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Preußen

kung Bänke aufgestellt, die den Wanderer zur Rast einladen. Dieses vorbildliche Verhalten von Dirigent und Sängern verdient alle Anerkennung und Nachahmung.

* Maulbach, 17. April. In unserem Orte ereignete sich heute ein eigenartiger Unfall. Das dreijährige Söhnchen des Arbeiters Walter von her, das auf dem Friedhof spielte, wurde von einem plötzlich umstürzenden G r a b ° stein getroffen und erlitt einen schweren Oberschenkelbruch des linken Beines. Das bedauernswerte Kind mußte sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

Der Mainzer Sprengstoff-Prozeß

Hohe Zuchthausstrafen beantragt.

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LPD. Mainz, 17. April. Heute vormittag erteilte der Vorsitzende im Mainzer Sprengstoff­prozeß nach Eröffnung der Sitzung dem Vertreter der Reich sanwaltschaft das Wort zu seiner Anklagerede. In dreistündigen Ausführungen wür­digte der Anklagevertreter das Ergebnis der fünf­tägigen Hauptverhandlung und stellte einleitend fest,

der jetzige Prozeß gegen die 24 Mainzer und Finthener Kommunisten habe mit aller Deut­lichkeit bewiesen, daß auch in Mainz der be­waffnete Aufstand durch die KPD. und ihre Hilfsorganisationen vorbereitet worden sei.

Sodann umriß der Reichsanwalt die Rolle der ein­zelnen Angeklagten. Der 30jährige Bernhard W e r z und der 34jährige Peter B i n n e f e l d aus Finthen haben sich am Gonsenheimer Sprengstosf- diebstahl im April 1931 beteiligt, bet dem etwa 6 Pfund Sprengstoff und Sprengkapseln, sowie Zünd- schnür entwendet wurden. Der Strafantrag lau­tete gegen sie auf je 3 Jahre Zuchthaus, 3 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiauf- ^er 32jährige Karl Silz aus Finthen hat das Material aus dem Gonsenheimer Diebstahl erhal­ten, das später von Binnefeld an die Mainzer Kommunisten weitergegeben wurde. Silz ist weiter beteiligt an dem in der Nacht zum 1. März 1933 im Budenheimer Steinbruch durchgeführten großen Sprengstoffdiebstahl. Mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit dieses nach der nationalen Er­hebung durchgeführten Unternehmens, bei dem gefährlichstes Sprengmaterial zentnerweise ge­stohlen wurde, erachtete der Anklagevertreter bei Silz eine besonders empfindliche Strafe für erfor­derlich. Sie wurde auf 10 Jahre Zuchthaus, 8 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiauf­sicht bemessen.

Der 26jährige Andreas Seibert hat den Sprengstoff für die Mainzer Kommunisten aus Finthen abgeholt und an Barth weitergegeben. Gegen den mehrfach vorbestraften Seibert, der zu­dem als gemeingefährlicher Kommunist gilt, lautete

CREME

In Do «en und Tuben von RM 0.15 bU 1.

Zuchthausstrafen für Falschmünzer.

Lpd. Frankfurt a. M., 16. April. Ende Fe­bruar wurde in der Albusgasse eine Falsch- münzerwerstätte aufgeoeckt, in ber 6ln = mark- und Fünfzigpfennig stücke ange­fertigt worden waren. Die Sache kam durch die Aufmerksamkeit eines Kellners heraus, dem in einem Lokal auf der Kaiserstraße mehrere Gäste aufgefallen waren, die mit Falschgeld bezahlten. Der Kellner benachrichtigte die Kriminalpolizei. Als diese erschien, war einer der Verdächtigen schon aus­gerückt, und es gelang nur, zwei Leute festzunehmen. Der Dritte im Bunde wurde aber doch alsbald festgenommen. Die Falschmünzer hatten sich jetzt vor der Großen Strafkammer zu verantworten. Der Hauptbelastete war der 1898 in Hanau gebo­rene Hermann Seikel, der schon zweimal wegen Münzverbrechens bestraft ist und im Sommer v. I. aus der Strafanstalt entlassen wurde. Die Tätigkeit der Angeklagten erstreckte sich nur auf wenige Tage,

Nur 2067 Studierende im Marburger Gommersemester.

