Ausgabe 
12.1.1935
 
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vom

Saar auch weiterhin Mitwirken.

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tuuuu> nuu) jv lungern ^roqi Oie 3)nno reicyen wer- Unterstützungssätze viel höher sind als bei uns im Len zu gemeinsamer Arbeit im Dienste des Friedens. | Saargebiet. Ich habe die Arbeitslosen gefragt. Sie

_ Damals wurde auch d i e Stadt deutsch, die am längsten von allen Teilen des Saargebiets unter französischer Herrschaft gestanden hat und in ihrem Namen noch heute an ihren Gründer den roi soleil erinnert Saarlouis. Der große Festungsbauer Dauban hat sie 1680 anael-mt als mächtia-m Eck- Pfeiler der französischen Stellung, die ihre Kanonen auf den Mittelrhein richtete und die Einfälle franzo-

DNB. Frankfurt a. M., 11. Fan. Der zur Deutschen Front übergetretene Oberfunktio- när der saarländischen Grubensicher­heitsmänner Jakob Hannes, genannt der Rohrbacher Hannes, sprach heute von Kaisers­lautern über den Frankfurter Sender zu den ver­führten Saarbergarbeitern. Er sagte in der unver­fälschten Sprache des Mannes aus dem Volke u. a.:

An der Brück' an der Saar Deutsche Waldvögelein!

Wenn ihr singt hell und klar Im freien Sonnenschein Denkt, daß von eurer Schar Ems trauetn mag allein An der Brück' an der Saar!

euch geboren hat, die wie die kommenden Ge­schlechter nur in deutscher Erde ihre letzte Ruhe finden kann.

In dieser denkwürdigen Stunde reichen wir allen Brüdern und Schwestern an der Saar im Bewußt­sein unserer Zusammengehörigkeit die Hand. 2Bir schlagen ein. Wir fühlen den Pulsschlag des glei­chen Blutes. Wir empfinden und wissen, was cs heißt, daß nur in der Volksgemeinschaft Freiheit und Friede einer Nation verbürgt sind. Es ist unser geschichtliches Bekenntnis, bas wir nm 13 Januar ablegen wollen vor aller Welt. Wir wollen die Freiheit, wir wollen den Frieden, die Freiheit der großen deutschen Nation ist der Friede der Welt Letzter Krampf der Separatisten.

Saarbrücken, 11. Jan. (DNB.) Nachdem alle Provokationsversuche der 5tatu8-quo-Front an der Diszipliniertheit der deutsch bewußten Saarbevölke­rung gescheitert sind und die Deutsche Front recht« zeitig hinter den beabsichtigten Trick gekommen ist, am Sonntag etwa die Beisitzer der 'Einheitsfront aus den Wahlvorständen herauszuziehen, ist Matz Braun, der separatistische Häuptling, nunmehr auf einen besonderen Krampf verfallen. Er hat in der Druckerei seinerD o l k s st i m m e", nachdem etwa 200 Exemplare gedruckt waren, offen« bar die Maschinen anhalten lasten, hat das Licht ausgemacht, Talglichte aufgestellt.

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Berlin, 11. Ian. (DrtB.) Amtlich wird milge- teilt: Das Saargebiet wird bei der Rückgliede­rung in der geschloffenen Einheit über­nommen werden, in der es in den I ah ren des Kampfes um fein Deutschtum zufam- menge standen hat.

Saar und Pfalz werden ferner zu einem eln- heltlichen Gau der RSDAP. unter dem Gauleiter des Gaues Rheinpfalz Joseph B ü r ck e l zusammengefaßt werden. Gauleiter vürckel, der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, ist zugleich zum Reichskommissar für die Rück­gliederung des Saargebietes bestellt worden.

Der Führerund Reichskanzler hat dem Saarbevollmächligten Gauleiter D ü r ck e l zu den Ausführungen feiner Rede in Kaiserslautern über die künftig im Saargebiet zu verfolgende p o - litikderverföhnung feine v o l l e Z u ft i m - mung ausgesprochen.

