des öffentlichen Wohles besonders beschleunigt durch- geführt werden müssen, durch Erlaß ein vereinfachtes Enteignungsoerfahren anordnen. Gründe des öffentlichen Wohles find insbesondere dann gegeben, wenn Arbeitsgelegenheit zu beschaffen ist oder wenn Notstände zu beseitigen oder abzuwenden sind. Die Artikel 2 bis 6 behandeln die verein- fachte Derfahrensregelung, wobei den Kreisdirektoren eine sehr wesentliche Rdlle zugewiesen wird. Alle Entscheidungen und Entschließungen ergehen, wie Artikel 7 bestimmt, in Beschlußform.
JtunOfimfproflramm.
Dienstag, 15. Oktober.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. Deutsche Schulen im Ausland. Zusammenstellung: Guido Waldmann.
11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus Dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. Frauen in Oberhessen. 15.45: Nordische Lieder und Klaviermusik. 16.45: Der Himmel im Oktober. Was uns ein Meteor verkünden kann. Vortrag von Prof. E. Sittig, Frankfurt a. M. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Wie di- Schreibmaschine erfunden wurde. Plauderei von Franz Franziß. 19: Reichssendung: Der Schauplatz der olympischen Segelregatta. Vorbereitungen für 1936 in Kiel. 19.30: Märchenouver- türen. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Alte und neue Operettenklänge. 20.30: Windstärke 13, ahoil Heiteres Hörspiel. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende- bezirk). Sportbericht. 22.20: Dom Rhein zum Warndt. 22.45: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Oie Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern.
Die Anzeigenpflicht beachten!
Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit- geteilt: r . _
Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Bestimmungen der §§ 16 und 26 der Arbeitszeitordnung und 154 Absatz 2 bis 4 der Gewerbeordnung, betreffend die Anzeigepsticht von Arbeite- rinnen und jugendlichen Arbeitern vor dem Beginn ihrer Beschäftigung, nicht mehr in der gehörigen Weise beachtet werden. Die Arbeitgeber der nachstehend ausgesührten Betriebe werden deshalb in ihrem eignen Interesse ersucht, die angeführten Bestimmungen in Zukunft zu beachten und Arbeiterinnen und jugendliche 14» bis 16jährige Arbeiter vor dem Beginn der Beschäftigung bei der Polizeidirektion (Gewerbeabteilung) anzuzeigen, da sonst Strafmahnahmen in Erwägung gezogen merken müssen.
Die Anzeige muß enthalten: Namen des Betriebs, die Wochentage, an denen die Beschäftigung statt- finden soll, den Beginn und das Ende der Arbeits- zeit und der Pausen sowie die Art der Beschäftigung.
Die Anzeigepflicht besteht für:
1. Betriebe mit mindestens zehn Arbeitskräften (§ 16 der Arbeitszeitordnung).
2. Hüttenwerke, Zimmerplätze und andere Bauhöfe, Werften, sowie für Werkstätten der Tabak- industrie, kurz für alle Betriebe, in denen elementare Kraft (Dampf, Wind, Wasser, Gas, Luft, Elek- trizität usw.) verwendet wird, auch wenn in der Regel weniger als zehn Arbeitskräfte beschäftigt werden (§ 16 Absatz II der ArbeitszeitordnunH)._
3. Ziegeleien und über Tag betriebene Brüche und Gruben, wenn in chnen m der Regel mindestens fünf Arbeitskräfte beschäftigt werden.
4. Werkstätten mit weniger als zehn Arbeitskräften, in denen
a) die Anfertigung oder Bearbeitung von Männer- und Knabenkleidern (Röcken, Hosen, Mänteln il dergl.) im großen erfolgt;
b) Frauen- uni) Kinderkleidung (Mäntel, Kleider, Umhänge u. dergl.) im großen oder a-us Bestellung nach Maß für den persönlichen Bedarf der Besteller angefertigt oder bearbeitet wird;
c) Frauen- und Kinderhüte besetzt (garniert) werden;
d) die Anfertigung oder Bearbeitung von weißer Wäsche im großen erfolgt.
