irtschast
ges aus dem Vorjahre von 3459 Mark ein Reingewinn von 283 655 (284 202) Mark, aus dem wieder 4,5 Prozent Dividende ausgeschüttet und der gesetzlichen Rücklage 15 000 (15 000) Mark zugewiesen werden sollen. 2912 Mark sollen vorgetragen werden.
* Mitteldeutsche Hartsteinindustrie AG., Frankfurt a. M. Der Jahresabsatz 1934 betrug 345168 (349 487) Tonnen bei etwas gehobenem Jnlandsgeschäft. Auslandsumsätze waren fast unmöglich. Obwohl das geldliche Ergebnis wesentlich besser ist, konnte ein Reuoerlust nicht ganz vermieden werden. Der Leistungsertrag stellt sich auf 1,28 (1,25), ao. Erträge auf 0,005 (0,046) bei 0,78 (0,81) Personal- und 0,14 (0,18) sonstigen Aufwendungen. Rach 0,18 (0,2) Anlage- und 0,015 (0,251) anderen Abschreibungen und 0,126 (0,151) Zinsleistungen verbleiben RM. 22 220 (346 900) Neuverlust, der wieder vorgetragen wird. Im laufenden Jahre wurde der Vorjahresabsatz gehalten. Bei wetter gleichem Absatz wird für 1935 ein besseres Ergebnis erwartet, zumal inzwischen belastende Verträge aelöst sind und die Erneuerung der Betriebe vorläufig beendet sei.
♦ Rheinische AG. für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation, Köln. Wie aus dem Bericht für das am 31. 3. 1935 zu Ende gegangene Geschäftsjahr hervorgeht, stieg die Förderung um 8,6 v. $)., die Briketther- jtellung um 3,3 v. $). und der Brikettumsatz um 2,5 v. H. Ebenfalls konnte die Gefolgschaft erhöht werden. Die Stromerzeugung der Grubenzentralen betrug 122,5 (113) Mill. kWh, der Eigenverbrauch der Bergwerksanlagen 94,5 (89) Mill. kWh. Als Reingewinn wird in diesem Jahre nur ein Betrag von 5,41 (7,11) Mill. Mark einschl. 0,80 (0,80) Dortrag ausgewiesen, da das an der Zahlung der wieder 12prozentigen Dividende berechtigte AK. auf 33,96 (40,52) Millionen Mark zurückging. Im lau- senden Jahre lag der Brikettabsatz bisher etwas über dem des Vorjahres, so daß die Feierschichten eingeschränkt und die Brikettstapel größtenteils geräumt werden konnten.
* I. P. Bemberg, AG., Wuppertal- Barmen. Die Generalversammlung genehmigte die Regularien für 1934 und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 5 v. H. In längeren Ausführungen befaßte sich Direktor F r o w e i n mit der unter dem Namen Cuprama-Faser vertriebenen Spinnfaser, die technisch und wirtschaftlich weiter entwickelt werden soll. Gegenwärtig scheine aber die Zukunft noch nicht genügend geklärt, um die Aufnahme der Cuprama-Fabrikation in dem noch stilliegenden Siegburger Werk verantworten zu können. In der Produktion des Kunstseidengarnes habe die Gesellschaft ihr Verfahren weiter vervollkommnet, lieber die Aussichten in 1935 lasse sich keine Voraussage machen, indessen bemühe sich die Verwaltung, die wieder aufsteigende Erfolgslinie auch in Zukunft zu wahren.
Nhein-Mainische Mittagsbörse.
Nachgebend.
