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Oer letzte aus Goethes Geschlecht.

3u Walther von Goethes 50. Todestage am 15. April.

Von Wilhelm Kunze.

Am. April sind fünfzig Jahre vergangen, seit Goethes Geschleckt erlosch. Der älteste Enkel Goethes starb im Alter von siebenundsechzig Jah­ren zu Leipzig in einem bescheidenen Hotel.

Zwei Jahre vorher war, ebenfalls in Leivzig, sein jüngerer Bruder Wolfaang, dreiundsechziy- jährig, verstorben. Sie waren die Söhne der Ottilie von Goethe gewesen, der Gattin Augusts, sie hat­ten eine Schwester Alma 1844 durch den Typhus verloren und überlebten ihre Mutter um mehr als zehn Jahre. Beide blieben unverheiratet und ver­brachten ihr Leben in einer merkwürdigen Zurück­gezogenheit. Wenn je davon gesprochen werden kann, daß ein Genie denen, die ihm nachfolgen, die größ­ten Schwierigkeiten bereite, so müssen die Enkel Goethes dafür als Zeugen auftreten. Es lag nahe, daß die Brüder in Versuchung geraten würden, den Namen durch eigene künstlerische Leistungen in Glanz setzen zu wollen. Der jüngere Wolfaung versuchte sich als Dichter und brachte bei dem Ver­leger seines Großvaters einige Dichtungen heraus; später wandte er sich wissenschaftlicher Arbeit zu und schrieb u. a. eine Arbeit über das Florentiner Konzil. Er starb als Legationsrat a. D. Sein Bru­der Walther betätigte sich auf musikalischem Gebiet als Komponist, er schrieo Lieder und Opern, etwa zweiundzwanzig Nummern umfassen seineOpera". Aber beiden blieb der Erfolg, den sie erhofft haben mochten, versagt. Sie hatten die Anwartschaft auf eine exponierte Stellung im künstlerischen und kul­turellen Leben ihrer Zeit, man schaute mit beson­deren Augen auf sie aber sie waren den An­sprüchen, die man an sie zu stellen hatte, nicht ge­wachsen.

Vielleicht war das Bewußtsein ihrer Unfähigkeit, einem Erbe gewachsen zu sein, das so große An­sprüche stellte, der Grund ihrer Zurückgezogenheit. Sie werden als menschenscheu, als verängstigt ge­schildert, und Walter von Goethe war es noch mehr als sein Bruder. Er habe schon in seinem Wesen und in seinem Gehaben den Eindruck eines Menschen gemacht, heißt es von seinen letzten Lebensjahren, der mit anderen nichts zu tun haben wolle. Einer seiner Zeitgenossen schiwert ihn als gesellig und geistreich, aber stets habe ihn eine ge­wisse Aengstlichkeit beherrscht. Diese Aengstlichkeit bezog sich freilich auch auf die ihm und seinem Bruder anvertraute Hinterlassenschaft seines Groß­vaters, die in wichtigen Familienpapieren und in dem Haus am Frauenplan zu Weimar bestand, in dem er die oberen Dachstuben bewohnte. Die Brü­der haben zeitlebens von den ihnen zugefallenen Schätzen, die der Goetheforschung so wichtig gewesen wären, nichts auch nur leihweise hergegeben! Aber sie haben das Vorhandene sorgsam beisammengehal­ten, sie haben es bewahrt und bewacht mit einer ans Religiöse grenzenden Pietät. Als Gründe für die Zurückhaltung des ganzen familiären und ihren Großvater persönlich betreffenden Materials wird Verschiedenes angegeben: Einmal: Die Brüder sol­len anfänglich, da sie freigebiger waren, manches verloren haben. Zum anderen: Walther von Goethe soll befürchtet haben, es würden die persönlichsten Dinge aufgewühlt werden, und davor hatte er die größte Abneigung.

