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Wirtschaft.

ober volljährig ist und ob es zum Haushalt des Steuerzahlers gehört oder nicht.

2. Dem Steuerpflichtigen erwachsen Ausgaben durch Krankheit, Todesfall, Unglücksfall oder durch sonstige Umstände.

3. Der Steuerpflichtige unterhält bedürftige An­gehörige. Hier ist auck an die Ledigen gedacht, die bedürftige Angehörige unterstützen. Für die Entscheidung der Frage, ob ein Steuer­zahler durch die Unterstützung bedürf­tiger Angehöriger außergewöhnlich be­lastet ist, gilt das folgende:

a) Es ist unerheblich, ob die Unterstützung auf Grund gesetzlicher Unterhaltspflicht oder ohne eine solche aus sittlichen Gründen frei- willig gewährt wird.

b) Die Aufwendungen des Unterhaltsgewäh­renden kommen als steuerfreie Aufwendun- nur insoweit in Betracht, als sie unter Berücksichtigung der Verhältnisse des Unter­haltsempfängers notwendig und angemessen sind. Aufwendungen, die das hiernach ge­gebene Matz überschreiten, bleiben unberück­sichtigt.

c) Wird einem bedürftigen Angehörigen der volle Unterhalt gewährt, so werden die Kosten des Lebensunterhalts, je nach den Verhältnissen, mit bis zu 80 Mark monatlich angenommen werden, wenn der Unterhalt durch Aufnahme in den eigenen Haushalt erfolgt. Auf diesen Betrag sind zur (Er­mittelung der Belastung des Unter­haltsgewährenden die eigenen Ein­künfte des Unterhaltsempfängers anzurech­nen. Bezieht also beispielsweise ein Unter­haltsempfänger, der zum Haushalt des Steuerzahlers gehört, monatlich 30 Mark als Rente oder Zinsen, jo kann die Be­lastung des Steuerzhlers durch den Unter­halt nur bis zu 50 Mark monatlich ange­nommen werden.

d) In Fällen, in denen der Unterhaltsempfän­ger zum Haushalt des Unterhalts-gewähren­den gehört, ist die durch ihn etwa geleistete Haushaltshilfe auf den Wert des Unterhalts nicht anzurechnsn.

Sind die Voraussetzungen gegeben, so Hal das Finanzamt den Betrag, den es als angemessen anerkennt auf der Steuerkarte als steuerfrei einzutragen. Zweck der Bestimmung ist, der sozialen Gerechtigkeit und der steuerlichen Gleichmäßigkeit zu dienen und harten zu mildern und zu beseitigen.

Bei Anwendung der Bestimmungen, insbesondere bei der Anforderung von Unterlagen und Nach­weisungen darf in keinem Falle kleinlich verfahren werden. Diese Bestimmungen haben feine rück­wirkende Kraft. Erstattungen von Lohnsteuer dürfen auf Grund dieser Bestimmungen nicht vorgenommen werden. Die erneute Prüfung von Anträgen, die für das Kalenderjahr 1935 bereits entschieden sind, aber erneut gestellt werden, ist zulässig.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf hin­gewiesen, daß für Kriegs- und Zivil- beschädigte blondere Steuererleichterungen vorgesehen sind. Während bei den Steuerpflichtigen im allgemeinen ein Pauschbetrag von 200 RM. als steuerfreie Werbungskosten angenommen wird, steigt dieser Pauschbetrag (ebenso auch für die Sonder­ausgaben) von einer Minderung der Erwerbsfähig­keit von 25 v. H. an von 275 bis zu 700 Mark. Bei erwerbstätigen Schwerbeschädigten, die Pflegezulage oder erhöhte Verstümmelungszulage erhalten, und Blinden sind diese Pauschbeträge 1200 Mark.

Bemerkenswert ist auch, daß nach den neuen Be­stimmungen Entschädigungen bei Entlassung aus i dem Dienstverhältnis, die freiwillig oder auf Grund! des § 58 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit gewährt werden, steuerfrei bleiben, soweit sie nicht den letzten Jahresarbeitsverdienst übersteigen.

