Ausgabe 
17.7.1935
 
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ein leises Heimwehgefühl einstellen will. Durch all ( das werden die Kinder auch s e l b st ä n d i g e r, be-

Obecheffen

(Kirfte wurde in bewch

Lager

Fremde zu kommen,

15. Juli. Gestern,

in den

Todes sein muhten.

Aus den preußischen Nachbargebieten

nnere Verletzun

fügen und schicken lernt, sich beim Bettenmachen, Tornisterpacken, Deckenrollen u. ä. hilft, wie ältere die jüngeren auch erziehlich beeinflussen, sie zur Reinlichkeit und tausend Kleinigkeiten anhalten, sie auch einmal trösten, wenn sich bei der Abendandacht

sonders die etwas verwöhnten, und es bildet sich etwas wie eine Volksgemeinschaft im kleinen. Die Helle, freudige Begeisterung der Kinder wird auch die Eltern, die anfangs dem Unternehmen zweifelnd gegenüberstanden, von der Richtigkeit und dem Er­folg desselben überzeugen.

Tödlicher Gtun vom Heuwagen.

Laubach, 16. Juli. Gestern ereignete sich auf fr erTannenwiese" ein tödlicher Unglücksfall. Der Landwirt Georg Bernhard Jochem stürzte, als er mit dem Ausladen von Heu beschäftigt war, von dem

Aus aller Wett.

Pferdefuhrwerk vom Zuge erfühl.

Auf einer Eisenbahnstrecke in der Nähe von Mai« land wurde ein Pferdefuhrwerk von einem Zuge erfaßt. Don der vierküpfigen Familie, die auf dem Wagen saß, wurden drei Per­sonen getötet, während ein zweijähriges Kind vollkommen unverletzt blieb.

3m letzten Augenblick gerettet.

In der Nähe von Krakau durchbrach ein Auto« mobil eine Eisenbahnschranke und wurde von einem vorüberfahrenden Güterzug völlig zertrüm­mert. Die beiden Insassen, zwei Studenten, konnten sich im letzten - Augenblick noch durch Ab­springen retten.

fes Girkhausen in voller Fahrt einen Baum. Hier­bei erlitten zwei auf der linken Seite des Wagens sitzende Mitfahrer schwere Kopfverletzungen. Wäh­rend der 20 Jahre alte Willi Daub aus Siegen seinen Verletzungen alsbald nach dem Unfall erlag, verstarb der 24 Jahre alte Hellmut Klappert aus Lindenberg bei Siegen kurz nach der Ein­lieferung ins Siegener Krankenhaus. Die übrigen Mitfahrer sowie der Wagenführer sind mit dem Schrecken davongekommen.

LlnterwesterwaldkrelS.

Westerburg, 15. Juli. (LPD.) Im Stein­bruchbetrieb der Westerburger Basaltwerke hatte sich der 41 Jahre alte Arbeiter Christian Kaiser an- geseilt und war an der Wand mit dem Loshrechen von Basalt beschäftigt. Plötzlich lösten sich über ihm große Steinmassen, die ihn mit in die Tiefe rissen. Kaiser erlitt schwere innere unb äußereVer­letz u n g e n, die den sofortigen Tod herbeiführten.

Kreis Schotten.

- L a u b a ch , 15. Juli. Gestern nachmittag ver­anstaltete die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" Ortsgruppe Laubach, auf dem nahegelegenen Rams- berg ein Waldfest. Unter Vorantritt der Kapelle des Laübacher Musikvereins marschierten die Jugend un­serer Stadt sowie die Parteigliederungen und Volksgenossen nach dem herrlich gelegenen Festplatz, wo im Schatten der Bäume ein reichhaltiges Pro­gramm geboten wurde. Nach dem Eröffnungsmarsch hielt im Auftrage der hiesigen Ortsgruppe der DAF. Pg.Henze die Begrüßungsansprache. Gesangliche Darbietungen der vereinigten Männergesangvereine ,.Eintracht-Harmonie", Volkstänze des BdM. und Konzertstücke der fleißigen Musikkapelle wechselten miteinander ab. Anschließend sprach Kreiswart Pg.