Walther hatte zu Leipzig Musik studiert, war dann, wie sein Bruder, Kammerherr zu Weimar geworden und hatte sich der Pflege der klassischen Musik gewidmet. 1839 wurde in Weimar eine Oper von ihm aufgeführt, er berichtete darüber selbst in einem Brief an seinen Lehrer Carl L o e w e :Die Musik hat allgemein gefallen, und mein Debüt ist ein vollkommen gelungenes zu nennen... Ich bin voll Mut und werde mich nun an eine große Oper in drei Akten machen, denn ich fühle nun einmal hauptsächlich Beruf, für die Bühne zu schreiben." Das klinat hoffnungsfreudig, und man merkt es dem Tonfall an, daß Walther von Goethe damals erst einundzwanzig Jahre zählte! Er ahnte noch nichts von dem Schicksal, das ihn und seinen Bruder mit den Jahren vereinsamen lieh. Die Baronin Jenny von G u st e d t, die in persönlichen Be­ziehungen zum Hause Goethe gestanden hat, hatte 1883 nochmals Weimar besucht:Auch den letzten Lebenden, den er (Goethe) hinterließ, besuchte ich noch einmal", schreibt sie und spricht davon, mit welchem Eifer sich die Goetheforschung um die Auf­hellung von Kleinigkeiten aus Goethes Leben be­mühe.Die Welt forscht und sucht nach Goethe- worten und behauptet, sie würden noch nach Jahr­hunderten dieselbe Bedeutung haben wie zu seinen Lebzeiten. Aber das lebende Vermächtnis Goethes, seine beiden Enkel, vergaß man." Daß dieses Ver­gessen nicht ohne Schuld der Brüder möglich ge­worden war, wird uns deutlich, wenn man einen Mann wie Herman Grimm, der einer der ersten Goetheforscher und Goetheverehrer seiner Zeit ge­

wesen ist, über die Sache sprechen hört:Man gab auf, Einfluß auf sie haben zu wollen. Sie fielen der Vereinsamung anheim, aus der sie der Tod erst spät erlöste."

Mit dem Tod Walther von Goethes und mit dem Erlöschen des Geschlechts trat für die Goethe­forschung ein bedeutsamer Wendepunkt ein. Durch Walthers Testament war plötzlich alles hinfällig geworden, was man bislang an Klagen und Vor­würfen vorgebracht hatte. Denn dieses Testament setzte als die Erbin des bisher streng verschlossenen

literarischen Nachlasses Goethes die Großherzo­gin Sophie von Sachsen ein, die sofort eine neue Ausgabe von Goethes Werken vorbereiten ließ (Sophien - Ausgabe"). Sie schuf auch das Goethe-Schiller-Archiv. Goethes Haus am Frauen- vlan hatte der Enkel dem Staate vermacht und dabei eine bedeutende Summe zur dauernden In­standhaltung verfügt. Zu diesem Haus gehörten auch Goethes Sammlungen und die nahezu unberührten Wohnräume. Der Großherzog Karl Alex­ander erbte das Gartenhaus Goethes im Park mit dem dazugehörigen Garten, der jedoch in seiner Eigenart erhalten bleiben und mit dem Park selbst nie vereinigt werden sollte. So kann man behaupten, daß der Todestag Walther von Goethes der Tag ist, mit dem die Goetheforschung begann und mit dem Goethe erst dem deutschen Volke zugänglich gemacht werden konnte.

Eröffnung einer neuen reichshauptstädtischen Ausstellung durch Neichsminister Darrs.

Die Deutsche Frühjahrsblumenschau Berlin 19 35 wurde am Samstagmittag in der Ausstellungshalle 1 am Kaiserdamm durch Reichs­minister Darrs eröffnet. Die einzigartige Schau soll dem deutschen Menschen Mittler sein zu dem unerschöpflichen Reichtum und Lebenswillen, der in der Pflanze und in ihrem Lebensraum über­zeugend zum Ausdruck kommt. Die Eröffnungs­feier fand in Anwesenheit zahlreicher in- und aus­ländischer Ehrengäste statt. So sah man viele Mitglieder des Diplomatischen Korps. Unter den deutschen Ehrengästen sah man Reichsminister K e r r l, den Reichsführer SS Himmler, die Staatssekretäre Dr. S t u ck a r t vom Reichsinnen­ministerium und Backe vom Reichsernährungs­ministerium, den Staatskommissar Dr. Lippert, Oberbürgermeister Dr. S a h m und den Reichskom­missar der Freiwilligen Krankenpflege, Gruppen­führer Herzog von Coburg. Der Veranstal­tung wohnte ferner u. a. auch der Präsident des Danziger Senats Greiser bei. Nachdem die Ouvertüre zur OperOberon" verklungen war, nahm Stadtrat Pfeil, der Dezernent der Reichs­hauptstadt für Gartenbau, das Wort zur Begrü­ßungsansprache. Er wies auf die enge Verbindung des Menschen zur Natur hin und auf die Be­mühungen, gerade den Großstädtern recht viel Möglichkeiten zur Freude und Erholung an den lieblichen Geschöpfen, den Blumen, zu verschaffen. Diesem Bemühen diene auch die Reichshauptstadt mit ganzem Wollen und ganzer Hingabe. Als besonderen Wunsch der Stadt Berlin für die Aus­stellung bezeichnet es der Redner, daß die schönen Beispiele gärtnerischer Blumenkunst eine beson­dere Anregung und Förderung sein möchten für die Bestrebungen, die Arbeitsstätten für die groß­städtischen Arbeiter, Angestellten und Beamten zu verschönen, wie es sich das Amt für Schönheit der Arbeit in der Deutschen Arbeitsfront als besondere Aufgabe und Ziel gesteckt hat. Werde dieser Zweck neben der anderen Aufgabe dieser Aufstellung, der Förderung des deutschen Erwerbsgartenbaues, erreicht, so werde damit der Erfolg der Ausstellung gesichert sein.

