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Aus aller Wett.

Die Heidelberger Bluttat noch unaufgeklärt.

Die Bluttat im Hause Quinckstraße 39 in Hei­delberg konnte bisher nicht aufgeklärt werden, was daraus zurückzuführen ist, daß die beiden Opfer keine Aussagen mehr machen konnten und sonstige Anhaltspunkte kaum vorhanden sind. Zur Zeit sind noch der mehrfach erwähnte schlesische Metzgerge­selle, der in Karlsruhe verhaftet worden war, und ein aus Württemberg stammender lediger Zeichner in Haft. Sie kommen aber beide als Täter nicht in Frage. Alle Ermittlungen haben ergeben, daß ein Racheakt sowohl gegen die Familie Lappe wie gegen das Dienstmädchen außer Frage zu stehen scheint. Amtlich neigt man immer mehr zu der Annahme, daß es sich um einen Einbrecher gehandelt hat, der sich vornherein vorgenommen hatte, gerade in dieses Haus einzudringen, von dem er annahm, daß es einen begüterten Besitzer habe.

Dom Führer begnadigt.

Die 18jährige Elsa Roß ist am 24. September 1935 von dem Schwurgericht in Insterburg wegen Mordes an ihrer Stiefmutter zum Tode ver­urteilt worden. Der Führer und Reichskanzler hat im Gnadenwege die Todesstrafe in lebenslange Zuchthaus st rafe umgewandelt.

Eine ganze Familie unter Dergiftungserscheinungen erkrankt.

In der Ortschaft Montet bei Freiburg (Schweiz) erkrankten nach dem Mittagessen die Familie und die Dienstboten des Gemeindevorstehers, insgesamt neun Personen, unter Veraiftungserscheinun- g e n. Der Mann ist gestorben, die Frau schwebt

Neues für -ei

Deutsche Farbblätter. Unvergäng­liche Werte deutscher Malerei. In Verbindung mit Dr. A. Feulner, Geheimrat Prof. Dr. Leidinger, Dr. H. Posse, Prof. Dr. H. Voß und Geheimrat Prof. Dr. H. Woelfflin. Herausgegeben von A. E. Brinckmann, Fr. Knapp & W. Klein, Berlin-Wil­mersdorf. (542.) Die deutschen Farbblätter gehen neue Wege in der farbigen Wiedergabe deut­scher Malerei. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Eigenart und Selbständigkeit des deutschen Kolo- rismus darzustellen. Sie wollen Familien und Lehranstalten, damit den deutschen Menschen die deutsche Farbe zeigen. Der volkstümliche Preis soll für weiteste Verbreitung sorgen. Die erste Liefe­rung enthält fünf großformatige Nachbildungen je eines Werkes von Menzel (Balkonzimmer), Blechen (Bucht von Spezia), Dürer (Dorf Kalchreuth), Will- mann (Bernhardwunder) und eines westfälischen Meisters (St. Johannes Ev.). Jeder Tafel ist ein kurzer Text beigegeben, der über den Maler be­richtet, verständlich den Inhalt und lebendig die

in Lebensgefahr. Der Zustand der übrigen Er­krankten hat sich inzwischen aebessert. Es wurde festgestellt, daß die Speisen Arsenik enthielten. Der 17jährige Sohn des Gemeindevorstehers, der vor kurzem Arsenik zur Rattenvertilgung gekauft hatte, ist verhaftet worden. Er beteuert seine Unschuld.

100 000-rNark Gewinn auf die Dummer 317 254.

In der Staatslotterie wurde auf das Los Num­mer 317 254 der 100 000 - M a r k - G e w i n n gezogen. Das Los wird in der 1. Abteilung in Achtellosen in Ostpreußen, in der 2. Abteilung in Achtellosen in Baden gespielt.

Explosion

im Munitionslager einer französischen Kaserne.

Das Munitionslager der Kaserne der republika­nischen Garde in Lerouville bei Saint Mihiel ist in die Luft geflogen. Die Lagerräume wur­den völlia vernichtet. Als Folge der Explosion brach in der Kaserne Feuer aus, das jedoch gelöscht werden konnte.

Deutscher Luftverkehr über den Kanal durch den Sturm nicht gestört.

Der jetzt wieder über dem englischen Kanal herr­schende Sturm hat auf den Luftverkehr der Luft­hansa keinen Einfluß gehabt. Die Tages­strecke von Berlin nach London und zurück wurde ebenso wie die Nachtpoststrecke Abflug täglich in Berlin um 23.30 Uhr und in London um 23 Uhr wie üblich beflogen, obwohl die Kanalschiffahrt schwer zu leiden hatte.

i Bücherttsch.

Schönheit des Bildes beschreibt. Jeden zweiten Monat erscheint eine Lieferung mit 5 Tafeln zum Preise von 3,50 Mark. Zehn Lieferungen bilden einen in sich abgeschlossenen Band.

