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Stabschef Lutze weist die Ver­leumdung der SA. zurück.

Berlin, 13. Juli. (DNB.) Stabschef Lutze gibt zu der konfessionellen Hetze gegen die SA. folgende Erklärung ab, in der er die Verleumdungen entschieden zurückweist:

Wie bereits in der Tagespresse mitgeteilt wurde, ist die von staatsfeindlicher Seite gegen die SA. inszenierte konfessionelle Hetze kläglich zusam- mengebrochen. Die sofort eingeleitete Unter­suchung der ruchlosen Tat hat einwandfrei ergeben, daß der Täter die Kirchenschändung nur zu dem Zwecke begangen hat, um die SA. zu diffamieren. Auch dieser neue Fall zeigt die­selben Methoden, wie sie seiner Zeit gegen die Männer des Hilfswerks Nordwest angewanot wur­den. Es ist kein Zufall, daß diese verbrecherischen Verleumdungen gegen die SA. gerade i m Mün st erlaube und in Westfalen in Um­lauf gesetzt wurden. Diese Fälle stehen nicht ver­einzelt da. Sie sind Glieder in der Kette einer von gewissenlosen Quertreibern gegen den national­sozialistischen Staat und seine Organisationen vor- aetragenen systematischen Hetze, die zu oranmarken ich vergangene Woche in Münster ge­zwungen war. Uns Nationalsozialisten ist die Ehre Höch st es Gut.

Als verantwortlicher Führer der SA. lege ich schärf st e Verwahrung gegen die un­erhörten Verdächtigungen der SA. ein. Die SA. ist nicht gewillt, ihren Ehrenschild widerspruchslos beschmutzen zu lassen und verlangt, daß die ganze Schwere des Gesetzes nicht nur diese Verbrecher treffen möge, sondern auch auf jene Hintermännner angewandt werde, als deren Werkzeuge wir die Täter ansehen müssen."

Der Oammbau Husum-Aordstrand fertiggestellt.

Im Rahmen des von Gauleiter und Oberprästdent Lohse in Angriff genommenen Zehnjahres- planes konnte nach zweijähriger unermüdlicher Arbeit der Nordstrander Damm, die Ver­bindung zwischen dem Festland bei Husum und der Insel Nordstrand seiner Bestimmung über­geben werden. Für den Bau des Dammes, der eine Sohlenbreite von 65 Meter und eine Länge von 2800 Meter aufweist, mußten 650 000 Kubikmeter Boden herangeschafft werden, wofür insgesamt 160 000 Tagewerke sowie rund 650 Arbeitskräfte erforderlich waren.

In der Stadt Husum fand eine Morgenfeier statt, an der Vertreter des Staates, der Kriegs­marine, der Wehrmacht, der Bewegung und ihrer Untergliederungen sowie die Arbeiter, die bei den Dammbauarbeiten beschäftigt waren, teilnahmen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde die Fahrt nach dem Nordstranddamm an­getreten, wo als erster Redner ein Arbeiter der Belegschaft sprach. Der Leiter des Dammbaues dankte den Arbeitskameraden, die zum Gelingen dieses großen Werkes beigetragen haben. Abschlie­ßend hielt Gauleiter und Oberpräsident Lohse eine Ansprache.In diesem Werk", so sagte er, wird der Lebenswille der Nation, der 15 Jahre lang unterdrückt war, sichtbar zum Ausdruck ge­bracht. Man sieht in diesem gewaltigen Werk den schöpferischen Geist der nationalsozialistischen Be­wegung und ihres Führers Adolf Hitler. Gauleiter Lohse durchschnitt dann mit seinem Wagen das Band, gefolgt von einer endlosen Wagenkolonne. Obergebietsführer Axmann Leiter des

Jugendamts der OAF.

Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, hat im Einvernehmen mit dem Reichsjugendführer Baldur von S ch i r a ch den Leiter des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung, Obergebietsführer

Ariuk Axmann, zuM Leiter vös Jugend­amtes der DAF. ernannt. Mit der Erneuung des Obergebietsführers Axmann zum Leiter des Jugendamtes der DAF. ist ein wesentlicher Schritt zur Vereinheitlichung der gesamten sozialen Ju­gendarbeit getan. Diese Vereinheitlichung, durch die

die Leitung der gesamten Sozlalarbett In eine Hand gelegt wird, wird praktisch zu einer weiteren Ver­tiefung des Bündnisses von HI. und DAF. führen. Darin liegt die Bedeutung, die der Ernennung Axmanns beizumessen ist.

war die Entlastung bei den Arbeitsämtern Mainz (887), Limbura (750), Hersfeld (469) und Niederlahnstein (432). In den Berufsgruppen wies den absolut stärksten Rückgang der Zahl der Arbeitslosen die Metallindustrie auf (728); es folgt das Baugewerbe (687), das Derkehrs- gewerbe ( 613), die Industrie der Steine und Erden ( 312) und die Landwirtschaft ( 304). Saisonmäßig bedingt ist das Ansteigen der Arbeits­losenzahlen in den Berufsgruppen Ledererzeugung und -Verarbeitung (+ 506), Bekleidungsgewerbe (+ 410) und Holz- und Schnitzstoffgewerbe (+ 204).

