Dienstag. 12. Zebruar 1935
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Ir.36 Drittes Blatt
Jugend auf dem Eise
Man kann nicht wissen.
rschlagen.
»wiujjtn.
nter Ausnutzun iuens beging de I ir in den Jahrs
Aus der Provinzialhauptstadt
Ireundschast am Fensterbrett.
ein paar ***‘“i*-i-----,
©efellfdjaft still und wartet bis drei- bw —1
Ilühener. an
Alles um eine Million.
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den auch
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der umwickelte. Spater verbarg man die Em- scbrumpfuna des Körpers durch noch dichtere -öm= u^------ra„tx ... hm
dung7n unter Hinzufügung von Pech; die ernge-les auch nur um das Geld zu tun ift
htfe lange die Herrlichkeit i(- Eisbahn in diesem Win- i fei dauern wird. Die Eis- g,l)0L)n auf den Wiesen an bc Moltkestraße, die Ende jr vergangenen Woche er» pfnet werden konnte, hatte |itj deshalb bisher eines Hilfen Besuchs zu erfreuen. J-sbefondere ist es die Ju
gend abends um 6 Uhr von der Eisbahn zu bringen. Da muß immer wieder gemahnt werden, aber ebenso oft wischt auch immer wieder ein halbes Dutzend Kinder durch die Sperre, und dieses halbe Dutzend muß dann wieder extra-freundlich aufgeordert werden, die Eisbahn nun endlich zu verlassen. Wenn dann glücklich die letzten — es ist dann meist 6.30 Uhr abends geworden — die Schlittschuhe abgeschnallt haben, wird auf der Eis
fläche gekehrt.
Interessant ist es übrigens, zu beobachten, wie die Kinder lausen. Viele begnügen sich und sind zu-
schule — Stadttheater: 20 bis 23 Uhr: „Der goldene Pierrot". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ich für dich — Du für mich". — Stickerei- und Spitzen-Werkschau von 14 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brandplatz. ,
— Stadttheater Gießen: Heute Abend 8 hübsche Bilder aus dem Kölner Karneval, von Oberspielleiter Paul Wrede ausgestattet dazu unter Kapellmeister Fritz C u j e s Stabführung schmissige Operettenmusik von Walter W. Goetze. Die hübschen Tänze sind einstudiert von den Damen Maja von Rabenau und Hilde Plank. Die Operette läuft unter dem Namen „Der goldene Pierrot". Anfang 20 Uhr.
Oie Beisetzung von Pfarrer Staubach.
ach gut eingepackt. Äußeren _ vielen ist es kaum bifannt — friert man auf
|im Eise nicht, wenn man h?sen schönen Wintersport mr mit einigem Eifer be- tiribt.
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ren nie! ,
Am Abend gehört die Eisbahn den Erwachsenen, die dann im Scheine der Lampen ihre mehr oder
L Febr. Sestern )esKyffhau> ale ihre Jahresucht war. Sie ißungsansprache
Unterschl«, 19000 Marku
gen) bemühen sich um die Anfangsgründe auf der glatten Fläche. Das bringt zwar manchen Sturz, aber mit der Zeit lernen sie es in diesem Alter alle. Die „Fortgeschrittenen" beobachten zunächst mit prüfenden und zugleich etwas neidischen Blicken die Erwachsenen, die Bogen laufen, Springen vor und rückwärts usw., können, um es dann schließlich selbst zu probieren. Meister fallen auch auf dem Else nicht vom Himmel. Die einen fernen es schnell, die ande-
erschreckt durch die neben ihnen einschlagenden Geschosse, rasten an dem erstarrten Bauern vorbei in das schützende Gehölz, wo sie verschwanden."
*
Als sich die Männer aus dem Himmelschiff Bonin näherten, zuckte es in seinen Knieen. Er war aus dem Schlitten gestiegen und lehnte sich an die zitternden Pferde. Die Soldaten sprachen auf ihn ein, aber der Bauer schwieg und hielt demütig seine Mütze in der Hand. „Die Heilige Jungfrau hat die Herren geschickt", sagte er leise „und ich danke den Herren."
Am nächsten Sonntag tat Anton Bonin dreihundert Zloty in den Opferstock der Kirche, und er atmete auf, als er das letzte Geldstück in den Kasten fallen hörte.
Wie die alten Aegypter die Toten einbalsamierten.
Bonin und die Wölfe.
(Erzählung von Adolf Nowatowsky.
