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Deutsche Soldaten als Gaarabstimmler

Der Stimmschein für die Saarabstimmung

Vereinigung mit Frankreich

r:r'

Vereinigung mit Deutschland

Aus aller Welt

10.

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Ordnung und Sicherheit lm Saargebiet erforderte.

2. Die Verteilung der Landfägerposten an der Grenze erfolgte lm Verhältnis zur Länge der einzelnen Grenzen.

Nach der sehr eigenartigen und besorgniserregen­den Umgruppierung der Landjägerposten

SOCI ETF DES NATIONS LEAGUE OF NATIONS

VOLKSABSTIMMUNGSKOMMISSION DES VÖLKERBUNDES

DER ABSTIMMUNGSBERECHTIGTE MACHT EIN KREUZ (X) IN DIE WEISSE KREISFLÄCHE DES SEINER WAHL ENTSPRECHENDEN FELDES

Stimmzettel ungefaltet in den Um- schlag gest eckt und diesen verschlossen hast.

Sprich mit niemandem mehr i m Wahllokal, wenn du deinen Stimmzettel erhalten hast; sprich auch mit niemandem, bevor du nicht das Wahllokal verlassen hast.

Enthalte dich auch nach Abgabe deines Stimmzettels jeder politischen Meinungs- äuherung durch Wort oder Gruß, bevor du nicht das Wahllokal verlassen hast.

Präge dir diese Vorschriften gründlich ein, be­folge sie auf das Genaueste, sorge dafür, daß deine Stimme nicht ungültig wird.

Auch von den Angehörigen der Wehrmacht sind eine größere Anzahl abstimmungsberechtigt. Sie werden bis zum letzten Mann ihr Stimm­recht wahrnehmen. Der Reichswehrminister hat für die Einreise Vorschriften erlassen, in denen

mungslokal. .

Sprich am besten kein Wort im Wahllokal. Beantworte nur die Fragen der Mit­glieder des Wahlbüros. Vermeide auch hierbei jede politische Aeuherung.

halte dich, bis du zum Wählen drankommst, nur in dem Teil des Abstimmungslokales auf, der ausdrücklich als Warteraum gekenn-

Amtlich wird ferner milgeteilt: Der Abstimmungs­berechtigte hat auf dem amtlichen Wahlzettel e i n Kreuz" in die weihe Kreisfläche des feiner Wahl entsprechenden Feldes mit schwar­zem Bleistift zu machen. Die ursprüngliche Bestimmung der Wahlordnung, dah die Zahl1 an dieser Stelle einzusehen ist, ist durch die Ab- sllmmungskommission aufgehoben.

Für außerhalb des Saargebietes wohnhafte abstimmungsberechtigte Personen ist die Pflicht, sich innerhalb 24 Stunden polizeilich zu melden, für die Tage vom 12., 13. und 14. Januar 1935 auf­gehoben. Diese Meldepflicht bestehl aber für von auherhalb des Saargebiels kommende Ab- flimmungsberechtigle, wenn sie vor dem 12. Ja­nuar 1935 in das Saargebiel einreisen oder über den 14. Januar 1935 dort ver­bleibe». r * ' ' * * * ' v v

Beibehaltung der gegenwärtigen Rechtsordnung (Status quo)

Richtlinien für den Kraftfahrzeug-Grenzverkehr ins Saargebiet während der Abstimmung.

Interessant ist, daß abgesehen von der Überschrift der Text des Stimmscheins n u r i n deutscherSprache abgefaßt ist. Offensichtlich gibt die Abstimmungskommission damit zu, daß dieser Stimmzettel für die Bevölkerung eines rein deutschen Landes bestimmt ist.

zeichnet ist.

6. F ü ge dich widerspruchslos "l 1 en An- ordn ungen des Vorsitzenden des Wayi- büros, auch wenn du sie nicht begreifst. Beginne keine Polemik.

7. Fülle deinen Stimmzettel nur in der Iso­lierzelle aus.

8. Zeichne dein Kreuz in den entsprechenden Kreis des Stimmzettels nur mit einem schwar z- schreibenden Dleistlfl ein. da >ed-s andere Schreibzeug, auch Tinte, Buntstift oder Kopierstift, deine Stimme ungültig macht.

0. Verlasse die Isolierzelle pi$t eher, bis du de»

Achtung!

Gaarabstimmungsberechtigte!

