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Alle drei Fechtarten werden durchgenommen. Fach- amtsleiter Casmir wird als Lehrkraft den be­kannten Frankfurter Fechtmeister 213 ar a stellen.

Ein vom Fachamt 5 (Schwimmen) genehmigter DT. -Schwimmlehrgang findet am 19. und 20. Oktober in Kassel unter Leitung von DT.-Gau- schwimmwart Franz Sauer (Gießen) statt. Da­mit verbunden ist die Tagung der Kreisschwimm­warte der DT. Gaufachamtsschwimmwart Erich L 0 e w e (Kassel) wird im Verlaufe des Lehrganges einen Vortrag halten überDie Wettkampfbestim­mungen des RfL.".

Ein Lehrgang für turnerische Presse­arbeit wird am 2. und 3. November in Hers- f e l d in Verbindung mit den zu gleicher Zeit da­selbst stattfindenden Gerätemeisterschaften durch­geführt.

Im Tennis wurden bereits Lehrgänge durch­geführt im Nordbezirk und im Südbezirk (Butzbach).

Auch in den Turnkreisen hat die Lehrgangsarbeit bereits allenthalben eingesetzt. Für die Winterarbeit in den Vereinen werden durch die Lehrgänge und Dorturnerstunden wertvolle Anregungen gegeben.

Reit- und Zchrtumier in Gießen.

Der Derkehrsverein Gießen, die Reiter­standarte 14 7 Gießen und der Reiter­sturm 6/147 veranstalteten am vergangenen Samstag und am gestrigen Sonntag ein Reit-, Spring- und Fahrturnier, Das in sportttcher Hinsicht einen schönen Erfolg brachte. Die Wehrmacht be­teiligte sich zahlenmäßig sehr stark mit guten Pfer­den und ebenso guten Reitern, die SA. war nicht weniger gut, wenn auch nicht so zahlreich vertreten, die Reit- und Fahroereine hatten ihre aussichts­reichsten Mitglieder gemeldet. Auch einige Kinder beteiligten sich und zeigten sich im Sattel über­raschend sicher.

Der erste Tag.

Den Auftakt bildeten am Samstagnachmittag die Vorprüfungen zu verschiedenen Wettbewerben. In erster Linie war es der Geländeritt zur Viel­seitigkeitsprüfung, zu der zahlreiche Meldungen ab­gegeben worden waren. Die Wehrmacht stellte hier 13 Reiter und Pferde, die als erste in Abständen von etwa 5 Minuten einzeln auf den 5 Kilometer langen Kurs geschickt wurden. SA. und Reiter­vereine waren gut vertreten. Der Geländeritt führte vom Startplatz aus in das Heuchelheimer Feld, fast durchweg auf Feldwegen voraus. Die Reiter hatten dabei etwa zehn Hindernisse von etwa je 80 cm Höhe zu überwinden, über Gräben zu setzen, die an markierten Stellen zu passieren waren. Fehler, Zeit und Stil bestimmten die Wertung und den Sieger. Die letzte Hindernisse waren kurz vor dem Ziel zu nehmen. Die Zuschauer, die dem Wettbewerb mit großem Interesse folgten, hatten sich an den Plätzen der verschiedenen Hindernisse im Feld auf­gestellt und gewannen hier am besten Eindrücke von Pferd und Reiter. Die Prüfung nahm geraume Zeit in Anspruch.

Im Anschluß daran sah man die Kinder auf dem Pferd, vier Mädchen und einen Jungen, die nach dem Kommando des Reitlehrers S ch ö m b s in schöner Disziplin ihre Pferde innerhalb der Bahn bewegten. Mit besonderer Fpeude verfolgte man die gymnastischen Hebungen auf den Pferden, die den Teilnehmern selbst sichtlich großen Spaß be­reiteten. Die Pferde wurden von den Kindern in verschiedenen Gangarten yorgeführt, und man tonnte dabei erkennen, daß die Jugendlichen die Pferde sehr gut zu beherrschen vermochten.

Den Abschluß der Wettbewerbe am Samstag stellten verschiedene Dressur-Vorprüfungen dar, die sich vor kritischen fachmännischen Augen abspielten und Reiter und Pferd zu äußerster Disziplin der Bewegung herausforderten.

Am Sonntag.

Die sportlichen Darbietungen am gestrigen Sonn­tagnachmittag standen auf guter Höhe. Insbeson­dere in den Sprmgwettbewerben wurden von Roß und Reiter vielfach sehr gute Leistungen gezeigt.

Ein schöner Sprung.

Von den Reiterinnen stand wieder, wie schon beim Frühjahrs-Reitturnier, Frl. Lommatzsch, Mar­burg, unbestritten an der Spitze, sie übertraf auch manchen Reiter durch ihre schneidige und elegante Reitkunst ganze erheblich. Die Rennen verliefen glatt und fänden lebhaftestes Interesse der nach vielen Hunderten zählenden Zuschauermenge. Hervorragen­des sah man auch bei den Fahrkonkurrenzen, bei denen die Herrichtung von Pferden und Wagen, wie auch die Arbeit der Pferde und ihre Lenker große Sorgfalt offenbarten. Herrliches Herbstwetter begünstigte den Verlauf der schönen sportlichen Ver­anstaltung in vorteilhafter Weise.