Es folgte die Eröffnungsansprache des Reichsministers und Reichsbauernführers R. Wal­ter Darrs. Der Minister bezeichnete es einleitend als einen glücklichen Gedanken der Deutschen Gesell-

Wirischast.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

An den Frankfurter Getreidemärkten war in der letzten Woche die Absatzentwikklung etwas zurück­haltend. Seitens der Landwirtschaft ist angesichts der starken Inanspruchnahme für die Feldarbeiten die Beschickung der Getreidemärkte wesentlich ge­ringer, doch stand durch Genossenschaften und Handel in ausreichendem Maße Brotgetreide zum Verkauf. Die Mühlen sind immer noch wenig aufnahmefähig, da hier nach wie vor beträchtliche Vorräte liegen. So hat sich am Brotgetreidemarkt die Nachfrage für Weizen zu Mahlzwecken kaum belebt, schwerere Qualitäten waren aber immerhin unterzubringen.

Das Weizenangebot Wetterauer Herkunft war in der letzten Woche ziemlich klein, natürlich blieb anderer Weizen im Großbezuge angeboten. Das Geschäft in Roggen kam nur recht zögernd in Gang, hier ist das Angebot größer. Für Rog­gen in Waggonware bestand übrigens etwas mehr Aufnahmeneigung, was vielleicht mit den geringe-

fchaft für Gartenkultur und des Berliner Aus- stellungs- und Messeamtes, mit der großen Aus­stellungVom Wunder des Lebens" eine Frühjahrsblumenschau zu verbinden. Es bestehe aller Anlaß, in Stadt und Land das yarten- kulturliche Leben als ein wertvolles Teilstück un­serer deutschen Kultur überhaupt zu pflegen. In glücklichster Weise könnte der Gartenbau Bindeglied zwischen Stadt und Land sein. Die Grundlage nationalsozialistischer Bauern­politik sei das Streben, den Blutquell unseres Vol­kes rein und gesung zu erhalten. Das Versickern die­ses Blutstromes in den Städten nach Möglichkeit aufzuhalten, könne nur geschehen, wenn in den Städten gesündere Lebensverhältnisse geschaffen würden. Zur Durchführung aller dieser Ziele und Aufgaben sei ein starker Gartenbau un­entbehrlich. So sei es selbstverständlich gewesen, den Gartenbau in den Reichsnährstand hineinzuneh­men. Im Rahmen der Erwerbs^weige nehme der Gartenbau eine besondere Stelle ein. Besonders wertvoll mache ihn die Tatsache, daß die Arbeits­intensität fast ausschließlich auf menschlicher Ar­beitskraft beruhe. Der Gartenbau könne schon auf klein st en Flächen Familien erhalten und dazu noch fremden Arbeitskräften Lohn und Brot geben. Wenn man sich entschlossen habe, auch dem Garten­bau im Hinblick auf die Bedeutung seiner Aufgaben und auf seine besonders starke Abhängigkeit vom Marktgeschehen die Möglichkeiten zur Marktordnung zu geben, so werde gewartet, daß diese Marktord­nung eindeutig unter dem Gesichtspunkt der Be­darfsdeckungswirtschaft erfolae. Im wei- teren Verlauf seiner Ausführungen begrüßte es Reichsminister Darrs besonders, daß die Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur nun auch in gemein­samer Arbeit mit der Deutschen Arbeitsfront durch deren Amt für Schönheit am Arbeitsplatz dem deutschen Gartenbau ein besonders dankbar zu- emvfindendes Arbeitsfeld zu erschließen beginne, dessen Bedeutung für die geistige Einstellung unserer werktätigen Volksgenossen noch nicht zu übersehen sei.

Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied bildeten den Ausklang der Feier. Nach einem Rund- gang unter sachkundiger Führung öffneten sich die Pforten der Ausstellung für das Publikum.

ren Lagermöglichkeiten zusammen hängt. In Futtergetreide hat sich die Lage kaum ver- ändert, die Nachfrage nach Futtermitteln blieb ziemlich groß. Im allgemeinen waren Hafer und Fauttergerste im Austausch gegen Oelkuchen und Soyaschrot erhältlich. Sie waren nur spärlich am Markte. In ausreichenden Mengen waren Weizen und Roggen zu Futterzwecken und Eosinware an- geboten. Das Mehlgeschäft war wie in der Vorwoche recht ruhig, es waren nur geringe Ge­schäfte zu tätigen. Weizenbrotmehl fand immer noch guten Absatz, dagegen herrschte für Roggen­mehl Zurückhaltung.

Wochenbericht

vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt.

Mit zunehmender Nachfrage in den Metzgerläden war auch in dieser Woche die Kaufneiaung an den Diehmärkten gut. Der Auftrieb war mit 1036 Rin­dern gegen 1150 etwas geringer, der ganze Bestand war aber diesmal ausverkauft. Vom Großrinder­markt waren sowohl Bullen als auch Ochsen wesent­lich weniger beschickt. Dies wirkte sich in einer leich­

ten Preisverbesserung aus, die jeweils etwa 1 RM. bei der amtlichen Notierung pro Zentner Lebend­gewicht ausmachte. Besonders gute Qualitäten er­zielten wieder gute Preise. Dabei war trotz Aus­verkaufs des Auftriebes das Geschäft nicht recht Stott, da bei der vorherrschenden Preistendenz dis Metzger nur zögernd mit ihren Zuschlägen folgten.

Der Auftrieb in Kälbern war gegen die Vorwoche mit 1833 gegen 1368 erhöht. Trotzdem blieb das Geschäft ziemlich lebhaft, und die Preise lagen noch­mals 3 bis 4 RM. über der Steigerung in der letzten Woche. Der Kälbermarkt war jedesmal aus- verkaust. Der Markt für Hämmel und Schafe hatte guten Absatz, aber etwas Ueberstand. Beste Sorten erzielten nochmals erhöhte Preise, die mittleren Sorten waren unverändert. Schweine verzeichneten ruhiges Geschäft, die Nachfrage war mittel bis ruhig, doch wurde die gesamte Beschickung bei ab-- flauendem Markkschlusse noch ausverkauft.

* Frankfurter Maschinenbau A G. vorm. Pokorny & Wittekind, Frankfurt am Main. In der Bilanzsitzung am Samstag wurde beschlossen, die 35. ordentliche Hauptver­sammlung auf Den 8. Mai 1935, um 11 Uhr, in die Räume der Deutschen Bank und Diskontogesell­schaft Filiale Frankfurt a. M. einzuberufen. Noch 258 418,61 Mark Abschreibungen schließt das Ge­schäftsjahr 1934 mit einem Gewinn von 131 267,81 Mark ab. Es wird vorgeschlagen, daraus eine Di­vidende von 6 v. H. () zur Verteilung zu bringen.

* Ilse Bergbau A G. in Grube Ilse N. L. Die Generalversammlung genehmiate den Abschluß. Der Brikettabsatz in Den drei ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe sich auf 512 000 Tonnen gegen 452 000 Tonnen in Der entsprechenden Vorjahreszeit und die Briketterzeu- gung auf 563 862 gegen 543 073 Tonnen belaufen.

Mein-Mainische Mittagsbörse.

Freundlicher.

Frankfurt a. M., 13. April. Zum Wochen­schluß setzten sich die Kursbefestigungen trotz einiger Glattstellungen auch am Aktienmärkte fort Verschie­dene Dividendenerhöhungen, ober auch Neuaufnah­men von Ausschüttungen regten an. Auf der ande­ren Seite blieb das Tempo der Aufwärtsbewegun­gen doch hinter den Erwartungen zurück, da erneut die Frage der Exportförderung und der Exportbe­lastung erörtert wurde. Dies verursachte bereits vielfach Tauschoperationen von Aktien in Renten.