DieVeamtenrechte voll gewahrt.

Eine letzte Bahnung.

Denkt daran, datz eine deutsche Mutter euch geboren hat!"

Saarbrücken, 11. Jan. (DNB.) Die Landes­leitung der Deutschen Front erläßt zum letzten Male vor der Abstimmung einen großen Schlußausruf, in dem sie noch einmal an das Volksbewußtsein aller Saarländer appelliert. Die Saar will d i e Freiheit und den Frieden, und bamm gibt die Deutsche Front jedem Saarländer in dieser venkwürdigen Stunde die Hand. In dem Aufruf heißt es u. a.:

Die Stunde ist gekommen, da wir alle mit Stolz und unserer Verantwortung vor der Geschichte be­wußt an die Urne treten. Eine Entscheidung haben wir vor unserem Gewissen allerdings nicht mehr zu treffen. Menschen wollten sich unterfangen, uns, die die göttliche Vorsehung zu Deutschen werden ließ, unserem Volkstum

außei lieben unserer

E!n Schürfer spricht zu seinen Arbeitskameraden an der Saar, vom Augenschein überzeugt. - Oer Rohrbacher Hannes über die Sozialpolitik des neuen Reiches.

England erwartet ein überwältigendes Ergebnis für die Rückkehr zu Deutschland.

Sofortige Entscheidung des Dölkerbundsrats notwendig.

haben mir gesagt, daß pe der festen Ueberzeugung sind, daß sie in der nächsten Zeit alle in Arbeit kommen.

Liebe Kameraden, mich kennt im Saargebiet jedes Kind als denRohrbacher Hannes". Ich bin als Funktionär in allen Versammlungen gewesen, ich habe zu Euch gesprochen, ich habe für unsere Sache gekämpft, aber heute fühle i d) miet) ver­pflichtet, für meine Kameraden einzutreten, um sie vor dem großen Unheil zu bewah­ren, das richtig zu stellen, was die Lügenmeldun­gen und bie Status guo-Führung ungerichtet haben. Meine Arbeitskameraden Sauer und Sachs sind Augenzeugen, daß ich nicht gezwungen wor­den bin, darüber zu sprechen, daß wir im neuen Reich gut und freundlich und herzlich ausgenommen worden sind.

Deshalb, Kameraden, fort mit den Status- quolern, die nur i h r Wohl im Auge haben. Kameraden, ich rufe Euch und die ganzen Funktio­näre auf, sich heute abend noch restlos in die Deutsche Front aufnehmen zu lassen, auch solche Leute, die notgedrungen, weil sie keine Wohnung hatten, ihre Kinder in französische Schulen schickten. Ich habe mich an Persönlichkeiten gewandt und die haben mir Zusicherungen gegeben, daß ihnen kein Haar gekrümmt wird.

Am Vortage der Abstimmung.

Festliche Zurüstungen

zur Feier der Befreiungsstunde.

Saarbrücken, 11. Jan. (DNB.) Der Sams­tagabend wird mit einer großen Festbeleuch- tu n g aller saarländischen Orte, mit Glockenq e- läut und mit Höhenfeuern den feierlichen Auftakt zur Abstimmung geben. In Saar-

li'ft

Das Saargebiet wird geschloffene Einheit im nationalsozialistischen Reich.

(Souleifer Surrtet Reichskommiffar für die Rückgliederung.

lich nicht zeigen. Aber Büsten und Bilder und sa manches andere äußere Zeichen sagen doch, aus welchem Willen diese spontane Freudenfeier ent­standen ist. Sämtliche Wi r ch e n des Saarge­bietes und des angrenzenden pfälzischen Grenzge­bietes werden am Samstagabend von 19 bis 20 Uhr läuten, um 20.30 Uhr flammen auf den pfälzi­schen Bergen und auf den Bergen an der Mosel die H ö h e n f e u e r auf. Um 20.45 Uhr werden dann ; bie Antwortfeuer auf den saarländischen Bergen emporlodern und sozusagen eine Grenze Hinwegbrennen, die deutsches Volk von deutschem Volk trennte.

