In dem Gnadengesuch, das Eli El Chehawai bei m Gericht von Kairo einreichte, betonte er aus-
dem Gericht von
Wirtschaft
Weiterer Rückgang der Arbeitslosen im August
Oie Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt <t M
Berlin
Frankfurt O.UX.
kurs
12-9
Banknoten.
2W
Geld
Berlin,13 September
0
•l
'IV
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt
Schluvk. Abend« börse
0
5 0
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12
16,5
18,25
80,5
H4,5
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39,75 146
114 134 106
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129,5 125 5 176,5
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91
91
184
39,5 146,13
114,5 134,5 106,5
128,13
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129,5 125,75 176,75
133
103,65
110,25
113
95,75
164
130,5
93,25
88,5
Schluß« kurS
103 H0,75
112,75
96
129,5
93
88,5
39 145,13 112,75
132
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126,5
144 128,5 124,5
175 132,25
102,5
109
112,5
95
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16,13
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80,25
115,5
91
91
91
181,75
38,65 145,13
112,75
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126,75
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128,25
124,75
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131,5
102
109,75
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94,4
129,75
91,5
86,9
<1 41
6,2
8,7
5,2
42 75
Buberu«
Deutsche Erdbl
Gelsenkirchen«
Buenos Atre. Brüssel.....
Rio de Jan.
Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Helstngfov».. Laris ......
Holland .... Italien Japan ......
Jugoslawien Oslo..... :
Wien Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neuyork ...
6,25
9,3
5,3
41
In den Saisonaußenberufen war eine allerdings nur geringe Zunahme der Arbeitslosen festzustellen; so verzeichneten die Berufsgruppen Landwirtschaft, Gärtnerei und Tierzucht eine Zunahme um 117, die Forstwirtschaft eine solche um 57, die Industrie der Steine und Erden um 50 und das Baugewerbe um 29 Arbeitslose. In der Berufsgruppe Ungelernte Arbeiter verminderte sich die Zahl der Arbeitslosen um 780. Don den Konjunkturgruppen hatten die stärkste Abnahme das Metallgewerbe mit 761 und die Lederindustrie mit 725 Arbeitslosen. Die Zahl der arbeitslosen Angestellten aing in diesem Monat nur leicht, und zwar um 105 zurück.
Am 31. August wurden in der Arbeitslosenversicherung und in der Krisenfürsorge zusammen 65 149 Hauptunterstühungsempfänger gezählt, davon entfallen auf die Arbeitslosenversicherung 18 085 und auf die Krisenfürsorge 47 064. Anerkannte Wohlfahrtserwerbslose waren Ende August 27 541 bei den Arbeitsämtern gemeldet.
Die Zahl der in der werteschaffenden Arbeitslosenhilfe beschäftigten Notstandsarbeiter beläuft sich auf 10 028, darunter befinden sich 219 Personen, denen die Unterstützung gemäß Abschnitt I § 1, Ziffer 7 des Gesetzes vom I.Iuni 1933 weitergezahlt wird. Im Frauenarbeitsdienst waren in der dritten Dekade des Monats August 781 Mädchen beschäftigt.
Vollgummireifen an Kraftfahrzeugen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
ichsbankdiskont 4 o H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyv ......... 0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz« und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
Dresdner Bank Reichsbank ................
Dag glückliche Paar wohnt fetzt in Richmond in' Virginia, wo Oscanyan bei der Eastern Airline angestellt ist.
Friedliches aus Abessinien.
(k. m.) Addis Abeba.
Während das Interesse der ganzen Welt sich auf Abessinien als künftigen Kriegsschauplatz konzentriert, gehen zahlreiche Abessinier einer recht fried- lichen Beschäftigung nach: Sie suchen eifrig große Ameisen. Die eingeborenen Aerzte brauchen diese Tiere nämlich, um Wunden zu vernarben. Die Ameisen — es handelt sich dabei um Riesentiere — werden an die Wundränder gesetzt und verbeißen sie mit ihren Zangen. Nach einiger Zeit lösen die Aerzte die Körper der Ameisen von den Wundrändern, aber die Zangen, die einen Ring bilden, bleiben und halten die Wundränder zusammen. Diese „Nähte" und „Stiche" sollen angeblich besser halten als die der westlichen Chirurgen; deshalb werden die großen Kampfameisen so eifrig gesucht.
