185. Jahrgang
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen
ltr.161 Erster Blatt 185. Jahrgang Samstag, IZ.Iuli 1955
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^"Esurt am Main 11686 Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitätr Such- und Steindruckerei R. Lange in Gietzen. Schristleitung nnö Sefchaftsftelle: Schulftratze 7 Mengenabschlüsse Staffel B
Kameraden der anderen Seite.
Britische Frontkämpfer treffen Sonntag zu Besuch in Deutschland ein.
Die Annäherung der Frontkämpfer der verschiedenen Völker, entsprungen dem Willen, aus dem gemeinsam in gleicher Schwere Erlebten heraus aus Gegnern des Krieges zu Verbündeten im Kampf für den Frieden zu werden, hat in den letzten Tagen weitgehende Fortschritte gemacht. Sie ist aus dem Stadium der ersten Fühlungnahme und Vorbereitung herausgewachsen in das amtlicher Zusammenarbeit. War auf diesem Wege die erste gemeinsame Tagung der Fidac, der Spitzenvereinigung der ehemaligen Frontkämpfer der Alliierten, mit den Vertretern der führenden deutschen Frontkämpfer-Organisationen in der ersten Juliwoche in Paris schon ein bedeutsamer Schritt, so wird ihm in der dritten Woche des Juli ein Schritt von nicht Minderem Gewicht folgen: Am 14. Juli wird in
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Major F. W. C. F e t h e r st o n e - G o d l e y.
(Associated Preß-M.)
der Reichshauptstadt Berlin eine amtliche Abordnung von Führern der Britischen Legion eintref- len, der maßgebenden und über das ganze britische Weltreich verbreiteten Organisation der britischen Frontkämpfer. Die Abordnung besteht aus den Herren Major F. W. C. Fetherstone-God- ley, der gleichzeitig der Führer der Abordnung ist, Oberst Ashwanden, Oberst G. C r o s f i e l d, Oberst A. D. Murray, Hauptmann M. A. Ha- wes und Oberwachtmeister Eggleston. Die englischen Gäste werden Hamburg, München und Köln einen Besuch abstatten. Am Montag werden sie am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz niederlegen und darauf bei einem Empfang im „Kaiserhof" von Botschafter von Ribbentrop willkommen geheißen werden.
Kein Geringerer als derPrinz vonWales, der britische Thronfolger, hat als Ehrenpräsident der Britischen Legion diesen Besuch in den Pfingsttagen angekündigt, und der Widerhall, den die offenen und ehrlichen Worte des Mannes, der der Nächste am Throne Groß-Britanniens ist, in Deutschland wie in der ganzen Welt sanden, ließ erkennen, für wie wichtig überall dieser Besuch angesehen wird. Denn hierbei handelt es sich um dre Aufnahme eines amtlichen Verkehrs zwischen den Führern der englischen und der deutschen Frontkämpferorganisationen. Man will sich kennen lernen und die Wege, auf denen man gemeinsam gehen kann, erforschen. Die Vertreter der Briten werden so zu den großen deutschen Verbänden, zum NS. Deutschen Frontkampfer-Bund (Stahlhelm), zur NSKOV., zum Reichskriegerbund Kyffhäuser kommen, sie werden auch Geleaenhert haben, zu erkennen, wie die Deutschland beherrschende nationalsozialistische Bewegung und ihre Gliederungen, SA. und SS., Hitler-Jugend und Arbeitsdienst getragen werden von frontsoldatischem Geist und frontsoldatischem Wesen. Und weil sie selbst Frontsoldaten sind wer- den sie hier mitempfinden können und dadurch den Weg zum Verständnis des neuen Deutschland gewinnen. „
Uns deutschen Frontsoldaten stand von allen unseren Feinden der „Tommy" innerlich am nächsten in seiner ganzen Art. Wir spürten Stammverwandtes, Soldaten und Männer ähnlicher Denkweise. Franz S e l d t e gab dem einmal Ausdruck in dem dritten Band seines Kriegserinnerungsbziches „Vor und hinter den Kulissen". Er schreibt im Anschluß an den schneidigen Angriff der Engländer auf die flandrischen Flottenstützpunkte Zeebrügge und Ostende, den er als Filmtruppführer mit erlebt hat: „Stahl muhte auch an den kühnen Mut und Willen der Engländer denken, die diese Schiffe zum Zwecke der Versenkung und Sperrung hereingesteuert hatten. Die eigentliche Absicht der Engländer, die Hafeneinfahrt für die deutschen U-Boote und die Kanalverbindung nach Brügge und das Dreieck Zeebrücke- Brügge-Ostende zu stören, war nicht erreicht worden. Eine Leistung war es trotzdem. Jawohl, das war schon eine verflucht schneidige Sache. Verfluchte
