Auch Deine Zähne brauchen jeden Abend Chlorodont I
ienb« und
iren & jrer ytte, : bie äber- leiter
Sil« iar« iatio« W fi die Auch i den Eine i der tätige gend- ib zu i. Die ional« ie 1)3*
Wer re mit en die Staat. ,tischen ujink )n des 1-hi-re
teil i“ er Z-"' tb-M' »r°ch°"' n- 'U roerde- Vr<- ig P Lr Kft'?
isiihrer Dann .gschast listische Pflicht Wellung && en
irocheu de bek
Warm
das Weißbuch Deuischland so Mer enttäuscht hat.
Eine Ltnterredung Ribbentrops mit einem englischen Journalisten.
auch verhindert werden, daß dke Einheitlichkeit und Geschlossenheit der Vertretungen des Hausbesitzes und der Mieter durch das Bestehen verschiedener, voneinander unabhängiger Verbände und durch ihre Jnteressenkämpfe gestört werden.
Lleberwachung der Büchereien.
Berlin, 10. März. (DNB.) Reichsleiter Alfred Rosenberg erläßt, wie der „V. B." berichtet, als Beauftragter des Führers für die weltanschauliche Erziehung der NSDAP, folgende Anordnung:
„Im Rahmen des mir vom Führer erteilten Auftrages, lleberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP., wird bei der Abteilurig Schrifttumspflege meiner Dienststelle eine besondere Abteilung errichtet, die folgende Ausgaben hat:
lleberwachung und Ueberprüfung der Bestände vorhandener Büchereien, Beratung bei Neubeschaffungen und Errichtung neuer Büchereien.
Leiter der Abteilung Büchereiwesen ist Pg. Dr. Rudolf Kummer, Anschrift: Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums, Abteilung Büchereiwesen, Berlin N< 24, Oranienburger Straße 79."
Reichstagung der DAF.
Berlin, 10. März. (DNB.) Die NSK. meldet: Vom 26. bis 30. März findet in Leipzig die große Reichstagung der Deutschen Arbeitsfront statt. Reichsleiter und Reichsminister werden auf dieser Tagung sprechen. Die Amtsleiter der DAF. geben in kurzen Referaten einen Leistungsbericht über die Arbeit ihrer Aemter. Damit wird diese gewaltige Tagung, zu der über 4000 Teilnehmer erscheinen, zu einer großen und eindrucksvollen Leistungsschau der Deutschen Arbeitsfront. Alle Kreiswalter, Gauwalter und Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter der DAF. sind in diesen Tagen in Leipzig versammelt.
Japan setzt sich durch.
Dftbahnverkauf perfekt. — China lenkt ein.
Tokio, 10. März. (DNB.) Halbamtlich wird mitgeteilt, die Sowjetregierung habe das japanische Außenministerium wissen lassen, daß sie mit der Unterzeichnung des Abkommens über den Verkauf der Ostchinabahn am 23. März in Tokio einverstanden sei. Es wird hinzugefügt, daß die Moskauer Regierung den Entwurf über den Verkauf der Bahn genehmigt hat. Mit der Unterzeichnung des Abkommens wird eine Periode zweijähriger Verhandlungen abgeschlossen.
Einen sehr wesentlichen Schritt auf dem Wege einer chinesisch-japanischen Einigung bedeutet es, daß die chinesische Regierung, wie hier amtlich bekannt gegeben wurde, das japanische Außenministerium hat wissen lassen, daß auf Grund eines Gesetzes die an ti japanische Propaganda in China verboten ist. „Schimbun Rengo" erklärt dazu, das Gesetz sei am 5. März erlassen und sofort in Kraft getreten. Die chinesischen Behörden seien zu strengster Durchführung des Gesetzes verpflichtet wordem In Kreisen des japanischen Außenministeriums begrüßt man diesen Schritt und ist der Auffassung, daß nunmehr einer freundschaftlicheren Gestaltung der Beziehungen beider Länder nichts mehr im Wege steht.
Aus aller Well.
Das rhein-mainische Pressefest in Frankfurt.
