Einzelbild herunterladen

M Frankreich seine Zuriilkhaltung ausgeben?

(1

%

Die preffe kündigt für heute eine Antwort Lavals an den Führer an.

es Saar«

ft

Deutsche Volksgenossen! Feierlich hat der Tag begonnen. Das Glockengeläute von allen Türmen der Kirchen, ohne Unterschied der Konfession hat gemahnt, gerade diesen Tag ohne Ansehen der Her­kunft, der Klasse, der Konfession, der wahren Volks­gemeinschaft zu weihen. Durch Befremng vom Un­terricht und Feiern in den deutschen Schulen 'st der Jugend die historische Bedeutung der SaarabstlM- munq vor Augen geführt worden, und die Klar­heit und Reinheit, mit dem sich das Saarvolk zum Vaterland bekannt hat, als ewiges Fanal ins Herz gegraben worden. In ungeheuer vielen Betrieben und Behörden wurde der Tag feierlich begonnen und für den Nachmittag als Freizeit gestaltet. Die gesamte Bevölkerung hat die letzten Fahnen, die in ihrem Besitz sind, herausgeholt und geflaggt.

Ganz Deutschland würdigt die Tat der Saar. Das neue Deutschland hat seine Symbole, das geeinte deutsche Volk seine Fest­tage aus dem Kampf herausgemeitzelt. Zu die­sen Festtagen ist ein neuer gekommen: Der Tag der deutschen Treue, der 13. 3a- nuar 1935. Dieser Tag reicht weit hinaus in alle DZclt, denn so wie alle Welt am 13. Januar auf die Saar schaute, so geht durch alle Welt die Erkenntnis vom Erwachen der Deutschen und von der Treue der Deutschen, die durch keine Rot, kein Leid, mag es eine Generation dauern, erschüttert werden kann. Die Welt kann der Ge- schlo'senheit dieses deutschen Volkes ihre Achtung nicht versagen. Diese selbe Welt wird sich aber in diesem historischen Augenblick auch der Tat- sache nicht verschließen können, dah die Tat der Sammlung aller Deutschen die Tat des

Führers Adolf Hitler ist.

England wünscht die entspannte Atmosphäre zu nützen.

auf Grund der Ergebnisse der Volksabstlm- mung vom 13. 3anuar zu fällen sind."

Der Bericht des Völkerbundes erwähnt nicht die Tatsache, daß die Mitglieder des Dreier- Ausschusses in dieser Tagung einmütig f e st g e st e l l t haben, daß das Ergebnis der Saar- abstimmung selbstverständlich nur die eine Lo­sung, nämlich die Rückkehr des Gebietes zuDeutschland, möglich macht. Der Dreieraus­schuh wird dem Völkerbundsrat indessen TMttwoch- nachmittag in aller Form die Wiedervereini- gung der Saar mit dem Deutschen Reich Vorschlägen. Dieser Antrag ist im Bericht des Dreierausschusses enthalten. Dagegen scheint es fest- zustehen, dah die Festsetzung des Zeitpunk­tes für die Rückkehr der Saar, ebenso wie die Regelung verschiedener anderer, mit der Rück­gliederung verbundener Fragen, erst aus einer späteren Völkerbundsratssihung slatt- finden soll. Es besteht kein Zweifel, dah der Völker- bundsrat den Vorschlag seines Dreierausschusses g u t h e i h e n wird.

seines Sieges einen eindringlichen Aufruf zur Be­friedung- und Versöhnung in Europa erlassen hat.

