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Die Ausgaben des Reichskuilursenais

Wendigkeit und Verantwortung. Diese

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Drittel der Unterhaussitze. Trotzdem hielten sie

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Staatsschauspieler Theodor Loos.

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Trieb, er ist der Flügel unserer Phantasie, Stern unserer Hoffnung.

26 Wanderbühnen, 20 Gastspielunternehmen und 81 reisende Kleinbühnen in Tätigkeit. Welches an­dere Land habe dem auch nur annähernd Gleiches zur Seite zu stellen! Die TheaterZuschüsse des Reiches beliefen sich in diesem Etatjahr auf 1 2 Millionen. Eine T h e a t e r a k a d e m i e für besonders begabte junge Künstler sei bereits im Plan fertig. Das Nachweis- und Stellen-

Nun fei auch der Augenblick gekommen, daß große repräsentative Forum des deutschen Kultur­lebens zusammenzuberufen, den Reichskultur- s e n a t. Der Minister verlas die Namen der Sena­toren, um dann kurz einige grundsätzliche Fragen zu streifen, mit denen sich der Reichskultursenat zu befassen haben wird.

Das Tanger - Statut ist bis zum 14. Mai 1948 verlängert. Die französische und die spanische Regierung haben geprüft, wie sie im Rahmen des Statuts ihre freundschaftliche Zusammenarbeit enger gestalten können. Diese Verhandlungen, die sich vor allem auf die Beteiligung der beiden Län­der an den Einrichtungen der Tangerverwaltung und auf die religiöse Organisation des Tanger­gebietes bezogen, haben zu einer Vereinbarung geführt.

Der Derwaltungsrat der Internationalen Handelskammer wählte den Leiter der Reichs­gruppe Banken, Dr. Otto Christian Fischer (Ber­lin) zum Vizepräsidenten der Internationalen Han­delskammer.

Aus den Einzelkammern wurden berufen Präsidenten und der P r ä s i d i a l r a t jeweiligen Kammer in den Reichskulturfenat zwar:

Dem deutschen FUm insgesamt seien in diesem Jahre bereits 800 neue Darsteller, 20 neue Regis­seure und 220 sonstige künstlerische Kräfte zugeführt worden. Der tatkräftigen Arbeit der R e i ch s t h e a- terkammer endlich sei es gelungen, auch in diesem Jahre wieder eine Anzahl von Theatern neu zu eröffnen. Während in Berlin bei der Machtübernahme nur noch die staat­lichen Theater spielten und selbst diese vor dem Ruin standen, wurde heute fast in allen Ber­liner Theatern wieder gespielt. Zur Zeit seien in Deutschland 181 stehende Theater,

1. Es ist nicht möglich, den Eintritt in die Reichskulturkammer im einzelnen von einem Vefä hi gungs nachweis abhängig zu machen-

oermittlungswrfen fei umgestaltet, Altersversorgung der Fachschaft Bühne eine zeitgemäße Grundlage gestellt worden.

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mendes Genie zwar aus der Musikkammer aus­schließen, nicht aber daran hindern, seinen Namen unsterblich zu machen.

2. Die Ueberstürztheit der Organisation, die uns in den vergangenen zwei Jahren manchmal zwang, allzusehr dem Tage zu gehorchen, macht von nun ab einer klaren Ordnung Platz. Zu Kompro­missen ist dabei nur noch wenig Raum.

3. Die deutsche Kultur der Gegenwart muß mehr noch als bisher Ausdruck unseres Zeitgei­stes sein. Es ist nicht damit getan, nach jungen Dichtern und Künstlern nur Ausschau zu halten. Man muß ihnen auch, wo sie sich zeigen, jede Möglichkeit zur Entwicklung geben.

4. Das kulturschöpferische Schaffen der Organisationen der NSDAP., vor allem der Hitlerjugend, des Arbeitsdienstes, der SA. und der SS. verdient besondere Pflege und Betreuung. Denn hier ist in rohen Um­rissen schon der kommende kulturelle Gestaltungs­wille unserer Zeit zu erkennen.

