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Ein rumänisches Städtchen in Flammen.

Das rumänische Städtchen Pascain steht

Schwere Bluttat in Fronhausen.

Ein Toter, ein Schwerverletzter.

x Fronhausen (Lah n), 15. April. In der vergangenen Rächt spielte sich hier ein blutiges Eifersuchtsdrama ab. Der 23 Jahre alte Ludwig Felde aus Staufenberg drang mit Gewalt in die Wohnung feiner hier wohnenden Braut ein. Den Schwager des Mädchens, der sich ihm entgegenstellte, verwundete er durch einen Revolverschuh schwer, hierauf erfchohsichder Täter. Das Motiv der Tat ist darin zu erblicken, dah das Mädchen die Verlobung rückgängig machen wollte.

Pyrenäenexpreß bei Bordeaux entgleist. Drei Tote, zehn Schwerverletzte.

Lin folgenschweres Eisenbahnunglück, das drei Tote und zehn zum Teil schwer Ver­letzte gefordert hat, ereignete sich in der Rächt zum Sonntag auf der internationalen Strecke hen- dayeParis. Der sog. Pyrenäenexpreß, der kurz vor 2 Uhr in Bordeaux eintreffen follte, ist etwa 30 Kilometer vorher bei der Durchfahrt durch den Bahnhof Marcheprime entgleist. Von den 13 Wagen sprangen sieben aus den Schienen und wur­den umgeworfen oder ineinandergeschoben. Der Zug hatte im Augenblick der Entgleisung eine G e - schwindigkeit von 108 Stundenkilo­meter. Es ist nur dem Umstand zu verdanken, dah er sich aus modernen Stahlwagen zusammensetzte, dah die Ausmahe des Unglücks nicht noch größer sind. Immerhin wurde ein Wagen erster Klasse gegen einen schweren Granitpfeiler geschleudert und so stark zusammengedrückt, dah es zunächst überhaupt nicht möglich war, den darin befindlichen Schwer­verletzten Hilfe zu bringen. Fünf Stunden lang war man bemüht, einen Angestellten der Lisenbahn- gesellschast, dem beide Beine abgequetscht waren, und den man immer wieder durch Spritzen und Lognak stärkte, aus den Trümmern zu ziehen. Als dies endlich gelungen war, konnte man nur noch

Ergebnis der Abstimmung unverzüglich späte- stens innerhalb einer Woche nach Fest­stellung der zuständigen Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront mitzuteilen. Dabei ist die Zahl der im Betriebe abstimmungsberechtig­ten Gefolgschaftsmitglieder und die Zahl der Stim­men, die auf die einzelnen als Vertrauensmänner oder Stellvertreter vorgeschlagenen Personen ent­fallen sind, anzugeben. Die Mitteilung hat auch zu erfolgen, wenn die Abstimmung erfolglos ver­laufen ist. Ist inzwischen dem Führer des Betriebes und dem Obmann der NSBO. oder dem Betriebs- walter der Deutschen Arbeitsfront ein Einverneh- men über die vorzuschlagenden Personen nicht er­zielt worden oder aus einem sonstigen Grunde ein Dertrauensrat nicht zustandegekommen

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Aus aller Welt.

so ist auch dies binnen einer Woche nach dem für die allgemeine Abstimmung festgesetzten Zeitpunkt, also binnen einer Woche nach dem 13. April 1935, der Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront an- z uz ei gen.

Oer Führer im Ruhrgebiet.

Essen, 14. April, (DNB.) Der F ü h r e r stattete heute dem 88jährigen Parteigenossen und bekann­ten Wirtschaftsführer Geheimrat Emil Kir­dorf auf dem Streithof bei Mülheim (Ruhr) einen Besuch ab und besuchte gelegentlich dieser An­wesenheit im Industriegebiet auch verschiedene Jndustrieunternehmungen in Bochum und Essen.

ring gehören sollte, folgte jetzt eine neue Tar­tar e n n a ch r i ch t, in der von einer schweren Havarie des Luftschiffes gesprochen wird. Tatsache ist, daß das Luftschiff bei unsichtigem Wetter in Recife eine etwas harte Landung gemad)t hat, wobei die als Sicherheitselemente eingeschalteten Puffer der Hinteren Motorengondel beschädigt mür­ben. Das Auswechseln der Puffer war mit Bord­mitteln in einigen Stunden erledigt. Das Luftschiff hat planmäßig seine Rückfahrt angetreten. Am Sonntag um 20 Uhr MEZ. hat das Luftschiff die afrikanische Küste bei Kap Barbas erreicht.