Die Torheit des Ali.
(ku) Kairo.
Frankfurt a. M., 13. Sept. Bei kleinem Angebot notierten gelbfleischige Kartoffeln hiesiger Gegend 3,10 RM., weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 2,80 RM. für je 50 Kilogramm bei
Amerikanische 9lotea - Belgische Noten Dänische Noten ........... ..
Englische Noten .................
Französische Noten ........
Holländische Note«
Italienische Noten
Norwegische Noten ------ - Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten ..............
Schwedische Note« .......
Schweizer Noten...........»..— Spanische Noten ........
Ungarische Note» ——••••
Oatum 1
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1987 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5yz% Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten
4‘/,% Deutsche Retchspostschatzan« Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8°/o Hess. Volksstaat 1929 irückzahlb. 102%) ...........
4Vj% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6y,% ehem. Hess. Lande»-Hypo- thekcnbank Darmstadt Liaui ...
4%% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverlchr. R.6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ...........
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar hts 1935
6y,% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriefe.......
LPD. Frankfurt a. M., 13. Sept. Während im Vorjahr die Zahl der Arbeitslosen besonders in den Saisonaußenberufen (Industrie der Steine und Erden, Baugewerbe usw.) bereits von Ende Juni ab langsam zunahm — bis Ende August stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahr insgesamt um rund 5600.— setzte sich in diesem Jahre die günstige Entwicklung auch im August trotz Verminde- rung des Kräfteoedarss der Saisonaußenberufe und der weiteren Einschränkung der Notstandsarbeiten fort, weil die freie Wirtschaft noch Arbeitskräfte in erheblichem Umfange aufnahm. Die im Rahmen der dritten Arbeitsschlacht erfolgten Umschichtungsmaß. nahmen, die zu umfangreichen zwischenbezirklichen Ueberweisungen von Arbeitslosen in Bezirke außerhalb des Landesarbeitsamtes Hessen führten, trugen aleichfalls zur Verminderung der Zahl der Arbeitslosen bei.
Bei den Arbeitsämtern im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen wurden am 31. August 117198 Arbeitslose gezählt, davon waren 13 749 ober 11,7 v. h. Frauen. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im August um 2262 zurückgegangen, und zwar entfällt die Abnahme ausschließlich auf die männlichen Arbeitslosen, während die Zahl der Arbeitslosen Frauen um 89 zugenommen hat.
Die Entwicklung war sowohl in den einzelnen Arbeitsamtsbezirken, als auch in den verschiedenen Berufsgruppen nicht einheitlich; in sechs von brii 17 Arbeitsamtsbezirken nahm die Zahl der Ar- beitslosen leicht zu, verhältnismäßig am stärksten im Arbeitsamtsbezirk Hersfeld (23,1 v. H.), weil in diesem Bezirk der Einsatz von Notstandsarbeitern stärker als in anderen Bezirken vermindert wurde. 11 Arbeitsamtsbezirke verzeichneten eine weitere Abnahme der Zahl der Arbeitslosen; absolut am größten war sie in den Arbeitsamtsbezirken Offenbach (—1087), Gießen (—780) und Worms (—386).
(Schiußl. Schluß- Abend«
börse
13 9
13 9
11,5
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80,5 114
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91
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182,5
12.9
11,5
6,25
8,5
5,13
11,13
(Schluß!. Mittag« börse
13.9
halben Fahrdamm hinweg eine Riesenleiker an ein Haus gelehnt. Miß Florence steuerte also kurz entschlossen unter dieser Leiter hindurch. Es geschah nicht das geringste: Leiter, Wagen und Fahrerin blieben unbeschädigt.
Aber am nächsten Tage fand Miß Florence ein polizeiliches Strafmandat über zehn Schilling in ihrem Briefkasten vor. Ein Beamter hatte sie beobachtet. Und die Auto«Abergläubischen haben nicht ganz unrecht, wenn sie triumphierend feststellen, daß eben kein Automobilist „ungestraft" unter einer Leiter hindurchfahre ...
