Ausgabe 
10.9.1935
 
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ren -

Jahres

schönsten Zeit seines Lebens,

für die starke Teil­schilderte in kurzem in den vergangenen dieser Zeit als der da er hier die Ehe

Heberblick seine Amtstätigkeit neun Jahren. Er sprach von

e A (17/18): Kl. II: 4 X 100 Me- Meter, 800 Meter, Weitsprung,

Wunsche, daß dem Geistlichen auch in seiner neuen Gemeinde Gelegenheit gegeben sein möge, für Volk und Vaterland zu wirken, und mit einem Gruß an den Führer schloß der Redner. Im Namen der Kirchengemeinde brachte der stellvertretende Vor­sitzende des Kirchenvorstandes, Altbürgermeister F a u st, die Glück- und Segenswünsche, die Liebe, : Treue und Anhänglichkeit zum Ausdruck. Der Ge- "sangverein brachte im weiteren Verlaus der Feier i einige Lieder zum Vortrag. Anschließend sprach > Pfarrer König, er dankte....... * ~ "

: nähme an dieser Feier und

Leichtathletische Iugendmannschasts- kämpfe des Kreises Gießen.

Der Kreisjugendsportwart bittet alle Vereine des Kreises Gießen (umfassend die politischen Kreise Gießen, Wetzlar, Dillkreis, Alsfeld und Schotten) nm 15. September 1935 die Pflichtkämpfe au den Gau-Jugendmannfchafts-Meisterschaften durchzufüh­ren. Für die politischen Kreise Gießen und Wetz­lar finden die Wettkämpfe unter amtlicher Kontrolle statt. Beginn vormittags 9.30 Uhr auf dem Wald­sportplatz des DfB.-Reichsbahn Gießen. Meldungen sind bis zum 13. September an W. Rinn, Gießen, Löberstraße 19, zu richten.

Ausschreibung.

I u g e n d D. 50 Meter: 1. Nordmann, Mtv., 7,4 Sek.; 2. v. Bentheim, Mtv., 7,6 Sek.; 3. Funk, DfB.-R., 7,6 Sekunden. Weitsprung: 1. Taubert, To. Lollar, 3,82 Meter; 2. Schmück I, 1900, 3,81 Meter; 3. Sturm, VfB.-R., 3,73 Meter. Ballweit- wurf: 1. Kraft II, 1900, 58,10 Meter; 2. Martini, Tv. Leihgestern, 54,00 Meter; 3. Taubert, To. Lol­lar, 52,00 Meter. 4 X 50-Meter-Stasfel: 1. Mtv. Gießen, 30,2 Sek.; 2. Spielogg. 1900 Gießen, 30,2 Sek.; 3. VfB.-R. Gießen, 30,7 Sekunden.

Vereinsabtumen

des Turnvereins Heuchelheim.

Am Sonntag hielt der Turnverein Heuchelheim fein diesjähriges Abturnen. Morgens um 8.30 Uhr begann die Veranstaltung mit einer von dem Dieb wart Albert Rinn durchgeführten gediegenen Morgenfeier. Anschließend begannen auf dem Sportplatz und in der Turnhalle die Wettkämpfe, die unter der Leitung des Oberturnwartes Fritz V o l k m a n n standen. Es entwickelte sich ein reges turnerisches Treiben, wobei die Jugend mit beson­derem Eifer bei der Sache war. In 13 Riegen traten 175 Wettkämpfer an. Es wurden viele gute Leistungen erzielt.

