Aus der Provinzialhauptstadt.
Gedanken am Briefkasten.
Da stehst du nun vor einem der kleinen Kästen, die die deutsche Reichspost weit über das ganze Reich gestreut hat. Ob du geschäftig, dringend atern- los durch die Straßenzüge der Großstadt hastest, ob du beschaulich in der Kleinstadt deiner.Tagesarbeit nachgehst, ob du geruhsam durch die Abendstille eines Dorfes pilgerst, immer begegnen sie dir, diese zuverlässigen, getreuen Helfer und Förderer, ja Beförderer deiner höchsteigenen, persönlichen An- gelegenheiten.
Du magst ihnen anvertrauen, was du willst, pe dienen dir! Da magst du Handelsgeschäfte abzu- schließen haben, da magst du Hobe Gedanken der Wissenschaft auszutauschen haben, da magst du dich besorgt deinem Kinde, das fern von dir im Lebens- kampse steht, mitzuteilen haben, da magst du tausend Zärtlichkeiten zu verschwenden, zu versenden haben, einerlei: Der Kasten an der» Straßenecke oder an der Häuserwand nimmt alle Geheimnisse auf, er kümmert sich nicht um deine Seufzer, nicht um deine Tränen, nicht um dein Lachen, nicht um deinen Gewinn. Er dient dir rückhaltlos, ergeben, gehorsam, wie dir kein Mensch dient. Und er tut dies alles--im Tempo des Schnellverkehrs des
20. Jahrhunderts!
Ueberlege dir! Du hast einen Brief geschrieben. Er ist wichtig, er ist eilig, er heischt Antwort. Du steckst ihn in deine Rocktasche. Du willst ihn auf dem Weg zum Dienst, zum Beruf, zum Geschäft oder nur abendlichen Unterhaltung in den Kasten werfen. Da tauchen Gedanken in dir auf. Oder da triffst du einen Bekannten unterwegs. Oder da liest du im Dorübergehen die Zeitung. Du steigst in eine Bahn, um zum Geschäft oder zum Theater zu kommen. Stunden der Arbeit, Stunden der Unterhaltung, Stunden des Fröhlichseins oder der Sorgen halten dich in Atem. Am nächsten Tag greifst du wie von ungefähr in die Rocktasche und hältst den zerknitterten Brief in deinen erstaunten Händen. Du hattest vergessen, ihn einzustecken...
Wie anders der Briefkasten! Steckst du den sauberen, glatten, unzertnitterten Brief durch den Schlitz des Kastens, so weist du nun ganz sicher, ganz bestimmt, ganz ohne Zweifel: er ist am rechten Platz. Du weißt, daß er dann pünktlich zur Minute abgeholt wird: das er alsbald auf dem Tisch des Postamtes liegt; daß er seinen Stempel erhält; daß er geordnet und wohlverwahrt zum Zuge kommt; daß er weite, weite Strecken in ratternder Besorgtheit über Brücken, durch Tunnels, vorbei an Wiesen, Dörfern, Städten zurück- legt, bis er plötzlich durch Zauberkraft Halt macht. Du weißt wiederum, daß flinke Hände ihn abermals ergreifen; daß er in einem unabsehbaren Haufen von Gefährten abermals auf einen Post- tifch flattert; daß er dann in unvorstellbarer Kürze durch die Straßen des fremden Ortes getragen wird, bis er drei Treppen hoch, vorn links, wie von selbst, wie gar nicht anders möglich, in die Hand dessen kommt, der auf ihn wartet. Inzwischen aber bist du deiner Wege gegangen, hast dich um nichts gekümmert, was den Brief irgendwie anginge, hast gearbeitet, gerastet, geschlafen. Und — ist es nicht wie ein Wunder? — hast nach abermals einem Tage die gewünschte Arbeit in den Händen.
Sieb'! So ist der Briefkasten!
Vielleicht verstehst du nun, warum ich mitunter voller Gedanken vor einem Briefkasten stehe, und mir unbegreiflich erscheint, was doch alltäglich ist.
H. D.
Deutsche Arbeitsfront.
Amt für Berufserziehung.
