Ausgabe 
17.7.1935
 
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Die Fahnenweihe durch Berührung der Stander mit der Standarte. (Presse-Jllustratiotten Hoffmann-M.)

rtnnprnfenen Teilnehmers zurückmeldet, abwesenden Teilnehmers in Verbindung treten

^iefe6 automatische Bestätigung, mit der richtigen kann. Der weitere technische Ablauf des. Fernschrel- si^tuna verbunden zu fein, ist notwendig, da der bens ist dann der eines üblichen Maschinenschrei» Fernschreiber auch jederzeit mit dem Apparat eines bens, wobei der Empfänger den Text auf einer

Oie Reichemotorsportschule des NSKK in Döberih emgeweiht

Aerztliche Studienreise nach Amerika

Son unserem an der Fahrt teilnehmenden Berichterstatter Dr. Kurt Jinkenrath.

Der Führer und Reichskanzler hat das nach­stehende Telegramm an den Betriebsführer der Adolf-von-Hanfemann"-Grube in Dortmund-Men­gede gerichtet:Tieferschüttert durch die Nachricht von dem furchtbaren Explosionsunglück auf der Zeche »Adolf von Hansemann' bitte ich Sie, den Hinterbliebenen der Todesopfer meine aufrichtige Teilnahme und den Verletzten meine herzlichen Wünsche für baldige Wiedergenesung zu über­mitteln. Zur Linderung der Not der betroffenen Opfer überweise ich einen Betrag von 30 000 Mark.

Adolf Hitler."

Aus Anlaß des Unglücks haben die Sozialver­sicherungsträger sofort Hilfsmaßnahmen ein» geleitet. Die verletzten 29 Bergleute sind in das Vertrauenskrankenhaus der Knappschafts-Berufs­genossenschaft, dasBrüder-Krankenhaus" in Dort­mund, ausgenommen worden. Die Sektion H öcr Knappschafts-Berufsgenossenschaft hat bereits Vor­schüsse auf die Hinterbliebenenrenten und die Sterbegelder ausgezahlt. Auch die Feststellung der Renten wird beschleunigt durchgeführt.

DieStiftung für Opfer der Arbeit hat zum Besten der Hinterbliebenen der Opfer des Berg­werkunglücks und zum Besten der dabei Verletzten einen Betrag von 10000 Mark zur Verfügung gestellt.

Das erste deutsche Fernschreibnetz mit selbsttätiger Fernwahl.

In aller Stille vollzog die Deutsche Reichspost am vergangenen Sonntag die Inbetriebnahme des deutschen Fernschreibnetzes mit selbsttätiger Fernwahl. Die technische Be­deutung dieser Leistung wurde jetzt einem Kreis von Pressevertretern im Berliner Fernamt veranschau­licht und durch Postrat Dipl.-Ingenieur Grüne­st u t erläutert. - _

DasFernschreiben" ist eine Ergänzung des Fern­sprechens. Es wird ebenfalls über Drahtleitungen geführt, die eine Art Schreibmaschine, sog- Fern­schreiber, miteinander verbinden. Man wählt, ge­nau wie am Fernsprecher, den gewünschten Tett- nehmer, und zwar auch im Fernverkehr, und druckt dann eineWer da?"-Taste, die selbständig den

sich die Teilnehmer der ärztlichen Studienreise kurz vor ihrer Einschiffung im Reichshof, um die Grüße des Reichsärzteführers Dr. Wagner entgegen­zunehmen, die Dr. Blome in feiner Stellvertre­tung überbrachte. Die Partei und der Reichsärzte­führer sandten in Dr. Braun eck, dem Gauamts­leiter des Unterweser-Kreises und Bremens, einen ständigen Beauftragten mit nach Amerika. Der Reichsärzteführer ließ ferner durch die ärztliche Studiengesellfchaft eine Einladung an die amerikanischen Aerzte zum Besuche Deutschlands ergehen. So dient diese Reise auch einer völkerverbindenden Aufgabe.

