die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne:
hingewiesen.
*
Oie Arbeit des Reichslufischuhbundes
Saarkundgebung der Gießener NSDAP
Aus aller Welt
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ÄStzeNsvUNe '
Gedenkei der hungernden Vögel! Schuht die Tiere vor der Köttel
werden, wo auch jederzeit Gebiet des Luftschutzes ein»
Im Germanenhaus trafen sich am Donnerstag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ausbil- dungskurses des Lehrtrupps mit den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes zu einem Gemeinschaftsabend. Der große Saal war gut besetzt, und bei Kaffee und Kuchen an schön gedeckten Tafeln herrschte bald die schönste Kameradschaft unter den Teilnehmern. Manche heitere Situation, die sich bei der ernsten Arbeit bei der Ausbildung ergeben hatte, wurde in Erinnerung gerufen. Obwohl der Abend in erster Linie als ein gemütliches Beisammensein der Luft- schutzhelferinnen und -Helfer gedacht war, wurde doch die wichtige Arbeit, die der Reichsluftschutzbund für den Schutz aller Volksgenossen leistet, in interessanten Vorträgen vor Augen geführt, die von verschiedenen Teilnehmern des Kurses gehalten wurden. Der Gemeinschaftsabend zeugte von dem schönen kameradschaftlichen Geiste, der die Luftschutzkameraden verbindet in ernster Arbeit, aber auch in fröhlichen Stunden sich voll einsetzen kann, wie der bunte Teil, der sich an die Vorträge anschloß, bewies. Eine Kapelle sorgte für die musikalische Unterhaltung und für den Tanz. Jeder, der an diesem Abend teilgenommen hat, wird mit Freude an die Arbeit gehen, um für den Luftschutzgedanken zu werben, bis sich der letzte Volksgenosse in die große Gemeinschaft des Reichsluftschutzbundes eingereiht hat, um für die Sicherheit von Gut und Leben aller einzutreten. Und wer die Freudigkeit gesehen hat, mit der die Helfer und Helferinnen an ihre Aufgaben Herangehen, der wird die feste Ueber- zeugung mitgenommen haben, daß das Ziel, alle Deutschen im Reichsluftschutzbund zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenzuschließen, von der sich niemand ausschließen darf, bald erreicht wird.
RSLB. Arbeitsgemeinschaft Gewerbl. Berufsschule, 15.30 Uhr im Lehrerzimmer der Gewerbl. Berufsschule 15.30 Uhr im Lehrerzimmer der Gewerbl. Bern schule, Kirchstr. 16: Vortrag von Dr. Szczech : „Die Heimat in der Stein- und Bronzezeit". — Stadttheater 16 bis 18.45 Uhr „Peterchens Mond
dampfers „Berrin" der Continental - Oil - Comp. einen Brand, der auf den Pier und ein nahegelegenes Lagerhaus der Sun Oil Comp. Übergriff. Meherere tausend Kannen Schmieröl im Lagerhaus explodierten. Das Gebäude brannte in wenigen Minuten nieder. Die Flammen schlugen 60 bis 70 Meter hoch.
♦* Den Straßenbahnverkehr nach dem Reuen Friedhof an Sonn- und Feiertagen betrifft eine Bekanntmachung der Straßenbahndirektion in unserem heutigen Anzeigenteil. Es sei besonders darauf hingewiesen.
** Winters - Einzug in Gießen ist seit heute früh gegen 5 Uhr Tatsache und weiße Herrlichkeit geworden. Es hat bisher ansehnlich geschneit, so daß auch in den Straßen eine schöne Schneedecke liegen blieb. Die Hoffnung der Wintersportler ist nunmehr gewaltig gestiegen.
** Das Museum im Alten und im Reuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
zurück.
Sie haben das Los der Unterdrückung mit beispielloser Disziplin getragen. So mancher könne sich daran ein Beispiel nehmen. Die Haltung des Saarvolkes lasse erkennen, was man von einem Stamme verlangen könne, wenn es um ein großes Ganzes gehe.