Am frühen Nachmittag bewegte sich ein statt­licher Werbeumzug unter Vorantritt des Spiel­mannszuges des Turnvereins und einer Musik­kapelle durch das Dorf. Der Zug endete auf dem Sportplatz, wo ein Handballspiel unserer Mann­schaft gegen die von Allendorf stattfand, das 4:3 für Heuchelheim endete. Inzwischen hatte sich der große Saal der Turnhalle schon langsam gefüllt und als 'die Zuschauer des Handballspieles noch kamen, war'die Turnhalle bis auf den letzten Platz besetzt. Der Nachmittag wurde ausgefüllt von Vor- führungen der Schüler und Schülerinnen, die mit turnerischen Spielen und Hebungen an den ver­schiedenen Geräten ihr Können zeigten und starken Beifall fanden. Zwischen den einzelnen Darbietun­gen sorgte die Musik für angenehme Abwechslung. Vor der Siegerehrung sprach Vereinsfützrer Otto Rinn zu Eltern und Gästen. Er wies auf die von den Turnwarten im vergangenen Jahre ehrenamt­lich geleistete Arbeit hin und mahnte zur Aneife- rung der Juaend, sich auch weiterhin in der Deut­schen Turnerschaft zu betätigen. Nach der von dem Oberturnwart vorgenommenen Siegerehrung brachte der Vereinsführer ein Sieg-Heil auf unser deutsches Vaterland und seinen Führer aus. Mit dem Deutsch­land-Lied und dem Horst-Wessel-Lied nahm die Nachmittagsveranstaltung ^ihr Ende. Am Abend wurde bei gutbesetzter Turnhalle das Programm von den Turnern und Turnerinnen bestritten. Während die Turner an Barren, Reck und Pferd turnten, zeigten die Turnerinnen Freiübungen, Keulenübungen und tänzerische Vorführungen. Tanz beschloß das gutgelungene Abturnen.

Ergebnisse des Wettkampfes.

Jugend-Ober st ufe: 1. Karl Rinn, 2. Ar­tur Weber, 3. Erwin Neidel. Jugend-Hnter- st u f e : 1. Walter Rinn, 2. Willi Hahn, 3. Erwin Kind. Turnerinnen-Oberstufe: 1. Anna Sack, 2. Gretel Kreiling, 3. Emmi Steinmüller. Turnerinnen-Mittelstufe: 1. Erna Sack, 2. Marie Trumpfheller, 3. Leni Rinn. Turne- rinnen-Unterstufe: 1. Emmi Reinstädtler, 2. Irmgard Neidel, 3. Gretchen Sack. Schüler- O b e r st u f e: 1. Albert Rinn, 2. Richard Krieger. 3. Otto Hofmann. Schüler-Mittel st ufe: 1. Gert Herzberger, 2. Adolf Menges, 3. Otto Richter. Schüler-Unter st ufe: 1. Ludwig Lenz, 2. Ludwig Beppler, 3. Hans Hofmann. Schülerin- n e n - O b e r st u f e: 1. Emmi Kröck, 2. Erna Hahn, 3. Luise Henkelmann. Schülerinnen-Mit- telstufe: 1. Anni Kreiling, 2. Martha Hof­mann, 3. Else Kröck. Schülerinnen-Unter- st u f e : 1. Hilde Kröck, 2. Hedwig Rinn, 3. Wal­traud Reibt.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Der erste Verbandsspielsonntag fing für den SD. 1920 Heuchelheim verheißungsvoll an. Die neu- aufgestellte zweite Jugendmannschaft, die sich fast durchweg aus Fußballern in schulpflichtigem Alter zusammensetzt, schlug in ihrem ersten Pflichtspiel die erste Jugend vom SV. Fellingshausen nach schönem Spielverlauf verdient 3:1.

Die erste Mannschaft, mit Ersatz antretend, rang auf dem gefürchteten Gelände in Leihgestern der dortigen Spielvereinigung ein Unentschieden von

auf den Führer Adolf Hitler als unser Vorbild und mit der Mahnung, treu zu sein im Glauben an Je us Christus schloß Pfarrer König seine An­sprache. Mit einem gemeinsam gesungenen Lied verabschiedeten sich Pfarrer und Gemeinde vonein­ander. Da Pfarrer König hier auch als Amtswalter der NSV. tätig war, wurde jetzt Polizeidiener Georg Schlosser mit der Wahrnehmung der Obliegenheiten des NSV.-Amts- walters betraut.

Kreis Alsfeld.