Wenn die Presse, deren Vertreter im Laufe des Jahres an so vielen festlichen Veranstaltungen aus beruflichem Zwang teilnehmen müssen, sie selbst also die Arbeit und die andern das Vergnügen haben, auch einmal an sich denkt und ein Fest aufzieht, dann ist das immer ein besonderes Ereignis. Auch das zweite Fest der rhein-mai- nischen Presse im Frankfurter Palmengarten hat diese Erfahrung bestätigt. Männer und Frauen aus allen Kreisen der Bevölkerung, aus Partei, Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst sanden sich mit der „Ritterschaft der R o t a t i o n", wie das Programm die Presseleute bezeichnete, zu Stunden fröhlicher Geselligkeit und wahrer Volksgemeinschaft in den geschmackvoll ausgeschmückten Festsälen zusammen. Der erste Teil der Festfolge stand unter dem Motto „Vom d e u t- schenKampf und Sieg". Er wurde eingeleitet mit einem Sprechchor der HI., mit abschließendem Trutzgesang. Dann folgte die Festansprache des Leiters des Landesverbandes Rhein-Main im Reichsverband der deutschen Presse, Gaupressechef und Hauptschriftleiter F. H. Woweries MdR. Deutschlandlied, Horst-Wessel-Lied und der Badenweiler Marsch beschlossen den ersten Teil. Der zweite Teil galt frohem Lachen und Leben, dargeboten von Künstlern der Frankfurter Oper und des Schauspielhauses. Nach Ablauf der künstlerischen Darbietungen durchströmte die Geselligkeit alle Räume des Palmengartens. Besonderes Interesse fand der Losabsatz für die reich aus- gestattete Tombola, die wertvolle Gewinne, u. a. einen Adlerwagen, ein Motorrad mit Beiwagen, mehrere Damen- und Herrenfahrräder, Reisen und Flüge aufwies. Der „Amtliche Festbeobachter der Rhein-Mainischen Presse", eine Festzeitung, die im Palmengarten gesetzt und gedruckt wurde, unterrichtete die Besucher über den Verlauf des Abends. Der Ertrag des Festes kommt dem WHW. und den Wohlfahrtseinrichtungen der Preise zugute.
Bulgarischer Finanzbeamter unterschlägt vier Millionen Lewa für die kommunistische Partei.
Der bulgarische Finanzbeamte R a d e n k o f f, der vor einer Woche nach Unterschlagung von vier Millionen Lewa (etwa 120000 Mark) Staatsgeldern flüchtig wurde, wurde in Philippopel f e st g e n o m m e n. Seine Vernehmung bestätigt den Verdacht, daß er die Unterschlagung im Auftrage der verbotenen Kommun ist i s ch e n P a r - t e i verübt habe, die sich auf diese Weise in den Besitz von Geldmitteln für ihre staatsfeindliche Tätigkeit setzen wollte. Radenkoff war von dem kommunistischen Funktionär Rakowski, dem bulgarischen Vertreter der kommunistischen internationalen Organisation zur Unterstützung von Revolutionären (MOPR.) versichert worden, daß ihm die bulgarische Kommunistische Partei nach Vollbringung seiner „revolutionären Tat" eine gefahrlose Flucht nach Sowjetrußland garantiere, wo ihm ein hoher Staatsposten winke. Rakowski, dem Radenkoff drei
Berlin, 9. März. (DNB.) Der Beauftragte der Reichsregierung für Abrüstungsfragen von Ribbentrop hat den bekannten Journalisten und Freund Lord Rothermeres Ward Price, ein Interview gewährt, das sich mit der Wirkung der Veröffentlichung des britischen Weißbuches auf das deutsche Volk befaßt. In dem Interview heißt es:
Ward Price: England hat mit Bedauern von der Unpäßlichkeit des Führers gehört. Ist sie ernster Natur, oder steckt etwas hinter dem Gerücht, daß sie diplomatisch sei?
Ribbentrop: Um Ihre parlamentarische Sprache zu gebrauchen: Die Antwort auf beide Fragen ist negativ. Der Führer brachte aus dem Saargebiet eine st arte Heiserkeit mit. Aerzt- liche Verordnungen veranlaßten ihn, alle Verabredungen abzusagen Und um eine Verschiebung des britischen Besuches zu bitten.
Ward Price: Dann ist es also nicht wahr, daß die Verschiebung des britischen Ministerbesuches mit der Veröffentlichung des Weißbuches etwas zu tun hat?
