185. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Nr. 240 Erstes Blatt 185. Jahrgang Montag, 14. Oktober 1935
A G r an3Ci9‘"
”Ä: gamÄtt« 4 Ak Ä ▲▲ jA AA AA Ak A ▲ jA A A| bisS-LuDrbcÄutag"
Heimat im Bild Die Scholle ffl IVk H 1 WWT ■■ W M Ml M A ■ Grundpreise für 1 mm hohe
Monatr-Vezugrpreis: B H W ■ WJF HÄ BF ■ ■ ST ■ J | G RI I ■ für Anzeigen von 22 mm
Mit 4 Beilagen RM.1.95 ■ W W ■ Bk IhV B B Br B Jf B B B B H B Br B Breite 7 Rpf., für Text-
Ohne Illustrierte „ 1.80 K ■ Bk ■ H W H Wk H A. JM ■ W MA Wk H W ■ anzeigen von 70mm Breite
Zustellgebühr .. „ -.25 W W B B W W 50 Rpf.,Platzvorschrift nach
Auch bei Nichterscheinen ” ■ ■ ^F ■ ▼ ^F ^F ^F ▼ ■ ” W ^F ” ”^H ^F ^F vorh.Bereinbg.25°/o mehr.
KF V ccitot. erunbprdfc:
-ZZL Seneral-Anzeiger für ©berljcffen MW
Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6 Rpf.
Stonifnrt am Main liess Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr Such- und Steindruckerei «.Lauge in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel B
Die Hitlerjugend Hessen-Aaffaus vor dem ReichsjugendWrer.
Zwanzigtausend Jungen und Mädels marschieren in Limburg auf.—Ein großer Tag der Gtaatsjugend Heffen-Naffaus.
9. November wieder erstehe, in dem sie mächtig waren.
Das Werk, das der Führer begonnen hat, ruht auf eueren Schultern, und auf euch kommt es an, ob dieses Werk für alle Ewigkeit Bestand hat. Und ihr müßt euch auch nun verpflichtet fühlen, daß das ungeheuere Opfer, das nicht nur in den Toten des Krieges und der Bewegung besteht, nicht vergeblich gebracht worden ist. Ihr müßt in den Opfern eurer Eltern für euch, eurer Vorkämpfer in der Bewegung eine Verpflichtung sehen, die euch zwingt, denselben Weg zu gehen, den sie einst gegangen sind. Diese Pflicht ist euer heroisches Schicksal. Ihr werdet einst von denen, die nach euch kommen, danach gemessen werden, ob ihr die Kraft hattet, auch im Letzten einig M sein. Es ist das Vertrauen, das das ganze Deutschland zu euch hat, das Vertrauen eines anständigen und guten Deutschland, das durch die nationalsozialistische Bewegung verkörpert wird, daß ihr niemals die Erwartungen enttäuscht, mit denen die ganze altere Generation auf euch schaut, und daß ihr nie die Pflicht verletzt, die in jenen 21
Treue heute und immerdar?
Oer Oberbefehlshaber des Heeres weiht das Bremer Ehrenmal.
Limburg, 14. Okt. (Eigenbericht.) Hitlerjugend, Jungvolkjungen und BDM.-Mädels marschierten gestern in Limburg, sie bekannten sich erneut und eindrucksvoll zum Führer und zur Nation und jubelten dabei ihrem Reichsjugendführer zu, der nach Limburg kam, um in wegweisenden Worten zur Staatsjugend unseres Gebiets zu sprechen.
Dem Tag von Limburg ging ein großartiges Flammenzeichen voraus, in dem die Sinnrichtung unserer Jugend zum Großen und Erhabenen eindeutig zum Ausdruck kam. Um 21 Uhr am Samstagabend brannten im Umkreis von 2 Kilometer um die Stadt Feuer auf, und von diesem Kreise aus liefen Lichtlinien sternförmig in das Land, so daß sich von hochgelegenen Punkten aus ein großartiger Anblick bot.