Wirtschaftsgruppe Banken und Kredit. Am Dienstag, 16. Juli, beginnt im Hotel Hindenburg, abends 7.30 Uhr, eine Vortragsreihe „Der deutsche Außenhandel und seine Finanzierung". Referent ist Prokurist R. S t e r l y, Frankfurt a. M. Die Vortragsreihe soll sich über sechs Abende erstrecken und wird wöchentlich jeweils ein Vortrag stattfinden. Alle Mitglieder der DAF. können an dieser Vortragsreihe teilnehmen.
Das Amt für Arbeitsführung und Berufserziehung der Deutschen Arbeitsfront ladet zu dem am Montag, den 15. Juli, abends 8.30 Uhr in dem Katholischen Vereinshaus stattfindenden Vortrag mit Tonfilmoorführung ein. Herr Fischer, Werbeleiter der IG.-Farbenindustrie, Frankfurt a. M., spricht über „deutsche Chemie-Werbung". Der Vortrag bietet die seltene Gelegenheit, interessante Details über Aufbau und Methoden einer modernen Uni- versal-Propaganda zu erfahren. In verschiedenen Städten fand der Vortrag bereits großen Zuspruch. Für alle Mitglieder der DAF. ist der Eintritt zu diesem Vortrag frei. Das Amt für Berufserziehung gibt auf Wunsch weitere Einladungen in der Geschäftsstelle, Lonystraße 18, aus.
Der Tagesauftakt an den hessischen Schulen.
Entsprechend einem Ausschreiben der Ober- sten Schulbehörde in Hessen vom 18. Oktober 1934 haben fast alle Schulen den täglichen Unterricht mit allgemeiner Körperschule, Lied und Tagesspruch begonnen. Die eingegangenen Er- fahrungs- und GestaUungsberichte zeigen überzeugend die freudige Aufnahme und das wertvolle Ergebnis. Der äußere Ablauf dieses Tagesauftaktes hielt sich im wesentlichen an die seinerzeit gegebenen Richtlinien.
Nach den Sommerferien wird der Arbeitsbeginn an jeder Schule nach dem Sinn der Verfügung vom 18. Oktober 1934 vorgenommen. Dabei spielt in der Durchführung die Reihenfolge der Einzelteile keine Rolle. In welcher Art ein Leitspruch zu verwenden ist, ob täglich oder für mehrere Tage, bleibt ebenfalls freigestellt. Entsprechendes gilt auch für die Wahl des Liedes. Ueberall notwendig ist allein die innere Bereitschaft der Lehrkräfte und ihr vollster Einsatz, den körperlichen, seelischen und völkischen Kräften dieses Tagesauftaktes zum Durchbruch und zur Auswirkung zu verhelfen.
Die Leitung des Arbeitsbeginns wird künftig nicht mehr auf die Turnlehrkräfte beschränkt. Weiterhin haben alle Lehrkräfte, soweit sie in der ersten Unterrichtsstunde beschäftigt sind, am gemeinsamen Tagesauftakt teilzunehmen. Es ist selbstverständlich, daß sie sich für einen ordnungsmäßigen und raschen Verlauf einzusetzen haben.
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag: DAF.: 20.15 Uhr: Katholisches Vereinshaus, Lie- bigstrahe 20, Vortrag: „Textilwerbung der chemischen Industrie". — NSG. „Kraft durch Freude": 18 bis 19.15 Uhr, Schwimmen in der Badeanstalt des Männerbadevereins; 18 bis 20 Uhr: Tennis; 21 bis 22 Uhr, Reiten, Reitschule Schömbs, am Drandplatz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Freut Euch des Lebens".
♦
** „D er Raub der Sabinerinnen." Am Mittwoch, 17. Juli, kommt der Schwank. „Der Raub der Sabinerinnen" von Franz und Paul von Schönthan unter der Spielleitung Karl D o l ck s und mit Heinrich H u b in der Hauptrolle zur Aufführung. Die beiden Autoren unterhalten ihr Publikum. Es gelingt ihnen, mit einer Menge Einfälle eine Situation zu bauen, daß es nur immer zu lachen gibt. Spieldauer von 20 bis gegen 22.30 Uhr.