Renten lagen an sich weiterhin stimmungs­mäßig fest und yatten auch leichte Kurssteigerungen. Altbesitz gewannen 0,50, Kommunal-Umschuldung wieder 10 Df., Späte Schuldbücher 0,25 v. H., Zins­vergütungsscheine behauptet. Von Auslandsrenten blieben Mexikaner beachtet, Goldmexikaner 0,25, Silbermexikaner 0,13 v. H. fester. Auch für Pfand­briefe bestand bei teilweiser Erhöhung von 0,13 bis 0,25 v. H. Nachfrage. Liquidationspfandbriefe sehr gut gehalten.

Am Aktienmarkt IG. Farben in Ausnahme zu den übrigen Marktgebieten auf 147,75 nach 148,50 abgeschwächt, Goldschmidt zogen 0,40, Me« tallgesellschckst 0,75, Erdöl 0,13 v. H. an. Am Elek­tromarkte Schuckert um 1,25, Gesfürel auf Grund der erhöhten Dividende 1,50, Lechwerke auf den Abschluß 0,50 und AEG. 0,25 v. H. an. Von Zell- stoffwerten Aschaffenburger auf den Gewinnabschluß hin 0,90 v. H. höher, aber Waldhof ruhig und nur knapp gehalten. Schiffahrtswerte wieder lebhafter. Hapag und Nordd. Lloyd je 0,50 fester. Montan- werte vereinzelt lebhafter. Harpener durch eine zu­versichtlichere Dividendenbeurteilung um 1 v. H. er­holt, sonst Stahlverein 1,25, Mannesmann 0,75, Buderus 0,65 v. H. fester. Angeregt durch die Auto- Union-Dividende waren auch Daimler 1 v. H. höher gesucht, sonst gewannen AKU. 1, Cement Heidelberg 0,50, Reichsbank 0,50 v. H. Im Freiverkehr waren Badisch-Elsäsiische Wolle bei 32, also 2 v. H. höher gesucht.

Der Wochenschluß war fest. Das Interesse für Schiffahrtswerte war größer, Nordd. Lloyd um weitere 0,65 gebessert. Daimler noch 0,25 höher. Bei Verkehrswesen blieb Angebot überwiegend, der Kurs war 81 B. Renten behaupteten ihre Festigkeit, Schweizer Renten unverändert. Silbermexikaner um nochmals 0,13 höher. Tagesgeld wieder 2,5 v. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1266 Rinder (337 Ochsen, 101 Bullen, 514 Kühe, 314 Färsen), 1204 Kälber, 101 Schafe, 7790 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 28 bis 40 Mark, Bullen 25 bis 38, Kühe 16 bis 39, Färsen 28 bis 40, Kälber 34 bis 60, Hämmel 34 bis 38, Schafe 25 bis 34, Schweine 38 bis 52 Mark. Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, Kälber lebhaft, Hämmel, Schafe und Schweine langsam.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.

Frankfurt 0.2JL

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M.

Berkin

Schluß« kurs

Echlußt. Abend­börse

Schluß« kurs

Echlußt. Mittag« börle

Gchluß- kurs

Schluß». Abend­börse

Schluß« kurs

Echlußt. Mittag- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- böste

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

12.4.

13-4.

12-4

13.4.

Datum

12.4.

13.4

12-4

13.4.

Datum

12-4-

13.4

12-4.

13.4.

6% Deutsche Netchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6¥i% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Echuld mit

AuSlos.-Rechten .......

100,13 97,6

102

112,25

100

97,5

96

100,1

92,5

115,25

96,25

100,4

101

96

96 105,9

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1,13

7,35

6,5

6,65

12,25

8,5

100,13

97,75

102,25

112,75

100

97,75

96,13

100

92,5

115,25

96,25

100,65

101

96

96

105,9

26

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7,13

6,5

6,65

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97,25

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96

96

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97,7^

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6,3

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12,5

4% deSgl. Serie 11 .............

5% Rumün. vereinh. Rente v. 1903 4^r°/s»Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 y4% Anatolier ...............

