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Wirtschaft.

Die Lndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

964: Vorschußweise Einlösung deutscher Reisekredit- briefe in Danzig.

965: Die französischen Einfuhrtontingente für deut­sche Ändustrieerzeugnisse für die Zeit vom 16. bis 31. Juli 1935.

* Neuzulassuna von Kraftfahr­zeugen im Juni 19 35. Im Juni hat sich die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen nahezu auf dem hohen Stande des Vormonats gehalten; gegenüber dem gleichen Monat des Vor­jahres lag die Zahl noch um Vs höher. Eine Zu- nähme im Deraleich zum Vormonat ergab sich vor allem bei den Lastkraftwagen, von denen 3910 oder 7 Prozent mehr neu in den Verkehr kamen; unter diesen war besonders stark die Erhöhung der Zahl der Dreiradfahrzeuge (1191 gegenüber 943). An Kraftomnibussen gelangten 286 (im Vormonat 246) §ur erstmaligen Zulassung. Leicht abgeschwäcbt hat sich die Zahl der Neuzulassungen bei den Personen­kraftwagen und bei den Krafträdern. An Personen­kraftwagen kamen 17 408 oder 4 Prozent weniger als im Vormonat (18 201) und an Krafträdern 17 557 oder 6 Prozent weniger (18 632) neu in den Verkehr. Die Zahl der erstmals zugelassenen Zug­maschinen betrug 449 (483).

* D i e im Verband öffentlicher Le­bensversicherungs-Gesellschaften in Deutschland zusammengeschlossenen öffentlich- rechtlichen Anstalten in Gemeinschaft mit der zuge­hörigen Deutschen Versorgungsanstalt Versicherungs­bank AG., Stuttgart, haben im Jahre 1934 eine weitere stetige Aufwärtsentwicklung genommen. In deren Verlauf ist der Versicherungsbestand an reinen Kapitalversicherungen einschließlich der Bau­sparversicherungen bis zum 31. Dezember 1934 aus 1 159 380 Versicherungen über 2 016 672 524 Mark Kapital und 793 085 Mark Leibrente gestiegen. (Ende 1933 hat der Bestand 1 048 080 Versicherungen über 1 935 371 105 Mark Kapital und 678 545 Mark Leib- rente betragen.) Der Reinzuwachs beziffert sich auf 111 300 Versicherungen mit 81 301 419 Mark Kapi­tal und 114 540 Mark Leibrente. Während im Vor­jahre die Entwicklung noch nicht einheitlich war die Zahl der Versicherungen war zwar um 65 129 Versicherungen gestiegen, wobei die Versicherungs­summe jedoch um 12 422 374 Mark abgenommen hatte, sind für das Jahr 1934 sowohl bei der Zahl der Versicherungen als auch bei der Kapital­summe der Versicherungen Zunahmen zu verzeich­nen. Die Bewegung im Dersichexungsbestand be­stätigt die bereits früher bei der Zusammenstellung der jeweiligen Monatsergebnisse im Antragszugang mitgeteilte Wahrnehmung, daß das Jahr 1934 ein stärkeres Anwachsen der Zahl der Versicherungen gebracht hat und daß die Höhe der abgeschlossenen einzelnen Versicherungssummen im Durchschnitt niedriger geworden ist. Daraus kann geschlossen wer­den, daß die öffentlich-rechtliche Lebensversicherung in immer breitere Kreise unseres Volkes eindringt und daß auch minderbemittelte Schichten, die durch die Arbsitsbeschaffungsmaßnahmen unserer Regie- runa wieder Existenzmöglichkeiten erhalten haben, bei Der öffentlich-rechtlichen Lebensversicherung Ver­sicherungsschutz genommen haben.