5. Nicht alles kann in Gesetzen gefaßt und reg­lementiert werden. Besonders im Kulturleben gilt der Grundsatz, nicht zu viel den Gesetzen, mehr aber dem natürlichen Wachstum unse­rer kulturellen Kräfte vertrauen.

6. Die Freiheit des künstlerischen Schaffens ist auch im neuen Staate gewährlei­stet. Sie bewegt sich in scharf abgegrenz­tem Bezirk unserer nationalen Not-

Berlin, 15. Nov. In den Reichskultursenat wurden berufen: Der Vizepräsident der Reichskul­turkammer, Staatssekretär Funk, die Geschäftsfüh­rer Ministerialrat Dr. Schmidt-Leonhardt, SA.-Oberführer M o r a l l e r, Reichstagsabgeord­neter Hans Hinkel, denen die Bezeichnung R e i ch s k u l t u r w a l t e r" verliehen wird.

rialrat D a m m e i e r, Architekt W. Kelter, Mi­nisterialrat v. K e u d e l l, Dr. S a u e r m a n n, Di-

Festlicher Abschluß im Deutschen Opernhaus.

Als Abschluß der Jahrestagung der Reichskultur­kammer fand im umgebauten Deutschen Opern­haus eine F e st v o r st e l l u n g derM e i st e r - finger von Nürnberg" statt. Die Neueinstu­dierung und Inszenierung des Generalintendanten Wilhelm Rode, die Bühnenbilder und Kostüme von Benno von A r e n t und die musikalische Lei­tung des Dresdener Generalmusikdirektors Dr. Karl Böhm als Gast gestalteten die Meisterschöpfung von Richard Wagner zu einem Fest, das nicht zu­letzt durch den bis ins Einzelne gelungenen Umbau 'des festlich ausgeschmückten Operngebäudes zu einem unvergeßlichen Kunstgenuß gesteigert wurde. Neben dem Führer nahmen Frau Dr. Goebbels, der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Frau Heß und Reichsminister Dr. Goebbels Platz. Rechts und links neben der Führerloge bemerkte man fast alle Reichsminister und Reichsleiter, zahlreiche Staatssekretär, Generäle aller Waffengattungen und führende Persönlichkeiten der Partei und ihrer Gliederungen. Außerdem das Diplomatische Korps, sowie zahlreiche Persönlichkeiten des Kulturlebens, darunter die Mitglieder des Reichskultursenats.

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Befähigungsnachweis abhängig zu machen- denn auch die Befähigung müßte wieder oan Men­schen überprüft werden. Menschen aber sind dem Irrtum unterworfen und Kurzsichtigkeit, Neid oder Eifersucht konnten allzuleicht doch einmal ein kom-

l e r t, Hans-Jürgen N i e r e n tz, Ministerialrat Dr. Seeger, Generaldirektor Dr. Scheuermann. Filmoperateur Sepp Allaeier, Staatsschauspic- ler Friedrich K a y ß l e r, Generaldirektor K l i t s c

Der Geistesarbeiter im Dritten Reich.

»Ein Aufruf des NSD.-Studentenbundes.

Der NSD.-Studentenbund Leipzig hielt zu Be­ginn des Wintersemesters einen öffentlichen Appell ab. Bei dieser Gelegenheit brachte der Reichsamts­leiter des NSD.-Studentenbundes Albert Derichs­weiler eine Proklamation zur Kenntnis, die in den nächsten Tagen an sämtlichen deutschen Hoch- und Fachschulen zur Verlesung kommen wird. In der Proklamation heißt es u. a.: Die seit mehr als einem Jahrhundert das deutsche Hochschulleben beherrschenden studentischen Verbindun­gen haben sich unter dem Eindruck des national­sozialistischen Erlebnisses freiwillig entschlossen, ihre Symbole zu senken und sich und ihre Einrichtungen der studentischen Gliederung der NSDAP., dem NSD.-Studentenbund, zur Verfügung zu stellen. Auf Deutschlands Hoch- und Fachschulen steht heute die Mannschaft des NSD.-Studentenbundes. Damit beginnt eine Entwicklung, die entscheidend sein wird für das Gesamtbild des Geistesarbeit ters im Dritten Reich. Nie wieder darf es im deutschen Volk Unterschiede oder Klassen geben, die ihren Ursprung in einem höheren oder geringe­ren Maße schulischer Bildung haben. Höhere Schul­bildung bedeutet nur höhere Verpflichtung, nie aber größeres Recht. Wir Studenten, besonders