Der Bauer Anton Bonin hatte seine Geschäfte in Lemberg beendet und beeilte sich, noch vor Mitter- nicht in seinem Dorf zu sein. Es waren fünfund- slchzig Kilometer von Lemberg bis Brezeczewo, u,d Bonin hoffte, sie in vier bis fünf Stunden zu b wältigen, falls keine Schneewehen eingetreten
Sonnenblumenkernen und Hanfsamen auf Blechrand des Fensterbrettes gestreut, kommt schon das ganze Volk der frierenden Vögel herbei... Und da ist's ein Hin- und Hertrippeln, ein gegenseitiges Sichdrängen und Stoßen, ein fortdauernd fast rhythmisches Picken. Bald aber reckt ein Emmerling das Köpfchen hoch, bald die aufgeplusterte Amsel und so werfen sie einen Blick zur Scheibe, ob niemand ihre fröhliche Mahlzeit stört. Manchmal gelüstet es wohl die Hausfrau, leise und sachte den Vorhang beiseite zu schieben, doch im Augenblick ist das Idyll dann gestört. Aufflattert die ganze Gesellschaft, und schon ist das Geäst der alten Obstbäume wieder voll dunkler und großer Punkte. Sehnsüchtig mögen die kleinen Augen herübersehen nach dem zurückgelassenen Futter! Aber nur wenige Minuten — schon fliegt der gefiederte Schwarm wieder herbei ... , r _ .
Was an dem einzigen Kuchenfenster da zu schauen ist, das wird tausendfaches Erleben an einem einzigen Wintertag. Mensch und Kreatur sind aus gleicher Schöpferhand. Und Hunger und Not treibt sie alle, einer des andern Liebe zu suchen!
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sitzer sind oben roam erst l not genommen :üt tonnten ge-
Jn Paris macht zur Zeit eine kleine Geschichte die Runde, aus der sich unschwer eine Tragi- komödie verfassen ließe. Frau Susanne, eine seit Jahren verheiratete Beamtengattin, erhielt eines Tages von ihrem Freund ein Lotterielos geschenkt, wobei ausgemacht wurde, daß, falls sie gewänne, der Betrag geteilt werden sollte. Susanne war einverstanden. Bald darauf fand der Gatte zufällig das Los und war begeistert. Er hatte schon immer die Absicht gehabt, ein Los zu kaufen, aber dann fehlte ihm das Geld dazu. Er notierte sich dis Nummer des Loses und belehrte seine erschrockene Frau, daß es mit einer Million im Höchstfälle herauskommen könne. Als der Gewinn von einer Million aus der Urne gezogen wurde, trug er oid Nummer des Loses der Frau Susanne. Der Gatts hatte natürlich sofort in der Zeitung nachgeschaut und verkündete seiner Frau freudestrahlend am Fernsprecher den Gewinn. Auch der Freund strahlte, wurde aber sehr nachdenklich, als ihm Susanne rntt- teilte, daß ihr Mann von dem Los wüßte, nicht aber von wem sie es hätte. Aber der Freund besteht nun hartnäckig auf der Hälft- des Gewinns. Su- saune beichtet ihrem Mann, aber der will eher auf seine ehebrüchiqe Frau verzichten, als auf die Mik. lion Der Freund klagt vor dem Gericht — wegen Betruges. Die Pariser Oeffentlichkeit ist empört wi- der den Freund, der die Freundin verrat, ift empört auf den Gatten, der bereit ist, die ungetreue (Battirt und die Million zu behalten, und auf Susanne, der
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Die Zeremonien, die bei den alten Aegyptern die Einbalsamierung der Toten begleiteten, sind uns aus den altägyptischen Ritualen bekannt, aber die Technik der Einbalsamierung selbst ist uns nur sehr lückenhaft überliefert; wir sind im wesentlichen aus die Fingerzeige angewiesen, die Herodet und Diodor uns hinterlassen haben. Die Sitte der Einbalsamierung muß sich während eines Zeitraumes van mindestens zweitausend Jahren erhalten haben, und zwar allem Anschein nach von der 17. Dynastie bis um das siebente Jahrhundert v. Ehr. Zur Zeit der 21 Dynastie gipfelte das Verfahren der Einbalsamierung in einer bewundernswert ausgebildeten Technik