bie große Stille des Jahres. Jeder, selbst, der, der gewohnt ist, im Kampf und Lärm bes Tages zu stehen, wirb von biefer Stille ergrif­fen. Es finb Stunben ber Besinnung, bie uns bie Weihnachtszeit schenkt unb bie um ihrer Seltenheiten willen mit befonberem Dank entgegengenommen fein wollen. Nun ruhen einmal alle Sorgen, ber Blick roenbet sich zurück unb ver- folgt ben Lauf bes Jahres, überfchauenb, roägenb unb schon in ber Schau auf bas Kommenbe pla­ne nb unb roagenb.

So hat bie Weihnachtszelt für jeben beutschen Menschen, bem es Ernst ist mit ben Aufgaben un­serer Zeit, etwas Stärkenbes, Kraftfpen- d e n b e s.' In ber ruhigen Besinnlichkeit ber Weih» nachtstage wird bas Ich still unb ber Gebaute, baß bas Schaffen biefes Jahres nicht bem eigenfüch-

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In Lonbon ist eine Frau Elsa Droyfon ein­getroffen, bie mit einer Körperlänge von 2,5 5 Meter wohl bie größte Frau ber Welt fein bürste. Mit ihr zusammen traf ihre fast gleichgroße Schwester Brunhilbe in ber eng­lischen Hauptstabt ein. Die Geschwister finb übrigens in Berlin geboren unb erzogen worben. (Weltbilb-M.)

Hiesige Warenbausbrände in England.

Die westenglische Hafen- unb Jndustriestabt Carbiff wurde von einem gewaltigen Großfeuer heim- gesucht. Der Brand kam in der Spielwarenabteilung eines mitten im Geschäftsviertel gelegenen Waren­hauses zum Ausbruch, kurz nachdem Hunderte von Weihnachtskäufern das Gebäude verlassen hatten. Nach kurzer Zeit war das ganze fünfstöckige Ge­bäude in Flammen gehüllt. Die Flammen griffen auf einen benachbarten Gebäudeblock über, in bem sich brei große Geschäfte befinben. Zwei Stunben nach Ausbruch flog ein großes Munitions­lager, bas sich im Erbgeschoß bes Warenhauses befanb, in bie Luft. Die Feuerwehrleute mußten um ihr Leben laufen. Scharfe Patronen entluben sich nach allen Seiten, aber wie durch ein Wunder wurde niemand ernstlich verletzt. Wenige Minuten später flog die Feuerwerksabteilung des Waren­hauses in die Luft. Die Hitze war so gewaltig, daß viele Zuschauer, die über 200 Meter von der Brand­stätte entfernt waren, trotz ber eiskalten Nacht ihre Mäntel auszogen Nach einiger Zeit geriet auch die Zentralmarkthalle in Brand. Das Dach kürzte mit großem Getöse ein. Erst in ben frühen Morgenstunben gelang es ben gesamten Feuer­wehren ber Stabt Carbiff, das Feuer einzukreisen. Der Schaben ist außerorbentlich groß. Auch im S-mtrum Lonbons brach in einem sechsstöckigen Warenhaus in ber Regentstraße Feuer aus. Zwölf Feuerwehren unb 60 Feuerwehrleute, bie teilweise mit Gasmasken ausgerüstet waren, gingen gegen ben Brand vor. Erst nach zwei Stunden ge­lang es, des Feuers Herr zu werden und das Ge­bäude zu retten.

Ein schwedischer Dampfer im Hafen von Lantos explodiert.

Auf bem im Hafen von Sanlos (Brasilien) lie- genben fchwebifchen DampferBritt-lHarie ereig­nete sich eine Explosion, durch bie bas Schiff so schwer beschädigt wurde, daß es nach kurzer Zeit sank. Sechs Mann der Besatzung kamen ums Leben, während eine Anzahl weiterer Besatzungsmitglieder noch vermißt wird. Durch die Explosion gerieten zwei am Hafen liegende Kaufhäuser in Brand, und im Um­kreis von mehreren Kilometern zersprangen die Fensterscheiben.

Zwei Tote

beim Brand in einer Prager Filmkopieranstalt.

Im fünften Stock bes Sifenbetonpalaftes am Wenzelsplatz in Prag brach in ber bort unterge­brachten Filmkopieranstalt ein Brand aus, der

Die Ausweisung der Heimattreuen Eupen-Malmedyer.

Die Eupen-Malmedyer Landsmannschaflen imBeich bekunden ihre Solidarität.

Die Befriedung der evangelischen Kirche

Fünf provinzialkirchenausschüffe in Preußen gebildet