aber die jüngeren, die heute neu die Hoch- und Fach­schulen beziehen, sind berufen, den neuen Typ des ge»stig schaffenden deutschen Volks- genossen zu formen. Als bewußte Kämpfer haben wir Vollstrecker der Idee und des Willens des Führers zu fein, haben wir uns einzusetzen für die Vollendung der deutschen Volksgemeinschaft. Wir sammeln heute die wertvollen Kräfte aus allen Lagern in unserer Mannschaft. Nie mehr darf der deutsche Student Einzelgänger sein, er muß wissen, daß Großes nur in der Gemeinschaft geschaffen wer­den kann.

Kameraden des ersten Semesters, an euch tritt heute die Entscheidung heran, ihr habt zu wählen, ob ihr euch als Einzelgänger und eigensüchtige Streber absondern oder als lebensvolle Menschen eure Pflicht in der Gemeinschaft der Studen­ten des Führers tun wollt, ob ihr Spießer oder Kämpfer fein wollt. Unsere Zeit treibt uns vorwärts, unsere Pflicht heißt Deutschland, unser Leben heißt Kampf.

feierliche Vereidigung des Veichsbauernraies

Goslar, 15. Nov. (DNB.) Am Freitagabend fand in der aktehrwürdigen Kaiserpfalz in Goslar die traditionelle Sitzung des Deutschen Reichs­bauernrates statt. Im Scheine hunderter von Fackeln, die die Umrisse des gewaltigen Baues der Kaiserpfalz schattenhaft erkennen ließen, vollzog sich der Einmarsch des Reichsbauernrates. Die Halle selbst bot emen würdigen Rahmen für diese Feier­stunde, wie er eindrucksvoller nicht gedacht werden kann.

Nachdem der Sprecher des Reichsbauernrates, Wolter G r a n z o w, die Sitzung eröffnet hatte, verkündete der Reichsbauernführer die Stiftung einer Ehrenkette für Alt - führer d e s Deutschen Reichsbauern- rotes. Diese Kette wird solchen Mitgliedern des Reichsbauernrates verliehen werden, die nach Er­reichung der für Bauernführer vorgeschriebenen Altersgrenze aus ihrem Führeramt im Reichsnähr­stand ausscheiden Der Reichsbauernführer über­reichte dem Alt-Landesbauernführer der Kurmark, B r e d o w , und dem All-Landes-Hauptabteilungs- leiier Schneider (Landesbauernschaft Schlesien) als ersten die Ehrenkette.

Hierauf folgte die Vereidigung der seit dem Rcichsbauerntag 1934 in den Reichsbauernrat be­rufenen Mitglieder. Der Reichsbauernführer sprach über Sinn und Wesen des Deutschen Reichsbauern- rotes als der Gemeinschaft, die unter der Fahne Adolf Hitlers unmittelbar für den Gedanken von Blut und Boden und damit für den nationalsozialistischen Begriff des deutschen Bauern­tums überhaupt kämpfe. Der Reichsbauernrat soll dem Reichsbauernführer beratend zur Seite stehen, um über die Reinheit der Idee zu wachen, in deren Dienst der Reichsbauernrat steht. Der Reichsbauern- führer gab den zu vereidigenden Mitgliedern den Leitspruch mit auf den Weg: .Handele als Deutscher stets so, daß dich dein Volk zum Vorbild wählen kan n". Während der Reichsbauernführer die Eidesformel sprach, die die Mitglieder auf den Führer Adolf Hitler zu Treue und Tapferkreit vereidigt, erklang leise das Lied Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu!" Die Feier klang aus mit dem Horst-Wessel- Lied und dem Deutschlandlied.

Die bolschewistische Weliqefahr

Das Organ des Vatikans stimmt Dr. Goebbels zu.

