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Donnerstag, 14-MrzlM

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien)

Nr. 62 Drittes Blatt

Taten des Attentäte^ Ma t u Ich k a Be- Schick,-lsbest.mmung Hinwegkommen,

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men renni er, uie uiu»u q« - , - ,7 s ' (tu snP- mit seiner Wagenkette vorüber braust, schäftigung nachgehen.Wenn man drel^Jahrzehnt^

in ihr verstaut.

Wollen Sie vielleicht einmal einen Blick auf unsere Getränkekarte werfen?" fragte der Steward und holt ein Preisverzeichnis von einem der vor- schnftsmäßig gedeckten Tische Vom fPWW

Uieivl, IlllU U14UI Wil --- , W , ,,

bei ist es oft gar nicht so einfach, den Flaschemnhalt zu konservieren. Durch dell großen D r^ck^mr^er^

schied zwischen der verdünnten Außenluft und dem Flascheninnern geht zum Beispiel bei Ge- tränken, die besonders viel Kohlensäure enthalten, oft ein Drittel des Inhalts trotz größter Vorsicht verloren.

könnte ich ihn mitnehmen. Daß ich doch wenigstens etwas Lebendiges um mich habe."

In diesen Tagen feiert Georg Witte ' das Jubiläum einer 30jährigenDienst- I , eit a l s Lokomotivführer. Dieser Festtag wird gleichzeitig das Berufsleben dieses ältesten deutschen Lokomotivführers beschließen. Unser kr-Mitarbeiter besuchte den Jubilar und erfuhr folgende Begebenheiten aus dem Tagebuch eines alten Schienen­fahrers.

Man sieht es Georg Witte nicht an, daß er in diesen Tagen seinen 6 5. Geburtstag gefeiert hat. Vielleicht hat ihn das Leben auf den endlos erscheinenden Schienensträngen so jung erhalten, vielleicht war es dieses hohe Gefühl der großen Verantwortung und Pflichttreue, das diesem Le­ben im 120-Kilometer-Tempo das Aussehen ewiger Jugend verliehen hat. Wahrscheinlich hat aber die Liebe diesen ältesten deutschen Lokomo­tivführer so frisch gehalten, die grenzenlose Liebe zu seinereisernen Braut", der er seit drei Jahrzehnten den richtigen Weg gewiesen hat. Er hat die Welt vom Führerstand des fauchenden Stahlkolosses aus betrachtet, er sah die Zeitereig­nisse an sich vorüberjagen und hat längst innige Freundschaft mit jedem Baum und jedem Strauch geschlossen, der anseiner" Strecke stand, ansei­ner" Strecke, die von Berlin nach Leipzig oder Dresden, nach Erfurt oder Halle führte. Und jetzt heißt es Abschied nehmen von diesen blanken Schie- nenkindern, die dem alten Eisenbahner so fest ans Herz gewachsen sind.Das ist nicht leicht , meint Herr Witte und seine Augen sind erfüllt von zärt­licher Liebe für seine Eisenbraut.

30 Zähre bei der Eisenbahn.

ganz allein." . , ..

Nein' Da wäre sie wieder unter vielen , wider­sprach Bob wehmütig.Aber sehen möchte ich die Hunde schon, Luzie." ,

Einträchtig gingen sie nach dem Zwinger, wo Tessa die Hündin, gerade ihre Jungen saugte.Ist das nickt niedlich?" fragte Luzie begeistert, nahm einen der jungen Hunde auf und dielt ihn gegen ihre Wange.Wollen Sie mal ein bißchen fühlen, wie weich' das ist, Bob?" Gleichzeitig schob ste ihm das warme Tierkörperchen unter den Rock und lachte, weil er solch ein verdutztes Gesicht machte.

®r tut Ihnen nichts! Sei gut Tessa , beschwich- tiate sie die Hündin, die aufgeregt an Bobs Bem- kleid zu schnüffeln begann.Gleich kriegst du dein Kindchen wieder!" .

Schulter an Schulter sehen sie zu, wie die vier Kleinen tranken.Würden Sie mir eines grotz- ,iehen, Luzie?" fragte Bob etwas, unsicher.Für das Futter komme ich natürlich auf."