LPD. Marburg, 17. April. Die Einschreibun­gen der Studierenden an der Philipps-Uni­versität zum Sommersemester 1935 gingen gestern abend zu Ende. Insgesamt werden in die­sem Semester nur 2067 Studierende, dar­unter 378 Frauen, verzeichnet. Im Sommer 1934 waren es noch 2761, im Sommer 1933 3811, Som­mer 1932 4051, Sommer 1931 4356, Sommer 1930 4228 und Sommer 1929 4087 Studierende. Auf die einzelnen Studienfächer verteilen sich die Stu­dierenden des Sommersemesters 1935 wie folgt: Theologie 282 Männer, 10 Frauen; Rechts- und Staatswissenschaft 268 Männer, 13 Frauen; Medi­zin 694 Männer, 109 Frauen, Philosophie 445 Männer, 246 Frauen.

Festnahme eines Opferstockdiebes.

LPD. Frankfurt a. M., 16. April. Am 12. April wurde durch die Kriminalpolizei ein feit Monaten gesuchter Opferstockdieb fest- oenommen und dem Richter voryeführt. Es handelt sich um den 23jährigen H. Elsässer aus Bergen. Seit Beginn dieses Jahres wurden fast wöchentlich die katholischen Kirchen in Frankfurt a. M., Hanau und Offenbach von diesem Schädling heimgesucht. Dem Festaenommenen konnten bisher neun Kirchendieb st ähle nachaewiesen wer­den. Es besteht jedoch der dringende Verdacht, daß das Konto dieses Einbrechers erheblich größer ist und daß er mit einem Komplicen zusammen­gearbeitet hat, der wahrscheinlich die Diebstähle weiter fortsetzt. Die Einbrüche wurden insbesondere in den Vormittagsstunden ausgeführt. Die Kirchen­besucher und Kirchenbedienstete werden gebeten, auf verdächtige Personen zu achten, damit auch dem zweiten Täter das Handwerk gelegt werden kann.

Landkreis Gießen.

§ Mainzlar, 17. April. Am vorigen Sonn­tag wurden in der Kirche zu Kirchberg aus unse­rem Orte 18 Konfirmanden eingesegnet, und zwar 11 Knaben und 7 Mädchen. Die Samm­lung der Inneren Mission erbrachte in un­serer Gemeinde den stattlichen Betrag von 53,40 Mark.

t Treis a. d. Lda., 17. April. Am Sonntag Palmarum wurden in der hiesigen Kirche 24 Kinder konfirmiert, und zwar 15 Knaben und 9 Mädchen. Beim Einzug in die Kirche, wobei der Kirchenvorstand, wie immer, vorausschritt, wurden die Konfirmanden vom Posaunenchor mit einem Choral begrüßt. Vor und nach der Einsegnung san­gen sie:Wenn ich ihn nur habe" undBei dir Jesu will ich bleiben." Am Nachmittag begaben sie sich nach alter Sitte unter Führung des Pfarrers auf den Friedhof, um hier nach einer kurzen Ge­dächtnisfeier mit Gebet und dem Gesang ihrer bei­den Konfirmationslieder an den Gräbern ihrer ver­storbenen Altersgenossen je einen Kranz niederzu­legen.

* Lumda, 17. April. Der elfjährige Sohn des hiesigen Bergmannes Schäfer erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen komplizierten Ellenbogenbruch und mußte zur Behandlung in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

* Ettingshausen, 17. April. Am Sonntag wurden in unserer Kirche 12 Konfirmanden, und zwar 9 Knaben und 3 Mädchen, von unserem Ortsgeistlichen Pfarrer Nies, eingesegnet. Bei der Eiersammlung für die NSV. wurden hier 330 Eier gespendet. Am Sonntagabend fand hier im Saale von Karl Stein eine Filmvor­führung statt, bei der der FilmWilhelm Tell" gezeigt wurde. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Abend wurde mit Sieg-Heil auf den Führer geschlossen.

# Großen-Linden, 17. April. Am Palm­sonntag fand die Vorstellung und Prüfung der diesjährigen Konfirmanden statt. Es waren 70 an der Zahl, 45 Knaben und 25 Mädchen, gegen' 64 Kinder im Vorjahre und im nächsten Jahre 39 Knaben und Mädchen. In den nächsten Jahren wird fa-um die Hälfte der diesjährigen Zahl aus der Schule entlassen; dies ist auf die Kriegsjahre zurückzuführen. In diesem Jahr sind es 5 0 Schul­rekruten.