Rheinhessen.

LPD. Mainz, 16.Juli. Wegen gemeinsamen Straßenraubes wurden von der Großen Straf­kammer der 21jährige Ernst Rudolf Hofmann und der 23jährige Heinrich Spangenmacher zu je zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Beide hatten in der Nacht vom Fastnachtsmontag einen alten Mann aus Wiesbaden, der in einer Wirtschaft zechte, in eine Nebenstraße gelockt und überfallen. Spangenmacher hielt ihm beide Hände auf den Rücken, während ihm der andere den Geld­beutel abnahm.

reichlich wenig Gelegenheit hat, einmal wirken sich solche

& Lauterbach, späten Rachmittagsstunden, erlitt der Arbeitsdienst­mann Funk aus dem Lager Angersbach, als er im Städtischen Freischwimmbad vom hohen Sprung­brett ins Wasser sprang, einen Herzschlag. Obwohl gleich hilfsbereite Kameraden den Verunglückten bergen konnten und auch sofort ärztliche Hllfe zur Stelle war, konnte der junge Mann, der nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, nicht mehr am Leben erhalten werden. Der Unfall ist um so tra­gischer und schmerzlicher, weil die gerade zu Besuch weilende Mutter und auch der Bruder, der eben­falls im Lager Angersbach ist, Zeugen des raschen

vereinsfest des Gustav-Adolf-Vereins in unserer Gemeinde stattfinden. Zu diesem Tag werden auch von auswärts zahlreiche Gäste erwartet. Die Heuernle ist völlig eingebracht und gut ausgefallen.

ch Windhausen, 15. Juli. Braungebrannt und reich an Erlebnissen kehrten gestern unsere Jungen aus dem Lager des Jungvolks von Nieber- Moos nach Hause. Gerade für die Landjugend, die in bie

LandschulaufenchaliderDolksschuleSroßen-Linden

110 Volfsschuikinder erleben den Hohen Vogelsberg.

Ehrenkommanbant Heinrich Seitz (Birklar) ist bereits seit 1885 Mitglieb ber Freiwilligen Feuer­wehr Birklar, von 1890 bis 1912 1. Führer, von 1912 bis 1923 2. Führer unb seit 1923 Ehrenführer ber Birklarer Feuerwehr. Er besitzt gleichfalls bas Verbandsehrenzeichen für 15jährige Dienstzeit unb die staatlichen Ehrenzeichen für 25 Jahre und 40 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

Zungvolkpinipfe loschen einen Wardbrand.

Lauterbach, 16.Juli. (LPD.) Am Sonntag entstand in der Nähe der Nieder-Mooser Teiche, wo zur Zeit ein Zeltlager des Jungvolks durch­geführt wird, einWaldbrand. Als die Jung­volkpimpfe die dicken Rauchwolken aufsteigen sahen, eilten sie sofort mit Eimern und Kannen bewaff­net zu dem Brandherd und nahmen tatkräf­tig die Bekämpfung des rasch um sich greifenden Feuers auf. Inzwischen war auch schon die Feuerwehr von Nieder-Moos alar­miert worden. Mit vereinten Kräften ging es dem Feuer zu Leibe. Es ist nicht zuletzt dem beherzten und besonnenen Eingreifen der Jungvolkjungen zu verdanken, daß ber Branb nicht unabsehbaren Schaben anrichten konnte.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 16. Juli. Unter Verdacht auf erlittene innere Verletzungen mußte ber hiesige, etwa 37 Jahre alte Kraftfahrer Lubwig Jung nach Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden.