* Landeskommunalbank - Giro­zentrale für Hessen. In ihrem Bericht für das Geschäftsjahr 1934 stellt die Bank fest, daß die infolge der zielbewußten Maßnahmen der Reichs- regierung eingetretene Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse sich auch bei den Gemeinden, den hauptsächlichsten Schuldnern der Bank, günstig aus­gewirkt hat, was am deutlichsten in dem befriedi­genderen Zinseneingang zum Ausdruck kommt. Auf Grund des Gemeindeumfchuldungsaesetzes hat die Bank in sehr großem Umfange kurzfristige Kommu­naldarlehen in niedriger verzinsliche langfristige Tilgungsdarlehen umgewandelt und damit zur Aus- eung der Gemeindehaushalte beigetragen. Die erfionsgesetze werden den Gemeinden dem­nächst eine weitere Zinsentlastung bringen. Die Gewährung von Mittelstandskrediten wurde auf verschiedenen Wegen gefördert. Insbesondere wirkt die Bank auch bei der Gewährung langfristiger Darlehen in Einzelbeträgen bis 15 000 Mark an Handwerk, Handel und Gewerbe zu erträglichem Zinssatz durch die Bank für deutsche Industrie- Obligationen im Lande Hessen mit. Dem Wohnungs­bau wurden u. a. durch die der Bank angegliederte Oeffentliche Bausparkasse, bei der am Jahresende 1604 Bausparverträge über eine Vertragssumme von rund 7,25 Millionen Mark liefen, Mittel zu­geführt. Im Spargiroverkehr wurden durchschnitt­lich pro Arbeitstag über 2100 Ueberweisungsauf- träge erledigt. Die Bilanzsumme betrug am 31. Dez. 1934 nahezu 187 Millionen Mark.

* Verbilligtes Rübenkraut (Rüben- saft). Die Hauptoereinigung der Deutschen Gar­tenbauwirtschaft hat eine Aktion zur Verbilligung des im Westen und Südwesten des Reiches als Brot­aufstrichmittel beliebten Rübenkrautes (Rübensaftes) eingeleitet. Der Kleinverkaufspreis ist auf 18 Pf. je lose ausgewogenes Pfund festgesetzt. In der Zeit vom 17. Juni bis 30. September 1935 kann den Herstellern eine Vergütung für die Erzeugung dieses verbilligten Rübenkrautes (Rübensaftes) gewährt werden. Es ist selbstverständlich, daß auch dieses verbilligte Rübenkraut in jeder Beziehung von bester Qualität ist. Die Verbilligungs-aktion ist auf die Hauptverbrauchsgebiete von Rübenkraut und Rübensaft (Rheinland, Pfalz, Saarland, Hessen, Baden, Württemberg, Lippe-Detmold und auf Ge­bietsteile der Provinzen Westfalen und Hannover, die westlich der Weser liegen, sowie auf das Gebiet Hessen - Nassau, das westlich der Fulda liegt) beschränkt.

Mein-Mainische Börse.

Tendenz: überwiegend fester.

Frankfurt a. M., 10. Juli. Da das Publi­kumsinteresse noch nicht wieder größer geworden ist, eröffnete die heutige Börse zunächst in sehr stiller und abwartender Haltung. Die Grundtendenz war aber weiterhin fest, da sie durch die großen Neu­aufträge der Reichsbahn an die Lokomotiv- und Maschinenindustrie eine gute Stütze erhielt.

Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung anfangs uneinheitlich, da seitens der Kulisse und zum Teil auch von der Kundschaft etwas realisiert wurde. Nach den ersten Kursen wurde das Geschäft etwas größer und die Kurse zeigten überwiegend wieder nach oben. Die feste Haltung einzelner Spezialwerte bot hierbei etwas Anregung. Dor allem waren Reichsbankanteile lebhaft und fest mit 193,75 bis 195 (192), ferner wurden IG. Farben mit 154,75 bis 155,50 (154,75) in größeren Be­trägen gehandelt. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten innerhalb eines Prozentes. Montanwerte lagen zu­meist 0,25 bis 0,50 fester, Mannesmann- und Stahl- oerein gewannen je 0,75 v. H., nur Harpener und Klöckner bröckelten noch etwas ab. Am Elektromarkt zogen AEG. 0,40 v. H., Betula 0,25 v. H., RWE. 0,50 v. H., Siemens 0,65 v. H. an, dagegen ließen Elektrische Lieferungen 1 v. H., Lahmeyer 0,75 v. H., Schuckert 0,50 v. H. und Gesfürel 0,25 v. H. nach. Zellstoffaktien lagen schwächer, Waldhof 122,75 (123,75), Aschaffenburger 90,50 (92). Maschinen- und Motorenwerke bröckelten bis 0,25 v. H. ab, ferner gaben AKU. 0,50 o. H. und Allgemeine Lokal- und Kraftwerke 1,50 v. H. nach. Fester waren erneut Goldschmidt (plus 1 v. H.).

Der Rentenmarkt blieb sehr vernachlässigt, zeigte aber zumeist unveränderte Kurse. Nur Alt­besitz bröckelten um 0,25 v. H. auf 112,25 ab. Don Jndustrieobligationen zogen 6proz. Stahlverein um 0,13 v. H. auf 102 an.

In der zweiten Börsenftunde wurde das Geschäft wieder sehr klein. Die nach den ersten Kursen ein­getretenen Erhöhungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. blieben aber gut behauptet. Interesse erhielt sich auch späterhin für einzelne Tarifwerte, wie Be­tula, Gesfürel und RWE., ferner gewannen Schuckert 1,25 o. H. auf 126, Metallgesellschaft 1 v. H. auf 116,50, Lechwerje Augsburg 1 v. H. auf 106,50. Lebhafter waren Hoesch Eisen mit 108,65 bis 110,25 (108). Fest notierten Deutsche Linoleum mit 167,50 bis 169 (166,75).

Am Rentenmarkt hielt die Geschäftsunluft an, die Kurse lagen jedoch unverändert. Etwas höher la­gen 1947er Stahlverein mit 94,40 (94). Goldpfand­briefe blieben bei kleinsten Umsätzen behauptet, da­gegen lagen Liquidationspfandbriefe und Stadt­anleihen überwiegend etwas schwächer. Don Aus­landrenten zogen mexikanische Anleihe etwas an, während Ungarn bis 0,50 v. H. zurückgingen.

Tagesgeld unverändert 3 v. H.

Abendbörse schwach.

, Die Abendbörse verkehrte am Aktienmarkt in weiter schwacher Haltung, und im Durchschnitt traten gegen den Berliner Schluß Rückgänge von 1 bis 2 v. H. ein, nachdem bereits im Mittags­schluß- und Nachbörsenverkehr auf die Erklärung des Berliner Börsenvorstandes gegen die Bewegung am Aktienmarkt Einbußen von mehreren Punkten zu verzeichnen waren. Besonders gedrückt rogren die in den -letzten Tagen gestiegenen Spezialwerte. Vorübergehend zeigte sich etwas Aufnahmeneigung, doch überwogen im Verlaufe neuerliche Angaben. Prägnante Rückgänge wiesen auf: Reichsbank 191 (194,50), Harpener 111,50 (114,50), Hoesch Eisen 108 bis 107,50 (108,75, Frankfurter Schlußkurs 110,25), Rheinstahl 113,75 (115,50), Stahlverein 87,50 bis 87,65 bis 87,25 (89). Buderus 107 (108,90), Scheideanstalt 237 (239), IG. Farben 153,25 bis 152,75 (154,25), Schuckert 124,50 (126) und Deutsche Linoleum 167 (168,75). AEG. gingen

auf 46,13 bis 45,75 (46,75) zurück. Etwas fester lagen nur Süddeutscher Zucker mit 193 (192,50).