Endlich sei noch darauf hingewiesen, daß auch bei mitoerbienenben Ehefrauen Steuererleichterungen eintreten können. Wenn bisher ber oerbienenbe Mann als auch die oerbienenbe Frau getrennte Lohnsteuer zahlten, werben bie Verbienste jetzt au» sammengezählt. Danach zahlt ber Mann allein Die gesamte Lohnsteuer, bie meist weniger betragen wirb, als wenn beide Eheleute getrennt ihre Steuer zahlen. Auch diese Steuerermäßigung tritt nur a u f Antrag ein.

Zum Schluß sei noch erwähnt, daß die Steuer, ermäßigung bei Beschäftigung einer Hausgehilfin auch gewährt wird, wenn sie nicht die volle Kost und die Wohnung im Haushalt des Steuerpflichtigen erhält. Wenn eine unverhei­ratete Schwester des Steuerpflichtigen dessen Haus- arbeiten verrichtet, können bie Aufwenbungen für die Schwester unter dem Gesichtspunkt ber beson­deren wirtschaftlichen Verhältnisse als steuermin­dernd in Frage kommen.

Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

979: Weitgehender Abbau der Devisenzwangswirt- schäft in Danzig.

980: Richtpreisanordnung XXVII für unedle Me­talle vorn 17. Juli 1935.

981: Bewirtschaftung der französischen Etnfuhrkon- tigente für genähte Wäschestücke.

Einkaufspreise der Mühlen für in änd»schen Roggen und Weizen.

Der Vorsitzende des G e t r e i d e w i r t s ch a f t s- oerbanbes Hessen-Nassau gibt bekannt:

Auf Grund der §§ 6, 28 und 30 der Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft vorn 10. Juli 1935 RGBl. I S 1006 und des § 8 der Satzung für Getreidewirtschaftsverbänbe RNDbl. Nr. 52 vorn 13. Juli 1935 ordne ich mit Zustimmung des Reichs- und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft, des Reichskommissars für Preisüberwachung und des Vorsitzenden der Hauptoereinigung der Deutschen Getreidewirtschaft folgendes an:

Der in § 28 Abs. 1 der Verordnung zur Drä­nung der Getreidewirtschaft vom 10. Juli 1935 be­zeichnete Betrag beim Kauf der Mühle vom Nichterzeuger wird auf 4 Mark für die Tonne fest­gesetzt. Ein weiterer Zuschlag zum Kaufpreis kann im Falle eines wirtschaftlichen Bedürfnisses ohne besondere Genehmigung bis zur Höhe von 2 Mark je Tonne berechnet ober gewährt werden. Die An­ordnung tritt am 16. Juli 1935 in Kraft.

Oie Erzeugung der Land» rkschast.

Der Wert der deutschen landwirtschaftlichen Erzeu­gung beträgt nach den neuesten Berechnungen des JfK. im Wirtschaftsjahr 1934/35 etwa 11,1 Milliar­den Mark. Er ist damit feit dem Tiefstand im Jahre 1932/33 um 2,4 Milliarden Mark oder 27 v. H. gestiegen. Diese Zunahme ist sowohl auf bie gebesserten Preise als auch auf die gestiegene Er- zeugung zurückzuführen. Mengenmäßig ist die land­wirtschaftliche Erzeugung seit 1932/33 um fast 10 v. H. gestiegen.

Bei der Berechnung eines Mengenindex der ge­samten Agrarproduktion wurden im vorliegenden Falle die Durchschnittspreise der Jahre 1927/28 bis 1928/29 verwendet. Der so berechnete Mengenindex der gesamten Agrarproduktion zeigt, daß der Pro- duktionswert in den Jahren der Krise nur deshalb zurückgegangen ist, weil die Preise gesunken waren. Im Wirtschaftsjahr 1932/33 war die Erzeugung mengenmäßig sogar um 2 o. H. höher als im Jahre 1928/29. Bis zum Jahre 1934/35 konnte eine weitere- Steigerung der erzeugten Menge um fast 10 v. H. erzielt werden. Insgesamt hat seit dem Jahre 1924/25 die landwirtschaftliche Produktionsmenge um rund 30 v. H. zugenommen. Während noch 1932 jede weitere Steigerung der Produktion sinnlos er­schien, da alle landwirtschaftlichen Märkte zerrüttet waren, ist es gegenwärtig durch organischen Um­bau ber gesamten Agrarproduktion wieder gelungen, reiche Ernten zu einem Segen für die Land- und Volkswirtschaft zu gestalten.

