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185. Jahrgang

Giekener Anzeiger

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Schatzkanzler Neville Chamberlain über die künftige Politik Englands.

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Was wird England tun?

Orahtberichi unseres He.-Korrespondenien.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

London, 20. Dezember 1935.

Die Folgerung aus dem Fiasko Hoares

könnte."

Die Rede des Schatzkanzlers klang in der Forde­rung aus, daß England mit Macht auf» r ü st e n müsse, um seine kollektive Sicherheitsver- pslichtungen erfüllen zu können. In diesem Zusam­menhänge sagte er u. a.:

Denn wir mitwirken wollen, den Völkerbund zu einem wirklich erfolgreichen Werkzeug für die Erhaltung des Friedens zu machen, dann

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Geist der Disziplin und des Wider- standswillens der organisierten Mas­sen mit dem Andauern des vergeblichenEr­stickungsversuches" weiter zunimmt, daß fer­ner die italienischen Erzeuger unter den gegenwär-

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ir müssen uns für eine wirkungsvolle Ganktionspolitik stark machen."

Wintersonnenwende.

Don Dr. Wilhelm Frick, Michsmimster des Innern.

Die Götter- und Mythenwelt der alten Ger­manen weist eine urgewaltige Tiefe und Symbolik auf. Der Wandel'der Jahreszeiten, die Verbundenheit der Natur und der entscheidende Einfluß des Sonnengestirns auf alles menschliche Leben mußte auf die Geistes- und Vorstellungs­welt eines sittenreinen und hochstehenden Volkes einen tiefen Eindruck machen.

Im Mythos von der Sonnenwende erkennen wir die Wirkungen der Natureindrücke auf die Seele unserer Vorfahren. In ihrer Vor­stellungswelt bevölkerten Riesengötter das All. Ein urewiger Kampf zwischen dem Gott des Lichts und dem der Finsternis, der ihnen als ein Kampf des Rechts und der Wahrheit gegen das Unrecht und die Lüge erschien, durchtobte in ihrer Vorstellung die Welt.

Wenn die alles Leben erweckende Sonne ihren höchsten Stand am Himmel zur Sommersonnen­wende einnahm, dann aber langsam und sicher immer mehr zurücksank und in den Herbst- und Winternebeln der nordischen Wälder erstarb, dann stellten sich unsere Altvordern dies als den Kampf zwischen dem Lichtgott Baldur und dem Gott der Finsternis Loki vor. In diesem Kamps der Finsternis gegen das Licht siegen die Möchte des Dunklen scheinbar und das Lichte unterliegt. Aber in den Tagen der Winter­sonnenwende, wenn das Sonnenlicht ertötet schien, alles Leben in der Natur erstarrte, bereitete sich der Sieg des Sonnengott"s Bal­dur vor. In den Rauhnächten um die Weihnachts­und Neujahrszeit fiel die Entscheidung, der Sieg des Lichts. Im Lichterbaum blieb uns eine ferne Erinnerung an diese Vorstellungswelt, die mit dem Sieg des Lichts den Sieg der Wahrheit in der Welt feierte, denn von dieser Zeit an steigt das Sonnengestirn am Himmelsbogen immer macht- ' voller und bricht endlich alle Not des Winters.

So wie die Sonne über die Finsternis siegt, so glaubten unsere Urväter an den Sieg des Rechts, der Wahrheit und der Freiheit. Das Symbol der siegenden Sonne war das Sonnenrad: das Hakenkreuz.

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Rom, 21. Dez. (DNB Funkspruch.) Der Große f a s ch i st i s ch e Rat, der am Freitag um 20 Uhr zusammengetreten war, hat sich nach dreistündiger Sitzung auf den 18. Januar 20 Uhr vertagt. Nach dem amtlichen Bericht hat der Rat d i e' p o l i t i s ch e Lage geprüft, wie sie sich nach der von englischer Seite erfolgten Verwer­fung der Pariser Vorschläge ergibt, die der Initiative Frankreichs zu danken sind und die der Große faschistische Rat in seiner Sitzung vom 18. Dezember einer eingehenden Prü­fung unterzogen hatte." Folgende Entschließung ist durch Zuruf angenommen worden:

Der große faschislische Rat stellt fest, daß das italienische Volk gegenüber der offen- kundlichen Desorientierung und den Wieder- fprüchen in der Haltung der öanktionsländer in der strengen Verteidigung des eigenen Rechts unerschütterlich einmütig bleibt, indem es mil der Goldspende einen machtvollen Be­weis seines Widerstands- und Siegeswillens gibt. Er entbietet den Soldaten und Schwarzhemden, die in Ostafrika mutig für die Sache der Zivilisation und für die höchsten Ziele der Sicherung und Zukunft der Ration kämpfen, seinen Gruß und stellt fest, daß die Aktion des faschistischen Italiens mit unbeugsamer Entschlossenheit sür die nötiae Erreichung der vom Duce für die Geschicke des Vaterlandes vorge­zeichneten Ziele fortgesetzt wird".