R o m, 15. Nov. (DNB.) DerOsservatore Ro­mano" behandelt die Nürnberger Ausführungen von Reichsminister Dr. G o e b b e l s. Die Irreli­giosität des Bolschewismus, die Dr. Goebbels nach­gewiesen habe, werde besonders deutlich durch die Tatsache, daß außer den 31 Bischöfen, 4600 Geist­lichen und 7000 Mönchen, die ermordet wurden, auch 40000 Priester verhaftet, gefangen­genommen und deportiert, und daß sämtliche Kirchen und Kapellen zerstört ober in Kinos und Klubs umgewandelt worden seien. Dr. Goebbels sei besonders auf die Anschuldigungen der Dritten Internationale gegen den Nationalsozialis­mus eingegangen. Die Lüge des Bolschewismus erstrecke sich auf alles, was die anderen Staaten betreffe. Der Vorwurf der Heuchelei fei auf das ganze Vorgehen des Sowetstaates und feiner Re­gierung auszudehnen, besonders auf feine angebliche Friedenspolitik", den angeblichen Schutz der Be­drückten, die angebliche Befreiung der Frauen und ähnliche Prahlereien, die zu den Propagandakünften des Bolschewismus gehörten. Die Bemühungen, auf Umwegen auch andere Elements in die Einheitsfront der Zweiten und Dritten Internatio­nale einzubeziehen, sieht das Blatt als beson­ders bedrohlich an. Diese Taktik ziele auf eine Loslösung der konservativen Elemente, nicht nur der Radikalen und Sozialisten, sondern auch der Linkskatholischen Front, von der sozialen Ordnung und der Autorität ab. Dadurch gestärkt, würden die Kommunisten die Sozialisten der Zwei­ten Internationale zu restloser Unterordnung zwin­gen.Osservatore Romano" weist besonders auf die Radikalen in Frankreich hin. Auf diesem Trüm­merfeld und Blutbad würden die bolschewistischen Kommunisten mit Revolution ober ftänbigem Bür- 1 gerfrieg sobann ihrParabies" des Wohlergehens ' und Friedens aufbauen wollen.

Kleine politische Nachrichten

Baldwin ist in den Wahlkampf gezogen pochend auf die finanz- und wirtschaftspolitischen Erfolge der Nationalregierung. Wenn auch die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien immer noch sehr be­trächtlich ist, so hat doch die englische Wirtschaft einen sichtbaren Aufschwung genommen und auch der Staatshaushalt konnte von dem Schatzkanzler Neville Chamberlain wieder auf eine gesunde Grundlage gestellt werden. Aber mehr noch als das bat die außenpolitische Aktivität der Nationalregie­rung der Opposition den Wind aus den Segeln ge­nommen. Daß England im Abessinienkonflikt die Sache des Völkerbundes zu seiner eigenen machte, konnte den Konservativen zwar bei den Ultras des eigenen Lagers, die grundsätzliche Gegner jeder Völ­kerbundspolitik sind, Kritik eintragen, aber Liberale und Arbeiterpartei mußten sich wohl ober übel her­auf beschränken, ben Kurs bes Kabinetts als zu lau unb unentschlossen zu bemängeln, ohne an der

Nahas Pascha, ber Führer der Nationalisten in Aegypten. (Scherl-Bilderbienst-M.)