Und jene, die nun in das Saargebiet zur Abstimmung reisen, sollten Zeugnis abgeben von der deut- chen Gesinnung. Die Welt solle erkennen, daß in Deutschland ein neuer Wille lebt. Der Welt werde die Achtung vor Deutschland abgerungen werden, denn das deutsche Volk sei wieder ein Volk der Ehre geworden. Die Gleichberechtigung im Rate der Völker werde wieder errungen werden, wenn auch nicht mit den Waffen, sondern mit dem Glauben an Deutschland und der inneren Kraft Wir alle geben das Letzte für Deutschland, für unseren Führer, für unsere Zukunft! (Lebhafter, anhaltender Beifall') Gemeinsam und begeistert wurden die ersten Verse des Horst-Wesiel- und des Deutschland- Lstdes aelungen.
Der Führer der Ortsgruppe Gießen des Bundes der Saarvereine,
polizeihauplrvachimeister Thum, dankte in einer kurzen Ansprache der Kreisleitung der NSDAP, für das Erlebnis dieser Kundgebung. Er betonte, daß alle die Saarländer in Gießen mit großer Freude in die Heimat fahren würden, denn der längst ersehnte Tag sei gekommen. Wer für Frankreich oder für den Status quo stimme, sei ein Verräter. Die Ortsgruppe Gießen des Bundes der Saarvereine stimme einmütig deutsch. Mit den Worten: „Wir kämpfen für Adolf Hitler die Januarschlacht!" schloß der Redner seine Ausführungen.
Nachdem der Musikzug der Standarte 116 noch ein Musikstück zu Gehör gebracht und der Großsche Männerchor noch das Lied „Nun schweige mir jeder von seinem Leid" vorqetragen hatte, fand die Kundgebung mit einem dreifachen „Sieg-Heil! aus den Führer und mit der Ausbringung der Fahnen ihren Abschluß.
Maßnahme Bestand haben werde Immer aber müßten wir uns vor Augen halten, was die Be- wegung groß gemacht haben: der unbändige Glaube an die Zukunft des deutschen Volkes, und der Wille, sich durchzusetzen. Der Schwierigkeiten seien wir uns alle bewußt, kapituliert werde aber nie.
Wir alle müßten an die Zukunft glauben, willensstark und spannkräftig werden, einig hinter dem Führer stehen Dieser Glaube und dieser Wille beseele für den kommenden Sonntag das ganze deutsche Volk. 15 Jahre lang konnten die Saardeutschen nicht
Hessische Ueberleiiungs-Dorschristen zum Reichsjagdgesetz.
Der Hessische Staatsminister hat folgende Verordnung über die Ausübung und Behandlung der Jagd erlassen, die sofort in Kraft trat.
§ 1.
Die Mindestgröße der gemeinschaftlichen Jagdbezirke wird für das Land Hessen auf 250 Hektar festgesetzt.
Für bisherige Gemeindejagdbezirke, die im ganzen oder in Teilen (Jagdbögen) weniger als 250 Hektar im Zusammenhang umfassen, erlischt der Pachtvertrag am 31. März 1935. Diese Bezirke sind anderen Jagdbezirken anzugliedern, oder zu neuen Jagdbezirken zusammenzuschließen.
§ 2.
Wenn auf Grund des §1 eine Grundfläche zu einem Jagdbezirk hinzutritt, oder wenn aus einem Jagdbezirk, der aus getrennten Teilen besteht, eine Grundfläche ausscheidet, so erhöht oder vermindert sich der Pachtzins im Verhältnis der zuwachsenden oder wegfallenden Grundfläche zur Gesamtfläche des Jagdbezirks. Werden einem nichtverpachteten Eigenjagdbezirk Jagdflächen zugeschlagen, so bemißt sich der hierfür zu entrichtende Pachtzins nach dem Pachtzins des nächstliegenden vervachteten Jagdbezirks. Falls diese Regelung des Pachtzinses zu erheblichen Unbilligkeiten führt, kann auf Antrag die Staatsverwaltungsbehörde eine anderweitige endgültige Regelung treffen.
§ 3.
Laufende Jagdvachtverträge, deren Pachtet vor dem 31. März 1935 endigen würde, werden bis
zum 31. März 1935 verlängert; für die Zeit bet Verlängerung wird ein Pachtzins nicht gezahlt.