* D i e deutsche Rohstahlgewinnung im Juni. Die Rohstahlgewinnung im Deutschen Reich betrug im Juni 1935 (24 Arbeitstage) 1 249 101 Tonnen gegen 1 314 545 Tonnen im Mai (25 Arbeitstage). Arbeitstäglich wurden im Juni 1935 durchschnittlich 52 046 Tonnen hergestellt gegen 52 582 Tonnen im Mai 1935.

Rhein-Mainische Börse.

IHUfagsbörfe: Tendenz schwächer.

Frankfurt a. M., 17. Juli. Die Börse er­öffnete auf fast allen Marktgebieten des Aktien­marktes in schwacher Haltung. Die Derwaltungs- mitteilungen von Hapag und Norbd. Lloyd, ins­besondere der Hinweis, daß mit einer starken Zu­sammenlegung des Aktienkapitals gerechnet werden müsse, hat allgemein verstimmt. In Schiffcchrts- roerten lag starkes Angebot vor, der Börsenvor- stand hat indes eine Aussetzung der Notierungen beschlossen. Im Freiverkehr wurden Hapag mit 28,50 (33,75) gehandelt, für Nordd. Lloyd nannte man einen Kurs von 30,50 (37,40). Im übrigen war bie Kursentwicklung uneinheitlich, aber über­wiegend schwächer. Das Angebot war nicht groß, bei ber herrschenden Zurückhaltung mangelte es aber an Aufnahme. Nach Festsetzung der ersten Notierungen waren zumeist leichte Erholungen zu verzeichnen. Don chemischen Werten büßten IG. Farben 1,50 v. H., Scheibeanstalt 0,50 v. H. unb Deutsche Erböl 0,65 v. H. ein. Elektroaktien tarnen zunächst kaum zur Notiz, AEG. lagen 0,90 v. H.

niedriger, dagegen zogen Schuckert 0,50 v. H. an. Accumulatoren blieben zu 177 voll behauptet. Montanaktien lagen zumeist schwächer, insbesondere Klöckner mit minus 2 v. H., ferner verloren Bude­rus 1,40 v. H., Mansfelder 1,50 v. H., Stahlver­ein 1 v. H. unb bie übrigen Werte 0,50 bis 0,75 v. H. Hoefch blieben mit 105,75 aehalten. Von sonstigen Werten setzten Daimler 1,40 v. H., Zell­stoff Aschaffenburg 1,25 v. H., Westbeutsche Kauf­hof 0,75 v. H., AKU. 0,40 v. H., Deutscher Eisen- handel 0,75 v. H. und Gement Heidelberg 0,50 v. H. niedriger ein. Etwas fester notierten Reichsbank mit 187,75 (187,25) unb Moenus Maschinen mit 88,25 (88).

Der Rentenmarkt lag etwas fester, bas Ge­schäft war allerbings unbebeutenb. Altbefitz er­höhten sich auf 112,40 bis 112,50 (112,25), ferner waren Kommunal-Umfchuldung gefragt unb von Jnbustrie-Dbligationen gewannen 6 v. H. Hoesch 0,25 v. H. Im übrigen blieben bie gestrigen Kurse behauptet.

Nachdem nach den ersten Kursen teilweise leichte Erholungen eingetreten waren, wobei IG. Farben um 1,25 v. H. auf 152,50 anzogen, lag der Ver­lauf stark zurückhaltend und bie Kurse bröckelten zumeist wieder ab, teilweise würben sogar bie An- fanaskurse noch unterschritten. IG. Farben gingen wieder auf 151,50 zurück. Hoesch verloren 0,75 v. H., Kaufhof 0,50 v. H., Reichsbank und AG. für Ver­kehr je 0,50 v. H. und Moenus Maschinen 0,25 v. H. Don den später notierten Werten lagen Deutsche Linoleum, Siemens je 2,50 v. H., Lem­berg 1,50 v. H., Holzmann 1 v. H., RWE. und Licht & Kraft je 1,25 v. H. niedriger. Am Kassa­markt waren Konserven Braun auf den neuerlichen Devisenausfall angeboten, Taxe 65 (71). Don Hy­pothekenbankaktien waren Franks. Hyp. gesucht, Taxe 99 (95,90). Rhein. Hyp.-Bank lagen mit ca. 140 unverändert, Berliner Hyp.-Bank notierten noch etwas höher,- ca. 138 (136).

