Die Fahnenweihe durch Berührung der Stander mit der Standarte. (Presse-Jllustratiotten Hoffmann-M.)
„ rtnnprnfenen Teilnehmers zurückmeldet, abwesenden Teilnehmers in Verbindung treten
^iefe6 automatische Bestätigung, mit der richtigen kann. Der weitere technische Ablauf des. Fernschrel- si^tuna verbunden zu fein, ist notwendig, da der bens ist dann der eines üblichen Maschinenschrei» Fernschreiber auch jederzeit mit dem Apparat eines bens, wobei der Empfänger den Text auf einer
Oie Reichemotorsportschule des NSKK in Döberih emgeweiht
Aerztliche Studienreise nach Amerika
Son unserem an der Fahrt teilnehmenden Berichterstatter Dr. Kurt Jinkenrath.
Der Führer und Reichskanzler hat das nachstehende Telegramm an den Betriebsführer der „Adolf-von-Hanfemann"-Grube in Dortmund-Mengede gerichtet: „Tieferschüttert durch die Nachricht von dem furchtbaren Explosionsunglück auf der Zeche »Adolf von Hansemann' bitte ich Sie, den Hinterbliebenen der Todesopfer meine aufrichtige Teilnahme und den Verletzten meine herzlichen Wünsche für baldige Wiedergenesung zu übermitteln. Zur Linderung der Not der betroffenen Opfer überweise ich einen Betrag von 30 000 Mark.
Adolf Hitler."
Aus Anlaß des Unglücks haben die Sozialversicherungsträger sofort Hilfsmaßnahmen ein» geleitet. Die verletzten 29 Bergleute sind in das Vertrauenskrankenhaus der Knappschafts-Berufsgenossenschaft, das „Brüder-Krankenhaus" in Dortmund, ausgenommen worden. Die Sektion H öcr Knappschafts-Berufsgenossenschaft hat ■ bereits Vorschüsse auf die Hinterbliebenenrenten und die Sterbegelder ausgezahlt. Auch die Feststellung der Renten wird beschleunigt durchgeführt.
Die „Stiftung für Opfer der Arbeit hat zum Besten der Hinterbliebenen der Opfer des Bergwerkunglücks und zum Besten der dabei Verletzten einen Betrag von 10000 Mark zur Verfügung gestellt.
Das erste deutsche Fernschreibnetz mit selbsttätiger Fernwahl.
In aller Stille vollzog die Deutsche Reichspost am vergangenen Sonntag die Inbetriebnahme des deutschen Fernschreibnetzes mit selbsttätiger Fernwahl. Die technische Bedeutung dieser Leistung wurde jetzt einem Kreis von Pressevertretern im Berliner Fernamt veranschaulicht und durch Postrat Dipl.-Ingenieur Grünest u t erläutert. - _
Das „Fernschreiben" ist eine Ergänzung des Fernsprechens. Es wird ebenfalls über Drahtleitungen geführt, die eine Art Schreibmaschine, sog- Fernschreiber, miteinander verbinden. Man wählt, genau wie am Fernsprecher, den gewünschten Tett- nehmer, und zwar auch im Fernverkehr, und druckt dann eine „Wer da?"-Taste, die selbständig den
sich die Teilnehmer der ärztlichen Studienreise kurz vor ihrer Einschiffung im Reichshof, um die Grüße des Reichsärzteführers Dr. Wagner entgegenzunehmen, die Dr. Blome in feiner Stellvertretung überbrachte. Die Partei und der Reichsärzteführer sandten in Dr. Braun eck, dem Gauamtsleiter des Unterweser-Kreises und Bremens, einen ständigen Beauftragten mit nach Amerika. Der Reichsärzteführer ließ ferner durch die ärztliche Studiengesellfchaft eine Einladung an die amerikanischen Aerzte zum Besuche Deutschlands ergehen. So dient diese Reise auch einer völkerverbindenden Aufgabe.