8,5

4,5

6,65

4

33,5

32

33,4

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136 109,25 124,75

88

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105,65

150 122,5

136,25

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104

124,25

91,5

78

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4,4

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4,1

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32,5

34

81

107,25

88

90

90

160

36,9

136

108,5

123,75

89

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106,5

122,25

95

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125,75

92

78,5

8,7

4,5

6,5

4,05

33,25

32,25

33,5

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107,75

86,5

89,75

89,75

159,5

36,75

136,13 108,75 124,75

87,5 121,25

122,5

105,75

149,9 122,75

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107

104,13

93,75

154

124,5

91,25 78» 25

4,5

6,5

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32,75 27,5

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90

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95,9

153,5

126

92,75

78,75

ManSfelder Bergbau.........8

Kokswerke........... 5

Phönix Bergbau.......... O

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl................ 8%

Vereinigte Stahlwerke........O

Otavt Minen ......... O

100

211,65

107,25

79,75

15,13

112

113,25

157

148,5

213

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96

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34,75

5

36

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169

107,75

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169

100

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212

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96,13

91

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115,5

112,4

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128,65

93,5

154

87,13

35

244

162

147,5

3^

100,5

108,5

217

108,4

81

15,4

112,5

114

158

147,9

105,5

109,13

96,75

91,4

107,75

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116

112,25

82,25

128

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152,5

88

35,25

242,5

161,5

148,5

35,75

168

4x/i% Deutsche Retchspostschahan- Weisungen von 1934, 1.......

Hamburg-Amertta-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 5

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Elektr.Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6 y2

Felten & Guilleaume.........0

Gelellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co........... 4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Co.............. 7

Buderus ....... 0

Deutsche Erd«..............4

Gelsenkirchener....... 0

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuesie« .. 0

Ilse Bergbau ...............-

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke .............

ManneSmann-Röhre«...... 0

6% efjem.8% Hess. Bottsstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

Kaliwerke Aschersleben........ 6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt............ 9

4%% ehern. Hessische Landesbank

Darmstadt Gold R. 12........

5% ehern. Hess. LandcS-Hypo- thekenbanl Darmstadt Liaui ...

4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverichr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ..........

Rütgerswerke...............4

Metallgesellschast.............4

Philipp Holzmann....... O

Zementwerk Heidelberg ......6

Zementwerk Karlstadt ... ... 4

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................O

Zellstoff Waldhof............O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ........ 7

Daimler Motoren ............ O

Deutsche Linoleum...........6

Orenstetn L Koppel...... O

Westdeutsche Kaufhof.........O

Ehade.............. O

Aecumulatoren-Fabrik.......12

Conti-Gumnn...............8

Gritzner....................O

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker........ t

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten *y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

5Yz% ehem. 4/2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

5%% ehem.4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4 y2% ehem. 8% Pr. Landespfand­briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

*y2% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI

Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-89

4% Oesterreichische Goldrente....

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4l/2% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadchahn-Anleihe

Serie 1.....................

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin j

rankfurt a.2!L

12. April

13. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Buenos Atrec

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel.....

41,98

42,06

41,98

42,06

Rio de Jan. .

0,201

0,203

0,201

0,203

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

53,65

53,75

53,59

53,69

Danzig.....

81,10

81,26

81,10

81,26

London .....

12,015

12,045

12,00

12,03

HelsingforS..

5,305

5,315

5,305

5,315

Paris ......

16,38

16,42

16,38

16,42

Holland ....

167,89

168,23

167,53

167,87

Italien.....

20,68

20,72

20,68

20,72

Japan ......

0,702

0,704

0,702

0,704

Jugoslawien.

5,649

5,661

5,649

5,661

Oslo.....:

60,38

60,50

60,32

60,44

Wien.......

48,95

49,05

Lissabon....

10,90

10,92

10,90

10'92

Stockholm...

61,96

62,08

61,89

62,01

Schweiz ....

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanien....

33,92

33,98

33,93

33,99

Prag.......

10,365

10,385

10,37

10,39

Budapest ...

Neuyork...

2,482

2,486

2,476

2,480

Berlin, l3.Äpril

Geld

M

Amerikanische Noten..............

2,428

2,448

Belgische Noten..................

41,82

41,98

Dänische Noten .................

53,38

53,60

Englische Noten .................

11,965

12,005

Französische Noten ...............

Holländische Noten...............

16,32

167,12

16,38

167,78

Italienische Noten................

20,76

2(b84

Norwegische Noten ..............

60,11

60,35

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

61,68

61,92

Schweizer Noten.................

80 24

80,56

Spanische Noten.................

33'46

33,60

Ungarische Noten