Der Rentenmarkt war bei kleinen Umsätzen etwas fester. Gefragt wurden Kommunal-Umschul- bung, die 20 Pf. über Berlin bezahlt wurden, auch Altbesitz zogen 0,25 v. H. auf 112,75 und 4^proz. Stahlverein 0,40 v. H. auf 92,65 (92,25) an. Von Stadtanleihen erhöhten 4^proz. Mainz von 28 auf 91,50 (91). U. a. notierten: Altbesitz 112,75, Reichs­bahn-Vorzugsaktien 123,50, 4M v. H. Stahlverein 92,65, 4% v. H. Stadt Mainz von 28 91,50, 4 v. H. SBB. 194, 3M v. H. do. 182, Eommerzbank 92,25, Reichsbank 191, Buderus 107, Harpener 111,50, Klöckner 101,75, Mannesmann 91,75 bis 91,25, Hoesch 108 bis 107,50, Rheinstahl 113,75, Stahlver­ein 87,50 bis 87,65 bis 87,25, AEG. 46,13 bis 45,75,

Schweinemarkt in Friedberg.

LPD Friedberg, 10. Juli. Bei einem Auf­trieb von 300 Ferkeln wurden auf dem am Mitt­woch ftattgefunbenen Schweinemarkt folgenbe Preise erzielt: 6 Wochen alte Tiere 1618 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 1824 Mark, 8 bis 12 Wochen alte Ferkel 2432 Mark. Der Auftrieb wurde aus­verkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 10. Juli. In Erwartung der Preisfestsetzung für die neue Ernte bestand am Getreidegroßmarkt starke Zurückhaltung. Brot- und Futtergetreide wurden kaum angeboten. In

Wintergerste und neuem Heu kamen Abschlüsse noch nicht zustande. Am Futtermittelmarkt blieben Kraftfuttermittel sowie Kleie gefragt, aber ohne Angebot, dagegen herrschte in Boll- und Nach­mehlen stärkeres Angebot. Das Mehlgeschäft blieb luftlos. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 210, W 13 214, W 16 218, Roggen R 9 170, R 13 174, R 15 178 Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerfte G 9 172, G 11 175, G 12 177, Hafer H 13 170, H 14 172 Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserver- ladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Weizen­mehl W 13 27,70, W 16 28,15, Roggenmehl R 13 (Type 997) 23,80, Type 815 R 13 24,30, Type 997 R 15 24,20, Type 815 R 15 24,70 plus 0,50 Mark Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 17,00 Brief, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W 13 10,92, W 16 11,13, Roggenkleie R 13 10,20, R 15 10,44 Mühlenfeftpreife ab Mühlenstation. Soyaschrot 13,00, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50 Fa­brikpreise ab südd. Fabrikstation. Treber 16,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 11. Juli. Auftrieb: 51 Rin­der, darunter 7 Ochsen, 5 Bullen, 5 Kühe, 34 Färsen, 776 Kälber, 42 Schafe, 450 Schweine. Es kosteten: Kälber, 32 bis 60, Lämmer und Hämmel 36 bis 38, Schafe 30 bis 35, Schweine 46 bis 51 Mark. Markt­verlauf: Kälber mittelmäßig, Schafe ruhig, Schweine lebhaft.

Oeffentliche Sparkaffen und Arbeilsbeschaffung.

Hessen-Nassaus Anteil an der Iinanziemng des Arbeitsbeschaffungsprogramms.

LPD. Frankfurt a. M., 10. Juli. Die im Deutschen Sparkassen- und Giroverband zusammen­geschlossenen rund 3000 öffentlichen Sparkassen des Reiches haben wie die jetzt abgeschlossenen stati­stischen Erhebungen zeigen im Jahre 1934 der deutschen Wirtschaft an Krediten im Rahmen des Gebäudeinstandsetzungsgesetzes und an sonstigen Ausleihungen, deren Verwen­dungszweck die Bekämpfung der Arbeits­losigkeit unterstützte, rund 745,4 Mill. Mark in 632 450 Einzelposten zur Verfügung gestellt.

Die 57 im Sparkassen- und Giroverband für Hessen-Nassau vereinigten öffentlichen Spar­kassen der Provinz Hessen-Rassau sind an dem Gesamtergebnis mit 27,2 Mill. Mark beteiligt.