Ribbentrop: Weißbücher scheinen das Pech zu haben, daß sie, wann immer sie auch erscheinen, Beunruhigung und alle möglichen Kombinationen Hervorrufen. Eines aber muß ich Ihnen sagen: Niemand in Deutschland versteht den Teil des Schriftstückes, der sich m i t D e u t s ch- l a n d beschäftigt, und erst recht versteht niemand den Termin der Veröffentlichung am Vorabend eines britischen Besuches in Berlin.
Ward Price: Dann stimmt es also, daß das Weißbuch in Deutschland Entrüstung hervorgerufen hat?
hier antwortete Herr v. Ribbentrop sehr ernst: „Entrüstung? Rein, vielmehr eine bittere Enttäuschung." Denn was ist geschehen? Als Antwort auf den versöhnlichen Geist des englisch-französischen Eommuniques hat Deutschland am 15. 2. an England eine freundliche Aufforderung zu einer freien Besprechung des europäischen Problems ergehen lassen. In seinen aufrichtigen Wunsch zu einer Versöhnung mit Frankreich und, um zu praktischen Ergebnissen zu gelangen, im Interesse des Friedens, hak Deutschland Großbritannien als eine Garantiemacht des Locarnopaktes gebeten, in zweiseitigen Besprechungen in Berlin seine Hand zu einer fairen Lösung des Problems zu reichen. Es schien ein neuer Gei st, in dem diese Roten gewechselt und in dem die Einladung von Großbritannien angenommen wurde, ein neuer Geist vertrauensvoller Beratung und freier Vereinbarung zwischen souveränen Staaten. Rur ein solcher neuer Kurs versprach praktische Ergebnisse. Und ich bin der Meinung, daß England gefühlt haben muß, wie herzlich die Begrüßung dieses neuen Kurses in Deutschland war. Das englische Weißbuch hat nun ungefähr dieselbe abkühlende Wirkung auf diese hoffnungsfrohe Stimmung ausgelöst, wie die augenblickliche sibirische Kälte auf unseren Vorfrühling. Daß diese im übrigen auch nicht besonders gesundheitsfördernd ist, brauche ich nicht zu erwähnen. Ward Price: Gegen welche Teile des Weißbuches erhebt die deutsche öffentliche Meinung Einspruch?
Millionen Lewa für die Zwecke der Kommunistischen Partei übergeben hatte, konnte auf der Fahrt nach Burga verhaftet werden, wo er angeblich ein Motorboot für die Flucht Radenkoffs nach Odessa beschaffen wollte. Die Polizei hat eine Anzahl kommunistischer Freunde Radenkoffs festgenommen, denen dieser teilweise größere.Beträge von der unterschlagenen Summe übergeben hatte. Radenkoff, der sich acht Tage in einer kleinen Hütte in Philippopel verborgen gehalten hatte, war bei seiner Verhaftung halb verjungert und erfroren, da ihn seine kommunistischen Freunde nach Aushändigung des Geldes im Stich gelassen hatten.
Vereilelker Anschlag auf den Papst?
Mit einem Dolch in der Tasche im Vatikan verhaftet.
Von einem glücklich vereitelten Anschlag auf den Papst will her römische Berichterstatter der Pariser Zeitung „Le Jour" nachträglich erfahren haben. Ein Mexikaner hat kürzlich um eine Audienz beim Papst nachgesucht. Man zog Erkundigungen über seine Persönlichkeit ein. Sie fielen so ungünstig aus, daß man den Mexikaner, als er erneut vorsprach, kurzerhand feftnahrn und durchsuchte. Dabei wurde ein frisch geschliffener Dolch entdeckt. Man vermutet einen Zusammenhang mit den religiös-politischen Wirren in Mexiko.
Reichswehrauto vom Zuge erfaßt. — Ein Soldat getötet, zehn Verletzte.
Auf der Eisenbahnstrecke Lötzen—Johannisburg in Ostpreußen ereignete sich ein schweres Unglück. Auf dem unbeschrankten Bahnübergang bei Upalten fuhr ein Personenzug in eine den Uebergang passierende Lastkraftwagenkolonne der Reichswehr. Hierbei wurde der letzte Wagen der Kolonne vom Zuge erfaßt und vollständig zertrümmert. Ein Soldat wurde getötet, vier schwer und sechs leicht verletzt.