Kerls, diese Tommies. Aber ist es nicht eigentlich ein Blödsinn, daß wiruns gegenseitig den Schädel einschlagen und die Kehle und den Magen abzudrosseln trachten ...? Wenn man nicht gegeneinander, sondern Seite an Seite fechten würde, würden wir nicht zusammen die ganze Welt in Bruch schlagen oder friedlich zusammen beherrschen und führen? —"
So ähnlich dachte damals der deutsche Frontsoldat. Er achtete den „Tommy" als einen tapferen und schneidigen Gegner, und wir wissen vom Engländer, jedenfalls vom englischen Frontkämpfer, daß der deutsche Feldgraue und nicht minder die deutsche Flotte bei ihm in höchstem Ansehen stehen. Mochten Parlamentarier und Geschäftsmänner noch so Hetzen und verleumden, der Engländer der Front wußte und weiß, was er von dem Deutschen der Front zu halten hat. Das gemeinsame Erlebnis der Front führt uns zueinander, und wenn nun britische Frontkämpferführer zu den Führern der deutschen Frontkämpfer kommen, so wird diese Gemeinsamkeit sich noch stärker herausbilden. Die Briten kommen nicht als Diplomaten und politische Unterhändler, sie kommen — um ein Wort aus dem in Deutschland bekanntesten und von den deutschen Frontsoldaten als ihrer Art so verwandt empfundenen englischen Front-Theaterstück zu verwenden — als „Kameraden der anderen Seite". Als solche grüßen wir deutschen Frontsoldaten sie, und als solche wollen wir mit ihnen zusammen kämpfen
für den echten Frieden der Ehre, Achtung und Freiheit.
Waffenbrüderschaft begründet Freundschaft.
Der Führer der britischen Frontkämpfer- Abordnung über den Zweck des Besuches in Deutschland.
London, 13. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Abordnung des englischen Frontkämpfer-Verbandes „British Legion" reist am heutigen Samstagabend oon London nach Berlin ab. Der Führer der Abordnung, Bundesmajor Fetherstone-Godley, gab am Freitagabend folgende Erklärung ab:
„Seit Urbeginn hat es auf internationalem Gebiet nur ein Gemeinsames gegeben, nämlich das Band der Waffenbrüderschaft derer, die ihrem Vaterlande im Felde gedient haben. Dies Band will die British Legion bei ihrem Versuch benutzen, eine echte Grundlage der Freundschaft zwischen allen Nationen zu errichten. Der Besuch der Legion in früheren Feindländern soll dazu dienen, den sehr lockeren Sand, auf dem jetzt die internationale Diplomatie gebaut ist, zu festigen. Wenn wir durch ein solches Vorgehen eine feste Grundlage der Freundschaft schaffen können, dann werden wir unser Ziel erreicht haben.
An deutschen Kriegergräbern in Frankreich.
Weihe des Ehrenmals auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Maissemy.
Paris, 13. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der deutsche Soldaten-Friedhof von Maissemy bei St. Quentin, der vergrößert und neu hergerichtet worden ist, wurde in später Abendstunde am Freitag in Gegenwart von etwa 70 deutschen Volksgenossen geweiht.
Die Städte des Ruhrgebiets hatten zur Erinnerung an die Befreiung von der feindlichen Besetzung die Mittel für diesen Ausbau der zweitgrößten deutschen Totenstätte in Frankreich gestiftet. Der Volksbund deutsche K r i e g s g r ä b e r fü r s o r g e hat jetzt dieses Ehrenmal der Ruhrstädte in Frankreich vollendet. 15 415 Einzelgräber reihten sich dort zwischen Ahorn, Ulmen und Lavendelstauden neben den mit Rosen bedeckten langen Sammelgrab, in dem die Gebeine ebenso vieler unbekannter deutscher Helden ruhen. Auf Quadern geführt erhebt sich, von schweren Bronze- gittern umgeben, das Ehrenmal mit einem drei Meter hohen Kreuz.