Luzie hatte eine scharfe Antwort auf der Zunge, bezwang sich aber.

Sie wollten doch fernen Hund!

schon, nur die Mama nicht. Und da dachte ich" wenn ich bei Semesterbeginn nach Paris muß,

klärlich, daß die meisten von ihnen wahrend der Fahrt von der Speisekarte Gebrauch machen; denn ein Diner in mehreren tausend Meter Hohe gehörte nun einmal bisher noch nicht zu den täg­lichen Selbstverständlichkeiten. .

.Vielleicht folgen Sie mir einmal m mein Reich, die kleine Pantry", fordert Herr Hove den^ Be­sucher auf, und wenige Augenblicke spater stehen wir bereits in seiner winzigen weihlackier- ten Küche, in der alle die Speisen, die Die Fluggäste während der Fahrt verlangen, angerich- tet werden. Jeder Gegenstand hat hier m den sinn- voll konstruierten Schränken seinen besonderen Platz, denn Ordnung und S a u b e r k e i t sind die höchsten Gebote für einen fliegenden Küchen­chef. Diese Pantry beherbergt aber auch noch sämt­liche Geschirr- und Befteckvorräte, ja sogar größere Wäschemengen und ein Heißwassertank sind

Küchenchef in 3OOO Meter Höhe

Oer Stratosphären-Keilner erzählt.

auf den Schienen verbracht, Sommer und Winter, Tag und Nacht auf der Lokomotive gelebt hat, da hat man so allerlei erlebt und mitgemacht", meint der Eisenbahner und beginnt ein paar Ges chlch - tenausseinerDienstzeitzu erzählen.

Nerven muß man haben, starke eiserne Nerven , meint Georg Witte. Einmal fuhr ich Die Strecke BerlinHalle. In der Nähe von Wittenberg springt plötzlich jemand wie ein Wilder aus dem Gebüsch. Ich reihe die Hebel rum, der Zug steht aber es war z u s p ä t. Der Zylinder der Maschine hatte den Lebensmüden erfaßt und zerschmettert Wie ich später einmal erfuhr, war es em Gutsbesitzer ge­wesen, der unschuldig des Diebstahls bezichtigt wor­den war. Beinahe hätte ich auch mit den furcht-

Deutschlands ältester Lokomotivführer erzählt

Dreißig Jahre auf Schienen.

^Bei°ncche ging ihre Sympathie für ihn wieder in die Brüche, denn er teilte ihre Ansicht nicht. Die Mama würde das nicht wünschen. Er sei jetzt alt genug, sich selbst umzusehen, wo er bleiben tonne. Die Mutter bezahle selbstverständlich alles. Sie wolle nur nicht, daß er mit seinen dreiundzwanzig Jahren noch immer an ihrem Rock hänge.

Am-Rock-hängen ist gut!" lacht- Luzie.Dann wird sie uns jedenfalls auch möglichst bald abschut- ^^o^erfcbraf, als hätte er die Pläne der Mutter verraten.Bei Ihnen ist das natürlich anders, Luzie. Erstens sind Sie junge Damen und kerne Männer, und zweitens haben Sie ja em Recht, hier »u sein, wo Ihr Vater ist. Haslbach gehört doch schließlich den Jfflands und nicht den Pöttmes.

Na", meinte sie ehrlich,sagen wir halb und halb Interessieren Sie sich übrigens für junge Hunde, Bob? - Ja? - Sie dürfen nicht meinen daß es sich um hergelaufene Kater handelt. Alle find sie reinrassig. Wollen Sie einen?"

Die Mutter duldet ferne Hunde m der Woh­nung", lehnte er verlegen ab.

