Einzelbild herunterladen

Gr sei dann aus diesen Kreisen herausgegangen, weil sie nicht einsehen wollten, daß eine DÖUig neue Zeit gekommen sei. Mit einigen Sätzen streifte er ferner' den Kampf innerhalb der evangelischen Kirche, wobei er scharf gegen die Unfnedenstister Stellung nahm. Ebenso wie der Vorredner er­innerte auch er daran, daß nur durch den Führer der Bolschewismus in Deutsch­land verhütet und damit auch von den Kirchen ferngehalten worden sei. Er gab der Hoffnung Aus­druck, daß nunmehr diese ganze Angelegenheit recht bald beigelegt werde und auch hier, neben dem bisherigen großen Aufbau unter Adolf Hitler, der Aufbau durchgeführt werden könne.

Er forderte weiterhin, daß die Kritiker sich doch einmal ernstlich vor Augen halten sollten, was es bedeutet, daß

der Führer wieder ein freies Deutschland ge­schaffen und unserem Volke eine neue Armee als wirksamen Schuh der nationalen Arbeit gegeben hat.

Er erinnerte dabei an den großen Gehalt des WortesIch dien das beherrschend sein müsse für unser ganzes Leben, für unsere Pflichterfüllung, aanz gleich in welcher Stellung. Unter diesem Wort habe unser Volk ein Gemeinsames, das alle ver­binde: das sei das Blut unserer Gefalle­nen, die uns immer wieder zusammenführen müßten.

Hierauf lenkte der Redner die Aufmerksamkeit auf das große Einigungswerk, durch das Adolf Hitler unserem Volke die Einheit ge­geben habe. Er richtete weiter die Gedanken auf die übrigen großen Taten des Aufbaues, der unter Adolf Hitlers Führung aus vielen Gebieten unseres Lebens schon durchgeführt sei, und er forderte dabei,

sich stets der Größe dieses Aufbaues bewußt zu sein und kleine Unbequemlichkeiten des All­tags nicht vor diese großen Taten zu stellen.

Dabei kam er auch auf die Aufgaben des Win­terhilfswerkes zu sprechen. Er erzählte in diesem Zusammenhang aus seiner Sammlertätig­keit in Berlin für das Winterhilfswerk einige inter- effante Erlebnisse, aus denen die Zuhörer ent­nehmen konnten, wie wichtig diese Sammelarbeit für das Gelingen des großen Werkes ist, wie sehr dabei der Gedanke uno das ehrliche Fühlen der Volksgemeinschaft eine wichtige Rolle spielt und welche starke Verpflichtung allen deutschen Volksgenossen im Rahmen dieses Werkes zum Besten der deutschen Volksgemeinschaft erwächst.

Der Geist des Nationalsozialismus, der Deutsch­land gerettet hat, müsse auch bei dem Winter- hilsswerk der oberste Leitgedanke sein und die innige Volksverbundenheit durch die Tat offen- . baren.

Schließlich streifte Prinz August Wilhelm noch kurz das jüngste Gesetz über die Reichsflagge, und er wies habet die unberechtigten und völlig unbegründeten Kritiken zurück. Er erinnerte dar- an, daß im Jahre 1918 die Roten die Fahne Schwarz-Weiß-Rot h e r u n t e r g e h o l t haben, diese Fahne aber nicht von ihren Anhän­gern eingerollt worden sei. Erst der Nationalsozia­lismus habe sie wieder entrollt, und der Führer habe ihr als der Fahne einer großen deutschen Ver­gangenheit jetzt den gebührenden Ehrenplatz in der Ehrenhalle zugewiesen, die Farben Schwarz-Weiß- Rot aber in der Hakenkreuzflagge erhalten. Mit Nachdruck betonte er, wenn diese Fahne nicht sei, dann gebe es auch fein Deutschland mehr, dann sei es Deutschlands Untergang.

Er forderte auf, allezeit immer nur das Ver­bindende und das Einigende in unserem Volke und in dem wirken der Führung zu sehen. Wenn er dabei bleibe, dann sollten auch dle- fenigen, die sich früher als Stützen von Thron und Altar gefühlt hatten, ebenfalls dabei bleiben und mithelfen am neuen deutschen

Aufbau.