Schließlich hat der Große faschistische Rat von einer Erklärung Kenntnis genommen, die vom Vorsitzenden des Reichsverbandes der ita­lienischen Industrie, Graf Volvi, vorge­legt worden war. In dieser Erklärung heißt es, daß die faschistischen Verbände der Industrie und der Landwirtschaft sowie der industriellen und der landwirtschaftlichen Arbeiter als sichere Wortführer aller Kategorien der in die syndikalistische Organisa­tion des Regimes eingegliederten Arbeit und Ar- ; beiter am Ende des ersten Monats des Wirtschaftskrieges" erklären, daß der

müssen wir uns in die tage versehen, unsere Verpflichtungen zu erfül­len und jeder Gefahr, die aus ihnen erwachsen kann, enlgegenzulrelen. Wir müssen das tun, und wenn andere Staaten dasselbe l u n und zeigen, daß auch sie bereit sind, ihren Anteil an dem Risiko zu übernehmen, dann wird das Risiko selbst verschwinden. Welche Arl von Druck auch der Völkerbund in Zukunft auf einen Angreifer ausüben mag das letzte Hilfsmittel und die Tatsache, die den Ausschlag gibt, ist die Gewalt und nichts anderes. Solange ein Angreifer nicht überzeugt ist, daß ihm Gewalt aegen- überfteht, die zu groß ist, als daß er ihr Wider­stand leisten könnte, solange wird es niemals irgendeine Sicherheit geben.

Es wird die Pflicht der britischen Regierung in den kommenden Jahren sein, unsere Verteidigungskräfte wieder auf einen Stand zu bringen, der uns das Gefühl gibt, daß nicht nur die Sicherheit dieses Lan­des und der großen Handelsstraßen zwischen Eng­land und den anderen Mitgliedern des Britischen Weltreiches, von denen unser Fortbestand abhängt, gewährleistet ist, sondern daß wir auch in der Lage sind, unserem kollektiven Vorgehen beim Völkerbund Rückhalt zu ver­leihen."

Italien seht feine Aktion mit unbeugsamer Entschlossenheit" fort. Die Antwort des Großen Faschistischen Hais auf das Fallenlaffen der pariser Friedensformel.

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London, 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) Schatzkanzler Neville Chamberlain hielt am Frei­tagabend in Birmingham eine große außenpolitische Rede von programmatischem Charakter. Er wieder­holte zunächst, daß die Pariser Friedens­vorschläge tot und begraben feien und nicht mehr zum Leben erweckt werden würden, und sagte bann:Ich vermute, daß für den Augen­blick alle Versuche einer friedlichen Regelung als beendigt betrachtet werdeü müssen. Wir müssen daher zur Sanktions­politik zurückkehren. Ich vertraue darauf, daß die Völkerbundsstaaten zeigen werden, daß sie gewillt sind, sich in Bereitschaft zu setzen, um jedem Angriff Widerstand zu leisten, der gegen irgendeinen Dölkerbundsstaat unternommen werden

eigene Tätigkeit im Rahmen der von der faschi­stischen Partei vorbereiteten und geleiteten Aktion erhöhen, insbesondere in bezug auf Kosten- und Preisgestaltung eine rasche und greifbare Aktion, die das korporative System mächtig fördert und die Wirtschaftspolitik in diesem entscheidenden Augen­blick im Gleichgewicht hält.

Italien hält an der Friedensfora fest.

