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Opfergang und Siegeszug.

Ganz Deutschland ehrt in München die Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung vom 9. November.

Sie Aufbahrung der Gefallenen.

München, 8. Nov. (DNB.) Auf drei großen Münchener Friedhöfen sind am Freitagnachmittag die 16 Gefallenen des 9. November 1923 feierlich aufgebahrt worden. Die einheitlichen edelgeformten Zinnsäi^e tragen als einzigen Schmuck ein dunkel­rotsamtenes Bahrtuch, auf dessen Mitte von wei­tem Grund das Hakenkreuz aufleuchtet, das Sieges- Eichen, für das sie in den Tod gegangen sind. Zu üßen des Hakenkreuzes trägt das Bahrtuch in oldenen Lettern den Namen der Gefallenen. Dor ,'bem Sarg ist ein Korb mit riesigen weißen Chrys­anthemen niedergelegt.

Punkt 12 Uhr zog unter feierlichem Orgelklang ie Ehrenwache der SA. auf, die das bishe- ige Wachkommando der SS.-StandarteDeutsch- i'nb" ablöste Die Ehrenwache mit den Fahnenträ- ern der die Namen der Gefallenen tragenden raditionsstürme nahm hinter den Särgen

Aufstellung. Die Angehörigen der Gefallenen wohnten dem Aufbahrungsakt bei.

Schon lange vor der Stunde, die für die feierliche Ueberführung in die nördlich des Siegestores gele­gene Leopoldstraße vorgesehen war, säumten dichte Menschenmengen die Straßen, die von den Fried­höfen in die Stadt hereinführten. Das Licht der Schaufenster erlosch, die Straßenbeleuchtung wurde ausgeschaltet. Tommelwirbel kündete das Heran­nahen der Trauerparaden. Die von sechs Pferden gezogene Lafette mit dem Sarg, der mit dem Bahr­tuch geschmückt war, wurde auf dem ganzen Weg von sechs alten Kämpfern in ordengeziertem Braun­hemd, entblößten Hauptes geleitet. Ehrenstürme der SA., der SS., der NSKK., eine Abteilung des Arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten und eine Bereitschaft politischer Leiter marschierten verhalte- nen Schrittes in dem Ehrenkondukt. Zu beiden Sei­ten des Marschweges standen in Abständen von je zehn Metern SA.Männer mit Fackeln.

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Seit Donnerstagnachmittag standen die Zinksärge der 16 Gefallenen in den Hallen des Wald-, Ost- und Nordsriedhofs in München, wo SA.-Männer die Ehrenwache hielten.

(Bildtelegramm: Scherl-Bilderdienst-M.)

Feierliche Trauerparade

Tiefe Dunkelheit nur durchbrochen durch die lrdernüen Fackeln der spalierbildenden SA. lag über den Straßen, als gegen 22 Uhr die drei großen Trauerzüge mit den gefallenen halben des 9. November 1923 sich in der Ludwig- straße zum gemeinsamen Zug durch das Ziegestor in die Feldherrnhalle ver- einigten. Beim Einschwenken in die Leopold- straße wurden die Lafetten mit den 16 Särgen von bm Abordnungen der SA., SS und NS^K., des Arbeitsdienstes und der Politischen Leiter empfan­ge. Auch die 3000 Unterführer aus dem gan- , n Reim waren bereits von der Kundgebung im j rtus Krone heranmarschiert, ebenso die alten . ärnpfer, die gerade das große Erlebnis der führerrede im Bürgerbräukeller hinter sich hatten. . i ihnen gesellten sich die Riesenkolonnen der |) 0 0 0 Fahnenträger und der Abordnungen, Je die Standarten der Bewegung aus dem ganzen 5/lch nach München gebracht hatten. Kurz vor dem | eqestor nahmen je 8 der Lafetten auf der west- lihen und östlichen Seite der Leopoldstraße Auf- fjiUung. Dann setzte sich langsam und feierlich die Teauerparade in Bewegung, um die 16 ersten Äutopjer des Kampfes für das Dritte Reich durch dos Siegestor zu geleiten. Die B l u t f a h n e, gefolgt von sämtlichen Standarten, flatterte dem ncchtlichen Zuge voran.

Eimug durch das Siegestor.