§ Alten-Buseck, 16.Juli. Die beiden Ober- klassen unserer hiesigen Volksschule machten dieser Tage einen zweitägigen Aus­flug in den Taunus, der von herrlichem Wetter begünstigt mar. Als Wanderziel des ersten Tages war der Feldberg vorgesehen. Dort wurde in der Jugendherberge übernachtet. Am zweiten Tage wurde das alte Römerkastell, bie Saalburg, eingehenb besichtigt unb bie Sehenswürbigkeiten aus ber Römerzeit in anschaulicher Weise ben Kin­dern erläutert. Hierauf fuhr man nach Bad Hom­burg. Nach ber Besichtigung ber Sehenswürdigkeiten dieser Stadt wurde von' hier aus die Heimfahrt angetreten. Der Ausflug wird den Kindern stets ein unvergeßliches Erlebnis bleiben. Am Montag fand die Musterung der militärpflichtigen jungen Männer unserer Gemeinde statt. Frühmorgens verließen sie auf zwei mit Tannengrün und den Fahnen des Dritten Reiches geschmückten Wagen das Dorf unb fuhren unter Musik unb Gesang nach ber Kreisstabt. Ihren körperlichen Anlagen ent- sprechenb würben sie ben verschiebensten Waffen­gattungen zugeteilt. Am Nachmittag kehrten sie in bester Stimmung zurück, von ber ganzen Einwohner­schaft unb vor allem von ber Dorfjugenb freubigft begrüßt. Am Abenb fanb sich unsere Jugenb zu einem fröhlichen Tanz zusammen.

* Treis a. b. Lu mba, 16. Juli. In ber ver­gangenen Nacht hat hier ber etwa 30jährige Ar­beiter G. Sch. seinem Leben burch Erhängen ein Enbe gemacht. Die Gründe für die Tat konnten noch nicfit f-stgest-llt werden.

-y- Watzenborn-Steinberg, 16. Jun. Einem hiesigen Einwohner wurde dieser Tage auf seinem Baumstück großer Schaden angerichtet. Sie­ben junge Bäumchen wurden ihm von ruchloser Hand mit einem scharfen Messer so stark beschädigt, daß mit ihrem Eingang gerechnet werden muß.

Muschenheim, 16. Juli. Der 74 Jahre alte Landwirt Heinrich Heckmann II. von hier erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Bruch des linken Oberschenkels. Der Verunglückte mußte nach Gießen gebracht werden

+ Aus ber mittleren Wetterau, 16. Juli Die Frühkartoffelernte hat in ber vorigen Woche begonnen. Die einzelnen Busche haben guten Behang bei mittelgroßen Knollen. Besonders gut haben bie vorgekeimten Sorten angesetzt, vor allem Hollänbische unb Deutsche Erstlinge. Recht be friebi- qenbe Erträge erbringen auch Radaz Fruhgold, DSG. Flava unb Golsragis. Von ber bereits geschnittenen Wintergerste liegen die ersten Drusch- I ergebniffe vor. Die Sorte Friedrichswerther Berg

Schneidmüller (Schotten) über bie Aufgaben ber NS-GemeinschaftKraft burch Freube", wobei er insbesondere auf bie burch sie gepflegte Volks­gemeinschaft hinwies. Der zweite Teil ber Festfolge zeigte Äinberbeluftigungen wie Wett- unb Sack­laufen, Wurstschnappen unb anbere bie Jugend er­freuende Spiele. Flotter Tanz bei den Klängen ber bewährten Musik beschloß bas harmonisch verlau­fene Volksfest. Gestern fanb hier im Realschul- gebäube bie Musterung ber Jahrgänge 1914 unb 1915 folgenber zum Kreise Schotten gehörigen Gemeinben statt: Altenhain, Gonterskirchen, Groß- Eichen, Freienseen, Lardenbach, Klein - Eichen mit Solms-Ilsdorf, Ruppertsburg, Wetterfeld, Wohn­feld unb Laubach mit Walbgemarkung. Schon am frühen Morgen entwickelte sich in ben Straßen unseres Stäbtchens lebhafter Verkehr unb frohes ßeben, als bie Rekruten auf ben mit frischem Grün unb ben Farben bes Dritten Reiches geschmückten Wagen anfuhren. Balb sah man auch schon ausge» musterte Rekruten, Brust unb Hüte mit Bänbern unb Sträußen geschmückt, frohe Lieber singend, durch die Straßen marschieren. Am Nachmittag traten bie auswärtigen Rekruten bei frohem Sang bie Heim­fahrt auf ihren Leiterwagen an, währenb bie hiesi­gen unb bie Rekruten von Wetterfelb im Gasthaus zur Traube einen gemütlichen Ball veranstalteten.