D l e ersten sechs Lebensjahre. Ein Erziehunasbuch. Von Elisabeth P l a t t n e r. 150 Seiten. Kart. 3,40 Mark, Ganzleinen 4,60 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1936. (533.) Kinder zu geraden, festen, tüch­tigen Menschen zu erziehen, ist die verantwortungs­volle Aufgabe einer jeden deutschen Mutter. Diese Aufgabe zu erfüllen will das Buch von Elisabeth Plattner helfen. Aus eigener, mütterlicher Erfah­rung werden die Erziehungsfragen behandelt, die als Grundlage für die spätere Entwicklung des Kindes von so großer Bedeutung sind. Anhand zahlreicher, aus dem Leben gegriffener Beispiele wird unter anderm anschaulich gezeigt, wie man dem Kleinkind selbstverständlichen Gehorsam bei­bringt und die Liebe zur Wahrheit stärkt. Als brauchbare junge Menschen sollen die Kinder in die

Volksgemeinschaft hineinwachsen, und darum müssen sie zu Menschen erzogen werden, denen das Du wichtiger ist als das Ich. So enthält die Schrift eine Fülle guter Ratschläge, warnt vor Fehlern in der Erziehung und regt zum Nachdenken an.

Das neue deutsche Wörterbuch. Unter besonderer Berücksichtigung der Rechtschrei­bung sowie der Herkunft, Bedeutung und Fügung der Wörter. Siebente, neubearbeitete Auflage, be­arbeitet von Karl Q u e n z e l und Hans Volz. XXIV und 432 Seiten. Leinen 2,85 RM. (518) Dieses Wörterbuch empfiehlt sich durch seine Zuver­lässigkeit, seine Unterhaltsamkeit und durch den niedrigen Preis. Es enthält nicht bloß die Recht­schreibung, sondern auch die Herkunft der Wörter, treffliche Verdeutschungen der Fremdwörter, die Er­klärung von Kunstausdrücken, die Regeln über die Zeichensetzung, die gebräuchlichen Abkürzungen u. a. Die neue Auflage berücksichtigt ferner alle wich­tigeren Begriffe, die im Dritten Reich geprägt wor­den sind. (Verlag: Hesse & Becker, Leipzig.)

Rudolf Herzog: Deutsche Gedan­ken. 47 Seiten. Paul Neff Verlag, Berlin. (494.) Diese Broschüre enthält eine Auswahl von Kernstellen aus Herzogs Büchern, jeweils zu­sammengefaßt unter den UeberschriftenVom Stür­men, Sterben, Auferstehen",Deutschland und die Welt",Volks- und Werksgemeinschaft",Deutscher Glaube, deutsche Kunst",Frauen und Kinder" und Heimat! Leben!" Den Freunden mag die kleine Schrift ein Vademekum und zugleich ein Wegweiser durch seine zahlreichen Romane sein.

Prof. Walter Frank:Zunft und Nation" (Schriften des Reichsinstituts für Ge­schichte des neuen Deutschlands). Kart. 1, RM. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. (524) Die Schrift enthält die Rede, die Professor Dr. Walter Frank als Präsident des neuerrichteten Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutsch­lands bei dessen Eröffnung gehalten hat. Sie um­reißt den hohen Aufgabenkreis, den das neugebil­dete Neichsinstitut übernommen hat und kennzeichnet dabei den Weg, den die neue Wissenschaft einschlagen muß, zwischen den Zunftgelehrten und Zunftpoli­tikern hindurch zu einer einzigen großen Zunft, wo alle auf welchen Schlachtfeldern sie auch stehen, und mit welchen Waffen sie auch kämpfen den­selben Kampf kämpfen: den Kampf um ein neues Zeitalter deutscher Größe.

Christel Broehl-Delhaes: Kame­rad Mutter. Roman. 316 Seiten. Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. (545.) Ein leicht les­barer, handlungsreicher Unterhaltungsroman: wohl­temperierte Lektüre, nicht ohne Spannungsgehalt, in erster Linie vermutlich für weibliche Leser be­stimmt.

Ludwig Lesser: 100 Ratschläge für d i e häusliche Blumenpflege. Zweite neu durchgesehene Auflage mit 64 Abbildungen. Verlag Rud. Bechtold & Comp., Wiesbaden. Preis 0,90 Mark. (517) Dieses Heft beantwortet in kurzen, verständlichen Worten die tagtäglichen Fra­gen der Blumenpflege. Jeder Blumenfreund wird

aus chm leicht lernen, seine Blumen gut zu pflegen. Diele Handgriffe werden durch gut ausgefüyrtö Zeichnungen erläutert.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Der von Großbritannien über Südskandinavien sich ostwärts erstreckende Hochdruckrücken wird durch kräftige Wirbeltätigkeit im hohen Norden stark an­gegriffen. Er bleibt jedoch mit einer lebhaften Oft- strömung noch immer für die Witterung Deutsch­lands bestimmend. Im Gegensatz zu seither wird diese westliche kalte Luft zu uns verfrachtet. Zu­dem wird die Frostgefahr noch durch Ausstrahlung begünstigt. Irgendwie nennenswerte Niederschläge sind vorerst nicht wahrscheinlich.

