Brandschaden ist Landschaden
Kunst und Wissenschaft
Deutsche Kunst.
verschwunden und der deutsche Künstler kann sich wieder ans Werk machen, um dem Erleben der nationalen Wiedergeburt sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Wenn man heute durch die Kunstausstellungen geht, so kann man bereits feststellen, wie verschieden die Kunst des neuen Deutschland von der des Zwischenreiches ist.
Dieser neue Geist, der das künstlerische Schaffen heute beherrscht, hat seine Wurzeln in der Weltanschauung, die unseren Staat trägt. Kunst kann niemals der Ausdruck des völkischen Lebens sein, wenn der Künstler sich abschließt, wenn er sich erhaben dünkt über die, denen er seine Werke weihen soll. Ein künstlerisches Schaffen auf dieser Grundlage muß stets zum Absterben der Kunst führen. Nur im Erleben des Schaffens der Nation, in der Erfassung der ethischen Werte eines Volkes und in Gemeinschaft mit dem Volke, kann sich die Kunst entfalten und Dienerin der Volksgemeinschaft sein.
Es ist das Verdienst des Nationalsozialismus, daß er den Künstler herausqelöst hat aus der Enge des Ateliers, daß er ihm Aufgaben stellt, die ihn zwingen, sich hineinzustellen in die Arbeit der Gemeinschaft. Nur so wird die deutsche Kunst werden, was sie sein soll, der lebendige Ausdruck der Seele unseres Volkes. Diesem Ziele dienen auch die Ausstellungen der NS.-Kulturgemeinde, die auf breitester Basis für die Verbundenheit des Künstlers mit dem Volke kämpft. Die Kunstausstellung in Bad-Nauheim vom 21. bis 30. Juni 1935 wird ein weiterer Beitrag zur Erreichung des ge
Ein hübsches Geschenk für jeden Sammlet sind die Wohlfahrtsbriefmarken der schaffenden Stände.
Die deutsche Kolonie in Paris wohnte einem anregenden Leseabend bei, dessen Programm Hans Friedrich B l u n ck bestritt. Blunck las Legenden und Märchen, Sinnsprüche und Balladen und zum Schluß einen Abschied aus seinem neuen Roman „Die große Fahrt" vor und bot ihnen einen in der Großstadt und in der Fremde besonders heimatlich empfundenen Genuß.
Hans Friedrich Bluncks Ansprache bei der pariser Akademre-Feier.
Bei dem Festessen, das anläßlich der 300- Jahrfeier der Academie Fran?aise unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Laval im französischen Außenministerium stattfand, hielt der Präsident der Reichsschrifttumskammer Hans Friedrich Blunck im Namen der deutschen Vertreter eine Ansprache, in der er u. a. sagte: Wir sind gekommen, weil wir bekennen wollten, wie sehr wir uns jenem Werk verbunden fühlen, das Frankreich im Laufe von drei Jahrhunderten aufgerichtet hat. Wir kamen aber auch, weil unser Volk und unsere Dichtung sich abgewandt haben von den Gedanken eines untergehenden Abendlandes, weil wir an seinen neuen Aufgang glauben und für dieses Werk eine Befreundung zwischen unseren Völkern und mehr noch eine Einigkeit Europas für notwendig hielten. Wir haben erklärt, daß wir in Ehren Ihre Nachbarn, daß wir Freunde jenes Frankreich sein möchten, mit dem uns so lange die gleiche leidenschaftliche Liebe zu den großen Künsten verband und verbindet. Wir meinen, daß es für unsere beiden Völker gut wäre, wenn sie ihre Blicke richteten in ältere Zeiten eines glücklichen langen Friedens zwischen Deutschland und Frankreich, die Zeit der Minnesänger und der Troubadours. Wir erinnern Frankreich daran: Unsere Dichter und Gelehrten wünschen noch einmal zu wetteifern mit Ihnen um — ich brauche ein Wort Goethes — um die S t e i - gerung der Menschen. Wie einst die Sänger Völker und Könige zusammenführten, so mag noch einmal der schönste der Wettkämpfe, der der Geister, Europa aufglühen lassen — über friedlichen Völkern, die ihnen danken.