+ Ruppertsburg, 15. Juli. Dieser Tage fanb hier ein ® emarfungsrunbgang statt, an bem trotz glühenber Sonnenhitze 25 ßanbroirte teilnahmen unb bamit bas Interests befunbeten, bas sie allen Fragen ber praktischen Landwirtschaft ent» gegenbringen. Leiter war Assessor Dr. Dietz von ber bäuerlichen Werkschule Grimberg. Bei ber Wan» berung, bie burch alle brei Felber führte, bot sich viel Gelegenheit zu Belehrungen über Dinge aus ben verschiebensten Gebieten ber landwirtschaftlichen Praxis. Auf einem Versuchsselb bes Konrad Högy lernte man fünf verschiedene, ziemlich winterfeste Weizensorten kennen. Verschiebene Pflanzenkrank- heiten, Unkräuter unb Jnsektenschäblinge würben festgestellt unb Anleitung zu ihrer Bekämpfung ge­geben. Manche Unkräuter wiesen auf Kalkarmut hin. Dr. Dietz sprach sich in klarer Weise über bie richtige Kalkung aus. Auf mehreren Grundstücken, befonbers im Kartoffelfeld, zeigten sich Schäden, die dadurch entstanden waren, baß man nicht rechtzeitig Saatgutwechsel vorgenommen hatte. Auf bem letzten Teil ber Wanberung besichtigte man bie Felber bet Saatbaustelle bes Pächters Müller, Henriettenhosi

Kreis Alsfeld.

ch Groß-Felba, 15.Juli. Die hiesige Frei­willige Feuerwehr hielt am Sonntagabend eine Hebung ab. Unter dem Kommando von Poli- zeidiener Scharmann wurden bie verschiebensten Hebungen ausgefuhrt. Die Hebung zeigte, wie ver­traut unsere Feuerwehr mit ihren Geräten ist, so- baß sie im Ernstfall allen Anforberungen gewachsen ist. Am kommenden Sonntag soll bas Zweig­

erbrachte auf dem Normalmorgen 12 bis 15 Zent­ner Körner, vereinzelt auch noch barüber. Der Bauersmann ist mit biefem Ertrag sehr zufrieden. Sehr begehrt ist auch bas Stroh, da dieses in man­chen landwirtschaftlichen Betrieben zum Einstreuen recht knapp geworden ist. Infolge ber trockenheißen Witterung wächst ber zweite Kleeschnitt nur lang­sam nach. Auch bas Erbsenmischfutter stockt im Wachstum. Ein durchweichender Regen ist sehr er- wünscht und könnte die Futterverhättnisse rasch bessern. In den Gärten stehen bie Kulturen gut, wenngleich sich auch hier die Trockenheit unange­nehm bemerkbar macht. Die ersten Gurken und Bohnen werden geerntet. Am Kohl tritt auch in diesem Jahre wieder bie Kohlkropfkrcmkheit auf. Auffallend viele Kohlweißlinge umflattern das Kraut.

Kreis Büdingen.

liebMube bin ich" unb bem Nachtgebet. Die Ver­pflegung war in ber Weife geregelt, baß mor­gens Kaffee ober Haferbrei unb abenbs Hülsen­früchte mit Dörrfleisch gekocht würben, währenb mittags bie Kinber auf ihrer Wanberung nach vor­heriger Vereinbarung in verschobenen Ortschaften zum Essen einquartiert würben.