Bisher stand die Reise unter einem guten Stern. In ruhiger Sicherheit bei herrlichstem Sonnen­schein wurde der Kanal durchfahren. Das schöne Wetter erlaubte einen weiten Blick in die Um­gebung der Hafenstädte, Southampton, Cherbourg und Cobh (Irland), wo wir auf Reede lagen. In Southampton umkreisten uns zahlreiche flinke englische Flugzeuge, die freundlich winkend ihre Kunststücke zeigten. In Cherbourg fielen die vielen neuen Flughallen neben dem Wrack der völlig ausgebrannten Atlantik auf. Die Möwen verließen uns. Das schöne Wetter blieb nicht au dem Ozean, aber da die Windstärke 7 niemals überschritten wurde, litt die erwartungsvolle Hoch­stimmung nicht, zumal die deutsche pharmazeutische Industrie dafür gesorgt hatte, daß dank ihrer Mit­tel die Seekrankheit außerordentlich gering verbreitet war. Außerdem verwöhnte die musterhafte Leitung des deutschen Schiffes ihre Reisenden in einer Weise, die besonders die Arztfrauen dankbar empfanden. Es gibt we­nige Berufe, in denen die Frau so mit an der Ar­beit des Mannes teilnehmen muß, wie den Be­ruf des Arztes. Kranke sind Tyrannen, sie diktie­ren dem Arzt, sie bestimmen den Rhythmus des Arzthaushaltes. Aber auf dem Schiff gab es feine Sorgen um Kochen und Haushalt. Von morgens 6is abends bedienten die Stewards bei den pünktlich innegehaltenen Mahlzeiten. So war die Meerfahrt die wertvollste Vorbereitung auf eine keineswegs strapazenlose Studienreise. Die Aerzte aber kamen geradewegs von ihrer Arbett aus Stadt und Land, Norden und Süden, Osten und Westen Deutschlands und den Wohnbezirken des deutschen Volkes jenseits der Reichsgrenzen. N e u - yorkwarerreicht. Am Pier standen die Ver­treter Amerikas, die deutschen Aerzte zu begrüßen.

Papierwalze klar ausgeschrieben erhält und in der Lage ist, sich sofort zurückzuäuhern.

Die G e b ü h r e n für Fernschreiben werden nicht, wie bei der Telegraphie, nach der Wortzahl, son­dern, wie im Fernsprechverkehr, nach Zeit und Ent­fernung berechnet. Auf einer Fernschreibleitung sind im günstigen Fall sogar 18 Verbindun­gen zur gleichen Zeit möglich. Durch diese besondere Ausnutzung der Leitung konnte der Tarif für Fernschreiben auch besonders günstig gestaltet werden.

Der Fernschreiber bedeutet eine entscheidende Entwicklungsstufe im Verkehrswesen. Bisher wurde er bereits mit großem Erfolg in Hamburg von dreißig Teilnehmern und in Berlin von fünfzig Teilnehmern benutzt. Auf Grund dieser guten Erfahrungen wurden nun am vergangenen Sonntag Fernschreibknotenämter in Berlin, Ham­burg und Dortmund in Betrieb genommen. Es fol­gen in nächster Zeit die Derteilämter Düsseldorf, Köln, Essen, Bremen und Magdeburg. Damit ist bann ein deutsches Fernschreibnetz bei selbständiger Fernwahl geschaffen.

Die verhältnismäßig kostspielige Anschaffung eines Fernschreibapparates, der etwa 3000 Mark kostet, läßt allerdings vorläufig eine Benutzung durch die Allgemeinheit nicht zu. Nur große Unternehmen und Nachrichtenstellen gehören zu den bisherigen Teilnehmern des Fernschreiboerkehrs. Vielleicht wird der Fernschreiber in vielen Jahren auch diese Grenze sprengen und in den Dienst aller Fernsprechteil­nehmer gestellt werden können. Deutsche Ingenieure und die Deutsche Reichspost haben jedenfalls durch ihre bisherige Entwickelung des Fernschreibens bewiesen daß sie diesem neuzeitlichen Verkehrsmittel größte Bedeutung zuerkennen.

Riefenfeuer in einem pefroleumtager in Bafel.

In Basel brach in einem Petroleumlager ein

bildung zu geben. Unsere Iungmannen sollen erzogen werden im Rahmen der Jugendertüchtigung, damit sie, wenn die Zeit chrer Wehrpflicht aekom- men ist, dereinst in der großen Waffen- schule der Nation körperlich und technisch wohlvorbereitet ihren Mann stellen können.

Durch Berühren der Stander mit der Ehren- standarte vollzog darauf der Korpsführer die feier» liche Dereidiguna. Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr v. Fritsch, dankte in einer kurzen Ansprache dem Korpssichrer, daß er sich mit ganzer Energie in den Dienst der Erziehung und Schulung gestellt habe, und wünschte der neuen Schule Blühen und Gedeihen. Unter den Klängen des Horst-Wessel- Liedes stieg bann am Mast bie Flagge der Reichs- motorsvortschule auf. Nach einer Führung des Reichskriegsministers und der übrigen Gäste durch die Schule wurde eine vorzügliche Kraftrad- Quadrille gezeigt. Einen Beweis der guten Schulung und der intensiven Arbeit gab dann eine längere Motorgeländefahrt über den Truppenübungsplatz Döberitz nach Nedlitz, an der sich auch der Reichskriegsminister und der Ober­befehlshaber des Heeres beteiligten. Die Arbeit eines anderen Zweiges des NSKK., der Kraftboot­abteilung, rourte bann bei einer Fahrt über die Havelfeen gezeigt.