Diese Summe setzt sich aus 19 530 Einzelbewilli­gungen zusammen. Der Gesamtbetrag teilt sich in 12,8 Mill. Mark (10131 Posten) für Kredite im Rahmen des Gebäudeinstandsetzungsgesetzes und 14,4 Mill. Mark (9399 Posten) fürSonstige Aus­leihungen, die sich unmittelbar oder mittelbar in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit oder sonst wirtschaftsfördernd auswirken".

Der Allgemeintendenz entsprechend, konnten auch die hessen-nassauischen Sparkassen die Mittel zur Gewährung ihrer Arbeitsbeschaffungskredite bis auf geringfügige Beträge (0,5 Mill. Mark) aus eigener Kraft, d. h. aus Einlagezuflüfsen und Kreditrück- flüssen, aufbringen.

3m allgemeinen wurden belragsmäßig mehr langfristige Kredite (das sind feste Darlehen und Hypotheken) als kurzfristige (das sind Wechsel- und Kontokorrentkredite) für Arbeitsbefchaf- fungszwecke bewilligt.

In der Provinz Hessen-Nassau trat dieses Verhält­nis 19,23 Mill. Mark gegen 7,92 Mill. Mark besonders klar zutage. Mit 70,8 v. H. steht sie hinter Hessen und Württemberg, die 79,7 v. H. bzw. 73,1 v. H. ihrer Arbeitsbeschaffungskredite mittel- und langfristig ausliehen, in der Reichsstatistik an dritter Stelle.

, Die durchschnittliche Kreditbetragshöhe errechnet sich für das Reich auf 1178 Mark, für Hessen-Nassau auf 1390 Mark. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen an Arbeitsbeschaffungskrediten der öffent­lichen Sparkassen im Reich 11,27 Mark und in Hessen-Nassau 10,50 Mark.

Von den hessen-nassauischen Sparkassen liegt auch das Ergebnis des erste« Vierteljahres 1935 vor. Sie bewilligten in diesem Zeitabschnitt 6,77 Mill. Mark, die sich aus rund 4000 Einzelposten zusam- mensetzen. Bemerkenswert ist, daß entgegen der im Reich zu beobachtenden Entwicklung die Gesamt­kreditsumme im Vergleich zum Vorjahr nur einen unwesentlichen Rückgang (0,19 Mill. Mark) zeigt, obwohl die Gebäudeinstandsetzungsaktion die in Hessen-Nassau säst 50 v. H. der Arbeitsbeschaffungs­kredite beansprucht hatte inzwischen ihr Ende erreicht hat.

VeffmngderwirWastlichenLagedesHandwerks im zweiten Vierteljahr 1S3S.

Die Lage des Handwerks hat sich nach Mittei­lung des Deutschen Handwerks - und Ge­werbekammertags im zweiten Vierteljahr 1935 in erheblichem Maße gebessert. Dies war be­dingt durch jahreszeitliche Einflüsse, teils durch Ar- beitsbesckanungsmaßnahmen der öffentlichen Hand.

Insbesondere kann dies vorn Baugewerbe ge­jagt werden, das neben der saisonüblichen Be­lebung noch durch größere behördliche Aufträge besondere Förderung erfuhr.

Der Oraanisationsaufbau der Lieferungsgenossen- schaften im Handwerk, an der Spitze zusammenge­schlossen durch die Reichszentrale für Handwerks­lieferungen, wurde abgeschlossen und damit die Voraussetzung für die Uebernahme auch großer öffentlicher Aufträge durch das Handwerk geschaf­fen. Die Auswirkung dieser Arbeit trat im Berichts- ahre bereits zu Tage. In verschiedenen ländlichen Gebieten hat die besser gewordene Lage der Land­wirtschaft zu vermehrten Aufträgen an das Hand­werk geführt. Don der verstärkten Förderung der Kleinsiedlung erwartet das Handwerk weitere Ar­beitsmöglichkeiten.