Unter Trommelwirbel hat die Spitze des Zuges das Siegestor erreicht. Es liegt eine tiefe Symbolik darin, baß die Männer, die im Kugelregen der Re­

aktion vor zwölf Jahren zusammenbrachen, nun doch als Sieger durch das Siegestor in die Stadt München einziehen; einziehen, wie nie Fürsten in diese Stadt einzogen. Und nun wird das Wort wahr, das der Führer auf das Mahnmal in der Feldherrn­halle setzte:

U nd ihr habt doch gesiegt!"

Dumpf dröhnen die Trommeln unter den Bogen des Tores und dann tritt aus dem Bogen heraus die Spitze des Zuges, voran Gruppenführer Hel­fer. Hinter ihm. breit und tief gestaffelt, dunkelrot leuchtend im Fackelschein, der die ganze breite Lud- wigstraße bis hinauf zur Feldherrnhalle erfüllt, die Standarten der Bewegung, die so man­chen Namen eines Toten tragen. Hinter den Stan­darten die B l u t f a h n e , und nun kommen, von je sechs Pferden gezogen, je acht auf einer Straßen­seite, d i e Lafetten heran. Mit Hakenkreuzfahnen verhangen stehen auf ihnen die Särge der 16 ersten Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung

Nun erstirbt auch das letzte Raunen in den dicht gedrängten Menschenmassen hinter den Spalieren. Ergriffen sind die Gesichter und die Arme heben sich zum stummen Gruß. Langsam und feierlich geht der Zug die Straße weiter hinauf zur Feld­herrnhalle.

Hinter den Lafetten quillt ein breiter, fast unüber­sehbarer roter Strom durch das Siegestor: die Fahnen der Bewegung, die aus allen Tei­len Deutschlands hier zusammenfluteten, um den Männern, die für die erste Fahne fielen, das Ge­leit zu geben. Und auch hier wieder eine tiefe Sym­bolik: Aus der einen blutgetränkten Fahne wurde dieser unendliche rote Strom! Hinter den Fahnen schreitet das Führerkorps der Bewegung, 3000 Mäner aus allen Formationen.

Die mitternächtliche WecheKnnde vor der Zeldherrnhatte.

Am Odeonsplatz spiegelt sich das gleißende Licht bar Bogenlampen in dem. düsterroten Stoffgrund, her die Sockel der Gebäude ringsum meterhoch oer- kliidet. Es mischt sich mit dem Widerschein der Dpferflammen, die aus den hochragenden, rot um- tl( ibeten Pylonen zum nächtlichen Himmel lodern. D« Stätte des Opfers von 1923 krönt sieghaft das 6jmbol der Bewegung, das silberne Hakenkreuz, bis sich leuchtend von dem dunklen Grunde des kmentuches über den silbernen Runen des Sieges abhebt. Opferflammen krönen auch die letzten Py- loien, die am Ende des Marschweges jenes Opfer- ,uges von 1923 dis Namen Horst Wessel und Her­bst Norkus tragen. Aw Mahnmai hält die SS. bi. Ehrenwache, in Gesicht und Haltung lebendige Birförperung des Willens zum Siege, des Wissens ur» den Endsieg

Im Hintergrund der Feldherrnhalle erblickt man 16 Pylonen, auf denen sich vom roten Grund in Ai'ld die Zeichen der Bewegung abhebön. Hier wird oufgebahrt werden, was sterblich an den Kämpfern ton 1923 war. Die Zeichen der Bewegung wal- len in langen Bahnen herab von den Gebäu­de, dieses klassischen Platzes, sie leuchten von den gewaltigen Masten vor der Feldherrnhalle, wo sie sich mit dem Symbol der Jugend vereinen, deren gr»ßter Stolz es ist, des Führers Namen zu tragen. Dis Tribünen, die den Platz rings umgeben, füllen sich mit den Angehörigen der Gefallenen, mit den Tosten des Führers, unter ihnen auch die biploma- tiffjen Vertreter des Auslandes mit den Vertretern

der Partei und ihrer Gliederungen, soweit sie nicht in der Trauerparade marschieren.

Dor der Halle zieht der Ehrensturm der Leib­standarte Adolf Hitler mit einem Spielmannszug und seinem Musikzug auf. Um 23.30 Uhr erscheint der Stellvertreter des Führers mit dem Stabschef der SA., dem Reichsführer SS., dem Korpsführer des NSKK., dem Reichsjugend­führer und der Reichsarbeitsführer, um an den Stufen der Halle die Trauerparade zu erwarten. Und nun hebt eine Totenehrung an, wie sie kein Volk in der Geschichte jemals seinen Gefallenen be­reitet hat, eine Totenehrung, die in dem Bekennt­nis zu dem Opfer dieser Gefallenen die Bewegung selbst und in ihr das deutsche Volk, dessen Träger und Führer die Bewegung ist, ehrt

Der Führer ehrt seine gefallenen Mitkämpfer.