Erst Dienstagmoraen Vekauntgabe des Eraebnisses. Saarbrücken, 11. Jan. (DNB.) Die Ab­stimmungskommission teilt mit:

Aus technischen Gründen wird die Stimm» Zählung er st am Montag um 17 Uhr a n f a n g e n. Es ist vorgesehen, daß die Bekannt­machung des Ergebnisses frühestens am Dienstagmorgen 7 Uhr erfolgen wird. Es ist wahrscheinlich, daß das Ergebnis durch Rund­funk um 8 Uhr bekanntgegeben wird.

In einer späteren amtlichen Verlautbarung der Abstimmungskommission heißt es:

Durch Lautspr<?cher wird das Abstimmungsergeb­nis in Saarbrücken im Saal derWartburg", im Alten Postamt und im Telegraphensaal eines wei- teren Postamtes in deutscher Sprache ver­öffentlicht, außerdem durch alle deutschen Sender über Frankfurt. Auch die schwe­dischen und holländischen Sender sind an Frankfurt angeschlossen. I n französischer Sprache wird das Ergebnis in Saarbrücken in einem der Pressesäle in derWartburg" und im Telephon­büro der obersten Postdirektion, ferner durch die ranzösischen Sender, durch den Sender des Völker­bundes in Genf, der in direkter Verbindung mit Saarbrücken steht, in Italien, in der Schweiz und in Luxemburg über Paris bekanntgegeben werden. In englischer Sprache wird das Ergebnis in Saarbrücken ebenfalls in einem der Pressesäle in der Wartburg und in England durch englische Sender, die in direkter Verbindung mit Saar­brücken stehen, übertragen.

Am Dienstagmorgen um 2 Uhr wird er Vorsitzende der Abstimmungskommission der Presse bekannt geben, für welche Stunde m i t der U e b e r m i t t l u n q des Wahlergebnisses über sämtliche Sender z u rechnen ist. Die Abstimmungskommission wird die einzelnen Ergebnisse der Bürgermeistereien, be­ginnend mit der Stadt Saarbrücken und anschließend die acht Landkreise des Saar­gebietes, veröffentlichen. Zum Schluß wird sodann das offiziöse Gesamtergebnis bekannt- gegeben.

gebietes nicht groß genug wären, um wirt­schaftlich lebensfähig zu fein.

SieMorning Poft" meldet, daß Deutschland einen großen diplomatischen Sieg er­rungen habe, daß es erreicht habe, daß der Völ­kerbundsrat sofort in seiner jetzigen Sitzung die Entscheidung über die Saarfrage fällt. Dieser diplo­matische Triumph könne als Gegengewicht gegen die römischen Abmachungen zwischen Frankreich und Italien angesehen werden.

Simon für eine schnelle Entscheidung.

W e ife beurteilen werde. Wenn sich auch eine

M'?derbeit 9e9*n die Rückkehr nach Deutschland i Tagung anberaumt worden, um die D o l l m a ch t e n aussprechen sollte, o bestehe doch kaum die Ab- d e s Dreierkomitees über die Saarabstim- |tct), eine Aufteilung des Saargebietes a u cf) mung hinaus zu verlängern Das Dreier- "u rm!" 7^0 6«n g zu ziehen, zumal etwaige komitee wird also an den Entscheidungen über die ber Dolkerbundsaussicht unterstellte Teile des Saar-.Saar auch weiterhin Mitwirken.

brücken spannen sich in Abständen von wenigen Metern Lichterketten um Lichterketten über die Straßen. Die Simse und Fensterrahmen aller Häuser sind mit Lichterketten dicht besetzt. Haus um Haus ist mit Girlanden urnkränzt. So will sich die deutsche Bevölkerung doch wenigstens durch Schmückung ihrer Häuser würdig rüsten für die seit 15 Jahren ersehnte Freiheitsstunde. Fahnen darf sie bekannte