Alles in allem: ein erster Versuch für unsere Schule, der aber als völlig geglückt angesehen werben bars. Die Schüler haben sich einen be­trächtlichen Teil bes Vogelsbergs erwandert unb babei ihr erdkundliches, geschichtliches, Volkswirt- schaftliches und volkskundliches Wissen bereichert.

Diese so stark in ber Wirklichkeit ver­ankerten Erkenntniss e finb natürlich un­gleich wertvoller unb fester haften!) als bie im Schulsaal erworbenen.

Gleichzeitig ist ber Blick für bie Schön­heiten ber Lanbschaft geschärft worben, mit geübten Augen werben sie später einmal frembe ©egenben unb Menschenschläge viel einbringlicher betrachten. Nebenher lief, ba Wanbern ben Kör­per wohl am allseitigsten in Anspruch nimmt, eine starke lustbetonte Kräftigung bes Körpers unb ber Gesunbheit.

Was aber gar nicht hoch genug veranschlagt wer­ben kann, ist bie Wirkung eines achttägigen Zu­sammenlebens. Da werben an sonst vielleicht wenig geschätzten Äameraben plötzlich sehr wertvolle Eigen­schaften entdeckt: da kann einer, ben man sonst kaum beachtete, ja Brot schneiben ober einen Knopf annähen. Es war eine Lust zu sehen, wie sich hier von selbst Kamerabschaft bildet, wie geschickte Pakete verteilt werben, wie man sich ineinander

segensreich aus.

Kreis Lauterbach.

zochbelabenen Wagen, wobei er sich schwere gen zuzog. Der Verun- lßtlosem Zustanbe in bas

Das neue Lützellindener Dad.

* Lützellinben, 16.Juli. Zwischen Lützel- linben und Allendorf a. d. Lahn liegt bas liebliche Linbbachtälchen, eingebettet zwischen grünen Obst- Hainen und fruchtbaren Feldern. Wer die umsäu­menden, zum Kleebachtal sanft auslaufenben Erb- wellen überschreitet, dem blitzt aus ber Ferne ber Wasserspiegel bes Lützellinbener Schwimmbabes entgegen. Ein hübsches Fleckchen Erbe, bas ohne zu stören bie Lanbschaft bereichert. Seit Februar bieses Jahres war in bem stillen Tal Hnruhe unb Lärm ber Arbeit eingekehrt, bis bas Wert vollenbet war, unb heute suchen schon Hunberte Erquickung burch ein erfrischenbes Bab. Die feierliche Eröffnung findet am Sonntag, bem 21. Juli, statt.

Kreis Wetzlar

< Rodheim a. b. Bieber, 16. Juli. In diesen Tagen ist in unserer Gegend mit ber Roggen- ernte begonnen worben. Nunmehr bürfen wohl bie vielfachen Befürchtungen, als stände uns infolge ber Dürre eine minbeftens mäßige Ernte bevor, als überholt gelten, benn nach ben ersten Proben zeigte es sich, baß sowohl bie Halme kräftig entwickelt sind, als auch die Kornerbildung nichts zu wünschen übrig läßt. So bars man wohl mit einer guten Mittel- emte rechnen. Auch bie Sommerfrucht entwickelt sich trotz ber anhaltenben Dürre verhältnismäßig gut, doch wäre für bie Hackfrüchte ein ergiebiger Regen sehr erwünscht. Besonbers bie Kartoffeln, bie soeben in ber Blüte stehen, brauchen Regen. Immerhin finb allgemein bie Ernteaussichten zusriebenstellenb.

* Dutenhofen, 16. Juli. Eine schwere S ch u l t e r v e r l e tz u n g zog sich ber hiesige Berg­mann August G ü m p e l bei seiner Arbeit zu. Er mußte zur ärztlichen Behanblung nach Gießen ge­bracht werben.

