Dreimal Fußball international
geleitet von den Gebrüder
Rüspeler (Krofdorf und Gießen), die es oer-
Besichtigung kurz nach 5 Uhr beerbet.
Nur ein deutscher Nuder-Europameister.
Der Musik- und Spielmannszug spielte den Prä-! sentiermarsch. Gruppenführer Seydel schritt mit dem Oberführer.und den Adjutanten die Front ab. Hierbei begrüßte Gruppenführer S e y d e l die Standartenführer und prüfte die Kleidung der NSKK.'Männer. Nachdem die gesamten NSKK.- Männer in 12er-Reihen zusammengestellt waren, begann der Vorbeimarsch vor dem Gruppenführer. Schon die einheitliche Kleidung hat dem Gesamtbild ein besonders gutes Aussehen gegeben. -Gruppen» ihrer S e y d e l äußerte sich sehr befriedigt über die sehr gute Haltung der NSKK.-Meiner. Der Kraftfahrinspekteur verabschiedete sich sodann mit drei« fachem Sieg-Heil auf unseren Führer. Nach kurzer
1. SV. Dreih ausen I — VfR. Lich I 0:1 (0:1). Dreihausen stellte eine sympathische Mannschaft und Lich gewann das Spiel 1:0 mit Glück.
2. SC. 21 Daubringen I — TD. Wißmar I 1:0 (0:0). Daubringen war körperlich kräf- tiger, die Spielstärke bei den Mannschaften aus-
garettenpause traf der Führer der Kraftfahrinspek- tion-West Gruppenführer S e y d e l mit Stabs- sührer, Oberstaffelführer I e h l e n, pünktlich um 4 Uhr auf dem Trieb ein.
Das erste Rennen des Tages ergab einen deutschen Sieg. Die Würzburger Verbandsmannschast, die schon im Dorlauf die beste Zeit gefahren war, errang nach einem schönen und spannenden Rennen für 1935 den Titel eines Europameisters. Mit ruhigem Schlage steuerte unser Vierer an der Spitze des Feldes dem Ziele zu, das er in 7:11,3 Minuten als Erster erreichte. Hinter ihm spielte, sich ein erbitterter Kampf um den zweiten Platz ab, aus dem schließlich die Franzosen siegreich vor den Italienern hervorgingen. Die Hakentreuzsahne wurde am Siegesmast aufgezogen.
Heyrolh/Schmidt Zweiter im Zweier „ohne".
Im Endlauf zum Zweier ohne Steuermann war Deutschland durch die Dresdener Heyroth/Schmidt vertreten. Im entscheidenden Augenblick versteuerten sich die Deutschen, der Bugmann „krebste", und schon hatten sich die Ungarn auf den letzten 100 Meter einen Vorsprung von einer Länge gesichert, den sie auch bis ins Ziel verteidigten. Hinter den in 7:55,4 siegenden Ungarn belegten Heyroth- Schmidt in 8:00,4 den zweiten Platz. Eineinhalb Längen hinter den Deutschen kamen die Oester- reicher ein.
Verey-Polen siegt im Liner.
Die Hoffnungen auf einen deutschen Sieg im Einer verwirklichten sich leider nicht. Der deutsche Meister Dr. B u h tz - Berlin, der an Stelle des Titelverteidigers Schäfer-Dresden gemeldet worden war, enttäuschte und wurde nur Vierter. Den Sieg brachte Verey-Polen an sich.
Itallenersieg im Zweier „ohne".
Nach einem ausgezeichnet klappenden Start lagen bei 300 Meter vier Boote auf gleicher Hohe. Bei
Oie (Spiele her ^-Klaffe.
In der ^.-Klasse verliefen die Spiele wie folgt: Vorrunde:
SJLtfpoit
Die Europameisterschaften der Ruderer
Die benachbarten Aerzte vertreten sich gegensettig, so daß die ärztliche Versorgung der Bevölkerung m jeder Weise sichergestellt ist.
Vornolizea.
— Tageskalender für Montag: NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr: Reiten, Reitschule Schombs, Brandplatz; 18 bis 19.15 Uhr: Schwimmen in der Badeanstalt des Männerbadevereins; 18 bis 20 Uhr- Tennis auf den Städtischen Tennisplätzen am Schützenhaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Nach! der Verwandlung."
Der Sporwerbeiag des Sportverein1920Lollar
Iubitäums-Fuhball-Blihturnier.
schäften nahmen an der Runde der 1. Kreisklasse teil und ebenso viele spielten in der 2. Kreisklasse. Schon früh morgens fanden sich die Spieler ein. Das Wetter war äußerst günstig.