Bisher stand die Reise unter einem guten Stern. In ruhiger Sicherheit bei herrlichstem Sonnenschein wurde der Kanal durchfahren. Das schöne Wetter erlaubte einen weiten Blick in die Umgebung der Hafenstädte, Southampton, Cherbourg und Cobh (Irland), wo wir auf Reede lagen. In Southampton umkreisten uns zahlreiche flinke englische Flugzeuge, die freundlich winkend ihre Kunststücke zeigten. In Cherbourg fielen die vielen neuen Flughallen neben dem Wrack der völlig ausgebrannten Atlantik auf. Die Möwen verließen uns. Das schöne Wetter blieb nicht au dem Ozean, aber da die Windstärke 7 niemals überschritten wurde, litt die erwartungsvolle Hochstimmung nicht, zumal die deutsche pharmazeutische Industrie dafür gesorgt hatte, daß dank ihrer Mittel die Seekrankheit außerordentlich gering verbreitet war. Außerdem verwöhnte die musterhafte Leitung des deutschen Schiffes ihre Reisenden in einer Weise, die besonders die Arztfrauen dankbar empfanden. Es gibt wenige Berufe, in denen die Frau so mit an der Arbeit des Mannes teilnehmen muß, wie den Beruf des Arztes. Kranke sind Tyrannen, sie diktieren dem Arzt, sie bestimmen den Rhythmus des Arzthaushaltes. Aber auf dem Schiff gab es feine Sorgen um Kochen und Haushalt. Von morgens 6is abends bedienten die Stewards bei den pünktlich innegehaltenen Mahlzeiten. So war die Meerfahrt die wertvollste Vorbereitung auf eine keineswegs strapazenlose Studienreise. Die Aerzte aber kamen geradewegs von ihrer Arbett aus Stadt und Land, Norden und Süden, Osten und Westen Deutschlands und den Wohnbezirken des deutschen Volkes jenseits der Reichsgrenzen. N e u - yorkwarerreicht. Am Pier standen die Vertreter Amerikas, die deutschen Aerzte zu begrüßen.
Papierwalze klar ausgeschrieben erhält und in der Lage ist, sich sofort zurückzuäuhern.
Die G e b ü h r e n für Fernschreiben werden nicht, wie bei der Telegraphie, nach der Wortzahl, sondern, wie im Fernsprechverkehr, nach Zeit und Entfernung berechnet. Auf einer Fernschreibleitung sind im günstigen Fall sogar 18 Verbindungen zur gleichen Zeit möglich. Durch diese besondere Ausnutzung der Leitung konnte der Tarif für Fernschreiben auch besonders günstig gestaltet werden.
Der Fernschreiber bedeutet eine entscheidende Entwicklungsstufe im Verkehrswesen. Bisher wurde er bereits mit großem Erfolg in Hamburg von dreißig Teilnehmern und in Berlin von fünfzig Teilnehmern benutzt. Auf Grund dieser guten Erfahrungen wurden nun am vergangenen Sonntag Fernschreibknotenämter in Berlin, Hamburg und Dortmund in Betrieb genommen. Es folgen in nächster Zeit die Derteilämter Düsseldorf, Köln, Essen, Bremen und Magdeburg. Damit ist bann ein deutsches Fernschreibnetz bei selbständiger Fernwahl geschaffen.
Die verhältnismäßig kostspielige Anschaffung eines Fernschreibapparates, der etwa 3000 Mark kostet, läßt allerdings vorläufig eine Benutzung durch die Allgemeinheit nicht zu. Nur große Unternehmen und Nachrichtenstellen gehören zu den bisherigen Teilnehmern des Fernschreiboerkehrs. Vielleicht wird der Fernschreiber in vielen Jahren auch diese Grenze sprengen und in den Dienst aller Fernsprechteilnehmer gestellt werden können. Deutsche Ingenieure und die Deutsche Reichspost haben jedenfalls durch ihre bisherige Entwickelung des Fernschreibens bewiesen daß sie diesem neuzeitlichen Verkehrsmittel größte Bedeutung zuerkennen.
Riefenfeuer in einem pefroleumtager in Bafel.
In Basel brach in einem Petroleumlager ein
bildung zu geben. Unsere Iungmannen sollen erzogen werden im Rahmen der Jugendertüchtigung, damit sie, wenn die Zeit chrer Wehrpflicht aekom- men ist, dereinst in der großen Waffen- schule der Nation körperlich und technisch wohlvorbereitet ihren Mann stellen können.
Durch Berühren der Stander mit der Ehren- standarte vollzog darauf der Korpsführer die feier» liche Dereidiguna. Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr v. Fritsch, dankte in einer kurzen Ansprache dem Korpssichrer, daß er sich mit ganzer Energie in den Dienst der Erziehung und Schulung gestellt habe, und wünschte der neuen Schule Blühen und Gedeihen. Unter den Klängen des Horst-Wessel- Liedes stieg bann am Mast bie Flagge der Reichs- motorsvortschule auf. Nach einer Führung des Reichskriegsministers und der übrigen Gäste durch die Schule wurde eine vorzügliche Kraftrad- Quadrille gezeigt. Einen Beweis der guten Schulung und der intensiven Arbeit gab dann eine längere Motorgeländefahrt über den Truppenübungsplatz Döberitz nach Nedlitz, an der sich auch der Reichskriegsminister und der Oberbefehlshaber des Heeres beteiligten. Die Arbeit eines anderen Zweiges des NSKK., der Kraftbootabteilung, rourte bann bei einer Fahrt über die Havelfeen gezeigt.