Am Rentenmarkt zogen Altbesitz weiter etwas an, ferner waren verschiedene Umtausch-Obligatio­nen beachtet und etwas fester. Goldpfandbriefe lagen teilweise um 0,13 v. H. höher, Liquidations- Pfandbriefe unb Kommunal-Obligationen lagen un­verändert. Stabtanleihen notierten uneinheitlich, aber meist etwas fester. Auslanbsrenten lagen ge­schäftslos. Tagesgeld unv. 3 v. H.

Abendborfe knapp behauptet.

An der Abendborfe herrschte nach den Abschwä­chungen im Mittagsverkehr starke Zurückhaltung. Am Aktienmarkt erfolgten noch kleine Abgaben, so daß im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen

Mit dem Auftrieb der wirtschaftlichen Tätigkeit ist das gesamte industrielle Arbeitereinkommen vom 2. Halbjahr 1932 bis November 1934 um 77 v. H. gestiegen. Es betrug für das ganze Jahr 1934 etwas mehr als 8 Milliarden gegen nicht ganz 6 Milliarden Mark im Jahre 1933, wie in einer Sonberbeilage zuWirtschaft unb Statistik" (Be­schäftigung, Arbeitszeit unb Arbeitereinkommen in ber deutschen Industrie) ausgeführt wird. Die Zu­nahme der Lohnfumme läßt erkennen, wie stark sich das aus der industriellen Produktion unmittel­bar fließende Lohneinkommen erhöht hat.. Sie sagt aber nicht, daß das zusätzlich auf den Markt tretende Arbeitereinkommen etwa in gleichem Maße gestiegen ist. Will man bas zusätzliche Arbeiter­einkommen ermitteln, so muß man von dem Ge­samtbetrags der verdienten Lohnsummen die früher gezahlte Arbeitslosenhilfe absetzen. An den im Jahre 1934 verdienten Lohnsummen waren die Textilindustrie und bie Bauinbustrie mit je rund 11 v. H. am stärksten beteiligt.

Das durchschnittliche Monatseinkommen der jeweils in der Industrie beschäftigten Ar­beiter hat sich vom zweiten Halbjahr 1932 bis November 1934 um 18 v. h. erhöht.

Die Industriearbeiter konnten also 1934 durchschnitt­lich mehr für Verbrauchsgüter ausgeben, als. 1932. Die Zunahme des durchschnittlichen Monatseinkom­mens ist weniger darauf zurückzuführen, daß sich die Löhne erhöht haben. Die Tarife sind während des Auftriebs im ganzen kaum geändert worden. In der Steigerung des durchschnittlichen Monats­einkommens kommt einmal zum Ausdruck, baß sich bie Arbeitszeit gegenüber dem Herbst 1932 weiter erhöht hat. Ferner ist sie darauf zurückzuführen, daß sich die Zusammensetzung der Betriebsgefolg­schaften seit 1932 beträchtlich verändert hat.

Der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte an der Gesamtzahl der beschäftigten Arbeiter ist gcfun-