(D Grüningen, 17. April. Bei der Konfir­mation in unserer Gemeinde wurden am vorigen Sonntag von Pfarrer R e u s ch (Leihgestern) zehn Knaben und fünf Mädchen eingesegnet. Die feier­liche Handlung wurde durch zwei Chorgesänge der Schulkinder verschönt. Die Sammlung für die Innere Mission, die von Mitgliedern des Kirchenvorstandes durchgeführt wurde, erbrachte 50,05 Mark. Das Ergebnis der Sammlung über­

stieg den Ertrag des Vorjahres.

<XD Eberstadt, 17. April. Die diesjährigen Konfirmanden, 10 Knaben und 4 Mädchen, wurden am vorigen Sonntag in der Kirche vorge­stellt. Die Konfirmation findet am Sonntag nach Ostern statt. In die Schule ausgenommen wur­den 15 Kinder, und zwar 9 Knaben und 6 Mäd­chen. Die Eiersammlung für die NSV. erbrachte in unserem Orte 423 Eier. Bei der Haussammlung für die Innere Mission wur­den hier 47 Mark gespendet.

= Lich, 17.April. Am Sonntagabend veranstaltete der Organist an der Marienstift'skirche eine musi­kalische Abendfeier. Es wirkten die Chor­schule, der Kirchenchor, sowie als Solisten Lehrer H i n k e l - Nieder-Bessingen (Violine) und Lehrer Stein (Orgel) mit. Die Feier wurde mit einem Orgelpräludium von Johann Sebastian Bach eröff­net. Die Chorschule sang mit prachtvoll geschulten StimmenKommt ihr Seelen nehmt zu Herzen, nun ist es alles wohlgemacht" undDer am Kreuz ist meine Liebe" z. T. in eigener Vertonung unseres Organisten. Der Kirchenchor sangJesu, deine Pas­sion will ich jetzt bedenken" (Satz von A. Mendels­sohn). Lehrer Hinkel spielte unter Orgelbegleitung mit bekannter MeisterschaftAdagio" von Händel, Adagio" von Corelli undReligiöser Gesang . Lehrer Stein bot drei Vorspiele zuO Haupt voll Blut und Wunden" von Strungk, Wolfram und Johann Sebastian Bach und führte die Ge­meinde, die nach diesen Vorspielen jedesmal einige Verse dieses Liedes sang, in die verschiedenartige Auffassung dieses Chorals durch unsere großen mu­sikalischen Meister ein. Voller Andacht lauschte die leider nur kleine, aber um so dankbarere Gemeinde den schönen Darbietungen. Der Ertrag des Abends war für die Chorschule bestimmt. ,

)( Lich, 17. April. Nachdem die diesjährigen Konfirmanden am Sonntag Judika im Nachmit­tagsgottesdienst der Gemeinde vorgestellt und ge­prüft worden waren, fand die feierliche Konfir- m a t i o n am Palmsonntag in der schon geschmück­ten und vollbesetzten Kirche statt. Unter Vorantritt des Pfarrers und unter den Klängen der Orgel zog die stattliche Schar (27 Knaben und 26 Mäd­chen darunter 5 Mädchen aus dem Erzichungs- heim in Arnsburg) in das Gotteshaus ein Dechant Kahn richtete im Anschluß an das Wort Kolosser Kap 2 Vers 6 bis 7 herzliche Worte der Ermah­nung an Eltern und Konfirmanden und nahm dann die Einsegnung vor. Eine zum Besten ber inneren Mission erhobene Kollekte ergab>44 Mark. Die Vor­stellung der Konfirmanden Nieder-Besstngens findet am 2" Osterfeiertag, die Konfirmation am Sonn- ia9 nach Ostern statt. Hier werden 3 Buben und 1 April. Der hiesige WSh-

riqe Bergmann Heinrich Metzger erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte m ärztliche Behandlung gebracht werden

Kreis Büdingen.

./. Unter-Schmitten, 17. April. Unsere Gemeinde führt zur Zeit gr ö h er e N o tst and s - arbeiten durch, die eine große Zahl meist aus­wärtiger Arbeitskräfte beschäftigen. Auf demflinken Niddaufer wird eine Straße aus gebar, die vom Dorfe aus durch die Gemarkung nach der

der Antrag auf 3 Jahre Zuchthaus, 3 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht.