Don den laufenden Jagdpachtverträgen können vom Verpächter und vom Pächter gekündigt werden:
a) die vor dem 31. Januar 1932 abgeschlossenen oder verlängerten Pachtverträge bis spätestens 31. Januar 1935 auf den 31. März 1935,
b) die nach dem 31. Januar 1932 abgeschlossenen oder verlängerten Pachtverträge bis spätestens 31. Januar 1936 auf den 31. März 1936.
Aus Gründen des öffentlichen Interesses kann die Staatsverwaltungsbehörde bis zum 31. März 1936 den Verpächter anweisen, gegenwärtig laufende Pachtverträge auf einen von ihr zu bestimmenden Zeitpunkt zu kündigen. Kommt der Verpächter der Anweisung der Staatsverwaltungsbehörde nicht nach, so kann diese an seiner Stelle die Kündigung aussprechen.
§ 4.
Soweit bisherige Gemeindejagdbezirke in gemeinschaftliche Jagdbezirke im Sinne des § 9 des Reichsjagdgesetzes ümgewandelt werden, tritt in die über den 31. März 1935 hinaus fortlaufenden Jagdpachtverträge für solche Jagdbezirke an Stelle der Gemeinde die Jagdgenossenschaft (§ 10 des Reichsjagd- gefetzes) ein. Die Vorschrift des § 67 Abf. 1 des Reichsjagdgesetzes bleibt unberührt.
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von vier Jahren gedacht ist. ~ .
Die 150 Millionen, die für den Ruckerwerb der geraubten Gruben aufgebracht werden mußten bedeuteten nichts, angesichts ihrer Wichtigkeit für nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte.
Ls gehe im Saargebiet aber gar nicht um die wirtschaftlichen Werte. Der lebendige deutsche Mensch fei uns viel wertvoller. Die Men chen wollten wir haben, weil sie Menschen gleichen Blutes, gleicher Seele seien, weil der ehte Deutsche In diesen verband des Deutschen Reiches herein solle. Aus diesem Wollen spreche die Stimme des Blutes. Die Menschen im
Saarland lebten und fühlten mit uns.
Sie seien der gleichen Grundstimmung wie wir alle. Man werde, so führte der Redner weiter aus, das Abstimmungsergebnis beeinflussen wollen. Aver
SONNE....
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um was es gehe, ja, die Saarabftimmung verfolge die ganze Welt mit brennendem Interesse.
Das Land an der Saar sei deutsch und müsse wieder zu Deutschland zurückkehren. Wir alle könnten heute erkennen, wie wichtig es gewesen sei, menschliche Beziehungen zwischen den Menschen an der Saar und denen des Mutterlandes zu knüpfen.
Der Kampf um die Saar sei ein wesentlicher Teil des Kampfes Frankreichs um das ganze linke Ufer des Rheines. Es müsse und werde uns gelingen der Welt und Frankreich zu zeigen, daß es heute nicht mehr möglich sei, deutsches Gebiet zu annektieren. Es laste sich nichts herausreißen aus dem deutschen Lande. Jene, die nun m das Saar- oebiet fahren, sollten und würden alle Propagandisten sein Sie wurden viele Fragen zu beantwortet haben. Der Saarländer, der zur Abstimmung aus dem Mutterland in das Saargebiet fahre, werde nach wirtschaftlichen Dingen gefragt werden. Wir alle wüßten, daß wir mit den bisherigen wirtschaftlichen Erfolgen zufrieden sein konnten. Im kommenden Jahre werde wiederum eine weitere Million Menschen in den Arbeitsprozeß eingereiht. Und wenn eines Tages jeder Arbeit habe, werde jeder auch s e i n e Arbeit bekommen Der Nationalsozialismus müsse es sich verbitten, daß Kritlk ge- übt werde an einem Plan, der für den Zeitraum
Zu einer Besprechung über erweiterten Selbstschutz hatte die Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes diejenigen Betriebe zusammengerufen, die zwar nicht mehr unter den industriellen Luftschutz fallen, aber wegen der Zahl der darin Beschäftigten oder des starken Publikumsverkehrs besonders geschützt werden müssen. In erster Linie sind dies Betriebe, die eine Zahl von mindestens 25 Angestellten haben, jedoch ist diese Zahl nicht allein maßgeblich, denn es fallen hierunter auch, Geschäftshäuser, Kinos, Krankenhäuser und ähnliche Unternehmungen mit viel Publikumsverkehr, für deren Schutz im Ernstfälle gesorgt sein muß.