Bruchdruckunternehmer stiften Freiplähe für die Schulung der Sieger im RBWL.
Der Deutsche Buchdrucker-Verein, dem etwa 7000 Unternehmer des Druckgewerbes angehören, hat für die Sieger im Reichsberufswettkampf, Gruppe graphisches Gewerbe, eine wertvolle Stiftung gemacht. Danach erhalten die aus dem Reichsberufswettkampf als Beste hervor- gehenden beiden Buchdruckerlehrlinge des letzten Lehrjahres nach Vollendung ihrer Lehrzeit und Ableistung ihrer Arbeitsdienstpflicht für die Dauer eines Jahres je eine Freistelle in den Meist e r f ch u l e n des Deutschen Buchdrucker-Vereins
Ribbentrop: Es steht uns nicht an, irgendwelche Meinung über die Bedürfnisse der britischen Verteidigung zu äußern. Vielleicht versteht Deutschland besser als irgendein anderes Land, daß England für seine Sicherheit sorgen und in dieser Welt der Rüstungen st a r k sein muß. Es wird auch niemand in Deutschland England für die allgemeinen Rüstungen verantwortlich machen. Allein um so weniger verstehen wir zwei Punkte des Weißbuches, die weder sachlich begründet, noch politisch notwendig waren: Daß das Weißbuch versucht, Deutschland in den Augen des britischen Volkes für Englands Aufrüstung verantwortlich zu machen. Daß Deutschland selb st vollständig abgerüstet hatte, ist eine Tatsache, die von der Interalliierten, also, auch von England beschickten Kontrollkommission 'ausdrücklich f e st g e st e l l t wurde. Das heißt also, Deutschland hat seine im Friedensvertrag übernommene Abrüstungsoerpflichtung — auch nach dem Urteil Englands — erfüllt. Das Ausmaß dieser Abrüstung war ungeheuerlich.
Vis zur Zerstörung der Eifenbahnrampen ging die deutsche Erfüllung der Abrüstungsverpflich- kung. Und nun hak Jahr für Jahr dieses abge- rüstete Deutschland auf die Einlösung der Ab- rüstungsverpflichtung der anderen Staaten gewartet. Als aber an Stelle der vertraglich versprochenen Abrüstung der anderen die Aufrüstung der übrigen Welt immer weitere Fortschritte machte, da war Deutschland trotzdem noch bereit, Vorschläge, die die königlich Britische Regierung selbst ausgearbeitet hatte, zu akzeptieren, ja, der Führer ging so weit, zu erklären, daß Deutschland bereit sei, auch das letzte MG. abzuschaffen, wenn die anderenRationen dasselbe täten. Und erst als das alles vergeblich blieb, ergriff dec Führer die notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der notwendigen Verteidigungsmacht des Reiches. Ist es dann aber fair, wiederum den Versuch zu machen, Deutschland als den Sündenbock hin- zustellen, in dem das englische Volk — bestimmt gegen sein eigenes inneres Verlangen — seinen zukünftigen Feind sehen soll?
Und 2. empfindet man es in ganz Deutschland als unmögliches Verfahren, zwischen dem Wollen und der Absicht des Führers und der Tendenz der öffentlichen Meinung und insbesondere der Erziehung der Jugend einen Zwiespalt Herstellen zu wollen. Es ist nicht wahr, daß die deutsche Jugend kriegerisch erzogen wird, wohl aber ist es wahr, daß sie sportlich, ehr- liebend, stolz und diszipliniert erzogen wird. Wir haben niemals versucht, Völkern einen kriegerischen Geist zuzuschreiben, auch wenn die Erziehung der Jugend solcher Völker und ihre Ausbildung im Waffengebrauch hierzu viel mehr Anlaß bieten könnte.
Ward Price: Und die Reichswehr? Ist der alte militaristisch-aggressive Geist, den die Welt früher der Junkerkaste zuschob, nicht in der deutschen Armee noch vorhanden?