Paris, 21. Dez. (DNB. Funkspr.) DerMatin" berichtet, in einer Unterredung des Ministerpräsi­denten Laval mit dem italienischen Botschafter Cerutti habe dieser mitgeteilt, die italienische Regie­rung betrachte den Pariser Vorschlag noch immer als gültig. Italien sei vorschrifts­mäßig mit einem Plan befaßt worden, den zwei vom Völkerbund hierzu beauftragte Mächte ausge­arbeitet hätten. Es hätte mithin das Recht, eben­falls zu verlangen, daß dieser Plan als Ver- h a n d l u n g s g r u n d l a g e berücksichtigt werde, wenn in Zukunft Friedensoerhandlungen beginnen. Der italienische Botschafter habe dem Mi­nisterpräsidenten gestern keine Antwort seiner Regierung übergeben, da diese erst nach der Nacht- sitzüng des Großen faschistischen Rates aufgesetzt werde. Nach demOeuvre" dürfte Ministerpräsident Laval dem italienischen Botschafter die außer­ordentliche Unzufriedenheit zu verstehen gegeben haben, die man in Paris hinsichtlich der Haltung Italiens empfindet. Die Haltung Italiens werde als unter jedem Gejichtswinkel unver stündlich angesehen.

a r k i e zu verwirklichen, die sie im höchsten Grade von der Abhängigkeit vom Auslande befreit, die eine schwere Belastung für die Freiheit und die Unabhängigkeit des italienischen Volkes bilde. Die erwähnten Verbände wollen ihre

grundsätzen entspricht.

Wie weit die Grundsätze der britischen Außen­politik im übrigen durch die Tragödie der letzten Wochen beeinflußt worden find, ist kaum ooraus- znsehen. Man kann aus der Unterhausaussprache herauslesen, daß die Regierung und Opposition sich einig darüber sind, daß der Völkerbund ver­sagt habe; man kann aber auch der absolut gegenteiligen Auffassung sein, so wider­spruchsvoll und dunkel ist alles, was gesagt worden ist. Man ist eher über Frankreich ent­täuscht, als über den Völkerbund, hat sich aber gehütet, diese Kritik mehr als leise anklingen zu lassen. Wenn Sir Austen Chamberlain, der zweifellos diejenige Persönlichkeit ist, durch deren Ablehnung Hoare gestürzt ist, so scharf betont, daß man vom Völkerbund nicht zuviel erwarten dürfe und daß er es lieber sähe, wenn die engl'sche Regierung sich mehr Zurückhaltung aufer- leqte so 'ist dies eine Richtlime viel zu allgemeiner Art,'um daraus Schlüsse für die künftige Haltung der britischen Regierung zu ziehen.

wieder anders, wenn möglicherweise der Gegenspie­ler Englands, Laval, in Frankreich nicht mehr am Ruder ist, der zweifellos der Beelzebub war, der den Engel Hoare in Versuchung geführt hat.

Aach dem Sturm.

Tie englischen Minister in den Wcih- nachtsferien.

L o n d o n , 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nachdem sich der politische Sturm einigermaßen gelegt hat, begaben sich mehrere Regierungsmitglieder bereits am Freitag in die Weihnachtsferien. Schatzkanzler Neville Chamberlain ist nach seiner Heimatstadt Birmingham, M a c d o n a l d nach Lossiemouth in Schottland abgereist. Der In­nenminister Sir John Simons will seinen Weih­nachtsurlaub in Monte Carlo verbringen. Minister­präsident Baldwin begibt sich nach seinem Land­sitz Astley-Hall in Worchestershire.

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Das Ziel der englischen Regierung ist es stets gewesen, den abessinischen Konflikt so beizulegen, daß keine grundsätzliche Störung in der europäischen Politik des Landes einzutreten braucht. Das heißt: die Regierung hat stets den größten Wert auf das allerengfte Einvernehmen mit Frank­reich und die Wiederherstellung eines guten Verhältnisses zu Italien gelegt. Dieses Ziel sollte unter möglichster Schonung des Völkerbundes erreicht werden, wobei der Wunsch besteht, den Völkerbund weiter auszubauen und in seiner Souveränität zu stärken. Die Unter« Hausaussprache hat ja mit aller Deutlichkeit ge­zeigt daß ein Abrücken von der Dölkerbundslinie zurzeit wenigstens noch für jede englische Re­gierung mit Lebensgefahr verbunden ist. Das hindert natürlich nicht festzustellen, daß em prak­tischer Weg für die Erreichuna der gesteckten Ziele nicht sichtbar ist und daß daher auch kaum einer der führenden enalischen Politiker diesen Weg an­zugeben vermag. Vielleicht ist das alles im Januar