Times" sagt, es werde allgemeine Erleichte­rung herrschen, daß die Saarländer sich s e l b st entschlossen und es nicht dem Völkerbundsrat überlassen hätten, an ihrer Stelle eine Entscheidung zu treffen. Es sei bemerkenswert, daß nur 46 000 Stimmen für dasRegime der Freiheit" abgegeben wurden, dasin der jetzigen Saarverwaltung ver­körpert" fei. Für die Saarländer, wie für die Mehr­heit im Reich sei Hitler gleichbedeutend mit Deutschland. Die Außenwelt wurde klug tun, sich mit diesem Gefühl abzufinden. Das Ergeb­nis der Saarabstimmung werde die Stellung des Führers noch weiter stärken.Times" führt die Worte des Führers über die Gleichberechtigung und Deutsch­lands Bereitschaft zu enger Zusammenarbeit mit den anderen Nationen an und erklärt: Wenn dies wirk­lich seine Ansicht ist und es besteht kein Grund, daran zu zweifeln dann wird Hitler sich in Em- klang mit der britischen und französischen, der ita­lienischen und anderen Regierungen befinden. Mi­nisterpräsident F l a n d i n hat erklärt, daß die Mehrheit der Franzosen auf fortschreitende Besse­rung der französisch-deutschen Beziehungen hoffe. Bei solchen gegenseitigen Bekundungen guten Willens würde es wirklich tragisch sein, wenn eine über­eilte Handlung oder eine unbesonnene Forderung das letzte Stadium dieser letzten territorialen Be­richtigung zwischen den beiden Ländern stören würde.

reich die Hand hin. Er habe von Wiederver. söhnung und Befriedung gesprochen, und Dr. Goeb« bels habe das Wort Annäherung gebraucht. Vor soviel Herzlichkeit bleibe Frankreich zu­rückhaltend, die Aeußerungen Flandins seien bezeichnend dafür. Man befürchte immer noch ein schlechtes Geschäft und vertrete die Ansicht, daß die Friedensangebote mit der Herstellung von Gift­gasen unvereinbar seien. Sicherlich sei gewiß Dor- sicht am Platze, aber Zurückhaltung sei jetzt nicht mehr angebracht. Nachdem Deutschland Frankreich einlade, müsse die französische Regierung endlich einmal klipp und klar sagen, was sie wolle. Die Friedensaussichten, dis augenblicklich vorhanden seien, fordere die Aufgabe der bisherigen negativen Haltung.

Sie Separatisten suchen in Frankreich Unterschlupf.

Matz Braun will in Paris sprechen. Ami du Peuple" Protestiert.

Paris, 16. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Die mar­xistisch-kommunistische Einheitsfront in Paris kün­digt für kommenden Freitag eine große Rede Matz Brauns an. Der geschlagene Führer der Separatisten im Saargebiet soll unter dem Protek­torat der Liga für Menschenrechte sprechen. Der Ami du Peuple" fordert die französische Regierung auf, den Emigranten aus Deutschland ein für alle­mal jede politische Tätigkeit in Frank­reich zu untersagen und ihnen im Nicht­befolgungsfalle die Auslieferung an Deutsch­land anzudrohen. Matz Braun könne dann im Reich auf eigene Rechnung und Gefahr seine ruhmreiche Karriere als marxistischer Agitator fort­setzen, der von seinen eigenen Truppen verlassen worden sei.

Wie Havas aus Forbach berichtet- haben 30 Saarländer bei Forbach die Grenze überschritten. Unter ihnen befinden sich mehrere Führer der Einheitsfront mit ihren Fami­lien. In Forbach sei ein Sonderkommissariat für saarländische Flüchtlinge eingerichtet worden. Der Leiter der französischen Sicherheitspolizei hat einem Mitarbeiter des Petit Journal erklärt, daß die nach Frankreich hineingelassenen saarländischen Emi­granten in der Gegend von Toulouse, wo für 5000 Personen Platz gemacht worden fei, untergebracht würden und ein weiterer Zu­strom in der Gegend von Bordeaux. Es bleibe jedoch festzustellen, daß es sich nur um eine vor- läufige Unterbringung für Rechnung des Völ­kerbundes handele, der sich später mit der endgül­tigen Verteilung der Flüchtlinge zu beschäftigen habe.