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3u entfremden, ia fonar zu entreißen. Alle Ver­suche mußten kläglich scheitern. Denn was Gott zusammenfügt, kann der Mensch nicht trennen! Männer und Frauen der deutschen Eidgenossenschaft! Das deutsche Volkstum an der Saar hat in feiner harten Prüfung den Kelch bis zur Neige geleert. Wer so in der Schmiede des Kampfes gestählt wurde, den können nun auch die letzten jämmerlichen und tollsten Auswüchse der Unwahrhaftigkeit der Gegner Deutschlands nicht irre machen. In Kampf und Disziplin bewährt, habt Ihr für die verantwortlichen Schürer des Bruderhasses, die das Kainsmal ewig auf ihrer SUm tragen, nW einmal mehr einen Blick übrig.

Aber du, deutscher Bruder, der du durch Der- hetzung und deshalb in Verblendung die Faust heute noch ballst, denk an deine Kameraden, die geblieben find für Deutschland und damit auch für dich und unser aller Freiheit! Kannst du und willst du abseits stehen? Willst du vielmehr nicht lebender Erbe des Vermächtnisses der Bannerträger der Freiheit aller Deutschen sein? Wir wollen nicht, daß du, deutscher Arbeiter, und du, gläubiger Christ, als Opfer der Verhetzung unseren Toten untreu wirst und deine Zugehörigkeit zum deutschen Volkstum damit aufgibst. Nein, erst dann wird unser Glaube seine Vollendung, unser Sehnen seine Erfüllung indk-n, wenn sich auch die letzte schwielige Faust geöffnet hat und der letzte Zweifler an der gott­gewollten unlösbaren Verbundenheit zwischen Religion und Volkstum sich in unsere Eidgenossenschaft eingliedert. Ihr alle, die ihr innerlich euer Vaterland nicht verraten konntet, eid eingedenk, daß eine deutsche Mutter

London, 12. Jan. (DNB. Funkspruch.) Ganz England steht am Wochenende im Bann der Ab­stimmung im Saargebiet. In der gesamten eng­lischen Presse von den konservativen Zeitungen bis zu den marxistischen Blättern besteht nicht der ge­ringste Zweifel an der Selbstverständlichkeit, daß am Sonntag eine überwältigende Mehr­heit der Saarbevölkerung für die Rückkehr nach Deutschland stimmen wird. Einmütig wird auch der Wunsch zum Aus­druck gebracht, daß man um des Friedens und der Ruhe in Europa willen sofort nach der Abstimmung die Rückgliederung des gesamten und ungeteilten Saargebietes an Deutsch­land Dornimmt. DieTimes" bezeichnet es als das wichtigste, daß derBeschlußdes Völker­bundsrats sofort nach der Abstimmung erfolgt und daß er dem Abstimmungsergebnis ent­spricht. AuchDaily Telegraph" sagt, daß eine f o» fertige Entscheidung wünschenswert sei, insbesondere, wenn die Abstimmung eine klare Mehrheit für die Rückkehr nach Deutschland ergebe. England und Italien wendeten sich entschieden gegen jeden Versuch einer Verzöge­rung der endgültigen Entscheidung über die Saar. Beide Länder seien der Ansicht, daß eine solche

