Einzelbild herunterladen

w

'r tzM

'' 1; vA,- y&z- ,>t/z - '^-;

"-Z-- :' 'ZZ/'.' '//$£)//. ''.< Y.'/V^/Zx.

vy^.:

- ? v ''-"/. ,< /-

NB

in g auf dem Juxplatz, in diesem Jahr sehr reichhaltig

die

5827 d

frftfcl assi&e

Sonntag, den 20. Oktober: Nachmittags auf dem Juxplah Nach­

feier mit Platzkonzert.

5794 d

Bürgermeisterei und Gallusmartt-Ausschuß, Grünberg.

Svndevrüse

am Mittwoch, dem 16. Oktober: Gießen ab 9.30 (Ihr, Grünberg an 10.13 Uhr. Äurg- u. Nledergemünden ab 11.00 Llhr, Grünberg an 11.24 Uhr

^ftimmun^sftapelle

Eigene Metzgerei / Bekannt gute Küche I Solide

Preise 1 Hessen - Quell I Pilsner / Beste Weine

Donnerstag, 17. Oktober: Ab 9 Uhr bis abends Krämermarkt und Volksbelustigung) um 10 Uhr vom Marktbrunnen aus Abmarsch mit Musik zum Frühschoppen im Wirtszeit; 1.30 Uhr nachmittags in der Turnhallt

Der Landes-Handwerksmeister Hessen. Samer.

Marktes.

In gewohnter Weise werden auch die Straßen und Plätze der Stadt während der Markttage wieder reichen Flaggen- und Wimpelschmuck tragen.

Der Marktplatz von Grünberg-, ganz links das historische Rathaus, an dem am kommenden Dienstagabend die alte Marktfahne zur Eröffnung des Gallusmarktes gehißt und dann bis zum Markt- schluß wehen wird. (Bild: Bildexdienst des DRB.)

Grotztundsebu«« der Nauer« u«d NLueeiune« Es sprechen: Kreisbauernführer Ott (Usingen) von der Kreisbauernschaft Oberhessen. West und Fräulein Johanna Sopp, Referentin bei der Landesbauernschaft Hessen-Nassau.

Zunge! Du hast nut noch wenige Stunden Zeit, in die Hitler-Jugend Hessen-Nassaus einzutreten!

Am 13. Oktober ist Schluß!

Oer Grünberger Gallusmarkt, ein Volksfest ver Heimat.

Gtrünbevgev Gaüusmarst 1935

,tnt. diesiShvlgen GallusmavSt laden wie die Bevölkerung der Stadt Gietzen und dev umliegenden Gemeinde« aufs herzlichste ei«

'** .. ......... z < , «... -- ..-k ,1 ntif hom liirhtfl#! Vnrft«

Meine heißen Wünsche begleiten die HI. meines Bezirks bei ihren Werbemaßnahmen. Ich werde mich dafür einsetzen, daß zukünftig in Hand- werkerbetriebe als Lehrlinge nur Iungen und Mädels eingestellt werden, der Hitler-Jugend angehören.

Tanze auf, hier singen ziehende Musikantentrupps die neuesten Schlager, hier herrscht Jubel und Trubel bis in die späten Nachtstunden.

Dies ist in großen Zügen das Bild des Gallus­marktes, wie es vor den Augen des Beschauers abrollt und woran auch äußere Einflüsse, wie un­günstiges Wetter u. dgl., nur wenig ändern. Der echte, aus dem Bornbergshäuschen stammende Grünberger, als auch der Dorfbewohner der Um­gebung, in deren Vorstellunaswelt lebt nun einmal der Gedanke von dem Gallusmarkt als dem hohen Fe st tag des Herb st es. Als Kind, in der Jugendzeit und weiter von Jahr zu Jahr hat man ihn erlebt und mitgefeiert, und so vererbt er sich fort von Geschlecht zu Geschlecht als ein Stück echten deutschen Volkstums.

Zum Schluß noch einen kurzen Ueberblick über den Verlauf des diesjährigen Gallus­marktes. Am Sonntag findet als Einleitung ein Heimatabend in der Turnhalle statt, der unter dem ZeichenS o l d a t e n I e b e n" steht. Dienstag­abend ist auf dem Marktplatz vor dem Rathause Eröffnung des Marktes mit Platzmusik, Ansprache des Bürgermeisters und Hissung der Marktfahne (blau-weiß-rot). Dieser alte Brauch be-

ZehnGebotefür den oberhessischenBauern

zum Grünberger Gallusmarkt.

