sammenfassenden Dortrag erörterte fchlleßllch der Geschäftsführer des Reichsverbandes Dr. Waer- ther die allgemeine Lage des Neuhaus, und Eigenheimbesitzes in ähnlichem Sinne, wie er dies bereits am 7. Februar vor Vertretern der Behörden und der Presse tat.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat auf das Telegramm des K y f f h ä u f e r - B e f r e i - ungsappells in Saarbrücken wie folgt geantwortet: „Den zum Kyffhäufer-Befreiungsappell an der deutschen Saar vereinigten deutschen Soldaten danke ich fürihreTreuegrüße,die ich in kameradschaftlicher Verbundenheit herzlich erwidere. Adolf Hitler."
Die Taufe des dritten großen Ostpreußen- schiffes „Tannenber g", das am Samstag in der Stettiner Oderwerft vom Stapel läuft, wird, wie der „VB." erfährt, die Enkelin des ver- ftorbenen Reichspräsidenten, Gertrud von Hindenburg, vornehmen. Die Taufpatin ist zwölf Jahre alt. Sie trifft in den Morgenstunden des Samstags in Stettin ein.
Die Bundesleitung des NSDFB. — Stahlhelm — hat mit Rücksicht auf die bevorstehende grundsätzliche Klärung aller den Bund betreffenden schwebenden Fragen bis auf weiteres eine Aufnahmesperre verhängt und die Wiedererrichtung früherer Ortsgruppen bzw. jede Neugründung verboten. — Auf Anfrage hat die Reichsleitung der NSDAP., Reichsschatzmeister, mitgeteilt, daß Mitglieder des NS. Deutschen Frontkämpfer- Bundes Mitglied der Partei sein können. Neuaufnahmen sind allerdings durch die am 28. September 1933 verhängte Mitgliedersperre zur Zeit nicht möglich.
Nach Zeitungsmeldungen hat Bundeskanzler Dr. Schuschnigg sämtliche Unterführer der Ost- märkischen S tu r m s ch a r e n zu wichtigen Beratungen nach Wien berufen. U. a. soll die Gründung eines einheitlichen Milizkorps Gegenstand der Beratungen sein.
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Papst Pius XI. wird am 1. April ein Geheimes Konsistorium abhalten, bei dem die sreigewordenen Bischofssitze vergeben werden und Kardinalstaatssekretär P a c e l l i an Stelle des verstorbenen Kardinals Gasparri aum Kämmerer der Heiligen römischen Kirche ernannt werden soll. Es werden auch einige Kardinäle ernannt, deren Zahl seit dem letzten vor zwei Jahren abgehaltenen Konsistorium bis auf 51 gesunken ist. Die Vollzahl des Kardinalskollegiums beträgt 70 Mitglieder.
Kunst und Wissenschaft.
„Die unsichtbare tiefte“ — ein Funkspiel.
„D ie unsichtbare Kette", eine Dichtung für den Rundfunk von Alfred Prügel, bringt der Deutschlandsender am 12. März unter der Leitung von Heinz Schwitzte zur Sendung. Das Funkspiel versucht, die tiefen Zusammenhänge lebendig und bewußt zu machen, die jeden von uns mit dem Vergangenen verknüpfen. Denn das Walten der Ahnen in uns bestimmt auch unser Dasein und stellt uns auch in eine unsichtbare Kette, die uns mit Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen verbindet. Diese unsichtbare Kette ist das Symbol für die Ewigkeit des menschlichen Daseins. Sie enthält für den einzelnen die tiefe Verpflichtung, seinem Schicksalskreis, wie er ihm durch das Wirken der Ahnen gegeben wurde, treu zu bleiben.
Rückkehr Sven hedins
von seiner Forschungsreise nach Chinesisch-Turkestan.
Der berühmte schwedische Forscher Sven H ed i n kehrte als letztes Mitglied seiner Expedition, die im Auftrage der chinesischen Regierung nach Chinesisch- Turkestan unternommen worden war, nach Peiping zurück. Der Zweck dieser Expedition war die E r -
„Kraft durch Freude" fährt nach dem Süden.