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So sehr also auch der französische Nachbar wie die ganze Westmark auch das deutsche Land an der Saar beunruhigt und durch kriegerische Einfälle verheert hat, so ist doch eine tatsächliche Besitzer­greifung durch Frankreich nur auf die beiden eben geschilderten kurzen Episoden im Zeitalter Lub- roigs XIV. und während der französischen Revolu­tion mit der sich anschließenden napoleonischen Aera beschränkt gewesen. Am kerndeutschen Charakter des Saarlandes hat diese kurze Fremdherrschaft nichts zu ändern vermögen. Selbst die französische Gründung Saarlouis hatte während der Zuge­hörigkeit zu Frankreich nur eine kleine Oberschicht französischer Offiziere und Beamter, die nach 1815 sehr bald eingedeutscht war. Und das konnte ja aud) gar nicht anders sein, denn die deutsch-fran­zösische Sprachgrenze verläuft seit der Rückromani- sierung nach der Völkerwanderung etwa 30 Kilo­meter westlich des Saargebiets, und auf der gleichen Linie kann man die Trennung zwischen typisch romanisch-südlicher Bauweise und dem alemanni­schen Haus verfolgen. Hier in einem der am dichtest- besiedelten Gebiete Europas haben die Bewohner es verstanden, ihre Eigenart und ihren deutschen Lebensstil zu verteidigen auch im Zeitalter des Ein­dringens der Industrie, die hier im Lande der Kahle und des Eisens gewaltige Werke aufgeführt hat. Wohl ist der Saarländer in die Hochöfen und Kohlenschächte gegangen, aber er hat darum nicht die enge Verbundenheit mit der Scholle aufgegeben, ©o wird fast die Hälfte aller landwirtschaftlichen Betriebe von hauptberuflich in Industrie und Hand- werk Beschäftigten bewirtschaftet. Das eigene Haus, Gartenland und Acker, Ziegen und Schweine haben zumeist den saarländischen Industrie- und Berg­arbeiter davor bewahrt, in das Proletariat abzu- sinken. Das wird ihm auch gefühlsmäßig die Em- alieberung in die nationalsozialistische Volksgemein­schaft erleichtern, die rein materiellen Vorteile der Rückkehr des Saarlandes in den großen deutschen Wirtschaftskörper sind ja schon in früheren Auf­sätzen hinreichend erörtert worden. So öffnet Deutschland beide Arme, um morgen eins feiner schmerzlich vermißten Kinder wieder ans Herz zu drücken und nach langer Trennung daheim im Vaterhaus willkommen zu heißen. Die ebenso durch- sichtige wie verbrecherische Hetze der Separatisten und Emigranten, die aus einem unter Dölkerbunds- regime stehenden autonomen Saargebiet ein Reser­vat für ihre eigene Herrschaft machen möchten, diese Hetze wird keinen Saarländer irremachen können der in sich spürt, daß gleiches Blut zusammengehört ' und die Volksgemeinschaft niemanden losläßt, der die Bindung gemeinsamer Geschichte durch die l Jahrtausende empfindet. Der Status quo ist heute die französische Lösung, er würde den deutsch-fran- : Zösischen Gegensatz verewigen. Nur die Rückkehr ; des Saarlandes zum Reich vermag die Brücke zu ! schlagen, auf der sich die beiden großen Nationen I endlich nach so langem Zwist die Hand reichen wer- 1

Aus dem Lied spricht die gleiche Stimmung, wie sie während der letzten fünfzehn Jahre der Tren­nung kennzeichnend war für das Gefühl enger Ver­bundenheit zwischen der Saar und dem Reich und für den entschlossenen Willen zur Wiedervereini­gung, sobald dazu die Stunde geschlagen hat. Die Franzosen haben sich damals ihres Besitzes nicht lange erfreuen können. Schon im zweiten Pariser Frieden 1815 kam das Land zum größten Teil an Preußen, zum kleinen an B"n-n

