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Die l?5=3at)rfeier des Todes Andreas Hofers.

am Standort des Flugzeuges eingetroffen. Der starke Schneesturm hat auch ihr bisher jeden Ret­tungsversuch unmöglich gemacht. Inzwischen ist ein zweites Skikommando entsandt worden, um das vermißte Flugzeug und den Insassen des Flug-

Zwei französische Militärballons, die in Rochefort aufqestiegen waren, wurden vom Sturm mit einer Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometer abge­trieben. Schließlich konnten sie bei Lille notlan­den. Hierbei stieß ein Ballon gegen eine Hoch­spannungsleitung und geriet in Brand. Seme drei Insassen konnten sich mit Fallschirmen retten. Der andere Ballon landete wohlbehalten. 3eood) trugen seine beiden Insassen bei dem starken Auf- I prall auf den Boden Verstauchungen davon In I Cherbourg wird ein Fischkutter vermißt, der mit

für die Tierversorgung ausgegangen.

Hat nun aber das Reich genügend landwirt­schaftliche Nutzfläche für die nebenberufliche Land­siedlung? Von der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 29 Millionen Hektar würde nur der 290. Teil benötigt werden, wenn man eine Million Familien ansiedeln wollte unter der Voraussetzung, daß man jeder von ihnen 1000 Quadratmeter Land gibt. Selbst wenn statt einer Million vier Millionen Siedlerfami­lien gerechnet werden und die Stellengröße ver­doppelt würde, so bliebe der Landbedarf hierfür noch unter einer Million Hektar. Nun hat aber in seinem Vortrag auf der Grünen Woche der Be­auftragte für Landeskultur Staatsminister R i e ck e- Detmold erklärt, daß 2,5 Millionen Hektar deutschen Bodens durch Kultivierung neugewon­nen werden können. Es zeigt sich also, daß es auf das Ganze gesehen keineswegs etwa nötig sein wird, die Fläche des Bauernlandes zu verringern, wenn man richtige Arbeitersiedlung durchführt.

nach längeren Bemühungen unter massen die Leiche des Gwerder, Kopf in der Reuß lag.

Wieder drei tödliche Grippefälle französischen Garnison.

Spekulationen mit Lebens- und Genußmitteln sind leider an den internationalen Warenmärkten keine Seltenheit. Nicht jeder Trust oder Pool freilich, der ------...... M <n::t- eines

Oie zusammengebrochene Pfefferspekulation.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichs- und preußische Minister für Ernäh­rung und Landwirtschaft, Reichsbauernführer R. W. Darre, empfing einen der führenden Männer der rumänischen Landwirtschaft, Professor G u st i. Reichsminister Darrs und Staatssekretär Backe erläuterten Gesetze und Maßnahmen deut­scher Agrarpolitik. Professor Dr. Gusti war früher Kultusminister.

Der österreichische Bundeskanzler Dr. Schusch­nigg und der Bundesminister für auswärtige An­gelegenheiten Berger-Waldenegg sind nach Paris abgereist.

Im Dorfe Sebinje bei Slawonisch-Brod in Kro­atien ist es zu blutigen Zusammen st ößen zwischen Bauern und Gendarmerie gekommen. Dreizehn Tote sind zu beklagen. Der Pfarrer des Ortes, der bei den Kundgebungen eine führende Rolle spielte, wurde ve r h a f t e t.

gewandt.