Der Ortsgruppenführer der Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes, Dr. Walbrach, gab zunächst einen kurzen Umriß über die Arbeit, die zum Schutze dieser Betriebe geleistet werden muß. Trotzdem sich in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten bei der Durchführung dieser geplanten Schutzmaßnahmen Herausstellen werden, muß doch die Arbeit unverzüglich durchgeführt werden.
Den zu der Besprechung erschienenen Vertretern der einzelnen Betriebe wurde zunächst aufgegeben, die Größe, Zahl der Angestellten und eventuell zum Ausbau für Schutzräume qeeianete Räume anzu- aeben, ebenso ist eine Ausbildung verschiedener Betriebsangehöriger zu Luftschutzhelfern vorgesehen, die in jedem Bptriebe in genügender Zahl vorhanden sein müssen, um im Ernstfälle die Schutzmaßnahmen reibungslos durchführen zu können. Diese Angaben müssen bis zum 20. Januar an den Vertrauensmann für den erweiterten Luftschutz, Kaufmann Schuchardt in der Geschäftsstelle des Reichsluftschutzbundes im früheren Einhorn, Lm- d-nvlatz 1, abgegeben Auskünfte über dieses geholt werden können.
Wildweststück
auf der Koblenz — Kölner Fernverkehrsstraße.
Auf der Fernverkehrsstraße Koblenz—Köln spielte sich in einer der letzten Nächte in der Gegend von Weißenthurm ein wahres Wildwest stück ab. Ein Kollidieb bestieg hier einen die Straße befahrenden Fernlastzug, von dem er mehrere Eimer mit Rübenkraut abwarf. Insassen eines hinter dem Fernlastzug fahrenden Lieferwagens bemerkten dies und machten den Führer des Lastzuges hierauf aufmerksam. Dieser hielt an, und es gelang ihm auch, den Dieb zu stellen, der sich aber energisch zur Wehr setzte und aus einer Pistole einen Schuß abfeuerte. Die Kugel drang einem der Insassen des Lieferwagens durch den Oberschenkel. Der Dieb konnte trotzdem Überwältigt werden; es gelang, ihm die Pistole zu entreißen Plötzlich nahte aus Richtung Köln ein Auto, in dem drei Personen saßen; diese erklärten sich bereit, den Dieb nach der nächsten Polizeiwache zu befördern. Der Führer des Fernlastzuges stimmte dem zu und händigte den Insassen des Personenkraftwagens auch die Pistole, aus der der Dieb den Schuß abgefeuert hatte, aus. Das Auto fuhr davon. Eine Einlieferung des Burschen bet irgendeiner Polizeistelle in der Gegend von Koblenz erfolgte nicht. Demnach muß angenommen werden, daß die drei „hilfsbereiten" Männer in dem Personenkraftwagen Komplizen des Kolli- diebes waren.
/Der König".
— Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein teilt uns mit: Der für den 15. Januar vorgesehene Lichtbildervortrag des Freiherrn Treusch von Butlar-Brandenfels über „Vier Jahre im Zeppelin gegen den Feind" muß infolge eines Unfalles des Vortragenden für diesen Winter abgesetzt werden. Es findet dafür am Freitag, 25. Januar, ein Lichtbildervortrag des Kommodore Kapitän zur See a. D. Rudolf Madlung statt mit dem Thema: „Das deutsche Trafalgar 1914". — Der Durchbruch der „Goeben" und „Breslau". Der Dichter-Abend des Goethe-Bundes mit Heinrich L e r f ch wird auf einen späteren Termin verlegt. (Siehe heutige Anzeige.)
— DieEoangelischeStadtmission veranstaltet in her Zeit vom Samstag, 13. Januar, bis Mittwoch, 16. Januar, in der Evangelischen Stadtmission biblische Vorträge. Redner sind der theol. Lehrer der Evangelistenschule St. Chrischona, Pfarrer Eckardt, sowie der Vorsitzende des Gnadauer Deutschen Gemeinschafts-Verbandes, Pfarrer D. Michaelis- Bethel. Auf die heutige Anzeige fei
Ausstellung.