Frankfurt a. M., 18.Juni. Dor Beginn der heutigen Mittagsbörse gedachten die Börsenbesucher in einer Minute stillen Gedenkens der 60 Opfer des furchtbaren Explosionsunglücks von Reinsdorf, wobei der stellvertretende Börsenpräsident Eberle den Opfern der Arbeit einen warmen Nachruf widmete. Im vorbörslichen Verkehr rechnete man noch mit einer freundlichen Tendenz, doch zeigte sich beim offiziellen Anfang, daß seitens der Kundschaft wieder einige Verkaufsaufttäge vorlagen, die bei der starken Geschäftsstille ein weiteres Abgleiten der Aktienkurse auslösten. Die Kulisse verhielt sich weiterhin sehr abwartend. Die durchschnittlichen Rückgänge betrugen auf fast allen Marktgebieten 0,50 bis 1 v. H. Am Chemiemarkt gingen JG.-Far- ben um 0,90 v. $)., Goldschmidt um 1,50 v. H. und Deutsche Erdöl um 0,65 v. H. zurück. Elektroaktien tendierten uneinheitlich, lagen aber ebenfalls meist bis 1 v. H. niedriger, darüber hinaus gingen Licht 8c Kraft um 1,25 v. H. unter den Vortagskurs. Etwas höher lagen Chade A bis C mit 296,75 (296). Don Montanpapieren verloren Zarpener, Klöckner, Mannesmann und Stahlverein je 1 v. H., Rheinstahl waren mit minus 1,65 v. H. stärker gedrückt. Etwas fester lagen Rhein. Braunkohlen mit plus 1 v. S). Maschinen- und Motorenwerke notierten ebenfalls niedriger bei Verlusten bis 1 v. H., Daimler büßten sogar 1,50 v. H. ein. Von sonstigen Werten gaben Deutsche Linoleum 1, Conti Gummi 1,25, Westdeutsche Kaufhof und Kunstseide Aku je 0,50 v. 5). nach. Etwas festere Haltung wiesen Schiffahrtswerte auf, die bis 0,50 v. H. anzogen. Reichsbankanteile und Cement Heidelberg eröffneten gut gehalten.
Der Rentenmarkt blieb still, doch vermochten sich die Kurse meist gut zu behaupten, nur Altbesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchforderun-
Berlangemng der Frachtnotstandsmaßnahme für Stroh und Torfmull.
Zur Behebung der Futter- und Streumittel- Knappheit in landwirtschaftlichen Betrieben hat die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft mit Wirkung ab 30. 8. 1934 bei der Beförderung von Heu und Sttoh zur Verwendung in landwirtschaftlichen Betrieben im Deutschen Reich eine Frachtermäßigung gewährt, die für Heu 20 v. H. und für Stroh 30 v. H. der in dem Ausnahmetarif 19 B 1 vorgesehenen Frachtsätze betrug. Die Gültigkeit dieser Notstandsmaßnahme war bis zum 15. 6. 35 befristet. Da bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Stroh neuer Ernte zur Verfügung steht, hat der Reichsnährstanb bei der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft die Verlängerung dieser Notstandsmaßnahme beantragt. Nach einer Mitteilung der Deutschen Reichsbahn- Gesellschaft ist dem Anträge stattgegeben worden, und zwar wird die für Stroh vorgesehene 30proz. Frachtermäßigung 1 auch weiter gewährt, bis zum 15. 7. 1935. Für Heu ist dagegen eine Verlängerung des 20proz. Frachtennachlasses abgelehnt worden, so daß mit dem 16.6.1935 bei der Beförderung von Heu die Frachtsätze des Ausnahme- Tarifes 19 B 1 wieder zur Erhebung gelangen. In diesem Zusammenhang erscheint es notwendig, nochmals darauf hinzuweifen, daß als landwirtschaftliche Betriebe im Sinne der Notstandsmaß. nähme nur Bauernhöfe, landwirtschaftliche Güter und Weidebetriebe (Tierzuchtbetriebe) gelten. Dagegen werden städtische Tierhaltungen, wie Molkereien, Fuhrhattereien, Schlachthöfe, Rennställe und gewerbliche Betriebe, wie Häckselfabriken, Strohpressereien, Versorgungsstellen der Wehrmacht usw. nicht als landwirtschaftliche Betriebe im Sinne der Notstandsmaßnahme angesehen. Um in den Genuß der Frachtermäßigung zu gelangen, müssen die Frachtbriefe ausdrücklich den Vermerk tragen: „Zur Verwendung in landwirtschaftlichen Betrieben im Deutschen Reich".