Jetzt stampfte Luzie zormg aufWas denn noch alles nicht? Sie duldet Sie nicht! Hunde duldet sie nicht' Uns wird sie nicht dulden! Warum ist sie denn nicht in ein Kloster gegangen? Da war sie

Luzie!" stammelte er, ohne das Mädchen dabei an'5Snetmegen! - Also, Luzie!" Sie schmeichelte dem kleinen Wollbündel und täschelte es.Du ge­hörst jetzt dem Bob, verstanden. Gib mal einen schönen Kuß' So!." Sie hielt das noch unbeholfene Tier an die Wange des jungen Pöttmes und lachte, als er unter der Berührung der rauhen Zunge, die darüberfuhr, zusammenzuckte.Weibchen sind immer anhänglicher", klärte Luzie ihn auf.Ich^ziehe Ihnen also dieLuzie" groß. Bis Sie nach Pans gehen, ist sie schon zimmerrein."

Bitte!" sagte Bob herzlich.

Und plötzlich nahm dasEkel" wahr und wahr« hastig ihre beiden Hände hoch und küßte sie ...

Das war der Gipfelpunkt Der Ueberrafchung, Die Luzie heute mit ihm erlebt hatte.

s Fortsetzung folgt!)

brGu3ieb5a®ebanten machten wahre tzechtsprüng-. Aber in Den Ferien kommen S"> Doch jeDenfalls nach Haslbach, Bpb?"

Wenn ich Darf?" _

Es war Das erstemal, Daß Luzie em wärmeres Gefühl für ihn empfanD. KlauDine hatte recht: Er war eigentlich ein armer Kerl.Warum sollen Sie Denn nicht Dürfen?" meinte fie, unD diesmal lag fein bißchen Spott in ihrer Stimme. Wenn Ihre Mutter hier auf Haslbach zu Hause ist, stnD Sie s

Lokomotivführer Witte nach seiner letzten Fahrt im Anhalter Bahnhof in Berlin, wo ihn der Vize­präsident der Reichsbahndirektion Berlin, H a r - V brecht, auf dem Führerstand begrüßte.

mal, bevor er auf die Maschine steigt vor sich hin sagt-Mit Gott und Gottes Willen. Ohne Gottes Gunst' ist doch all' Tun umsonst" ...

in meinen Wagen gehabt: den Kaiser, Macken­sen, Generalfeldmarschall von ^^udenburg, den Kronprinzen und alle die anderen hohen Her­ren haben sich meiner Obhut anvertraut..

4 Millionen Schienenttlometer zurüügelegt.

Aberglauben kennt dieser rüstige Veteran der rollenden Stahlkolosse nicht. Sein einziger Talis­man ist ein kleiner winziger Spruch, den er jedes-

schrocken, als die Kleine mit einem Male ganz blaß wurdeDas müssen Sie doch gemerkt haben, Luzie'" Und als das Mädchen nickte, atmete er er­leichtert auf.Mit mir hat die, Mama schon vor Tagen gesprochen: Ich werde in die Verbannung

in Frage.

Sobald sich die Maschine in Bewegung sttzt, be­ginne ich dann mit dem Anrichten der Speisen. Natürlich mußte ich mich im Anfang erst an bi« Schräglage der Pantry gewöhnen. Heute ton­nen jedoch Die internationalen Fluggäste bereits eine Viertelstunde nach dem Start, m bequemen Sesseln sitzend, das Mittagsmahl einnehmen. Nun muß ich mich aber leider von Ihnen verabschieden; denn die Pflicht ruft..."

Steward Hove zieht sich mit einem freundlichen Lächeln in seine Pantry zuruck... R.t.Y.

kanntschaft gemacht. Eine Viertelstunde, nachdem ich die Jüterboger Strecke verlassen hatte, ereignete sich das grauenhafte Unglück, bei Elchen neun Wagen aus Dem Gleis gesprungen unD Die Böschung hinuntergesaust waren. Als ich am gleichen Abend meine Maschinen untersuchte, fanD ich unter beut TenDer Holztrümmer, Die von Der von Matuschka verwenDeten Sprengstofffiste Zerrührten

In Diesen Tagen fuhr Georg Witte zum letz­tenmal seine Eisenbraut. Nun muß er für immer von ihr Abschied nehmen und Darf sie nur noch aus Der Ferne berounDern.Wenn man dreißig Fahre Lokomotivführer war, fällt einem Der Abschied sehr schwer ..." Wir glauben es gern, aberGeorg, der Unverwüstliche" wird hoffentlich auch über diese

^^Wohin?" fragte Luzie verblüfft.Wie? Wo­hin kommen Sie, Bob?"