Von der Anzeigepfttcht sind befreit:
1. Dollständia: Apotheken, Handelsgeschäfte, in denen Arbeitskräfte nicht in einem zu dem Handelsgeschäft gehörigen Betriebe mit der Herstellung oder Bearbeitung von Waren beschäftigt sind, Heilanstalten und Genesungsheime, Musikaufführunaen, Schaustellungen, Theaterunternehmungen oder sonstige Lustbarkeiten; Gärtnereien, das Gast- und Schankwirtsgewerbe, das Derkehrsgewerbe.
2. Hinsichtlich der männlichen jugendlichen Arb eiter:
a) Motorwerkstätten mit weniger als zehn Arbeitern, sofern sie zum Handwerk gehören;
b) alle Betriebe der Bäcker und solcher Konditoren, in denen neben den Konditorwaren auch Backwaren hergestellt werden, sofern sie nicht in regelmäßigen Schichten arbeiten, für die Sir- beiter, die unmittelbar bei der Herstellung von Waren beschäftigt sind.
Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden nach § 27 der Arbeitszeitordnung bestraft.
Der Vogelschuh in Hessen.
Oie Jahreshauptversammlung des Vogelschutzvereins für Hessen.
(Sonderbericht des „Gießener Anzeigers".)
Unter dem Vorsitz des hessischen Landesforst. Meisters Staatsrat Dr. h. c. Hesse tagte am gestrigen Sonntag im Hotel Fürstenhof zu Büdingen der staatlich autorisierte Vogelschutzoer- ein für bas Land Hessen. In dem vollbesetzten Saale überwog die grüne Farbe, ein Beweis, daß sie als offizieller Träger des Natur- und Vogelschutzgedankens mit an erster Stelle steht.
Nach den Begrüßungsworten des Chefs der hessischen Staatsforstoersammlung an die Spitzen der Partei, der Behörden usw. wurden Wünsche für die Tagung daraebracht, insbesondere von dem Stellvertreter des Landesjägermeisters, Oberforstmeister Schlich, von der Kreisleitung Büdingen als Beauftragten der Partei, den drei Gaujäger- meistern der Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen, dem Kreisamt Büdingen und dem Vertreter des Reichsbundes für Vogelschutz in Deutschland. Letzterer sprach zugleich im Namen der 84jährigen Vorkämpferin für Natur- und Vogelschutz in Deutschland Frau Lina H ä h n e l, die zur Zeit, trotz ihres hohen Alters, an der Tagung der deutschen Ornithologischen Gesellschaft in Berlin teilnimmt.
Aus dem folgenden Geschäftsbericht, erstattet von Geschäftsführer Schäfer, ging hervor, daß hinsichtlich der praktischen Vogelschutzarbeit des letzten Jahres Rheinhessen am besten abgeschnitten hat. Der Bericht gab gleichzeitig das neue Programm bekannt, das von jetzt ab
mehr Verl auf praktisch wirksamen Vogelschutz unter gleichzeitiger Ergänzung der ideellen
Volksschulung
legen wird. Es wird in Zukunft auch mehr Wert auf die Unterstützung der Forschung gelegt werden.
Das bare Vermögen beträgt zur Zeit 6170 Mark. Davon sind für die nächsten Ziele u. a. folgende Ausgaben vorgesehen: für praktischen D o - gelschutz 500 Mark, für die drei in den drei Provinzen stationierten Vogelschutz st ationen eine jährliche Zugabe von 300 Mark, weiterhin für Winterhilfswerk, Beiträge an Reichsorganisationen usw. ebenfalls 500 Mark.