Der Redner schloß seine Ansprache mit den Wor­ten des Führers am vorigen Sonntag auf dem Bückeberg, die er als große und ernste Mah­nung an alle bezeichnete:Unsere Pflicht wollen wir weiter erfüllen, geraden Weges gehen, ohne umzusehen, so wie bisher. Wir wollen durchschreiten durch die Nöte dieser Zeit, stark und gewappnet und nie schwach werden. Wir wollen das Rechte tun und niemanden scheuen und wollen dann zum Allmächtigen die Bitte erheben, er möge uns auch im kommenden Jahre wieder die Arbeit segnen, er möge unseren Feldern wieder reiche Frucht geben und uns allen große Erfolge. Er möge aber unserem Volke besonders die richtige Einsicht be­wahren, möge ihm den inneren Frieden sichern und möge uns alle gemeinsam erfüllen mit der Weis­heit und der Klugheit, das Rechte zu tun, auf daß unser Volk lebe und Deutschland nie vergeht." (Stürmischer, sich immer wieder erneuernder Bei- fall!)

Kreispropagandaletter Schmelz sprach hierauf das Schlußwort. Er sagte: Ich möchte noch ein Wort richten an diejenigen, die nicht hier sind, die immer noch dem nationalsozialisti­schen Deutschland ablehnend gegenüberstehen, und an diejenigen, die Feinde dieses neuen Deutschland sind.

Sie mögen ein für alle Wal die vage Hoff­nung begraben, daß früher oder später diese nationalsozialistische Bewegung versagen würde, daß früher oder später eine politische Inflation oder Deflation der nationalsozialistischen Be­wegung kommen wird. Sie wird nicht kom­men, weil wir Nationalsozialisten ein überaus gutes Gewissen haben, weil wir Nationalsozia­listen wissen, wofür wir da sind: Dir sind im Auftrage des Führers da, um dem deutschen Volke seine Volksgemeinschaft und feine

Einigkeit zu erhalten.

Sie alle mögen und können versichert sein, daß wir diesen Kampf um Deutschlands Einigkeit immer siegreich bestehen werden. Darin haben wir unseren Dank, den Dank in dem stolzen Bewußtsein, daß wir die Vorkämpfer sind für ein ewiges Reich der Deutschen. Der Garant dieses ewigen Deutschland ist für uns der Führer. Wir grüßen unseren Führer und das deutsche Volk mit dreimaligem Sieg-Heil.

Voll Begeisterung stimmte die große Versamm­lung in die Dreimaligen Rufe ein. Dann wurden die ersten Verse des Horst-Wessel- und des Deutsch­landliedes gesungen. Mit dem feierlichen Ausmarsch der Fahnen, der SA. unter Vorantritt des Grup­penführers Prinz August Wilhelm, dem herzlich zugejubelt wurde, und der Politischen Lei­ter fand die Kundgebung ihren Abschluß.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Die Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien.

Nach der Nürnberger Verordnung des Herrn Reichsminifters der Finanzen vom 15. September 1935 können kinderreiche Familien auf Antrag einmalige Kinderbeihilfen erhalten. Nach den jetzt ergangenen Durchführungs­bestimmungen können unter folgenden Voraus­setzungen Kinderbeihilfen gewährt werden:

1. Die Familie muß vier oder mehr zum elter­lichen Haushalt gehörige Kinder, die das sech­zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umfassen.

2. Die Eltern müssen Reichsbürger im Sinne des Reichsbürgergesetzes vom 15. September 1935 (Reichsgesetzblatt I S. 1146) sein.

3. Das Vorleben und der Leumund der Eltern müssen einwandfrei sein.

4. Die Eltern und die Kinder müssen frei von vererblichen geistigen, ober körperlichen Ge­brechen sein.

5. Der zum Unterhalt der Kinder Verpflichtete darf nach feinen gegenwärtigen Einkommens­und Vermögensverhältnissen nicht in der Lage sein, die Gegenstände, die zu angemessener Ein­richtung des Haushalts erforderlich sind, aus eigenen Mitteln zu beschaffen.