Aus alter Wett.

Das Explosionsunglück auf der Grube Adolf von Hansemann".

Im Laufe des Dienstag nachmittag ist im Brüder- Krankenhaus in Dortmund ein weiterer Schwer- verletzter gestorben und am Abend ist abermals einer, der Bergmann Hans Edelhoff aus Dortmund-Mengede, seinen schweren Ver­letzungen erlegen, so daß sich die Zahl der Toten bei dem Grubenunglück auf der ZecheAdolf von Hansemann" auf insgesamt 15 erhöht hat. Wie von der Betriebsführung der ZecheAdolf von Hansemann" mitgeteilt wird, findet bie feier­lich e Beisetzung der Opfer des schweren Un­glücks am Donnerstag um 11 Uhr auf dem evan­gelischen Friedhof in Mengede statt.

Neuyork, im Juli 1935.

Als dieHamburg" am Pier in Neuyork anlegte, brachte sie diesmal nicht nur ihre üblichen Reisenden mit, sondern den Boden Amerikas be­traten auch etwa 90 deutsche Aerzte zum Teil mit ihren Frauen. Auf Veranlassung der Deutschen Gesellschaft für ärztliche Studienreisen" war zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert und zum ersten Mal nach dem Weltkriege eine ärztliche Studiengesellschaft gebil­det und zusammenberufen worden, die es sich zur Aufgabe machte, die gesundheitlichen Ver­hältnisse Amerikas, das Arzt- und Medi­zinalwesen, Hygiene und Gewerbemedizin, Studien­verhältnisse und Krankenhauswesen, kurz das ärzt­liche Amerika kennenzulernen.

Die Deutsche Gesellschaft für ärztliche Studien­reisen hat ihr verdienstvolles Werk darin gesehen, dem deutschen Arzt die gewaltigen Heilschatze seines Heimatbodens, See und Gebirge, Bäder und Quellen durch Studienreisen innerhalb Deutschlands nahe zu bringen. Es galt, bas theo­retische Wissen des Arztes durch eigene Beobach­tung zu vertiefen und ihm somit praktisch die bessere Möglichkeit der richtigen Auswahl des besten Kurplatzes für seine Kranken zu geben. Die reine Vorstellung von den Heilorten sollte zum Begriff werden. Dieser Weg in der Fort­bildung des Arztes auf dem Gebiete biologischer und bioklimatischer Heilmittel ist seit 1901 erfolg­reich begangen worden.

Zwischendurch sind aber auch Studienreisen ver­anstaltet worden, die ins Ausland führten. Die Aufgabe war hier zum Teil eine andere. Es galt, den Aerzten auch die Möglichkeit zu geben, bie Leistungen und Einrichtungen im Medizinalwesen anderer Länder neben ihren Kur- und Heilfaktoren kennenzulernen. Dieser Gesichtspunkt war ebenfalls maßgebend für die Reise nach Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auch auf dem Gebiete des Medizinalwesens vielfach neue, er­staunliche Wege gegangen. Die deutschen Aerzte wollen an Ort und Stelle schauen, was Amerika in medizinischer Hinsicht ihnen zu sagen hat. Sie folg­ten dabei einer Einladung derGerman Me­dical Society in Neuyork.

Jedoch ist dies nicht die einzige Aufgabe, die die­ser zweite Besuch deutscher Aerzte gerade im Jahre 1935 zu erfüllen hat. Das neue Deutschland sendet seine Aerzte. In diesem Sinne versammelten

Berlin, 16.Juli (DNB.) Korpsführer Hühn­lein hatte anläßlich der Einweihung der Reichs­motorsportschule des NSKK. in Döberitz- Elsgrund bei Berlin einen Appell der Motor- sportschulen des NSKK. aus dem ge­samten Reich angesetzt. Auch das Heer und die L u f t m a ch t hatten Ehrenformationen ent­sandt. Der Einweihung und dem Appell wohnten Reichskriegsminister Generaloberst von Blom­berg, der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, der Inspekteur der Krastfahrtruppen, General Lutz, der Befehlshaber der deutschen Polizei, General D a l u e g e, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sowie fast sämtliche Gruppen- und Brigadeführer des Korps, Vertreter der Partei, der Automobil­industrie und der nationalsozialistischen Jugend­organisationen bei.