Ich habe mich bereiterklärt, mich über die tatsächlichen Verhältnisse im Drit­ten Reich zu Überzeugen, trotzdem mir meine Frau und meine Kinder einen Kilometer nachge­laufen sind, und trotzdem mir gesagt worden ist, sie würden mich nur in eine Falle locken und ein­sperren. Ich habe meiner Frau erklärt, daß ich meine Pflicht tun müsse, und damit bin ich abgefahren. Als wir die Grenze passierten, wurden wir kontrolliert. Ich habe meinen Paß vor- gezeigt und konnte ohne weiteres weiter- fahren. Wir fuhren durch Dörfer und Städte. Alles war geflaggt und d i e ganze B e v ö l k e - rung ist eingesetzt für d e n Saarkampf. Liebe Kameraden und Funktionäre von der Ein­heitsfront, ich muß euch zurufen: Das Blut, das in unseren Adern rollt, ist immer noch deut­sches Blut. Ich habe mich überzeugt, daß alles, was in den Zeitungen der Einheitsfront geschrieben wird, Schwindel, Lug und Trug ist. Ich habe mich in den Betrieben mit ehemaligen Kom­munisten und Sozialdemokraten ohne Aufsicht ganz allein unterhalten. Sie haben mir erklärt, daß sie früher linksstehende Kämpfer waren, aber daß sie Heute nichts anderes mehr kennen als Nationalsozialismus. Sie haben mir auch erklärt, daß sie heute in der ersten Reihe stehen und daß es für sie sonst überhaupt nichts mehr gibt. Ich habe mir auch die Sied- lungsarbeiten betrachtet. Früher haben die Arbeiter in Baracken und Erdlöchern gewohnt, heute wohnen diese Volksgenossen in einem Heim und haben ein großes Stück Land. Nach 17 Jahren ist es ihr Eigentum und ist bezahlt. Ich habe mich davon überzeugt, daß die Unterstützungssätze viel hoher sind als oei uns im

schnell übergenug hatten. Trotz des unleugbaren wirtfcha llichen Aufschwungs in dem dann folgen­den Jaht.z:.)nt einer großzügigen Verwaltung unter Napoleon wurden 1814 die Preußen als Befreier begrüßt, und die Enttäuschung war groß, als im ersten Pariser Frieden das Fürstentum Saarbrücken wiederum Frankreich überlassen wurde. Damals fang Friedrich Rückert sein rührendes Lied armen Saarvogelein:

eurer Re Jen als dußerlid DeuWi mit u licher meinfar unseres

®enf, 11. Jan. (DNB.) Von zuständiger eng­lischer Seite wird erklärt, daß Sir John Simon nur für einen Tag zur K a b i n e t t s s i tz u n g nach London zurückkehren will, und die Absicht hat, unmittelbar danach wieder nach Genf zu kommen. Es ist damit zu rechnen, baß er schon am nächsten Dienstag wieder hier eintreffen wird, wenn möglich mit dem Flugzeug. Simon hat englischen Journalisten Gegenüber erklärt, daß er für den Fall eines klaren Ergebnisses der Saarabstim- z: * T'Z- 'L" v«D c11ic juiu^c; mung großen Wert darauf lege, daß der Volker-

Hmausschiebung äußerst unerwünscht wäre und zu.'bundsrat dann sobald als m ö g I i d) eine Ent- Unruben im Saargebiet führen könnte. Es bestehe scheidung über das Schicksal des Saargebietes fälle.

x n nr1!?!'- der Volkerbundsrat Voraussicht-1 Mit aus diesen Gründen will er auch so schnell wie lick das wieder nach Genf zurückkehren. Ueber-

raschenderweise ist für morgen mittag eine Rats­tagung anberaumt worden, um die D o l l m a ch t e n

klare Zusicherung der deutschen Regierung dahin zu erhalten, daß die Rechte der deutsch- gesinnten Beamten im Saargebiet restlos gewahrt würden. Die Dauer der Verhandlungen in Wiesbaden hat zu Zweifeln Anlaß gegeben, ob ihr Ergebnis den be­rechtigten Interessen der deutschen Beamtenschaft gerecht werde. Wenn die deutsche Regierung auch auf Grund der von den beiderseitigen Delegationen getroffenen Vereinbarung zur Zeit über das Er­gebnis der Verhandlungen nichts verlautbaren will, so kann sie doch mit voller Deutlichkeit erklären, daß selbstverständlich jeder deutsche Beamte im Saargebiet nach der Rück­gliederung unter voller Wahrung feiner Rechte in sein Vaterland wie­der ausgenommen werden wird.

Saarhilfe der öffentlich-rechtlichen Versicherungen.