Im gleißenden Licht der Scheinwerfer fährt der Führer durch das Siegestor und bann durch die Front der Kolonnen, durch die Fahnengasse zum Odeonsplatz. Ueber dem roten Teppich, über den man soeben die toten Kameraden trug, schreitet er zur Feldherrnhalle hinüber. Vor jedem Sarg verweilt der Führer einen Augenblick mit dem deut­schen Gruß. So hält er letzte Zwiesprache mit denen, die ihr Leben für die Idee und damit für Deutschland gaben, letzte Zwiesprache mit seinem

Fahnenträger von damals, der sterbend noch die Fahne der SA. umklammerte, ehe sie seinen Hän­den entfiel, letzte Zwiesprache mit denen, die in der gläubigen Inbrunst begeisterter Jugend oder im gläubigen Bekennermut des Mannesalters die ersten Blutzeugen der deutschen Freiheit wurden. Das Lied vom guten Kameraden er­klingt.

Kein Laut unterbricht die weihevolle Stille. Kein Laut, als der Führer die Halle verläßt. Noch einmal ein Augenblick von unerhörter Ein­druckskraft, als die Front der Halle im gleißenden Licht gewaltiger Scheinwerfer aufleuchtet und in diesem gleißenden Schein die Ehrenwache der Hitlerjugend an den Särgen aufzieht. An der Stätte des Opfers, aus dem die Saat der deutschen Freiheit entsproß, ruhen die toten Helden noch einmal aus auf ihrem letzten Wege, der sie als

ewige Wache für Deutschland in feierlichem Sieges­zug am Jahrestag ihrer Hingabe einholen wird zur höchsten Ehrung, die das Reich feinen ersten Blut­zeugen zu geben hat. Noch einmal ziehen, nachdem Der Führer und sein Stellvertreter mit der Führer- gruppe den Platz verlassen haben, die Mitkämpfer von damals, die Fahnen der Bewegung, die ge­samte Führerschaft der Partei und ihrer Gliederun­gen und die politischen Leiter in feierlichemZuge an der Halle vorüber, noch einmal zu grü­ßen, was sterblich an den Helden war. Dann wird das deutsche Volk seine Toten grüßen, die starben, damit Deutschland lebe. Sie alle aber nehmen als letzten Blick von der Stätte einer Totenehrung, wie sie gewaltiger und erschütternder noch nicht erlebt wurde, die Worte mit, die sich im Schein der Opfer- flammen und der Fackeln widerspiegeln:

Und ihr habt doch gesiegt!"

Ausbohrung in der Feldherrnhalle.

In der Halle flammen die Opferfeuer auf, die zu Häupten jedes der Gefallenen in der Stunde feines Einzuges lodern werden, die Bogenlampen ver­löschen und über dem weiten Platz spielt nur von dem plötzlich aufkommenden Nachtwind zu lodern­der Glut entfacht, der Widerschein der Opferfeuer. Und fast in der gleichen Sekunde flammen die Fackeln auf, deren Träger die Straße der Iraner» Sarabe zu beiben Seiten säumen, burch bie nun er Zug der Toten feinen Weg zur Stätte ihres Opfers nimmt.

Lanbsknechtstrommeln fünben mit dumpfen Wir­beln das Herannahen des Zuges. Dann erklingt Musik, während die Menschen in ehrfürch- tigern Schweigen verharren. Und gleichsam den To­ten zum letzten Gruße entgegen wehen die Fahnen, wie von Geisterhänden bewegt, in dieser Mitter­nachtsstunde im Winde. Das ganze Geschehen die­ser Stunde ist wie eine Symphonie heldischen Ein­zuges in Walhall.

Die Trauermusik schweigt. Wieder beherrscht der dumpfe Klang der Trommeln die Stunde, kein Laut unterbricht mehr die weihevolle Stille. Trom­meln und immer wieder Trommeln, bis die Spitze des Zuges den rotsamtenen Teppich erreicht hat, über dem die toten Helden ihren Einzug in bie burch bie Opfer geweihten Stätte halten werben.