Den Eltern und Kindern stehen Stiefeltern und Stiefkinder gleich. Werden Kinderbeihilfen an einen

Volksgenossen! Kommt alle am 13. Oktober nach Limburg!

20 000 Jungen und Mädel legen das Bekenntnis der jungen Nation vor dem Reichsjugendführer ab!

Stiefelternteil gewährt, so muß die Vorbedingung für die oben in Ziffer 2 bezeichnete Voraussetzung auch bei den Eltern vorliegen oder Vorgelegen haben.

Die in Ziffer 4 bezeichnete Voraussetzung braucht bei Stiefeltern nicht vorzuliegen.

Für jedes unter Ziffer 1 fallende Kind kann eine Kinderbeihilfe im Betrage bis zu einhundert Reichs­mark gewährt werden. Der Höchfthetrag der Kinder­beihilfen, die einer Familie gewährt werden kön­nen, ist eintausend Reichsmark.

Für jedes nach der Gewährung der Kinderbei­hilfen lebend geborene Kind kann, solange der Höchstbetratz von eintausend Reichsmark nicht er­reicht ist, jeweils eine weitere Kinderbeihilfe im Betrage bis zu einhundert Reichsmark gewährt werden.

Zur Stellung des Antrags auf Gewährung der Kinderbeihilfen ist der gesetzliche Vertreter der Kin­der, oder derjenige Elternteil, der für den Unter­halt der Kinder tatsächlich sorgt, berechtigt.

Der Antrag auf Gewährung her Kinderbeihilfen ist bei derjenigen Gemeinde zu stellen, in deren Bezirk der Antragsteller zur Zeit der Antragstellung seinen Wohnsitz ober gewöhnlichen Aufenthalt hat. Die innerhalb der Gemeinde zuständige Dienststelle ist durch die Gemeindebehörde zu bestimmen und bekanntzumachen. Der Antrag ist auf einem Vor­druck zu stellen, der durch die Gemeinde unentgelt­lich abgegeben wird. Dem Antrag sind die Geburts­urkunden der Kinder und die Heiratsurkunden ihrer Eltern und ihrer Großeltern beizufügen. Die Tat­sache, daß die in Ziffer 4 bezeichnete Voraussetzung vorliegt, ist durch ein Zeugnis des zuständigen Gesundheitsamts nachzuweisen.

Die Gemeinde hat jeden bet ihr eingegangenen Antrag daraus zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Gewährung der Kinderbeihilfen gegeben sind. Ergibt die Prüfung, daß nicht alle in den Ziffern i bis 4 bezeichneten Voraussetzungen ge­geben sind, so hat die Gemeinde den Antrag abzu­lehnen unb die Ablehnung dem Antragsteller ohne Angabe des Grundes der Ablehnung bekanntzu­geben. Ergibt die Prüfung, daß die in den Ziffern 1 bis 4 bezeichneten Voraussetzungen gegeben sind, so gibt die Gemeinde den Antrag mit einer gut» achtlichen Aeußerung darüber, ob auch die in Zif­fer 5 bezeichnete Voraussetzung gegeben ist und mit einem Vorschlag über die Höhe der zu gewährenden Kinderbeihilfen an das für den Wohnsitz ober Aufenthaltsort des Antragstellers zuständige Fi­nanzamt weiter. Das Finanzamt entscheidet über die ihm durch die Gemeinde vorgelegten Anträge. Es teilt seine Entscheidung dem Antragsteller durch Be­scheid mit.

Die Hingabe der Kinderbeihilfen erfolgt durch die Kasse desjenigen Finanzamts, das den Bescheib über die Gewährung der Kinderbeihilfen erteilt hat. Der Antragsteller kann bei dieser Kasse gegen Vor­legung des ihm durch das Finanzamt erteilten Be­scheids und gegen Empfangsbescheinigung die Kinderbeihilfen in Empfang nehmen. Die Kinder­beihilfen werden in Bedarfsdeckungsscheinen hin- gegeben. Die Bedarfsdeckungsscheine der Kinder­beihilfen werden in Beträgen von zehn und fünfzig Reichsmark ausgegeben. Sie find nur dann gültig, wenn sie mit dem Dienststempelabdruck des aus­gehenden Finanzamts versehen sind.