Auf Grund der Streumittel-Knappheit hat die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft ebenfalls genehmigt, daß die am 25. 10. 1934 im Wege der Notstandsmaßnahme eingeführte Frachtermäßigung für Torfstreu, Torfmull und Streutorfsoden, die bis zum 16. 5. 1935 befristet war, ebenfalls bis zum 15. 7. 1935 verlängert wird. Auf Grund der Notstands- Maßnahme werden im Rückoergütungswege die Frachtsätze der Ausnahmetarife 20 B 2 um 15 v. H. und 20 B 3 und 24 B 3 um 30 v. H. gekürzt. Die Notstandsmaßnahme greift aber nur dann Platz, wenn das beförderte Torfstreu usw. ausschließlich nur als Streumittel in landwirtschaftlichen Betrieben im Deutschen Reich Verwendung findet. Als zu Streuzwecken verwendet gilt im Sinne der Tarifbestimmungen nur der Verbrauch von Torfstreu usw. zur Bereitung von Lagerstätten der Tiere. Als landwirtschaftliche Betriebe gelten Bauernhöfe, landwirtschaftliche Güter und Weidebetriebe (Tierzuchtbetriebe). Nicht dazu rechnen jedoch städtische Tierhaltungen wie Molkereien, Fuhrhattereien, Schlachthöfe usw.
Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft hat bei Gewährung der vom Reichsnährstand gestellten Anträge ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eine abermalige Verlängerung über den 15. 7. 1935 keinesfalls mehr gewährt werden kann.
*
♦ Dreifache Erhöhung der Erzförderung im Dillkreis. Nach dem Bericht der Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG. über das abgelaufene Geschäftsjahr ist auf dem Erzbergwerk Dillenburg die derzeitige Förderleistung der Grube Königszug im Dillkreis voll ausgenutzt. Im West- felbe wurde das Lager in guter Bauwürdigkeit aufgeschlossen. Durch ein langfristiges Abkommen mit den Buderusschen Eisenwerken und dem Hessen-Nassauischen Hüttenverein konnte der Absatz gesichert und durch wechselseitigen Austausch markscheidender Feldesteile für eine möglichst wirtschaftliche Ausnutzung der Grubenanlagen gesorgt werden. Auf der Grube Königszug wurden im Jahre 1934 94146 Tonnen Eisenerze gefördert gegenüber nur 32172 To. in 1933. Auch im neuen Betriebsjahre ist die Förderung gleich günstig, was auch auf die Privatgruben zutrifft.
*Hessen-Nassauische GasAG. Frankfurt a. M. - H ö ch st. Seit 1930 weist die Gas- abgabe der Gesellschaft erstmals wieder eine Zunahme auf. Gegenüber dem vorhergehenden Jahre ergab sich eine Steigerung in 1934 um 2,2 v. H. Im Berichtsjahre stiegen außerdem die Kohleverarbeitung und der verkaufsfähige Koksanfall. Der Teeranfall und die Benzolerzeugung wiesen einen leichten Rückgang auf, jedoch lag der erzielte Durchschnittserlös bei Benzol etwas höher als im Vorjahre. Nach Abschreibungen auf Anlagen von 0,25 (0,23) und anderen Abschreibungen von 37 281 (42 917) Mark ergibt sich einschließlich des Vertra
gen lagen je 0,13 v. H. niedriger. Ausländische Werte lagen ruhig.
In der zweiten Börsenstunde hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an und infolgedessen schwächten sich die Kurse weiter um etwa 0,50 bis 1 v. H. ab. Man verwies in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen Dr. Schachts in Danzig, in denen er darauf hinwies, daß nach der Periode der überstürzten Steigerungen am Aktienmarkt sich nunmehr wieder eine ruhigere und gesunde Kursentwicklung durchgesetzt habe, was ein Beweis dafür fei, daß Deutschland dank seiner Wirtschaftssouveränität völlig in der Lage sei, einer irregeleiteten Börsenspekulation des Publikums durch Zusammenarbeit von Aufsichts- und Selbstoerwaltungsorganen wirksam begegnen können. Am Kassamarkt blieben Bad. Ag. für Rheinschiffahrt weiter gesucht, Taxe 100 Geld (l. K. 76,50).
Auch an den Rentenmärkten blieb es allgemein still und die Kurse unverändert. Auch Pfandbriefe und Stadtanleihen wiesen nur geringfügige Veränderungen auf. Von Industrie-Obligationen gaben 5proz. Stahlverein 0,50 v. H. nach, während 1951er und 1947er bis 0,40 v. H. fester lagen. Von fremden Werten gaben Ungarn bis 0,25 v. H. nach, Bagdad-Bahn II waren stark angeboten, Taxe 11 (l. K. 14). Rumänen bröckelten bis 0,50 v. H. ab, Mexikaner lagen etwas uneinheitlich. Tagesgeld unverändert 2,5 v. H.
Abendbörse: Aktten wetter schwacher.