* Ober-Diefenbach, 16. Juli. Durch eine Verkettung unglücklicher Umftänbe kam bie Ehefrau des hiesigen Landwirts Reichwein schwer zu Schaden. Im Kraftwagen hatte sie ihren erkrank­ten Mann in die Klinik nach Gießen gebracht. Auf ber Rückfahrt streckte sie, anscheinend, um die Fahrtrichtung anzugeben, an einer unübersichtlichen Kurve ben Arm aus bem Wagen, geriet babei aber gegen ein Hindernis unb brach ben rechten Oberarm. Die bebauernsroerte Verunglückte mußte baraufhin ebenfalls in die Klinik gebracht werben.

Kreis Biedenkopf.

Biedenkopf, 15. Juli. (LPD.) Ein mit sechs Schülern ber Verwaltungsbeamtenschule in Siegen besetzter Kraftwagen streifte in ber Nähe des Dor»

□aubatfjer Krankenhaus eingeliefert, wo er kurze Zeit barauf verstarb.

vrleihung von hessischen Ieuerwehr- G renkreuzen für 4Sjährige Dienstzeit in Lich.

Lich, 15. Juli. Die Freiwillige Feuerwehr L ch hielt am vergangenen Samstagabend in ber T)stwirtschaft Heinrich Schmidt X. eine Vorstands- |ijung ab, zu der außer den Vorstandsmitgliedern mnb verschiedenen Kameraden der hiesigen Frei­willigen Feuerwehr der Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gießen), Kreisverbandsoorsitzender Wenzel (Gießen), Oberbrandmeister Münch Meßen), Ehrenkommandant der Wehr Lich, Phi- |rpp Christian Albohn, der Vorstand der Frei­willigen Feuerwehr Birklar, Bürgermeister Geil «Lich), Beigeordneter Wahl (Lich) u. a. erschienen waren. Der 1. Wehrführer, Oberbrandmeister Chri­stian Zimmer, eröffnete bie Sitzung, begrüßte i ie Anwesenben unb erteilte im Anschluß hieran !*em Kreisfeuerwehrinspektor bas Wort. Kreisfeuer- 1 wehrinspektor Bouffier gib mit berebten Wor- i=n seiner Freube barüber Ausbruck, baß an biesem ~age zwei Altoeteranen ber freiwilligen Feuer- I wehrsache, unb zwar ber Ehrenkommanbant ber Freiwilligen Feuerwehr Lich, Kamerab Philipp □jriftian Albohn, unb ber Ehrenkommandant her Birklarer Wehr, Kamerad Heinrich Seitz, nit dem Hessischen Feuerwehr - Ehrenkreuz aus» pezeichnet werden könnten. Das Feuerwehr-Ehren­kreuz wird vom Landesverband Hessischer Frei­williger Feuerwehren an Mitglieder der Frei­willigen Feuerwehren bes genannten Lanbesver- hanbes verliehen, bie eine 45jährige ununterbrochene vorwurfsfreie aktive Dienstzeit haben unb bie schon im Besitz ber staatlichen Ehrenzeichen für 25- unb 40jährige Dienstzeit finb ober minbeftens 35 Jahre irnunterbrochen im Feuerwehrbienst stehen, während tiefer Zeit 15 Jahre Kommandant oder 15 Jahre 5reisfeuerwehrinsvektor oder 15 Jahre Mitglied des Londes-, Provinzial- ober Kreisausschusses gewesen fitnb. Nach ber Ansprache bes Kreisfeuerwehrinspek- t)*rs nahm Kreisverbanbsvorsitzenber Wenzel Ließen) bie Auszeichnung ber beiben Altoeteranen tDr unb beglückwünschte bie Ausgezeichneten im Hamen bes Kreisverbanbes. Ebenso richteten an l e beiden Veteranen Glückwünsche zu dieser Aus- z ichnung ber Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier, t e Karneraben Karl Schrnibt im Namen ber Wehr Lich unb Wilhelm Wolf im Namen der 5 irtlarer Wehr, wobei sie zugleich mahnende und üjf bie treue, vordilbliche Pflichterfüllung ber Aus- o^zeichneten hinweisenbe Worte an die jüngeren Jiameraben richteten unb zur Nacheiferung auf» riefen. Nach längeren Ausführungen des Kreis- uerwehrinspektors, nach einer Ansprache bes Bürgermeisters Geil unb weiterer reger Aus­sprache über verschiebene praktische Neuerungen im ssieuerlösch- unb Bekämpfungswesen schloß ber erste LSehrführer, Kamerab Christian Zimmer, ben o siziellen Teil bes Abenbs, bem noch einige Sdunben frohen kamerabschaftlichen Beisammenseins tilgten.