deren Aufgabe die Erhaltung der Haut und die Bewahrung der äußeren Körperfarmen war Den Zweck der Einbalsamierung hat man darin gesehen daß die erhaltenen Körper an die Stelle der Statuen treten sollten, die vordem mit dem Leichnam gemeinsam begraben zu werden pflegten Die Mumien vor der 21. Dynastie repräsentieren sich einfach als ein von getrockneter zerknitterter Haut umhülltes Skelett. Seit der 21. oder mit Beginn der 20. Dynastie kam man dazu, die Mumien mit fremdem Material auszufullen, sozusagen zu „füttern", um das Zusammenschrumpfen aufzuhalten-, meist wurden zu diesem Zwecke Schlamm, Sand, Harz und Sägespäne verwendet, zuweilen auch mit Beimischung aromatischer Vege- tabilien. Nach der 21. Dynastie geriet die Einbal- samierunaskunst nach und nach in Verfall. Die Füllung des Körpers wurde aufgegeben, die Ober- fläche des Leibes wurde dadurch erhalten, daß man Glieder und Rumpf durch kunstvoll geschnürte Ban-
Seit Tagen schon: köstlich, was die Hausfrau an ihrem Küchenfenster schaut ... Ein Stück Frohsinn beim Aufwaschen der Teller, Abwechselung beim Kochen durch einen Blick zur spitzenvorhangbezog^ nen Scheibe. Und selbst wenn ihr Blick die Milch zum Nachmittagskaffe vor dem Auslaufen behütet, bringt ein leises Klopfen die Kameradschaft von Mensch und Kreatur in Erinnerung. Dieser Blick durch die Scheibe ... Zu jeder Jahreszeit hat er irgendwie einen heimlichen Zauber. Im Frühling, wenn die Baumäste den ersten Anhauch des grünen Lebens zeigen; im Sommer, wenn sie laubdunkel schier zum Fenster hereinreichen; im Herbst, wenn sie den Segen der Fruchtreife tragen; jetzt, wo nur kahles Geäst zum Garten herauf sich dehnt oder bet Neuschnee unter der weißen Last einer Winters- nacht sich biegt, da ist jenes tägliche Erleben am Fensterbrett weit mehr als Ersatz für das Geschenk der wärmeren Zeit ... .
Unbeweglich fitzt auf Viertelstunden oft im Geäst das hungrige Volk der kleinen Vogel. Einton^ im graubraunen Röcklein die Spatzen, gelbleuchtend m________A.y. Pin halt Die
in wahnsinniger Angst auf die Pferde ein, die den Zügeln kaum mehr gehorchten.
Zeitungsbericht: „Die Bedrohung Ostpreußens durch große Rudel von Wölfen nimmt allmählich Formen an, wie sie nur noch legendär aus dem i Anfang des vorigen Jahrhunderts berichtet werden. ' Die marodierenden Raubtiere streifen zuweilen in Rudeln von beträchtlicher Stärke über schneever- ; wehten Felder. In Warschau tarn ein Bericht zur Meldung, der geradezu märchenhaft klingen wurde, wenn er nicht amtlich bestätigt wäre
Ein Militärflugzeug befand sich auf dem Flug von Lemberg nach Warschau, als seine Insassen, die wegen geringer Dichtigkeit ^^H^ief gegangen waren unter sich ein Bauerngefahrt quer über einen schneebedeckten Acker rasen sahen, dessen Lenker wie wild auf die weitausgreifenden Wbe ein= schlug. Ungefähr hundert Meter hinter dem Schlitten hetzten acht graue Schotten über den Schnee^ Anfangs glaubten die Militärflieger, daß es sich um eine Schar von Hunden handelte, die hinter ihrem Herrn herliefen, dann aber wußten sie aus der Art, in der sich der Bauer umdrehte und wieder auf feine Tiere einschlug, erkennen daß es Wölfe waren. Sie überflogen, kaum zehn Meter über dem Erdboden, den Bauern und sahen nun, daß hier schnellst- Hilf- notwendig war. Die Wolfe konnten im nächsten Augenblick die ermatteten Pferde eingeholt haben. Als die Soldaten ihre Maschine wendeten, schien die Gefahr vorüber. Durch den Schatten des tieffliegenden Flugzeuges und wohl auch durch das Lärmen der beiden Motors waren dfe Wölfe erschreckt und hatten sich zur-Erbe gekauert. Die Flieger sahen letzt, daß es sich um acht ungewöhnlich große Tiere handelte.