Die Bedarfsdeckungsscheine der Kinderbeihilfen sind nicht übertragbar und weder bei dem Beihilfe­empfänger, noch bei der Verkaufsstelle pfändbar.

Die Bedarfsdeckungsscheine der Kinderbeihilfen berechtigen zum Erwerb von Möbeln, Hausgerät und Wäsche in Verkaufsstellen, die zur Entgegen­nahme von Bedarfsdeckungsscheinen bereit und zu- gelassen sind. Bevor sie einer Verkaufsstelle in Zah­lung gegeben werden, sind sie an der auf der Rück- feite dafür vorgesehenen Stelle vom Beihilfe­empfänger mit Namenszeichnung und der Angabe seines Wohnorts und seiner Wohnung mit Tinte ober Tintenstift zu versehen. Bedarfsdeckungsscheine, auf benen Name, Wohnort unb Wohnung des Bei­hilfeempfängers nicht eingetragen finb, bürfen von ben Verkaufsstellen nicht angenommen werden. Solche Bedarfsdeckungsscheine werden durch die Finanzämter (Finanzkassen) nicht eingelöst. Für verlorengegangene Bedarfsdeckungsscheine wird Er­satz nicht gewährt.

Bescheinigungen und Urkunden, die von Behör­den und Dienststellen zum Zwecke der Erlangung von Kinderbeihilfen ausgestellt werden, sind kosten­frei und gebührenfrei zu erteilen.

Die Untersuchung durch das Gesundheitsamt ist kostenfrei.

Sornofiien

lagesfatenber für Donnerstag.

NSG.Kraft durch Freude": 14 bis 18 Uhr All­gemeine Körperschule unb 17.30 bis 18.45 Uhr Reichssportabzeichen auf dem Universitätssportplatz: 20 bis 21 Uhr unb 21 bis 22 Uhr Fröhliche Gym­

nastik unb Spiele im Lyzeum, Dammstraße; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schombs. Brandplatz. Lichtspiel, Bahnhofstraße:Ein ganzer Kerl".

Keine Auflösung der Universität Gießen

Von der Pressestelle der Universität Gießen wirb uns berichtet:

Amtlich wirb mitgeteilt: Die mnlaufenben G e - rüchte über eine bevorstehende Auflösung der Universität Gießen sind vollkommen unrichtig. Der Vorlesungsbelrieb wirb im kom- menben Wintersemester in vollem Umfange aufrechterhalten.

Keine Schließung der Juristischen Fakultät.

Die Pressestelle ber Stubentenschaft ber Universität Gießen teilt mit.

Laut Schreiben vom 4. Oktober 1935 bes Reichs- unb Preußischen Ministers für Wissenschaft. Er­ziehung unb Volksbildung wird von einer Schlie­ßung ber juristischen Fakultät bet Uni­versität Gießen zur Zeit abgesehen.

Verwaiiungsstreitverfahren vor dem Kreisausschuß.