Aus alter Wett.
Das Explosionsunglück auf der Grube „Adolf von Hansemann".
Im Laufe des Dienstag nachmittag ist im Brüder- Krankenhaus in Dortmund ein weiterer Schwer- verletzter gestorben und am Abend ist abermals einer, der Bergmann Hans Edelhoff aus Dortmund-Mengede, seinen schweren Verletzungen erlegen, so daß sich die Zahl der Toten bei dem Grubenunglück auf der Zeche „Adolf von Hansemann" auf insgesamt 15 erhöht hat. Wie von der Betriebsführung der Zeche „Adolf von Hansemann" mitgeteilt wird, findet bie feierlich e Beisetzung der Opfer des schweren Unglücks am Donnerstag um 11 Uhr auf dem evangelischen Friedhof in Mengede statt.
Neuyork, im Juli 1935.
Als die „Hamburg" am Pier in Neuyork anlegte, brachte sie diesmal nicht nur ihre üblichen Reisenden mit, sondern den Boden Amerikas betraten auch etwa 90 deutsche Aerzte zum Teil mit ihren Frauen. Auf Veranlassung der „Deutschen Gesellschaft für ärztliche Studienreisen" war zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert und zum ersten Mal nach dem Weltkriege eine ärztliche Studiengesellschaft gebildet und zusammenberufen worden, die es sich zur Aufgabe machte, die gesundheitlichen Verhältnisse Amerikas, das Arzt- und Medizinalwesen, Hygiene und Gewerbemedizin, Studienverhältnisse und Krankenhauswesen, kurz das ärztliche Amerika kennenzulernen.
Die Deutsche Gesellschaft für ärztliche Studienreisen hat ihr verdienstvolles Werk darin gesehen, dem deutschen Arzt die gewaltigen Heilschatze seines Heimatbodens, See und Gebirge, Bäder und Quellen durch Studienreisen innerhalb Deutschlands nahe zu bringen. Es galt, bas theoretische Wissen des Arztes durch eigene Beobachtung zu vertiefen und ihm somit praktisch die bessere Möglichkeit der richtigen Auswahl des besten Kurplatzes für seine Kranken zu geben. Die reine Vorstellung von den Heilorten sollte zum Begriff werden. Dieser Weg in der Fortbildung des Arztes auf dem Gebiete biologischer und bioklimatischer Heilmittel ist seit 1901 erfolgreich begangen worden.
Zwischendurch sind aber auch Studienreisen veranstaltet worden, die ins Ausland führten. Die Aufgabe war hier zum Teil eine andere. Es galt, den Aerzten auch die Möglichkeit zu geben, bie Leistungen und Einrichtungen im Medizinalwesen anderer Länder neben ihren Kur- und Heilfaktoren kennenzulernen. Dieser Gesichtspunkt war ebenfalls maßgebend für die Reise nach Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auch auf dem Gebiete des Medizinalwesens vielfach neue, erstaunliche Wege gegangen. Die deutschen Aerzte wollen an Ort und Stelle schauen, was Amerika in medizinischer Hinsicht ihnen zu sagen hat. Sie folgten dabei einer Einladung der „German Medical Society“ in Neuyork.
Jedoch ist dies nicht die einzige Aufgabe, die dieser zweite Besuch deutscher Aerzte gerade im Jahre 1935 zu erfüllen hat. Das neue Deutschland sendet seine Aerzte. In diesem Sinne versammelten
Berlin, 16.Juli (DNB.) Korpsführer Hühnlein hatte anläßlich der Einweihung der Reichsmotorsportschule des NSKK. in Döberitz- Elsgrund bei Berlin einen Appell der Motor- sportschulen des NSKK. aus dem gesamten Reich angesetzt. Auch das Heer und die L u f t m a ch t hatten Ehrenformationen entsandt. Der Einweihung und dem Appell wohnten Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg, der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, der Inspekteur der Krastfahrtruppen, General Lutz, der Befehlshaber der deutschen Polizei, General D a l u e g e, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sowie fast sämtliche Gruppen- und Brigadeführer des Korps, Vertreter der Partei, der Automobilindustrie und der nationalsozialistischen Jugendorganisationen bei.