— Stadttheater Gießen. Samstag, 12. Januar, 16 Uhr, das Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt" von Bassewitz; Spielleitung hat Karl Dolck. — Sonntag, 13. Januar, bringt der Spielplan aus Anlaß und zum würdigen Gedenken des Saar-Abstimmungstages des Dichters Hermann von Boettichers nationales Drama: „Der König" erstmalig zur Aufführung. Der Spielplan sieht für diesen geschichtlich-denkwürdigen Tag gerabe dieses Drama vor, weil in kaum einem anderen Werke der deutschen Literatur unserm heutigen Zeitgeschehen gleichartige und ähnliche weltwendende Schicksalsstunden dichterisch so verewigt sind. Hermann von Boetticher hat m diesem Schauspiel nicht allein Friedrich dem Großen ein dichterisches Denkmal gesetzt; auch der jahrelange, zähe Kamps unseres Führers Adolf Hitler, Deutschland wieder an den Platz seiner einstigen Größe in der Achtung der Welt zu führen, und nicht zuletzt das heldenhafte Ausharren unserer deutschen Brüder an der Saar finden in diesem Werk symbolhafte Deu-
jene, die der großen Sache entgegenstünden, würden ebenso ausgemerzt, wie jene, die der großen Sache im Vaterlande entgegenstanden. Wenn wir überlegten, was jetzt Gewaltiges geschehe, so müßten wir daran denken, daß hier die letzte Schlacht geschlagen werde. Es gebe für Deutschland kein Zurück mehr. Die Brücken hinter uns seien abgebrochen, wir stürmten nur noch in die Zukunft hinein. Es gebe keine Kompromisse mehr. Der Aufbau werde organisch fortgeführt. Wir ahnten vielleicht heute noch nicht, in welch großer Zeit mir lebten. Aber wir wüßten, daß wir ein großes Stück vorwärts gekommen find.
Der Nationalsozialismus habe allein schon durch die Einigung des deutschen Volkes, um die ein Jahrtausend vergeblich gekämpft worden sei, seine Existenzberechtigung nachgewiesen.
Die Zeit der Eigennützigkeit sei vorbei. Die Einheit sei auf dem Marsche. Die Vereinigung in den verschiedensten Lebenserscheinungen unseres Volkes gehe schrittweise vorwärts. Der Führer werde alles zu seiner Zeit so machen, daß jede organisatorische
Kulturgemeinde, Rina Deutsche Buhne, 20 Uhr: „Der König"; geschloßene Vorstellung. — Freitag, 18. Januar, 20 Uhr: „Der König". — Samstag,
Der Saal des Caf6 Leib war zu der gestrigen Saarkundgebung der Gießener Ortsgruppen der NSDAP, überfüllt. Zahlreiche Volksgenossen hatten sich eingefunden. SA.- und SS.-Führer sowie verschiedene Stürme der SA. nahmen teil. Musik des Spielmanns- und des Musikzuges der SA.-Standarte 116 eröffneten mit einem schneidigen Marsch. Dann folgte der Einmarfch der Ortsgruppenleiter und Amtswalter, sowie die Einbringung der Fahnen der Ortsgruppen unter den Klängen des Badenweiler Marsches. Der Kreispropagandaleiter, Pg. Schmelz, eröffnete die Kundgebung. Gemeinsam wurde sodann das Saarlied gesungen. Nachdem der M'ifjkzua der SA.-Standarte noch mit zwei musikalischen Darbietungen aufgewartet und der Großsche Männerchor zwei vaterländische Lieder ausgezeichnet zu Gehör gebracht hatte, sprach
pg. Klostermann.
15 Jahre sei es nun her, so führte er u. a. aus, daß uns Verräter um den Sieg im Weltkrieg brachten, daß Clemenceau mit einer Fälschung Wilson zu bestimmen versuchte, das Saargebiet an Frankreich zu bringen. Als man von der Abstimmung in erst 15 Jahren aebört habe, fraate man sich, was in 15 Jahren mit Deutschland wohl geschehen sein werde. Heute wüßten wir es. Es sei das deutsche Wunder geschehen und der Welt ein großes Beispiel gegeben worden. Die jüngste Vergangenheit bedeute eine Wende in der deutschen Geschichte.