bem Wahlprogramm fest unb unterstellten sich einer nationalen Regierung unter Führung Macbonalbs, der nur 14 feiner Anhänger in das Parlament hatte zurückbringen können. Auch ben Liberalen hatte bisse Wahl eine Spaltung gebracht 34 Abgeordnete unter Führung des damaligen Außen­ministers Sir John Simon unterstützten die na­tionale Regierung, die gleiche Zahl mit dem ehema­ligen Innenminister Sir Herbert Samuel trat in die Opposition. Bis zum Sommer dieses Jahres haben die Konservativen es vorgezogen, ihre tat­sächliche Macht nur hinter den Kulissen auszuüben. Erst das Herannahen des verfassungsmäßigen Zeit­punkts für Neuwahlen, das körperliche Versagen Mac­donalds und gewiß nicht zuletzt die wachsenden außen­politischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Dem Abessinienkonflikt ließen es dem Führer der Konservativen Stanley Baldwin wünschenswert erscheinen, nun auch vor aller Oeffentlichkeit die volle Verantwortung für die britische Politik zu überneh­men, um mit einem in ben wichtigsten Aemtern überholten Kabinett unb zu einem ber Partei gün­stig erscheincnben Zeitpunkt mit ber Vertrauensfrage vor bas Land zu treten. Dieser Augenblick schien ihm gekommen, als mit dem Sanktionsbeschluß des Völkerbundes gegen Italien die britische Politik im Abessinienkonflikt eine wichtge Etappe erreicht hatte. Das Wahlergebnis des 17. Oktober hat ben Ueberle- gungen des Premierministers offenbar recht ge­geben. Weder Arbeiterpartei noch Liberale find in die Lage gekommen, den Konservativen ihre Herr­schaft im Unterhaus streitig zu machen, wenn diese auch was niemand hatte erwarten können nicht die gewaltige Mehrheit von 453 Sitzen von insgesamt 615 haben behaupten können.

Das englische Wahlrecht hat auch trotz der mancherlei Reformen in den letzten drei Jahrzehn­ten seine konservative Grundtendenz beibehalten. Das Wahlrecht fußte von altersher auf dem Grund­besitz unb gewährte, ba keineswegs überall im Lanbe am gleichen Tage gewählt würbe, ben grundbesitzen- ben Schichten bes Volkes ein Mehrftimmenrecht, so­weit sie was im bamaligen Englanb keineswegs selten ber Fall war in verschiedenen Teilen bes Lanbes begütert waren. Ein Rest biefes alten Pri­vilegs hat sich bis heute erhalten, ba Unternehmer unb Geschäftsinhaber zweimal wählen bürfen, ein­mal an ihrem Wohnort, zum anbern aber auch am Sitz ihres Unternehmens, eine Bestimmung, bie im wesentlichen ben wohlhabenben Schichten ber Vorort- bevölkerung zustatten kommt. Auch bas Wahlrecht der Universitäten ist auch heute noch eine Durch­brechung der demokratischen Grundsätze der letzten Wahlreformen. Noch heute werden 15 Abgeordnete von den Graduierten der Universitäten gewählt, die also sowohl in ihrem Wahlkreis wie für die Iniversitätsabgeordneten ihre Stimme abgeben bür­en. Im übrigen aber ist bas englische Wahlrecht nach Einführung von Diäten für Abgeorbnete (1911), nach Beteiligung von Staat, Stabt ober Grafschaft an ben Wahlkosten (feit 1918) unb nach Gewährung bes Stimmrechts an bie Frauen (1928 inb hier die letzten Einschränkungen gefallen) in allem Wesentlichen kontinentalen Gebräuchen ange­glichen worden. Eine Derhälniswahl, wie zum Reichstag der Weimarer Verfassung oder eine Stich­wahl, wie zum Reichstag der Vorkriegszeit kennt England indessen nicht. Die einfache Stimmen­mehrheit entscheidet zwischen den in einem Wahl­kreis aufgestellten Abgeordneten. Daher erklärt es sich, daß bereits vor der Wahl 40 Kandidaten, da­runter dem Premierminister Baldwin, ihre Sitze sicher waren, da in ihren Wahlkreisen kein Gegen­kandidat ausgestellt worden war.

Aus dem Kreise ber Reichsschristums- fammer Staatsrat Hanns Ioyst, Ministerialrat Dr. W i s m a n n, Prof. Suchenwirt h, Dr. Hans Friebr. Blunck, Derlagsdirektor Karl Baur, Verlagsleiter Wilhelm Baur, Verleger Hugo Bruckmann, Verlagsbuchhändler Theodor Fritsch, Reichsamtsleiter Hederich, Bürgermeister K r o g- mann- Hamburg, Schriftsteller Gerhard Schu­mann, Martin Wülfing. Ferner folgende Dichter: Heinrich A n a rf e r, Erich Edwin Dwinger, Richard E u r i n g e r, Eberhard Wolfgang Möller, Hermann Stehr.