§ Alsfeld, 9. Sept. Dieser Tage befaßte sich der Stadtrat in einer besonderen Sitzung, die in Vertretung des zur Zeit in Urlaub befindlichen Bürgermeisters der stellvertretende Vorsitzende, Bei­geordneter Ehrenklau, leitete, mit einem Bau­gesuch zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses auf dem Gelände des ab­gebrochenen ehemaligen Feuerwehrhauses in der Öbergasse. Da die Umgebung unter Denkmal­schutz steht, fanden über die Zulässigkeit des Bau­gesuchs wiederholte Besprechungen mit dem Denk­malpfleger anläßlich eines früheren Baugesuchs statt. Der frühere hessische Denkmalpfleger, Pro­fessor Dr. Walde, hatte sich gegen eine Be­bauung des Grundstücks mit einem neuzeitlichen Wohn- oder Geschäftshaus ausgesprochen. Zu dem neuen Baugesuch des Kaufmanns Reinhold Heinz wurde der hiesige Verkehrs- und Verschönerungs­verein, sowie der zur Zeit in Alsfeld wohnende Kunstmaler Professor Hölscher aus Darmstadt, ein gebürtiger Alsfelder, um eine gutachtliche Aeußerung ersucht. Sie sprachen sich übereinstim­mend gegen die Bebauung des Platzes mit einem größeren Hause aus. Nach Anhören der Ratsherren wurde folgende Entscheidung getroffen: Das Bau­gesuch des Reinhold Heinz wird abgelebt, um die Entscheidung über eine spätere, den verschiede­nen sich ergebenden Gesichtspunkten Rechnung tra­gende glücklichere Lösung nicht vorwegzunehmen. Das Grundstück soll nicht verkauft werden. Die Stadt übernimmt für die Zukunft die Aufgabe, für

Kugelstoßen, je 2 Mann.

Jahresklafse C (21/22): Kl. II: 5 X 80 Me- ter 1 Staffel, 80 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Ballwerfen (je 3 Mann). Kl. III (für kleine Ju­gendabteilungen: wie Kl. II (je 2 Mann).

Jahresklasse D (23 und jünger): wie Jah­resklasse C.

Gleichzeitig werden die Vereine gebeten zur Auf­stellung einer Kreisbestenliste der A- und B-Jugend bis spätestens 22. September 1935, Meldungen un­ter Angabe von Ort und Datum der erzielten Leistung an W. Rinn, Gießen, Löberstraße 19, gelangen zu lassen.

Zugend-Leichtathletik-Meisterschasten im Kreise Gießen,

Die Ergebnisse.

Jugend A. 100 Meter: 1. Moll, VfB.-R., 12,1 Sek.; 2. Huppert, VfB.-R., 12,2 Sek.; 3. Deiker, 1900, 12,3 Sekunden. 400 Meter: 1. Möll, VfB.-R., 57,0 Sek.; 2. Deiker, 1900, 58,2 Sek.; 3. Erw. Neb bei, To. Heuchelheim, 60,2 Sekunden. 1500 Meter: 1. W. Rinn, Spto. 20 Heuchelheim, 4:28,8 Minuten; 2. E. Neidel To. Heuchelheim, 4:32,5 Min.; 3. Im- mel, 1900, 4:34 Minuten. Hochsprung: 1. Hußke, Mtv., 1,60 Meter; 2. M. Roth, Tv. Reiskirchen, 1,53 Meter; 3. Möll, VfB.-R., 1,53 Meter. Weib sprung: 1. Volk, 1900, 5,73 Meter; 2. Ott, Turnvgg. Ruttershausen, 5,70 Meter; 3. Möll, VfB.-R., 5,61 Meter. Kugelstoßen: 1. Wagner, Tv. Krofdorf, 11,59 Meter; 2. Nies, VfB.-R., 11,41 Meter; 3. M. Roth, Tv. Reiskirchen, 11,26 Meter. Diskuswerfen: 1. Nies, VfB.-R., 31,60 Meter; 2. Wagner, Krofdorf, 30,07 Meter; 3. Deiker, 1900, 29,81 Meter. Schwe­denstaffel: 1. Spielogg. 1900 Gießen, 2:17,9 Min.; 2. DfB.-R. Gießen, 2:20,9 Minuten.