Ribbentrop: Dies ist immer das letzte Schreckgespenst, wenn alle anderen Argumente nicht mehr ziehen. Zunächst glauben Sie mir eines: Es gibt heute in Deutschland keine K a st e m«e h r, weder eine Junkerkaste noch irgendeine andere! Wir sind ein. Volksstaat und ich glaube, daß die Idee der Hitlerschen Volksgemeinschaft auch in der Zusammensetzung der Reichswehr einen eindeutigen Ausdruck gefunden hat.
in Leipzig und München. Diese' Stiftung ist ein Zeichen der deutschen Buchdrucker-Unternehmer, mit allen Mitteln das Berufsstreben der Jugend zu fördern und den besten Kräften, auch wenn sie unbemittelt find, die Möglichkeit zum Aufstieg im Gewerbe zu geben.
Karl Schwabes dritter Afrika-Ausflug.
Der bekannte Sportflieger Karl Schwabe startete dieser Tage, wie der V. B. meldet, zu einem dritten Afrikas lug. Von Kairo aus beabsichtigt Schwabe sich einer Karawanenexpedition des Neffen des Königs Fuad von Aegypten anzuschließen, die in der Wüste nach einem vor Jahrtausenden versunkenen Stadt suchen will. Schwabe hat weiter die Absicht, das Gebiet des ehemaligen Deutsch-Ostafrika anzufliegen und dann über Kairo, Algier und Spanien nach Deutschland zurückzufliegen. Karl Schwabe, der auf dieser Reise wieder als Repräsentant des deutschen Luftsportes gilt, wird gleichzeitig auch ein hervorragender Propagandist im Auslande für die Olympischen Spiele 1936 in Deutschland sein.
Vier Kinder
auf dem Eise eingebrochen und ertrunken.
Auf einem unweit der Stadt Posen im Eichwalde gelegenen Teich hatten drei Knaben das noch nicht tragfähige Eis betreten und brachen ein. Ein zwölfjähriger Knabe konnte gerettet werden, ein 13- und ein 14jähriger mußten ertrinken. — Wenige Stunden später brachen ebenfalls drei Knaben ein, die das zu schwache Eis betreten hatten. Ein 9jähriger Knabe konnte sich aus eigener Kraft retten, die beiden anderen ertranken. Seit Anfang dieses Jahres sind in der Wojewodschaft Posen schon 16 Kinder auf diese Weise ums Leben gekommen.
Schwere Bluttat in Chemnitz. —
Seinen Vater, seinen Chef und sich selbst erschossen.
In Chemnitz erschien dieser Tage plötzlich der 20- jahrige Rudi Kledi tisch in der elterlichen Wohnung und erschoß nach kurzem Wortwechsel seinen Vater. Darauf verließ er fluchtartig die Wohnung. Er suchte seine frühere Arbeitsstätte auf; hier erschoß er seinen früheren Chef und dann sich selbst, lieber die Beweggründe des Täters ist nichts bekannt.
Eine Mordtat aufgedeckt. — Mehrere Verhaftungen.
In Sallmannshausen bei Eisenach wurde der Einwohner Adam Hofmann erschossen aufge-
llnsere Armee ist ein ausgezeichnetes Instrument für die Landesverteidigung und besieht aus einer hervorragenden Gemeinschaft von Offizieren und Soldaten, die vom ersten General bis zum letzten Mann erfüllt sind von einem wahrhaft modernen Geist nicht irgendeines aggressiven Imperialismus, sondern der harten selbstaufopfernden Pflichterfüllung für ihr Land und von Liebe und Bepwundecung für ihren Führer. Wenn alle anderen Armeen ähnlich denken, können wir tausend Jahre Frieden haben! Im übrigen ist eine starke Armee der natürliche Bestandteil jeder großen Ration und hat gar nichts zu tun mit kriegerischen Absichten. England glaubt z. B. zur Verteidigung seines Reiches eine sehr starke Flotte zu benötigem Wir Deutschen haben dafür volles Verständnis, und niemand von uns fällt es ein, England deshalb kriegerische Intentionen zu unterschieben. Deutschland hat in seiner Geschichte zu schmerzliche Erfahrungen gemacht, als daß es auf einen eigenen starken Schuh verzichten konnte. Lein Land und keine Rationalwirtfchaft ist verletzlicher als die unfrige. Wer will uns einen Vorwurf machen, wenn auch wir für die Erhaltung des Friedens aus eigenen Kräften besorgt sind und dabei nicht restlos auf die Zuverlässigkeit fremder Hilfe und Unterstützung vertrauen? Die Erfahrungen der letzten Jahre haben uns alle in dieser Auffassung bestärkt.