Korpsführer Hühnlein betonte, daß der Reichsmotarsportschule Döberitz- Elsgrund die Schulung aller Lehrkräfte der NSKK. - Motorsportschulen im Reich obliege. Unsere Aufgaben, fuhr der Korps- führer fort, bestehen darin, aus der nationalsozialistischen Jugend die m o t o r b e g a b t e ft e n auszu wählen, um ihnen eine gediegene fahr- technische w i e sportliche Grundaus-
lose, auf die Mehreingänge bei den Steuern und auf die Entlastungen durch Zinssenkung zurückzuführen. Außerdem sind verschiedene Reformmaßnahmen auf dem Gebiete der Verwaltungsorganisation und des Anstaltswesens durchgeführt worden, die wesentliche Ersparnisse gebracht haben. Im Jahre 1933 hatte Berlin einen tatsächlichen Fehlbetrag von 64,2 Millionen Mark.
Dr. Ley vor den Studenten der Reichsführerschule.
B e r Ui n, 16. Juli. (DNB.) In der Reichsführerschule der NSDAP, in Bernau, die zur Zeit etwa 100 Studenten aus allen Gauen des Reiches zu einem dreiwöchigen weltanschaulichen Lehrgang vereint, hielt Dr. Ley eine Rede, in der er u. a. ausführte: Auch ich war einmal so jung wie Sie, ein junger, krasser Fuchs auf deutschen Hochschulen. Ich will keineswegs über die damalige Zeit rechten, ich denke mit Dankbarkeit an manchen guten Kameraden und manchen guten Brauch zurück. Aber es ist doch f o vieles falsch gemacht worden, daß das Negative das Positive bei weitem überwog. Als der Krieg ausbrach, zogen wir mit voller Begeisterung in den Kampf, aber keiner war damals da, der uns auf die Größe des Augenblicks, auf den Ernst der Zeit wirklich aufmerksam gemacht hätte. Es ist tatsächlich damals mit unserem Volk viel Scbindluder getrieben worden.
Dr. Ley gab anschließend einen klaren Aufriß der Entwicklung der nationalsozialistischen Revolution, die gerade zur rechten Zeit gekommen sei, und kam dann auf die Situation der deutschen Jugend zu sprechen. Er dankte dem Führer, daß er der Hitler - Jugend eine eigene Führung gegeben habe. Wir wissen, rief Dr. Ley aus, daß wir auch heute noch Gegner haben, die absolut unseren Kurs nicht mitmachen wollen. Wir wissen es genau, aber wir wissen auch, daß wir mit diesen Gegnern fertig werden. Die kleine Gruppe jener Beharrlichen, die vom Beharrungsgesetz frittiert werden, steht abseits; sie zahlen ihre Steuern, sind artig und warten auf das Paradies. Wenn sie das Paradies nicht in dieser Welt finden, erhoffen sie es in einer anderen Welt. Sie nennen uns Heiden und Ketzer, aber ein einziger Kampf in den vergangenen Jahren hat uns mehr Religion gegeben als alle Theologie und alle Pfarrer zusammen! Das Höchste ist das Kameradschaftsgefühl, das Wissen um die Dinge, fräs Beisammensein mit unseren Mitkämpfern, das Auge in Auge stehen mit ihnen, das ist für uns die höchste Religion.
Meldefrist für die Korporationen verlängert.
Berlin, 15. Juli. <DNB.) Der NSD. - Stu - bentenbunb gibt, wie bie NSK. meldet, bekannt: Die in den Richtlinien für die weltanschaulich-politische Erziehung der Korporationsstudenten zur Meldung angesetzte Frist wird bis zum 2 5. Juli verlängert.