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Am Sonntag stachen die drei Dampfer „Der Deutsche", „Ozeana" und „St. Louis" zur Feräenfahrt von 3000 Volksgenossen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" nach Madeira in See. Man sieht auf unserem Bild den Dampfer „Der Deutsche" bei der Ausfahrt von Cuxhaven.
forschung der alten Karawanen st ra- ß e n, die China mit dem Abendland verbanden und die in früheren Jahrhunderten für den Austausch von Kultur- und Wirtschaftsgütern zeitweilig eine bedeutende Rolle gespielt haben. Durch die Veränderungen in der Weltwirtschaft und im ^Verkehrswesen, durch Einbrüche kriegerischer Steppen- völker und nicht zuletzt durch das Vordringen der Wüste gerieten diese Straßen mehr und mehr in Vergessenheit. Sven Hedi ns Aufgabe war es, den Lauf dieser Straßen wieder aufzudecken und festzustellen, wie weit man diese uralten Verkehrswege ausbauen und einem regelmäßigen Kraftwagen- verkehr dienstbar machen kann. Die Expedition war bei ihrer Arbeit durch die ungeklärten politischen Verhältnisse und die kriegerischen Ereignisse in Chinesisch-Turkestan stark behindert. Die Mitglieder der Expedition wurden zweimal von örtlichen Machthabern gefangen gehalten und auf ihrem Marsch wiederholt beschossen. Trotzdem wurde das gesteckte Ziel erreicht. Sven Hedi'n hat bereits der chinesischen Regierung in Nanking über die Ergebnisse der Reise Bericht erstattet. Neben der eigentlichen Aufgabe konnte die Expedition auch noch zahlreiche rein wissenschaftliche Entdeckungen machen. Sven Hedin, der am Ende feiner Expedition auf dem Boden seiner größten wissenschaftlichen Erfolge seinen 7 0. Geburts- t a d feiern konnte, wird demnächst nach Europa zurückkehren.
Aus aller Welt.
Hamburger Kommunistenführer vor dem hanseatischen Sondergericht. — Dreifache Todesstrafe und insgesamt 260 Jahre Zuchthaus beantragt.
In dem Prozeß gegen den Hamburger Kommun i st e n f ü h r e r „Fiete-Schulze" vor dem Hanseatischen Sondergericht wurden die Strafanträge gestellt. Nach langen Ausführungen kam der Staatsanwalt zu der Feststellung, daß Schulze der Mittäterschaft bei vielen Terrorakten und der Vorbereitung zum Hochverrat schuldig sei. Er beantragte im einzelnen wegen vollendeten gemeinschaftlichen Mordes in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch und wegen gemeinschaftlichen vollendeten Mordes dreimal die T o d e s st r a f e und Verlust der Ehrenrechte auf Lebenszeit, wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes in 15 Fällen je 15 Jahre Zucht- haus und zehn Jahre Ehrverlust, wegen Verab
redung zu einem Sprengstoffverbrechen und zum Morde in fünf Fällen je 15 Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust und Verabredung zum Mord fünf Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Alle Taten seien begangen in Tateinheit mit Vorbereitung zum Hochverrat. Die Gesamtzahl der beantragten Zuchthausstrafen beträgt 260 Jahre Zuchthaus.
Das Scharnhorst-Traditionsabzeichen der HI.
Das nunmehr geschaffene Traditions-Abzeichen für diejenigen Hitlerjungen, die früher dem „Scharnhorst, Bund deutscher Jungmannen" bis zu dessen Eingliederung in die Hitlerjugend angehört haben, zeigt ein Ordensritterschild, das in der Mitte längs und quer einmal geteilt ist. Die Diagonalviertel sind in Schwarz und Silber ausgeführt. In der Mitte des Schildes ist das frühere Scharnhorst-Zeichen angebracht. Getragen wird das Abzeichen auf der linken oberen Taschenklappe am Hemd oder Rock. Die Antragsoordrucke für das Scharnhorst-Traditionsabzeichen können vom 1. Mai 1935 an bei den HJ.-Dienst- stellen angefordert werden.