Deutschland hat in seiner Note vorn 15. Februar seinen Wunsch nach einer freundschaftlichen Verständigung ausgesprochen. Deutschland ist heute ein fest zusammengefügtes Land. Hinter dem Führer und Kanzler st e h t die gesamte Nation einmütig und geschlossen. Er ist der Garant der Beständigkeit in der inneren und äußeren Politik. Deutschland wird immer bereit sein, mit den anderen Nationen zusammenzuarbeiten, aber dann muß der Gei st der Diskriminierung und Zerreißung der Völker, wie er im Versailler Vertrag seinen Ausdruck fand, endlich verschwinden. Nur ein völlig gleichberechtigter, freier Staat kann ein wirklicher Partner in vertrauensvollen Beratungen sein und zu freien Vereinbarungen mit anderen fbuoeränen Staaten gelangen. Dies ist damit die Voraussetzung für jegliche Art von Verhandlung. Die Welt sollte verstehen, daß Verhandlungen, bei denen ein Partner unter irgendeinen geistigen, moralischen oder materiellen Zwang gesetzt wird, immer gegen den fundamentalen Grundsatz freier Vereinbarungen verstoßen würden. Denn selbst bei Abschluß von Verträgen würde ein solcher Zwang nur zu leicht einen antagonistischen Geist erzeugen, dessen alleinige Existenz das praktische Ergebnis schwächt, ja vielleicht das Gegenteil von dem hervorruft, was gerade durch den Geist freier Vereinbarung erreicht werden sollte.
Der Reichsaußenminister Freiherr vonReu- r a t h hat Samstag vormittag den englischen Botschafter in Berlin, PHipps, empfangen und ihm mitgeteilt, daß Reichskanzler Hitler 14 Tage in Bayern verbringen werde, um sich von seiner Erkältung zu erholen. Man hofft jedoch, daß der Besuch Simons in Berlin noch vor Ende des Monats stattfinden kann.
funöen. Die von einer Gerichtskommission sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, daß ein Mord vorliegt, der von langer Hand vorbereitst war. Als Täter konnte ein gewisser Rud 1 off aus Obersuhl (Thür.) feftgefteUt werden, der auf Hofmann nicht weniger als elf Schüsse abgegeben hat. Als Anlaß zu der Tat erscheinen früher begangene Straftaten und weibliche Einflüsse eine Rolle zu spielen. Mehrer Personen wurden verhaftet und in das Gerichtsgefängnis in Eisenach eingeliefert
Strenger Winter in England und Oesterreich.
Die Kältewelle, die gegenwärtig auch England heimsucht, hat während des Wochenendes Todesopfer gefordert. Bei Fußballkämpfen erfroren vier Zuschauer. In vielen Teilen Englands ist Schnee gefallen. Auf dem Kanal herrschten am Sonntag schwere Stürme, die die Schisfahrt erheblich behinderten. Im Hafen von Dover stießen zwei Kanaldampfer zusammen und wurden leicht beschädigt.
*
In Wien setzte in den letzten Tagen heftiger Schneefall ein. Die Schneelage hat eine beträchtliche Höhe erreicht. Die Straßenbahndirektion mußte fast 4000 Schneeschipper in den Dienst stellen. Die Temperatur betrug am Samstag 13 Grad Kälte.
Deutsche Preisträger
, beim Internationalen Fliegerprels.
Unter den Preisträgern des Harmon-Preises der Internationalen Flieger-Liga Paris für das Jahr 1934 ist Deutschland mit folgenden Namen vertreten: Kapitän Lehmann vom Luftschiff „Graf Zeppelin", der Darmstädter Segelflieger Heini Dittmar, der kürzlich verstorbene Luft- schifskapitän Flemming und Elli Beinhorn.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Sange« für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck« verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodov Kümmel. DA. II. 35: 11 790. Druck und Verlags Brühl'iche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf« Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig«