Jugend B. 100 Meter: 1. Kley, VfB.-R., 11,7 Sek.; 2. Goß, 1900, 12,2 Sek.; 3. Kirchner, 1900, 12,7 Sekunden. 1000 Meter: 1. Horst Möll, DfB.-R., 2:57,1 Minuten; 2. Röhm, 1900, 3:00,8 Minuten; 3. Einhäuser, 1900, 3:07,1 Minuten. Weitsprung: 1. Kley, DfB.-R., 5,92 Meter; 2. Kirchner, 1900, 5,42 Meter; 3. G. Schmidt, VfB.-R., 5,13 Meter. Kugelstoßen: 1. Kley, DfB.-R., 13,05 Meter; 2. Goß, 1900, 12,08 Meter; 3. Weihrauch, 1900, 10,80 Meter. Speerwurf: 1. Kley, VfB.-R., 44,50 Meter; 2. Goß, 1900, 39,45 Met^r; 3. H. Möll, VfB.-R., 31,35 Meter. 4 X 100-Meter-Staffel: 1. Spielvgg. 1900 Gießen, 49,6 Sekunden; 2. DfB.-R. Gießen, 50 Sekunden; 3. VfB.-R. Gießen, 2. Mannschaft.

Jugend C. 100 Meter: 1. E. Rinn, Tv. Heu- chelheim, 12,9 Sek.; 2. Röhrsheim, Tv. Krofdorf, 13,3 Sek.; 3. Mootz, VfB.-R., 13,6 Sekunden. 800 Meter: 1. Gemmer, Mtv., 2:25,8 Min.; 2. Kraft, Tv. Krofdorf, 2:29,3 Min.; 3. Döring, Tv. Lollar, 2:30 Minuten. Weitsprung: 1. E. Rinn, Tv. Heu- chelheim, 5,00 Meter; 2. Kraft, Tv. Krofdorf, 4,74 Meter; 3. Borschel, Tv. Lollar, 4,55 Meter. Kugel­stoßen: 1. E. Rinn, To. Heuchelheim, 11,69 Meter; 2 Kraft, Tv. Krofdorf, 10,00 Meter; 3. K. Schiefer­stein, VfB.-R., 9,86 Meter. 4 X 100-Meter-Staffel: 1'. VfB.-R. Gießen, 54,8 Sek.; 2. Spielvgg. 1900 Gießen, 55,7 Sek.; 3. To. 1883 Lollar, 58,00 Sek.

ter, 1 Staffel, 2(_____ .

Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, je 2 Mann; keiner darf an mehr als 2 Läusen teilnehmen (ein­schließlich Staffeln). Kl. III (für kleine Jugend- abteUungen): 4 X 100 Meter, 1 Staffel, 100 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, je 2 Mann.

Jahresklasse B (19/20): Kl. II: 4 X 100 Me- ter, 1 Staffel, 800 Meter, Weitsprung, Hochspruna, Kugelstoßen, Speerwerfen, je 2 Mann. Kl. III (für kleine Jugendabteilungen): 4 X 100 Meter, 1 Staffel, 100 Meter, Weitsprung, Hochsprung,

haben sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und bieten den Singvögeln einen vorzüglichen Un­terschlupf. Bemerkenswert ist, daß sich von den ge­setzten Heckenpflanzen der Weißdorn am besten entwickelt und fast alle andern Sträucher über­wuchert hat. In dieser Woche beginnt in unserer Gemeinde der Konfirmandenunterricht. In dem gestrigen Sonntags-Gottesdienst wurde der Konfirmanden besonders gedacht. Es sind in diesem Jahre 31 (19 Mädchen und 12 Knaben).

T Lich, 9. Sept. Um die Einwohnerschaft mit den Zielen des deutschen Fußballsports bekanntzumachen, trat am Samstagabend der Ver- einfür Rasenspiele Lich in Steins Saalbau mit einem stark besuchten Kameradschafts - abend an die Oefsentlichkeit. Die Kapelle der Frei­willigen Feuerwehr, geleitet von Rudolf Jung, eröffnete mit schneidiger Marschmusik den Abend. Für den DfR. hieß dessen stellv. Dereinsführer Karl Kurz die vielen Besucher willkommen. Gau- aeschäftsführer Uhl-Kassel sprach dann über das ThemaFußballsport ist Volkssport." Der Redner behandelte den Sport in seinen Anfängen, in seiner erstaunlichen Weiterentwicklung bis zu seiner heu­tigen Eingliederung in die staatliche Erziehungs­arbeit. Die Ansprache gipfelte in dem Bekenntnis zu Volk und Führer und im beifällig aufgenom­menen Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanz­ler und den Deutschen Fuhballbund. Kassenwart Fritz Hermann erfreute mit köstlichen Vorträgen einiger Gedichte in nassauischer Mundart von Ru­dolf Dietz. Die Vortragsfolge brachte ferner heitere Szenen, lebende Bilder und Zwiegespräche aus dem Fußballsport. Sämtliche Darbietungen fanden rei­chen Beifall. Tanz hielt die Besucher noch einige Stunden beisammen.