Zwölf Gebote für die Laarabstimmung.

1. Jede politische Meinungsäußerung im Wahllokal führt unnachsichtlich zum S t i m m v e r l u st.

2. Auch der Deutsche G r u h , ja sogar das Erheben des rechten Armes, gilt als verbotene politische Meinungs­äußerung. Trage auch keinerlei Ab­zeichen oder Plaketten im Abstim-

Den Kommunisten in die Hand " gearbeitet.

Saarbrücken, 9.Jan. (DNB.) Die Zurück­ziehung der Landjägerposten aus den Orten am linken Saarufer hat nunmehr dazu geführt, daß von Mltjwoch ab dieses ganze Gebiet schutzlos und die Grenze völlig offen ist. Kommunisten kommen mit Kraftwagen aus Lothringen und mit großen Mengen von Flugblättern herüber und überschwem­men die ganzen Ortschaften mit Flugblättern. Da die Separatisten und Emigranten einjehen, daß sie das Saargebiet als Asyl für sich nicht mehr lange behalten werden, hoffen sie, sich wenigstens den Teil links der Saar als ein gewissesIndianer- Reservat" dadurch sichern zu können, daß sie hier die Bevölkerung in den letzten Tagen vor der Ab­

ti k s oder Carnet des Passages sind, können diese Papieren, für die Einreise nach dem Saargebiet benutzen.

Die Regierungskommission des Saargebietes hat genehmigt, daß die zur Abstimmung berechtigten Kraftfahrer den sonst vorgeschriebenen Inter­nationalen Führer- und internationalen Zulassungsschein nicht benötigen. Selbst­verständlich muß jeder Kraftfahrer den deut, s ch e n Führerschein und den deutschen Zulassungs­schein (Kraftfahrzeugschein) für das benutzte Fahr- zeug bei sich führen.

In jedem Falle muß an der Rückseite des Fahr­zeugs oorfchriftgemäß das deutsche Natio­nalitätsabzeichenD" geführt werden. Das NationalitätsabzeichenD" und das polizeiliche Kennzeichen müssen bei eintretender Dunkelheit be­leuchtet sein. Die Erleichterung gilt nur für die Ab- stimmungsberechtigten für die Fahrt innerhalb des Saargebietes; auf französischem Gebiet müssen In­ternationaler Führer- und Internationaler Zulas­sungsschein vorhanden sein.

Nachstehend eine Uebersicht über die nach dem Saargebiet führenden sieben Hauptstraßen:

Strecke 1: Kaiserslautern Saarbrücken: Ueber- gang Bruchhof-Homburg (114).

Strecke 2: Karlsruhe Zweibrücken Hom­burg: Uebergang Kaplaneihof-Einöd (115).

Strecke 3: Bingen Oberstem Saarbrücken: Uebergang: Selbach-Tholey (120).

Strecke 4: Bingen Homburg Saarbrücken: Uebergang: Waldmohr- Jägersburg (120a).

Strecke 5: Trier Saarburg Saarbrücken: Uebergang: Weiten-Keuchingen (129).

Strecke 6: Trier Zerf Saarbrücken: lieber- gang: Michelbach-Bettingen (484).

Strecke 7: Kreuznach Türkismühle Hir­stein St. Wendel: Uebergang: Hirstein-St. Wen­del (129a).

Die in Klammern eingesetzten Zahlen entsprechen den Nummern der Streckenkarten, die der DDAC. den Abstimmungsberechtigten aus Wunsch kosten­los überläßt.

Geschäftsstelle des Gaues 3 des DDAC. Frank- furt a. M., Goetheplatz 5, Telephon 24 516. Ge- ; schäftsstelle in Saarbrücken, Königin-Luisen- Straße 23, Telephon 20738/39.

genaueren ftontrolle zu unterwerfen.

Eine amtliche Erklärung der üegierungs- fommiffion des Saargebietes über die Gründe für die völlige Entblößung des linken Saarufers von Gendarmerie liegt zur Stunde noch nicht vor, wenn man nicht als solche eine der saar­ländischen Presse zugegangene Auflagennach­richt ansehen will, die sehr lakonisch und keines­wegs überzeugend folgendermaßen lautet:

1. Die Verteilung der Truppen erfolgte in dem Maße, in dem sofort geetgnefeUnfer- fünfte zur Verfügung standen und wie es N' Aufrechterhaltung der öffentlich«...