Den finanziellen Belastungen, die das Durch­halten so unerwartet großer Pfeffervorräte dem Pool auferlegte, war dieser schließlich nicht mehr gewachsen. Die Vorräte an weißem Pfeffer, die der Handel in London angehäuft hat, reichen aus, um den Weltbedarf für nahezu oier Iahre zu decken. Ein Zusammenbruch des künstlichen Preis­gebäudes ist kaum mehr zu verhindern. Tritt dieser aber ein, so muß der Pool, der seine Vorräte größtenteils zu hohen Preisen aufgekauft hat, sehr große Verluste erleiden. Diese drohen aber auch dem Londoner Pfefferhandel selbst, der sich an dem Ankauf der Vorräte weißen Pfeffers füh­rend beteiligt hat. Die Banken sind natürlich, nach­dem diese Lage der Dinge bekannt geworden ist, um ihre Kredite besorgt. Andererseits wissen sie aber, daß eine finanzielle Katastrophe im Pfefferhandel auch sie als die Geldgeber aufs Schwerste treffen würde. Es hat sich daher zunächst ein Auffangkonsortium gebildet, das die Peffer- vorräte übernehmen und allmählich in den Konsum überführen soll, was natürlich sehr vorsichtig und langsam geschehen muß, damit die Pfeffermarkte nicht ebenfalls zusammenbrechen. Es wird vielleicht auf diese Weise gelingen, weitere Insolvenzen im internationalen Pfefferhandel zunächst zu verhin­dern. Das Schicksal des Pfefferpools aber ist end­gültig entschieden. Einer der größten Spekulations- feldzüge auf den internationalen Märkten ist voll­kommen fehlgeschlagen und hat seinen Ur­hebern schwere Verluste gebracht.

erhalten haben. Da auch die von der Sowjet« reqicrunq versprochenen Gelder bisher noch nicht eingetroffen sind, mußten die 3000 Angestellten und Arbeiter entlassen werden. Die Sowjetregierung bat nun angeordnet, sofort eine halbe Million Rubel an Gehältern auszuzahlen. Die Be­amten, die die Gehaltszahlung verhindert haben, sollen sofort verhaftet werden.

Eisenbahnunglück bei Tiflis. Drei Tole, neun Schwerverletzte.

In der Nähe von Tiflis stieß ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Drei Personen wurden dabei getötet und neun schwer ver­letzt. Die Feststellungen ergaben, daß das Unglück durch die Nachlässigkeit eines Stationoorstehers ver­schuldet worden ist, der nach beiden Seiten das Freifahrtssignal gegeben hatte.

Chinesischer Dampfer gesunken. 250 Tote.

"Bei Fu tschau hat sich ein zweites schweres Schiffsunglück ereignet. Nachdem erst Anfang der Woche der chinesische KüstendampferFulung auf der Höhe von Lienkong mit rund 100 Personen untergegangen ist, kenterte noch ein kleinerer Küstendampfer, da er überladen war. Sämtliche Fahrgäste und die Besatzung, zusammen rund 250 Personen, tarnen in den Fluten um. Unter den Fahrgästen befand sich auch eine Abteilung Sol­daten.

einen unter dem normalen Stande liegenden Aus­fall der Pfefferernte erwarten ließen, benützten die internationalen Pfefferhändler diese scheinbar gün­stige Gelegenheit, um einen Pool zu gründen, der alleerreichbarenPfeffervorräteauf- kaufte und die Pfefferpreise in die Höhe trieb. Er erreichte auf diese Weise, daß der Londoner Preis des weißen Pfeffers von neun

zu kürzen, und zwar bei der I n v a l i d i t ä t s - und Altersrente im Ausmaß von 120 Schil­ling monatlich und darüber, sowie bei Witwen­renten im Ausmaß von 60 Schillingen und dar­über 20 v. H. Bei Renten, die geringer sind als die oben angeführten Grundbeträge, sowie bei Waisenrenten beträgt die Kürzung 10 r * Hilfslosenzuschüsse werden nicht gekürzt.

Pence im Jahre 1934 bis auf 16% Pence im Ja­nuar 1935 und der Preis des schwarzen Pfeffers in der gleichen Zeit von 5 auf 7 Pence emporge­trieben wurde.

Aber der Plan, den Pfeffer zu verknappen und dadurch den Preis immer weiter zu steigern, um dem Handel, der große Vorräte angehäuft hatte, ungeheure Gewinne zu verschaffen, mißlang. Die niederländisch-indischen Pfefferproduzenten lieferten nämlich durch die steigenden Preise angestachelt, immer größere Pfeffermengen nach England, die der Pool aufkaufen mußte, um sie vom Markt fernzuhalten. Woher dieser unerwartete Pfefferüberfluß stammt, ist schwer zu ermitteln. Vielleicht war die niederländisch-indische Ernte größer, als man angenommen hatte. Vielleicht ver­anlaßte auch die höhere Preissteigerung des weißen Pfeffers die Pflanzer in Niederländisch-Oftindien, schwarzen Pfeffer durch Bleichen in weißen zu ver­wandeln. Jedenfalls sind die Vorräte des Londoner Pools an weißem Pfeffer von 6100 Tonnen im vorigen Sommer auf 21 000 Tonnen angewachsen. Der Konsum dagegen hat sich offenbar immer mehr von dem künstlich verteuerten weißen Pfeffer ab- und dem erheblich billigerem schwarzen Pfeffer zu-