Schrecklicher Tod eines hitlerjungen.
Etwa 30 Mann der Kaiserslauterner HI. hatten eine Fahrt ins Finsterbrunnertal unternommen, wo sie im Jugendheim übernachteten. Die Verpflegung sollte durch die von der HI. selbst gebaute Feldküche nachgeschafft werden. Der 18jährige Kameradschaftsführer Emil Stuber hängte die Feldküche an eine Zugmaschine des elterlichen Geschäfts und fuhr abends zu seinen Kameraden. Dabei stieß er an einen Felsen, die Zugmaschine wurde aus der Fahrbahn geworfen und stürzte einen etwa 10 Meter hohen Abhang hinunter. Der junge Mann wurde von der sich mehrmals Überschlagenden Zugmaschine erdrückt. Sein Begleiter konnte rechtzeitig abspringen. Auf dem Transport ins Krankenhaus verschied Stuber im Sanitätsauto.
Zahlreiche russische Fischer auf Eisschollen ins offene Meer abgetrieben.
234 russische Fischer aus Astrachan wurden auf einer Eisscholle ins Kaspische Meer abgetrieben. Auch 41 Pferde befinden sich auf der Eisscholle. Nach einer Mitteilung der sowjetrussischen Flieger wurde eine Gruppe Fischer mit insgesamt 73 Mann, die gleichfalls abgetrieben worden waren, auf der Insel Burunschu angetrieben. Bis jetzt konnten etwa
100 Fischer gerettet werben. Man vermutet jedoch, daß weit mehr als 234 Fischer auf Eisschollen ab« getrieben wurden. Auf Veranlassung der Sowjet, regierung sind acht Flugzeuge eingesetzt worden, dis den Versuch unternehmen sollen, die Fischer zu retten. Vier Flugzeuge konnten Lebensmittel und warme Kleider an die auf den Eisschollen treiben« den Fischer abwerfen. Bei einem Sturm hat sich ein Stück von der großen Eisscholle losgelöst und zwei Fischer und ein Pferd abgetrieben. Man Den sucht, auch diese zu retten.
Lawinenunglück im Lande Salzburg. — Drei Todesopfer.
Im Lande Salzburg hat sich ein schweres La - winenunglück, das drei Todesopfer forderte, ereignet. Die Bewirtschafter der Kürsinger Hütte am Groß-Venediger, der Pächter Pius Ennsmann, feine Frau, ein Träger und ein Jäger, wurden beim Aufstieg auf die Hütte von einer Lawine verschüttet. Vier Touristen, darunter zwei Engländer, entdeckten durch Zufall Spuren des Unfalles und unternahmen sofort Rettungsarbeiten. Tatsächlich gelang es ihnen, die Frau des Pächters noch lebend zu bergen, den Pächter Ennsmann und den Träger konnten sie nur noch als Leichen aus den Schneemassen ziehen. Die Leiche des dritten Opfers wurde noch nicht gefunden.
Schnellzug raff in eine Lawine.
Der Innsbrucker Schnellzug D 39 fuhr zwischen den Stationen Langen und Wald am Arlberg an einer unübersichtlichen Stelle in eine niebergegan« gene Lawine. Der in voller Fahrt befindliche Zug durchbrach die 20 Meter breite und 3 Meter hohe Schneemasse mit der Lokomotive und den anschließenden zwei Wagen, ehe er zum Stillstand kam. Beim Zusammenprall wurden drei Reisende, drei Bedienstete des Speisewagens, der Lokomotivführer und der Zugführer leicht verletzt. Der Zug selbst erlitt keine wesentlichen Beschädigungen und konnte seine Fahrt bald fortsetzen
Vierjähriges Kind aus dem fahrenden Zug gestürzt.
Auf der Strecke Frankfurt—Aschaffenburg, zwischen den Stationen Kahl und Dettingen, stürzte das vierjährige Kind eines in Aschaffenburg woh- nenben Reisenben aus bem fahr enben Person e n z u g. Der Zug würbe burch Ziehen bet Notbremse zum Halten gebracht. Das Kinb wurde an Kopf unb beiben Armen verletzt unb mußte nach bem Aschaffenburger Krankenhaus verbracht werben.