Die Erwärmung soll von Nordwesten her kom­men. In Archangelsk ist die Temperatur im Laufe des Dienstag bereits bis auf 1 Grad Kälte ge­stiegen. An der Nordspitze der Halbinsel Kola lag die Temperatur sogar über dem Gefrierpunkt. In Mittelrußland dagegen ist es nach wie vor kalt, besonders in der Ukraine. In Kiew wurden 2 6 Grad Kälte festgestellt, in Charkow und Dnepro- Petrowsk 30, in Lugensk 40, in Moskau 18 Grad Kälte. Während der letzten Tage des großen Fro­stes sind in Moskau mehrere Fälle von Erfrie­ren vorgekommen; so sind eine ältere Frau und zwei betrunkene Arbeiter auf offener Straße nachts erfroren.

Der sehr starke Frost in Ostpreußen wird auch in absehbarer Zeit nicht abnehmen. Die Tem- peratureen schwanken in Nord-Ostpreußen zwischen 15 und 20 Grad und in Südostpreußen zwischen 20 und 30 Grad unter Null. Den Kälterekord hat bisher Lyck mit 30 Grad erreicht. Die tiefste Tempe­ratur in Königsberg war 23 Grad. Der Frost hat bereits ein Todesopfer gefordert. Ein Land­wirt, der sich auf dem Heimweg befand, ist auf dem langen Marsch zusammengebrochen und erfroren. Viele Brände sind auf dem Lande dadurch ent­standen, daß man versucht hat, die eingefrorenen Wasserleitungen mit offenem Feuer aufzutauen. In Eydtkuhnen brannte das Gemeindehaus nieder. Zur Bekämpfung des Brandes stellte der große Grenz­bahnhof kochendes Wasser, das für die Lokomotiven vorgewärmt war, zur Verfügung, um die immer wieder einfrierenden Spritzen aufzutauen.

SA.-Gruppenführer Heß Reichsinnungsmeister der Schuhmacher.

Im Preußenhaus in Berlin fand die feierlich^ Einführung und Verpflichtung des neuen Reichsm- nungsmeisters der Schuhmacher, des SA.-Gruppen­führers und Schuhmachermeifters Arthur Heß- Plauen i. V., M. d. R., durch Reichshandwerksmel- fier Schmidt statt. Der bisherige Reichsinnungs­und Ehrenmeifter S t ö f f e r - Hannover hatte um Entlassung aus seinem Amte gebeten. Der feierlichen Uebergabe dieses Amtes, die sich nach altem Brauch vor der offenen Bundeslads vollzog, wohnten jaty«

Die Nachricht, daß plötzlich die Landjägerposten westlich der Saar auf das rechte ©aarufer 3wrü«fr gezogen worden sind, hat im Saargebiet außerordentliche Spannung hervorgerufen Es handelt sich um Landjägerposten in folgenden Orten: Waldwiese, Biringen, Oberesch, Fuhrweiler Loidmgen lieber- Herrn Lauterbach, Carlsbrun, St. Nicolas, Naßweiler, Emmersweiler und Klein-Blittersdors. Damit ist das linke Saarufer seiner letzten dünnen Postenkette beraubt.

Verbot einer Broschüre.

Berlin, 9. Jan. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat veran­laßt, daß die in dem Kulturpolitischen Verlag Berlin-Leipzig-München erschienene Broschüre von Wilhelm GellertVor großen Katastro­phen. Der deutsche Ausstieg und die germanische Zei t", die sich in unsinniger und dilettantischer Weise mit außenpolitischen Proble­men befaßt, mit sofortiger Wirkung verboten wird, um Mißdeutungen hinsichtlich der Füh­rung der deutschen Außenpolitik vorzubeugen.

Die Kälte in Nord- und Ostdeutschland, Polen und Rußland.

Seit Montagnachmittag sind in ganz Nord­deutschland die Temperaturen stetig gesunken. Während am Montagnachmittag in Hamburg sich die Temperaturen noch um den Nullpunkt bewegten, sind sie am Mittwoch bereits bis auf 7 Grad unter Null gesunken. Auch in Schleswig-Holstein liegen die Temperaturen bei 6 bis 7 Grad Kälte. Etwas milderes Wetter herrscht dagegen im Weser­gebiet, wo nur Temperaturen von 4 Grad Kälte zu verzeichnen sind. Man rechnet in Hamburg mit dem Anhalten der Frostwetterlage sowie einem weiteren Absinken der Temperaturen bis auf etwa 10 Grad Celsius Kälte.