Die Vertreter einer
Don der NS.-Kulturgemeinde e. V., Gaudienststelle Hessen-Nassau, in Frankfurt, werden uns die folgenden Ausführungen zur Verfügung gestellt:
Wie im politischen, so. hat sich auch im kulturellen Leben des deutschen Volkes in den letzten beiden Jahren ein grundsätzlicher Wandel vollzogen. Der Ungeist der Sachlichkeit, der Flachheit und Oberflächlichkeit hat einer Kulturentwicklung weichen müssen, die die Urkräfte völkischer Kultur wieder ans Licht bringt und so das gesamte Kulturleben der Nation einem neuen Aufstieg entgegenführt. Den sichtbaren Ausdruck dieser neuen Entwicklung bildet die Kunst des neuen Deutschland.
~ ' Pseudokunst sind jetzt
Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker.
Vorn 2. bis 7. Juli findet in Königsberg die Hauptversammlung des Vereins deut» scher Chemiker statt. Auf die außerordentliche Bedeutung, die der chemischen Forschung und Technik für die ganze Volkswirtschaft zukommt und die Wichtigkeit der dabei in den Vordergrund gerückten Landwirtschafts- und Lebensmittelchemie für den deutschen Osten wurde von der Geschäftsstelle des Vereins deutscher Chemiker in einer Vorbesprechung hingewiesen. Der stellv. Vorsitzende des Vereins, Dr. K. Statien, umriß die Aufgaben seines Vereins im nationalsozialistischen Staat. Dr. Jacob von der Fachgruppe der Landwirtschaftschemie des
Vereins deutscher Chemiker hielt einen Vortrag über die chemische Forschung in der Landwirtschaft. Der Leiter der Pressestelle des Vereins deutscher Chemiker, Dr. I. Hausen, gab einen umfassenden Ueberblick über die Königsberger Tagung, die in eine allgemeine Sitzung und in Fachgruppenveranstaltungen, in denen alle sechzehn Fachgruppen zu ihrem Recht kommen, zerfällt.
Wieviel Aerzle gibt es in Deutschland?
Nach dem soeben erschienenen „Aerztlichen Handbuch und Aerzteverzeichms" gibt es im Deutschen Reich einschließlich des Saarlandes 52 342 approbierte Aerzte. 1307 Aerzte sind ins Ausland abgewandert. Noch immer sind es die Städte, besonders die Großstädte, wo sehr viele Aerzte die Praxis ausüben, während auf dem Lande im allgemeinen Arztmangel festzustellen ist. In Berlin z. B. kommt auf 654 Einwohner 1 Arzt, in Oberbayern auf 694 Einwohner. Dagegen hat der praktizierende Arzt in den Regierungsbezirken Allenstein und Gumbinnen in Ostpreußen durch- schnittlich 3105 bzw.2968 Kranke zu betreuen. Von den rund 1300 ins Ausland abgemeldeten Aerzten sind allein aus Berlin 572 ausgewandert, 58 aus Hamburg, 59 aus Frankfurt a. M. und 355 aus den übrigen Großstädten, während der Rest. in den übrigen Städten beheimatet war, d. h. 125 Aerzte in Städten mit 50 000 bis 1000 Einwohnern und nur 158 in den kleineren Gemeinden. Ein Drittel dieser abgemeldeten Aerzte ist nach Palästina ausgeroanbert.
Oberhessen.
Kreis Alsfeld.
# Aus dem oberen Ohmtal, 20. Juni. Die vor einigen Tagen begonnene Heuernte mußte wegen des anhaltenden Regenwetters eingestellt werden. Das schon gemähte, auf den Wiesen liegende Gras leidet empfindlich unter der Nässe. Den Dickwurzpflanzen usw. kommt die gegenwärtige Witterung allerdings gut zustatten, wurzeln sie doch sehr leicht an. Die Kartoffeln schießen gleichfalls kräftig ins Kraut. Leider gestattet der überaus stark durchweichte Boden nicht, dem Wachstum des Unkrautes mit der Hacke Einhalt zu gebieten. Der Roggen steht recht befriedigend, auch der Weizen schießt in die Aehren. In höheren Lagen macht sich natürlich ein Unterschied bemerkbar, denn dort sind sämtliche Kulturpflanzen im Wachstum weiter zurück. Als Hinweis auf die Wachstumsauswirkungen des Höhenunterschiedes genügt die Fest- fteUung, daß in den höheren Lagen des Vogels- berges eben erst der Flieder seine Blüten entfaltet, während er hier schon längst abgeblüht hat. Die Hoffnung auf eine gute Obsternte angesichts des reichlichen Blütenansatzes im Frühjahr geht nicht in Erfüllung. Der größte Teil des Ausfalles ist auf das Konto der Mai-Fröste zu buchen. Spätblühende Sorten weisen wohl einen besseren Fruchtansatz auf, leider macht sich hier aber die Blattlaus ungemein schädigend bemerkbar.