** Neue Drucksachenbestimmungen. Die Deutsche Reichspost hat die Bestimmungen für die Versendung von Drucksachen dahin erweitert, daß künftig den unter Umschlag versandten Drucksachen auch kleine Muster beigegelegt werden dürfen, die zur Ergänzung der Druckangabe dienen sollen. Danach werden also Glückwunsch-, Ansichtsund ähnliche Karten, auf denen kleine Stickmuster oder künstliche Blumen angebracht sind, unter Umschlag zur Versendung als Drucksachen zugelassen. Die Versendung derartiger Karten ohne Umschlag ist nicht zulässig.
** Der Umfang des Postscheckverkehrs im Juni. Die Zahl der Postscheckkonten ist im Juni um 1272 Konten auf 1058 969 gestiegen. Auf diesen Konten wurden bei 63,5 Millionen Buchun- Sen 10 309 Millionen Mark umgesetzt; davon find 475 Millionen Mark oder 82,2 vH. bargeldlos beglichen worden. Das Guthaben auf den Postscheckkonten betrug am Monatsende 570,4 Millionen Mark, im Monatsdurchschnitt 594,2 Millionen Mark.
**Der Erste Deutsche Polizeihund- Verein e. 23. (PHV.) im Reichsverband für das deutsche Hundewesen (RDH.) erläßt in der Fachpresse die Ausschreibung für das am 7. und 8. September d. I. in Berlin-Bohnsdorf zur Durchführung kommende Reichs - Gebrauchshund ■ Turnier 1935. Der Leistungswettbewerb ist offen für Dienst- und Gebrauchshunde. Er soll der Förderung einer im Interesse des Nachwuchses an Diensthunden notwendigen Wesens- und Leiftungszuckt dienen. In den als Pflichtübungen ausgeschriebenen Mannschaftswettbewerben werden die allgemein von Hunden zu fordernden und liebwerten Eigenschaften wie Führigkeit, Wesensstärke und Ausdauervermögen einer strengen Prüfung unterzogen. Die Einzelwettbewerbe als Wahlübungen umfassen nahezu alle Derwendungsgebiete des Diensthundes unter Anlehnung an die praktische Arbeit.
♦♦Das Rauchverbot auf der Eisenbahn. In allen Zügen ist die Hälfte der Wagen oder Abteile sowohl der Polster- wie der Holzklasse, ohne Einrechnung der Frauenabteile, für Nichtraucher vorgesehen. In den Nichtraucher- und Frauenabteilungen, den Triebwagen ohne Raucherabteil sowie den v-Zügen, in denen durch Anschlag
das Rauchen verboten ist, darf auch dann nicht geraucht werden, wenn die Mitreisenden ihre Zustimmung geben. Viele Nichtraucher empfinden das Reisen in Abteilen, in denen vor ihrem Einsteigen geraucht wurde, als unangenehm. Uebertretungen des Rauchverbots sind von den Zugbegleitbeamten von Amts wegen und nicht erst auf Beschwerde
zu verfolgen. Bei Uebertretung des Rauchverbots ohne vorherige Verwarnung roicb eine Buße von 2 Mark erhoben; auch kann wegen Uebertretung bahnpolizeilicher Vorschriften Strafverfolgung statt- finden. Den Reisenden wird daher dringend empfohlen, im eigenen Interesse die Bestimmungen über das Rauchverbot zu beachten.
Arbeiter, Bauer, Soldat!
Ein Kameradschastsabend veranstaltet von der NSS.-^Krast durch Freude-'.
Die Deutsche Arbeitsfront, NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete am Samstagabend im Caf6 Leib einen Kameradschaftsabend für Reichsheer und Arbeitsdienst, zu dem auch Arbeitsdienstführer 222 Schmidt- Marburg mit seinem Stab, der Kanzler der Universität Prof. Dr. Hummel, ein VerBeter des Reichsheeres sowie der Obmann des Arbeitsamtes Pg. H a n ß erschienen waren. Für die Ausgestaltung sorgte in erster Linie der Arbeitsdienst, während eine Reichsheerkapelle die musikalische Umrahmung bestritt.