** Goldene Hochzeit. Die Eheleute Werkmeister t R. Johann Jakob Simon und Frau Elisabeth, geb. Elmshäuser, Mühlstrahe 24 wohnhaft, können am kommenden Mittwoch, 21. August, in erfreulicher Rüstigkeit das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Herr Simon war Werkmeister bei der Firma Gebr. Pletz, Zigarrenfabrik. Das Jubelpaar ist schon seit über 40 Jahren treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.
** Ein Siebzigjähriger. Am morgigen Dienstag, 20. August, kann der Schneidermeister Karl Schnell, Bahnhofstraße 58, seinen 70. Geburtstag begehen. Herr Schnell stammt aus Ober-Schmitten (Kr. Schotten), hat bei dem früheren Gießener Regiment Nr. 116 seiner Militärpflicht genügt und verblieb dann in Gießen, wo er seit 1891 seinen Beruf als Schneidermeister ausübt. Seit 1893 ist der Jubilar treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.
** Die Gesellenprüfung für Spengler und Installateure betrifft eine Anzeige der Klempner- und Installateur-Innung für den Kreis Gießen in unserem heutigen Blatte. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
** Unglücklicher Sturz. Der 56 Jahre alte Anstreicher Hugo H i ß g e n , Dammstrahe 40 wohnhaft, erlitt bei einem unglücklichen Sturz einen Bruch des linken Oberarms und mußte der Klinik zugeführt werden.
teilen.
Polens zweiter Sieg — im Doppelzweier.
Im Doppelzweier setzten sich zunächst die Franzosen an die Spitze, Deutschland und Polen folgten mit entsprechendem Abstand. Bald waren die Ausreißer aber eingeholt und bei 1000 Meter wurde scharf um die Führung gekämpft. Der deutsche Doppelzweier Ritter-Remagen vom Berliner RE. setzte sich an die Spitze und lag mit Luftkastenlänge vorn. 300 Meter vor d-m Ziel ging das polnische Boot, in dem neben dem Einer-Europa- meister Derey noch dessen Landsmann Ustupski saß, in vier Zügen an die Deutschen heran und vorbei. |
Ungarns Pannonia-Achter wird Europameister.
Wie bei allen Regatten, so war auch in Berlin der abschließende Achter der Höhepunkt. Gleich nach dem Start setzten sich die 40er-Schlag rudernden Boote von Deutschland und der Schweiz an die Spitze. Der Rest des Feldes, geführt von Ungarn, folgte in achtbarem Abstand. Die Ungarn gingen nun zum Angriff über und bei 1000 Meter waren sie schon dicht an die führenden Boote heranaekom- men und bei 1500 Meter lag der Pannonia-Achter, der die im Vorjahre von Hungaria gewonnene Meisterschaft zu verteidigen hatte, vor Deutschland an erster Stelle. Hinter den Deutschen hatte sich das französische Boot placiert. Dor den Tribünen begann bann der scharfe Endkampf. Die Ungarn strebten dem Ziele zu und hinter ihnen gab es einen erbitterten Kampf um den zweiten Platz, aus dem sich die wieder stark aufgekommenen Schweizer schließlich den zweiten Platz sicherten, während der Berliner Achter auch noch Frankreich passieren lassen mußte. Ungarn siegte in 6:09,2 Minuten vor Schweiz, Frankreich, Deutschland, Dänemark und Italien.
Nach zwei Tagen der Vor- und Hoffnungsläufe wurden die Europameisterschaften der Ruderer am Sonntag beendet. Die an die Tatsache, daß alle beteiligten sieben deutschen Boote schon im ersten An- hieb in die Endläufe kamen, geknüpften optimistischen Erwartungen erfüllten sich leider nicht, denn nur im Vierer mit Steuermann gab es mit der Würzburger Verbandsmannschaft (Menne, ©aber, Rom, Eckstein, St.: Pfadenhauer) einen deutschen Titelträger. In allen übrigen Wett- bewerben mußten sich die deutschen Teilnehmer mit Plätzen begnügen und auch den Sieg in der Länderwertung den Ungarn überlassen, denen bie Polen folgten.
Der Entscheibungstag bot auf ber Regattastrecke ein buntes unb interessantes Bilb. Ueberall herrschte starkes Gebränge. Die große, über 10 000 Personen fassende Tribüne war dicht besetzt.
Deutscher Sieg im Vierer „mit".