Der zweite Sonderzug verläßt (ebenfalls am 16. Oktober) Burg- und N i e d e r - G e m u n - den um 11.00 Uhr, Nieder-Ohmen um 11.08 Uhr, Mücke um 11.16 Uhr und kommt in Grünberg um 11.24 Uhr an v _

Für die Fahrt zum Gallusmarkt werden Sonn­tagsrückfahrkarten ausgegeben, die zur Hinfahrt vom 16. Oktober 0 Uhr bis 17. Oktober gelten, zur Rückfahrt vom 16. Oktober 12 Uhr bis 17. Oktober 24 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt mutz die Rückfahrt angetreten sein. Die Sonntagsrück­fahrkarten gelten selbstverständlich für jeden fahr­planmäßigen Zug.

HI. an die Front!

Deutsche Krauen!

In diesen Tagen wirbt und ringt die Hitler-Ju­gend um den letzten Jungen im Gau Hessen-Nassau, um ihn in die Gefolgschaft Adolf Hitlers einzu­gliedern.

Dir Mütter haben dem Führer Treue gelobt. 3n unseren Händen liegt Deutschlands Zukunft.

I.

Du sollst als echter Oberhesse deutschen Blutes nicht mit dem Juden Handel treiben, sondern das Zucht- oder Nutzvieh, das du im Oktober ver­kaufen willst, zum Grünberger Gallus- m ar k t bringen, wo du es zu anftänbigem Preise an den Mann bringen kannst notfalls mit Hilfe der dort tätigen Preisschätzer.

II.

Du sollst dir die neue Bestimmung hinter die Ohren schreiben, wonach von allen Tieren, die zum Rindviehmarkt gebracht werden sollen, vorher eine Blutprobe zwecks Untersuchung auf abortus Bang zu entnehmen ist; du sollst dir, mit Hilfe deines Ortsbauernführers, mög­lichst gemeinsam mit deinen Berufsgenossen, die ebenfalls Rindvieh zum Gallusmarkt bringen wol­len, durch den zuständigen Tierarzt die betreffende Bescheinigung schnellstens besorgen, und du sollst nicht über diese neue Bestimmung schimpfen, sondern wissen, daß sie zum Schutze auch deines Viehstandes gegen seuchenhaftes Verkalben getroffen ist.

III.

Du sollst, wenn du Nutzvieh kaufen willst, am 16. Oktober in Grünberg deinen Bedarf zu decken suchen, denn deine Berufsgenossen, die Vieh abzuaeben haben, bringen es dorthin zum Gallusmarkt.

IV.

Du sollst, wenn du Zuchtvieh der Fleck­vieh- oder Rotviehrasse zu erstehen wünschst, heute schon Donnerten, daß Diehverwer- tungsgenossenschaften aus nahen Zuchtgebieten gute Tiere dieser Rassen in reicher Auswahl zum Grün­berger Gallusmarkt bringen, so daß du hoffen darfst, dort etwas Passendes für deinen Betrieb zu finden. Und du sollst dir vor Augen halten, daß allein diese beiden Rassen von der Landestierzucht als Zuchtvieh für unser Gebiet zugelassen sind.

V.

kündet, daß die Stadt drei Tage unter Marktrecht steht; u. a. bedeutet dies, daß auf dem Markte den Anordnungen des Marktmeisters und feiner Ge­hilfen, der Marktwache, deren Amtswürde durch das Tragen eines langen Säbels an einem über die Schulter hängenden Ledergurt gekennzeichnet ist, Folge gleistet werden muß, ferner, Daß für die Tage des Marktes die Polizeistunde aufgehoben ist. Der Mittwoch als Hauptmarkttag bringt am Vormittag großen Viehmarkt, mit dem ein Zuchtvieh­markt verbunden ist, außerdem findet bei dem Schweinemarkt eine Ferkelprämiierung statt. Es folgen anschließend Krämermarkt und Dolksbelustigun