Schon in den frühen Morgenstunden klang dann in den flaggengeschmückten Straßen und Gassen der alten Stadt überall der Marschtritt der Hitler- Jugend, der Pimpfe, der Mädels, die mit der Eisenbahn, zu Fuß und auf Kraftfahrzeugen an- kamen. Um die Mittagsstunde waren 20 000 Jungen und Mädels in der Stadt, sie sammelten sich an verschiedenen Punkten, um dann von dort aus in geschlossenen Kolonnen zum Platz der Kundgebung, zum Eduard-Horn-Park zu marschieren. Exakt und pünktlich vollzog sich der Aufmarsch: zur festgesetzten Stunde füllte eine riesige Heerschar der Staatsjugend den herrlichen Wiesenplan im waldumrandeten Talkessel. Masten mit großen Fahnen der HI. umrahmten das Feld, die Farben Rot und Weiß hoben sich leuchtend vom Grün der umgebenden Natur ab. Im Blickpunkt des Platzes war in schöner Harmonie mit der Umgebung ein interessanter, fast burgenartig gestalteter "Aufbau geschaffen worden, eine große Balustrade für den Spielmanns- und Fanfarenzug der Pimpfe und ein Kommandoturm. Der Aufbau bestand durchweg aus ungeschälten Stangen wie sie der Wald gab und selbst die Hoheitsabzeichen waren aus dem gleichen
natürlichen Material geschaffen worden. So kam auch in diesem Bauwerk in starkem Maße die von der Hitler-Jugend erstrebte Bodenständigkeit zum Ausdruck. Hoch über dem Talkessel hatte auf einem Felsen eine Fahnengruppe Aufstellung genommen, die im Blickpunkt aller stand unb. so sinnfällig immer wieder daran erinnerte: die Fahne ist mehr als der Tod!
Geduldig harrte die Jugend nun der Ankunft ihres Führer, der gegen 14.30 Uhr erschien, begleitet von dem Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, dem Gauarbeitsführer F a a tz unb dem Stab der Reichsjugendführung. Kaum wurden die Versammelten des Reichsjugendführers ansichtig, da brach ein Jubel los, den kein Kommando bannen konnte. Immer wieder klangen Heilrufe auf. Das „Heil Kameraden!" des Reichsjugendführers und sein „Heil Kameradinnen!" fanden ein brausendes Echo. Nachdem dem Reichsjugendführer die angetretene Jugend gemeldet war und nachdem er die Reihen der Staatsjugend auf dem Weg zu den Tribünen der Ehrengäste durchschritten und dann mit dem Gauleiter Platz genommen hatte, fand zunächst eine würdige Feier zur Ehre der im Kampfe für Deutschland Befreiung gefallenen Hitler-Jungen statt. Das gesprochene Wort, das Wort im Sprechchor, volles wuchtiges Orgelspiel in getragenem Rhythmus und ernster Melodie, Fanfarenrufe, Trommelwirbel und die Mitwirkung der 20 000 — das alles klang zu einem Eindruck zusammen, dem sich niemand der Teilnehmer an dieser Feier entziehen konnte. Einzigartig schön die von Orgelspiel untermalte Verlesung der Namen der Gefallenen der Hitlerjugend! — Anschließend gelangte ein symbolisches Chorspiel zur Aufführung, das in einem Bekenntnis zu Führer, Volk und Vaterland ausklang. So wie die vielen Tausenden von Jungens und Mädels, so verfolgte auch der Reichsjugendführer die Darbietung mit ge- fponnter Aufmerksamkeit. Anschließend sprach der Reichsjugcndführer Baldur von Schirach.
Bremen, 13. Okt. (DNB.) Das Bremer Ehrenmal für die im Weltkrieg und in der Nachkriegszeit für ihr Vaterland gefallenen Helden ist am Sonntag in feierlicher Weise eingeweiht worden im Beisein des Oberbefehlshabers des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, des regierenden Bürgermeisters H e i d e r , des Bremer Senats, sowie von Vertretern der Wehrmacht, der Bewegung und der Behörden. Das Denkmal, das auf der noch über dem Osterdeich und die Wasser sich erhebenden Altmannhöhe steht, ist den 10 000 gefallenen Bremern geweiht. Vor der eigentlichen Einweihungsfeier hielt im Bremer Dom Landesbischof Lic. Dr. Weidemann einen Gottesdienst ab. Auf dem Osterdeich hatten je eine Ehrenkompanie der Wehrmacht, der Kriegsmarine und der Landespolizei neben einem Ehrensturm der SA. Aufstellung genommen. Heber dem Ehrenmal kreiste eine Flugzeugstaffel.