Ehrenkommanbant Philipp Christian Aldo h n i|: seit 1892, also seit 43 Jahren, aktiv im freiwil­ligen Feuerwehrbienst tätig. Bereits im Jahre 1B10 wurde er mit dem Posten bes 1. Kommanban- hti betraut, ben er ununterbrochen 25 Jahre inne hatte. Sein vorbilbliches Hanbeln im Dienste ber Mgemeinheit ist anerkannt, er besitzt bas Der» banbsabzeichen für 15jährige Dienstzeit unb die sinatlichen Ehrenzeichen für 25= unb 40iahnge rienstzeit. Zu Anfang dieses Jahres erfolgte bie Ernennung zum Ehrenführer ber Freiwilligen Wehr L ch.

§ N ib b a, 16. Juli. Die hiesige Bürgermeisterei macht bekannt, baß gelegenllich eines Gemarkungs- rundganges festgeftellt wurde, baß von zahlreichen Baumbesitzern die durch das Kreisamt Büdingen angeorbneten Maßnahmen zur Bekämpfung ber Blutlaus kaum beachtet worben finb. Es werben, wenn nicht spätestens bis zum 20. b. M. bie Bekämpfung burchgeführt ist, bie erforberlichen Maßnahmen auf Kosten ber Baumbesitzer vor­genommen; außerbem wirb Strafanzeige gegen bie Säumigen gestellt. Gestern konnte unser Mit­bürger, Rentner Louis Geiß, sein 80. Lebens­jahr in selten körperlicher unb geistiger Rüstigkeit vollenben. Durch seinen ehemaligen Beruf als Metzger unb Gastwirt, aber insbesonbere burch seine natürliche Veranlagung zur Wiebergabe von originellen Schnurren unb Witzen, vielfach von ihm selbst ersonnen, ist er weit unb breit über bie Grenzen ber engeren Heimat bekannt unb in an­genehmer Erinnerung. Bei ben vom VHC. unter­nommenen Wanberungen, bie er mit seltenen Aus­nahmen mitmocht, kann er ohne Hebertreibung als nachahmenswertes Vorbilb bezüglich Ausbauer bei Märschen bienen. Zahlreiche Gratulanten von nah unb fern unb aus allen Schichten ber Bevölkerung erwiesen ihm herzliche Aufmerksamkeit.