Genf, 15. 3an. (DNB.) Heber die heutige Ta­gung des Dreierausschusses für die Saar wird fol­gende amtliche Verlautbarung herausge- geben:

Der Dreier-Ausschuß für die Volksabstim­mung im Saargebiet hat heute unter Vorsitz des Barons A l o i s i getagt. Der Ausschuß hat den Wortlaut des Berichts fest gelegt, den er morgen dem Völkerbundsrat o o r 1 e g e n wird Dieser Bericht enthält Vor­schläge hinsichtlich der E n t s ch e i d u n g e n, die

Eme Provokation.

Heimburgcr setzt die wegen Meuterei ver­hafteten Emigrantenkommissare wieder em.

6 a a r b r ü <f e n , 16. Ian. (DNB) Der Chef der saarländischen Polizei, Major Hennessy, hatte Montagabend die Haupträdelssührer einer erwiese­nen Meuterei, die Emigrantenkommissare Grum- bach, Gericke und Ehrt st entlassen und verhaftet. Unter Mißbrauch seiner politischen Machtbefugnisse hat der französische Direktor des Inneren, Heimburger, sie wieder in ihre Posten eingesetzt. Dieses unglaubliche Ver­halten Heimburgers muß gerade am Siegestage der deutschen Sache an der Saar ganz beson­ders befremdend berühren, lähmt es doch nicht nur alle Maßnahmen der zum korrekten und durchgreifenden Einschreiten entschlossenen inter­nationalen Polizeioffiziere, sondern zeigt darüber hinaus, wie wenig Heimburger gewillt ist, aus unabänderlichen Tatsachen die e r f o r - derlichen Folgerungen zu ziehen. Nachdem die politische Entscheidung eindeutig zugunsten Deutschlands ausgefallen ist, kann man der saar­deutschen Bevölkerung nicht mehr zumuten, den willkürlichen Anwandlungen eines Propagandisten der inzwischen allerdings nicht mehr vorhandenen Einheitsfront ausgesetzt zu sein. Man muß be­dauern, Herrn Heimburger auf diese Dinge so ein­deutig aufmerksam machen zu müssen, nachdem man den Dienstag hindurch vergeblich auf seine eigenen Entschlüsse wartete.

London, 16. Jan. (DNB. Funkspruch.) Viele Druckspalten der Londoner Morgenpresse sind langen, bis in die kleinsten Einzelheiten gehenden Berichten über die gestern in Saarbrücken und Berlin ver­anstalteten Freudenkundgebungen und über die in Genf bei Eintreffen der großen Nachricht entstande­ne Ueberraschung und Erleichterung gewidmet. Die Reden des Führers, des Propagandaministers und des Kommissars für das Saargebiet werden in größ­ter Ausführlichkeit wiedergegeben. Das Ergebnis der Saarabstimmung wird von der ganzen Morgenpresse in Leitaufsätzen besprochen. In dem Arbeiterblatt Daily Herald" heißt es, dieStimme des Blutes", wie Herr Hitler es nennt, hat gesprochen. Gleichviel, ob man es begrüßt oder nicht, die Tat­sache bleibt bestehen, daß das vaterländische Gefühl sich als stärker erwiesen hat als klassenpolitische und sonstige Erwägungen. In inter­nationaler Beziehung bedeutete die Erledigung der Saarfrage eine große Gelegenheit.