Aus dem Kreis der Reichsmufikkammer: Generalmusikdirektor Prof Dr. Peter Raabe, der Komponist Dr. Paul G r a e n e r, Ratsherr Heinz Ihlert, Kapellmeister Franz Adam, Fritz K a i - f e r, Oberbürgermeister Krebs- Frankfurt a. M., Hermann Müller-John, Musikmeister der Leib­standarte des Führers, Horst Sander, Leiter des deutschen Musikalien-Verlegervereins, Generalmusik­direktor Hermann Stange, Prof. Dr. Fritz Stein, Direktor der Staatlichen Hochschule für Musik, Berlin. Ferner Prof. Wilhelm Backhaus, Ge­neralmusikdirektor Dr. Wilhelm Furtwängler, Staatsoperndirektor Clemens Krauß, Prof. Hans P f i tz n e r, Kammersänger Heinrich S ch l u s n u s, Prof. Georg Schumann.

Aus dem Kreis der Reichspressekammer: Rcichsleiter Max Amann, Reichspressechef ber NSDAV. Dr. Dietrich, Dr. Richter, bie Hauptschriftleiter Gunther b'Alguen, Hans Schwarz vanBerk, Alfreb-Jnaemar B e r n b t, Verlagsbirektor Willi Bischoff, Derlagsleiter Edgar Brinkmann, Dr. Adolf D r e s l e r , Geheimrat Prof. Dr. Walter Heide, Derlagsleiter Hans Hornauer, Rechtsanwalt Rolf Ri en- Hardt, Hauptmann a. D. Wilh. Weiß; ferner die Hauptschriftleiter Josef Berchtold, Heinrich Fe tk etter, Hans Graf Reischach, Dr. Rich. I u e g l e r.

Aus dem Kreise der Reichstheaterkam- mer: Reichsdramaturg Oberregierungsrat Dr. Rainer Schlösser, Staatsschauspieler Eugen Klöpfer, Alfred Frauenfeld. Ferner Benno von Arent, Präsident ber Kamerabschaft ber beutschen Künstler, Intendant Gustav Gründ» a e n s , Prof. Otto K r au ß , Stuttgart, Staats­schauspieler Lothar Müthel, Intendant Bern­hard Graf Solms, Landesstellenleiter Mül­ler-Scheid, Frankfurt a. M., Generalintendant Oskar W a l l e k, Oberbürgermeister Will, Kö­nigsberg, Chefdramaturg und Dichter Friedrich Vethge, Intendant Hein Hilpert, Staats­schauspieler Werner Krauß, Generalintendant Wilh. Rode, Generalintendant Heinz T i e t j e n.

Aus dem Kreise der Reichsrundfunk­kammer: Ministerialrat Dreßler-Andreß, Direktor Hadamowsky, Herb. Packebusch, Intendant Dr. von Boekmann, Ingenieur Dominik, Hauptschriftleiter Franke, Präsi­dent Günther, Intendant Krieg ler, Ge- schäftsführer Dr. Lotz, Intendant Dr. Lau, In- tendant S t o f f r e g e n. Ferner Staatsrat Prof. Dr. Esau, Intendant Dr. Glas m e ier, Direk­tor Dr. ®o erd, Hauptamtsleiter Fischer.

Aus dem Kreise ber Reichskammer ber bilbenben Künste: Prof. Eugen H o e n i g, Prof. Ziegler, Walter Hoffmann, Ministe-

zen aber werden von der Politik und nicht von der Kunst gezogen.

^7. Es ist an Der Zeit, gegen Mystizismen Stellung zu nehmen, die nur geeignet erscheinen, die öffentliche Meinung zu verwirren. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, den Impuls unserer moder­nen Zeit in die Zwangsjacke längst ver­gangener Begriffe hineinzupresfen, die um so billiger und bequemer sind, als niemand sich etwas Rechtes darunter vorzustellen vermag. Wir wün­schen deshalb, vorerst von diesen labilen Redensarten nichts mehr zu hören. Nicht jede Dereinssitzung ist eine religiöse Feier, und bte am meisten davon reden, stellen sich am wenigsten darunter vor.