Die Kreditverhältnisse des Handwerks sind nach wie vor schwierig, es wird immer wieder über langsamen Zahlungseingang berichtet.

Bei der Vergebung von Aufträgen von privater Seite wird das Handwerk immer noch nicht ge­nügend berücksichtigt.

da große Schichten der Bevölkerung ihren Bedarf in Warenhäusern und Einheitspreisgeschäften bil­liger zu decken glauben. Die Preisgestaltung im Handwerk war nicht ganz befriedigend. Derschiedene Handwerksberufe wurden von Preissteigerungen für Rohstoffe ober Halbfabrikate berührt, ohne die eingetretenen Preiserhöhungen auf die Verkaufs­preise abwälzen zu können.

Erstmalig kann auch über die Wirtschaftslage im Saarland nach der erfolgten Rückgliederung an das Deutsche Reich berichtet werden. Bis zum März war die Wirtschaftslage des Saarlandes stark be­einflußt durch das Abwarten der wirtfchaftlicken Eingliederung, woraus sich eine fast völlige Ar­beitsstille im Handwerk ergab. Im zweiten Viertel­jahr ist die Wiedereingliederung in das Reichsge­biet voll in Gang gekommen. Die von der Reichs­regierung bereitgestellten Mittel für die Gewährung von Zuschüssen für Jnstandfetzungsarbeiten konnten erst Mitte Mai, mit dem Inkrafttreten der Aus­führungsbedingungen, wirksam werden. Infolgedes­sen konnte eine Besserung in der Wirtschaftslage erst ganz allmählich einsetzen. Inzwischen ist die Zu­schußaktion für Jnstandfetzungsarbeiten voll zur Auswirkung gekommen. Das Ergebnis war, daß der größte Teil des Bauhaupt- und Baunebenge­werbes gut beschäftigt war. Für einzelne Hand­werkszweige trat bereits ein Mangel an Gesellen auf. Verschiedene weitere Arbeitsbeschaffungsmaß­nahmen werden sich in der Folge stärker auswirken.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

34,9

97,5

96,25

116,25

116,5

116,4

96,25

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101

Banknoten.

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97

97

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40,5

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103,5

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1 IUI//J I vu/U IUX//3

wrf sr.rst et,® sm

1624

96,25

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112,4

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107

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100,5

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7 7

114

108

161

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177,5 160

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11

10,6

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93,75

93,75

191

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93,75

192

176,5 158

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122

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93,75

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97

107,3

97

107,2

97

107,3

47,13

141,4

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135,25

109

130

141

135

125,5

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133

39

88

117,5

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34,75

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88

117

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35,5

39,65

88

118,25

92,5

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113,5

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108

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132

108,9

113,25

114,5

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133,5

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88

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93,75

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121

123

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144

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178

160-

32,13 1,75

11 10,75 10,9 12,5

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119,75 122

91 143,5 96,75 168,75

92 35,25 290 176,5 158,5

45,75

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120

134

111

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141

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1,75

11

1113

11,4

12,5

8 132,75

IJ4 103,4

ä Ö24

Siemens L Halske, Lahmeyer L To. ..

11 10,75

10,9

12,5 Wsl

4% Oesterreichtlche Golvrente.... 4,20% Oesterreichtsche Stlberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Y»% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99 Bagdadbahn-Anleihe

Harpener....................

Hoesch EisenKöln-Neuesfe» .. 0

Ilse Bergbau ...............-

Gritzner................. Ql l

inlrafteerte Höchst 0.BU.. 4 95,75.1

92,5

127

116

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v.

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ....... i-

MarweSmaruEhreis hmm».

6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 W»% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Aitl.-Ablös.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

*l/i% Deutsche RetchSpostschahan- Weisungen von 1934, I.......

6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rüchahlb. 102%)............

4Yt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6Yi% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Liout ...