Korpsführer Hühnlein betonte, daß der Reichsmotarsportschule Döberitz- Elsgrund die Schulung aller Lehrkräfte der NSKK. - Motorsportschulen im Reich obliege. Unsere Aufgaben, fuhr der Korps- führer fort, bestehen darin, aus der nationalsozia­listischen Jugend die m o t o r b e g a b t e ft e n auszu wählen, um ihnen eine gediegene fahr- technische w i e sportliche Grundaus-

lose, auf die Mehreingänge bei den Steuern und auf die Entlastungen durch Zinssenkung zurückzuführen. Außerdem sind verschiedene Reformmaßnahmen auf dem Gebiete der Verwaltungsorganisation und des An­staltswesens durchgeführt worden, die wesentliche Ersparnisse gebracht haben. Im Jahre 1933 hatte Berlin einen tatsächlichen Fehlbetrag von 64,2 Millionen Mark.

Dr. Ley vor den Studenten der Reichsführerschule.

B e r Ui n, 16. Juli. (DNB.) In der Reichsführer­schule der NSDAP, in Bernau, die zur Zeit etwa 100 Studenten aus allen Gauen des Reiches zu einem dreiwöchigen weltanschaulichen Lehrgang ver­eint, hielt Dr. Ley eine Rede, in der er u. a. aus­führte: Auch ich war einmal so jung wie Sie, ein junger, krasser Fuchs auf deutschen Hochschulen. Ich will keineswegs über die damalige Zeit rechten, ich denke mit Dankbarkeit an manchen guten Kame­raden und manchen guten Brauch zurück. Aber es ist doch f o vieles falsch gemacht worden, daß das Negative das Positive bei weitem über­wog. Als der Krieg ausbrach, zogen wir mit voller Begeisterung in den Kampf, aber keiner war da­mals da, der uns auf die Größe des Augen­blicks, auf den Ernst der Zeit wirklich auf­merksam gemacht hätte. Es ist tatsächlich damals mit unserem Volk viel Scbindluder getrieben worden.

Dr. Ley gab anschließend einen klaren Aufriß der Entwicklung der nationalsozialistischen Revolution, die gerade zur rechten Zeit ge­kommen sei, und kam dann auf die Situation der deutschen Jugend zu sprechen. Er dankte dem Führer, daß er der Hitler - Jugend eine eigene Führung gegeben habe. Wir wissen, rief Dr. Ley aus, daß wir auch heute noch Gegner haben, die absolut unseren Kurs nicht mitmachen wollen. Wir wissen es genau, aber wir wissen auch, daß wir mit diesen Gegnern fertig werden. Die kleine Gruppe jener Be­harrlichen, die vom Beharrungsgesetz frittiert wer­den, steht abseits; sie zahlen ihre Steuern, sind artig und warten auf das Paradies. Wenn sie das Paradies nicht in dieser Welt finden, erhoffen sie es in einer anderen Welt. Sie nennen uns Heiden und Ketzer, aber ein einziger Kampf in den ver­gangenen Jahren hat uns mehr Religion gegeben als alle Theologie und alle Pfarrer zusammen! Das Höchste ist das Kameradschaftsge­fühl, das Wissen um die Dinge, fräs Beisammen­sein mit unseren Mitkämpfern, das Auge in Auge stehen mit ihnen, das ist für uns die höchste Reli­gion.

Meldefrist für die Korporationen verlängert.

Berlin, 15. Juli. <DNB.) Der NSD. - Stu - bentenbunb gibt, wie bie NSK. meldet, be­kannt: Die in den Richtlinien für die weltanschau­lich-politische Erziehung der Korporationsstudenten zur Meldung angesetzte Frist wird bis zum 2 5. Juli verlängert.