Der Kreisausfchuß des Kreises Gießen beschäf­tigte sich gestern vormittag unter dem Vorsitz von Ooerregierungsrat Dr. Schönhals in zweiter Sitzung mit der Klage der Gemeinde Hungen gegen die Gemeinde Langsdorf wegen An­sprüche an die aus der Hilfsoebürftigkeit der Wwe. Margarethe Bausch, geborene Hahn, zur Zeit in Hungen, entstandenen Kosten. Frau Bausch hatte ihren Besitz unb 'Einsitz in Langsdorf aufgegeben und war mit ihrem Sohne, angeblich vorüber­gehend, nach Mecklenburg gegangen, um dem Sohn, der dort siedeln wollte, bet der Einrichtung zu hel­fen. Die Absicht bes Sohnes schlug fehl, und die Frau kehrte nach Oberhessen zurück, um nach ver­geblichen Versuchen zur Erlangung einer Wohnung in Langsdorf bei ihrer Tochter in Hungen vor­übergehend Unterkunft zu ftnden. Die Gemeinde Hungen erhob nun gegen die Entscheidung bes Kreisfürsorgeausschusses vom 29. April 1935, durch die ihr die Kosten für ben Unterhalt der Frau auf­erlegt worden waren, Einspruch, weil sie der An­sicht ist, daß Frau Bausch ihren gewöhnlichen Auf­enthalt in Langsdorf nicht verloren habe. Nach längerer Beratung kam der Kreisaussckuß zu iol- genoer Entscheidung: Er hob die Entscheidung des Kreisfürsorgeausschusses vom 29. April 1935 auf und wies die Klage der Gemeinde Hungen gegen die Gemeinde Langsdorf zur Uebernahme der Für­sorgekosten als unbegründet zurück. Die Kosten für die Verhandlungen wurden der Gemeinde Hungen auferlegt.

Gloria-Palast'"

das neue Großkino im Settersweg.

Wie erinnerlich, wurde im August von der Lei­tung des Gießener Lichtspielhauses ein Preisausschreiben zur Erlangung von Vor­schlägen für den Namen des im Seltersweg im Bau befindlichen neuen Großtinos erlassen. Auf diese Ausschreibung sind mehr als 10 0 0 Ein­sendungen eingegangen. Unter der Fülle der Einsendungen fand sich naturgemäß eine ganze Reihe von völlig unbrauchbaren Vorschlägen. Von den brauchbaren Vorschlägen siel die höchste Stim-

Zur Durchführung des großen Kulturbauprojettes der Regulierung des Gleenbaches von der Gegend von Ober-Gleen (Kreis Alsfeld) über Kirtorf bis zur hessischen Landesgrenze bei N i e d e r t l e i n ist in der Gemeinde Lehr- dach bei Kirtorf ein Barackenlager für biß Notstandsarbeiter geschaffen worden, die bei diesen Arbeiten beschäftigt find. Es handelt sich dabei um etwa 450 Volksgenossen aus Offen­bach, Peu-Jsendurg, Worms usw., die feit Jahren arbeitslos waren und nun wieder den Segen der Arbeit empfangen sollen. Die Arbeiter sind in dem Barackenlager in Lehrbach in vier Baracken mit je vier Stuben untergebracht, wobei jede Stube mit 22 Mann belegt ist. Ein Nebenzug des Lagers in Stärke von 80 Mann ist in einer Baracke in Appenrod einquartiert, weitere 35 Mann haben in Privatquartieren in Wahlen Unterkunft ge­funden. Nachdem das Barackenlager in Lehrbach mittlerweile in allen Teilen fertiggestellt ist, lag dem Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger viel daran, alsbald den Arbeitskameraden in ihrem Lager einen Besuch abzustatten und damit die E i n- weihung des Lager s zu verbinden.

Am gestrigen Mittwoch gegen 10 Uhr kam der Reichsstatthalter, Gauleiter Sprenger, in dem Lager an. Zu seinem Empfang und zur Lager­einweihung hatten sich u. a. eingefunden: Landes­kulturrat Reich, Landesbauernführer Dr. Wag- ner, der Kreisleiter des Kreises Alsfeld, Kirch­ner, Alsfeld, der stellv. Kreisdirektor des Kreises Als­feld, Regierungsrat Dr. Lotz, Alsfeld, Kreisleiter und Provinzialdirektor Klo st ermann, Gießen, Kreisleiter und Kreisdirektor Z ü r tz , Lauterbach, Oberregierungsrat Schenk vom Landesarbeitsamt Frankfurt a. M., Oberregierungsrat Dr. L i ft vom Arbeitsamt Gießen, Baurat Lorenz vom Kultur­bauamt Oberhessen in Gießen, Baurat Krause von der Nebenstelle Alsfeld des Kulturbauamtes Oberhessen, Kreisleiter und Oberbürgermeister Dr. Schranz, Offenbach, Oberbürgermeister Bartho­lomäus, Worms, weitere Vertreter von zahl­reichen Behörden und die Arbeitskameraden des Lagers.