Die für Polen ungewöhnlich heftige Kälte hat auch am Mittwoch angehalten. Im Wilnaer Gebiet langte morgens ein Fuhrwerk an, auf dem der Besitzer und seine Tochter erfroren aufge­funden wurden. In Warschau mußten rund 700 Personen die Unfallstation wegen erfrorener Glied­maßen in Anspruch nehmen. In der Stadt werden an Arbeitslose unentgeltlich Kohlen verteilt. Ferner wurden zwei Feldküchen in Betrieb gesetzt, die un­entgeltlich warme Suppe austeilen. Schließlich sind an zahlreichen Stellen der Stadt Koksöfen aufge- stellt worden, an denen sich die Passanten wärmen können.

Die sowjetrussische Presse erwartet für die Nächsten Tag« eins. Erhöhung der Lufttemperatur.

B e r l i n, 3. Jan. (DNB.) Der D e u t s ch e A u ° tomobil-Club (DDAC.) stellt jedem Abstim­mungsberechtigten, der mit seinem eige­nen Kraftfahrzeug zur Abstimmung nach dem Saargebiet reisen will, das Triptik ge­bührenfrei aus. Die gesamten Unkosten sowie Rückversicherungsgebühren werden von DDAC. ge­meinsam mit derAgrippina" als Rückversiche­rungsgesellschaft übernommen. Nachstehende Richt­linien sind besonders zu beachten:

Die Triptiks gelten nur für die Reife jur Abstimmung ins Saargebiet, keinesfalls aber für eine Einreise nach Frankreich. Abstim­mungsberechtigte haben bis zum 10. Januar 1 935 Triptiks bei der Hauptgeschäfts­stelle des DDAC., Abteilung Grenzverkehr, Mün­chen, Königinstraße 11a, sowie bei den Gauge­schäftsstellen zu beantragen. Die Beantragung muß auf einem vom DDAC. vorgeschriebenen Formular erfolgen; außerdem muß der Nachweis erbracht werden, daß der Antragsteller abstimmungsberech­tigt ist. Wo eine rechtzeitige Beantragung nicht er­folgen konnte, besteht die Möglichkeit, die Triptiks an den deutschen Grenzzollämtern durch Beamte des DDAC. ausgestellt zu erhalten. Der DDAC. wird am 11., 12. bis 14. Januar 1935 bei nachstehend bezeichneten deutschen Grenzzoll­ämtern vertreten sein: Bruchhof Kaplaneihof Selbach Waldmohr Weiten Michelbach Hirstein. Der Kraftfahrer, der sich das Triptik erst an der Grenze ausstellen läßt, muß mit einigem Aufenthalt rechnen.

Die Triptiks sind mit dem 2 0. Januar 1935 befristet, daher müssen die Fahrzeuge bis zu diesem Zeitpunkt nach Deutschland zurück­befördert sein. Die Triptiks sind vom franzo- I fischen Grenzzollbeamten endgültig löschen zu lassen und schnellstens dem DDAC. zurückzusenden. Diejenigen Abstimmungsberechtigten, die am 13. und 14. Januar 1935 zurückkehren, haben die Trip­tiks endgültig gelöscht dem Beamten des DDAC. am deutschen Grenzzollamt abzuliefern. Für Last­autos,' Lieferautos, Omnibusse, Tarameter oder son­stige Geschäftsfahrzeuge können französische Tnp­tiks nach dem Saargebiet grundsätzlich nicht aus­gestellt werden. Mitglieder des DDAC., die bereits im Besitz eines gültigen französischen Trip-

müßle sich nach dieser Mitteilung eigentlich die hat für die Einreise VoMnsten erlaßen, in Denen Gänge bet ffiren3en über Noch! geändert -- ». a. heißt: D°r Re.I-nde muß neben.dem t. <- tv cm tr ir# inSnnCnfizt üa iTruppenausweis und Urlaubsschein

haben. Die Auflagennachncht ist jedenfalls für sich einem gewöhnlichen Reisepaß ober mit