* Rabertshausen, 9. Sept. Dieser Tage wurde hier das Gemeindeobst versteigert. Der Ertrag an Aepfeln war sehr gering. Zwetschen brachten die beste Ernte. Pro Baum wurden 1,50 Mark geboten und bezahlt. Der Preis erscheint sehr niedrig wird jedoch verständlich, wenn man berück­sichtigt,'daß viele Bäume bereits alt und abgängig sind. Die Ernte in Birnen war mittelmäßig.

Kreis Bübingen.

O Nidda, 9. Sept. In einer von der NS.- Dolkswohlfahrt im Gambrinus-Saal einbe­rufenen Versammlung, die recht zahlreich besucht war, sprach Brandmeister Klein von Büdingen

der Hrteilsbegründung hob der Richter mit Recht hervor, daß angesichts der diesem Falle zugrunde liegenden Roheit (Es ist ja nur ein Stück Vieh!") eine exemplarische Strafe am Platze war.

Landkreis Gießen.

a Klein-Linden, 9. Sept. Am Freitagnach­mittag unternahm die Betriebsgemeinschast der hie­sigen Zigarrenfabrik Gebrüder Berens einen Ausflug zur Rindsmühle bei Leihgestern. Die gesamte Belegschaft, die sich aus VolksgenDssen unserer Gemeinde, ferner Großen-Linden, Lützellinden Allen­dorf a. d. Lahn, Dutenhofen, Gießen und Groß- Rechtenbach zusammensetzt, und die in der Heim­industrie beschäftigten Fabrikangehörigen, alles in allem etwa 160 Personen, nahmen an der Feier teil. Für das leibliche Wohl hatte die Fabrikleitung in umfassender Weise Sorge getragen. Bei Gesang und Tanz verbrachten die Teilnehmer recht frohe Stun­den. Ein Arbeitskamerad aus Großen-Linden er­freute mit köstlichen humorvollen Darbietungen. Erst in später Abendstunde traten die Teilnehmer, befriedigt von den schönen Eindrücken, den Heim­weg an.

§ Mainzlar, 9. Sept. Am Sonntag wurde das P r e i s s ch i e ß e n der hiesigen Krieger- kameradschaft auf dem neuen örtlichen Schieß- stand mit Kleinkaliberbüchsen fortgesetzt. Dor zwei Wochen waren etwa 50 Schulkinder aus Ulrichstein, die zu einer Stadtbesichtigung nach Gießen fuhren, in unserem Orte einquartiert. Zum Dank für die liebevolle Aufnahme in Mainzlar wurden die hiesigen Schulkinder der unteren vier Klassen mit ihrem Lehrer zum Gegenbesuch eingeladen. Der Einladung wurde gerne Folge geleistet. Am Samstag kehrten die Buben und Mädels vom Vogelsberg wieder zurück.

wg. Grohen-Buseck,' 9. Sept. Am Mitt­woch, 11. September, können der Landwirt und Mühlenbesitzer Christoph Hof II. und Ehefrau Margarethe, geb. Schmidt, das Fest der Silber­nen Hochzeit feiern. Heute ereignete sich in unserem Orte an der Dreschmaschine ein Unfall. Der Landwirt und Hausmetzger Wil­helm Hahn geriet mit der Hand in das Getriebe. Der kleine Finger wurde ihm vollständig abgeschnitten, der Ringfinger gequetscht und der Mittelfinger im oberen Glied abgeschnitten. Der sofort herbeigerusene Arzt ordnete seine lieber- sührung in die Chirurgische Klinik nach Gießen an.