An der Abendbörse setzten sich die Abschwächungen am Aktienmarkt infolge von weiteren kleinen Verkäufen der Depositenkundschaft fort. Angesichts der starken Zurückhaltung ergaben sich gegen ben schon schwachen Berliner Schluß weitere Rückgänge von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Südd. Zucker waren darüber hinaus um 2,50 v. H. auf 186 gedrückt. Die ausgeglichene Außenhandelsbilanz, die günstige Entwicklung im Reichsbankausweis sowie die Einigung in London über ein Flottenabkommen hinterließen keinen stärkeren Eindruck. Später war die Haltung widerstandsfähiger, da seitens der Kulisse aus technischen Gründen einige Rückdeckungen vorgenommen wurden. Am Rentenmarkt blieben die Kurse bei allerdings sehr kleinem Geschäft gut behauptet. Ausländische Renten bröckelten eher noch leicht ab. Am Einheitsmarkt gingen Bankaktien
weiter zurück, so Commerzbank auf 90,75 (91,13), DD= und Dresdner Bank auf je 92,50 (93).
U. a. notierten: Altbesitz 113,40, 5 v. H. Stahlverein 97, 5,50 v. H. Rheinische Hypvtheken-Liqui- dation 101,25, 4 v. H. Ungarn Gold 11,65, 4,50 v. H. Goldrumänen 10, 4 v. H. Rumänen 6,13, 4 v. H. SSB 191, Reichsbank 178, Buderus 103, Harpener 110,50, Mannesmann 85,25, Rheinstahl 111, Stahl- verein 81,50, AKU. 65, AEG. 44,25, Bekula 138,50, Conti Gummi 154, Dt. Erdöl 110,50, Scheideanstatt 233, Dt. Linoleum 161, Licht und Kraft 128,50, IG. Farben 150,75, Gesfürel 126,50, Holzmann 90,50, Metallgesellschaft 106,25, Moenus 87,25, Rheag 132, RWE. 127, Schuckert 118,50, Siemens 174, Sudd. Zucker 186, Reichsbahn-DA. 120,75.
Jranffurter Obff- und ©emüfemarft
Frankfurt a. M., 18. Juni. Der Gemüse- markt wies allgemein sehr starke Zufuhren, insbesondere von Gurken, Karotten, Kohlrabi und Wirsing auf. Das Geschäft war im Vergleich mit der Vorwoche stockend. Für alte Kartoffeln sowie für Kopfsalat zogen die Preise etwas an, im übrigen waren sie für alle Gemüsearten rückläufig. U. a. notierten (die Preise verstehen sich im Verkauf an den Kleinhandel in RM. für 100 Pfd., 100 Stück ober 100 Bündel): Blumenkohl Stück (Treibhaus) 15 bis 45, Bohnen (Treibhaus) 40 bis 50, Erbsen 25 bis 30, 22 bis 25 ital., Salat-Gurken (Treibhaus) 15 bis 35, Karotten Bdl. 5 bis 7, gelbe Kartoffeln 4.00 bis 5.00, neue ital. runbe 11 bis 13, Kohlrabi 3 bis 7, Kopfsalat 4 bis 6, Pfifferlinge 40 bis 45, Rettich Stück 3 bis 12, Spargel Al 35 bis 36, A2 26 bis 28, B 22 bis 24, C 11 bis 12, Spinat 8 bis 9, Tomaten (Treibhaus) 60 bis 75, 60 holl., Weißkraut 14 bis 15, Wirsing 4 bis 6, Zwiebeln mit Schlotten 5 bis 7, 8 bis 11 ital., 11,5 bis 13 ägypt.
Am Ob st markt waren Erdbeeren stärker an- geboten, Nachfrage schleppend, Preise stark rückläufig. Kirschen sind im Verhältnis zur Nachfrage genügend angeboten, die Preise zogen an. U. a. notierten: Apfelsinen 28 bis 30 span., Aprikosen 33 bis 35 span., Bananen, Kiste 25 Pfd. 10 bis 12 Jam., Erdbeeren I 40 bis 48, II 30 bis 35, Kirschen 28 bis 42, ital. 36 bis 40, Pfirsiche 38 bis 50 span., Stachelbeeren grün 10 bis 15.
Der deutsche Außenhandel im Mai
Ausfuhr-tteberschuß von 4,4 Millionen Mark.