Regierender Bürgermeister H e i d e r gedachte mit bewegten Worten der Gefallenen des Weltkrieges, den 10 000 gefallenen Bremer Söhnen, derer, die Bremen vom roten Terror befreiten und der Kämpfer für das Dritte Reich. Ihnen allen, die fielen, sei dieses Denkmal gesetzt. Sodann sprach Landesbischof Weidemann das Vaterunser, worauf die Musik die Weise vom guten Kameraden anstimmte.
Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie, Freiherr von Fritfch, gab feiner Freude Ausdruck, diese Weihestunde mit- erleben zu können. Dieses Ehrenmal sei geweiht den gefallenen Söbnen einer Stadt, die unser aller Brüder roareif. So, wie sie gelitten und ge^ stritten, so hätten viele Tausende als Freikorpsmänner und als zielbewußte Kämpfer der Bewegung gehandelt. Alle hätten für ein großes Ziel gestritten: für ein großes, einiges und sauberes Deutschland. Dieses Ziel werde immer auch unser Ziel bleiben. In der Nacht der deutschen Hoffnungslosigkeit seien zwei Lichter aufgestiegen, das stahlharte Wollen d.er deut- s ch e n Freiheitskämpfer, die sich um die Fahne eines Mannes scharten, und das stille und verbissene Ringen der deutschen Armee um die Erhaltung echten deutschen Soldatentums. Der große Feldherr Hindenburg habe uns hier den Weg zur deutschen Pflicht gewiesen. So seien diese beiden Lichter zu einem
beruht, die heute nicht unter uns stehen können, weil sie sich opfern mußten im Kampf um das, was heute hier Gestatt gefunden hat.
Ich sage euch diese ernsten Worte, meine Kameraden und Kameradinnen, weil wir ja nicht nur eine Jugend der Fröhlichkeit sind, eine Jugend, die sich bewußt ist ihrer wunderbaren Gemeinschaft und des freien Lebens, das sie heute führen darf, sondern weil wir auch eine Jugend sino, die eine große Tradition zu erfüllen hat, von der Gewaltiges erwartet wird. Ihr habt euch dieser Fahne angelobt, und ihr wollt, lieber zugrunde gehen, als diese Fahne verlieren. In diesem Geiste kämpfen wir, die Jugend des ganzen Deutschen Reiches, für den Führer aller Deutschen. In diesem Geiste sind wir entschlossen, alles auf uns zu nehmen, wie einst, wenn wir nur in Ehren vor der deutschen Geschichte bestehen können. Wir bekennen das als eine Jugend, der Deutschland höher steht als alles andere. Und wir bekennen es, indem wir an den Mann denken, dessen Namen wir tragen. Wer Adolf Hitler dient, dient Deutschland. Wer Deutschland dient, dient Gott! Adolf Hitler Sieg- Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil!
Mit dem Liede der Jugend: „Vorwärts, vorwärts", fand die große Kundgebung ihr Ende.
Den Abschluß des Tages bildete der Vorbeimarsch des BDM., des Jungvolks und der Hitler-Jugend auf dem Adolf-Hitler-Platz, der von einer riesigen Menschenmenge umlagert war. Begeistert marschierte die Jugend vor dem Reichsjugendführer und bewies ihm durch ihr geschloffenes und diszipliniertes Auftreten, daß sie unerschütterlich und treu zum Führer Adolf Hitler, zur Bewegung und zum Vaterlande steht.
einzigen geworden und seien, angefacht durch bi Willen Abolf Hitlers, schließlich zu einer gro* ßen Flamme geworben. Unsere Verpflichtung sei es, im Angesicht bieses Ehrenmals bafür zu sorgen, baß biese Flamme niemals roteber erlösche.