Sie beschlossen zu landen, denn es war unsicher, ob die Wölfe nicht doch wieder zum Angriff übergehen würden, wenn das Flugzeug sich Entfernte. Statt wie beabsichtigt neben dem Schlitten setzten sie , ihre Maschine zwischen diesem und den Wolfen zur Erde. Bevor sie aber aus dem Flugzeug geklettert ■ waren, umringten die Wölfe sie deufenb, sprangen am Flugzeugrumpf hoch und schnappten nach ihnen. In ihrer gierigen Wut verbissen sie sich sogar in . das Fahrgestell und in die Tragflachen. Ihr An- ! griff auf das Flugzeug dauerte jedoch nur wenige Sekunden, dann jagten die Wölfe auf ihre ursprüngliche Beute zu, den Bauernschlitten, der nunmehr in einer Entfernung von gut Zweihundert Meter am Rande eines Wäldchens hielt. Die Militärflieger hatten jedoch das Maschinengewehr im Beobachtersitz fertiggemacht, und ehe noch die Wolfe die halbe Strecke bis zum Schlitten h^rcheilten, gerieten sie in die Geschoßgarbe des Gewehrs^ Fünf Wölfe wälzten sich sofort am Boden, die übrigen,
Der Schlitten glitt leicht klopfend über den Schnee, 1 uib das Geläut der Glöckchen sang die Pferde in r higes Traumen. Die Lichter der Stadt versanken hmter dem Gefährt. Dort begann die Dämmerung ,c»on um Mittag, und sie brauchten das elektrische L cht, die Kaufleute und die Beamten und die Fa- nnlien, in den Straßen und auf den Platzen brauchte sie es, weil sie sich voreinander fürchteten Auf d m Lande aber beleuchteten der Mond und der C-Hnee, was man tat. Gott ist gerecht. Er laßt die dauern die er liebt, arm bleiben, wie der Pfarrer s-qt damit sie nicht in die Stadt ziehen und em °>tt'lol-s Leben führen, ein gattlo -s Leben wie Bo- llslaus Kmwwjki, der Großbauer und B-z.rks°er- n-alter, Don dem Josef Sczech wie
Hiafchinen steige, die am er«un,
(Frf-hiffe im Wasser Das haben sie im Kriege erjun dE und i^t fahren sie darin spazieren, w,e .n euer Britjchka, von Warschau bis nachl Sobj.
Nächstes Jahr wird Bonin auch reifem Er wird nach Czenstochau fahren und d°r ^würzen M t tu Gottes zehn K-rz-n opfern, wenn die Ernte gu vird. Ihr Bild über dem Hausaltar war stets m einem Kranz aus Himmelfahrtsblümchen und A -
r>gt schnaubend an den Sielen, als hemme e^)erte$auernbMtef aur Seite fal) nad)। 5n einer Entfernung von etwa hundert Wer fegte ein graugelber Schatten hinter dem hrr, nein, mehrere waren es.
fheiliae Maria, — Wolfe! . .
Sonin schlug auf die Pferde ein. Sie jagten ongfterfüUt über den Schnee. Bonin besann sich- i-gendwo war hier ein Forsthaus in der Nahe^ D Susen polterten über die gefrorenen Erdschollen, nrg Nonin den Weg dorthin über den Acker nahm. Großer Gott das Forsthaus lag weit zurück, er war schon lange daran vorbei.
Entsetzen packte den Bauern, als er sich um- vcmdte.' Sieben, acht Wölfe hetzten hinter 'Hw her, rnd kaum noch siebzig Meter trennten sie von dem Gelitten. Bonin stammelte Stoßgebete. Er peitschte
Gestern vormittag fand in der überfüllten Kirche zu Watzenborn-Steinberg eine Abschieds, feier für den verstorbenen dortigen Pfarrer Stau- bad) statt. Der Sarg war vor dem würdig ge- . schmückten Altar aufgebahrt. Ein Konfirmanden- chor eröffnete die Feier. Nach dem gemeinsam gesungenen Liede „Jesus meine Zuversicht", hielt Dekan Sattler (Wieseck) die Gedächtnisrede über Hebräer 13, 7, 8 („Gedenkt an eure Lehrer die euch das Wort Gottes gesagt haben, 'hr Ende schauet an und folgt ihrem Glauben nach ). Als persönlicher Freund des Entschlafenen zeichnete et in ergreifenden Worten das Lebensbild des Cnta chlafenen und forderte die Gemeinde auf, im Glauben an Jesus Christus — gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit — ihrem vollendeten Seelsorger nachzueifern. Am Altar widmete der Spezialvikar Pfarrer S t e i n e r (Hausen), ebenfalls dem Heimgegangenen in persönlicher Freundschaft nahestehend, einen herzlichen Abschiedsgrutz und gab dabei die Daten seines Lebensganges kund. Nach dem Liede „Unseren Ausgang segne Gott sprach der Dekan den Segen über dem Sarg unö zur Gemeinde. . ...