An der Feier nahmen Botschaftsrat Dr. F o r - st e r und der stellvertretende Militärattache Hauptmann Speidel, sowie der Vorsitzende der französischen Frontkämpfer oon St. Quentin und Vertreter der französischen und deutschen Kriegsgräberfürsorge teil. Pfarrer Prior vom Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge schloß in seine Ansprache die Hoffnung ein, daß das französische und deutsche Volk
sich im Gedenken an die Toten des Weltkrieges in Freundschaft und Frieden zu- sammenfinden mögen. Langsam schritt alsdann der Zug dem Ehrenmal zu, vor dem aus Opferschalen rote Flammen gegen den Abendhimmel schlugen. Stadtbaurat Arendt, Bauführer des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge, sagte in seiner Ansprache: „Möge hinfort von dieser Stätte des Friedens, die ein blutiger Krieg durchwühlte, ausstrahlen der Friedensgeist, den zwei kampferprobte Völker zu beiden Seiten des Rheines so heiß ersehnen!"
Das Lied vom guten Kameraden leitete über zu den Worten des Botschaftsrates Dr. Forste r, der im Namen des Führers und Reichskanzlers die neu hergerichtete deutsche Ehrenstätte dem Andenken der toten Helden und der Zukunft Deutschlands weihte. Mit dem Dank an die französischen Behörden für die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Volksbund verband er Worte aufrichtiger Anerkennung für die hier ausgeführte Leistung des Volksbundes. Nach dem Deutschland- Lied legte der Vertreter des Botschafters einen Kranz im Namen der Reichsregierung und der stellvertretende Militärattache einen Kanz namens der deutschen Wehrmacht nieder. Mit einem stillen Gruß an die hier zur letzten Ruhe Gebetteten schloß die eindrucksvolle deutsche Weihestunde, während die Nacht sich über die langen Reihen der schwarzen Holzkreuze senkte.
Der Führer in
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Der Führer und Reichskanzler bei der Besichtigung der Modelle für die Umgestaltung des Mufeums. n,alles in Weimar. In feiner Begleitung Reichsstatthalter Eauckel und der Architekt Speer (ganz links). p ” (Preffe-Jlluftration Hoffmann-M.)
Bei der Fliegergruppe Lechfeld.
München, 12. Juli. (DNB.) Der Führer besichtigte heute in Begleitung des Reichskriegs. Ministers Generaloberst von Blomberg, des Reichsministers der Luftfahrt General der F reger Göring und des Staatssekretärs der Luftfahrt
Generalleutnant Milch die Bayerischen Motorenwerke in München. Anschließend begab sich der Führer mit seiner Begleitung im Flugzeug zum Flugplatz Lager Lech- feld und besichtigte dort die Fliegergruppe L e ch f e l d.
Einheit -es Friedens.
Der neue englische Außenminister Sir Samuel Hoare hat als solcher am Donnerstag seine Jungfernrede im Unterhaus gehalten. Englands starkes Engagement im italienisch-abessinischen Konflikt hatte den unmittelbaren Anlaß zu der Aussprache im Parlament gegeben, aber Sir Samuel Hoare wollte die Gelegenheit seines ersten öffentlichen Auftretens als Außenminister benutzen, um in umfassender Weise die große außenpolitische Linie des Kabinetts Baldwin darzulegen und womöglich Anregungen für die Weiterentwicklung der vordringlichen, vorwiegend europäischen Probleme zu geben. Gedacht hatte Sir Samuel Hoare wohl an so etwas wie ein Gegenstück zu der großen Reichstagsrede des Führers, aber, wie es englischer Paxis entspricht, sind seine Ausführungen gerade in sehr wesentlichen Punkten weit weniger bestimmt und verbindlich ausgefallen, als die programmatischen 13 Punkte des deutschen Staatsoberhaupts. England hat mit dem Londoner F l o t t e n a b k o m m e n einen Schritt getan, den es für nützlich hielt, einmal im eigenen Interesse, aber auch im Interesse der übrigen großen Seemächte, einen Schritt, den es für notwendig erachtete, sollte nicht eine einmalige Gelegenheit wiederum versäumt werden, nachdem schon in der gleichen Angelegenheit der Begrenzung der Rüstungen schon so viele Gelegenheiten verpaßt worden waren. Aber England hat diesen Schritt allein getan, und wenn es ihn auch keineswegs bereut — dazu liegen die Vorteile, die das Abkommen mit der Festlegung eines bestimmten Flottenverhältnisses und damit der Ausschaltung jeder Flottenrivalität zwischen Deutschland und England auch dem britischen Partner gebracht haben, zu sehr auf der Hand, — so hatte Sir Samuel Hoare doch das Bedürfnis, den vielen Kritikern zu antworten, denen in der Wertung des Abkommens die Methode hoher stand als der Inhalt des Abkommens selbst. So hatte Sir Samuel Hoare die Aufgabe, nachzuweisen, daß auch die Methode gut war^ da sie einen „praktischen Beitrag zum Frieden" geliefert hat und Englands Aussöhnung mit seinem früheren Gegner in dem Kernpunkt einstiger Rivalität zu Wege gebracht hat, ohne Englands alte, durch den Weltkrieg und die Nachkriegspolitik erhärtete Freundschaften ernstlich trüben zu können.