Fwd. Die Einfuhr betrug im Mai 332,6 Mill. RM. Sie ist gegenüber dem Vormonat (359 Mill. RM.) nicht unbeträchtlich zurückgegangen (— 7,5 v. H.). Ungefähr gleich stark hat sich der Bezug von Lebensrnitteln und Getränken, sowie von Fertigwaren vermindert. Die Einfuhr van Rohstoffen und halbfertigen Waren war gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Bei Lebensmitteln ist vor allem die Einfuhr von Südfrüchten gesunken. Bei den Fertigwaren beschränkte sich die Abnahme in der Hauptsache auf die Textilerzeugnisse. An der Abnahme der Einfuhr sind hauptsächlich die europäischen Länder beteiligt. Erhebliche Rückgänge ergaben sich vor allem beim Warenbezug aus Frankreich (Textilrohstoffe, Garne), Italien (Küchengewächse), Norwegen (Tran), Spanien (Südfrüchte), Großbritannien (Wasserfahrzeuge) und Sowjetrußland (Oelkuchen). Erhöht war demgegenüber im wesentlichen nur die Einfuhr aus Polen und Griechenland. Im Verkehr mit Ueberfee war in der Hauptsache nur der Warenbezug aus Brasilien (Baumwolle), Argentinien (Getreide, Leinsaat, Wolle) und den USA. (Obst, Baumwolle) niedriger als im Vormonat. Dagegen waren im Verkehr mit Britisch Südafrika (Wolle, Kupfer), Chile (Salpeter), China (Oelfrüchte, Delfaaten) und Aegypten (Zwiebeln, Baumwolle) beträchtliche Steigerungen zu verzeichnen.
Die Ausfuhr betrug im Mai 337 Mill. RM. gegenüber 340 Mill. RM. im April. Sie ist somit um rund 1 v. H. zurückgegangen. Die Abnahme ist jedoch preismäßig bedingt; die Ausfuhrmengen haben sich von April bis Mai leicht e r - höht. Abgenommen hat vor allem die Ausfuhr von Fertigwaren und Lebensmitteln. Dagegen hat sich die Ausfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren erhöht. Gestiegen ist die Ausfuhr nach der Mehrzahl der europäischen Länder, vor allem nach Belgien-Luxemburg, Dänemark, Frankreich, Bulgarien und der Schweiz. Dem standen Abnahmen gegenüber beim Absatz nach Großbritannien, Italien, Niederlande und Schweden. Die überseeischen Länder haben im Mai durchschnittlich weniger Waren als «im Vormonat abgenommen. Steigerungen des Warenabsatzes waren gegenüber den USA. und Argentinien zu verzeichnen.
Die Handelsbilanz, die im Vormonat mit 19 Mill. RM. passiv war, schloß im Mai mit
einem Ausfuhrüberschuß von 4,4 Mill. RM. ab.
Unlauterer Wettbewerb durch Chiffre-Anzeigen.
LPD. Frankfurt a. M., 18. Juni. Nach einer Mitteilung der „Rhein-Mainischen Wirtschaftszeitung" hat das Einigungsamt für Wettbewerbs st reitigkeiten beim Rhein-" Mai Nischen Industrie- und Handelstag, Sitz Frankfurt a. M., festgestellt, daß ein Kaufmann sich des unlauteren Wettbewerbs schuldig gemacht hat, weil er in Tageszeitungen die von ihm vertriebenen Nähmaschinen unter Ehiffre - Anze i g e angekündigt und dadurch den Anschein erweckt hat, als ob es sich um ein Angebot von privater Seite handelte.
Aus der Begründung des Urteils fei folgendes hervorgehoben: Nach heutiger Verkehrsanfchauung ist es als unlauter anzufehen, wenn ein Kaufmann die von ihm im regelmäßigen Geschäftsverkehr vertriebenen Waren nicht unter feinem Namen, feiner Firma oder feiner Gefchäftsbezeichnung, sondern unter einer Chiffre ankündigt. Von einem Kaufmann muß man erwarten, daß er für die von ihm angebotenen Waren, die Gegenstand seines regelmäßigen Geschäftsbetriebes find, mit feinem Namen ober feiner Firma einsteht. Die Ankündigung solcher Waren durch Gewerbetreibende unter Zeichen, Decknamen ober einer anberen Form der Verschleierung ist mit der Forderung nach Wahrheit und Klarheit in der Werbung nicht zu vereinbaren unb würbe, wenn sie für zulässig erklärt würbe, bem Schleichhandel unb anberp unlauteren Handlungen Vorschub leisten.