Jn Innsbruck fand am Mittwoch die Jahrfeier des Todes Andreas Hofers in Anwesen­heit des österreichischen Bundespräsidenten M i k l a s statt. In feierlichem Zuge wurde zunächst die Leiche des Kampfgefährten Andreas Hofers und späteren Kaiserjäger-Offziers Georg Hauger in die Hofkirche übergeführt, wo in Anwesenheit zahlreicher führender Persönlichkeiten die Beisetzung neben dem Grabe An- dreas Hofers stattfand. Hieran schloß sich das feierliche Requiem für Andreas Hofer und Peter Mayr, den Wirt an der Mahr, die vor 125 Jahren standrechtlich erschossen wurden. Die Festgäste be­gaben sich dann auf den Berg Jsel, wo in der Mittagsstunde vor dem Andreas-Hofer-Denk­mal die weltliche Gedenkfeier stattfand. Von den Stufen des Denkmals aus hielt Landesstatthalter Ingenieur Gerber eine Ansprache, in der er die Bedeutung Andreas Hofers und seines Kampfes würdigte. Mit kurzen Begleitworten legte Bundes­präsident Miklas einen Kranz im Namen des österreichischen Volkes nieder. Nach weiteren Kranz­niederlegungen fand die Feier mit einem Vorbei­marsch vor dem Bundespräsidenten ihr Ende.

Bei Zumdorf zwischen Realp und Hostenthal im schweizerischen Kanton Uri ging eine Lawine nieder, die den 25 Jahre alten Josef Gwerder aus Realp verschüttete, als er sich mit zwei Jagd­hunden auf einem Kontrollgang zur Beobachtung des Wildes befand. Rettungsmannschaften fanden ~ den Schnee­

sieben Mann an Bord seit zwei Tagen über­fällig ist. Alle bisherigen Nachforschungen sind ergebnislos gewesen.

Sowjetrussischer Dampfer im Packeis bittet um Hilfe.

Aus Petropawlowsk (Kamtschatka) ist ein Funk­spruch des sowjetrussischen DampfersSmolensk" eingetroffen. Der Dampfer liegt im Ochotskischen Meer, seit 6 Tagen in Packeis fest. Die Ma­schinen sind in Ordnung. Es wird aber um sofor­tige Hilfe gebeten, da das Packeis immer gefähr­licher wird. Der Dampfer steht mit dem Eisbrecher Krassin" in Verbindung, der aber nicht vor sechs Tagen den DampferSmolensk" erreichen kann. Die Besatzung beträgt 80 Mann. An Bord sind viele Fahrgäste. Man ist um das Schicksal des Dampfers besorgt.

Zwei Monate ohne Lohn imArbeiterparadies" der Sowjetunion.

Der Bau der Eisenbahnlinie Pensa Balaschow (Gouvernement Saratow) mußte e i n g e st e l l t werden, obwohl diese Verbindung vom wirtschaftlichen und vom politischen Standpunkt aus sehr bedeutsam ist. Die Untersuchung hat er­geben, daß die Arbeiter und Angestellten ungefähr seit zwei Monaten keiNL Löhne mehr

In der Garnison Tours sind Grippefälle tödlich verlaufen. Insgesamt

Oer sowjetrussische Flieger I g n a t e w ist nach dem Goljubew-Flugzeug entsandt worden, das, wie gemeldet, 40 km von Archangelsk im Sumpf not­gelandet ist. Jgnatew soll den dort noch befindlichen Passagier Kusniezew an Bord nehmen. Er teilte mit, daß er zwar bis zu dem Standort des Flugzeuges gelangte, aber trotz aller Versuche wegen des starken Schnee sturmes nicht habe landen können. Es fei ihm nur möglich gewesen, Lebens­mittel für Kusniezew abzuwerfen, ohne daß er aber habe feststellen können, ob sie ihr Ziel erreicht hätten. Die von Archangelsk entsandte Ski-Rettungs- mannschast in Stärke von 60 Mann ist noch nicht