Teurer Tabak.
(mi) L e ft a d r e.
Aks der französische Riesendampfer „Normandie" von feiner ersten Fahrt nach Neuyork hierher zurückgekehrt war, machte oorschriftsgemäh, nachdem alle Fahrgäste von Bord gegangen waren, ein Zollbeamter seine Jnspektionsrunde durch das Schiff. In einer Kajüte fand er ein Päckchen Tabak, das einer der Reisenden offenbar vergessen und infolgedessen auch nicht verzollt hatte. Da in Frankreich der Staat das Tabakmonopol ausübt, müssen alle eingeführten Tabakerzeugnisse verzollt werden.
Der Beamte ergriff also das „corpus delicti" und brummte dem Schiffskommandanten eine Strafe auf. Der Kapitän hatte aber andere Dinye im Kopf und bekümmerte sich deshalb nicht um die Angelegenheit des Päckchens Tabak. Anders die Zollbehörde: Sie ließ nicht mit sich spassen und so erhielt die Schiffahrtsgesellschaft jetzt eine Verfügung des Friedensrichters, wonach der Dampfer „Normandie" gepfändet würde, falls die Gesellschaft nicht den Betrag von 760 Franken (etwa 130 Mark) bezahle!
Die Gesellschaft war kapitalkräftig genug, diesen teuren Tabak zu bezahlen. Aber in Le Havre schmunzelt man über solche Bocksprünge eines wiehernden Amtsschimmels.
Auswüchse der Mathematik.
(z) Paris.
Ein französischer Mathematiker hat — was alle Kartenspieler interessieren dürfte — ausgerechnet, daß eine Skatpartie 377 292 Jahre hindurch gespielt werden müßte, um nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit dieselben Karten wieder in die gleichen Hände gelangen zu lassen. — Noch verblüffender aber ist die Feststellung des Mathematikers Laisant, der versichert, zwölf Personen könnten auf 479 Millionen verschiedene Arten an einem Tisch Platz nehmen, der mit 12 Gedecken versehen sei.
6Vt% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank«Ltqu.«Goldpfe
4y.% ehem. 8% Pr. Landespfand« briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 iy,°/o ehcm. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI
Steuergutsch.VerrechnungSk. 35-89
4% Oesterrelchtlche Goldrente..
4,20% Oesterreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*/2% desgl. von 1913 ■
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Aniethe
Serie .....................
Schluß« kurs
12 9
Das „Unterwasser-Restaurant".
(th) Neuyork.
Auf der Jagd nach Immer neuen Sensationen hat einer der bekanntesten hiesigen Restaurateure eine Unterwasserfiliale seines Restaurants eröffnet. Das klingt sehr phantastisch, und die Sache ist es tatsächlich auch. Der Staat bot ein altes Untersee- boot zum Verkauf aus, das der betreffende Gastwirt erwarb. Dann ließ er einen Teil der Panzerung entfernen und dafür dicke Glasscheiben einsetzen. Allabendlich um 11 Uhr verläßt seitdem das so hergerichtete U.-Boot den Hasen und geht einige Kilometer von der Küste entfernt in die Tiefe. Dort können die sechzehn Gäste, die es faßt, die Pflanzen und Tiere des Meeres bewundern, denn riesige Scheinwerfer erhellen das Wasser rings um das „Unterwasserrestaurant". Um ein Uhr nachts muß allerdings nach den Vorschriften der Hafenbehörde Schluß gemacht werden und das Tauchboot wieder an der Oberfläche erscheinen. Aber es ist trotz der enormen Preise, die für ein Unterwassersouper verlangt werden, jeden Abend ausverkauft. — Man sollte es nicht für möglich halten.
Unter der Leiter durch.
(—) London.
Die Automobilisten haben ihren Aberglauben ebensogut wie die Flieger und die Schauspieler. So ist beispielsweise in England unter ihnen der Aber- glaube verbreitet, es bringe dem Fahrer Unglück, wenn er mit seinem Wagen unter einer an ein Haus angelernten Leiter hindurch lenke, — ein Fall, der ja an und für sich kaum denkbar ist und recht konstruiert erscheint. , .