Die große Aussprache im Unterhaus über den sogenannten Hoare-Laval - Plan hat überraschend wenig Aufklärung darüber gegeben, welche Außen­politik England i n Z u f u n f t zu betreiben gedenkt. Die gesamte Aussprache sah mehr nach einem in» nerpolitischen Reinemachen aus. Die Frage, ob Baldwin sein Wahlversprechen, den Völ­kerbund zu stärken, eingehalten habe ober nicht, ( spielte fast eine größere Rolle, als bie Außen- < Politik überhaupt. Ob bas daran gelegen Hat, daß ; England in diesem Augenblick keinen Außenminister | hatte und daß der Ministerpräsident den Nach- , folger Hoares nicht von vornherein , festlegen wollte, oder ob mit den Erklärungen i Hoares das außenpolitische Interesse des Hauses i erschöpft war, sei dahingestellt. Jedenfalls ist soviel deutlich, daß die Feststellung, der Hoare-Laval- Plan fei tot, die außenpolitische Lage nicht erschöpft. Sie besagt nämlich nichts darüber, was die Regie­rung künftig tun wird. Die Feststellung Hoares, daß die Lage außerordentlich ernst geworden fei, ist zwar sicher nicht unrichtig, aber wie ihr be­gegnet werden soll, ist völlig offen.

Die Regierung scheint nach allem, was man hört, auf dem Standpunkte zu stehen, daß mit dem Weg­fall des Hoare-Laval-Planes die Sanktionen sich automatisch f o r t s e tz e n, und daß vor­läufig keine besonderen Schritte notwendig sind. Die Frage der Verhängung der Oelsperre kommt erst Mitte Januar wieder zur Aussprache, und zwar ebenfalls, ohne daß etwas weiteres getan zu wer­den braucht. Im Gegensatz zur bisherigen Haltung scheint man lediglich der Auffassung zu sein, daß sich England stärker zurück halten müsse und daß es die Entscheidung stärker als bisher dem Dreizehner-Ausschuß in Gens selbst überlassen würde. Das heißt also: beschließt der Dreizehner- Ausschuß die Oelsperre, so macht England mit, be­schließt er die Oelsperre nicht oder nicht einstim­mig, so wird England nicht mitmachen. Jedenfalls scheint die britische Regierung nicht geneigt zu sein, ihre Haut zu Markte zu tragen ober bie bri­tische Flotte aufs Spiel zu setzen, weil das eine von der öffentlichen Meinung nicht gebulbet unb bas anbere ohne bas Unterstützungsversprechen Frankreichs nicht ungefährlich sein würbe. Ob biese Dinge sich aber tatsächlich so abspielen werben, kann heute niemanb voraussagen. Bei ber beispiellosen Verwirrung, bie in ben letzten vierzehn Tagen Vm Regierungslager geherrscht hat, muß man bannt rechnen, baß Ueberraschungen möglich finb.

Die öffentliche Meinung, über bie Hoare gestürzt ist, wird bie Regierung bazu brängen, das ver­lorene Ansehen wieberherzustellen. Wie bas ge­schehen soll, darüber sind sich aber die klügsten Leute nicht einig. Die Opposition verlangt Völkerbundspolitik allerscharf st er Richtung, selbst wenn man dabei, wie das der Oppositionsführer Attlee ausdrückte, etwas ris­kieren muß. Das heißt also, daß dieser Teil der öffentlichen Meinung auch vor einem Kon­flikt mit Italien nicht zuruckscheut, weil der abgrundtiefe Haß gegen den Faschismus bei dieser Gruppe alles beherrscht.

Die im konservativen Lager Stehenden gehen jedoch zweifellos nicht so weit. Sie waren über den Hoare-Laval-Plan empört, weil dieser ! ihnen als ein ungeschicktes, das britische Ansehen herabsetzendes Manöver erschien. Diese Leute wollen zwar, daß der britische Standpunkt in der Sank­tionsfrage sich durchsetzt und daß die Völker­bundsgrundsätze gewahrt werden, jedoch unter möglichster Schonung Italiens, dessen Erhaltung als Großmacht ihnen zur Auf rechterhaltung ber Balance of Power in Europa unentbehrlich erscheint.

Diese Gruppe möchte es zweifellos am liebsten sehen, wenn jetzt eine längere Periobe der Un­interessiertheit Englanbs folge, m ber bie britische Regierung in Ruhe abroarte, wie sich bie Dinge weiter entwickeln. Man argumentiert in die­sem Lager, daß in etwa zweieinhalb Monaten in Abessinien bie Regengüsse wieder einsetzen und vor­aussichtlich bamit auch gewisse Seuchen, baß der Vormarsch ber Italiener in bieser Periobe gleich Null fein wirb ober boch nur einen geringen Um­fang annehmen kann, baß anbererseits auch bie Abessinier unter ben Verpflegungsschwierigkeiten in ber Regenzeit leiben werben, so baß, ohne baß viel zu geschehen braucht, vielleicht in einem halben Jahr die beiben Parteien geneigter finb, sich auf ein Kompromiß zu einigen, ber auch den Völkerbunds-

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Hakenkreuze ss an ihren Fahnen.