An« nller Welt. Seltenheit. Nicht jeder Trust oder Pool freihd

-4WV SiaiKI ^e Beeinflussung oder Regelung der Preise

Frontsoldaten und Auslandsdeutschtum. Lebens- oder Genußmittels zur Aufgabe macht, dient Der Volksbund für das Deutschtum im Ausland spekulativen Zwecken. In einer Zeit, in frer auf so (VDA.) hat die große Aufgabe der Betreuung, vielen Gebieten ein Mißverhältnis zwischen Welt- Pflege und Erhaltung des Deutschtums der in aller erzeugung und Wellverbrauch die Weltmarktpreise Welt verstreuten volksdeutschen Gemeinschaften. Er unter die Gestehungskosten eines großen Teils der knüpft und hält das innere Band zwischen jenem Erzeuger absinken ließ, haben sich vielfach Ae in ihrer deutschen Volkstum, das in fremder Erde eine neue Existenz bedrohten Erzeuger zu internationalen Heimat gefunden oder sich geschaffen hat, mit dem Trusts zusammen getan, deren Zwl die Stützung Mutterland. Und zur Erfüllung dieser großen Auf- des Preisniveaus ist Solche Zusammen­gabe bemüht er sich, die Volksgenossen im Reich schlüsse der Produzenten haben mit spekulativen über die Bedeutung des Grenz- und Auslands- Machenschaften nichts zu tun und können sogar wirt- deutschtums auszuklären und Mittel zur Erhaltung schaftlich nützlich wirken, wenn sie die Preise st a b i - der deutschen kulturellen und sozialen Einrichtungen, lisier en und nicht etwa in den Fehler- verfallen, insbesondere der deutschen Schulen im Ausland, sie maßlos in die Hohe zu traben. Auch die Produ- aufzubrinqen. Der Bundeshauptmann des zenten des P fe f fe rs das emwichtiges für NSDFB (Stahlhelm) hat angeordnet, daß den Konsum unentbehrliches Gewürz i[t, .paben im Rahmen seiner Schulunqsarbeit die Fragen bisweilen schon notgedrungen zur Stützung der b 3 @r enz- UNd Auslandsdeutschtums Ps-fserprcise. die infolge Ueberproduktwn ms Boden- noch stärker in den Vordergrund gerückt werden lose abzusinken drohten, zusammengeschlossen. Mit imd in enaer Zusammenarbeit mit dem solchen auf die E i n s ch r a n k un g de s An bau s VDA in Vortragen und Veranstaltungen behan- u n d der Ausfuhr v0n Pfeffer hinzielen- delt werden. Der Bundeshauptmann erklärte in den Maßnahmen hatte aber der letzt öufammenge- einem Runderlaß an die Dienststellen des Bundes brochene £ 0 n b o n e r. 93 f e f f e r P o 1 "'^t5 dak da eine korporative tun. Es war keine Gründung lder Produzenten oUr

Vier Tote, 45 Verletzte beim Großfeuer in Rosario de Santa Fe.

Bei der riesigen F e u e r s b r u n st in der argen­tinischen Stadt Rosario de Santa Fe, die, wie be­richtet, durch eine explodierende Getreidetrocknungs- anlage verursacht worden war, sind bisher vier Personen ums Leben gekommen und 45 verletzt worden. Nur mit Mühe gelang es der Feuerwehr, des Brandes Herr zu werden. Nieder­gebrannt sind drei Silos, ein Holzlager, ein Säcke­lager und mehrere benachbarte Häuser. 70 000 Ton­nen Mais und viele hundert Tonnen Weiten gingen in Flammen auf. Man vermutet, daß das Feuer durch Brandstiftung entstanden ist.

Kind vom Sturm in die Aar geschleudert und ertrunken.

Das sechsjährige Söhnchen einer Familie in Schiesheim, das auf einem Steg die Aare über­schreiten wollte, wurde von dem heftigen Sturm erfaßt und in die hochgehende Aare geschleudert. Die Leiche, die vermutlich weit abgetrieben wurde, konnte noch nicht geborgen werden.