In Die Verbannung," wiederholte er.

Sie rourDe ernstlich böfe.So reden Sie Doch schon vernünftig! Wie soll man Denn aus Diesem Ö!Ä""r09erere,nunb nun sah es beinah- aus als wolle auch er meinen,Die Mama behauptet, id) falle ihr Allmählich auf Die Nerven mit meiner Unbeholfenheit. Ichmüßte e"bh^^eaJ?bX 1* drillt werden, selbständig zu sein. Bis-legt tobe ch in München studiert. Das nächste Semester soll ich in Paris machen. Dann eines in Bonn, emes in Heidelberg, dann eines in Rom, glaube ich.

Sßieoiei denn noch?" .fragte Luzie schnippisch Bis ich eben fertig bin , sagte er achselzuckend. "Und wann wird das sein?"

Darauf wußte Bob nicht gleich Antwort.Sechs Semester werde ich voraussichtlich noch brauchen Und weil ihr Blick noch immer unverwandt auf ihm ruhte, erklärte er:Alle Aerzte brauchen so lange.

Also Arzt wollte das Ekel werden, und sie hatte . immer gemeint, es wäre gar nichts mit ihm los. - Ihr Kleid zusammenraffend, ruckte Luzie jetzt dich­ter an ihn heran.Würden Sie mir was sagen, Bob, wenn ich Sie auf Ehrenwort frage?

ÄS&f&T wieder ein $&ber ich"habe doch nicht ''Nein" gesagt!" wandte er ein. Mas wollen Sie den wissen,.Luzie?

Sie hatte gerade nach seinen Schuhspitzen gesehen und so etwas wie Neid empfunden, well diese nicht ein bißchen abgestoßen waren. Die ihren waren immer abgewetzt. Nun ließ sie den Blick mach feinem Beinkleid wandern und dann l) er auf zu dem blauen Tuchjackett, das Bubs schlanken Körper umspannte. Bis ihre Blick- schließlich an 'einen großen.grauen Augen hasten blieben.Glauben Sie, daß Ihre Mutter meinen Vater liebt?

Sicher", meinte er ohne Zögern,Ihr Vater ist immerhin ein Mann, den eine Frau ahne weiteres ^Luztt "verzog den Mund und sagt- spattend:Sie sind abelhast gescheit, Bab! Biel gescheiter als ich gedacht habe. Hat Ihr- Mutter uns auch schan

Dies- Frage mußte er verneinen. Er kannte Luzi­dach unmöglich verraten, was ftme Mutter gegen die Töchter ihres zukünftigen Gatten alles varg-°

"°L?z"aum und sah unentwegt geradeaus. Warum haben Sie denn g-wemt, Luzie.

ln afZÄ Mama und Ihrem Vater? Um Gatt Si- wiff n dach davan!" r.ef -r er-

Was ist denn mit ihm? dachte das Mädchen er­schrocken, als er plötzlich die Arme gegen Das Gitter Des Zwingers legte unD Den Kopf hmeinwuhlte. Dann begriff Luzie mit einem Male! Klaudme hatte recht: Bob war genau fo arm wie sie. Sie zürnten seiner Mutter, weil sie ihnen Den Vater nehmen wollte, unD er verlor mit Dieser Mutter eigentlich alles, gab Das letzte her, Das er noch besaß.

Bob", flüsterte sie gerührt, Das Gesicht dicht an seiner Schulter.Bob! Sie sollen ja einen Erie- gen! Ich ziehe Ihnen einen groß! Den Schönsten Sein, nicht Den Schönsten, aber Den Treuesten. Den Allertreuesten sollen Sie haben! Reden Sie doch, Bob! Und wenn Sie dann in die Ferien kommen, bringen Sie ihn wieder mit, ja. Dann erziehe ich ihn ein bißchen. Denn Sie werden ihn ja doch bloß verziehen! Nicht wahr, Bob?"