+ Grünberg, 9. Sept. Am Samstag und Sonntag begingen die Sechzigjährigen eine Wiedersehensfeier. Die Zusammenkunft erstreckte sich auf die Konfirmanden an Pfingsten 1889 aus dem Kirchspiel Grünberg (umfasiend Grünberg, Lehnheim und Stangenrod), deren Ge­burtsdatum in der Zeit vom 1. Oktober 1874 bis 30. September 1875 liegt. Von den damaligen 70 Konfirmanden sind mittlerweile 24 gestorben. Da 19 an der Teilnahme verhindert waren, erschie­nen 27 zu der Feier, wozu sich noch 3 weitere Al­tersgenossen zugesellten, die im Laufe der Zeit nach hier kamen. 7 Altersgenossen hat ihr Schicksal nach Amerika verschlagen. Der Samstagabend brachte eine Vorfeier in der Wirtschaft der Witwe Fritz Repp. Oberpostschaffner Lang hielt die Begrüßungsansprache. Am Sonntag fand gemein­samer Kirchgang statt, anschließend Kranznieder­legung auf 7 Gräbern von Altersgenossen, die auf dem hiesigen Friedhöfe ruhen, sowie auf den Grä­bern der Lehrer Homburger und R e u ß , der Kinderschulschwester Charlotte und des Pfar­rers Koch, der im Jahre 1889 die Konfirmation vornahm. Der Sonntagnachmittag und -abend vereinte die Altersgenossen mit ihren Angehörigen nochmals bei gemeinsamem Kaffee in der Wirt­schaftVilla Emilia". Verschiedene Vorträge, Solo­gesänge, gemeinsame Lieder, sowie der Austausch alter Erinnerungen und Begebenheiten gaben der Feier einen guten Verlauf. Eine photographische Aufnahme soll die Erinnerungen an die schöne Ver­anstaltung bei den Altersgenossen festhalten.

* Lang-Göns, 9. Sept. Das vierjährige Söhnchen des Melkers Müller von hier er­litt durch einen heftigen Sturz einen Bruch der linken Schulter und mußte in ärztliche Be­handlung nach Gießen gebracht werden.

tn. Lang-Göns, 9. Sept. Als seinerzeit bei der Feldbereinigung in unserer Gemeinde viele Hecken und Büsche verschwanden und die Befürchtung bestand, daß nun auch zahl­reiche Singvögel abziehen könnten, wurden von dem Kreisamt Gießen an der Provinzialstraße nach Kirch-Göns, an einer Böschung, zwei größere künst­liche Hecken angelegt, die nun den ganzen Ab­hang bedecken. Alle möglichen Sträucher und Bäume wurden in dichtem Verband gepflanzt. Diese Hecken

einging und ihm drei Kinder geboren wurden. Groß-Eichen sei ihm zur Heimat geworden, die er nie vergessen werde. Die angebotene Gastfreund­schaft werde er gerne in Anspruch nehmen, wie auch jeder Groß- und Klein-Eichener ihm ein lieber Gast in Klein-Linden sein werde. Mit einem Hinweis

an Hand von Lichtbildern über Feuerschutz auf dem Lande, insbesondere über Schadens­verhütung in landwirtschaftlichen Betrieben. So­dann gab Lehrer Kleyensteuber (Düdelsheim) in einem interessanten VortragDeutsche Wehr­ragen", auch durch vorzügliche Lichtbilder unter- tützt, reichlich Zahlen über die Ausrüstung der Nachbarstaaten zum Vergleich mit unserem seit­herigen durch den Versailler Friedensvertrag uns aufgezwungenen Heeresfyftem. Beiden Rednern wurde nach lebhaftem Dank der Zuhörer von Pfar­rer S c r i b a im Namen der NSV. Dank aus­gesprochen. Der Abend klang in dreifachem Sieg- Heil auf den Führer aus.

Kreis Schotten.

* Schotten, 9. Sept. In unserer Stadt kann man vor einigen Häusern und auch in verschiedenen Gärten Feigenbäume wahrnehmen, die trotz des rauhen Klimas im Vogelsberg bisher gut gediehen sind. In diesem Jahre sind infolge des langen und heißen Sommers die Früchte dieser Bäume besonders schön gereift und von prächtiger Süße.