Todesstrafe für eine Kindesmörderin.

Das Stuttgarter Schwurgericht hat die 22 Jahre alte Sophie Minna Knorr aus Münster, Oberamt Mergentheim, wegen Mordes an ihrem sechs Wochen alten unehelichen Kinde zum Tode ver­urteilt. Die Angeklagte hatte am 17. Oktober 1934 ihrem Kinde Kupfervitriollösung zu trinken gegeben.

kamevalsgemeinschaft 2Nainz-Düsseldorf.

Nach dem großen Erfolg, den die närrische Gemeinschaftsarbeit der beiden Städte Düsseldorf und Mainz anläßlich des Main­zer Besuchs in Düsseldorf gebracht hat, ist nunmehr der Beschluß gefaßt worden, noch in dieser Saison eineW e i b e r f a st n a ch t in Godesberg" aufzuziehen. Am 28. Februar soll dort ein Kurz­sitzung (sechsmal elf Minuten) steigen. Das Präsi­dium führt in diesem Jahr Düsseldorf, während das Komitee sich aus führenden Vertretern der beider­seitigen Karnevalsvereine und Garden bildet. Auch diese neue Veranstaltung wird wieder zeigen, daß die Karnevalsgemeinschast Düsseldorf-Mainz weiter auf dem Vormarsch H.

sind 140 Mann erkrankt.

Der Raubmörder Gehrke zum Tode verurteilt.

In dem Berliner Mordprozeß gegen den 23jäh- rigen Willy Gehrke aus Steinau an der Oder, der in der Nacht zum 30. Dezember 1934 die 49 Jahre alte Schankwirtin Anna K a b u s in deren Lokal im Nordosten Berlins ermordet und beraubt hatte, fällte das Berliner Schwurgericht folgendes Urteil:Der Angeklagte wird wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt." Gehrke nahm das Ur­teil gefaßt entgegen.

Drohender Generalstreik der Neuyorker Fahrstuhlführer vorläufig verhütet.

Ein drohender Generalstreik der Neuyorker Fahrstuhlführer ist vorläufig verhütet worden. Bürgermeister la Guardia hat bei den Ver­tretern der Gewerkschaften und des Grundeigen­tümerverbandes dahin eingewirkt, daß diese sich zu Verhandlungen bereit erklärten. Am Montag war bereits ein Teilstreik ausgebrochen, der etwa 200 Gebäude, besonders im Stadtteil Manhattan, dem Konfektionsviertel, betraf. Dieser Teilausstand gab bereits einen Vorgeschmack von den Auswirkun­gen, die ein Generalstreik haben würde. Tausende von Büroangestellten mußten ihre Arbeitsplätze in den Wolkenkratzern über die Treppen erreichen. Ein Generalstreik der Fahrstuhlführer würde etwa 8000 Geschäftshäuser, darunter auch sehr viele Wolken­kratzer, in Mitleidenschaft ziehen. Vor den Gebäuden, , in denen gestreikt wurde, hatten sich riesige Mengen von Neugierigen angesammelt. Die ganze Neuyorker Polizei war aufgeboten, um Ruhestörungen zu ver­hindern. Ausschreitungen sind aber bisher nicht ge­meldet worden.

Der Neubau des faschistischen Parteihauses in Rom.

Vom Reichs - H e'i m st ä t t e n a m t der NSDAP, und D A F. wird uns geschrieben:

Bekanntlich will das Deutsche S i e d l u n g s - werk dem Arbeiter nicht nur eine gesunde Wohnung im Eigenheim schassen, sondern ie will ihm auch die Möglichke-it geben, durch die Bewirtschaftung eines eigenen Stück Landes zu einem Teil seines Nahrungsbedarfs Selb st er­zeug er zu werden. Als Ziel ist dabei bezeichnet worden die völlige Selbstversorgung mit Kartoffeln und Gemüse und die teilweise Versorgung mit tie­rischen Erzeugnissen (Milch, Eier und Fleisch) durch die Kleintierhaltung.