Wie war es damals? Hatte im Weltkrieg nicht auch die Macht der Finsternis, des Unrechts, der Lüge gesiegt, mußte nicht nach all der Schmach der Gewaltoerträge, nach dem Elend des Zusammen­bruchs und des Scheinsiegs der Mächte der Unter­welt der Kampf und der Sieg der reinen Kräfte des Volkstums beginnen unb vollenbet werben? flatter­ten nicht in ben trostlosen Straßen bes Elenbs, bie unser Volk nach ben Gewaltbiktaten burchschritt, bie Fahnen mit bem Hakenkreuz? Sammelten sich nicht um bas Zeichen bes Sonnenrabes trotz allen Terrors unb aller Gewalt bie besten Söhne ber Nation?

Unb bann kam ber Tag bes S i e g'e s.

Die Deutschen hatten ihr Reich erobert unb ihren sieghaften Glauben auf Millionen, auf bas ganze Volk übertragen. Die Stimme ihres Blutes war stär­ker als ber Haß und die Macht der Feinde. In der nationalsozialistischen Idee siegte der alte Glaube an das Recht, bie Kraft und bie Wahrheit. Im Nationalsozialismus fanb unser Volk seinen erlösenben Glauben an bie eigene Kraft unb an seine Zukunft roieber. Der lähmenbe Druck ber verhängnisvollen Zeit bes Bruberkrieges fiel von ihm ab, neue Hoffnung erfüllte bie Herzen her Volksgenossen, ba es machtvoll geführt von Abolf Hitler unb zusammengefchweißt in ben Mil- bonenformationen bes Nationalsozialismus alle Wiberstänbe nieberroarf.

Das beutsche Volk entwickelt seither eine Un­summe von Energien. Der Sieg bes Nationalsozia­lismus würbe zum Sieg bes beutschen Einheitsgebankens, der sich zum ersten Male einen wahren nationalen Einheitsstaat schuf. Ein unbänbiger Aufbauwille läßt aus ber zerstörten Wirtschaft neues ßrben erstehen, plant unb baut gewaltige Werke. Eine Wehrmacht, tief ver­ankert im Wollen bes Volkes, schirmt roieber ben Frieben bes Reiches, in einer Zeit, ba Waffenlärm die ganze Welt durchtobt.

Ein ganzes Volk aber dankt der Vor­sehung für den Sieg des Glaubens, des Rechts und des Lichts, der uns der Sieg des Frie­de n s geworden ist. Diesen inneren Frieden hat das deutsche Volk nach langen Jahren der heftigsten Kämpfe errungen. An bie Stelle internationaler Phrasen unb fremdvölkischer Haßgesänge trat d i e Idee der Volksgemeinschaft, die vom Führer geforderte nationale Solidarität, der prak­tische Sozialismus der Tat.

So, wie wir diesen inneren Frieden stark unb ehrlich erkämpft haben, so wollen wir auch ben äußeren Frieben mit ber ganzen Welt, mit allen Völkern erkämpfen, bie guten Willens finb. Das ist unser Glaube an den Sieg des Lichtes, an den Sieg der Idee des Führers, unser deut­scher Weihnachtsglaube.

Nr. 298 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 2\. Dezember (935

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Es ist ein uralter, tief im Blut und Brauchtum unsere Volkes verankerter Glaube, der sich sinnbild­lich in dem Ringen zwischen Licht und Finsternis lebendig erhielt. Auch wir haben die Kraft dieses Glaubens in unserer Kampfzeit erlebt. Als die Not unsres Volkes am größten, ber Sturz in .., Cif x ! bie Ohnmacht am tiefsten war unb nirgenbs mehr eine

eine immerg roß er e w i r t s ch a ft l ich e A d- ^cttunc. möglich schien, ba roanbte sich bas beutsche norm.rPhrhon hu> he im hofften Grabe ^gen schweren Kämpfen b e r Beweaung

zu, bie ben Kampf gegen bas Unrecht, gegen Luge, Entehrung unb Knechtschaft auf ihre Fahne getrie­ben hatte. Die Bewegung Abolf Hitlers trug bas Sonnenrab, bas sieghafte Zeichen bes