Der „Köniagratzer Marsch" bildete die (Einleitung zum ersten, dem Arbeiter gewidmeten Tell, den der Kreiswalter der NS.-G. „Kraft durch Freude" mit einem Willkommensgruß eröffnete. Sinnvoll gab ein Vorspruch „Kamerad, das war ein heißer Tag", der Freude auf den Feiertag, den der Arbeitssoldat sich selbst gestaltet, Ausdruck. Im Weihelied des Arbeitsdienstes „Heiliges Feuer" klang das stürmische Verlangen der Jugend nach der befreienden Tat für Deutschland an. Ein Sprechchor der Arbeitsmänner „Wir wollen die Heimat erhalten", bedacht und ekzentuiert vorgetragen, kündigte das Wollen der Arbeitssoldaten über die gemeinsam erlebte Arbeit zur Kameradschaft zu gelangen und selbstlos der Heimat, dem Volke zu dienen, an. Das gemeinsam gesungene Kampflied „Es pfeifst von allen Dächern" war dann die gemeinsame Bekundung der Tatbereitschaft bis zur restlosen Befreiung Deutschlands. Welche Schwierigkeiten und seelischen Hemmungen
elbft in der eigenen Familie die ersten Arbeits- reiwilligen zu überwinden hatten, das deutete ras anspruchslose, aber aus jugendlicher Beaeiste- rung heraus entstandene Zeitstück aus dem Jahre 1933 des Kameraden Bierau „Einer will zum Arbeitsdienst" an. Der reiche Beifall bewies, daß es Anklang gefunden hatte.
Den zweiten, dem Bauern gewidmeten Teil, bestritt der Heimatdichter Georg H e ß aus Leihgestern mit feinen eigenen Mundartdichtungen. Sein oft gehörter „Gruß des Bauern an die Städter" und die besinnlichere Nachtwächter-Studie im Dorf trugen ihm so starken Beifall ein, daß er sich zu einer Zugabe entschließen mußte. Mit dem heiteren „Besuch zweier Bauern aus dem Maskenball" bereitete er große Freude.
Der Radetzkimarsch bildete die Ueberleitung zum letzten Teil. Der Arbeitsdienst sang zwei Volkslieder, bevor der Dramaturg des Stadttheaters Paul Nieren von Münchhausens Ballade von den alten Landsknechten im Himmel und effektvoller musikalischer Untermalung zum Vortrag brachte. Durch den reichen Beifall aufgemuntert, brachte nun auch Nieren aus eigenen Dichtungen „Heiteres aus dem Kasernenleben", zu Gehör, das gute Aufnahme fand. Da ein Zwischensviel aus den „KdF."-Reifen ausfiel, führte eine Musikfolge vom „Soldatenlieben und Soldatenleben" über den Schlußmarsch zum Ende des unterhaltenden Teiles. Bei Tanz und Spiel blieben Soldaten, Arbeitsmänner und Gäste noch einige Stunden gemütlich beieinander.
Wirifchast.
* 40 000 Schafe in Hessen. In aanz Süddeutschland gibt es heute rund 580 000 Schafe. Davon entfallen auf Bayern etwa 360 000, auf Württemberg 140 000, auf Baden und Hessen je 40 000.
Rhein-Mainische Börse.
Tendenz nnelnheittich.
Frankfurt a. M., 13. Juli. An der Wochen- schluhbörse entwickelte sich mangels besonderer Anregungen nur kleines Geschäft. Die Kursgestaltung war uneinheitlich. Zum Teil kamen im Zusammenhang mit dem bekannten Schreiben des Centralver- dandes noch Derkaufsaufträge zur Ausführung, andererseits lagen auf der ermäßigten Basis wieder Kauforders vor. Im großen und ganzen bestand aber an den Aktienmärkten Zurückhaltung. Die Kursabweichungen hielten sich in verhältnis- mäßia engen Grenzen. Weiteres Angebot bestand in chemischen Werten. IG. Farben gaEn nach behauptetem Beginn 0,50 o. H., Scheideanstalt 0,50 v. H. nach, Goldschmidt waren mit minus 2 v. H. etwas stärker ermäßigt. Am Elektromarkt ließen Siemens 2,25 v. H., Felten 1,75 v. H., RWE. 0,75 v. H. und Akkumulatoren 0,50 v. H. nach, dagegen waren AEG. um 0,40 v. H., Schuckert um 0,75 v. H. und Mainkraftwerke um 0,25 v. H. erholt. Montanwerte waren zumeist etwas höher, insbesondere Stahlverein mit plus 1,65 v. H. Rheinstahl, Mannesmann, Harpener, Hoesch und Buderus zogen bis 0,75 v. H. an. Gut erholt waren auch Kunstseide AKU. mit plus 1,25 v. H., ebenso Daimler und Moenus Ma- jchinen mit je plus 1 v. H. Reichsbank notierten mit 187,50 bis 188 (187,75) wenig verändert. Schiffahrtsaktien bröckelten noch bis 0,65 v. H. ab, ferner büßten Allg. Lokal und Kraftwerke 2,25 ein. Nach den ersten Kursen überwogen infolge der Geschäftsstille meist leichte Abschwächungen von 0,25 bis 0,50 v. H.