Wieviel Land braucht der Siedler dazu? Diese Frage läßt sich nicht für das ganze Reich mit der Festsetzung einer bestimmten Bodengroße beantworten. Neben der Verschiedenheit der

Die für die Errichtung des als Monumental­bau gedachten Sitzes der Faschistischen Partei notwendigen Abbrucharbeiten sind in die­sen Tagen von Mussolini persönlich eingeleitet worden. Das faschistische Parteihaus, das an der großen, von Mussolini errichteten Verkehrsstraße Via dell' Jmpero in Rom erstehen soll und den Namen Palazza de Littoria tragen wird ist von so großem Umfang, daß eine ganze Anzahl Häu­serblocks und die dazwischen liegenden Straßen und Gassen weichen müssen. Die Einweihung des Neu­baues ist von Mussolini für den 23. März 1939, den Tag des zwanzigjährigen Bestehens des Faschismus, vor der versammelten Arbeiterschaft angesagt worden.

Ertragsfähigkeit der Böden müssen auch im einzelnen Falle die persönlichen Ver­hältnisse berücksichtigt werden. In der ersten Bergmannssiedlung der Deutschen Arbeits­front im Wurmrevier bei Aachen, deren Einweihung kürzlich stattfand, haben die Siedler 1200 Quadrat­meter Garten zur Verfügung. Wenn Siedlerfami­lien, denen erwachsene Kinder als Hilfskräfte zur Verfügung stehen, ein Schwein, Ziege oder Milch­schaf halten wollen, dann ist für die Möglichkeit ge= orqt, 400 Qua dratmeter Zusatzland. zu pachten und die Siedler an der gemeinsamen Pacht von W i e s e n l a n d zu beteiligen. Es soll in keinem Falle von einer starren Stellengröße ausgegangen werden, und in der Siedlerplanung wird der Un­terschied zwischen märkischem Sand und gutem Acker selbstverständlich berücksichtigt. Im ganzen haben die bisherigen Erfahrungen ergeben, daß 1000 Quadrat­meter wohl d i e Mindestgröße sind, wenn dem Siedler die Möglichkeit gegeben werden soll, Werte zu schaffen, die für die Ernährung seiner Fa­milie wirklich ins Gewicht fallen.

Nun ist verschiedentlich gefragt worden, ob es nicht eine Vergeudung von Land bedeutet, wenn man Arbeiter in großer Zahl als nebenbe­rufliche Landsiedler auf je 1000 bis 2000 Quadrat­meter ansetzt. Nein, denn die Auswahl der Siedler wird die Gewähr dafür geben, daß das Land richtig bewirtschaftet wird. Die dauernde Beratung durch den Lehrfiedler des

Heimftättenamtes dient dem gleichen Zweck. Eine Vergeudung von Boden wäre es vielmehr zu nen­nen, wenn die Stellengröße zu klein festgesetzt würde. Diesen Fehler hat nach heute feststehendem Urteil dieV o r st ä d t i s ch e Kleinsiedlung" begangen, die nach ihren Richtlinien eine Stellen­größe von 600 Quadratmeter zuließ. Da man in der Praxis aus kommunalen Gründen meist an der unteren Grenze blieb, so war die Stadtrandsiedlung fast immer wirtschaftlich unzureichend. Die Ansiedlung von Arbeiterfamilien dagegen auf Stel­len von genügender Größe ist nicht nur eine Siche­rung der Arbeiterfamilie selbst, sondern die neben­berufliche Landsiedlung wird auch einen beträcht­lichen Teil gerade derjenigen tierischen Erzeugnisse bevorzugt liefern, wie Eier, Milch und Fleisch, und daneben von pflanzlichen Erzeugnissen Gemüse, die heute aus dem Ausland bezogen werden. Insgesamt kann man rechnen, daß die nebenberuf­liche Landfiedlung dem Siedler eine Verbesse­rung seiner Lebenshaltung im Werte von monatlich etwa 30 Mark bringt, die bei gün­stiger klimatischer Lage und guter Bodenbeschaffen­heit auf 40 Mark und mehr gesteigert werden kann; dabei wird von einer Stellengröße von mindestens 1000 Quadratmeter und ausreichendem Futterland