Feuer aus, das sich bald zu einem riesigen Brand entwickelte. Auf dem in Brand geratenen Gelände tehen ausschließlich Laaerschuppen der schweizeri- chen Bundesbahnen, in Denen hauptsächlich Vorräte an Benzin, Petroleum und Oel aufbewahrt wurden. Die Flammen schlugen teilweise bis zu 200 Meter hoch empor. Als Brandursache wird vorläufig Selbstentzündung vermutet. Die Feuerwehren der Stadt und alle Polizeimannschaften waren herbeigerufen worden, doch mußte bie Feuerwehr schließlich aus ber unmittelbaren Nähe des Brandherdes zurückgezogen werden, da bie Explosionsgefahr noch ehr groß war. Später würbe auch mit der Räumung der Wohnhäuser einer Straßenbahner-Siedlung begonnen, da Teile von Eisenfässern weit um» hergeschleudert wurden und zum Teil in Wohnungen fielen, die in ber Nähe des Bandherdes liegen. Verschiedene Häuser wurden teilweise zerstört. Der Schaden ist sehr groß. Eine Sanitätskolonne aus der benachbarten badischen Stadt Lörrach hat sofort ihre Dienste angeboten, und bald nach Brandausbruch traf ein Arzt dieser Kolonne in Basel ein. Ein Passant und ein Postbeamter wurden schwer verletzt; dem Postbeamten mußte im Krankenhaus ein Bein abgenommen werden.
Der lob In den Bergen.
Ein junger Münchener fand im Blauberggebiet den Tod. Er hatte von der großen Wolfsschlucht aus zusammen mit einem Kameraden den Aufstieg zum Predigtstuhl unternommen, glitt in einem steilen Rinnsal aus und stürzte etwa 50 Meter tief tödlich ad.
Bei einer Besteigung ber Südwanb bes Breit- horn-Massivs im ßanbe Salzburg stürzte ber Bergsteiger Franz Schmieberer 60 Meter tief Löblich ab.
Beim Abstieg von bem 3770 Meter hohen Lauter- brunner Breichorn (Berner Oberland) gerieten zwei Schweizer Bergsteiger in ein Gewitter, das sie nötigte, sich abzuseilen. Unter den Füßen des einen Bergsteigers löste sich ein Stein, der den weiter unten befindlichen Kameraden so unglücklich traf, daß dieser in die Tiefe stürzte. Eine Ber- gungskolonne hat sich von Lauterbrunnen zur Unglücksstelle auf den Weg gemacht.
Abnahme ber Typhuserkrankungen in Rom.
Seit einigen Tagen ist eine bemerkenswerte A b • nähme der Typhuserkrankungen in Rom zu verzeichnen. Die Erkrankungsfälle, die am 10. Juli noch 247 betrugen, gingen nach einem Bericht des Gesundheitsamts bis zum 15. Juli fast auf die Hälfte zurück. Aus dieser Entwicklung ist zu entnehmen, daß sich die Epidemie im Abflauen befindet.
Wieder ein schweres Erdbeben in Formosa.
Die Insel Formosa wurde schon wieder von einem größeren Erdbeben heimgesucht. Diesmal richteten die Erschütterungen vor allem im Bezirk Schintschiku großen Schaden an. Bisher wurden 53 Tote gezählt.
Der Word an dem Arbeilsmann koch vor Gericht.
Dor bem Schwurgericht Siegen beginnt jetzt die Verhandlung wegen der Ermordung des Arbeitsmannes Koch vom Arbeitslager in Kirchhundem. Angeklagt ist der 66jährige Invalide Peter Sasse aus Kirchhundem wegen Mordes. 56 Zeugen und 6 Sachverständige sind aufgeboten. — Die Tat ereignete sich in der Nacht bes Nationalfeiertages am 1. Mai, ber auch von den Arbeitsmännern bes Arbeitslagers in Kirchhundem festlich begangen worden war. Längst nach Mitternacht, als sich nur noch eine aus drei Arbeitsmännern bestehende Standortsftteife durch die Straßen bewegte, wurden plötzlich aus dem Hinterhalt zwei Schüße abgegeben. Don einem dieser Schüsse wurde der Arbeitsmann Koch ins Herz getroffen und starb kurz darauf. Als Täter wurde Sasse er- . mittelt.
Explosionsunglück bei Gera.
In Korbussen bei Gera ereignete sich in bem Gast- 1 haus zum Parabiesgarten ein schweres Explo- 1 sionsunglück. Im Keller biefes Hauses waren - Gasflaschen gelagert, wie sie zu Koch- und Beleuch- : tungszwecken auf dem Lande benutzt werden. Aus ■ noch nicht geklärter Ursache ist eine solche Flasche • undicht geworden, wobei bas ausströmende Gas ex- , plädierte. Im Gasthaus wurden sämtliche Fenster und Türen eingedrückt und das Haus an vielen i Stellen schwer beschädigt. Der Gastwirt selbst, ber . sich im Augenblick der Explosion im Keller befand, , wurde schwer verletzt und mußte ins Kran- : kenhaus übergeführt werden.
MSWR. wo man Leistung und Zortscheitt ehrt
* DUNLOP