Der 27jährige Andreas K a st e l l o, der, abgese­hen von dem Besuch in Finthen, seine Wohnung zur Erteilung von Waffenunterricht zur Verfügung gestellt hat, erschien weiter dadurch schwer belastet, daß in seiner Wohnung ein kleines Waffenlager mit einer Bombe gesunden wurde. Er soll fünf Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust erhalten und gleichfalls unter Polizeiaufsicht gestellt werden.

Der Reichsanwalt ging sodann auf die Herstel­lung der vier Sprengkörper und fünf Bomben in der Wohnung des 31jährigen August Barth in Mainz ein. Dieser Angeklagte hat sich weiter strafbar gemacht durch seine Betätigung für den verbotenen RFB. und die Aufbewahrung und Wei­tergabe von Waffen und Munition. Auch bei Barth ging der Antrag auf die zulässige Höchst­strafe von 10 Jahren Zuchthaus, 8 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht.

Die beiden Haupträdelsführer des illegalen Mainzer RFB., der 41jährige Josef Pfeiffer und der 36jährige Eduard Gasser sollen j e 8 Jahre Zuchthaus, 6 Jahre Ehrverlust erhal­ten und unter Polizeiaufsicht gestellt werden.

Bei fünf weiteren Angeklagten, die sich gleichfalls mit der Aufbewahrung bzw. Weitergabe von Sprengstoffen befaßt haben, wurden Zuchthaus- strafen von 3 bzw. 2 Jahren für ausreichend erachtet. Bei allen übrigen Angeklagten, die sich in der Hauptsache nur innerhalb des verbotenen RFB., oder seiner getarnten Nachfolgeorganisation, des Roten Massenselbstschutzes, betätigt und am Waffenunterricht teilgenommen haben, wurden die Anträge zwischen 3 Jahren und 8 Mo­naten Gefängnis abgestuft. Die Unter- suchungshaft soll in allen Fällen, und zwar bis zur Dauer von 1 Jahr 7 Monaten, auf die Strafen angerechnet werden.

Am Nachmittag begannen die Verteidiger mit ihren Schlußvorträgen.

und das deutsche Vaterland geschlossen.

ch Groß-Eichen, 17. April. Nachdem mit dem 31. März das Winterhilfswerk zum Abschluß gekommen ist, ist ein Rückblick auf die Lei st ungen sehr interessant. Unsere Orts­gruppe (Sellnrod, Groß-Eichen, Solms-Ilsdorf) mit einer Einwohnerzahl von 1473 Seelen hat allein an Bargeld rund 675 RM. aufgebracht. Das ist für unsere verhältnismäßig wenig bemittelte Bevölkerung eine ganz schöne Summe. Jedoch, muß auch gesagt werden, daß eine ganze Anzahl Volksgenossen nicht ihren Verhältnissen entsprechend gespendet haben. An Lebensmittelspen­den verdient besonders hervorgehoben zu werden: 224 Kilogramm Brot, 259 Zentner Roggen (= 54,68 Zentner Roggenmehl), 502 Eier, 263/< Kilogramm Speck und Wurstwaren, 25 Weih­nachtspakete und 15V2 Kilogramm Weihnachtsgebäck. Dazu kommen noch eine ganze Anzahl Pfund­spenden. Die Sammlungen wurden, besonders in Groß-Eichen, von allen Organisationen und Ver­einen der Reihe nach durchgeführt. Allen Helfern am großen Werk des Führers und allen Spen­dern fei herzlichst Dank gesagt. Die Zahl der ge­legentlichen Helfer betrug in manchem Monat 30 bis 35. In unserer Ortsgruppe wurden etwa 67 Hilfsbedürftige zusätzlich durch das Winterhilfs­werk betreut. Nun wartet eine neue Aufgabe auf Erfüllung und die heißt:Erholungs­werk des deutschen Volkes." Bedürftige Kinder und bedürftige Erwachsene sollen in Landpflege st ellen untergebracht werden. Daneben sind für SA.- und SS.-Männer und sonstige Angehörige der Wehrverbände Erholungs­plätze bereitzustellen. Es ergeht daher an alle Volksgenossen, die dazu in der Lage sind, die drin­gende'Bitte, solche Pflege st ellen zur Ver­fügung zu stellen und so Nationalso­zialismus der Tat zu beweisen. In die­sen Tagen verläßt Lehrer Bell unsere Gemeinde, um eine Lehrerstelle in Ober-Mockstadt zu über­nehmen. _ , .