Am Rentenmarkt war die Haltung etwas fester, doch erfuhr das Geschäft keine Ausdehnung, auch die Kurse wiesen nur minimale Veränderungen auf. Altbesitzanleihe lagen 20 Pf. höher, Industrie- Obligationen, Kommunal-Umschuldung, Zinsvergütungsscheine und späte Schuldbuchforderungen lagen gut behauptet. Von fremden Werten lagen 4prvz. Ungarn Gold 10 Pfennig hoher.
Bei sehr kleinen Umsätzen blieb auch im Verlaufe die Kursentwicklung uneinheitlich, dach waren die Veränderungen nur klein. Reichsbank gingen auf 187,25 nach 188, Stahlverein auf 86,25 nach 86,90 zurück, dagegen waren IG-Farben auf 150,13 nach 149,75 und AEG. auf 44,50 nach 44,25 erhöht. Auf den übrigen Marktgebieten war die Entwicklung
ähnlich. Matt lagen Deutscher Eisenhandel mit 101,75 (104,50), ferner büßten Lahmeyer 1,25 v. H. und Rütgerswerke 3,25 v. H. auf 118 ein, dagegen zogen Mansfelder auf 116,50 (115,25) an. Am Kassamarkt lagen Großbankaktien 0,50 v. H. schwächer. Jndustriewerte notierten uneinheitlich.
Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz auf 112,65 v. H. nach 112,70 ab, sonst blieben die Kurse unverändert. Gvldpfandbriefe lagen behauptet, ßiqui- bationspfanbbriefe, Stadtanleihen und Kommunal- Obligationen notierten vielfach 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Staatsanleihen lagen ruhig, auch fremde Werte blieben still. Tagesgeld 3 v. H.
Frankfurter Schlachtvlehmarkt.
Frankfurt a. M., 15. Juli. (Dvrbericht.) Auftrieb: 616 Rinder, darunter 44 Ochsen, 50 Bullen, 375 Kühe, 147 Färsen, 437 Kälber, 30 Schafe, 3718 Schweine. Es kosteten: Ochsen 36 bis 42, Bullen 36 bis 42, Kühe 22 bis 42, Färsen 34 bis 42, Kälber 32 bis 62, Lämmer und Hammel 32 bis 38, Schweine 45 bis 53 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig.
HunOfuntprogramm.
Mittwoch. 17. Juli.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.15: Musik am Morgen. 8: Übertragung nach Stuttgart. 8.10: Gymnastik. 8.30: Frühkonzert. 9.15: Musik am Morgen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschaftsbericht. 1. Kommt uns besuchen! Fremdenwerbung einer Großstadt; 2. Stellengesuche der DAF. 14.50: Hörbericht aus der Probearbeit der Heidelberger Festspiele: „Der Weg ins Reich" (Wachswiedergabe). 15: Nachrichten. 16: Klaviermusik von Fr. Chopin. 16.30: Geschichte und Landschaft am Wege: Die Abteikirche zu Seligenstadt. 17: Buntes Nachmittagskonzert. 18.30: Das Leben spricht! 18.45: Saardienst. 19: Unterhaltungskonzert. 19.40: Bauernfunk. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. HI. erlebt deutsche Landschaft. 20.45: Lachender Funk. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik.
Die hinter den Papieren
Frankfurt 0.351.