Miß Florence M. in Liverpool jedoch, die über jeden Aberglauben erhaben zu sein behauptet und überhaupt eine unternehmungslustige junge Dame ist, hatte kürzlich Gelegenheit, die Probe aufs Exempel zu machen: in einer Nebenstraße, die sie mit ihrem Kleinwagen passierte, stand über den
hatten fein Interesse.
Auch im Verlaufe blieb die Abendborse ohne Umsatz und Tendenz. Waldhof 0,50 v. H. gegen Mittagsschluß erholt. JG.-Farben schlossen 154,25. Kurse: 6proz. Ver. Stahlbonds 102,25, Farben- bonds 126,50, 4proz. Rumänen 5,25, Adca 78, Commerzbank 91, DD-Bank 91, Dresdner 91, Har- pener 112,50, Klöckner 91,75, Mannesmann 86,50, Rheinstahl 110,50, Laurahütte 20, Stahlverein 80,65, AKU. 58,50, BMW. 123,50, Betula 145,13, Zement Heidelberg 116,50, IG.-Chemie volle 163,65, JG.- Chemie 50proz. 147,25, Conti Gummi 156,50, Daimler 97,90, Deutsche Erdöl 109, Scheideanstalt 240, Deutsche Linoleum 151,50, Licht und Kraft 132, JG.- Farben 154,25, Gesfürel 126,50, Goldschmidt 108, Hafenmühle 102, Junghans 84, Moenus 85,75
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 13. Sept. Am Frankfurter Eiergroßmarkt war die Marktlage werter ruhig. Die Preise sind der neuen Verordnung anaepaßt worden. Es war wenig Westware am Markt, dafür erfolgten größere Anlieferungen in Ostware. Es notierten (in Pfennig pro Stück frei Frankfurt am Main, Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier S 12% bis 12%, A 11% bis 11%, B 10% bis 11, C 9% bis 10, D 9 bis 9%. Holländer S 11% bis 11%, A 10% bis 10%, B 10 bis 10%, C 9% bis 9%. Jugoslawen und Bulgaren A 10% bis 10%, B 10 vis 10%. Originalware 9% bis 10. Deutsche Marken- kühlhauseier S 10%, A 9% bis 9%, B 9% bis 9%, C 8% bis 9, D 8% bis 8%.
Frankfurter Vuttermarkt.
Frankfurt a. M., 13. Sept. Am Buttergroß, markt war die Marktlage im großen und ganzen unverändert. Die Zufuhren waren saisonbedingt etwas geringer. Die Preise blieben hier unverändert gegenüber der letzten Woche. Es notierten (pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M., Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel) in Mark: Deutsche Markenbutter 144 bis 145, feine deutsche Molkerributter 142 bis 143, deutsche Mol- fereibutter 140, Landbutter 125, Kochbutter 115 bis 120, holländische Butter 144 bis 146.
Frankfurter Kartofsel-Grotzhandelspreise.
drücklich, daß er 100 Jahre alt sei, und daß ihm deshalb eine Strafe von drei Jahren Zwangsarbeit wegen verbotenen Rauschgifthandels zu hoch er« • scheine. Das Gericht prüfte die Angaben und ermittelte, daß Eli El tatsächlich so alt ist. Doch das erkannte man keineswegs als Anlaß zur Begnadi- gung an, sondern bestätigte das Urteil mit dem Hinweis darauf, daß jemand, der mit 100 Jahren noch nicht klug geworden sei, bestimmt auch weiterhin Dummheiten machen werde. Man müsse die Menschheit schützen, wenn das Alter vor Torheit nicht be- wahre.
Aus ist es mit der „Katzenpost".
(tz) Istanbul.