Die Schäden, die alljährlich durch Brände entstehen, verzehren volkwirtschaftliche Werte, die Allgemeingut sind und schon aus diesem Grunde besonderen Schutzes bedürfen.
Jeder Bauer, jeder Eigentümer, überhaupt jeder Volksgenosse sollte der Brandverhütungsfrage große Aufmerksamkeit entgegenbringen.
Wenn man bedenkt, daß im kritischen Brandjahr 1929 Werte in Höhe von RM. 277,8 Millionen durch Feuer vernichtet wurden, so wird man noch besser verstehen, daß die Schädenverhütung mit allen Mitteln gefördert werden muß. Ein längst anerkannter Grundsatz lautet: Schaden verhüten, ist besser als Schaden vergüten, womit durchaus nicht gesagt sein soll, daß eine völlige Schadenverhütung überhaupt möglich ist. Zwar hat im vergangenen Jahre die Aufklärung voll eingesetzt und mit dem Erfolg, daß die Schäden sich bereits namhaft verringerten. Neben der A u s - H ärungsarbeit wurden außerdem von Seiten der nationalsozialistischen Regierung Strafverschärfungen für Brand st if ter eingeführt, die sich ebenfalls im Schadensverlauf der letzten Jahre günstig auswirkten.
So haben sich z. V. im Jahre 1934 bei den privaten Gesellschaften die gemeldeten Brandschadensfälle um 15,6 v. h. und bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten um 10 v. h. verringert. Bei den privaten Feuerversicherungen wird in
diesem Jahresdrittel ein Schadensanfall von 15,47 gegenüber 16,55 Millionen RM. im Vorjahre und bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten von 12,92 gegenüber 17,9 Mill. RM. gemeldet.
Ueberträgt man den Brandschaden, der vorwiegend auf dem Lande in den Sommermonaten eintrat, auf das ganze Jahr, so ergibt sich für 1935 ein Rückgang von rund einem Drittel der Schadensfälle, allerdings mit der Einschränkung, daß sich der Schadensverlauf im ganzen Jahre in den bisherigen Grenzen hält. Es ist bei dem Schadenrückgang noch beachtenswert, daß trotz des Wirtschaftsaufschwunges, der erhöhten Bautätigkeit und der vergrößerten Lagerung an leicht brennbaren Vorräten, also bei einem zwangsläufig erhöhten Risiko, eine Vermehrung von Brandschaden nicht eingetreten ist.
Abgesehen von Brandschäden, die bei den Versicherungsanstalten nicht gemeldet wurden, haben sich die Brandschäden bei den privaten Gesellschaften von 19 910 auf 15 553 und bei den öffentlichen Anstalten von 6810 auf 5166 verringert.
Dieser Rückblick gibt ein anschauliches Bild über den Brandschaden, in dem die Dringlichkeit einer Schadensverhütung klar zutage tritt. In diesem Zusammenhang sei noch besonders auf die vom Hauptamt für Volkswohlfahrt der Reichsleitung der NSDAP., Abteilung Schadensverhütung, herausgegebenen Warnungen hingewiesen.
steckten Zieles sein. Ihre besondere Bedeutung erhält diese Ausstellung durch das Jubiläum des Staatsbades, das in diesem Jahre sein lOOjähriges Bestehen feiern kann. Der Ausstellung gibt dieses Ereignis die besondere Aufgabe auf, rückschauend und wegweisend das Kunstschaffen des oberhessischen und des Frankfurter Künstlers zur Geltung zu bringen.
Beethovens Rennte Symphonie anläßlich der Hundertjahrfeier in Bad-Nauheim. Bad-Nauheim wird sein hundertjähriges Bestehen am 1. Juli mit einem würdigen Festakt begehen. Am Vorabend gelangt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Walter Stöver die Neunte Symphonie von Beethoven zur Aufführung. Es wirken mit das Staatliche Kur- und Symphonie-Orchester, die Mainzer Liedertafel, der Damensängerverein und die Cyorgemeinschaft des Hessischen Staatsbades. Die Feier am 1. Juli wird mit der Ouvertüre zu „Egmont" eingeleitet und klingt nach der Festansprache mit dem Schlußchor der „Meistersinger" aus.