Berlin
Schluß- hird
Schluß'. Ifbenb« börse
Schlußkur«
Schluß'. Mittag« börse
Datum
12 7
13 7
12 7
13-7-
6% Deutsche Reichkanleihe v. 1927
100,4
100,65
100,25
100,25
4% Deuljche Reichsanl. von 1984
97,25
97,25
97,5
97,5
6yt% Doung-Anleihe von 1930 ..
103,5
103,75
104
104
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Üuslos.-Rechten .............
112,5
112,5
112,25
4'11% Deutsche RetchSvostschatzau-
Weisungen von 1934, I.......
100,4
100,4
100,4
—
6% ef>em.8% Hess. Bolkrstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
<%% ehem. Hessische Lauderb an! Darmstadt Gold R. IS........
97,25
97
97,25
97
98,25
96,25
—
6Vi% ehem. Hess. Lande»-Hypo-
thekenbank Darmstadt Liaut ...
101
101,25
—
4*4% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandeSb.Goldschuldverschr. R.6
92,5
—
_
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten ............
126
125,5
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
116,25
118
116,25
116
4¥i% ehemL% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar dir 1935
96,25
96,25
——
—
6%% ehem. 44% Franks. Hpp..
Bank-Ligu.-Bfandbriese.......
101,25
101,4
5%% ehem. 44% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
101,5
101,25
101,1
101,5
44% ehem. 8% Pr. Landerpsand- briefanstalt, Pfandbriese R. 19
97
97
97
97
44% ehem. 7% Pr. Landerpsand- briesansl.» Gold Komm. C6I.VI
97
97
97
97
Vteuergutich.DerrechnungSk. 35-89
107,3
107,3
107,3
107,3
4% vesterretchische Golbrente....
31,75
_
31,5
_
4,20% Lesterreichische Silberrente
1,75
—
1,75
1,7
4% Ungarische Goldrente ......
10,9
10,9
10,9
11
4% Ungarische StaalSrente v. 1910
10,5
10,65
10,5
10,75
44% deügl. von 1913..........
10,65
10,75
10,75
11
6% abgest. Goldmexikaner von 99
12,75
12,65
12,8
12,65
4°^Xuc(iid)e Bagdadbahn-Anlei-e
Kurszettel i
angeführten Ziffern gebe
>er Berliner
n die Höhe der zuletzt bejch
Frankfurt a. 2R
Serkin
Schlußkurs
Schluß'. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußf. Mittag- börse
Datum
12 7
13-7
127
13 7
4% deSgl. Serie II .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 44%Rumän.veretnh.Rentev.lSlS
4% Rumänische vercinh. Rente .. 84% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Pakel .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........o
A G. für Verkehr-welen Akt. .. O
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiLconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ........ zp
A.L«.......................
Bekula.................... jo
Dektt. Lieferung-selellschast... 6 Licht und Kraft ..........«u
Selten & Guilleaume.........O
Gelellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ..... .. 5
Rhein. Wests. Elektr...........
©ändert ÄOc .............4
Siemens» HalSke............7
Lahmeyer»Co.............. 7
Buderus ...... 0
Deutsche Erd« ...............
Gelsenkirchener...............
Harpener...................n
Hoesch Eilen—Köln-Neuessie» .. 0
Ilse Bergbau ............... e
Ille Bergbau Genülfe ........4
Slöcknerwerke ......... 14
ManneSmann-Röhre» ........ 0
8
5,9 40
34
36,75
86
91,25
92,25
92,25
187,75
43,75
141,5
117 131
126
139,5
132
123
179,5
132
105
110,25
111,25
107,65
160
131,25
99,5 88,65
7,9
5,9 40
33
36,13
85,75
118
90,75
91,75
91,75
187,5
45,25
141,5
116,5
131,25
106,25 126
132
124,5 177,25 130,75
105,25
110,25
112,25
105,75
160
128,75 99
89,5
10,25 5,85
39,75
33,4
33 36,75 85,9 117,5 91,5
92,75 92,75 188,5
44,65 141,13 116,75
131,5 107,25
128,5
140 132,25 124,5 178,5
132
104,5 110,25
112,25 105,75 161
129,75 98,75 88,75
7,6
10,25
5,9
40,4
33,9
31,5
36,75
86
117,5 90,75
91,75
91,75
188,25
45
141,75 116
131,5
107
126,5 138,75 132,25
124,5
178
130,75
104,75
110,75
112,75
105,75
160
128,75 99 89,25
> Frankfurter Börse.