J) Nidbü, 16. Juli. Am Samstag unb Sonn­tag fand ber sportliche Wettkampf ber Arbeitsbien st abteilung Nidda statt. Die äußerst zahlreich erschienenen Volksgenossen mußten bewundern, daß man trotz ernster Tagesarbeit auf wirtschaftlichem Gebiete auch noch durch unermüd­lichen Fleiß unb Hnverdrossenhett staunenswerte Leistungen auf dem Gebiete der einfachsten gym­nastischen Hebungen bis zu ben Kunstgriffen im Verteivigunas- unb Abwehrkampf (Jiu-Jiffu-Grif- fen) aufweisen kann. Bei strahlendem Sonnenschein wurde von ben mettergebräunten und sehnigen Mannschaften u. a. ausgeführt: Weit- unb Drei­sprung, 100-Meter-Laus, Kugelstoßen, Kugelgym- m-sttk, Kleinkaliberschießen, 50-Meter-Schwimmen, Freiübungen, Runbgewichtsübunaen, schottische Baumstammgymnasttk, Hanb-, Faust- unb Fußball. Zum Schlüsse fanb ber 15-Kilometer-Mannschafts- Gepäckmarsch statt, ber von ber Siegermannschaft in 1 Stunbe 45 Minuten ausgeführt würbe. Em geselliger Abend unter Vorführung noch verschiede­ner gymnastischen Hebungen unb anschließender Preisverteilung schloß das anregend verlaufene Sportfest ab. Die Kapelle bes Arbeitsdienstlagers Schlüchtern umrahmte das Ganze mit guter Musik.

*Großen°Linden,16. Juli. Angeregt durch ! eine ministerielle Verfügung verbrachten die oberen Klassen ber Großen-Linbener Volksschule bie ver- eangene Woche in einem Lanbschulheim, eine erziehliche Einrichtung, bie bisher falt aus­schließlich von höheren Schulen benutzt würbe, unb zwar imD a t e r - B e n b e r - H e i rn" auf ber Herchenhainer Höhe. Obwohl noch am Sonntag zunebrnenbe Nieberfchlagsneigung prophe­zeit war, herrschte bie ganze Woche strahlenb schö­nes Wetter. Arn Montag in aller Frühe fuhren 110 Kinber mit ihren Lehrern unter Leitung bes Rektors Siegf rieb über Gießen nach Lauter- b a ch. Dort würben bie Kunsttöpferei Bauer, eine Papier- unb Blechwarenfabrik, sowie eine Weberei besucht und die malerische Stadt besichtigt. Dann führte ber Marsch über den Hainig, wo ben Schü- Bern von fachmännischer Seite bie altgermanische Kultstätte gezeigt würbe, nach Frisch dorn. Die Einwohner nahmen bie Kinber mit rührenber Gast- freunblicfjfeit auf unb gaben ihnen warmes Mit­tagessen. Neugestärkt setzten sie ihren Marsch fort bis Herbstein. Vor hier würbe bis Hart - wannshain bie Bahn benutzt unb um 20 Hhr war bas Ziel, bie Jugendherberge, erreicht. Diese bot mit ihren sechs Schlafräumen, dem pracht­vollen Tagesraum und den gut eingerichteten Ne- öenräumen eine vorbildliche Untertunft.

Die folgenden Tage begannen nun regelmäßig mit Morgenfeier unb Frühsport. Den Hauptteil bes Tages nahm eine Wanberung ein, z. B. nach II- veshausen ins Schwarzbachtal, ein anbermäl auf Öen Taufstein unb Hoherobskopf, ans Hochmoor, an löie Mooser Teiche usw. Nach ber Rückkehr ins Heim war Gelegenheit zu grünblicher Reinigung, Fuß­pflege unb Ruhe gegeben. Don 17 bis 18 Hhr war Klassengemeinschafts stunde, in ber bie Klassen bas Geschaute und Erlebte an Hand von Notizen vertieften, von 18 bis 19 Hhr sammelten fich alle Klassen, die vorher an irgend einem lau* chigen Plätzchen gelagert hatten, zur Sch ul ge­rn e i n s ch a f t auf der großen Spielwiese am Ab­gang ber Höhe. Diese Stunben werben ben Kinbern unvergeßlich bleiben, wie sie ins Gras hingestreckt aber auf moosigen Steinen sitzenb, mit bem Blick nuf bie herrlichen Täler unb Höhen ihre Lieber er­schallen ließen. Beschlossen wirb ber Tageslauf nach öem Abenbessen mit einer Anbacht, bem Abenb-