Briefkasten der Redaktton.
V. in G. Lehrlinge sind grundsätzlich kranken- kassen- und arbeitslosen-versicherungspflichtig. Die Versicherungspflicht kann jedoch abgelöst werden, wenn zwischen Meister unb Lehrling ein schriftlicher Lehrvertrag für eine Dauer von minbeftens zwei Jahren abgeschlosen ist. Die Beitragsbefreiung erfolgt aber nur, wenn ein ausbrücklich hierzu gestellter Antrag vorliegt. Die Beitragsentrichtungspflicht fetzt ohne weiteres ein Jahr vor Beenbi- gung ber Lehrzeit ein. Für biefes letzte Lehrjahr haben Meister und Lehrling bie Beitragslasten zu gleichen Teilen zu tragen. Die Beitragshöhe richtet sich nach ber Höhe ber Entgelte.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Divibende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt <lUL
Berlin
Schluß« kurs
Schluß». Abend« börse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
17.6
18.6.
17-6.
18-6.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,13
100,13
100,13
97,75
100,13
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,45
97,75
6¥i% Doung-Anleihe von 1930 ..
—
—
102,65
——
Deutsche Anl..Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
113,65
113,4
113,65
113,3
4x/i% Deutsche Reichspostschatzan-
Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. BolUstaat 1929
100,2
100
100,13
100,13
(rückzahlb. 102%) ............
98,5
98,5
——
98,75
4¥i% ehem. Hessische LandeSbank
Darmstadt Gold R. 12........
96,5
96,5
96,5
5%% ehem. Hess. LandeS-Hypo-
thekenbank Darmstadt Lioüi ...
100,5
100,5
—
—
*Y1% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandeSb.Goldschuldverschr. R.6
92,25
92,25
—
——
Oberhcssen Provinz-Anleihe mtt
Auslos.-Rechten .............
127
127
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
115,4
115,4
115,75
116,13
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96
96
——
t>¥i% ehem. 4/t% Franks. Hhp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
6Vi% ehem. 4%% Rheinische
100,8
100,65
—
—
Hhp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.....
101,13
101,25
101,25
101,25
4y,% ehem. 8% Pr. LandeSpsand-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
96,75
96,75
96,75
96,75
4%% ebcm. 7% Pr. Landespfand.
briefanst., Gold Komm. C61.V1
96,75
96,75
96,75
96,75
Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-39
106,4
106,4
106,4
106,4
4% Oesterrelchtsche Goldrente....
34,25
33,5
35
33,5
4,20% Oesterretchische Silberrente
—
1,9
1,95
1,9
4% Ungarische Goldrente.......
11,75
11,65
11,8
11,7
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
11,6
11,5
—
11,5
4y,% desgl. von 1913..........
11,9
13,5
11,65
11,9
11,6
13,1
5% abgest. Goldmexikaner von 99
13,13
13,5
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie l.....................
w*
*«•
13,25
Frankfurt o. 1R.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abend« börse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
17-6.
18.6.
17.6.
18-6.
4% desgl. Serie 11.............
—
—
—
13
6% Rumqn. vereinh. Rente v. 1903
8,7
8,4
8,75
8,4
4y,%Rumän.vereinh.Rentev.i913
—
10
10,9
10,5
4% Rumänische vereinh. Rente ..
6,5
6,13
6,5
6,25
2y*% Anatolier ...............
40,75
39,75
40
39,9
Hamburg-Arnerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz- und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ................12
32,75
33,25
32,75
32,65
——
—
26,25
26
34,75
34,9
34,75
34,65
90,25
89,5
89,9
89,25
120,5
120,25
120
120
91,75
90,75
91,75
91
94
92,5
94
93
94
92,5
94
93
180
178
179,75
178,75
A.E.G......................0
Bekula.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6%
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert LCo...............4
Siemens L Halske............ 7
Lohmener LCo.............. 7
Buderus ............ o
Deutsche Erdöl ..............4
Gelsenkirchen«..............0
Harpener .................. 0
Hoesch Eisen—Köln-Neueffen .. 0
Alse Bergbau........ 6
Alse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke .............8%
Mannesmann-Röhren........0
46
44,25
46,13
44,75
139
138,5
139,25
138,75
116,25
113,5
116
114
130,65
128,5
130,5
128,9
101,25
100
101,25
100
127,75
126,5
128
127,4
130,5
132
130,65
—
128,25
127
128,25
127,25
120
118,5
120
119
178
174
177,25
175
129
128,5
128,25
128,75
104,5
103
104,4
102,75
111,4
110^5
111
110
112,5
110,5
112,5
111,25
——
—
106,13
104,9
——
156
159
—
131
130
130,5
129
100
98
100,13
98
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85,25
86,5
85,25
Frankfurt a. M.