Rückgänge von 0,25 bis 0,50 v. H. überwogen. IG. Farben ermäßigten sich auf den nachbörslichen Stand von 151,90 (152,75), ferner gaben Deutsche Erdöl 1 v. H. auf 111,50 und Siemens auf 179,50 (180,50) nach. Montanaktien bröckelten durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. ab, auch Elektroaktien sowie Kunstseide AKU. und Scheibeanstalt waren Im gleichen Ausmaß niedriger. Gut behauptet blieben Süddeutscher Zucker mit 193. Am Einheitsmarkt erhielt sich Nachfrage nach Hypothekenbank-Aktien: Frankfurter Hypotheken 99 (98,75), Meininger Hypotheken 100 (99,50), Pfälzer. Hypotheken 89,50 (89), dagegen gaben Rheinische Hypotheken auf 138 (139) nach. An den Rentenmärkten blieb die festere Tendenz bestehen, das Geschäft war aber bei be­haupteten Kursen sehr gering. U. a. notierten: Alt­besitz 112,75, 6 o. H. Stahlverein 102,75, IG. Far- ben-Bonds 127, Reichsbahn-DA. 123,65, 4 v. H. Ungarn Gold 10,60, Commerzbank 91, OO-Bank 92,25, Harpener 111,25, Mannesmann 90, Rhein­stahl 111,75, Laurahütte 23,25, Stahlverein 86,50, AKU. 65,25, AEG. 43,75, BMW. 126,50, Conti- Gummi 155,25, Deutsche Erdöl 111,50, Scheide- anstatt 233, Dt. Linoleum 166, Licht und Kraft 132, IG. Farben 151,90, Feinmechanik Jetter 86,50, Gesfürel 126,50, Holzmann 92, Mainkraft 94, Moenus 87,50, RWE. 132,50, Schuckert 126, Sie­mens 179,50, Süddeutscher Zucker 193, Rütgers- werke 118,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Juli. Auftrieb: Rinder 155 (gegen 51 am letzten Donnerstagmarkt), darunter befanden sich 20 Ochsen, 29 Bullen, 34 Kühe unb 72 Färsen. Zum Schlachthof direkt 3 Ochsen, 5 Bullen, .20 Kühe, 10 Färsen. Kälber 901 (776), Schafe 43 (42), Schweine 512 (450). Notiert wur­den pro ein Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Kälber a) 59 bis 60 (59 bis 62), b) 51 bis 58 (53 bis 58), c) 43 bis 50 (44 bis 52), d) 30 bis 42 (32 bis 43). Hämmel b2) Weidemasthämmel 36 bis 38 (36 bis 38). Schweine b) 50 bis 53 (52 bis 53), c) 50 bis 53 (52 bis 53), d) 46 bis 52 (51 bis 53). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittel­mäßig, geräumt. Schweine anfangs mittelmäßig, später abflauend, Uebsrstand. Ueberstand: 44 Rin­der, darunter 2 Ochsen, 7 Bullen, 15 Kühe und 20 Färsen; ferner 59 Schweine. Ochsenfleisch b) 76 bis 80 (am 15. Juli 78 bis 80), c) 66 bis 74 (66 bis 74). Bullenfleisch b) 70 bis 78 (70 bis 76). Kuhfleisch b) 60 bis 68 (66 bis 74), c) 50 bis 60 (52 bis 62). Färsenfleisch b) 76 bis 80 (78 bis 80), c) 66 bis 74 (68 bis 78). Kalbfleisch b) 74 bis 84 (unv.), c) 68 bis 72 (unv.). Hammelfleisch b) 75 bis 78 (unv.). Schweinefleisch b) 72 bis 77 (70 bis 75). Fettwaren: Speck hiesiger Schlachtung, roh, unter 7 Zentimeter, 63 bis 68 (58 bis 63), Flomen 75 bis 80 (unv.). Marktverlauf ruhig.

fräffe, vor allem die der Facharbeiter, ist ver­hältnismäßig stärker gestiegen.

Wie sich der Auftrieb der Wirtschaftstättgkeit für den Haushalt des einzelnen im Jahre 1932 noch beschäftigten Arbeiters ausgewirkt, wie sich also fein Realeinkommen entwickelt hat, wird durch die Ge­staltung von Lohnsatz, Arbeitszeit und Lebens­haltungskosten bestimmt. Der Lohnsatz hat sich seit 1932 im ganzen nicht verändert. Die Arbeits­zeit ist, abgesehen vom Baugewerbe, in allen Wirtschaftsgruppen von 1932 bis 1934 ft ä r f e r gestiegen als die Lebenshaltungskosten. Das Realeinkommen der Industriearbeiter hat sich somit im Durchschnitt gegenüber 1932 leicht erhöht. Mit der Steigerung der Lebenshaltungskosten um die Mitte des Jahres 1934 ht es sich freilich wieder verringert. Immerhin bleibt das Realeinkommen des Industriearbeiters über dem Stand von 1932.

Büchertisch.