8. Der Verkitschung unserer Symbole unb Ideale haben wir durch ein Gesetz Einhalt geboten. Der Verkitschung unserer Feiern und Feste nach bürgerlicher Dereinsmanier muß durch die einhellige Abwehr aller, die ein kulturelles Gewissen dem Volk und der Bewegung gegenüber in sich verspüren, ein Damm entgegengesetzt werden.

9. Dem reinen Stil unseres monumentalen Kul- turwillens muß ber Weg geebnet werben. Diese Ausgabe verbindet sich mit ber Klarheit der Schau ebensosehr wie mit der Ehrfurcht vor dem Wort, das nicht im Alltagsgebrauch des Superlativ abge­nutzt werden darf.

10. Auch für die Künstler unserer Zeit gilt der Satz: Sei natürlich wie das Leben natürlich ist."

Lassen Sie mich, so schloß der Minister, diesen Rückblick und Ausblick abschließen mit einem ehr­furchtsvollen Dank an den Führer, der uns auch in unserer Arbeit lebendigstes unb greifbarstes Vorbild ist. Die deutschen Künstler grüßen in ihm den Patron und Schutzherrn iyres Schassens. Er hält seine Hand über alles, was am Wesen einer echten deutschen Kunst und Kultur tätig rft. Die deutschen Künstler fühlen sich stolz unb glücklich in dem Gefühl: Er gehört zu uns. Er ist Geist von unserem Geist, Trieb von unserem

Im Reichsgesetzblatt erscheint ein Gesetz über bie Ein - und Ausfuhr von Kriegsge­rät, die nur mit besonderer Erlaubnis des Reichs­kommissars für Aus- und Einfuhrbewilligung im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister erfolgen darf. Eine Liste des Kriegsgeräts, das nur mit dieser Erlaubnis aus- und eingeführt werden darf, wird im Reichsanzeiger veröffentlicht werden. Die neue Regelung entspricht der in den meisten anderen Ländern, die Waffen Herstellen, getroffenen Re­gelung.

plomingenieur Speer, Bildhauer Schmidt- Ehmen, Ernst Sckulte-Strathaus, Hans Schweitzer, Oberbürgermeister Z ö r n e r - Dres­den, Prof. Baumgarten, Prof. German B e - ft e (me i er, Pros. Bieber, Professor Gall, Prof. Klein.

Aus dem Kreise der Reichsfilmkammer: Staatsminister Prof. Dr. Lehnich, Hans Wei­de m a n n, Karl Melzer, Bankdirektor Dr. Be­litz, Regiffeur Frölich, Sigmund Jung, Staatsschauspieler Eugen Klöpfer, Reichsfilm­dramaturg Willi Krause, Ministerialrat M u -

Englands Achillesferse.

Das Ergebnis der Unterhauswahlen in Englanb ist, soweit bie bisher bekanntgewordenen Zahlen schon em Urteil gestatten, für bie National­regierung weit günstiger ausgefallen, als erwartet wurde. Man vergegenwärtige sich, daß die Wahlen von 1929 der Arbeiterpartei 289 Abgeord­netensitze gebracht hatten, die Konservativen hatten 249 Mandate retten können, während die 58 libe­ralen Abgeordneten damals zum Zünglein an ber Waage wurden. Bis zum Jahre 1931 hatte das Arbeiterkabinett so gründlich abgewirtschaftet, baß es sogar innerhalb ber Partei zu der Spaltung zwischen Macbonald unb einer kleinen für bie Bildung einer nationalen Regierung unter Beteili­gung aller Parteien sich einsetzenden Anhängerfchar auf der einen und den unentwegten Dogmatikern der Partei unter Führung des vor kurzem gestor­benen Henderson auf der anderen Seite gekom­men war. Macdonalb trat zurück unb die Oktober­wählen des Jahres 1931 brachten der Arbeiter­partei einen Erdrutsch, der fast einer Vernichtung gleichkam. Im neuen Unterhaus blieben nur 56 Abgeordnete der Arbeiterpartei. Die Konserva­tiven errangen mit 453 Mandaten mehr als zwei