Ueberlieferung in Scharen zum Gallusmarkte pil­gert, will nicht nur Geschäfte besorgen, sie will auch nach der schweren Arbeit des Sommers und des Herbstes einmal einen Tag der harmlosen Freude verleben. Im großen Zelt auf dem Markt, in den Wirtschaften, in den Bäckereien und Kaffeestuben wird nach erledigten Geschäften Einkehr gehalten, ein guter Trunk getan und dem Maaen etwas Handfeste- einverleibt, denn allzu verlockend laden auch die hochauf getürmten Auslagen in den Metzger­läden: Fleischwurst, Solberfleisch und andere leckere Dinge zu solchem Tun ein. Manches Rind und noch viel mehr Exemplare des Borstenviehs müssen ihr Leben lassen und ihr Teil beisteuern zur Herstellung der weit und breit bekannten Grünberger Wurst alles e Griewe ". Die meist schon am Abend geleerten Metzgerläden beweisen, wie stark die Nachfrage danach ist, aber ebenso kann man daraus auch einen Schluß ziehen auf die große Zahl der Marktbesucher. In die Tausende geht die Zahl derer, die am Hauptmarkttag als Besucher erscheinen. Außer den verstärkt fahrenden fahrplanmäßigen Zügen legt die Bahnverwaltung Sonderzüge zur Bewältigung des starken Verkehrs ein; unzählbar ist auch die Zahl der Besucher, die zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto kommen. Der Marktplatz in der Stadt reicht oft kaum aus für die zahlreich parkenden Autos. Ueberwiegt am Morgen bei den Marktbesuchern noch das ältere Element, so ändert sich von der Mittagsstunde an dieses Bild, denn jetzt rückt scharenweise die Jugend der Nachbardörfer an. Die heimische Kirmes ist meist gefeiert, nun ift der Gallusmarkt die große Kirmes und das Volks­fest für die ganze nähere und weite Umgebung. Nach einigen Stunden fröhlichen Treibens auf dem Iurplatz des Marktes, der Vergnügungen aller Art in stets reichem Maße bietet, verlegt die Fugend ihr Hauptbetätigungsfeld in die verschiedenen Sale der Stadt. Hier spielen Geige und Brummbaß zum

Hessiscfter Jtof

Grimberg, am (jnallusnwlit

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

adio Photo

63'1 D

Seltersweg 67 lUHl Telephon 3170

zur planmäßigen Gebrauchszucht von Fleckvieh ober Vogelsberger Rotvieh übergehen, denn nur unbeirrtes Vorgehen in der einmal ge­wählten bzw. von der Landestierzucht bestimmten Züchtrichtung verspricht auf die Dauer Erfolge und Unabhängigkeit von riskantem Zu­kauf. Und du sollst dir überlegen, ob du nicht schon auf dem Gallusmarkt den ersten Schritt zur eigenen Gebrauchszucht tun willst.

dessen Ausstattung in diesem Jahr sehr reichhaltig ist. Am Nachmittag und am Abend ist Tanzgelegen- heit in den Sälen der Stadt. Am Donnerstag als zweiten Markttag ist Fortsetzung des Kramer- Marktes und der Volksbelustigung, außerdem ist am Nachmittag eine Großkund­gebung oer Bauern und Landfrauen in der Turnhalle vorgesehen. Ansprachen halten dabei Kreisbauernführer Ott (Usingen) und die Referentin bei der Landesbauernschaft Hessen- Nassau, Frl. Johanna Bopp (Frankfurt a. M.). Der nachfolgende Sonntag bringt mit den Abschieds­vorstellungen auf dem Juxplatz den Ausklang des

VI.

Du sollst wissen, daß es der Jude war, der aus reinem Eigennutz ungeeignetes Vieh in großen Mengen einführte und Dir aufschwätzte, und du sollst dich auch vor denjenigen anderen Händlern hüten, die heute aus demselben Eigennutz zu deinem Schaden das gleiche versuchen.

VII.

Du sollst dich daran erinnern, daß mit dem Grünberger Gallusmarkt einer der b e« deutend st en S ch w e i n e m ä r k t e unserer oberhessi scheu Heimat verbunden ist, und sollst dir zur Kenntnis nehmen, daß in diesem Jahre zum erstenmal die besten Ferkel prämiiert werden.

VIII.

Du sollst dir am zweiten Markttag (17. Oktober) bei der großen Kundgebung in der Turnhalle ge­meinsam mit deinen Söhnen und Helfern anhören, was Kreisbauernführer Ott (Ufingen) schlicht, treu und ehrlich über den Bauer im Dritten Reich zu sagen hat. Und du sollst auch deine Bäuerin, deine Tochter und deine Haus­gehilfin zu dieser Kundgebung mitbringen, denn zu ihnen spricht die Referentin bei der Landes­bauernschaft Frl. Johanna Bopp (Frankfurt a. M.), eine glänzende Rednerin, über die Land­frauen im neuen Deutschland.

IX.

Du sollst dich am Gallusmarkt, den Blick aufs große Ganze gerichtet, doch ungetrübter Lebens­freude hingeben, wie es einem echten National­sozialisten bei solchem Anlaß geziemt.