Da dem Landesverein für die nächste Zukunft große Aufgaben gestellt sind, wurde
die Neuwahl des Führerrales
nach den Gesichtspunkten der gestellten Aufgaben vorgenommen. Aus Zweckmäßigkeitsgründen ergab sich eine Aufteilung der Kräfte in die Provinzzugehörigkeit. Es wurden in den Führerrat berufen:
Als Führer: Landesforstmeister Staatsrat Dr. Hesse, als Vertreter: Ministerialrat Dr. Ur ■ stadt.
Für die Provinz Starkenburg: Ministerialrat Ringshausen, Darmstadt; Prof. Dr. Dr. Seitz, Darmstadt; Oberstudiendirektor Dr. Bei- finger, Darmstadt; Landwirtschaftsassessor Dr. Rothmann, Frankfurt; Güteraufseher Knörn- s ch i l d, Eberstadt; Förster Lehr, Darmstadt.
Für die Provinz Oberhessen: Dr. Karl Rudolf Fischer, Gießen; Forstrat Dr. Zentgraf, Lauterbach; anstatt des durch die Gaujägermeistergeschäfte überlasteten Oberforstmeisters Nicolaus, Gießen, der ein eifriger Förderer des Natur- und Dogelschutzgedankens ist, ein noch zu benennender Vertreter des Reichsnährstandes.
Für die Provinz Rheinhessen: Forstmeister Klemm, Bingen; Forstrat Nebel, Alzey; Forft- assessor Waldeck, Mainz; Obersekretär Göbel, Mainz; Kreisobstbauinspektor Mazarin, Worms; Justizinspektor Koch, Oppenheim.
Darauf wurde als nächster Tagungsort Heppenheim bestimmt, da die Landesregierung beabsichtigt, die dortige Ziegeleigrube bis dahin in eine mustergültige Naturwarte zu verwandeln.
In der Aussprache war wesentlich, daß sich der Leiter der Pflanzenschutz st elle Gießen, Dr. Tempel, in seiner Eigenschaft als Landesbeauftragter für die Ueberwachung der Westgrenze Hesiens bei dem drohenden Einbruch des Koloradokäfers bereit erklärte, die ihm zur Verfügung stehenden
1000 Vertrauensmänner gleichzeitig auch für die Belange des Vogelschutzes einzufetzen.
Der Hauptinhalt der Tagung wurde bestritten von Drei programmatischen Vorträgen. Zuerst sprach Professor Dr. S ch m i d t g e n über „Vogelschutz im Obstbau und Landwirtschaft". Sodann kam der volkskundliche TeU zu Wort in dem Vortrag des
Kreisjägermeisters Rokhmann (Erfelden), der mit wundervollen Lichtbildern als Beigabe in den Na- turzauber unseres einzigen hessischen Naturasyls, des Kühkopfes, einführte.
Nach Tisch sprach der Ornithologe am Forstmstitut der Landesunioersität, und staatliche Vertrauensmann für Naturschutz, Dr. Karl Rudolf Fischer (Gießen) über feine Erfahrungen bei Ginbürge- rungsversuchen, besonders bei Uhu s. Weniger auf die Ergebnisse eingehend, als auf die Methode, gab er Richtlinien für die vom Reichsforstmeister ein- geleüeten gleichlaufenden Versuche in anderen deutschen Gauen. Auch gab er Kenntnis davon, daß er gemeinsam mit Dem Grafen Solms-Lau- bad) beabsichtige,
nach dem gelungenen Uhu-wiedereinbürge- rungsversuch die Viederausiedlung des Kolkraben im Vogelsberg
zu versuchen. Don besonderem Interesse ist Die Tatsache, Daß nach Der Gemeinschaftsbesprechung Staatsrat Hesse Die Genehmigung gab, Daß auch
in Gießen eine Vogelschuhslelle mit Lehrberech- tigung errichtet
werben soll. Die Mittel werben zur Verfügung gestellt.
Führungen Durch eine angeschlossene Vogelschutz- ausstellung, sowie Durch Die Vogelschutzanlage in der Nähe von Bübingen bildeten eine wertvolle Ergänzung Der Vorträge.
Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Am FranMirter Getreidegrohmarkt blieben die Umsätze auch in dieser Woche klein. Etwas größeres Geschäft verzeichnete lediglich Der Braugerstenmarkt.
Am Brotgetreidemar kt ist das Angebot der Landwirtschaft in kontingentiertem Weizen und Roggen weiter klein. Indessen sind die Anlieferungen so. Daß sie für Den zur Zeit nur kleinen Bedarf Der Großmühlen, Die hinreichend versorgt sind, mehr als ausreichen, zumal laufend Angebot des Handels an Die Großmärkte gelangt. Wetter a u e r Weizen wurde verschiedentlich, insbesondere an die süddeutschen Grotzmühlen, unter- gebracht. Der Absatz in Roggen bleibt günstiger, wobei Die LanDmühlen fast ausschließlich als Abnehmer in Frage kommen. Weizen und Roggen außer Kontingent bleibt schwer verkäuflich.
Am FuttergetreiDemark besteht nach wie vor großer Bedarf, Der jedoch nur unzureichend gedeckt werden! ann, Da von Den Erzeugern kein Angebot vorliegt. Hafer ist noch leichter als Futter- gerfte zu haben, wenngleich aus Dem hiesigen Bezirk kaum Angebot vorlag. Der Handel versorgte sich daher meist mit Den vorliegenden Angeboten aus Ostdeutschland, wobei sie im Preise ziemlich hoch liegen, weil sie durch Vorfrachten und zuweilen auch mit Qualitätsaufschlägen belastet sind. Futtergerste blieb mangels jeglichen Angebots ohne Umsatz.
Die feste Haltung Des Braugerstenmark- t e s blieb bestehen. Soweit gute Qualitäten, also eiweißarme Sorten, Vorlagen, wurden sie von Den Verarbeitern zu festen Preisen glatt aufgenommen. Am hiesigen Markt notierte man erstmals Sommergerste für Brauzwecke mit 20 bis 21 Mark je 100 Kilogramm, vielfach wurden auch 21,50 Mark und für pfälzische Braugersten auch mehr erzielt. Auch Jndustriegerste findet gute Kauflust, hauptsächlich vom Niederrhein zu etwa 20 Mark je 100 Kilogramm.
Der Futtermittelmar kt nahm einen ruhigen Verlauf. Nachfrage bestand in der Hauptsache nach Kraftfuttermitteln; man wartet die Zuteilungen für Die nächste Zeit ab, nachdem der dringendste Bedarf durch die Verteilung im September befriedigt wurde. Außerdem ist Kleie nach wie vor gesucht, während Angebot völlig fehlt. Futter- und Nachmehle haben bei reichlichem Angebot schleppendes Geschäft. Schnitzel, Biertreber und Malzkeime fehlen ober stellen sich für Den Landwirt zu teuer. Melassemischfutter finden einige Nachfrage, doch liefern Die Fabriken meist nur Mischungen mit leichten Trägern. Durch Die kürzlich erfolgten Zuteilungen an ölhaltigen Futtermitteln Dürften aber balD schwerere Mischungen an die Märkte kommen.
Rauhfutter hat unverändert feste Haltung. Hiesiges Heu wird kaum angeboten; Der Preis mit 7,50 Mark für 100 Kilogramm ist recht fest. Für Stroh haben Die Preise erneut angezogen. Draht- gepreßtes Weizen- und Roggenstroh kostet nunmehr 3 bis 3,40 Mark (in der Vorwoche 2,50 bis 2,60), gebündeltes 2,60 bis 2,80 (2,50 bis 2,60). Das kleine Angebot kann leicht untergebracht werden.