0 Laudach, 9. Sept. Gestern hgden die 1 8 Amtswalterinnen und Helferinnen aus dem Gau Hefsen-Naffau-Nordder NS. - Dolkswohlfahrt, die seit vorigen Sonntaa in unferm BDM. -Sommerlager zur Erholung weilten, unsere Stadt wieder ver­lassen. Am Montag vormittag hatte eine schlichte Begrüßungsfeier stattgefunden, bei der Ortsgruppen- amtsleiter Pg. Mönnig die Gäste in herzlichen Worten willkommen hieß und den Wunsch aus­sprach, daß diese Tage der Erholung, die als Dank für alle der NSV. geleisteten aufopferungsvollen Dienste gedacht seien, allen Teilnehmerinnen frische Kräfte schenken und Ansporn zu neuer Mitarbeit werden möchten. Ortsgruppenleiter Pg. Henze schloß sich diesen Worten an und erbat gerade für die nächste Zeit den vollen Einsatz aller Kräfte der Frauen und Mädchen für Adolf Hitler und das deutsche Volk. Ein dreifaches' Sieg-Heil auf den Führer und der Gesang des Horst-Wessel-Liedes beschloß die Feier. Leider schlug das anfangs so strahlende Sommerwetter bald um in trüben herbst­lichen Regen, trotzdem ließen sich die Gäste ihre Stimmung nicht beeinträchtigen, sondern freuten sich ihrer Erholungstage. Die Verpflegung wurde von der NSV. gestiftet und von Frl. Elfriede D e s ch vorzüglich zubereitet. Die Leitung des Lagers lag in Händen von Frl. Erika Lich, die auch sonst das in denselben Räumen befindliche Jungmädellager leitet Einen Höhepunkt der Frei­zeit bildete der am vergangenen Donnerstag von der Ortsgruppenleitung des Amts für Volkswohl­fahrt veranstaltete Spaziergang nach dem Gasthaus zum Laubacher Wald, wo die Amtsrvatterinnen und Helferinnen mit Käfter und Kuchen bewirtet wurden und bei Gesang und Klavierspiel und eini­gen Tischreden ein paar frohe Stunden verbrachten, bis der Zug sie alle wieder nach Laubach brachte, nachdem ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer ausgebracht war.

= Groß-Eichen, 9. Sept. Dieser Tage fand in der Turnhalle eine Abschiedsfeier für Pfarrer König statt, der nach Klein-Linden bei Gießen versetzt wurde. Vom Schulhaus aus bewegte sich ein stattlicher Zug der Einwohner­schaft, die stärksten Anteil an dieser Feier nahm, nach der Turnhalle. Schulkinder, Kirchenoorstand, SAR., Kriegerverein, Gesangverein und Turnver­ein beteiligten sich geschlossen an dem Zuge. Nach einem Liede der Schulkinder begrüßte Pfarrver- walter Bartholmae die Gemeinde, den schei­denden Pfarrer König und seine Familie. Der Pfarrverwalter übermittelte zunächst dem scheiden­den Geistlichen herzliche Glück- und Segenswünsche. Dann sprach der Zellenleiter und stellvertretende Bürgermeister Greis und dankte Pfarrer König für die in den verflossenen neun Jahren geleistete Arbeit im Dienste der Gemeinde, der national­sozialistischen Bewegung und der NSV. Mit dem

Nachfrage vorhanden war, wurde der Bestand rest­los umgesetzt. Den Spitzenpreis von 100 Mark erzielte ein mit einem 2a.-Preis ausgezeichnetes Tier des Züchters Anton Weber, Hörnsheim, Besitzer Albert P e p p l e r, Hörnsheim. Die Tiere wurden für die Kreise Wetzlar, Biedenkopf und den Lahnkreis angekauft. Bei der Versteigerung wur­den wiederum Preiszuschüsse gewährt, und zwar für den 1. Leistungspreis 20 Mark, für den 2. For» menpreis 10 Mark, und den dritten 5 Mark.

Zur Ausrichtung und Versteigerung des schwarz- köpfigen deutschen Fleischschafes waren 40 Böcke aufgetrieben. In erster Linie waren Tiere aus den bekannten Zuchten der Fürstl. Gutsverwaltung L i ch und des Züchters Otto Rinn, Utphe, vertre­ten. Das bei der Prämiierung ausgezeichnete Tiermaterial fand auch bei der anschließenden Ver­steigerung hohes Angebot. Lediglich von gering­wertigerem Material verblieb Heberstand, da die Nachfrage nach hochwertigen Böcken zur Errichtung neuer Zuchten sehr stark ist. Der Durchschnitts- peis erreichte die Höhe von 175 Mark, gegenüber von 160 Mark bei der Sommeroeranstaltung. Den Spitzenpreis von 255 Mark bezahlte die Schäferei Burgsolms für einen Bück aus der Zucht von Otto Rinn, Utphe; weitere Tiere aus derselben Zucht wurden für den Südharz erworben.