einem Runderlaß an die Dienststellen des Bundes brochene 2 0 n b o n e rJP f e f f e r P 0 1 3U für begrüßenswert, daß da eine korporative tun. Es war keine Gründung >der Produzenten yut Mttgliedschaft des ganzen Bundes zum VDA. nicht Wiederherstellung auskömmlicher U^f erprelse, son- möalick) ist die Kameraden des Bundes dem vielmehr das Ergebnis eines Versuchs des Low e Einzelmitgliedschaft beim VDA. doner P f e f f e r h a nde l s, durch Ankauf des erwerben und sich bei Sammlungen und sonsti- Pfeffers ihn zu verknappen. Diese Tatsache wird gen Veranstaltungen in den Dienst des vom VDA. schon dadurch illustriert daß der M^pool n ch

KairoBerlin in einem Tage. Neuer Flugrekord Verteilung des Pfeffers an den Kon- der Deutschen Lufthansa. hum regelt. . K

Das Lufthansa-Flugzeug Junkers Ju 52, das Vier Fünftel der Weltproduktion von Pfeffer in der vorigen Woche zu einem Besuchs- und Vor- werden heute m N i e d e r ! a n Ö। i f d)i -:3 ni be n führungsflug nach Kairo gestartet war, ist jetzt zu- erzeugt. Dort wachst und gedeiht das Pfefferaut rärfaefehrt. Der ganze Weg Kairo-Berlin, am besten, von dem sowohl der schwarze rote der 3300 Kilometer, ist erstmalig im Verkehrsflugzeug weiße Pfeffer gewonnen werde. Der Welthandel mit gn einem Sage zurückgelegt worden. Das Flug- Pfeffer hegt aber nicht vorwiegend m holländischen, ,cua hatte auf dem Fluge über das Mittelländische sondern in e n g 11 fd) en 5) a n b eni. ©er

Meer mit schwerem Gegenwinb zu kämpfen, so baß für bie Gründung des Londoner P^^fools war rt, bis Athen über sechs Stunden brauchte, statt nicht etwa eine Ueberproduktwn und die Absicht, bem Wufl. An Bord des Flug- die Psefserprei,- vor einen.Stur, zu bewahren

2(,.,npc, non Flugkapitän untucht geführt sondern im Gegenteil die Aussicht auf eine mnrhp' hefanben sich außer seiner Besatzung Direk- s ch w ä ch e r e Ernte. Als nämlich un vorigen tnr Wronsky von der Lufthansa und eine An- Jahr die Nachrichten aus den Pfefferanbaulandern zahl ^Fluggäste ^darunter ein Nesse des Königs Don1-1 etnnbl! I,eaEni,en 2tu5

Aegypten.

Schwerer Sturm über Südengland.

Ein Südweftfturm, der am Mittwoch über| Südengland hinwegfegte, verhinderte die Ausreise des Cunard-White-Star-DarnpfersMaiestic des größten in Dienst befindlichen Hondelsfchiffes der Welt, das mittags von Southampton nach Amerika in See gehen sollte. Acht Schleppdampf standen bereit, das große Fahrzeug in die tiefe Wafferrinne zu schleppen, die zum Hafenausgang führt. Aber wegen des heftigen Seitenwindes von 100 Kilometer Stundengefchwindigkeit wurde ve- fchlosfen, die Abfahrt bis Mitternacht aufzuschieben. - -v - -

Da der Sturm jedoch zu dieser Zeit auch noch Nicht zeuges zu bergen. Der Zustand G o l i u b e w s nachgelassen hatte, wurde die Ausreise erneut bts unh seiner Gefährten, die im Krankenhaus liegen, Donnerstag nachmittag verschoben. Der französische sich gebessert.

DampferIle de France", der auf dem Wege von Starkes Erdbeben in Mexiko.

Le Havre nach Amerika am Mittwoch Southampton Erdbebenwarte in Mexiko-Stadt verzeichnete onlausen sollte, mußte °us der Reede --n® «r « b« n, befien Herd etoa 300 km

hegen bleiben und ferne Fahrgaste von einem Ten ", ^n der Stabt Mexiko liegen bürste. Mel­der bringen lassen. düngen darüber, ob durch das Erdbeben Schaden

Die Suche nach Goljubews Flugzeug. | gerichtet wurde, liegen noch nicht vor.

Sturmfahrt französischer Militärballons.