Ja", nickte er und schämte sich fürchterlich seiner Tränen. Luzies Mitgefühl aber wurde immer inni­ger und stärker. Das hatte sie ja gar nicht gewußt! Wer konnte auch ahnen, daß Bob so ganz anders war, als er sich gab? Nach außen hin eckim unbe­holfen, fast wie ein Klotz, der keinerlei Gefühls­regungen fähig ist. . , rx x

Bob!" raunte sie ihm zu und steckte tröstend ihren Arm durch Den seinen.Wenn unsere alten Herrschaften wirklich heiraten sollten, Dann gehören Sie ja doch gewissermaßen auch zu uns. Ich meine auch hierher nach Haslbach. Sie brauchen keine Be-

1 denken zu haben, wir können Sie alle gut leiden. ' Nein, gewiß, Bob, ich lüge nicht! Wir haben nur immer gemeint, Sie wären so ein Hampelmann,

1 der gar keine gar keine ad)", seufzte sie, als sie Das richtige Wort nicht fanD,Sie wißen schon, was ich meine, Bob. Komm!" rief fie Dann und nahm Der Hündin das zierlichste Junge von der Brust.Das gehört jetzt Ihnen, Bob, wie soll s denn heißen? Sagen Sie, wie es gerufen werden

Angefangen habe ich bei Den Königlichen Eisen- bahnwerkftätten, hab Dort Den Maschinenbau gelernt unD Die Entstehungsgeschichte Der Lokomotive gründ­lich studiert, Dann kamen ein paar Fahre bei der Deutschen Kriegsmarine, bis ich schließlich als Hllss- heizer bei Der Eisenbahn beschäftigt rourDe. Bald war ich im RangierDienst tätig, unD es Dauerte nicht lange, bis ich meine Prüfung als Lokomotivführer abgelegt hatte. Ach ja, damals war es noch anders auf der Eisenbahn, da hatte die Mensch­heit noch Zeit und hetzte nicht nach Minuten und Sekunden. Ich fuhr die kleine Borsigmaschme, die kaum 500 PS hatte. Auf eingleisiger Strecke ging Der ganze Betrieb vor sich. Wenn es besonders eilig war, kam Die Maschine auf 60 bis 7 0 Stun­denkilometer. Es war eine schone, gemütliche Zeit ."

Frau Witte ist ihrem Mann eigentlich ein wenig böse. Sie kann vielleicht seine aufopfernde Liebe zu der eisernen Braut nicht ganz verstehen. Und Dann, wissen Sie, finD wir in feiner ganzen 30jährigen Dienstzeit nur ein ei n 3 1 g es M al zusammen d e r r e i ft. Auf Den Urlaub hat er oft und gern verzichtet, weil er sich von feiner ruhigen Geliebten so schwer trennen kann unD wenn er frei hat, will er wieder niemals Eisen- bahn fahren. Mein Mann sagte immer, er kann sich nicht als Fahrgast in den Zug setzen. Da be­kommt er Sehnsucht nach Dem Führerstand und will selbst fahren. Ja, ja, eine EisenbaMerfrau. hat s nicht leicht, sage ich Ihnen , meint Frau Witte.

Selbstverständlich hatGeorg der Unverwüstliche , wie er von feinen Kollegen genannt wird, auch den Weltkrieg auf Den Sch i e n e n wltgemacht An Der Westfront hat er vier Jahre ^Dient Ost war es ein fast hundertstünDiger ununterbrochener s yjssxs. >«

Oie Ifflandsiöchter und ihre Freier.

Vornan von 3- Schneider-^oerstl

Verzeihen Sie, kennen Sie zufällig Herrn Hove? Herrn Arthur Hove, Kellner von Beruf.Wie, meinen Sie, Sie haben noch nichts von Diesem Herrn gehört unD wozu soll man sich auch Den Namen jeDes Kellners merken? Nun, Herr Hove verdient es, daß man sich einmal etwas näher mit ihm beschäftigt; denn er ist d e rh 0 ch st e Kell­ner Deutschlands. Er hat die kleine Eigen­art, feine Gäste gewissermaßen über den Wolken m ein paar Tausend Meter Höhe zu bedienen. Er ist Deutschlands Luftsteward und sicherlich wird sein Name später einmal in den Chroniken der Gastro­nomie mit goldenen Lettern eingetragen werden.