Prämiierungsergebnis:

Abteilung Ziegen: Lammböcke: 1. Lei­stungspreis Georg Hedrich, Hörnsheim. Formen- preise Ila. Anton Weber, Hörnsheim (Bes. Albert Peppler, Hörnsheim); Hb. Wilhelm Ludwig, Hörnsheim; IIc. Friedrich Luh (Bef. Otto Hinkler, Hörnsheim); Illa. Gg. Hedrich, Hörnsheim; Illb. H. Baumann, Burgsolms.

AbtHilung Schafe: Klaffe I. Aeltere Schafböcke: I. Preis, II. Preis und 2 III. Preise: Otto Rinn, Utphe. Klasse II. Lammböcke: la. und Ila. Preis: Otto Rinn, Utphe; Ib. Preis: Guts­pächter Wicke, Rudlos; Ilb. Preis: Fürstl. Guts- verwaltung, Lich; IIc. Preis: Lehr- und Versuchs­gut, Selgenhof; Illa, und Illb. Preis: Heinrich Feth (Bef. Fritz Herbei, Steindorf); Illb. Preis: Fürstl. Gutsverwaltung, Lick; Ille. Preis: Guts­pächter Wicke, Rudlos; Illd. Preis: Otto Rinn, Utphe; Ille. Preis: Gutspächter Wicke, Rudlos.

eine zweckvolle und schöne Verwendung und Aus­gestaltung des Platzes Sorge zu tragen.

# Ober-Ohmen, 9. Sept. Dieser Tage fand im Rathaus die Ausgabe der Kriegseh kreuze an diejenigen Antragsteller statt, die bei Antragstellung in erster Linie ihren Militärpaß

oder sonstige genügende Ausweispapiere beibrach­ten. Die noch ausstehenden Ehrenkreuze gelangen zur Verteilung, sobald die Prüfungsarbeiten bei der zuständigen Stelle beendet sind. Sobald alle Ehrenkreuze ausgegeben sind, findet eine gemein­same Feier statt. Im Saale des Rathauses sand eine Versammlung der Ortsbauern- ch a f t statt. Ortsbauernführer Jäger sprach ein­leitend über das Reichserbhofgesetz und wies dar­auf hin, daß der jüngste Sohn Anerbe sei. Lediglich da, wo eine alte Sitte den ältesten Sohn als den Erben herausstelle, seien Ausnahmen möglich. Dann beschäftigte sich der Redner mit der Brotgetreide- Kontingentierung und legte allen Bauern nahe, Ge­treide zur Kontingentierung anzumelden, sofern es als Brotgetreide verkauft werden soll. Aus einem Rund­schreiben wurde auf die Gefahren des Kartoffel­käfers aufmerksam gemacht und größte Wachsamkeit empfohlen. Ferner wurde über die Auszahlung des Milchgeldes über die Spar- und Darlehenskasse ge­sprochen. Es wurde beschlossen, es bei der Aus­zahlung durch die Molkerei zu belassen.

Schaf- und Ziegenbock- Versteigerung in Wetzlar.

[J] Wetzlar, 9. Sept. Der Landesver­band der Schafzüchter in Hessen-Nassau und die Landesfachgruppe Ziegenzüchter in Hessen-Nassau veranstalteten in Verbindung mit der Landesbauernschaft Hessen-Nassau hier eine zweite diesjährige Schaf- und Ziegenbock­versteigerung.

Zur Ziegenbockversteigerung war nur ausgewähl­tes Zuchtmaterial aus dem Bereich des Tierzucht­amtes Biedenkopf zugelaffen worden; es war sehr gutes Zuchtmaterial der weißen deutschen Edelziege vorhanden, unter dem die bekannte Hörnsheimer Zucht am besten vertreten war, so daß gute Durch­schnittspreise erzielt werden konnten. Da starke