Das Verkehrsunglück auf der Lumdaialbahn.
Die Mitfahrerin Sir Blacketts berichtet.
Marburg, 18. Aug. (LPD.) Bet dem ferneren Verkehrsunglück auf der Strecke der Lumdatalbahn, das den Tod des Englän- ders Sir Blackett zur Folge hatte, wurde be- kanntlich auch die Mitfahrerin, ein Fräulein Eisenträger aus Marburg, verletzt. Ihr Zustand ist jedoch, wie wir hören, zufriedenstellend. Bei ihrer polizeilichen Vernehmung erklärte sie u. a., daß sie bei der Fahrt nach Frankfurt bei Lollar von ber Hauptstraße Marburg—Gießen— Frankfurt abgebogen seien, um Frankfurt auf ber Straße Lonborf—Münzenberg zu erreichen. Als man bort auf eine Straßensperruna traf, entschloß sich Sir Blackett, einen Feldweg zu benutzen unb bann bie Hauptstraße mieber zu erreichen. Der Felbweg führte bekanntlich über bie Strecke ber eingleisigen Lumbatalbahn. Nach kur- zer Fahrt stellte es sich heraus, baß ber Felbweg infolge bes Regens so aufgeweicht war, baß er nicht weiter benutzt werben konnte. Sir Blackett drehte den Wagen um und fuhr wieder zurück, wobei die Bahn st recke nochmals über-! quert werden mußte Fräulein Eisenträger erklärte, kein Läutezeichen gehört zu haben. Sie hätten beide den herannahenden Güterzug erst bemerkt, als sie gerade die Gleise überfuhren. Ob Sir Blackett auf ähren Zuruf: „Da ist ein Zug!" gebremst habe, könne sie nicht sagen. Don den weiteren Geschehnissen kann sie nichts mehr berichten, denn sie ver- lor bei dem Zusammenstoß sofort das Bewußtsein.
Oie Leiche in Gießen eingeäschert.
Der tödlich verunglückte Direktor der Bank von England, Sir Basil Blackett, ist am Samstag- nachmittag von Marburg nach Gießen überführt worben, wo im Laufe des Samstag bie Einäsche- rung stattfand. Seine Gemahlin war am Samstag zur Ueberführung von London nach Marburg gekommen.
1. TV. Wieseck I — SV. 20 Lollar I 0:3 (0:1). Das Spiel selbst wurde sehr lebhaft durch- geführt. In kurzen Abständen fielen die Tore für ollar.
2. 1900 Gießen I! — SV. Cölbe (für Cölbe gewonnen). Trotz Verlängerung wurden
800 Meter änderte sich das Bild. Italien schob sich fein6 Tore erzielt. Das Los entschied für die nach vorn und kämpfte bis 1000 Meter mit dem Mannschaft des SD. Cölbe.
deutschen Boot um die Führung. Bei 1400 Meter z. SD. 20 Heuchelheim I — TV. Wiß - zogen die Italiener Bergamo/Santin an bie Spitze, mar I. 2:0 (1:0). Die bessere Mannschaft gewann. Im Endspurt hatten die Italiener die größeren Im Zuspiel und Einanderverstehen war Heuchel- Nerven unb mit einer Länge Vorsprung siegten sie. heim überlegen.
Deutschlanb würbe Zweiter. Eine Zwischenrunde fand nicht statt, da Heuchel-
n , heim auf ein Weiterspielen verzichtete.
Die Schweizer siegen im Vierer „ohne . ,
Das Endspiel
Im Vierer ohne Steuermann gab es den erwar- * SD. Cölbe I - Lollar I 1:5 (1:3). In teten Sieg des Henley-Siegers Schweiz. Dik! Zu- J Abständen konnte Lollar fünfmal den Ball ncher setzten sich schon vom Start weg einschießen und wurde dadurch 1. Sieger in der
unb lagen bei 500 Meter mit einer Lange ™r A ' , unb fid)erte sich das Anrecht auf ein preis- Deutschlanb, Oesterreich unb Italien an ber Spitze . ’’ Oelaemälde unb strebten fast unangefochten bem Ziele zu. Fast 9 n ~
in gleicher Linie gingen bie drei weiteren Boote aJIC JlVjMuhC.
über die Ziellinie, und nur die Zielrichter konnten Vorrunde:
die Placierung Osterreich-Jtalien-Deutschland fest-
6:0 Sieg Wer Finnland.