Dividende an. — Relchsbankdiskont 4 o. H.,
Jranffurt a. M.
Serkin
Schlußkurs
Gchlußk. Abend, börse
Schluß« kurs
Schlußk. Mlttag- börse
'Datum
12.7
13 7
12 7
13.7
U.-nefelbet Bergbau......... 8
Kotswerke............. 5
Pbonir Bergbau.............O
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Rheinstahl ................84
Bereinigte Stahlwerke........O
Olavi Minen ......... O
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth.....74
I. G. Farben-Inbustri».......7
Scheideanstalt............. t
Goldschmidt ......... O
Metallgelelllchaft.............4
Philipp Holzmana...........O
Zementwerk Heidelberg ...... 1 Eementwerk Karlstadt...... 4
Schultheis Payenhofer ....... 4
Mu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................ O
Zellstoff Waldhof ............O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Ga» ...... 7
Daimler Motoren ............ O
Deutsche Linoleum........... 6 Ctenftcin & Koppel ....... O
Westdeutsche Kaufhof......... O
Tbade................ 0
Aecumulatoren-FabrÜ....... 19
Lontt^ummi........... 8
Gripner....................0
Mainkraftwerke Höchst a.$L... 4 Süddeutscher Zurter......... O
115,25
226 110,75 85,25
17,5
126
124
194
150 233,5 110,5 121,25
114,25
93 118,5
-
63,75
118 120,5 89,25
93,9
166
35
174,5
157
38
94,25
193
116,5
111
86,9
17
123,5
192,5
151
233
109
118
114,75
92
118,75
135,5
64
117,25
119,5
88
94,75
166
34,75
291
174
157
37,75
94,5
192,5
114,25 121,65
226 111,25 86,25
17,5
126 122,5
194
150,9
108,4
119 114,5 h
111,75
64,5 118,25
119
89
143 94,75
167
89,5
34,75
288 174,5
157
H.»
193
115,75
121,5
221
112
86,65
17,4
125,65
123,13
193
150,9
108,5
119 114
93,25
113
64,75
117,75
120,25
88,75
142,5
95,25
167
88,75
34,75 291
174,9 156
38^9
190,5
Lombardzinsfuß 5 o. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
12.Juli
13. Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Arie
Geld
Brief
Buenos arte-.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ....
41,885
41,965
41,885
41,965
Rio de Ian.
0,139
0,14
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,85
54,95
54,82
54,92
Danzig.....
46,905
47,005
46,88
46,98
London .....
12,285
12,315
12,275
12,305
Helsingfor«..
5,415
5,425
5,415
5,425
Paris ......
16,405
16,445
16,39
16,43
Holland ....
168,88
169,22
168,88
169,22
Italien.....
Japan ......
20,50
20,54
20,50
20,54
0,721
0,723
0,722
0,724
Jugoslawien
5,684
5,696
5,684
5,696
Oslo..... :
61,74
61,86
61,70
61,82
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,15
11,11
11,14
11,16
Stockholm...
63,33
63,45
63,30
63,42
Schweiz ....
81,19
81,35
81,12
81,28
Spanien....
33,99
34,05
33,97
34,03
Prag.......
10,34
10,36
10,35
10,37
Budapest ...
——
—
Äeuuod ...
2,481
2,485
2,479
2,483
Bantnoten.
gerHn,l3-3uH
Gelb
»rief
Belgische Roten...........
2,431
41,72
2,451
41,88
Dänische Roten ..........
54,76
54,98
Englische Roten ..........
12,24
12,28
Französische Roten........
16,35
16,41
Holländische Roten........
168,46
169,14
Italienische Roten.........
19,86
19,94
Norwegische Noten .......
61,49
61,73
Deutsch Lesterreich, i ICO Schillina
Rumänische Noten........
—
•—
Schwedische Noten........
63,08
63,34
Schweizer Noten..........
80,89
81,21
Spanische Noten..........
33,61
33,75
Ungarische Äotat.........