Rauchgasvergiftung in einer englischen Garnisonstadl.

Ein schweres Unglück ereignete sich in der eng­lischen Garnisonstadt Aldershot. Dort waren auf Veranlassung der städtischen Behörden vier Häuser mit Rauchgasen desinfiziert worden. Allem Anschein nach ist denBewohnern die Rück­kehr in die Häuser gestattet worden, bevor die gif­tigen Gase völlig abgezogen waren. Das Ergebnis dieser Unbedenklichkeit war verheerend. Wenig spä­ter waren zwei Kinder t o t und zehn weitere Per­sonen mußten ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie in bedenklichem Zustande darnieder­liegen. Vor den fraglichen Häusern spielten sich bei dem Abtransport der Gasvergifteten herzzerreißende Szenen ab. Die für die Desinfizierung verantwort­liche Firm «behauptet, daß Tags zuvor alles in Ordnung und nur noch ein schwacher Geruch wahr­zunehmen gewesen wäre. Sie beruft sich darauf, bereits Tausende derartige Vergasungen ohne jeden Zwischenfall vorgenommen zu haben.

Wetterbericht

des Reid)5n>etterbienfte5 Ausgabeort Frankfurt.

An der am Samstag eingedrungenen Kaltluft kam am Sonntag subtropische Warmluft zum Auf­gleiten und gab dabei Anlaß zu verbreiteten, recht ergiebigen landregenartigen Niederschlägen, die im Gebirge aus Schnee bestanden. Durch verbreiteten Luftdruckanstiea hat die Wetterlage, im ganzen ge­nommen, eine Besserung erfahren, wenn auch durch­aus beständiges Wetter vorerst noch nicht wahr­scheinlich ist.

Aussichten für Dienstag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch einzelnen Regenfällen, tagsüber wieder etwas warm, südwest­liche Winde.

Lufttemperaturen am 14. April: mittags 6,4 Grad Celsius, abends 3,8 Grad; am 15. April: morgens 1,2 Grad. Maximum 6,5 Grad, Minimum0,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. April: abends 6,5 Grad; am 15. April: morgens 4,6 Grad Celsius. Niederschläge 3,5 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. . Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Langst für Feuilleton: Dr. Hans Thyviot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 35: 11229. Druck und Verlag-: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Flammen. Die vorhandenen Löschmittel genügten nicht, um das Feuer einzudämmen. Der Brand brei­tete sich über ganze Straßenteile aus. Ueber fünfzig Häuser sind zu Asche geworden. Da auch die Tele- phonleitungen zerstört sind, fehlen noch Angaben über die weiteren Ausmahe der Katastrophe und über Opfer an Menschenleben. In der Nächst Haden sich in Pascain Svenen der Verzweiflung und des Grauens abgespielt. Sämtliche Feuerwehren aus der Umgebung wurden nach Pascain entsandt, ferner Gendarmerie zur Aufrechterhaltung der Ord­nung.

Ausländische Märchen über eine angebliche Havarie desGraf Zeppelin".

Der bereits bei der Ueberfahrt des Luftschiffes Graf Zeppelin" von einem ausländischen Nachrichtenbüro verbreiteten Zeitungsente über einen angeblichen Absturz des Luftschiffes, zu dessen Passagieren auch Ministerpräsident G ö -

Verpflichtende Tradition.

Zwei Fliegergeschwadern die Namen Bölcke und Jmmelmann verliehen.

Berlin, 13. April. (DNB.) Das R e i ch s l u f t- fahrtministerium gibt bekannt: Der Füh­rer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichsministers der Luftfahrt General der Flie­ger Göring, dem Fliegergeschwader in Mecklen­burg die BezeichnungG eschwader Jmmel­mann" und dem Fliegergeschwader in Nieder­sachsen die BezeichnungGeschwader Bölcke" verliehen, um neben dem unvergeßlichen größten Jagdflieger Deutschlands, Freiherr von Richt­hof e n, auch die gleich ruhmvollen Namen seiner beiden Kameraden in der neu erstandenen Reichsluftwaffe fortleben zu lassen.