Letzter Wirbel der Trommeln, bann erklingt der Präfentiermarsch, während sechs Mitkämpfer jeden der Särge von der Lafette nehmen und in die Feldherrnhalle tragen. Der Zug der alten Kämpfer nimmt Aufstellung vor der Halle, bann erscheinen bie zehntausend Fahnen der Bewegung, wäyrenb das Horst-Wessel-Lieb getragen über den Platz schwebt.

Das Volk grüßt seine Toten.

Große Teilnahme der Bevölkerung an der Heldenehrung.

München, 9. Nov. (DNB. Funkspr.) Als in der dritten Morgenstunde des Samstag nach Been- biguna ber Aufbahrungsfeierlichkeiten an ber Felb- herrnhalle ber Vorbeimarsch ber Fahnenträger unb ber Formationen feinen Abschluß gefunben hatte, strömten Tausenbe unb aber Tausenbe von Men­schen aus allen Zugangsstraßen auf ben weiten Platz.

In Ehrfurcht zog das Volk an den 16 Särgen vorbei, bie bie sterblichen Ueberrefte ber Gefallenen des 9. November 1923 bergen. Bleich fiel bas Monb- licht auf bas benkwürbige nächtliche Bilb. Im Flacker- schein ber Pylonen entboten die Zehntausend den toten Freiheitskämpfern den letzten Gruß, be­vor sie in ihre Ruhe- und Ruhmesstätte in den Ehrentempeln der Bewegung übergeführt werden. Wohl die meisten von diesen Volksgenossen können sich noch ber schicksalhaften Tage unb Stunben bes 8. unb 9. November 1923 erinnern; um so stärker wirkte nun biefe nächtliche Stunbe auf ihre Seele.

Stunbe um Stunbe verrann, ber Morgen graute, aber ber lange Zug berer, bie mit bem Deutschen Gruß an ben Särgen vorüberzogen, hatte noch längst kein Enbe gefunben. Immer neue Menschen strömten herbei, um ben Gefallenen ihre Ehrenbe­zeugung zu erweisen, um baburch an Siefen unver­geßlichen Stunben teilzuhaben.

Unb als es aus einem bleischwer über ben Mor­gen laftenben November-Himmel gegen 8 Uhr zu regnen anfing, marschierten bie Menschen immer noch mit erhobener Hanb vorbei, an ben Stan- barten ber Bewegung, bie bie ganze Nacht über bie Ehrenwache hielten, um ber Verdunbenheit Aus- bruck zu geben mit benen, bie ba in ihren Särgen in ber Felbherrnhalle ihres triumphalen Einzuges in bieEwige Wache" harrten.

Bis 10 Uhr vormittags, um welche Stunbe der Platz für den öffentlichen Zugang wieder ge­sperrt wurde, ergoß sich der Strom des Volkes unablässig von der Brienner Straße her, an der Aufbahrungsstätte vorbei in der Richtung zur Re­sidenzstraße. Die Erkenntnis aber nahm jeder, der an dieser Heldenehrung teilnehmen durfte mit: daß ber Marschtritt biefer 16, bie mit bem Führer vor 12 Jahren an biefer benkwürbigen Stätte für Deutschland Freiheit kämpften unb fielen, bas ganze beutsche Volk h i n e i n g e f ü h r t hat in ein neues Reich ber Einigkeit, ber Freiheit unb ber Ehre.

Ote Münchener Feier im Echo der Auolandsvresse

London, 9. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die füh­renden Londoner Morgenblätter widmen ben Feierlichkeiten am Dorabenb bes 9. November in München breiten Raum unb veröffentlichen aus­führliche Melbungen ihrer Berichterstatter, bie ben bezwingenben Einbruck roieberaeben, ben bie mitter­nächtliche Feier vor ber Felbherrnhalle unb bie Kunbgebung im Bürgerbräukeller selbst auf kühle auslänbische Betrachter gemacht.Daily Mail" hebt in ihren Schilberungen hervor, wie bas gesamte Reichskabinett unb bie Parteiführer ben Toten einen einbrucksvollen Tribut gezollt haben, unb wie bie ganze Bevölkerung Münchens währenb ber Nacht in ununterbrochenen Pilgerzügen zur Felbherrnhalle ihren Weg genommen hat.