Nach einigen Begrüßungsworten des Kreisleiters Kirchner betonte Landesbauernführer Dr. W a g- n e r in einer kurzen Ansprache, daß die Regulie­rungsarbeiten am Gleenbach auf der gleichen Linie wie die Meliorationsarbeiten im Ried liegen, die damit im Vogelsberg ihre Fortsetzung fänden. Wei­terhin hob er hervor, daß durch diese Kulturbau­arbeit erfreulicherweise wieder zahlreiche Volksge- nassen nach dem langen Elend der Arbeitslosigkeit zu Arbeit und Brot kämen und daß sie dessen froh seien, wenn auch diese Arbeit vielfach hart und be­schwerlich erscheine.

Sodann richtete der Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger eine eindrucksvolle Ansprache an die Arbeitskameraden und an die Vertreter der Behör­den. Er gab einleitend feiner Befriedigung dar­über Ausdruck, daß in der kurzen Zeit von etwa

menzahl auf den NamenGlori a". Es wurde also das neue Lichtspielhaus in der gestrigen Abend­vorstellung auf den NamenG l o r i a -> P a laft" getauft und das Ergebnis auf der Bühne des Licht­spielhauses mitgeteilt, wo auch die Verlosung der Preisträger vorgenommen wurde. Den ersten Preis, ein Jahresabonnement für einen Logenplatz im neuen Hause, erhielt Frau Koch, Wettergasse 5, den zweiten Preis, zehn I.-Platz-Karten, erhielt Frau Grete Erb, Aulweg 50, den dritten Preis, zehn 2.-Platz-Karten, erhielt Dr. Nickel, Horst- Wessel-Wall 21; außerdem fielen zwei Trostpreise an die Herren Völker und Dr. Huch. Der Ge­schäftsführer des Lichtspielhauses, Herr ®eper, stattete seinen Dank für den bisherigen Besuch und für die rege Beteiligung an dem Preisausschreiben ab; er gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich die beiden Lichtspielbühnen in Zukunft eines guten Besuches erfreuen möchten. Die Direktton werde bemüht sein, ihren Besuchern stets nur das Beste zu bieten. Das neue Haus im Seltersweg soll m Der ersten Hälfte des Monats November seiner Bestimmung übergeben werden.

Deutsche Arbeitsfront.

Ortsgruppe Giehen-Ost.

Am kommenden Freitag, 11. Oktober, findet ein

Appell sämtlicher DAF.-Walter

der O. Gr. der DAF.-Front Gießen-Ost statt. Dis Zusammenkunft ist abends pünktlich um 8% Uhr int

Schühenhaus.

Es werden u. a. die Richtlinien für das Winter­halbjahr 1935 bekanntgegeben. Erscheinen der Zel­len-, Block-, Betriebszellen- und Blockwalter ist ein! selbstverständliche Pflicht.

GportamtKraft durch Freude'".

Achtung!

Letzte Abnahmeprüfung für das Relchsfportabzelchen!

Die letzte Abnahme für die leichtathletischen Grup­pen des Reichssportabzeichens findet am kommen­den Samstag, 12. Oktober, pünktlich ab 16 Uhr auf dem Universitätssportplatz statt. Teilnahmeberechtigt sind nur die Inhaber der K. d. F.-Jahressportkarte. Leistungsbuch mit eingeklebtem Lichtbild ist mitzu­bringen. Das Schwimmen für das Reichssportabzei­chen wird am kommenden Dienstag, 15. Oktober, pünktlich um 21 Uhr im Volksbad abgenommen.

heute folgende Sportkurfe:

Allgemeine Körperschule, für Frauen und Männer: Von 16 bis 18 Uhr, Universitäts­sportplatz. , £ _

Reichssportabzeichen, für Frauen und Männer: Don 17.30 bis 18.45 Uhr, Uni­versitätssportplatz.

Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen: Von 20 bis 21 Uhr und von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

Reiten: Don 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schombs.