DNB. Berlin, 11. Jan. Die öffentlich- rechtlichen Versicherungs-An st alten stellen dem Saargebiet eine Saarhilfe in Höhe von 3 Millionen RM. zur Verfügung. Die Aufbringung der Saarhilfe erfolgt von aU'en Provinzen der öffentlich - rechtlichen Dersicherungs - Anstalten. Rückzahlbar ist der Kredit in zehn Jahren. Der ge­samte Kredit ist dazu bestimmt, von französischer Seite erfolgende Kreditrückziehungen aus- zugleichen und zu ersetzen. Der letzte Darlehensnehmer soll nicht mehr bezahlen als 4,5 v. H. im Realkredit bzw. 5 v. H. Personalkredit.

sischer Heere in de-utsches Land zu decken hatte. Da- Erklärung desNeichsinnelrNljnistersDr.Arick mals war es Ludwig XIV. gelungen, dank der Zer-1 «Berlin 11 Jan sDNB 1 Der Neidis- imh Splitterung der Reichsqewalten und der Schwäche preußische Minister des Jnn"rn Dr ft r i ck bat a n bcr deutschen West. i chsbun b be rTu7fch^n Ve a m"

Piarf^ö,e Grafschaft Saarbrücken und ine umhegen- fen folaenbes Schreiben gerichtet- maIi?riffitoenUe*Znnr Z ®croa['poIitif mil 1 Au- Anlaß Veröffentlichung imTemps"

X f 3U untermauern war nom g. Januar dieses Jahres und weiterer Notizen recht^icken^a^ndhnhen^bO^K^^s^^sk in bcr Saarpresse haben Sie namens der Saar-

den Wunsch ausgesprochen, eine biete mit Frankreich. Man fand mit einer Spitzfin­digkeit, die dem ewigen Advokaten Poincarö alle! Ehre gemacht hätte, die gewünschten Unterlagen in dem Schicksal des einst deutschen Bistums M e tz, das während der deutschen Religionskriege 1552 von Heinrich II. von Frankreich als Ersatz hir geleistete Hilfsgelder besetzt und im Westfälischen Frieden 1648 Frankreich zugesprochen worden war. Alle deutschen Zcrritorialfürftcn, die nun von dem Metzer Bischof irgendwelche Gebiete oft gerinqfügiqft-'r Art zu Lehen hatten, wurden aufgefordert, die Lehenshoheit Frankreichs anzuerkennen. Schon damals hat­ten die Grafen von Saarbrücken dagegen nachdrücklich Verwahrung eingelegt und die Reichs­stände erklärten,es fei nicht ihr Wille und Absicht, daß ihre Mitstände, die Vasallen von Metz, Toul und Verdun, vom Deutschen Reich losgerissen und ihrer Reichsunmittelbarkeit beraubt werden sollten." 1662 " wurde der Gras von Saarbrücken mit andern Terri­torialfürsten aufgefordert, vor dem königlichen Ge- richtshof in Metz zu erklären, daß er keinen andern Souverän als den König von Frankreid) anerkennen werde,~ sollte sein Lehen nicht eingezogen werden. Französische Dragoner besetzten Saarbrücken und brachten den Grafen G u st a v Adolf, als er sich weigerte, der Aufforderung des Königs zu entspre­chen, mit Gewalt nach Meg und erst 1674 gelang es dem verwandten Schwedenköniqe Karl XL, die Frei- laffung des Grafen durchzusetzen, aber seiner Heimat, die unter französischen Kriegskontributionen schmach- tete, mußte er fernbleiben; er starb in Straßburg an den Wunden, die er im Kampf gegen französische Truppen erlittten hatte. Seine Witwe konnte die Vereinigung ihres Landes mit Frankreich nicht hin­dern, bis endlich im Frieden von Ryswyk 1697 Lud­wig XIV. gezwungen wurde, mit den andern links- rheinischenReunionen" auch Saarbrücken und die übrigen Teile des heutigen Saargebiets seinen recht- , mäßigen Besitzern zurückzugeben mit Ausnahme von .... o ~ --- -------------------

Saarlouis, das, wie wir schon sahen, noch länger als; M das Abstimmungsergebnis in großzügiger hundert Jahre die französische Zwangsherrschaft dul- " ; c Ä * *41 f------"" " ' ' '

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