Lin Gießener Komponist im Rundfunk.
Der Gießener Komponist Paul Buchwald wird am Montag, 24. Juni, von 16 Uhr bis 16.30 Uhr im Reichssender Frankfurt mit zwei Liedern, „Die Nachtigall" von Theoder Strom und „Das schönste Röslein" (Rosalind von Schirach gewidmet) von Dr. Hermann Schiltz zur Aufführung gebracht.
Hans Sachs auf der Marburger Schlohparkbühne.
Ein buntes, ausgelassenes Völkchen belebte die Marburger Schloßparkbühne, auf der als zweite diesjährige Festspielaufführung die drei heiteren Schwänke vom „Toten Man n", vom „Krä- merskorb" unb das „K ä l b e r b r ü t e n" des volkstümlichen Schuhmacher-Poeten Hans Sachs eine fröhliche Auferstehung erlebten. Die Besucher, unter ihnen besonders zahlreich die Jugend, dankten den Spielern mit herzlichem Beifall.
Zusammenschluß
auf dem Gebiet der Bildenden Künste.
Im Zuge des Zusammenschlusses aller auf dem Gebiete der Bildenden Künste an der Erzeugung, der Verbreitung, dem Absatz und der Vermittlung des Absatzes tätigen Volksgenossen und nach Vollendung des Ausbaues der durch den Präsidenten der Kämmer geführten Gemeinschaft, die unter Herbeiführung einer geschlossenen na» tionalsozialistischen Kulturpolitik die deutsche Kultur in Verantwortung für Volk und Reich, die Verbundenheit aller in ihrer Schassenden und deren gemeinsame Mitwirkung am Werk zu fördern hat, sind die Fachverbände der kulturerzeugenden Berufe a u f g e l ö st und ihre Vorsitzenden abberufen worden. Die Mitglieder der Verbände sind jetzt unmittelbare Mitglieder der Kammer. Die Führung der Geschäfte haben die Kammer und ihre Landesleiter übernommen. Den bisher ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden ist für ihre aufopferungsvolle Arbeit in einem Schreiben der Dank des Präsidenten ausgesprochen worden.
37. Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker in Hamburg.
Der Verband Deutscher Elektrotechniker hält vom 20. bis 23. Juni in Hamburg seine 37. Mitgliederversammlung ab. Beim Empfang im Rathaus begrüßte Senator von Allwoer- d e n im Namen des Reichsstatthälters und des Senats die Tagungsteilnehmer. Die Elektrotechnik müsse in den Dienst der Allgemeinheit gestellt wer- den, und zwar nicht nur rein wirtschaftlich gesehen, sondern auch in kultureller Beziehung. Hamburg, so betonte der Redner, habe sich von jeher auf dem Gebiete der Elektrotechnik hervorgetan. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die -erfolgreichen Arbeiten der Werften sowie der technischen Staats» lehranstalten. Der Vorsitzende des Verbandes, Staatsfekretär Dr. Ohnejorge, dankte für den herzlichen Empfang sowie für die von Hamburg geleistete Mithilfe zum Gelingen der Tagung.
Noikveuzias 1035!Wefl in Bleiet
In Durchführung des Rotkreuztages 1935 findet am anläßlich ss^o
Samstag, den 22. Juni, und Sonntag, den 23. Ium h KOiähriaen Beklebens eine Straßensammlung mit Verkauf von Plaketten und oes DUjugrigen in der Woche vom 24.-29.Juni eine Haussammlung statt. Gesangvereins
Am Samstag, den 22. Juni, nachmittags 4.45 Uhr: aIh*
Kranzniederlegung am Gefallenen-Denkmal vvDMin
anschließend: am 23. Juni 1835
Kundgebung und feierliche Klaggen-KkfsUttg 9errliit) gelegener Zellvlatz am Walde
am Devot der Sanitätskolonne Gießen, <^nnenstraße 2, . Sveisen und Getränke
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Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo jedermann nach des Alltags Mühen und Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes weben und sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sic nur erschauen und erlauschen. Zu soldiem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf.
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