Wir wollen, so schloß General von Fritsch, auf bem Wege unserer Kameraben weiterschrei- t e n. Wir danken ihnen aus heißem Herzen und danken dem Manne, der die Flamme der deutschen Einigkeit entfacht hat. Wir geloben ihm im Gedenken an unsere Kameraden unverbrüchliche Treue heute und immerdar. Der Schöpfer der neuen Einheit, der Begründer der neuen Wehrmacht und unser deutsches Vaterland: Sieg- Heil!
Begeistert stimmten die Teilnehmer der Feier in den Ruf ein. Von Tausenden gesungen erklang das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied. Darauf wurden von zahlreichen Organisationen und Abordnungen Kränze an dem Ehrenmal niedergelegt.
Oer gesteigerte Postverkehr.
Gleich den Einnahmen der Reichsbahn sind auch die der Poft ein wichtiger Maßstab für die gesamtwirtschaftliche Konjunktur. Je größer die Umsätze und Erträge der Wirtschaft sind, desto mehr steigert sich der Postverkehr. Aus dem Bericht der Reichspost für das Rechnungsjahr 1934/35 ergibt sich nun, daß der Postverkehr auf fast allen Gebieten bedeutende Fortschritte gemacht bat Der Briefversand ist um 1,1 v. H., der Paketversand um 4,6 v. H. gegenüber dem Vorjahre gestiegen. Die Zahl der Gespräche im Fernsprechverkehr hat um 5,2 Prozent zugenommen, die Zahl der aufgegebenen Postanweisungen hat sich um 4 v. H. erhöht. Eine Ausnahme bilden nur der Telegrammverkehr, der um 5,7 v. H. zurückgegangen ist, sowie der Versand von Nachnahmen und Postaufträgen, der ebenfalls eine kleine Verminderung aufweist. Dagegen hat sich der Postscheckverkehr in besonders erfreulichem Maßstabe belebt. Die Zahl der Buchungen hat um 9,7 v. H., der gesamte Betrag, der bewegt worden ist, sogar um 17,9 v. H. zugenommen. Der Kraftpostverkehr hat sich ebenfalls günstig entwickelt. Die Zahl der von der Kraftpost beförderten Personen stieg von 59,8 auf 65 Millionen. Die Zahl der Rundfunk teilnehmer erhöht sich ständig. Kurz, der allgemeine Aufstieg der deutschen Wirt- ! schäft ist der Reichspost auf den wichtigsten Gebieten ihrer Tätigkeit in befriedigendem zugute gekommen.
Die Betriebseinnahmen sind um mehr als 20 Millionen Mark auf insgesamt rund 1,66 Milliarden Mark gestiegen. Der ausgewiesene V e r- l u ft, der wesentlich auf die umfangreiche Beteiligung der Reichspost an der Arbeitsbeschaffungsaktion der Reichsregierung zurückzuführen ist, hat sich von 222 Millionen Mark im Vorjahr diesmal auf 26,6 Millionen Mark vermindert. Dabei sind aber 150,7 Millionen' Mark an das Reich abgeführt worden, so daß in Wirklichkeit überhaupt kein Ver- ' lüft, sondern ein Gewinn erzielt worden ist.
Was das bedeutet, läßt sich nur dann richtig beurteilen, wenn man in Betracht zieht, daß die Reichspost zum Zwecke der Ankurbelung der Wirtschaft im Zuge des allgemeinen Belebungsprogramms der Reichsregierung bedeutende Tarii- j e n k u n g e n durchgeführt hat. Diese sind durch die Verkehrszunahme voll ausgeglichen worden. Das Vorgehen hat sich also als nützlich und richtig erwiesen. Denn es hat durch Stärkung der Wirtschaft eine Derkehrszunahme erzielt, deren Erträge die von der Reichspost gebrachten Opfer aufgewogen Haden. Die im Zusammenwirken mit der Reichsregierung erreichte Gesundung der deutschen Wirt- schast hat auch die Finanzen der Reichspost gesünder gemacht.