Angefangen habe ich bei der Hamburg-Ost- afrikalinie", erzählte der Stratosphären-Kellner, der nun schon der Kilometerzahl nach bald e in dutzendmal um den Erdball geflogen ist, bann kamen ein paar Jahre in führenden Ber­liner Hotels, bis ich eines Tages zur Mitropa kam und im Jahre 1928 als Steward mit der Junkers G 31 mitflog. Heute versehe ich meinen Dienst nun auf der großen viermotorigen G 38 und ich mutz sagen, die Höhenluft bekommt mir ganz ausgezeich­net! Etwa 500 000 Kilometer habe ich bereits zu-

Bob Vöttmes faß noch ^s^f^die^zum^Gar^ Stelle: Auf der zweiten Treppenstufe, 3 gestützt ttn IM>rt°.Er hatte di- Arm-ta& b« JSdtaef befÄ 4« °r Ich-, daß st- neben

Sik'hatt7"7nt°rw°gk°°in° R°I° g-pttu-t und nagte mit weißen Zahlen an dem ,teqeftrengt Worüber grübeln Sie denn wieder jo °ng 1 nach, Bob?" ließ Luzie sich neben ihmin ° .

drückte ihm einen Dorn des Rol-nstiels

Getränke und Speisen vertragen genau wie mir nur bestimmte Höhen, und erst kürzlich hat ein englischer Fachmann eine besondere Speise­karte für Fluggäste herausgegeben. Nach ihr soll Blumenkohl zum Beispiel alsWolkenmahl, -eit" wahres Gift für den Reisenden fern, genau so wie ein erfahrener Küchenchef niemals m ein paar tausend Meter HöheGarnierte Kalbszunge auf die Speisekarte fetzen wird, da hier das Fleisch bereits lederähnlich geworden ist. Auch unsere ge- liebte Apfeltorte scheint es in sich zu haben. Jeden- falls ist ihr Genuß während einer Flugreise nicht gerade empfehlenswert.

Dor allen Dingen muß der fliegende Küchenchef mit besonderer Sorgfalt darauf achten, daß alle Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Aluminiumbüchsen verwahrt werden, Da fie leicht Den Geruch anziehen. Welcher Fluggast wäre wohl Damit einverstanden, daß sein belegtes Brot einen Benzinbeigeschmack hat?

Man muß schon über eine gewisse Praxis ver­fügen, wenn man in ein paar tausend Meter Hohe ein schmackhaftes, abwechslungsreiches Mittagessen servieren soll", berichtet Herr Hove.Die frischen, weichen Eier, die der Gast bestellt sind bereits längst vor dem Start gekocht worden und nur durch besondere Methoden ist es möglich, sie em paar Stunden später so zu servieren, als hatten fu eben noch im Wasser gelegen."

Kurz vor der Abfahrt werden sämtliche Speisen in einer Dorküche am Schlesischen Bahnhof de- stellt. Dort werden sie in Fünf- und Zehn-Oiter- Thermosflaschen gefüllt und durch Hebel und Schrauben luftdicht verschlossen. Selbstverständlich müssen alle Zutaten ganz besonders fnsch und sauber sein. Schwere Gerichte, etwa Mayonnaisen- salate usw., kommen für eine Flugmahlzett nicht

Copyright by Verlag Oskar Meister. Werdau i. Sa.

4 Fortsetzung "^ruck oerbo.en! 1

Luzie drückte ihr Gesicht gegen den Hals d r

Schwester Ach, du, muß Denn Das sein? Muß Schwejier., - Immer gleich heiraten. Sie soll m7in°tw°g°n nach HÄb-ch ziehen unb. ach. Zim-

Hi? brh einrichten. Sie kann von mir aus auch wer si sch . rperD's schon aushalten mit

-ÄSifSl Ich will em- & 2|" Tränen stürzten ihr jetzt unaufhaltsam fach mcht. ^ane ^ drei arbeiten wur-

aus den Augen^ ,«°nn w nicht, Klau­ben, du, die Margot un > Die Ranne

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