Das Blatt Lord Rothermeres, dieDaily Mail", schreibt: Der Wert einer Nation erweist sich darin, wie sie auf einen großen Auf­ruf antwortet. Dieser große Aufruf ist von Hitler ausgegangen, und die Antwort der Saar­länder war prachtvoll. Hitler hat heute un­bedingt in Deutschland an Volkstümlichkeit nicht seinesgleichen. Seine Macht hat sich durch die Art und Weise, wie er die Geschäfte führte, stetig ver­größert. Er hat einen Erfolg von allergrößter Be­deutung erzielt, auf den das deutsche Volk stolz sein darf. Wir freuen uns, daß er in der Stunde

auf, bei der Reichsregierung den Schutz für die­jenigen zu verlangen, die gegendie Rückglie­derung gestimmt haben. Eine andere eben­falls stark im Vordergrund stehende Frage ist die der Auslegung des Versailler Vertrages hinsichtlich des entmilitarisierten linken Rhein­ufers. Die Genfer Sonderberichterstatter der gro­ßen Informationsblätter erklären, daß das Saar- qebiet selbsttätig unter diese Bestimmungen 'falle und daß der Völkerbund auch entsprechend beschließen müsse. Pertinax schreibt, daß dieses ent­militarisierte Rheinufer wohl die einzige Forderung des Völkerbundes auf politischem Gebiete sein werde.

Vor einer Antwort Lavals an den Führer?

Die Genfer Sonderberichterstatter des3ournat und desPetit Parifien" weifen auf eine Erklärung hin, die der französische Außenminister am Mittwoch im Völkerbundsrat ab­geben werde und die gewisfermaßen eine Ant­wort auf die Erklärungen des Reichskanzlers bar- siellen würde. Laval werde sich dabei von dem Ge­danken leiten lassen, daß eine ehrliche deutsch- franzöfifche Zusammenarbeit die beste Friedensgarantie darstellt.

DerQuotibien" fordert die französische Regie­rung auf, nunmehr ihre Zurückhaltung aufzugeben und einmal deutlich zu sagen, was sie wolle. Vor der Abstimmung habe man gesagt, wenn die Saar für Deutschland stimme, so stimme sie für Hitler, und man werde erst dann die wah­ren Gefühle der Bevölkerung für den Führer ken­nen. Der Beweis sei heute erbracht. Hitler sei der wahre und absolute Führer Deutschlands und reiche Frank«

Unser Führer hat dem Volk wiederholt schon zu- qerufen: Treue u m T r e u e ! Und heute vormit­tag hat er allen Saarländern den D a n k o e r Ration ausgesprochen und erklärt, daß m Den kommenden Wochen die Deutschen an der Saar Die Repräsentanten des deut sch e n V o i r s und des Deutschen Reiches sind unb "Dabei die Hoff­nung ausgebrückt, baß Die Disziplin auch wei­terhin Richtschnur sei als Voraussetzung der rei­bungslosen endgültigen Rückgliederung des Saar-

re g e l t werden. , _

Die Bezahlung der Saargrube n ist be­reits sogar schon in ihrer Ausführung studiert worden. Ich sehe daher bei der Frage der finan­ziellen Regelung, die die öffentlichen und privaten französischen Rechte im Saargebiet betreffen, keine großen Schwierigkeiten voraus. Handelsoer­handlungen werden unverzüglich beginnen, so­wohl um eine Uebergangsregelung des Warenaus­tausches zwischen Frankreich und dem Saargebiet zu gewährleisten, als auch um den deutsch-franzo- fischen Warenaustausch der neuen Lage anzupassen, wenn das Saargebiet endgültig wieder tn das deutsche Zollaebiet einbezogen sein wird.

Das heikelste Problem, das einer möglichen Saarabwanderung, ist von einem Ausschuß des Kabinetts unter Vorsitz Herriots genau vor- bereitet worden. Aber es geht vor allem b e n Völkerbunb an. Dieser hat bie Pflicht, die- ienigen. bie nicht für Deutschlanb gestimmt haben, vor allen etwaigen Repressalien zu schützen. Ich

Paris, 15. Jan. (DNB.) lieber seine Ansicht zum Ergebnis ber Volksabstimmung befragt, hat Ministerpräsibent ^1 anbin folgendes erklärt:

Frankreich hat zur Grundlage seiner inter­nationalen Politik die Achtung der Ver­träge gemacht. Es kann sich zu der strikten An­wendung der Verträge bei der Saarabstimmung nur beglückwünschen. Kein Franzose wird daran denken, die Ergebnisse der Abstimmung zu be­streiten. Der Völkerbund, der in seiner Rolle der Aufrechterhaltung des Friedens und der Orga­nisierung der internationalen Sicherheit soeben einen großen Erfolg Daoongetragen hat, hat bie Aufgabe, bas f ü r bie Rückkehr d e s Saar­gebietes zu Deutschland vorgesehene 23er- fahren bis zum Ende d u r ch z u f ü hr e n. Ich hoffe bestimmt, daß dank der moralischen Auto­rität Genfs, dank dem Verständnis ber Deutschen Regierung für ihre Pflichten, bank auch ber Dor- bereitung burch bie in Rom geführten Verhanblun- gen alle Fragen, die zwischen Frankreich und Deutschland Reibungen hätten Hervorrufen können, unter der Aegide des Völkerbundes leicht ge-

Der Aufstieg des neuen Deutschland machte denn auch die letzten Zweifler fehend. Die in- nerpolitische Ordnung Deutschlands war Weg­weiser für alle Deutschen an der Saar. Der wirtschaftliche Aufstieg und die Befreiung von ber Geißel der Arbeitslosigkeit machten sie hoffnungsfreudig. Die kulturelle und geistige Wiedergeburt machten sie hoffnungssroh und bas einmütige Bekenntnis zum Führer über­trug sich auf sie. bie man von der Heimat ab- drosfeln wollte.

Der 13. Januar 1933 geht wie ein Erwachen burch die ganze Welt. Die Deutsche Treue war nie unb ist teini leerer Wahn. Ihr von der Saar habt einen guten Kamps gekämpft ohne Schlachtfeld, ihr habt einen Sieg ohne Blutvergießen errungen. Euer Sieg rückt bas Friebenswerk des Führers in das Rampenlicht des Weltgeschehens. Euer Sieg wirb ber Ausgangspunkt einer frieb- lichen Entw icklung Deutschlands, Eu­ropas und Der ganzen Weit sein. Es war schließlich gut so, daß euer Kampf bis zum Letzten ausgefochten wurde. Um so schärfer tritt er nun heute in den Blickwinkel ber ganzen Welt. Sofort nach ber Bekanntgabe bes Abstimmungsergebnisses, nachdem bie Welt erfahren hatte, baß über 90 v. H. des Saarvolkes sich zu Deutschland bekennen, hat ber Führer erneut unb mit einer Deutlichkeit, bie fein Mißverstehen in ber Welt zuläßt, erklärt, daß nach dem Vollzug eurer Rückkehr das Deutsche Reich keine territorialen Forderungen mehr an Frankreich stellen wird.

Damit ist für die Befriedung der beiden Völker der Grundstein gelegt und der Weg frei für eine Entwicklung im 3nnern, die ihre Zielsetzung darin sieht, in friedlicher Arbeit die Lebensgüter zu schaffen, die erforderlich sind zur Erhaltung des ganzen deutschen Volkes. Die Voraussetzung für diese Arbeit in Frieden ist durch die innere Freiheit von allen ehemali­gen parteilichen, weltanschaulichen und kulturel­len Bindungen im nationalsozialistischen Vater­land gesichert. Arbeit, FriedeundFrei- heit sind das Unterpfand für die Beschaf­fung des täglichen Brotes unseres ganzen Volkes.

Qcb totes.