Eichelsdorf, 18. April. Wahrend der Wintermonate und in den Wochen des Vorfrühlings hat der Tod unter den hiesigen Gemeindegliedern reiche Ernte gehalten. Besonders unter den alten Leuten hat er stark aufgeräumt, so daß die vordem ungewöhnlich hohe Zahl von Gememde- gliedern über 70 Jahre jetzt sehr zusammengeschmol- 3cn ist. Am vergangenen Sonntag wurden 31 Schulentlassene des Kirchspiele (16 aus Eichelsdorf, 15 aus Ober-Schmitten) in der hiesigen Kirche konfirmiert. Zwei Drittel der Konfir­manden waren Knaben, ein Drittel Mädchen.

Kreis Alsfeld.

D Alsfeld, 17. April. Die hiesige Hutfabrik Rockel konnte jetzt auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Aus kleinen Anfängen heraus hat sich das Unternehmen zu einer statt­lichen Fabrikanlage entwickelt. Gerade tn der letz­ten Zeit hat die Hutfabrik Rockel umfangreiche Er­weiterungsbauten vorgenommen und dadurch eine wesentliche Vergrößerung des Betriebs durchgefuhrt. Die Alsfelder Hutfabrik Rockel ist heute zu einem wesentlichen wirtschaftlichen Faktor für die Stadt Alsfeld geworden; sie beschäftigt gegenwärtig 200 Arbeiter und Angestellte. Anläßlich eines am Ju­biläumstage veranstalteten Betriebsappells uber-

sog. Reichelshäuser Höhe führt. Nach Fertigstellung dieser Straße wird die Bewirtschaftung des an­liegenden Ackeraeländes stark erleichtert fein. Auch die zur Chaussierung gebrauchten Steine werden von den Notstandsarbeitern selbst gebrochen.

* Mittelgründau, 17. April. Dieser Tage wurde auf dem Boden des elterlichen Hauses der 32jährige unverheiratete Knicket erschossen aufgefunden. Nach dem Ergebnis der Ermitte­lungen liegt Freitod vor. Knicke! hatte schon des öfteren Selbstmordabsichten geäußert, die jedoch nicht ernst genommen wurden.

Kreis Schotten.

0 Laubach, 17. April. Am vergangenen Sonntag fand zum ersten Male an Palmarum die Konfirmation statt. In die stimmungsvoll und festlich geschmückte Kirche zog unter Vorantritt des Geistlichen und des Kirchenvorstandes die Kon­firmandenschar ein. 35 Kinder, 19 Knaben und 15 Mädchen, wurden eingesegnet. Die Feier des Hei­ligen Abendmahls war sehr stark besucht. Die­ser Tage beging die hiesige Evangelische Kind er sch ule ihre Oster- und Jahresschluß­feier. Alle Kinder, dazu ihre Eltern, hatten sich eingefunden. Unter Lied, Gesang, Gedichten und Geschichte verlief die Feier recht stimmungsvoll. Der Ortsgeistliche richtete besonders an die Eltern der Kinder, die jetzt in die Schule kommen, einige dankende und mahnende Worte. Für die Kinder war der Höhepunkt der Osterhase, der durch den Garten gesprungen war und seine Eier versteckt hatte. Der Volkstag der Inneren Mission brachte in Laubach einen anerkennenswerten Er­folg. Mit großem Eifer hatten sich die Sammler in den Dienst der guten Sache gestssllt. An Ab­zeichen wurden 500 Stück abgesetzt. Das Gesamt­ergebnis beträgt 364,59 Mark.

Laubach, 17. April. Bei der durch die Hitler-Jugend vorgenommenen Ostersammlung wurden 1120 Eier gespendet. Am Montagabend brachte die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" im Rahmen ihrer Veranstaltungen einen sehr inter­essanten Lichtbildervortrag, der von Kapi­tän Lauterbach (Rostock), einem Offizier des weltberühmten deutschen KreuzersEmoen", ge­halten wurde. Der Redner verstand es, die Helden­taten der ruhmreichenEmden" in den ostasiatischen Gewässern und im Indischen Ozean spannend zu childern, sowie seine weiteren Erlebnisse in der Ge° angenschaft und auf der Flucht über Amerika nach einem Vaterlande eingehend wiederzugeben. Zum Schlüsse sprach er noch über feine spätere Tätigkeit als Kommandant derMöve^ und als Führer er­folgreicher deutscher U-Bootsfallen in der Ostsee. Der Vortrag, von zahlreichen Lichtbildern verschönt, wurde mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer

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Weltanschauung, , man sich als na« n vorstelle uni) I iziatist sein, W leben, in jedem man am besten chön und groß sei fein, die man als buttern der W für die kommende ung. ssor Denzer an I ü-Wesiel'Lied und Führer. Worte I an die Lagers tandekommen , 5 habe bei allen \ bert*; in M en: Einer für alle, md!