Der deutsche Fußballsport eröffnete seine neue Spielzeit am Sonntag gleich mit einem großen Länderspiel. Finnland war in München der Gea- ner, unb bie stärkste beutsche Reichsmannschast spielte. Diese Tatsache füllte bas 1860er-Stabion mit über 35 000 Zuschauern bis auf ben letzten Platz. Die Erschienenen konnten sich an einem wunbervollen Spiel unserer deutschen Mannschaft erfreuen.
Finnlanb hatte nicht viel zu bestellen, die deutsche Mannschaft lag meist im Angriff und diktierte vollauf das Spielgeschehen. Trotzdem hinterließen die Finnen den denkbar besten Eindruck. Sie kämpften mit dem Mute der Verzweiflung. Die beiden Mannschaften stellten sich dem tschechischen Schiedsrichter Pfitzner in den gemeldeten Aufstellungen, also mit:
Deutschland: Jakob; Munkert, Janes; Grämlich, Goldbrunner, Schulz; Lehner, Siffling, Conen, Szepan, Fath.
Finnland: Rinne; Karjagin, Oksanen; Diini- oksa, Malmgren, Leo Karjagin; Koponen, Weck- ström, Larva, Grönland, Salin.
Es dauerte nicht lange, dann hatte Lehner für Deutschland bereits das erste Tor geschossen. Lehner war es auch, der in der 30. Minute auf 2:0 erhöhte. Zwischen diesen beiden Toren gab cs jedoch einige sehr gefährliche finnische Angriffe. Auch nach dem zweiten Tor hatten die Finnen noch gute Augenblicke, aber eine Minute vor dem Pausenpfiff wurde der deutsche Sieg durch Conen bereits mit einem dritten Treffer sichergestellt.
Nach der Pause gab es sofort wieder einen deutschen Erfolg. Conen stellte das Ergebnis auf 4:0. Die Deutschen waren nunmehr drückend überlegen. Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Finnen wieder etwas freimachen. Vorher muß- ten sie aber noch einen fünften deutschen Treffer hinnehmen (durch Lehner). Das sechste Tor für Deutschland fiel zwanzig Minuten vor Schluß durch Conen.
Die deutsche Manschaft gefiel in ihrer Gesamtheit. Jakob erhiett wenig Arbeit, die beiden Verteidiger ! Munkert und Janes verteidigten sicher. Goldbrun- ner hielt sich als Mittelläufer ausgezeichnet, auch I Grämlich und Schulz wurden ihren Aufgaben ge- I recht. Im Sturm überragten die beiden Außen I fiatf) und Lehner.
Die Finnen hatten ihren besten Mann in dem Torhüter Rinne, der eine höhere Niederlage ver- I hinderte.
Aur 1:0 gegen Luxemburg.
In Luxemburg hatte das zweite Fußball-Länder- spiel gegen Deutschland nicht bas Interesse ausge- löst, wie ber erste Länberkampf gelegentlich ber Fußball-Weltmeisterschaft. Immerhin erwarteten 10 000 Zuschauer die beiden Mannschaften.
Besichtigung des NSKK.
Das NSKK. wird von Gruppenführer Seydel auf dem Trieb besichtigt.
geglichen.
3. Niederwalgern I — Lollar II 0:1 (0:1). Niederwalgern war in der ersten Halbzeit überlegen. Lollar gewann das Spiel dank ihrer guten Hintermannschaft.
1900 Gießen III zog das Freilos.
Zwischenrunde:
1. 1900 Gießen III — DC. Daubringen I (für 1900 gewonnen). Trotz Verlängerung konnte ein Tor nicht erzielt werden und 1900 III zog das Los „gewonnen". Die Spielstärke beider Mannschaften war ausgeglichen und die Torgelegenheiten wurden auf beiden Seiten verpaßt.
2. SV. Lollar II — VfR. Lich I 1:0. Erst in ber Verlängerung fiel für Lollar II das Siegestor.
Endrunde:
1900 Gießen III — Lollar II 0:1 (0:0). Beide Mannschaften waren gut, aber Tore entscheiden und so wurde Lollar auch in der 8-Klasse Sieger. Als Preis erhielt die Mannschaft einen Fußballer auf einem Sockel.