Du sollst den Grünberger Gallusmarkt hochhalten als jahrhundertealtes oberhessisches Brauchtum und ihn dir von niemand nehmen lassen.

Sonderzüge und Sonntags- Rüüfahrkarlen zum Gallusmartk.

Aus Anlaß des Gallusmarktes verkehren zwei Sonderzüge, und zwar von Gießen nach Grünberg und von Burg- und Rieder-Gemünden nach Grünberg.

Der Gießener ©onberxug verläßt Gießen am Mittwoch, 16. Oktober, um 9.30 Uhr und hält zu folgenden Zeiten auf allen Stationen: Rödgen ab 9.41 Uhr, Großen-Buseck 9.46 Uhr, Reis­kirchen 9.53 Uhr, Saasen 10.03 Uhr, Göbelnrod 10.08 Uhr, Grünberg an 10.13 Uhr.

Wir geben Adolf Hiller das Teuerste, was wir unser Eigen nennen: unsere Kinder.

Nicht die Zahl gibt den Ausschlag, sondern der Wille!" (Adolf Hitler, 5. September 1923.)

Wir deutschen Mütter schicken unsere Kinder in die hltler-Jugend, weil wir wollen, daß Deutschland lebe!

Heil Hitler!

Die NS.-Frauenschast und das Deutsche Frauen­werk im Gau Hessen-Nassau.

Hitler-Zugend und Handwerk.

Wenn in diesen Tagen die junge Garde unseres Führers, die Hitler-Jugend, für ihre Ideen und Ziele marschiert und wirbt, dann steht das deutsche Handwerk mit ganzem Herzen geschlossen hinter dieser Jugend, der die Zukunft gehört.

Dem Handwerk gehört ein großer Teil der Hiller-Jugend an. Deshalb muh auch das Handwerk Schulter an Schuller mil der Hitler- Jugend zusammenstehen.

Wenn der Sommer Abschied nehmen will und sich die ersten Vorboten des Winters immer deutlicher bemerkbar machen, dann kann man oft in der täg­lichen Unterhaltung in Grünberg oder in den Orten feiner Umgebung die Redensart hören: 's eas buhl Gallrnährt". Dann beeilt sich der Bauersmann, die letzten großen Arbeiten des Jahres, Kartoffelernte und Aussaat, noch vor dem Gallusmarkt zu beenden. So verbindet fick hier mit dem NamenGallusmarkt" die Vorstellung vom Wechsel zwischen Sommer und Winter, so ist er von Einfluß auf die Herbstarbeit des Landmannes.

Ein Markt, der so im Volksleben verwurzelt ist und so oft genannt wird, ist nicht ein Markt wie viele andere der kleinen Landstädte, er überragt sie haushoch, erist ein Markt und V o l k s f e st von großem Ausmaße, er ist für Grünberg und Um­gebung eines der größten Ereignisse des Jahres. Schon feine Dauer läßt auf feine Größe schließen, umfaßt er doch iroet Tage mit einem Vorabend, ferner einen oorausgehenden Eröffnungssonntag und einen nachfolgenden Sonntag als Abschiedsfeier.'

Wenn ein Markt feinen Rahmen fo weit spannt, bann erkennt man daran seine Bedeutung. Und von Bedeutung für Grünberg und vor allem für seine Geschäftswelt ist er in ganz hervorragendem Maße. Sie rüstet daher auch stets für den Markt, sie hofft auf Umsatz und Verdienst. An den Markttagen herrscht in den GeschäftshäusernHochbetrieb", vor allem gilt dies für Gastwirtschaften, Metzgereien, Bäckereien und Ladengeschäfte. Hier sind die stän­digen Arbeitskräfte und dazu noch viel Aushilfs­personal stets voll beschäftigt und können sich kaum die nötige Zeit zum Ausruhen gönnen.

Aber auch für die ländliche Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung hat der Gallus­markt große Bedeutung. Nach beendeter Feldarbeit und vor Eintritt des Winters erledigt der Bauers­mann auf dem Gallusmarkte feine Geschäfte. An- und Verkauf von Vieh, besonders von Ferkeln, Ge­räte und Gegenstände für den Haushalt und haupt­sächlich die Wintersachen, alles wird auf dem Gallus­markte besorgt. Wohl ist das heute nicht mehr in solchem Maße der Fall, wie dies früher war, wor­über uns ein 85jähriger Grünberger aus feiner Jugendzeit folgendes berichtet:Die Bauern aus dem Ebsdorfer Grund kauften auf dem Gallusmarkte ihre ganze Küchenausstattung zusammen. Hoch­beladen mit Zubern, Waschbutten, Kroppen und anderem Küchengeschirr rollten ihre Wagen abends nach Hause." Doch auch heute bemerkt der aufmerk­same Beobachter noch, daß die Marktbesucher, be­sonders die aus ländlichen Kreisen, abends nicht mit leeren Händen heimziehen. Die reichlich gebotenen Gelegenheiten, sowohl in der Stadt als auch auf dem Markte üben immer wieder ihre Anziehungskraft aus. Nicht zu vergessen ist dasM ä h r t st e a k", bas nicht nur für die Kinder, sondern für alle An­gehörigen erworben wird, und seien es bloß die bekannten mürben Eierweck oder die warmen Schuhe für die daheimgebliebene alte Großmutter.