Lange Zeit hindurch war die Gefängnis-Direktion rat- und sprachlos, weil sie sich nicht erklären konnte, wie die Gefangenen trotz scyärfster Ueberwachung Tabak, Rasierklingen, Rauschgifte und andere verbotene Dinge erhielten. Bis man schließlich die Uebeltäter ausfindig machte. Das Gefängnis hat sehr viele Ratten, und um diese unangenehmen Mitbewohner zu vernichten, schaffte die Verwaltung eine große Katzenschar an. Nun sind Katzen bekanntlich Tiere, die nicht immer auf einem Fleck sitzen bleiben, sondern herumspazieren. Diese Tatsache hatten die Angehörigen der Sträflinge sich zunutze gemacht: Sie lockten die Katzen und banden ihnen die verschiedenen „Mitbringsel", versehen mit dem Namen des jeweiligen Gefangenen, unter den Bauch. Infolge der langen Haare waren die kleinen Päckchen nicht zu sehen, und die Sträflinge, die durch die Besuche ihrer Verwandten schon Bescheid wußten, sicherten sich die Liebesgaben. „Es ist ja ganz harmlos, einmal eine Katze au streicheln , meinten die Gefängnisbeamten ohne freilich zu ahnen, daß die „tierfreundlichen" Sträflinge auf diese Art ihre Schmugglerware in Empfang nahmen. Aber schließlich kam die Sache doch an Den Tag, und so ist es jetzt vorbei mit der „Katzenpost".
auf Lager befindlichen Vollgummireifen aufgebrauchi werden können. Jeder Lastkraftwagenbesitzer, der sonst am- 1. Oktober 1935 seinen Kraftwagen auf Luftreifen oder auf die Vollgummireifen neuer Art hätte umstellen müssen, kann jetzt die auf den Rädern befindlichen Vollgummireifen alter Art noch bis zu der für diese Reifen gültigen Abfahrgrenze abfahren, wenn der Reifen sonst noch in gutem Zustande ist. Da die Reifen alter Art später im Hande! nicht mehr erhältlich sein werden, wird zwangsläufig jedes Kraftfahrzeug oder jeder Anhänger nach Verbrauch seiner alten Vollgummireifen entweder mit Luftreifen oder mit dem Vollgummireifen neuer Art versehen werden müssen.
Hhein-Mainische Börse.
INittagsbörse sehr still und schwächer.
Frankfurt a. M., 13. Sept. An der Börse erhöhte sich die Geschäftsstille. Die wenigen Kundschaftsaufträge der letzten Tage nahmen eher ab, der berufsmäßige Börsenhandel zeigte große Zu- rückhaltuna, so daß die Kurse schon aus diesen markttechnischen Gründen an fast sämtlichen Märkten zurückgingen. Besondere wirtschaftliche Anregungen außer dem bisher recht günstigen Ergebnis der Anleihezeichnung lagen nicht vor. Montanwerte eher angeboten, wobei neuerliche zurückhaltende Mut- maßKngen über Montan-Dividenden mitsprachen. Klöckner etwa 1, Hoesch 1 v. H., Rheinbraun 0,50, Rheinstahl 1,25 v. H. schwächer, nur Harpener 0,25 v. H. höher. IG. Farben bröckelten um 1,13 v. H. ab, Metallgesellschaft um 0,25 v. H. Unverändert blieben Scheideanstalt. Am Elektromarkt verloren Siemens 1, Gesfürel 1, AEG. zunächst 0,25, dann weiter 0,50 v. H. Die Nebenmärkte lagen zumeist umsatzlos, gut gehalten Deutsche Linoleum, südd. Zucker, AKU., Zellstoffwerte 0,50 bis 0,75 v. H. abgeschwächt, Reichsbank-Anteile 0,75 v. H. niedriger, Daimler 0,50, aber Eßlinger Maschinen 0,50 v. H. freundlicher. Reichsbahn-Vorzüge unverändert 124,13.
Auch der Rentenmarkt lag ohne Anregung und sehr still, Altbesitz gaben 0,13 v. H. nach, von Auslandsrenten Rumänen 0,10 bis 0,20 v. H. freundlicher, auf das deutsch-rumänische Abkommen, sonstige Auslandsrenten still.
Abendbörse geschäslslos.