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in denen etwa 90 Falschstücke angefertigt wurden. Das Gericht verurteilte Seikel zu vier Jahren Zuchthaus, den 34jährigen Anton Kill zu drei Jahren Zuchthaus, beide auch zu je fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizei- auf icht, und den 24jährigen Heinrich Hauck aus Metz zu zwei Jahren Gefängnis.

Kreis Wetzlar.

(D Wetzlar, 17. April. In einer der letzten Nächte ist unter Leitung des Stadtbaurates das Hauser Tor an der Eisernen Brücke durch Sprengungen beseitigt worden. Mag einer­seits durch diese Maßnahme das romantische Bild eines Teiles von Alt-Wetzlar viel an Schönheit verloren haben, so bildete anderseits das enge Tor ein immer größeres Hindernis für den Fährver­kehr, besonders für den Omnibus- und Lastkraft­wagenverkehr. Damit ist das letzte der vier ehema­ligen Stadttore, Langgässer, Neustädter, Silhöfer, und Hauser Tor, die den Zugang aus den vier Vorstädten gleichen Namens vermittelten, ver­schwunden.

* Rodheim a. d. Bieber, 17.April. Seine Meisterprüfung bestand bei dem Winter-Se­mester in der Fachschule zu Gießen der Schuhmacher Heinrich Schneider. Lehrmeister war Karl Schmidt II. zu Rodheim.

Z Dornholzhausen, 16.April. Der Haus­haltsplan unserer Gemeinde für das Rech­nungsjahr 1935 schließt im ordentlichen Plan in Einnahme und Ausgabe mit 35 850 Mk., im außer­ordentlichen Plan in Einnahme und Ausgabe mit 16 500 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeinde­steuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögen­steuer I = 305 v. H., Grundvermögensteuer II = 305 v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage = 350 v. H., Bürgersteuer - 100 v. H. Die Wohlfahrtslasten sind von 5300 Mark auf 4000 Mark zurückgegangen. Unter der GruppeFeuerlöschwesen" konnten die Mittel für die Uniformierung der neugegründeten Freiwilligen Feuerwehr vorgesehen werden, zu denen die Nassauische Brandversicherungsanstalt in Wiesbaden eine Beihilfe von 350 Mark bewilligt hat. Die Einnahmen aus Jagdpacht stiegen infolge Neuverpachtung der Jagdnutzung von 500 auf 620 Mark. Der Gesamtfehlbetrag aus dem Vorjahre ist auf 2000 Mark geschätzt und in den Haushaltsplan eingestellt; trotzdem konnte der Plan ohne Er­höhung der Steuersätze ausgeglichen werden. Für Arbeitsbefchafungszwecke sind 16 500 Mark vor­gesehen, die restlos zur Ausführung von Meliora­tionsarbeiten auf einer Fläche von rund 37 Hektar Verwendung finden sollen. Zur Finanzierung die­ser Arbeit hat die Deutsche Rentenbank-Kredit- Anstalt der Gemeinde ein Darlehen von 8700 Mark [ zur Verfügung gestellt. Der Restbetrag von 7800 . Mark wird durch die aus der wertschaffenden Ar- : beitslosensürsorge zu erwartende Grundförderung , aufgebracht.

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urkunde.

<£ Nieder-Ohmen, 17. April. Am vergan­genen Sonntag fand hier unter starker Beteiligung der Gemeinde durch den Ortsbeistlichen, Pfarrer Elt, die Einsegnung der diesjährigen Konfir­manden (18 Knaben und 16 Mädchen) statt.

£ Kestrich, 17. April. Auf Veranlassung des Dirigenten des hiesigen Gesangvereins, der auf ein Entgelt für seine Bemühungen verzichtete, wurden von je zwei Mitgliedern an schönen Aussichtspunkten in ber Gemar-