3n den Angestelltenberufen ist der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen ( 968) beachtenswert. Auf die Arbeitslosenversicherung entfielen Ende Juni 19 252 Hauptunterstützungsempfänger, in der Krisenfürsorge wurden 50104 Hauptunterstützungs- empfanget betreut. Die Zahl der anerkannten Wohl­fahrtserwerbslosen betrug Ende Juni 30 810, das sind 1391 oder 4,3 v. H. weniger als Ende Mai. In der werteschaffenden Arbeitslosenhilfe waren Ende Juni 13 409 Notstandsarbeiter beschäftigt, gegenüber 20 042 Ende Mai.

allem verpflichtet gewesen sei, den abessini­schen Konflikt zu berücksichtigen, so hatte ihm im Augenblick mehr die franzö­sische als die deutsche Ansicht beschäftigt. Dies bedeute aber nicht die leiseste Aende- rung in den Anschauungen der britischen Re­gierung. 3n England herrsche Einigkeit darüber, daß eine Vier-Mächke-Fronl besser sei als eine Drel-Mächle-Fronl, und daß es nicht nur in Flollenfragen ein ungeheurer Vorteil fein würde, wenn eine noch aus­gedehntere Front der Vereinbarung her- gestellt werden könnte. Aber es fei unmöglich, in jeder Rede jeden Gesichtspunkt ausführlich darzustellen.

Aus aller Wett.

Spielende Kinder verursachen ein Großfeuer in Halle. In Halle brach auf dem Privatgleisanschlußge­lände der Firma Brandt ein Feuer aus. Die dort liegenden Benzinlager und Kohlensäureflaschen explodierten. Der Güterverkehr in Richtung KasselLeipzigThüringen mußte für einige Zeit eingestellt werben. Die elektrische Fahrleitungsanlage wurde durch Sprengstücke beschädigt. Das Feuer entstand dadurch, daß Kinder beim Spielen mit Streichhölzern einen strohbeladenen Wagen entzündeten. Nas Feuer hatte auf weitere Wagen und schließlich auf den Lagerschuppen der beachbar- ten Kohlensäurehandlung übergegriffen. Infolge der Hitze platzten die dort langernben Hunderte von Preß- gas- und Prehluftflafchen. Eine halbe Stunde lang

erfüllten Detonationen die Lust mit einem Gettffs, das bald zu den wildesten Gerüchten Anlaß gab. Durch die weit umherfliegenden Bruchstücke von Preß« gasflaschen wurden die Löscharbeiten sehr erschwert. Als nach dreistündiger Arbeit der Feuerwehr bet Brand niedergekämpft schien, wurde inmitten bet brennenden Schuppen ein Lager von mehreren hun­dert Zentnern Karbid entdeckt, das jedoch dank dem aufopferungsvollen Einsatz zahlreicher Helfer, vor allem der Mannschaften eines nahegelegenen Ar­beitsdienstlagers noch rechtzeitig geräumt werden konnte. Ebenso gelang die Sicherstellung von eben­falls in der Nähe lagernden Benzinfässern.

Richard Strauß zurückgetreten.

Der Präsident der Reichsmusikkammer Dr. 3t Strauß hat den Präsidenten der Reichskultur­kammer Reichsminister Dr. Goebbels gebeten, ihn mit Rücksicht auf sein Alter und seine augen­blicklich stark angegriffene Gesundheit von feinen Aemtern als Präsident der Reichsmusikkammer und als Vorsitzender des Berufsstandes der deutschen Komponisten zu entbinden. Reichsminister Dr. Goebbels hat diesem Ersuchen stattgegeben und Dr. Richard Strauß in einem persönlichen Schreiben feinen Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen. Gleichzeitig hat Reichsminister Dr. Goebbels den Generalmusikdirektor Professor Dr. Peter Raabe zum Präsidenten der Reichsmusik­kammer und den Komponisten Dr. h. c. Paul Graene r zum Leiter des Berufsstandes der deut­schen Komponisten ernannt.

Elf Tote bei einem Autobusunglück.

Ein Autobus, der 20 Personen aus der Um­gegend von Antwerpen von einem Ausflug nach Baarlehertog (Holland) wieder in ihren Wohnort befördern wollte, stürzte in Turnhout bei dem Ver­such, einem Radfahrer auszuweichen, in einen Kanal. Elf Personen, darunter der Wagenführer, wurden getötet, die übrigen zehn konnten ge­rettet werben.