Doch das alles ist nur die eine Seite des Gallus­marktes, er hat noch ein .zweites Gesicht: Volks- fest im wahren Sinne des Wortes! Die ländliche Bevölkerung, die jahraus und jahrein in gewohnter

Du sollst, wenn es noch nicht geschehen ist, bald "ßigen Gebrauchszucht von r Vogelsberger Rotvieh übergehen,

Raubüberfall

in einem Frankfurter Hotel.

Zwei gefährliche Burschen verhaftet.

LPD. Frankfurt a. M., 11. Oft Ende vori­gen Monats lernte der 18jährige Walter H. aus Bergisch-Neukirchen beim Wohlfahrtsamt in Köln den vier Jahre älteren R. Freiherr von K. aus Wiesbaden kennen. Da beide so gut wie mittellos waren, kamen sie auf den Gedanken,ein Ding" zu drehen. Sie begaben sich zunächst alsSchwarz - fahr er mit der Eisenbahn nach Berlin. Dort stahlen sie ein Auto von der Straße und lebten vorerst von den geringen Geldern, die sie noch besaßen. Einige Tage später fuhren sie mit dem gestohlenen Wagen über Hamburg, Bremen, Bas­sum nach Köln, von wo aus sie sich nach einem mehrtägigen Aufenthalt nach Kettwig bei Essen begaben. Meist übernachteten sie in Hotels, die sie ohne Begleichung der Zechschuld heim­lich verließen. Während ihrer Fahrten ver­übten sie außerdem mehrere D i e b st ä h l e.

Als der Erlös aus dem gestohlenen Gut auch auf- gebraucht war, fuhren beide am letzten Mittwoch nach Frankfurt am Main, wo ein großer Schlag ausgeführt werden sollte. Der jüngere H. logierte sich in einem Hotel am Bahnhof ein. Nachdem er eine Gelegenheit ausgekundschaftet hatte, wollte er am Donnerstagabend einen Hotel­gast in seinem Zimmer bestehlen. Dieser setzte sich aber zur Wehr, worauf H. mit einem Totschlä­ger auf ihn einschlug. Durch den Lärm wurde das Hotelpersonal auf den Vorfall aufmerksam, konnte H. festhalten und die Polizei verständigen. In­zwischen fuhr der Komplize K., der in einem an­deren Hotel Wohnung genommen hatte, vor dem Hotel vor, um H. nach gelungener Tat mit der Beute abzuholen. Das Hotelpersonal vermutete aber in dem Autofahrer einen Mittäter, hielt ihn fest und übergab ihn der Polizei. Durch das mutige und richtige Verhalten des Hotelpersonals konnten so zwei gefährliche Burschen d i n a f e ft gemacht und hinter Schloß und Riegel gebracht werden. Man glaubt bei der Polizei, daß die beiden Ban­diten noch für weitere strafbare Handlungen als Täter in Frage kommen.

Sonntag, den 13. Oktober, abends 8 Llhr, in der Turnhalle: Soldaten, Kameraden!" - em Heimatabend mit Vortrag von Lehrer Löcher ÜberGrünberg in Kriegszeiten", mit Szenen aus dem Soldaten­leben unö gemeinsamen Soldatenliedern.__

Dienstag den 15.Okt., abends 8 Llhr, vor dem Rathaus: Eröffnung des Gallusmarktes durch Platzmusik,Ansprache des Bürgermeisters u. Hissung Marktfahne,- anschl.: Anfeiern des Marktes in den Lokalen der Stadt.

Mittwoch, den 16. Oktober, vormittags ab 9 Llhr: Marschmusik vom Lahnhof durch die Straßen der Stadt ,

Pferde-, Rindvieh- und Schweinemarkt

anschl.: Kramermarkt, Volksbelustigung; In den Sälen der Stadt: Tanzmusik.