Am M e h l m a r k t besteht nahe dem Monatswechsel laufendes Bedarfsgeschäft. Weizenbrotmehle werden gut gekauft, während feine Vorzugsmehle
nur schweren Abzug haben. Das Roggenmehlge- schäft verläuft weiterhin befriedigend, auch bei Den hiesigen Mühlen, obwohl Die Konkurrenz Der oft- Deutschen Mühlen wirksam bleibt. Flotte Umsätze verzeichnete Die Type 815, Dagegen wirD 997 kaum beachtet.
Nhein-Mainifche Börse.
Still.
Frankfurt a. M., 12. Okt. Die Börse lag am Wochenschluß völlig geschäftslos. Die Zurückhaltung Der Kundschaft, Die schon während Des ganzen Wochenverlaufs zu beobachten war, hielt unvermindert an.
Die Kurse zeigten am Aktienmarkt nur geringe Abweichungen, Doch war Die Kursentwick- hing stark von Zufälligkeiten abhängig, Da OrDcrs nicht Vorlagen. Zunächst kam nur ein ganz kleiner Teil Der Papiere zur Notiz. So eröffneten IG. Farben mit 151,13 (151,65), Gesfürel mit unoer- ändert 123,50, RWE. mit 123,65 (124,13), Leck- werke Augsburg mit 96,50 (96). Matt lagen Lah- meyer mit etwa 128,50 (131,50). Don Montanpapieren setzten Mannesmann mit unverändert 85 und Hoesch mit 93,50 (93) ein. Schwach lagen von Zellstoffaktien Waldhof mit 108 (110,50). Don Bank- aftien gingen Reichsbank auf 172,50 (173) und Bank für Brauindustrie auf 121 (121,50) zurück. Schiffahrts- und Verkehrswerte lagen behauptet. Der Rentenmarkt lag gleichfalls nahezu geschäftslos. Die Haltung blieb jedoch freundlich. Etwas fester lagen späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,40 (96,13). Altbesitzanleihe eröffneten mit unverändert 111,40, auch Zinsvergütungsscheine mit 90,20 und Kommunal-Umschuldung lagen behauptet.
Auch im Verlaufe blieb das Geschäft auf allen Märkten äußerst gering und nennenswerte Kursoeränderungen traten nicht ein. Waldhof konnten sich mäßig, und zwar auf 108,75 nach 108, erholen, andererseits gaben Kunstseide AKU. weiter nach auf 51,75 nach 52,13. Die später notierten Papiere lagen uneinheitlich bei geringen Veränderungen; auf den meisten Gebieten lagen selbst in der zweiten Börsenstunde noch keine ersten Notierungen vor.
Renten lagen später sehr ruhig und unverändert. Goldpfandbriefe lagen bei kleinstem Umsatz behauptet. Liquidationspfandbriefe notierten teilweise 0,13 bis 0,25 v. H. höher, aber Nassauische Landesbank bröckelten weiter auf 100,50 (100,65) ab. Stadtanleihen lagen zumeist höher, so 6 v. H. Darmstadt von 1926 mit 89,75 (89), von 1928 mit 91,25 (91), 6 v. H. Heidelberg von 1926 mit 88 (87,50). Am Auslandsrentenmarkt waren Schweizer Bundesbahn-Anleihen durchweg stark angeboten, man nannte bis zu 4 v. H. niedrigere Taxen.
Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
Frankfurter Schlachtvlehmartt.
F r a n k f u r t a. M., 14. Oktober. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 716 Rinder (202 Ochsen, 63 Bullen, 331 Kühe, 120 Färsen), 261 Kälber, 78 Schafe, 280 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 38 bis 42 Mark, Bullen 38 bis 42, Kühe 22 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 36 bis 42, Kälber 46 bis 70, Härnrnel 40 bis 45, Schafe 36 bis 40, Schweine 54 Mark. — Marktverkauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber rege, Härnrnel und Schafe sehr lebhaft, Schweine wurden zugeteilt.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse
151,5
151,9
90
90
90
90,5
117 117,25
130
130
Banknoten.