Ich habe die Verpflichtung, allen Denen im Gau Hessen-Nassau zu D a n t e n, Die ak- t j v im Saarkampf gestanden haben, die insbesondere Durch ihre Tätigkeit zur Organi­sierung Der Abstimmungsberechtigten hervorragend gearbeitet haben, unD allen Denen, Die außerdem durch ihre materielle Un = terstützung und durch ihre Arbeit.zu dem hervorragenden Sieg beigetragen haben, feier­lich hat sich Das Deutsche Volk m allen Gauen zu- tammenqefunben. In Dörfern, Städten, auf histo­rischen Plätzen steht bas beutsche Volk im Fackel­schein mit dem Bewußtsein der weltgeschichtlichen B'deutimq des 13. Sanitär. Gs dankt den Saar ländern für ihre in Kampf und Le.d er­probte Treue. Di- Kolonnen Jefeen jid) in Marsch Cf in nnnies Volk marschiert, um m Frei- he t für die friedliche Entwicklung Deutschlands ffnrnnM und der W-lt zu demonstrieren. Das aamePBott bekennt sich in eiferner Disziplin zum Söftrer d-r es zu diesem Höhepunkt hmaufge- KM bat' Dir, Führer, weihen wir uns m ge­schlossenem Volkstum für alle Zukunft mit einem brÄnÄb begann die Kundgebung und mit dem oieltausendstimmig 0«1ftingenen Deutsch­landlied und dem Horst-Wessel-Lied fand sie ihren Abschluß. Dann zogen die Kolonnen msi »t '» den Fahnen und klingendem Spiel 3um Opernntat; m (Bauleiter Sprenger und

« eckerle den Vorbeimarsch «bnahmen^ Die Fackeln wurden auf dem Opernplatz zu ammenge- m-rfen unb brannten hier als zwei riesige F stoße symbolhaft zum Himmel.

Oruische rnto französische Jugend.

Bertranb b e I o u v e n e l, ber Chef bes Comitt* dEnente de la Jeunesse Frangaise pour le Kap- prochement Franco-Allemand hat a M 2 a g e Saarabstimmung an ben Abteilungsleiter Ausland ber Reichsjugenbführung, ObergebietssuY. rer Carl Nabersberg bas nachfolgende Deie- gramm gerichtet, bas als ein wahrer Ausdruck kamerabschaftlichen Haltung ber jungen französischen Generation gegenüber der deutschen Jua^nd *u werten ift:Ich freue Mich, daß Dl heutige Tag bie letzte territoriale Frage

Das pariser Echo.

Paris, 16. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Die Pa­riser Morgenblätter füllen mehrere Seiten nut Be­richten ihrer Sonderberichterstatter aus Berlin, Saarbrücken und Genf, in Denen die Eindrücke ge­schildert werden, die die machtvollen Kundgebungen für das Dritte Reich hinterlassen haben. Die Um­stellung der Blätter, die noch vor wenigen Tagen eme starke Minderheit der Separatisten voraussag­ten oder sogar an deren Erfolg glaubten, hat sich mühelos vollzogen; man erklärt, baß es zwecklos ei heute noch über bas Ergebnis zu streiten. Man müsse sich eben mit der Tais ach e ab f in de n und Lehren Daraus ziehen. Die Deutschen stellten ihre persönlichen Interessen hintan, wenn es sich um Das Wohl Des Volksganzen handele. Man müsse diesem unwandelbaren Nationalgefühl Anerken­nung zollen. Man will darin aber auch eine Ge­fahr erblicken, denn die Wiedereingliederung des Saarqebiets in Deutschland bereite den öfter- reichischen Anschluß vor. (?) Die Saarab­stimmung habe Deutschland Die Tore Wiens ge­öffnet. v ,

Die Ausführungen des Führers haben zu einer Entspannung geführt und fin­den allgemein eine günstige Aufnahme. Alle Blätter unterstreichen den Hinweis Adolf Hit­lers, daß Deutschland nunmehr keine territo­rialen Forderungen mehr an Frankreich zu stellen habe, man gibt der Hoffnung Ausdruck, dah die Saar wirklich z u einer Drücke zwischen beiden Ländern wird. Das Oeuvre" erklärt, der Führer habe den großen Sieg nicht mit Prahlereien gefeiert, sondern mit Worten der Vernunft.