Der Sarg wurde dann auf den Neuen Friedhof zu Gießen gefahren, wo gestern nachmittag die Trauerfeier stattfand. Pfarrer G u ß m a n n (Kirch- berg), als früherer Dekan und Vorsitzender des Oberhessischen Vereins für die Basler Mission, mit dem Verewigten als Rechner dieses Vereins per, sönlich verbunden, hielt die Trauerrede über Jesma 43, 1 („Fürchte dich nicht, denn ich habe dich er. löset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, ött bist mein!"). . - .
Die Geistlichen des Dekanats waren im Ornat erschienen und gingen mit Propst Irommersi hausen-Frankfurt hinter eine Deputation deS Kriegervereins Watzenborn-Steinberg an öer <5pitfe des Zuges zum Grabe. Ihnen folgte der Kirchen- vorstand, der Kirchenchor, der bei der Feier feinem Vorsitzenden zwei Lieder unter Leitung feines (Ipor- meifters Sommer gesungen hatte. Es folgten ferner die Frauenhilfe, der Mädchenbund und dis letzten Konfirmanden des entschlafenen Geistlichen. Eine Reihe von Kranzniederlegungen folgte am Grabe. Das erste Dankeswort sprach der Propst Trommershausen, zugleich im Namen der Landeskirche Nassau-Hessen. Auch die frühere Ge- meinbe des Entschlafenen (Groß- und Klein-Eichen) war durch ihren Pfarrer König vertreten, der m seinen Worten betonte, daß der Heimgegangen auch dort unvergessen bleiben werde. Neben dem Kl^ chenvorstand von Grüningen, wo Pfarrer Staubach mehrere Jahre Spezialvikar war, wurden vom Ge- meinbeoorftanb von Watzenborn-Steinberg, ber dick gute Zusammenarbeit von Kirchengemembe unb politischer Gemeinbe betonte, unb auch von ber NS.- Frauenschaft von Watzenborn-Steinberg Kranze nie*
Die Siinoer laufen, yiei-c ueynuyvn puj uuu I'UU 7----- «Pinpn
frieden, wenn sie geradeaus laufen können (aber weniger vollendete Eislauftechnik zeigen, möglichst schnell!). Die Jüngsten (die 5- und öjahri-
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Zahlreiche Einwohner der Gemeinde Watzenborn- Steinberg nahmen an der Feier auf dem Neuen Friedhof zu Gießen teil, obwohl sie bereits am Vormittag der Abschiedsfeier in der eigenen Kirchs beigewohnt hatten.
Gießener wochenmarklpreise.
* Gießen, 12. Febr. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis trockneten Glieder wurden umwickelt und erstarrten im Pech zu einer festen Masse. Herodot beschreibt die Entfernung des Hirnes durch eine kleine Deff« nung, die man an der Decke der Nasenwölbung anbrachte, ein Verfahren, das von den Forschern sehr angezweifelt worden ist. Zuerst entfernte man durch einen Schnitt in die linke Seite die Eingeweide aus dem Körper; nur das Herz blieb stets im Rumpf. Dann wurde der Körper auf dreißig bis vierzig Tage in Salzwasser gelegt; die Eingeweide wurden auf ähnliche Art in den vier kanopischen Krügen bewahrt, den Gefäßen, die die Form eines mensch- lichen Kopfes aufwiesen. Nach Beendigung des Salzbades wurde der schon stark einaeschrumpfts Körper ausgestopft. Erstaunlich ist die genaue Kenntnis der Anatomie des menschlichen Körpers, welche die alten Aegypter in ihrer Art der Körperbehandlung verraten. Die „Ausstopfung" endete damit, daß man den Inhalt der vier kanopischen Krüge wieder dem Körper eiiwerleibte; in vier Teilen wurden diese Reste in bestimmter Reihenfolge in die Höhlung des Leichnams zurückgegebem
Vornotlzen.
— Tageskalender für Dienstag: NSLB. Bezirk Gießen-Stadt, 15.30 Uhr, Zusammenkunft ber Schulgruppenobleute in ber Goethe-
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