28,25
28
28,25
154,9
153,75
29,5
30
Grchner
01
210 I 210,25
100,25
104,75
95,5
146
100,5
104,25
111,13
92,75
101
105
0 0
0 7
0
6 0
0 0
12
24,5
294
23,65
283
173,5
153,75
151,4
238
104
113,5
107,5
104,5 114
107
52,75
105
110,5
79,75
51,75
104
109
80
104,25
114,5
107
105
52,4
104 110,5 80,25
127
95,25
146
81,5 24,65 293,5
111
93
158
124,75
90,5
85
Schultheis Patzenhoser ....... 4
Aku < Allgemeine Kunstseide) .. O
vuderu» .....
Deutsche Srddl
Gelsenkirchener
101 >05,25
125
90,25
85
111,25
93
104
51,75
103
108,5
80
126
95,4
145,25
81
23,5
281
174
154,5
111,13
93
95
144,75
Mainlraftwerke Höchst a.UL... 4
Süddeutscher Zucker ...... tj
9,1
8,75
9
10,5
4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterretchtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4Yt% Deeffll. Don 1913 ......
5% abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdadbahn.Anleihe Serie t.....................
I 9. Färben-Industri» Schetdeanstall........
Goldschmidt .........
Rütgerswerke ........ Metallgesellschaft......
Harpener
Hoesch Eisen—Köln-Neuester«
Ilse Bergbau
Ille Bergbau Genüsse Klöcknerwerke.......
Mannesman n-Röhre»
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Bl.
126
89,65
84,65
Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befch lofsenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H-, Lombardzinsfuß 8 o. H.
27
1,3
9
8,5
Bemberg...........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Desjauer Gas .......
Daimler Motoren . ... Deutsche Linoleum ... Orenftetn & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Ehade ..............
Acrum ul atoreu-Fabrik Eonti-Gummi ......
125,5
89,5
85
9,05
8,7
9,1
10,25
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
9 8,75 8,9 10,25
71151,65 9 238
O, 104 4 114.5 4j 106,75 I
Frankfurt a. M.
Serkin
Schlußkurs
Schlußk. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. Mliiag- börse
Datum
11.10.
12-10-
11-10.
12.10.
ManSfelder Bergbau ..
—
117
117
117
Koks werke ...........
....... 6
116,9
115,75
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen
....... 6
.....12
215
214
214,13
213,75
Rheinstahl ...........
.....ßi/,
I07.5
106
107,5
107
Bereinigte Stahlwerke.
.......Ö
81,75
81,75
82,25
81,65
Olavi Minen .......
.......0
19 4
19,25
19,5
19,5
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
131
131,5
132
Kaliwerke Westeregeln.
.......5
126
125
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7H
183
—
184
183
.Frankfurt a-M.
8erlm
Frankfurt a. jR
»trltn
Gchluß- hird
Schlußt. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußt. mittag« börse
Schlußkurs
Schlußk. Abend« börse
Schluß- turs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
11.10.
12.10-
11.10.
12-10.
Datum
1110.
12-10.
11-10-
12.10
6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1904 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtt
100,13
97,5 103,25
111,4
100,13
96,5
96,13
100,5
115,3
96,25
100,3
100,75
97
97
107,3
100,13
97,65 103
111,5
100,13
96
96,13
100,5
96,25
100,45
101
97
97
107,3
100,13
97,65
111,4
100,2
115
100,9
97
97
107,3
100,13 97,65
111,5
100,13
100,65
97
97
107,3
4% de«gl. (Serie II .............