Wahnsinnstat eines französischen Kolonialsoldaten. — Neun Menschen ums Leben gebracht.
Ein bem französischen Kolonialheer angehörenber Senegalneger würbe in ber Kaserne in Beirut (Syrien) plötzlich irrsinnig unb tötete fünf seiner Kameraben. Dann stürzte er auf bie Straße, brachte bort vier Zivilpersonen um unb v e r w u n- b ete zwei weitere, bis er enblich überwältigt werben konnte.
Schwerer Sturm auf dem Schwarzen Meer.
Nach einer Meldung aus Sebastopol find bis Schifahrtsverbindungen mit ber Türkei auf dem Schwarzen Meer durch einen starken Sturm unterbrochen. Die russischen Hafenbehörden haben bie Ausfahrt von Handelsdampfern aus Sebastopol unb Noworosfisk untersagt. Die Hafenbehörben von Noworossisk unb Simferopol haben 8 O 8 - Rufe von sechs Dampfern erhalten. Eine Fischerflottille von 11 Fahrzeugen ist bisher nicht zurückgekehrt.
Hauptschriftleiter.- Dr. Friebrich Wilhelm Lange Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich W. Sange, für Feuilleton: Dr Hans Thynot, für den übr. rt Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 35: 11 790. Druck und Derlagz Brühl'iche Universitäts-Buch^ und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf, Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. urtb Samstags 15 Pf^ mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
| MAGGI5 Fleischbrüh-Würfel
«3»
Zisch-Ragout für 4 Personen.
2 Pfund Kabeljau, 50 g Speck, 1 Eßl. Sutter. 2 Eßl. Mehl, '/2 Liter Fleischbrühe aus 2 Maggi's Fleischbrühwürfeln, Salz, Pfeffer, 1 mittlere Zwiebel, 2 Eßl. saure Milch ober Sahne. Die Speckwürfel mit der Sutter bräunen, Zwiebel und Mehl darin dunlelgelb rösten. Die Fleischbrühe dazuschütten und eine sämige Soße kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. - Den vorbereiteten Fisch in Würfel schneiden, mit der sauren Milch in die Soße geben und, ohne das ^richt zu rühren, in 10-15 Minuten garziehen lassen.
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im Alter von 62 Jahren.
Gießen, den 12. März 1935
1443 D
11022
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 13. März, nach
mittags 4 Uhr statt
01023
Leihgestern, Butzbach, Lang-Göns, Watzenborn-Steinberg, Allendorf (Lahn), den 11. März 1935.
SIM Siete non pünktlichem Mietzahler zum 1.4. ober 1.5. gef. Schr. Ana. unter 01012 a.d.G.A.
Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift f. das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften u. ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik Herausgeber : Dr. Richard Rein
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In den Abendstunden des 9. März erlitt durch ein tragisches Geschick unser verehrter Mitarbeiter
Herr Otto Euler
schwere Verletzungen, an deren Folgen er am anderen Tage verschieden ist.
Als langjähriger Mitarbeiter hat der Verstorbene seine volle Arbeitskraft in den Dienst unseres Unternehmens gestellt und ihm in Treue und Anhänglichkeit gedient
Wir werden des unermüdlichen Arbeitskameraden stets in Ehren gedenken.
Vorstand, Aufsichtsrat und Gefolgschaft der Verbrauchergenossenschaft Gießen e G.m b.H.
Gott dem Herrn hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager
Georg Häuser
im Alter von 62 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen.
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Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. März, nachmittags 2% Uhr statt.
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11. März. 18% Uhr, nach längerem Leiden in der Klinik
zu Gießen mein lieber, guter Mann, unser treusorgender
Vater, Schwiegervater. Großvater, Bruder und Schwager
Gemeinde- und Kirchenrechner
Wilhelm Gaub
In tiefer Trauer:
Elisabethe Gaub, geb. Pfeifer
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Over in 3 Aufzügen v.A. Sanden. Musik von L. Böttcher.