Bei der Abstimmung in Oberschlesien sei das deutsche Volk noch betrogen worden. Ein derartiger Betrug werde nicht mehr möglich sein. Zwar, wenn noch eine Regierung von der damaligen Art am Ruder wäre, dann hätte man auch für diese Saar- abHimmunq nicht wissen können, was geworden wäre. Da hätte man in dieser Frage noch nicht einmal im Reichstag eine Einheit zu schaffen vermocht.
Die nationalfozialislifche Regierung habe für die Saarabstimmung eine Propaganda ausgenommen, die heule jedem Schuljungen wissen lasse,
Oie Kältewelle.
Ganz Italien ist in den letzten Tagen von einer starken Kältewelle heimgesucht worden. Nach heftigem Schnee sturm in Oberitalien ist in Bologna das Thermometer auf 10 Grad unter Null gesunken. Aus mehreren Gegenden werden Schneeverwehungen und Temperaturen bis zu 12 Grad unter Null gemeldet. In Neapel tobt seit einigen Tagen ein Sturm, der erheblichen Schaden anrichtete und den Schiffsverkehr vorübergehend lahmlegte.
Nach starkem schneelosem Frost haben nunmehr in ganz Rumänien starke Schnee stürme eingesetzt. Der Straßenverkehr ist in manchen Gegenden vollkommen lahmgelegt. Auch der Eisenbahnverkehr kann nur mit großer Mühe aufrechterhalten werden. Aus verschiedenen Ortschaften wird das Auftauchen starker Wolfsrudel gemeldet. Ein Dorf unweit von Bistritz wurde von Wölfen heim- gesucht. Die Dorfbewohner flüchteten vor den ausgehungerten Tieren in die Häuser. Die Wolfe drangen in die Stallungen ein und zerrissen einen großen Teil des Viehs. Ein zehnjähriges Mädchen wurde buchstäblich a u f g e f r e s s e n. Mehrere Menschen sind dem Frost zum Opfer gefallen. Die Stürme am Schwarzen Meer wüten weiter. Ein Dampfer der Rumänischen Schiffahrtsgesellschaft konnte erst mit dreitägiger Verspätung stark havariert in den Hafen von Constanza einlaufen. Em ägyptischer Dampfer mutzte an der bulgarischen Küste Anker werfen, nachdem er nach langem Umherirren seinen Brennstoff vollkommen verbraucht hatte. Das Schwarze Meer ist an der Küste in einer Breite von 600 Metern z u g e f r o r e n.
Riesiger Oelbrand in einem amerikanischen Hafen.
Im Hafen von Newark (New Jersey, USA.) verursachte eine Explosion an Bord des Tank-
20.30 Uhr im untern Bootshaus: Stammtisch. — x,------- -- , - - r,, - -
Reichstreubund, 20.15 Uhr, Aquarium: Kamerad- 19. Januar, 20 Uhr, geschlossene Vorstellung für schaftsabend. - Freifischer und Sportangler, 20.30 N"bn--
Uhr: Versammlung „Schipkapaß"
— Tageskalender fürSonntag: Saar- Sebenfftunbe ber Gießener Universität auf bem Glei- erg: 18 Uhr, Antreten ber Teilnehmer vor dem Studentenhaus zum Marsch nach dem Gleiberg; 20.30 Uhr, Saargedenkstunde im Kaisersaal auf dem Gleiberg. — 17 Uhr: Singen des Sängerkreises in ber Stabt zum Zeichen ber Verbundenheit mit den Volksgenossen an der Saar. — Stadttheater, 19 bis 21.45 Uhr: „Der König". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 11.15 Uhr, Frühvorstellung zugunsten der Winterhilfe: „Luana". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die englische Heirat". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Die beiden Seehunde". — Evangelische Stadtmission, Löberstrahe 14, 14.30 und 20.15 Uhr: Biblische Vorträge. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr, 1. Jahres-
tung. Darum ist die Erstaufführung dieses Schauspiels gerade am Saarabstimmungstage eine würdige Feierstunde, uns mit unseren Brüdern und Schwestern an der Saar verbunden zu fühlen. Spielleitung hat Kurt L ü p k e. Anfang 19 Uhr.— Dienstag, 15. Januar, 20 Uhr: „Der König". — ^w.,lMV|r.wov. Mittwoch, 16. Januar, 19.30 Uhr: „Der König". —
Astöria-Licktspiele, Seltersweg: Donnerstag, 17. Januar, Vorstellung für die NS.-