-- noch keineswegs geeignet, die menroür- einem Reisepaß, der von der örtlichen zuständigen die digen Maßnahmen zu erklären und die Beun- Paßbehörde besonders zum Zwecke der Teilnahme e n I ruhigung zu beseitigen. an der Saar-Abstimmung kostenlos ausgestellt wird,

versehen sein. Der Reisende muß sich innerhalb 24 Stunden nach seiner Ankunft bei der Polizei­behörde des Ortes, in dem er Aufenthalt nimmt (in Saarbrücken bei der Reaierungskommisfion, Ab­teilung des Innern, Paßabteilung), anmelden, lieber die Anmeldung wird eine Bescheinigung er­teilt. Die Bescheinigung berechtigt zum Aufenthalt im Saargebiet bis zur Dauer von zwei Wochen. Im Saargebiet darf keine Uniform und kein militärisches Abzeichen getragen werden. Die Mitnahme von Waffen und Munition ist verboten. Urlaub an Soldaten als Abstim­mungsteilnehmer erteilen die nach der Urlaubs­ordnung zuständigen Vorgesetzten. Der für die Ab­stimmung notwendige Urlaub wird unter Fort­gewährung der Gebührnisse ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub gewährt.

Feldwebel Breid er, der ebenfalls als Saar- deutscher an der Abstimmung teilnimmt, schreibt u. a.: Arn 12. Januar 1935 haben wir abstimmungs­berechtigten Saarländer der deutschen Wehrmacht e i n en " Urlaubsort:Unsere treue deut­sche Saarheimat!" Am 12. Januar 1935,^^,^-. s..-- fahren wir mit vielen tausend Brüdern aus dem in Treue und Liebe zu Heimat, Volk und Vater- Reiche heim! Am 13. Januar 1935 erfüllen wir der land von niemandem übertreffen.

Heimat und unserem deutschen Daterlande gegen-' --------

über unsere heiligste Pflicht. Niemals soll man uns nachsaaen, daß wir als deutsche Sol­daten in einem entscheidenden Augenblick versagt hätten. Gerade wir Soldaten müssen unseren Brü­dern und Schwestern in der Heimat ein leuch­tendes Vorbild sein. Wir Soldaten sind uns klar darüber, um was es am 13. Januar 1935 geht. Wir saardeutschen Soldaten ließen uns nicht irre machen. Für uns gab es stets und immer nur eine deutsche" Saarheimat, die stets und immer zum großen deutschen Vaterlande gehört.

Soldat sein, heißt treu fein!" Der Saarländer im feldgrauen Ehrenrock blieb immer treu feiner Heimat, seinem deutschen Dater­lande. Die ganze Welt soll wissen, daß der deutsche Soldat der treue st e Sohn seiner Heimat ist. Am 13. Januar 1935 wer­den wir zusammen mit unseren deutschen Brüdern und Schwestern in der Heimat das überkommene Vermächtnis unsrer Ahnen festhalten, um es an unsre Nachkommen weiterzugeben. In eiserner, soldatischer und verbissener Disziplin erfüllen wir am 13. Januar 1935 unsere Pflicht! Stets werden wir daran den­ken, dckß unsere kleine, deutsche Heimat in dem großen Weltkriege denjüngsten" und prozentual diemeisten" Kriegsfreiwilligen aus dem ganzen deutschen Vaterlande gestellt hat. Diese Helden sind nicht u m s o n st für Heimat und Vaterland ge­fallen. Der feldgraue Kamerad von heute wird sich Dieser bewundernswerten und vorbildlichen Opfer­bereitschaft würdig zeigen. Mit den Gedanken tief­ster Dankbarkeit und bewußter Treue treten wir am Befreiungstage unserer deutschen Heimat vor die Wahlurne. Der feldgraue Saarländer läßt sich

ftimmung mit allen Mitteln einschüchtern. Dazu gehört auch die Zurückziehung der Polizeiposten, die Emigranten und Separatisten hier freie Hand gibt. In der Nacht zum Mittwoch sind auf dem linken Saarufer von Kommunisten Telephon- t e itungen auf Strecken von mehreren hundert Metern durchschnitten und die Isolatoren herausgerissen worden, so daß zwei Ortschaften telephonisch nicht erreichbar waren. Die Ermitt­lungen haben weiterhin ergeben, daß allein im Kreise Saarbrücken - Land 26 verschiedene Landjägerposten geschlossen und die Grenzwachthäufer teilweise sogar zugenagelt wor­den waren. Die Landjäger sind sämtlich ander deutschen Grenze eingesetzt worden, wo die Bewachung überall außerordentlich verstärkt wor­den ist.

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