Anläßlich seines hundertjährigen Bestehens überreicht der Verlag C. Bertelsmann in Güters­loh die FestschriftCarl Bertelsmann. Eine Verlagsgründung vor hundert Jahren". 112 Sei­ten, nebst Bildern und zwei Tafeln, Preis 1,50 Mark. (220) Es ist ein Lebensbuch, Ein­blick gewährend in das Werden einesStrebend- sich-Bemühenden", des Gründers des Verlages. Alles, was da geschrieben steht von Wanderschaft und Liebe, Kampf und Schaffen und Durchhalten, von echtem Vatertum, von kernvoll deutscher und christlicher Wesensart, ist so gegenständlich geschil­dert, daß sich das Buch wie eine Erzählung lieft, in der ein Stück deutscher Kultur lebendig wird. Wer zu lesen versteht, wird für sich und seinen Lebenskampf mancherlei gewinnen.

Die Entwicklung des Einkommens des Arbeiters.

Leichte Erhöhung der Kaufkraft bei gleichen Lohnsätzen.

ken. Die Zahl der höher bezahlten Arbeite-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe der zuletzt befch lossenen Dividende an. Reichsbankdlskoru 4 o. H.,

Frankfurt a.DI.

Lerim

Schluß« furt

Schluß«. Abend- börse

Schluß- turs

Schluß!, mittag« böric

Oülum

17 7

18 7

17 7

18.7.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

99,9

100,13

100,25

100,4

*% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,5

97,75

97,9

98

5%% Doung-Anleihe von 1930 ..

103,65

104

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuid mti

Auslos.-Rechten .............

112.25

112,75

112,8

**/«% Deutsche RelchSvostlchatzan-

Weisungen von 1934, 1.......

100,4

100,4

100,4

100,1

6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 192S

(rückzahlb. 102%) ..........

97,25

97,25

97,25

97,25

*¥*% ehem. Hessische LandeSbank Darmstadt Gold R. 12........

96,25

96,4

6/>% ehem. Hess. LandcS-Hypo-

thekenbank Darmstadt Ciaüt ...

100,9

100,9

4¥i% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverlchr. R.6

92,75

93

Lberhcssen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten ...........

123

128,5

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

116

116

116

116

*¥i% ehem.8% Franks. Hyv.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

96,4

96,5

-

i%% ehem. *yt% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

101,3

101,25

_

6yt% ehern. 4Vi% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpse.

101,75

101,9

101,75

101,9

ehern. 8% Pc. LanveSpfand-

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4H% ebcm. 7% Pr. Landeöpfand-

vriefanft., Gold Komm. C6I.VI Lteuergutich Berrechnungsk. 35-89

97

97

97

97

97

97

97

97

107,3

107,3

107,3

107,3

4% Oesterreich«, che Goldrente....

31,75

32

_

31

4,20% Oesterreichische Silberreate

1,7

1,7

1,7

4% Ungarische Goldrente .......

10,9

10,6

10,9

10,7

4% Ungarische Staalsrente v. 1910

10,6

10,5

10,6

10,5

4^r°/<» desgl. von 1913

10,65

10,8

10,8

6% obgesi. Goldmexikaner von 99

12,5

12,5

12,5

12,25

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie l.....................

WM»

«HP

W

Frankfurt a. M

Stalin

Schluß­kurs

Schluyl. Abend­börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

4% desgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V,%Rumän.vereinh.Rentev.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente ..

214% Anatolier ...............

Hamburg-Amerika-Paket ..... o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd ......... o

A G. für Verkehrswesen Alt. .. 0 Berliner Handelsgesellschast ... 5 Commerz, unv Privat-Bank ... o Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................ i-j

A.E.».......................

Bekula.................. io

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ...... gy

Felten L Guilleaume......... o

Geieilsch.s.Eleklr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ....... N

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Lo.............. 4

Siemen- L Halske............ 7

Lahmever S Co.............. 7

Buderus ................... q

Deutsche Erdbl ..............4

Gelsenkirchen«...............

Larpener ..................(

Hoesch EisenKöln-Neueft« .. 0

Ilse Bergbau ............. z

Ilse Bergbau Genüsse........ «

Klöcknerwerke .............