Aussichten für Freitag: Wolkig bis hei­ter und im wesentlichen trocken, bei lebhaften öst­lichen Winden nachts Frostgefahr zunehmend.

Aussichten für Samstag: Bei östlichen Winden Fortdauer der zeitweilig heiteren, im we­sentlichen trockenen und kalten Witterung.

Lufttemperaturen am 11. Dezember: mittags 3,0 Grad Celsius, abends 1,1 Grad: am 12. Dezember: morgens0,8 Grad. Maximum 3,2 Grad, Mini­mum1,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Dezember: abends 2 Grad: am 12. De­zember: morgens 1,6 Grad Celsius.

Mnlerfporl-Dellernachrichfen.

Vogelsberg, Hoherodskopf: heiter 9 Grad, 35 Zentimeter Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, Bruchharsch, Ski und Rodel gut. Herchenhainer Höhe: heiter,6 Grad, 28 Zentimeter Gesamt­schneehöhe, kein Neuschnee, Bruchharsch, Ski und Rodel gut.

Rhön, Wasserkuppe: Nebel,7 Grad, 19 Zentimeter Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, ver­harscht, Ski und Rodel gut.

Taunus. Kleiner Feldberg: Bewölkt, 5 Grad, 13 cm Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, verharscht, Rodel gut, Ski mäßig. Großer Fesdberg: Bewölkt, 6 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, kein Neu­schnee, verharscht, im Wald Pulverschnee, Ski und Rodel gut.

Schwarzwald. Feldberg: Nebel, 7 Grad, 90 cm Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, Pulver­schnee, Ski und Rodel gut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Nach einem sorgenreichen Leben ist unser lieber Vater

im Alter von 66 Jahren in die Ewigkeit eingegangen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

In tiefer Trauer: Karl Nagel

Gießen (Am Kugelberg 63), den 11. Dezember 1935.

Wuppertal-Elberfeld, z. Z. Gießen, den 12. Dezember 1935

Ederstraße 5 II

Augustastraße 148

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noch ein Vorschlag:

(Verschiedenes!

Los

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V:

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VII:

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VIII:

von Gustav Geisse

Der Vorstand.

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an

Gießen, den 12. Dez. 1935.

und zum Bauen

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Bekanntmachung.

Vergebung des Skammholzrückens in den städtischen Waldungen für 1936.

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700 fm Eichen und Buchen in Abtei­lung 55c (Försterei Gießen) in Betten zu rücken.

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Oeffnung der Gebote erfolgt in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber zu dem genannten Termin in Zimmer 6. Zuschlagsfrist 8 Tage.

Gießen, den 12. Dezember 1935.

Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister.

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150 fm Fichten in Abteilung 76 (För­sterei Hochwart) in Betten zu rücken.

Schriftliche Angebote, getrennt für jedes Los und mit der AufschriftAngebot für Waldarbeiten" ver­sehen, sind bis spätestens 71930

Montag, den 16. Dezember 1935, 12 Uhr, im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 8, abzu­geben.

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Im Wege des schriftlichen Angebots soll das Rücken des Stammholzes in den städtischen Wal­dungen öffentlich vergeben werden, und zwar: Los I: 200 fm Fichten in Abteilung 53 (För­sterei Rödgen) in Betten zu rücken.

II: 500 fm Eichen und Buchen in Abteilung 54a (Försterei Rödgen) in Betten zu rücken.

III: 8900 fm Fichten in Abteilung 49 (För­sterei Rödgen) in Betten zu rücken.

IV: 100150 Im Fichten in verschiedenen Abteilungen (Försterei Rödgen) auf die Wege zu rücken.

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Wir erfüllen hiermit die trau­rige Pflicht, unsere Mitglie­der von dem Ableben un­seres lieben Alterskollegen PiarrerErDSt Amandus Müller geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung fin­det am Freitag, dem 13. Dez., nachm.BUhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung.

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Emmi Kisselbach, geb. Ruppel

und Ludwig Kisselbach

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 13. Dezember, um

14.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt

Edith

Hans-Walter.

Meine treue Lebensgefährtin, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegertochter,

Schwester, Schwägerin und Tante

Otto Ruppel

Obertelegraphensekretär a. D.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 14. Dezember, vormittags 11.30 Uhr,

auf dem Neuen Friedhof statt.

In tiefer Trauer:

Friedrich Lindenstruth und Frau, geb. Engel Ernst Aßmann und Frau, geb. Engel Erich Faß und Frau, geb. Engel und 4 Enkelkinder.

, Gießen (Stephanstraße 14), Würzburg, Rechlin, den 11. Dezember 1935

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 13. Dezember, nachmittags 1.30 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt.

Gestern abend verschied nach langem schweren Leiden, jedoch plötz­lich und unerwartet, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwie­gervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Friedrich Engel, Postassistent i. R

im 77. Lebensjahre.

Frau Clara Nagel

geb. Gerhard

wurde heute plötzlich nach kurzem Krankenlager im Alter von 42 Jahren von uns

genommen.