Bei Behandlung der noch zu regelnden Fragen fordert ein großer Teil der Presse den Völkerbund

Flandin und Laval reifen am 3i.Zamiar nach London

London, 16. Jan. (DNB.) Wie halbamtlich verlautet, werden der französische Ministerpräsident Flandin und Außenminister Laval am 31. Januar in London eintreffen. Die Bespre­chungen mit den englischen Staatsmännern werden am 1. und 2. Februar stattfinden.

Daily Telegraph" sagt: Das Kabinett habe am Montag Die Vorschläge Simons gebilligt, bie dar- auf abzielten, Deut.schlanbs Rückkehr in ben Völkerbunb unb eine Rüstungs - Vereinbarung zu sichern. ImDaily Heralb" wirb betont, baß es sich nicht um Formu­lierung eines gemeinsamen Planes handele, ber Deutschlanb vorgelegt werbe solle; von einerSin» heitsfront" gegen irgenb jemanb sei keine Rede.Times" schreibt, ber allgemeine Zweck bes Besuches liege barin, z u verhinder n, daß bie jetzige günstige europäische Lage ungenutzt vorübergehe. Man sei ber Ueberzeugung, baß bie Beratungen zwischen nur zwei Regierungen nicht sofort greifbare Ergebnisse haben könnten; man beabsichtige, eine breite Erörterunas- grunblage für alle zu schaffen unb andere fiänber, besonders Deutschland unb Ita­lien, zum frühest möglichen Zeitpunkt zu den Er­örterungen hinzuzuziehen. Heber die fran- zäsisch-italienifchen Vorschläge für Oesterreich habe die britische Regierung noch keine formelle Entscheidung getroffen. Doch lasse sich aus früheren Erklärungen über die britische Politik der Schluß ziehen, daß Großbritannien keinen Einwand gegen Teilnahme an einem Konsulta- tivpakt erheben würde. Es sei aber höchst un­wahrscheinlich, daß Großbritannien irgendwelche neuen Verpflichtungen in Mitteleuropa übernehmen werde.

Eine Erklärung Flandins.

gelost hat, die unsere beiden Länder trennt. Ich wünsche, daß die französisch-deutsche Zu- ammenarbeit unserer Freundschaft gleichen möge."

Nabersberg antwortete:Wir danken Ihnen ür Ihre Drahtung, deren Inhalt von der gesamten deutschen Jugend herzlich begrüßt wird. Auch wir freuen uns, daß mit der Entscheidung vom 13. Januar die Grundlage der deut sch - ranzösischen Jugendarbeit weiter g e f e ft i g t wurde.. In Freundschaft Carl Nabers- berg."

Das berichtigte Endergebnis der Saarabstimmung.

Saarbrücken, 15. 3an. (DNB.) Das vorn Präsidenten der Abstimmungskommifsion, Rhode, verkündete Endergebnis der Saarabftimmung lautet:

Von 539 541 Abstimmungsberechtigten haben 528 005 abgestimmt, darunter 477 119 für Deutsch­land, 46 513 für den Status quo und 2124 für Frankreich. 2249 Stimmen waren ungültig.

Folgende Berichtigungen find bei den in unserer gestrigen Tabelle angeführten Einzelergeb- niffen der kreise und Bezirke vorzunehmen: Die Abstimmungsergebnisse für den Abslimmungsbezirk Ottweiler lauten wie folgt: Deutschland 4335, Status quo 657, Frankreich 4. 3m kreis VII (Homburg) find nur die Orte Altheim, Breit- furt und Einöd-3ngweiler unter dem Ergebnis: Deutschland 2525, Status quo HO, Frank­reich 5 zufammengefaßt. Der Ort Vöck- weiler dagegen weift folgende Stimmenzahl auf: Deutschland 376, Status quo 15, Frankreich 0. Vor der Entscheidung in Gens. Der Dreieransschutz wird heute dem Nat Wiedervereinigung mit Deutschland Vor­schlägen.