Die SurfeFröhliche Gymnastik" und Allgemeine Körperschule sind in dieser Woche für neu hinzukommende Teilnehmer kostenlos! Leibesübungen geben Kraft und Freude!

Aus der Gießener Gängerbewegung.

Am vorigen Samstag feierte wie uns gestern berichtet wurde der Grohfche Männerchor G i e ß e n in feinem VereinslokalFrankfurter Hof" die 89. Wiederkehr feines Gründungstages. Bei die­ser Gelegenheit konnten insgesamt 31 Sänger und Ehrenmitglieder für 25- bis 50jährige aktive Mit­gliedschaft ausgezeichnet werden.

acht Wochen dieses Barackenlager geschaffen worden sei, das über 400 Arbeitern dieses Kulturbauwerks Unterkunft biete. Weiter betonte er, daß der Na­tionalsozialismus nicht etwa erst nach der Macht­übernahme, sondern schon lange vorher auch diese Probleme der Arbeitsbeschaffung im Gau Hessen- Nassau durchgearbeitet und vorbereitet habe, wobei sich namentlich Landeskulturrat Reich in vorbild- licyer Weise betätigte. Sodann beleuchtete der Gau­leiter vom nationalsozialistischen Standpunkt aus den hohen ethischen Wert der Arbeit überhaupt, und in diesem Zusammenhang betonte er, daß es für die Volksgenossen aus Worms und Offenbach ufn). von besonderer Wichtigkeit sei, bei der Durchführung die­ses Kulturbauwerkes vor allem wieder zu einer Arbeitsstätte zu gelangen, während es in ihrem früheren Wirkungsgebiet in der Heimatstadt bisher noch nicht möglich gewesen sei, ausreichende Arbeits­plätze auf der Ebene ihrer früheren Beschäftigung zu erschließen. Von diesem Gesichtspunkt der Ar­beitsbeschaffung an sich müsse man auch diese Me­liorationsarbeiten mit Befriedigung betrachten. Wei­terhin verwies der Gauleiter auf die rastlosen und großzügigen Bemühungen der Reichsregierung, im­mer wieder neue Arbeitsgelegenheiten zu schaffen, damtt auf diese Weise für möglichst viele Volks­genossen Arbeitsplätze und Brot erschlossen werden können. Die Ansprache des Gauleiters fand ihren Abschluß mit dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer und das deutsche Volk, die von den Volks­genossen freudig ausgenommen wurden und denen der gemeinsame Gesang 'des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes folgte.

Hierauf besichtigte der Gauleiter das Baracken­lager eingehend, wobei er sich in sämtliche Stuben begab, auch dort von den Arbeitskameraden freudig begrüßt wurde und seinerseits diesen frohen Will­kommengruß in herzlicher Weise erwiderte. Aus diesem Rundgang sprach sich der Gauleiter über die Einrichtung des Lagers in lodender Weise aus. Dann folgte das gemeinsame Mittagessen aus der Lagerküche, die mit einer guten - Erbsensuppe er­freute. Nach dem Mittagessen wurde gemeinsam die Uebertragung der Reden des Reichsministers Dr. Goebbels und des Führers von der Eröff­nung des Winterhilfswerkes angehört. Sodann ver­ließ der Gauleiter mit seinen Begleitern nach herz­licher Verabschiedung das Lager.

Erwähnt sei noch, daß die Hitlerjugend und das Jungvolk durch Fanfarenblasen und Trommelfchlagen die Ansprachen umrahmten und damit die Einweihungsfeier bereicherten. Ferner war eine Arbeitsdienstabteilung unter dem Kommando des Gruppenführers Zimpel mit ihrer Kapelle aufmarschiert. Bei einem kamerad­schaftlichen Beisammensein, das nach der Abfahrt des (Bauleiters die Bewohner des Lagers mit Gästen aus der näheren Umgegend vereinigte, er- fteute die Arbeitsdienstkapelle noch durch ihre gute

*

Der Reichsstatthalier im Tloistandsarbeiierlager in Lehrbach.