Der Führer hat den Erlaß vollzogen in der Ge­wißheit, daß die Geschwader Jmmelmann und Bölcke, durchdrungen von der hohen Bedeutung der ihnen übertragenen Ueberlieferung, sich in G e i st und Leistung der damit verbundenen beson­deren Verpflichtung stets gewachsen zeigen. Die Mitteilung von dem Erlaß ist inzwischen durch eigenhändiges Schreiben des Reichsministers der Luftfahrt an die Mutter Jmmelmanns und die Eltern Bölckes gegangen, wobei General Göring seiner besonderen Freude darüber Ausdruck gab, der Uebermittler dieses auch für die Hinterbliebenen ehrenden Erlasses fein können.

Gutes Ergebnis

der Vertrauensratswahlen.

Berlin, 15. April (DNB.) Wie der Reichswahl­leiter für die Vertrauensratswahlen 1935, Haupt­amtsleiter Claus Seltner, demVölkischen Be­obachter" über das Ergebnis der Vertrauensrats­wahlen mitteilte, kann schon jetzt gesagt werden, daß die aus allen Teilen des Reiches vorliegenden Meldungen Ergebnisse aufweisen, welche verglichen mit den Ergebnissen des Vorjahres den Schluß zulassen, daß das Gesamtergebnis für die Ver­trauensratswahlen 1935 ein um vieles höheres ist, als es dasjenige im Jahre 1934 war. Das Gelöbnis der Vertrauensmänner.

Berlin, 13. April (DNB.) In einer 13. Durch­führungsverordnung zum Gesetz zur Ordnung der Nationalen Arbeit wird festgestellt, daß die Able­gung des Gelöbnisses der Vertrauensmänner a m 1. Mai im Betriebe selbst zu erfolgen hat. Das Gelöbnis kann an dem letzten vor dem 1. Mai liegenden Werktag oder an einem der beiden auf den 1. Mai fol­genden Werktage abgelegt werden, wenn infolge besonderer betrieblicher Ver­hält n'i s s e, insbesondere infolge räumlicher Entfernung des Betriebes von dem Ort der allge­meinen Feier des 1. Mai, durch eine vorhergehende Betriebsversammlung die Teilnahme der Be­triebsangehörigen an der gemeinsa­men Feier der Bevölkerung wesentlich e r - schwert werden würde. Einer besonderen Geneh­migung des Treuhänders der Arbeit bedarf es nicht.

Die Verordnung sieht weiter eine Verpflich­tung der Abstimmungsleiter vor, das

den inzwischen eingetretenen Tod feststetten. Die Ursache des Unglücks sott angeblich darin zu suchen sein, daß ein Rad des vierten Wagens sich von der Achse löste.

Heimfahrt der deutschen Azorenfahrer.

Die deutschen Azorenfahrer haben nach glücklichen Tagen in Ponta Delgada und besonders Horta auf Fayal die Heimreise angetreten. Die deutsche Musterkolonie in horta hatte alles aufgeboten, um den Landsleuten ein unvergeßliches Erlebnis zu verschaffen. Ein deutscher Abend an Bard in beiden Landungsorten mit Vizegouverneur, Polizeipräsident, deutschem Dizekonsul, vielen portu­giesischen Ehrengästen und echt deutschem Volkskunst­programm, sowie andere Veranstaltungen waren Höhepunkte, von denen die Zeitungen spaltenlang und sehr deutschfreundlich berichteten. Das Wetter ist leider trübe und die See bewegt. Die Heimreise führte an der Westküste von Sao Georges vorüber, so daß die Azorenfahrer sieben von den neun Inseln gesehen haben. Dann nahm das Schiff Nordostkurs zum Kanal direkt auf Hamburg zu. Dort wird die Ankunft voraussichtlich am 21. April, mittags, er­folgen, falls der Kanal nebelfrei ist.

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Gießen, den 28. Januar 1935. Amtsgericht.

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