Sir Samuel Hoare hat sich zur Begründung dieser Auffassung, unseres Erachtens ohne zwingenden Grund, das oon Paris aus hartnäckig in die Welt gesetzte Schlagwort oon der „Unteilbarkeit des Friedens" zu eigen gemacht, um sich vor dem französischen Bundesgenossen und dessen Fürsprechern in der konservativen Partei von dem Verdacht reinzuwaschen, als ob das „Techtelmechtel mit den Deutschen" die englische Politik oon ihrer traditionellen Linie der engen Zusammenarbeit mit Frankreich entferne. Sir Samuel Hoare hat es sich deshalb besonders angelegen sein lassen, ausdrücklich zu versichern, daß das Kabinett Baldwin unverändert zu dem Londoner Programm vom 3. Februar und zu den Vereinbarungen oon Stresa stehe. Aber die von Frankreich immer wieder erhobene Behauptung von der Unteilbarkeit des Londoner Programms, auf die sich nur anscheinend auch die englische Politik wiederum festgelegt hat, ist längst widerlegt durch den Zusammenbruch der Methode, auf schlecht vorbereiteten internationalen Konferenzen zu versuchen, die widerstrebendsten Interessen unter einen Hut zu bringen. Nicht minder Schiffbruch erlitten hat die Methode, die verschie- densten Probleme in ein einziges großes System zusammenzufassen. Der französischen These „Alles oder nichts", die sich hinter dem Schlagwort oon der Unteilbarkeit des Friedens verbirgt, hat der Führer seine eigene These entaegengestellt, daß das große, allen Nationen gemeinsam obliegende Werk der Sicherung des Friedens nur Schritt für Schritt, Stein auf Stein gelingen kann, und daß man dort die Gelegenheit beim Schopf ergreifen muß, wo sie sich bietet, wenn damit nur dem Grundgedanken der Friedenssicherung, sei es auch nur auf einem beschränkten Gebiet, nähergekommen wird. Nur aus Teilerfolgen auf der einen oder der anderen Front, sachlich wie geographisch genommen, wird sich der „Friede als Ganzes", wie ihn Sir Samuel Hoare getreu den französischen Wünschen apostrophiert hat, einmal zusammensetzen lassen. Wer darauf warten wollte, daß der Friede als Ganzes ihm einmal in den Schoß falle, ohne daß er sich bemühe, zu ernten, was die Zeit bringt, der darf nicht enttäuscht sein, wenn er vergeblich warten müßte.
Hier liegt auch schon die Antwort auf die Anregung, die Sir Samuel Hoare in recht dringlicher Form an Deutschland richtete. Es ist schon fast zur lieben Gewohnheit der europäischen Staatsmänner geworden, sobald die gemeinsamen Probleme ins Stocken geraten sind oder durch das Aufeinanderprallen materieller Interessen eine prekäre Situation entstanden ist, vom Führer des nationalsozialistischen Deutschlands einen Ausweg zu erwarten. Denn nichts anderes steckt ja hinter der Bitte Sir Samuel Hoares an den Führer, in der Frage des Ost - und Donaupakts „einen wirklichen Beitrag zur Sache des Friedens zu leisten". Deutschland ist nicht ganz überzeugt, daß gerade die Paktpläne für Osteuropa und den Donauraum, die uns noch höchst verschwommen vorkommen und ebensowenig unser unmittelbares Interesse, wie dasjenige Englands haben, nun „der nächste notwendige Schritt vorwärts" sein müssen, wie es Sir Samuel Hoare hinstellt. Bisher schienen wir vielmehr mit der englischen Auffassung darin einig zu gehen, daß das im Londoner Programm vorgesehene und von uns im Grundsatz angenommene Luftlocarno dringlicher sei. Denn es ist vermutlich ohne weitere sachliche Schwierigkeiten in die Scheuer zu bringen, da alle Teilhaber des Locarnopakts sich über