Die Abendbörse verharrte in Zurückhaltung und war so gut wie geschäftslos. Soweit Kurse zu hören waren, bewegten sie sich ungefähr auf dem schwachen Mittagsschluß. Südd. Zucker hörte man 1 bis 1,5 v. H. niedriger gegen Mittag, JG.-Farben 154 bis 154,25, also weiterhin leicht gedrückt. Auch Renten waren ohne Anregung und Altbesitz 0,13 v. H. unter Berliner Schluß angeboten. Auslandrenten
Wie fnttt das Krokodil zur C6te d'Azur?
(u) Nizza.
Der Gärtner, der plötzlich zwischen seinen Pflan- xen das merkwürdige Lebewesen umherschleichen sah, wurde fast vom Schlag gerührt. Aber er raffte sich soweit auf, daß er wenigstens dem Tier einen Schlag versetzen konnte. Es blieb tot auf der Strecke. Immerhin schien es dem einfachen Mann merkwürdig genug, um es nach Nizza ins Natur- wissenschaftliche Institut zu schaffen. Dort stellte man ohne weiteres fest, daß es sich zweifelsohne um ein regelrechtes Krokodil im Alter von zwei Monaten handele. — Nun erheben die Wissenschaft- ler einen großen Streit, wie das Krokodil zur Este d'Azur kam und ob etwa in diesen Breiten noch mehr Krokodile ausgebrütet worden seien. Vorläufig gehen die Gutachten auseinander. An der Cöte d'Azur aber hält man derweilen in Gärten und Büschen weiterhin Ausschau nach Vertretern dieser Tierart.
Niesenprozetz um einen Dinar.
(ns) Belgrad.
Wenn nicht alles täuscht, wird in den nächsten Wochen das Oberste Gericht von Jugoslawien die endgültige Entscheidung in jenem mysteriösen Prozeß fällen, der im Jahre 1908 begann und der sich eigentlich nur um den Betrag von einem Dinar dreht.
Zwei starrköpfige jugoslawische Bauern stritten sich schon damals um ein kleines Stück Land, kaum vier Meter im Quadrat und in dieser Gegend offiziell mit 90 Paras veranschlagt; das ist also noch nicht einmal ein ganzer Dinar. Doch wenn man die Stempelgebühr hinzurechnet, dann kommt man genau dahin. Alle Versuche, die Streithähne zu beruhigen, sind bislang fehlgeschlagen. In Zukunft werden diese Versuche um so aussichtsloser sein, als die Kosten mittlerweile auf 10 000 Dinar angewachsen sind. Keiner will natürlich diese Riesengelder wegen des einen Dinar opfern. Und so wird denn vermutlich das Oberste Gericht zu entscheiden haben.
Die letzte Entscheidung einer untergeordneten In- stanz war geradezu klassisch in ihrer Vorsicht: Der Richter sprach zwar dem ursprünglichen Besitzer ine vier Quadratmeter Boden juristisch zu, verurteilte aber keineswegs den beklagten jetzigen Inhaber des Landes zur Räumung, Der schon 27 Jahre auf dem Landstück sah, als der Prozeß begann.
Schluß!. Mittag« börse
13 9
Harpener ......■•••••••
Hoeictt Eisen—Köln-Neueft« Ille Bergbau .......
Ilse Bergbau Genüss« Klöcknerwerke .............
Mannesmann»Röhre» >•••«
Datum
4% vesgl. Serie II .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r%Rumän.vereinh.Renteo.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............
Fwd. Die Reichs-Straßenverkehrsordnung hatte besondere Anforderungen für die Güteeigenschaften von Vollgummireifen festgesetzt und für die Voll« gummireifen aller Art (sogenannte hochelastische Vollgummireifen) Auslauffristen vorgesehen, die für Kraftwagen — von Ausnahmen abgesehen — bis zum 1. Oktober 1935 laqfen sollten. Wie soeben bekannt wird, hat der Reichs- und Preußische Der- kehrsminister einen Erlaß herausgegeben, in dem er im Interesse eines möglichst wirtschaftlichen Gummi- ----- -----
Verbrauchs bekanntgibt, daß die aa den Rädern oder! Waggonbezug (ohne Sack).