Wetterbericht

des Reichswetterbfenstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Wetterlage, die uns die vergangene Woche bescherte, zeigt jetzt eine merkliche Umgestaltung, voraussichtlich wird sich das Schönwetterhoch ganz auf den Ozean zurückziehen, und bei uns wird eine mehr westliche Luftströmung kältere aber auch feuchtere Luft heranschaffen. Etwas unbeständiges und immer noch ziemlich schwüles, aber nicht mehr fo heißes Wetter mit einzelnen vielfach gewittrigen Niederschlägen ist bei uns zu erwarten.

Aussichten für Dienstag: Vielfach wol­kig und immer noch schwül, aber nicht mehr so heiß, einzelne gewittrige Schauer, über Nordwesten auf Westen zurückgehende Winde.

Aussichten für Mittwoch: Etwas unbe­ständiges Wetter mit einzelnen Gewitterschauern, aber zwischendurch wieder aufheiternd.

Temperaturen am 17. Juli: mittags 28,6 Grab Celsiys, abends 19 Grad; am 15. Juli: morgens 16,8 Grad. Maximum 29,5 Grad, Minimum 12 Grad. Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe: am 14. Juli: abends 26,6 Grad, am 15. Juli: morgens 21,9 Grad Celsius. Sonnenscheindauer: 14 Stunden. Niederschläge: keine.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil i. 93.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 35: 10150. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen.

LPD. Frankfurt a. M., 14. Juli. Bei den Arbeitsämtern im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen wurden Ende Juni 125 543 Arbeitslose ge­zählt, davon waren 14 307 oder 11,4 v. H. Frauen. In der Abnahme der Zahl der Arbeitslosen um 2084 kommt der Erfolg der Arbeitsschlacht im Monat Juni nur zum Teil zahlenmäßig zum Aus­druck, denn in der gleichen Zeit ist der Einsatz von Notstandsarbeitern planmäßig um rund 6500 ver­ringert worden. Die Verminderung der Zahl der Arbeitslosen um 2084 gibt also den weiteren Auf­schwung in der freien Wirtschaft nicht in ihrem vollen Umfange wieder.

An der absoluten Abnahme waren die Männer mit 1251, die Frauen mit 833 beteiligt.

Verhältnismäßig war die Abnahme der Zahl der Arbeitslosen bei den Frauen (5,5 v. H.) aus faisonmähigen Gründen stärker als bei den Män­nern (1,1 v. H.). Die Entwicklung in den einzel­nen Arbeitsamtsbezirken war nicht gleichmäßig. Einer Abnahme um insgesamt 3421 Arbeitslosen in 11 Bezirken steht eine Zunahme um 1337 Arbeitslosen in 6 Bezirken gegenüber. Am stärksten

Nach der Llnterhausrede Hoares.

Sine englisch-französisch-italienische Besprechung über Abessinien.

London, 15. Juli. (DNB. Funkspruch.)Daily Telegraph" meldet: Die britische Regierung wünsche dringend, eine englisch-franzosisch-ita- lienische Besprechung am frühest möglichen Datum zustande zu bringen. Wahrscheinlich würde die Initiative am einfachsten von Laval er­griffen werden, falls er bereit wäre, die Der- antwortung zu übernehmen. Einiges deute darauf­hin, daß Mussolini mit einer solchen Zusam­menkunft einverstanden wäre, falls Gewiß­heit bestände, daß die zu erörternden Fragen eine aussichtsvolle Grundlage böten.Times" berich­tet aus Rom, was Italien eigentlich im einzelnen von Abessinien verlange, bleibe derOef- fentlichkeit noch immer vorenthalten. Den Erklä­rungen Hoares entnehme man in Rom, daß kein Versuch unternommen werden solle, Italien vor der Welt zur Rechenschaft zu ziehen.Da man an eine Aenderung in der britischen Politik glaube, stehe die italienische Nation noch entschlossener als vorher hinter Mussolini. Es wäre auf je­den Fall verkehrt, zu glauben, daß das italienische Volk irgendwelchen Befehlen Mussolinis nicht fol­gen würde oder daß die großen militärischen Vor­bereitungen Italiens nur ein riesiger und kostspie­liger Bluff seien.

Times" sagt, die außenpolitische Rede Hoares habe nur in Deutschland aus begreiflichen Gründen eine kühle Auf­nahme gefunden. Da zwischen Frankreich und Deutschland die Ansichten fo entgegengesetzt feien, fei es unvermeidlich, daß eine Regierung, die die Ansprüche beider Länder gleichmäßig zu behandeln suche, sich jedesmal das Mißfallen des einen zuziehe, sobald sie den Ansichten des anderen volles Gewicht gebe. Da Hoare vor

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geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Leichenfeier fin­det am Dienstag, d. 16. Juli, nachmittag 2 Uhr statt. Wir bitten um zahlreiche Betei­ligung. 4129d Der Vorstand.

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