Feuer aus, das sich bald zu einem riesigen Brand entwickelte. Auf dem in Brand geratenen Gelände tehen ausschließlich Laaerschuppen der schweizeri- chen Bundesbahnen, in Denen hauptsächlich Vorräte an Benzin, Petroleum und Oel aufbewahrt wurden. Die Flammen schlugen teilweise bis zu 200 Meter hoch empor. Als Brandursache wird vorläufig Selbstentzündung vermutet. Die Feuerwehren der Stadt und alle Polizeimannschaften waren herbei­gerufen worden, doch mußte bie Feuerwehr schließ­lich aus ber unmittelbaren Nähe des Brandherdes zurückgezogen werden, da bie Explosionsgefahr noch ehr groß war. Später würbe auch mit der Räu­mung der Wohnhäuser einer Straßenbahner-Sied­lung begonnen, da Teile von Eisenfässern weit um» hergeschleudert wurden und zum Teil in Wohnungen fielen, die in ber Nähe des Bandherdes liegen. Ver­schiedene Häuser wurden teilweise zerstört. Der Schaden ist sehr groß. Eine Sanitätskolonne aus der benachbarten badischen Stadt Lörrach hat sofort ihre Dienste angeboten, und bald nach Brandausbruch traf ein Arzt dieser Kolonne in Basel ein. Ein Passant und ein Postbeamter wurden schwer ver­letzt; dem Postbeamten mußte im Krankenhaus ein Bein abgenommen werden.

Der lob In den Bergen.

Ein junger Münchener fand im Blauberggebiet den Tod. Er hatte von der großen Wolfsschlucht aus zusammen mit einem Kameraden den Aufstieg zum Predigtstuhl unternommen, glitt in einem steilen Rinnsal aus und stürzte etwa 50 Meter tief tödlich ad.

Bei einer Besteigung ber Südwanb bes Breit- horn-Massivs im ßanbe Salzburg stürzte ber Berg­steiger Franz Schmieberer 60 Meter tief Löblich ab.

Beim Abstieg von bem 3770 Meter hohen Lauter- brunner Breichorn (Berner Oberland) gerieten zwei Schweizer Bergsteiger in ein Gewitter, das sie nötigte, sich abzuseilen. Unter den Füßen des einen Bergsteigers löste sich ein Stein, der den weiter unten befindlichen Kameraden so unglücklich traf, daß dieser in die Tiefe stürzte. Eine Ber- gungskolonne hat sich von Lauterbrunnen zur Unglücksstelle auf den Weg gemacht.

Abnahme ber Typhuserkrankungen in Rom.

Seit einigen Tagen ist eine bemerkenswerte A b nähme der Typhuserkrankungen in Rom zu verzeichnen. Die Erkrankungsfälle, die am 10. Juli noch 247 betrugen, gingen nach einem Be­richt des Gesundheitsamts bis zum 15. Juli fast auf die Hälfte zurück. Aus dieser Entwicklung ist zu ent­nehmen, daß sich die Epidemie im Abflauen befindet.

Wieder ein schweres Erdbeben in Formosa.

Die Insel Formosa wurde schon wieder von einem größeren Erdbeben heimgesucht. Diesmal rich­teten die Erschütterungen vor allem im Bezirk Schintschiku großen Schaden an. Bisher wurden 53 Tote gezählt.

Der Word an dem Arbeilsmann koch vor Gericht.

Dor bem Schwurgericht Siegen beginnt jetzt die Verhandlung wegen der Ermordung des Ar­beitsmannes Koch vom Arbeitslager in Kirchhundem. Angeklagt ist der 66jährige Inva­lide Peter Sasse aus Kirchhundem wegen Mor­des. 56 Zeugen und 6 Sachverständige sind aufge­boten. Die Tat ereignete sich in der Nacht bes Nationalfeiertages am 1. Mai, ber auch von den Arbeitsmännern bes Arbeitslagers in Kirchhundem festlich begangen worden war. Längst nach Mitter­nacht, als sich nur noch eine aus drei Arbeitsmän­nern bestehende Standortsftteife durch die Straßen bewegte, wurden plötzlich aus dem Hinterhalt zwei Schüße abgegeben. Don einem dieser Schüsse wurde der Arbeitsmann Koch ins Herz getroffen und starb kurz darauf. Als Täter wurde Sasse er- . mittelt.

Explosionsunglück bei Gera.

In Korbussen bei Gera ereignete sich in bem Gast- 1 haus zum Parabiesgarten ein schweres Explo- 1 sionsunglück. Im Keller biefes Hauses waren - Gasflaschen gelagert, wie sie zu Koch- und Beleuch- : tungszwecken auf dem Lande benutzt werden. Aus noch nicht geklärter Ursache ist eine solche Flasche undicht geworden, wobei bas ausströmende Gas ex- , plädierte. Im Gasthaus wurden sämtliche Fenster und Türen eingedrückt und das Haus an vielen i Stellen schwer beschädigt. Der Gastwirt selbst, ber . sich im Augenblick der Explosion im Keller befand, , wurde schwer verletzt und mußte ins Kran- : kenhaus übergeführt werden.

MSWR. wo man Leistung und Zortscheitt ehrt

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