4Yi% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandeSb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Eammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*Yi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6Yi% ehem. 4y2% Franks. Hyp.-

Bank-Liqu.-Psandbriese.......

6Yi% ehem. 4Yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4Yi% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4Yi% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanst., Gold Komm. Obl.Vl

Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-89

A.E.S.......................

Betula.................... io

Etektr.Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ...........

Felten & Guilleaume.........o

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co................

40,5 I 40,5 |

95,13 -

18W

Schultheis Patzenhofer .......4

Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................. . 0

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg ...... 0

Dessauer GaS............... 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum...........6

Oren stein & Koppel.......... 0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade.................. 0

Accumulatoren-Fabrü.......12

Tontt-Gummt............. S

Hamburg-Amerika-Paket ...... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bant..............0

Reichsbant ...... 12

Buderus .....

Deutsche Erdüi Gelsenkirchener

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß, tu cs

Echlußl. Abend« börse

Schluß, kurs

Schlußt. Mittag« börte

Datum

97

10.7.

9.7

10.7.

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß, kurs

Gchlußk. Abend­börse

Schluß, kurs

Gchlußk. Mittag« börse

Datum

9.7

10.7

9.7-

10.7- '

4% desgl. Serie II ............

_

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7,8

7,9

7,9

4tzA>Rumän.vereinh.Rentev.l913

10,4

10,4

10,25

10,4

4% Rumänische vereinh. Rente ..

6,13

6

6,1

6

214% Anatolier...............

40

39,75

40

39,9

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

9-Iuli

10-Iuli

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum

9.7

10.7

9.7

10.7.

ManSfelderBergbau......... -

Kokswerte.......... 6

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl................8 Yi

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen .......... 0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

3- G. Farben-Jnbustri».......7

Scheideanstall....... 9

Goldschmidt ..... 0

RütgerSwerte ............... 4

Metallgesellschaft........ 4

Philipp Holzmann........... 0

Zementwerk Heidelberg ..... 6

Cementwert Karlstadt.........*

119,5

227,5

114,75

88,75

18,25

129,5

127,5

154,75

239

111,25

123

115,5

95

-

118,75

227,5 113,75

87,25 18,25 129,5

152,75

237 112,25 122,25 115,5

95,5

113

118,9 123,5

227,5 115,25

89,25

18

129,75

127 200

155

111,25 121,75

116

95,5

118.25

124

227

115,5

89

18,13

128 126,25 197,5

154,25

112,75

123

117,25

95,5

Buenos Aires Brüssel.....

Rio de Jan.. Sofia......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

HelstngforS.. Parts......

Holland .... Italien.....

Japan ......

Jugoslawien. Oslo.....;

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag.......

Budapest ... Reu York ....

0,658 41,885

0,139 3,047

51,88 46,91

12,29 5,42

16,41

168,74 20,50 0,722

5,649 61,77 48,95

111,55

63,37

81,17 34,00

10,35

2,474

0,662 41,965

0,141

3,053

54,98

47,01

12,32

5,43

16,45 169,08

20,54 0,724

5,661

61,89 49,05

11,175

63,49 81,33

34,06 10,37

2,478

0,658 41,885

0,139 3,047 54,82 46,91

12,275 5,415 16,41

168,74 20,50 0,721

5,649 61,70 48,95

11,14 63,29 81,17 34,02

10,35

2,476

0,662 41,965

0,141

3,053

54,92

47,01

12,305 5,425 16,45

169,08 20,54 0,723

5,661

61,82 49,05

11,16

63,41

81,33

34,08

10,37

2,480

Berlin, 10 Juli

Geld

Äries "

Amerikanische Noteu..............

2,428

2 448

Belgische Noten..................

41,72

Dänische Noten .................

54'76

Englische Noten .................

12 24

Französische Noten...............

16,36

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

10/uu

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten .............."

63,07

80,94

Schweizer Noten.................

63,33

Spanische Noten.................

Ungarisch« Note»

33^80