Der Reichsjugendsöhrer spricht zur Lugend Hessen-Nassaus.
Wenn wir uns hier zu einer schlichten Feierstunde zusammengefunden haben, dann wollen wir uns in dieser Stünde das Gelöbnis geben, daß wir niemals mehr die Wiederkehr einer Zeit der Ehrlosigkeit, der Schande, des Kampfes aller gegen alle, die Zeit der Hoffnungslosigkeit und grenzenlosen Not dulden wollen, und daß wir entschlossen und rücksichtlos dafür eintreten wollen, daß der Geist der jungen Gemeinschaft, der hier in unseren jüngsten Pimpfe lebt, der Gei st der ganzen Nation werde, und daß die Einigkeit, die hier in diesem Aufmarsch zum Ausdruck kommt, künftig Deutschland sei. So wie hier heute auf diesem Platz eine Jugend zusammensteht, die weder katholisch noch protestantisch ist, sondern e i n- s a ch deutsch, so wird einmal ein ganzes Volk zusammenstehen. Man wirft uns vor, wenn wir solches wollten, bann seien wir gottlos, seien Feinde der Vorsehung und seien damit eine Jugend ohne alle Zucht. Wir alle wissen, wir stehen nicht hier um g e g e n Gott zu kämpfen, sondern wir sind hier angetreten, weil wir meinen, damit den W l l- len Gottes zu erfüllen. Gott hat nicht befohlen „deutsche Jugend gehe hinein in die konfessionellen Verbände und kämpfe gegen Adolf Hitler und somit gegen das deutsche Volk", sondern Gott hat uns^ befohlen: „Steht zusammen, kämpft für Adolf Hitler, kämpft für unser deutsches Vaterlos. Und wenn ihr das tut, dann erfüllt ihr meinen Willen.
Mr haben nichts anderes gewollt und wollen auch in Zukunft nicht anderes, als aus dieser Jugend eine Gemeinschaft ohne arm und reich zu machen, eine Gemeinschaft des
Nationalsozialismus im höchsten Sinne. Wir wissen, daß es die geschichtliche Aufgabe der deutschen Jugend ist, eine Gemeinschaft zu sein, die nichts mehr zu trennen vermag. Und wir verstehen den Appell unseres Führers, der von uns verlangt, daß wir alle die zusammenführen, die einst gegeneinander gestanden haben. Und wir verstehen es, wenn der Führer von uns verlangt, dah wir diesen seinen Willen durchführen.
Und wenn man uns vorwirft, es ist dieses Werk der Einigung noch nicht vollendet — doch, meine Kameraden und Kameradinnen, die besten der deutschen Jugend, sie haben sich uns angeschlossen. Und in dieser Jugend gibt es dies alles nicht mehr, was einst war, diesen Standesdünkel und dieses Proletariertum auf der anderen Seite — diese Überheblichkeit des Besitzes und diese grenzenlose Not der Besitzlosen. Nicht mehr diese Jugend, die auf der einen Seite in Fetzen, auf der anderen Seite in kostbare Gewänder gehüllt ist. Hier trägt alles d i e gleiche Tracht, hier ist alles in einer einzigen Uniform. Wenn selbst die Kanzeln mißbraucht werden, um diese Einigkeit zu zerstören, dann denkt daran, daß auch ihr Prediger seid, und daß auch ihr Verkünder seid des ewigen Willens. Aber es ist schon so,, sie wollen nicht, daß Deutschland einig wird. Sie wollen ihre Sonderinteressen über das Wohl der Nation setzen. Sie wollen, daß das Deutschland des Kampfes für Ehre unb Freiheit zerfalle unb zerbreche, bamit jenes erlogene Deutschland von einst, das Deutschland des
,r
Blick über den Platz der Kunbgeoung nn Eouard-Horn-Park zu Limburg. 20 000 Jungen und Mädel Horen den Reichsjugendführer.
(Aufnahmen [2]: Neunel Gießener Anzeiger.)