Alle Spiele wurden in echt sportlicher Weise durchgeführt. Zum Schluß fand noch ein 3ubi(äumsfpiel#
Auswahlmannschaft der teilnehmenden Vereine gegen Lollar I, statt, das die Auswahlmannschaft mit 1:0 gewinnen konnte. Lollar I trat komplett an, bie Auswahlmannschaft in ber Aufstellung: Gilbert (Lich); Schneider (1900), E. Walter (Daubrin- qen); Kraft, Jäger, Schmitt (alle 1900); Gerharb 1(1900), Aug. Walter (Daubringen), Michel (Dmtb-
standen, alle Spiele einwandfrei durchzuführen. Die Veranstaltung selbst war vor langer Zeit vorbereitet und mürbe mustergültig durchgeführt.
1900—ZG.-Sporiverein 1:0 (1:0).
Bei der Spielvereinigung 1900 fand die neue Fußballsaison 1935/36 ihren Auftakt mit einem Kamps der ersten Mannschaft gegen die erste Elf des IG.-Sportvereins Frankfurt a. M. Das Spiel, das bereits am Samstagabend ausgetragen wurde, brachte kein besonders starkes Erlebnis.
Die Mannschaft der Spielvereinigung spielte absolut nicht schlecht, sie kam aber nicht so zum Zuge, wie man es erwartet hatte. Das Spiel, das einen knappen l:0-Sieg brachte, hätte schon in der ersten Halbzeit eine eindeutigere Entscheidung erfahren müssen. Gerade in der ersten Spielhälfte arbeiteten sich die Blauweißen eine Reihe von Chancen heraus, die leider in der Aufregung vergeben wurden. Der Sturm zeigte sich dabei verschiedentlich geradezu hilflos. In ber ersten Halbzeit vollzog sich die Kampfhandlung meist ausgeglichen. Der Ball ging in stets flacher Kombination rasch hin und her, bie Zusammenarbeit auf beiden Seiten war aber nicht sehr gut. Vor allem enttäuschten die Frankfurter, von denen man weitaus mehr erwartet hatte. Durch ungenaue Abgaben auf beiden Seiten erhielt das Spiel einen zerrissenen Charatter. Nur einige wenige Angriffe der Gäste wurden dem Gießener Tormann ernsthaft gefährlich. Einige Male zeigte Schmidt aber auch glänzende Paraden. In der 40. Minute erst fiel das einzige Tor des Tages. Dieser Torerfolg war gleichzeitta der dramatische Höhepunkt des Tages. Der Ball kam bei einem Angriff ber Spielvereinigung schwach gegen das Gästetor angerollt, ber Tormann warf sich danach, bekam aber den Ball nicht sicher in die Hände. Die Gießener Stürmer sprangen hinzu, umspielten — etwas hart — den Tormann, der sich energisch einsetzte, bis schließlich Wilhelmi, der auf die andere Seite lief, zum entscheidenden Schuß ansetzen konnte. Bald darauf war Halbzeit.
In ber zweiten Spielhälste gab es zwar noch manchen interessanten Kampf Mann gegen Mann. Die Spielvereinigung lief verschiedentlich zu schönen Kombinattonszügen auf, bie aber nicht mit dem entscheidenden Druck zu Ende geführt werden konnten. So blieben weitere Erfolge aus. Die Gesamtleistungen auf beiden Seiten waren nicht überragend. Sehr gut war die Gießener Verteidigung, die sich einen guten Teil bes Verdienstes an diesem Sieg zuschreiben kann. Aus beiden Seiten wurde sehr fair gekämpft, so daß der Schiedsrichter kein schweres Amt hatte.
Vettere Lrgebnlsie.
1900 Liga — Treysa Liga 5:1
Wetzlar Alte Herren — Wetzlar Alte Herren 2:1. Wetzlar 1. Jgd. — 1900 1. Igd. 16:1.
Wetzlar Schüler — 1900 Schüler 0:0.
Watzenborn-Steinberg Schüler —1900 Schüler 0:5.
Fußball-Austatt bei Df8.-Neichsbahn
Alsfeld mit 8:0 geschlagen.
Die Ligamannschaft warf alle Berechnungen über den Hausen und schlug die Alsfelder, auch m dieser Höhe, verdient. Sie zeigte, daß sie die Sperre dazu benutzt hat, ihr Können noch zu verbessern. Dieser Erfolg muh um so höher gewertet werden, als die Hiesigen noch auf die Spieler, die durch chren
v_v_________, v Anläßlich feines 15jährigen Bestehens hatte der! ringen), Lotz (Lich), Knöß (Daubringen). Die
Zeit verabschiedete sich auch der Oberführer Ri- SV. Lollar am geftrigen Sonntag eine Fußball- Mannschaften spielten äußerst fair, ckard Prinz von Hessen. Damit war die l Blitzrunde veranstaltet. Sechs verschiedene Mann- Die Spiele wurden geleitet vor
Beide Mannschaften stellten sich im schönen Sta« dion von Luxemburg dem belgischen Schiedsrichter.