Die Ergebnisse.

Vielseitigkeitsprüfung der Wehr­macht: 1. Uffz. Ludecke aufMarwitz"; 2. Uffz. Lochmann ausFreiherr"; 3. Gefr. Wagner auf Nita"; 4. Uffz. Adam aufMartha"; 5. Gefr. H. Schmidt aufErnst".

Vielseitigkeitsprüfung der SA. und der Reit - und Fahrvereine: 1. 1. Sturmf. v. Gustedt aufWotan"; 2. Frl. Lommatzsch auf Altmark"; 3. Alfred Kasel aufKolibri".

Geländeritt der Wehrmacht: 1. Gefr. Hänel aufEinbrecher"; 2. Ogefr. Dangendors auf Jugendliebe".

Geländeritt der SA. und der Reit- und Fahrvereine: 1. Frl. Rinn aufAttila"; 2. SA.-Mann Kowalzik aufOlaf".

Kinderabteilung: 1. Erika Schömbs auf Pascha"; 1. Christa«Schreiner aufTassila"; 2. Ilse Fischer aufKreuzritter"; 2. Erika van Bentheim aufFritz"; 2. Wilhelm Brückmann aufSissy".

SA. - Abteilungsreiten: 1. Abteilung II; 2. Abteilung I; 3. Abteilung III.

Dressurprüfung A: 1. Trupps. Haussauer aufOlaf"; 2. Frau Jutzi aufEcco"; 3. SA.-Mann Lenz aufMax".

Dressurprüfung L Wehrmacht: 1. Uffz. Hahn aufGrille"; 2. Uffz. Lochmann auf Freiherr"; 3. Uffz. Hahn aufNichtsnutz".

Dressurprüfung L SA. und Reit- und Fahrvereine: 1. Sturmf. v. Gustedt aufBodo"; 2. Frl. Lommatzsch aufAltmarkt"; 3. SA.-Mann Kowalzik aufAttila".

Jagdspringen, Klasse A, Wehrmacht: 1. und 2. Ogefr. Dangendors aufErneco" und aufJugendliebe"; 3. Gefr. Hänel aufEin­brecher".

Jagdspringen, Klasse A, S A. und Reit- und Fahrvereine. 1. Frau Jutzi auf Ecco"; 2. SA.-Mann Kowalzik aufOlaf".

Jagdspringen, Klasse L, Wehrmacht: 1. Unteroffizier Lochmann aufFreiherr".

Jagdspringen, Klasse L, S A. und Reit - und Fahrvereine: 1. Frl. Lommatzsch aufAltmark"; 2. Paul Büttel aufEcco"; 3. Sturmführer v. Gustedt aufKolibri".

Schaufahren: 1. Brauerei Jhring-Melchior (Konsul",Gerda",Gregor",Günther"); 1. Emil Schmoll (Minka" undCäsar"). '

Fahrkonkurrenz: (zwei Abteilungen): Ein­spänner: 1. Herr Schlüter mitSilberglanz"; 1. Hans Bepler (Großen-Linden) mitLina". Zwei- spännig: Gespann der 13. KompanieErika" und Neidhardt"; 2. Schütze Bergh mitKamilla" und Nimrod".

pflege des Schmetterlingsstiles im Deutschen Schwimm-Verband.

Als die ersten Nachrichten von einer neuen Art des Brustschwimmens vor mehreren Jahren aus Amerika eintrafen, stand man diesem sogenannten Schmetterlings-Stil zunächst sehr skeptisch gegen­über. Man wollte von einer neuen Art des Brust­schwimmens nichts wissen, schon deshalb nicht, weil seit Jahren das Gerücht im internationalen Schwimmsport umlief, daß das Brustschwimmen so­wieso g»n,3 abgeschafft werden würde. Diese Mel­dung hat sich natürlich nicht bewahrheitet, aber der neue Stil ist auf dem besten Wege, die Welt zu erobern, eine Umwälzung steht bevor, wie sie sei­nerzeit für die Hand-über-Hand-Schwimmer die Umstelluna auf den Kraulstil bedeutete. In allen Schwimmsport treibenden Ländern geht man dar­an, dem neuen Bruststil stärkste Förderung ange­deihen äu lassen, hat doch die Praxis gelehrt, daß auf diese Art die Zeiten erheblich verbessert wer­den können.

Den Beweis dafür hat erst in jüngster Zeit der Bremische Schwimm-Verband erbracht mit seinem erfolgreichen Rekordversuch in der 10X50-Meter- Bruststaffel. Don den beteiligten zehn Schwim­mern haben neun den Schmetterlingsstil an­gewendet. Die Praxis hat weiter ergeben, daß sich für die neue Schwimmart nicht nur die Spezialisten im Brustschwimmen, sondern auch die Krauler be­sonders gut eignen.