5,75
8,45
4,8
39,13
16
18
78,5
111,75
87,5
88,25
88,25
173
37,65
142,25
110,5
132,65
104,5
123,5
133,5
124,13
119,5
169
131,5
5,75
8,5 4,85 38,75
16
18 .78 111,75
87
87,5
88
172
37,9 142 110
104 123,5
123,65
169,25 128,5
5,9 8,45
4,8 38,5
15,75 28,25
18 79
112 87,5
88,25 88,25
173
38 142,4 110,75 132,65 104,75 123,75
123,5 120
168,75 130,5
5,75
8,65
4,75
38,5
15,9
17,9
78,5
111,25
87
87,5
88 173,25
37,65
142,4
110
131,75
104 124,25 130,5
124
119 169,75
129
5% RumSn. vereinh. Rente v. 1903 4!4%Rumän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............
4*/•% Deutsche Reichspostschatz an- Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 «rückrablb. 102°,'1...........
Hamburg-Amerika-Paket .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd ......... O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz« und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto«
Gesellschaft................O
Dresdner Bank...... O
Reichsbank ...... 12
LE.»......................O
Bekula................ io
Elektr. LieferungSgeiellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6%
Felten & Guilleaume.........O
Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........b
Rhein. Wests. Elektr..........e
Schuckert L Co............... 4
Siemens L Halske............7
Lahmeyer L Co.............. 7
4y.% ehem. Hessische La
Darmstadt Gold R. 12 Wi% ehem. Hess. Land thekenbank Darmstadt 4V,% ehem. 8% Darmst
Landesb.Goldschuldve Oberhessen Provtnz«Anl
Auslos.-Rechten .....
Deutsche Komm. Sammk leihe Serie 1 mit Auslo
4 etjem.8% Franks. H
Golvpse. 15 unkündbar 6*/,% ehem. 4*4% Frar
B ank-Ltqu.-Pfandbrie 6%% ehem. 4*4%
Hyp.-Bank-Liqu.-Gold 4y>% ehem. 8% Pr. 8an vriefanstalt, Psandbrik 4H% ehem. 7% Pr.Lan
briesanst., Gold Komn Steuergutsch.Berrechnun
ndeSbank
c«-Hypo- Limit ...
Komm, schr. R.6 eihe mit läbl. Än> .-Rechten yp.-Bank bi» 1935 ff. HhP.-
Nheintsche Pfe.....
oerpsand- se R. 19 deSpsand- i. Lbl.VI Qit 85-39
11 .Oktober
12-Okiober
Amtliche Notierung
Amtliche Geld
Notierung »rief
Geld |
Brief
Buenos Arre-.
0,678
0,682
0,678
0,682
Brüssel.....
41,89
41,97
41,88
41,96
Rio de Ian.
0,144
0,146
0,144
0,146
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
54,40
54,59
54,41
54,51
Danzig ....
46,81
46,91
46.81
46.91
London....
12,185
12,215
12,185
12,215
Helsingfoc«.
5,37
5,38
5,37
5,38
16,375
16,415
16,375
16,415
Holland ...
168,43
168,77
168.45
168.79
Italien....
20,24
20,28
20,24
20,28
Japan .....
0,711
0,713
0,711
0,713
Jugoslawien
5,674
5,686
5,674
5.686
LSlo.....
61,17
61-29
61,18
61,30
Wien......
48,95
49,05
48,95
49.05
Lissabon...
11,05
11,07
11,05
11,07
Stockholm..
62,81
62,93
62,82
62,94
Schweiz ...
80,97
81,13
80,95
81,11
Spanien...
33,94
34,00
33,92
33,98
Prag......
10,305
10,325
10,28
10,30
Budapest ..
—
—
Reuyork ...
7,486
2,490
2,486
2,490
Serlin, 12.Oktober
Geld
Lriek
Amerikanische Noten..............
2,438
2,458
Belgische Noten.......... .......
41,76
41,92
Dänische Noten .................
54,20
54,42
Englische Noten .................
12,15
12,19
Französische Noten ...............
16,325
16,385
Holländische Noten...............
168,03
168,71
Italienische Noten................
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,02
61,26
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
—-
——
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
62,65
62,91
Schweizer Noten.................
80,77
81,09
Spanische Noten.................
33,56
33,70
Uugarlsche stoten
—