Luxemburg: Hoscheidt; Maserus, Mousel; Theis, Bommertz, Fischer; Schmit, Baecker, Wanz, Menget, Touba.
Deutschland: Iürissen; Grämlich, Busch; Stephan, Sold, Zielinski; Günther, Urban, Fricke, Gellesch, Elbern.
Der Auftakt des Kampfes war für die deutsche Elf recht vielversprechend, brachte doch gleich die erste Spielminute unserem Angriff eine Riesenchance. Die Luxemburger hielten das Tempo der Deutschen überraschend leicht mit. Im Angriff der Deutschen waren die Flügel gut und immer wieder gefährlich. Zwei Minuten vor der Pause fiel der einzige Treffer des Tages, von dem aber noch niemand annehmen wollte, daß er schon die Entscheidung des Spieles bedeutete. Eine Rechtsflanke war zu Günther gekommen. Der deutsche Linksaußen wurde scharf bedrängt und knallte daher aufs Geratewohl direkt aus der Luft „in Richtung Tor". Hoscheidt wurde durch diesen Gewaltschuß so sehr überrascht, daß er zum Entsetzen der luxemburgischen Spieler und Zuschauer den Ball über die Hände ins Tor wischen ließ.
Auch die ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte hielt der Angriffsgeist der Deutschen noch an. Auf einmal lief der Ball flott und zweckmäßig durch die Reihen der Deutschen, so daß die Luxemburger nur selten zu einer erfolgversprechenden Aktion kamen. Aber dem Anariff der Gäste gelang trotz anhaltender Überlegenheit nicht ein einziger Treffer mehr. Zehn Minuten von Spielschluß gab es dann einen Zusammenprall zwischen dem luxemburgischen Verteidiger Maserus und dem deutschen Rechtsaußen Elbern. Der Luxemburger mußte verletzt aus» scheiden. Doch auch diese zahlenmäßige Schwächung der Einheimischen vermochte unsere Mannschaft nicht auszuwerten. Nach durchweg mäßigem Spiel blieb es bei dem knappen l:0-Sieg der deutschen 8-Mannschast.
Sachsen-Aland 11:0(5:0).
In ihrem ersten Spiel auf ihrer Deutschlandreise trafen die isländischen Fußballspieler am Sonntag auf eine Auswahlelf des Gaues Sachsen. Zu dem Kampf auf dem DSC.-Platz in Dresden hatten sich rund 12 000 Zuschauer eingefunden. Das Publikum bereitete den Gästen einen herzlichen Empfang und zeigte auch während des ziemlich einseitig verlaufenden Spieles, das die Sachsen überlegen mit 11:0 (5:0) gewannen, eine vorbildliche Haltung. Die Sachsen waren glatt eine Klasse besser. Auffallend war vor allem die schwache taktische Leistung der Isländer, die auch in technischer Beziehung noch manches lernen müssen. Erfreulich war ledialich, daß die Gäste bis zum Schluß unentmutigt weiterkämpften, obwohl sie während der ganzen Spieldauer kaum ein halbes Dutzend Torgelegenheiten hatten.
Von der Motorbrigade Kurhessen des NSKK. sind etwa 500 Mann bestimmt, die zu dem diesjährigen Reichsparteitag nach Nürnberg fahren. Diese Führer und Männer trafen am gestrigen Sonntagvormittag in Gießen zu einer Besichtigung durch den Kraftfahrinspekteur ein.
Kurz vor 11 Uhr traf der Führer der Motorbrigade Kurhessen, Oberführer Richard Prinz von Hessen, mit seinem Stabe ein. Der Oberführer besichtigte jeden einzelnen NSKK.-Mann, ob Kleidung und' Ausrüstung vollkommen in Ordnung waren. Hierauf formierten sich unter dem Kommando von Standartenführer Meyer die Formationen in 12er Reihen zu einem Vorbeimarsch vor dem Oberführer. „
In der Mittagsstunde wurden die NSKK,-Manner aus zwei Feldküchen gespeist. Wie man sah, hat es den NSKK.-Männern ganz vorzüglich gemundet. Hieraus folgte eine Ruhepause. Gegen 3 Uhr wurde wiederum angetreten, um nochmals schnell den Vorbeimarsch zu üben. Nach einer Zi-