Mannesmann-Röhre» ........ 0

17-7

7,6 10,25

6 40,4

33,75

37,4

87 117

91,4

93

93 187,25

45,4 142,4

117

133,5 109,25 129,25

140 133,65

126,5 182,5

134,75

106 112,65

112,5

105,75

160 132,25 101,5

90

18 7

7,5

10,25

5,8

40

86,5

117,25

91

92,25

92,25

187,4

43,75

141,65

116,75

132

108

126,5

132,5

126

179,5

113,25

105

111,5

111,25

105,5

160

130

99,75 90

17-7

12,4

10,13

5,9 40,4

33,9 33,75

36,4

86,5 117,75

91,5

93 93

187

45,75 141,65

117

133 109,25 128,75

139,5 133,75

127,5

183 134,5

105,5 112,9

113

106

164 131,75 101,13 90,25

18 7-

7,4

10

5,9 40

30

86,65

117,25

91

92,5

92,5

188,5

44,25

141,25

115,75

132

108,5

127

138

132,75

126,4

180,5

133

104,5

112,5

111,75

105,55

163,5

129,75

100,5

90,25

Frankfurt a. TR.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend, börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mittag­börse

'-Datum

17 7

18 7

17 7

18.7

Mansfelder Bergbau.........1

Kokswerke .................. 6

Phönix Bergbau........... 0

Rheinische Braunkohlen ..... 13

Rheinstabl ................ 8'/,

Vereinigte Stahlwerke........0

Ltavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

3. ®. Färben-Industrie.......7

Scheideanstalk...............9

Goldschmidt ...... 0

RülgerSwerke ....... 4

Metallgesellschafk.............4

Philipp Holzmann .......... 0

Zementwerk Heidelberg ......6

Eementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Patzen Hofer ....... 4

Aku lAUgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................. 0

Hellstoff Waldhof ............ 0

Zellstoff Aschaffenburg ....... 0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum........... g

Orenstcin & Koppel .......... 0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... Q

Accumulatoren-Fabrik.......u

Eonti-Gummi .............. g

Gritzner.................... 0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zuck« ......... fl

118

220,5 112

87,5

18,5

128,5 126,65

198

152,75

234

111,25

121,5 115

93,5 119,5

135

65,5 118

120,5

90,5

96 169,5

36 296 177 158

37,5 94,5

193

116,25

220,25

111,75

86,5

18,13

127,75 126

197

151,9

233

110,75

118,5 114

92 119 135

65,25

116,5

120,5

89,25

94,75 166

34,75

177

155,75

37,9 94

193

118 122,5

220 111,75 87,65

17,9 127,75 126,5

198

153,25

111,25

120 115,5

113,25 65,75 118,5 120,5

89,5 137,5 95,25 169,25

90,5

36

296 177,5 157,5

36,75

194

115,75

121,5

220,75

112,5

87

18,4

127

126,5

198

192,75

111,25 119 114

92

113

65,9

116,5

120,5

88,5

136,25

94,65

166

88,65

35,25

294

177,5

155,75

37^9

Lornbardztnsfutz 5 o. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

17. Juli

18-Juli

Amtliche Notierung

Geld | »rief

Amtliche Notierung

Geld | 23 rief

Buenos Sire-.

Brüssel .... Rio de Jan.

Sofia ......

Kopenhagen.

Danzig.....

London .....

Helsingfor».. Paris ...... Holland .... Italien ..... Japan ......

Jugoslawien Oslo..... :

Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......

Budapest ...

Neuyork...

0,658 41,885

0,139

3,047

54,77

46,91

12,265

5,41 16,405 168,70

20,50 0,721

5,684

61,65

48,95 11,13 63,25 81,09

33,99 10,32

2,474

0,662 41,965

0,141

3,053

54,87

47,01

12,295

5,42 16,445 169,04

20,54

0,723

5,696

61,77

49,05

11,15

63,37

81,25

34,05

10,34

2,478

Banknoten.

0,658 41,885

0,139 3,047

54,77 46,91

12,265

5,41 16,41

168,75 20,50 0,721

5,684 61,65

48,95 11,13 63,25

81,12 34,00

10,34

2,474

0,662

41,965 0,141

3,053

54,87

47,01

12,295

5,42

16,45

169,09

20,54 0,723

5,696

61,77

49,05

11,15

63,37

81,28 34,06

10,36

2,478

Senin, 18 Iuli

Geld

Brie,

Amerikanische Rote»..............

Belgische Noten................ ,

2,426

41,72

54,71

12,23

16,37

168,33

19,86

61,44

63,03

80,89

33,64

2,446 41,88 54,93

12,27 16,43

169,01

19,94 61,68

63,29 81,21

33,78

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten ...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Not« ................