A.E.G ®
Bekula 1°
Cicltx. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und fttafi ■ • • 6H
Felten Ä Guilleaume......... 0
Gesellsch.s.Elektr.llnternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 5
Rhein. Wests. Elektr « Schuckeri L ............... *
Siemens L Halske.<
Lahmeoer LEo.............."
Schlußkurs
129-
Frankfurt a. M. |
Berlin
Schluß« kurS
Schluß!. Abend« börse
Schluß« kurs
Schluß!. Mittag« börse
Datum
12 9
13 9
12-9
139_
ManSselder Bergbau.........•
Kokswerke ..................6
Phönix Bergbau.............O
Rheinische Braunkohle« ..... 12
Rhcinstahl..............8%
Vereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen ..... O
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........ 6
Kaliwerke Salzdetfurth ..... 7%
I. G. Farben-Jnbustrte....... 7
Scheideanstalt............... 9
Goldschmidt ...... O
Rülgerswerke ......... 4
120,5
222 <11,5 12,25
19.4
130
186
155,65
240 109,9
116
112,5
95 117,75
221,5
110,5
80,65
19,25
135
129
185
154,25
240
108
115,5
111,75
94,5 116,_5
120 118,5
222,5
111,4
82,25
19,4
136
131
186
155,65
109,75 116,4
112,9
118,75
116
221,75
110 4
80,9
19 135,25 129,5 185,9
154,4
107,5 115,4
112
Philipp Holz mann ...........O
Zementwerk Heidelberg ...... 6
Cemenlwerk Karlstadt......... 4
Schultheis Patzenhofer ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 0
Zellstoff Waldhof ............ O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas ............... 7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum........... 6
Orenstetn S Koppel ..........O
Westdeutsche Kaufhof.........O
Ehade................ 0
Acrumulatoren-Fabrü....... 15
Conti-Gummi............... 8
Grttzner.............. l
Mainkraftwerke Höchst O-DL... 4
Süddeutscher Zucker ......... 1
58,75
32,5
9,25 152
/7,5
280
158
I 33,5
1 208
58,5
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113,75
83
97,9
151,5
26,75
286
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I 33,25
99
I 207
110,5 59,4
116,5
83,13
130.65 99
152
86
27,4 288
174 158
1 33J
1 209
108,25
58,75
113
113,75
83,13
129
98,5
151,5
85
26,9
286,25
174
157
I 33
I 208,5
12. September
13 September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Bries
0,668'
0,672
0,668
0,672
41,92
42,00
41.92
42,00
0,139
0,141
0,139
0,141
3,047
3,053
3,047
3,053
54,78
54,88
54,78
54,88
46,82
46,92
46,82
46,92
12,265
12,295
12,265
12,295
5,405
5,415
5,405
5,415
16,375
16,415
16,375
16,415
167,83
168,17
167,73
168,07
20,30
20,34
20,30
20,34
0,722
0,724
0,721
0,723
5,664
5,676
5,664
5,676
61,61
61,73
61,61
61,73
48,95
49,05
48,95
49,05
11,12
11,14
11,12
11,14
63,26
63,38
63,26
63,38
80,84
81,00
80,84
81,00
33,94
34,00
33,94
34,00
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10,29
10,27
10,29
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2,490
2,486
2,490
101,25
100
101,13
101,13
97,4
97,4
97,4
97,4
102,4
102,9
102,25
102,5
111
110,75
111
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100,15
100,2
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97
97
97
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96,75
96,75
—
—
100,5
100,5
—
—
—
92,5
-
—
—
130,25
-
—
114,5
115
114,75
114,75
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96,75
-
—
100,65
100,5
-
-
100,65
100,3
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100,25
97
97
97
97
97
97
97
97
107,3
107,3
107,3
107,3
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29
29,13
29
—
—
——
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9,6
9,5
9,75
9,55
9,75
9,5
9,65
9,55
9,75
9,45
9,65
9,5
11
10,75
—
11
—
—
—
—
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2,458
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—
—
—
——
63,09
63,35
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33,72
—
—