Der Deutsche Schwimm - Verband setzt sich besonders nachhaltig für die Pflege und Aus- breitung des neuen Stiles ein. Er bereitet einen Sonderlehrgang vor für alle diejenigen, die im Laufe des Winters 100 Meter einwandfrei in 1:17, bzw. 200 Meter in 3:00 und darunter schwim­men. Die gleiche Vergünstigung soll auch den Kraulschwimmern zuteil werden, die mit einer Leistung von 2:22 über 200 Meter aufwarten.

Kurze Sportnotizen.

Ein Gedenkstein für Rud. Oeltzschner wurde an der Absturzstelle bei Selb in Oberfranken eingeweiht. Der zum Gedenken an den diesjährigen Rhön-Sieger gesetzte Findling trägt die Inschrift: Dem Rhön - Sieger 1935 Rudolf Oeltzschner am 1. August 1935".

Reiter der SA. im Wettbewerb. (Aufnahmen [3]: Photo-Pfaff.) Kinder zeigen ihre Geschicklichkeit bei gymnastischen Uebungen auf Pferden.

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Harald Kreutzberg in Gießen.

Harald Kreutzberg in feinem ungarischen Tanz. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Oberhessen.

Kreis Alsfeld.

. Homb er g, 10. Oft. Zur Zeit herrscht tn der Dorstadt rege Tätigkeit. Der Straßenteil wird zur Pflasterung vorbereitet. Das notwendige Mate­rial wurde bereits vor geraumer Zeit angefahren. Vorgesehen ist eine Verbreiterung der Straße, die Kurven werden überhöht und neue Randsteine ge­setzt. Auch das Straßenprofil wird erhöht. Mit der

Veweist Verbundenheit mit den bedürftigen Volksgenossen!

Spendet für das Dinterhitfswerk!

eigentlichen Pflasterung hat man in dieser Woche begonnen. Der Verkehr ist während der Dauer der Arbeit umgeleitet. Dieser Tage hielt hier ein Luftschutz-Lehrtrupp einen Kursus ab. Der Jugend soll demnächst die Bedeutung des Luftschutzes durch ein Puppenspiel nahegebracht werden.

^Neuhaus bei Homberg, 11. Oft. Welche Gefahren manchmal Gartenarbeiten in sich bergen, zeigt folgender Unglücksfall. Ein hiesiger An­gestellter war mit feiner Frau im Garten beschäf­tigt. Beim Ausziehen einer Bohnenstange drang die Stange der hinter dem Ehemann stehen­den Frau ins Auge. Die Verletzung war so erheblich, daß die Ueberführung der Verunglückten in die Klinik zu Gießen erforderlich wurde.

st. Kirtorf, 11. Oft. In der jüngsten Stadt­rat s s i tz u n g erfolgte die Vereidigung der Rats- Herren und des zweiten Beigeordneten, die an­schließend ihre Anstellungsurfunden durch den Bür­germeister überreicht befamen. Zu Beginn der öffentlichen Sitzung sprach Bürgermeister Pg. L a t h e r über die neue Deutsche Gemeindeordnung. Im geschäftlichen Teil der Sitzung billigten die Ratsherren den Derfauf eines zu schwer gewor­denen Gemeindebullen und den Anfauf eines neuen, ebenso stimmte man der Vorlage zu, die die Ab­schaffung eines Gemeindeebers auf dem Wege der Versteigerung und die Neuanschaffung eines solchen der RasseDeutsches Edelschwein" vorsieht. Der Bürgermeister erstattete Bericht über die diesjährige Obstoerwertung von den gemeindlichen Obstanlagen, die den ansehnlichen Betrag von über 1700 Mark einbrachten. Es wurde weiter beschlossen, die Bür­gersteuer nach dem Satz der Vorjahre 100 v. H. beizubehalten. Ein dreifachesSieg-Heil!" auf den Führer und das Reich bildete den Abschluß der Sitzung.

£ Kestrich, 10. Oft. Im Verhältnis zu früheren Jahren ist der Erlös aus der Obstbaumernte der Gemeinde wesentlich niedriger. Die Gemeinde hat im Frühjahr 30 Kirschbäume angepflanzt, jetzt sollen noch 30 Aepfelbäume gepflanzt "werden. Bür­germeister, Beigeordnete und Ge­meinderäte wurden durch Regierungsrat Dr. L 0 tz in ihr Amt nach der neuen Gemeindeordnung eingeführt. Bürgermeister Seim wurde in seinem Amt bestätigt. 1. Beigeordneter Heinrich Schott VII., 2. Beigeordneter Otto Horst; Gemeinderäte wurden: Hch. Bläser, Otto Müller, 2Hbert Steuernagel, Otto Geiß und Hugo Geiß.

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