Berlin
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Schlußk. Abend« börse
Schluß« kurs
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Datum
17-6
18.6
17 6-
18.6.
Mansfelder Bergbau.......
.. 8
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117,25
118,25
117,5
Kokswerke................
.. 5
-
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126,25
125
Phönix Bergbau...........
.. 0
—
—
—
—
Rheinische Braunkohlen ....
12
230
230
230
230
Rheinstahl ................
8 Vr
113,75
111
113,5
111,65
Vereinigte Stahlwerke......
.. 0
84,25
81,5
84,25
81,9
Otavt Minen .............
.. 0
17,5
16,65
17,4
16,75
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
122,75
121
122,5
121
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
120,5
120
121
120,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
1V1
175
176
175,5
176,5
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
152,9
150,75
153,25
151,13
Scheideanstatt.............
.. 9
235
233
—
—-
Goldschmidt ..............
.. 0
104,75
103,25
104,5
102,75
Rütgerswerke.............
.. 4
125
124,75
125,13
124
Metallgesellschaft...........
.. 4
108
106,25
108
107
Philipp Holz mann.........
.. 0
91,5
90,5
92,5
90,65
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
.. 5
.. 4
118
135
118
135,25
-
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
112,5
111,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
66,65
65
67
65,5
Bemberg.................
.. 0
126,13
124,5
126
124,25
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
119,5
118,5
119
117,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
87,25
87
87,5
86,5
Dessauer Gas .............
.. 7
—
—
136 9
136,5
Daimler Motoren..........
.. c
93,5
92,4
93
92
Deutsche Linoleum.........
.. e
163,5
161
162,65
161,5
Orenstein L Koppel........
.. o
—
—
88,13
87,75
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
39,4
38,5
39,65
38,5
297,5
Chade ....................
.. 0
296,5
296,75
297,5
Aecumulaioren-Fabrü......
12
175,25
175
175,5
175
Conti-Gumm,.............
.. 8
155,5
154
155,5
155
Gritzner..................
.. 0
40
40
40
40
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
90,75
89,5
Süddeutscher Zucker.......
.. •
1 187
186
188,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL
17-Iunt
18.3unl
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld |
Brief
Geld
I Brief
Buenos ölire.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ....
41,98
42,06
41,98
42,06
Rio de Jan.
0,149
0,151
0,149
0,151
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
' Kopenhagen
54,54
54,64
54,49
54,59
Danzig ....
46,76
46,86
46,78
46,88
London....
12,2-15
12,245
12.205
12,235
Helstngfors.
Paris .....
5,345
16,355
5,355
16,390
5,38
16,365
5,39
16,405
Holland ...
168,05
168,39
168,18
168,52
Italien....
20,42
20,46
20,42
20,46
Japan .....
0,717
0,719
0,717
0,719
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo.....
61,39
61,5
61,34
61,46
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ...
11,085
11,105
11,065
11,085
Stockholm..
62,99
63,11
62,93
63,05
«chweiz ...
80,92
81,08
81,00
81,16
Spanien...
33,91
33,97
33,89
33,95
Prag......
10,335
10,355
10,345
10,365
Budapest ..
—
—
—
—
Reuyork ...
2,479
2,483
2,478
2,482
Sanknoten.
Berlin, 18-Iuni
Geld
Bries
Amerikanische Noteo.......
2,43
2,45
Belgische Noten...........
41,82
41,98
Dänische Noten ..........
54,28
54,50
Englische Noten ..........
12,17
12,21
16,31
16,37
167,76
168,44
19,86
19,94
Norwegische Noten .......
61,13
61,37
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling
——
——
Rumänische Noten........
—
——
Schwedische Noten........
62,71
62,97
Schweizer Noten..........
80,77
81,09
Spanische Noten..........
33,42
33,56
Ungarische Äot« ................
•—