Fast sämtliche Pariser Morgenblätter veröffentlichten ebenfalls ausführliche Berichte von ber Ueberführung ber sterblichen Hülle ber Opfer bes 9. November 1923 in bie Felbherrnhalle von München. Sie schildern den Aufmarsch der S2L,

SS. und HI., bie bis zur Feldherrnhalle Spalier bildeten, und die feierliche Ueberführung der sech­zehn Särge und schließlich die Ankunft des Füh- rers, der sich vor seinen Kameraden und treuen Gefährten verneigt habe, die ihr Leben für bie Auf­erstehung bes Dritten Reiches gaben.

Die Gefallenen im Gau Sessen-Aassan.

Das Gaupresseamt gibt aus Anlaß des 9. No­vember die Liste der gefallenen Parteigenossen im Gau Hessen-Nassau bekannt:

1. Wilhelm W i 1 h e 1 m i, Singhofen, gestorben 6. 3.1927.

2. Karl Ludwig, Wiesbaden, gestorben 10. 4.1927.

3. Heinrich Kottmann, Darmstadt, gestorben 12.5.1928.

4. Kath. Grünewald, Lampertheim, gestorben 3. 8.1929.

5. Erich Jost, Lorsch, gestorben 5. 8.1929.

6. Hans Hobelsberger, Biblis, gestorben 17.11.1931.

7. Hans Handwerk, Frankfurt a. M., gestorben 5. 7.1932.

8. Heinrich Grasmeher, Steeden, gestorben 11. 7.1932.

9. Christian Crößmann, Pfungstadt, gestorben 26. 2.1933.

10. Josef Dieser, Frankfurt a. M.-Höchst, gestorben 28. 2.1933.

11. Andreas Weidt, Höchst i. O., gestorben 3. 3.1933.

12. Peter Fries, Darmstadt, gestorben 17. 3.1933.

13. Wilhelm Hofmann, Wölfersheim, gestorben 18.4.1933.

Oberbannführer potthoff Führer des Gebietes Hessen-Nassau.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 8. Nov. Der Reichs- jubenbführer hat ben bisherigen kommissarischen Führer bes Gebiets Oberbannführer Herbert P o 11- hoff mit Wirkung vorn 9. November 1935 m i t der Führung des Gebiets 13 Hessen- Nassau beauftragt. Befördert wurden eben­falls mit Wirkung vom 9. November 1935: In der Gebietsführung: Bannführer Paul W a g ne r, kom­missarischer Führer bes Jungvolks im Gebiet, zum Oberjungbannführer. In ben Abteilungen ber Gebietsführung: Unterbannführer Zeruhn, Leiter ber Verwaltungsabteilung, zum Bannführer; Unterbannführer Ab am, kommissarischer Leiter ber Personalabteilung, zum Bannführer; Unter- bannführer Buß, Bezirksjugenbpfleger, zum Bann­führer; Gefolgschaftsführer Feser, Leiter ber Ge- sunbheitsabteilung, zum Unterbannführer; Schar­führer Wehn, kommissarischer Leiter ber Kultur­abteilung, zum Gefolgschaftsführer. Ferner würben beförbert: Unterbannführer Garben, Führer bes Bannes 98 Hanau, zum Bannführer, unb Gefolg­schaftsführer Koschemann, kommissarischer Füh­rer bes Jungbannes 115 Darmstabt, zum Stamm­führer.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Jranffurt

Vom Atlantik ziehen fortgesetzt kleinere Stö­rungsgebiete über Frankreich hinweg ostwärts. Sie bedingen auch bei uns wechselhaftes und zeitweise auch regnerisches Wetter. Doch hat sich immer wie­der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Störungs­gebieten mit Druckanstieg vorübergehende Besse­rung eingestellt. Eine Aenderung ber bestehenden Witterungsverhältnisse ist zur Zeit noch nicht ab­sehbar.

Aussichten für Sonntag: Zeitweise auf« heiternd, doch keine Besserung, noch immer Fort­dauer ber unbeständigen und zeitweise auch regne­rischen Witterung, bei lebhaften Winden aus süd­licher Richtung mild.

Lufttemperaturen am 8. November: mittags 10,1 Grad, abends 8,1 Grad; am 9. November: morgens 6.7 Grad. Maximum 10,3 Grad, Minimum 6,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. November: abends 8,3 Grad; am 9. November- morgens 7,6 Grad Celsius. Niederschläge 0,1 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. D. A. X. 35: 10 000. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Stein, bruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

MonatsbeAugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 PL Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf* mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

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