Nr. 263 Erster Vlatt
185. Jahrgang
Samstag, y. November 1955
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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„LlndIhr habt doch gesiegt."
Meinen Kameraden.
Don Staatswmmissar Hans Hinkel?
Es brach der Morgen an der tiefsten Schande, der verdammenswertesten Schmach. Nach dem heiligen Jubel des Abends vorher und den von Zweifeln erfüllten ersten Stunden des 9. November formierte sich der Freiheitszug vom Bürgerbräukeller durch die Stadt: Das Volk selb st sollte entscheiden. Adolf Hitler legte in die Hand der Münchöner aller Stände, Schichten und Berufe, des Arbeiters der Faust und der Stirn das Schicksal Deutschlands!
Niemand vermag die Hingabe zu schildern, die uns beseelt! Diese tiefe, vom Jubel stumme Begeisterung. Dieser verschlossene, erhabene heilige Ernst, mit dem wir antreten. Voraus der Führer. An der Spitze des Zuges neben Adolf Hitler General Ludendorff, der erste SA.-Führer Hermann Göring, Oberstleutnant K r i e b e l. Dann der treue und verdiente S ch e u b n e r - R i ch- t e r, des Führers Begleiter Körner, Landgerichtsrat von der Pfordten, der alte Kämpe Hutmacher B a u r i e d l, Ludendorffs Bursche Neubauer und dann wir: Arbeiter, Studenten, Offiziere, Bürger, Handwerker, alt und jung. Die ■ SA. singt: „O Deutschland hoch in Ehren". Dröhnend steigt das Lied von Deutschlands Ehre und Treue gen Himmel ...
An der Jsarbrücke: Die erste Sperrkette bayerischer Landespolizei. Göring durchbricht sie mit einem Wort. Und vor seinen Blicken weicht der Gegner. Die vom Bund Oberland und die von der Reichskriegsflagge jauchzen: „Hakenkreuz am Stahlhelm, schwarzweihrotes Band, Hitlers Sturmsoldaten werden wir genannt." Und es ist, als ob dieses Lied uns an stählernen Strängen zum Siege zöge, der Entscheidung entgegen, dem Triumphe zu! Wir marschieren auf der Straße nach Deutschland, ins Herz der Nation!!
Um uns ballen und drängen sich die Menschen- massen: Arbeiter in Hemd und Hose, Bürger im Bratenrock, Jungen und Mädels, die alle wissen: Jetzt marschieren sie dem Schicksal entgegen! Die ganze Stadt ist unterwegs. München ist auf den Beinen! Jeder grüßt uns. Jeder bejaht unseren Willen. Jeder ist mit uns und in uns! Denn: die Stadt, die den Verrat der Kahr-Lassow-Seißer nicht wahr haben wollte, war aufgewühlt vom Erleben, alarmiert vom Geschehen, verbunden mit uns und unserem Willen. Tosender Jubel brauste uns entgegen. Rasende Freude. Ueber uns und um uns. Die Polizei — gegen uns befohlen — läßt uns überall passieren, kein Karabiner droht und kein Gewehrlaus. Im jauchzenden Rasen der Massen lähmt tiefste Ergriffenheit diese Beamten, die mit uns fühlen und lieber mit uns marschieren möchten. Aus Haus und Tor, von Fenster und Balkon bricht die Begeisterung draußen auf uns herab.
Residenzstraße: Tief gestaffelt stehen die Menschen an Hauswand und Mauer. Und wir marschieren...
Vorvei am Nationaltheater.
Und nun: Feldherrnhalle. In diesem Dom der -Erinnerung wird die Tradition der Kämpfer Tilly -und Wrede gewahrt. Das Armeedenkmal: Ein Krieger, der den Frieden beschützt, verkörpert Einheit und Ehr- und Wehrhaftigkeit des bayerischen Volkes. Machtvoll lagern vor der Halle die beiden gewaltigen Löwen. Die Spitze unseres Zuges hat Len Odeonsplatz erreicht. Im Marschtakt dröhnt -jetzt das Lied der Heimat auf, und mitten hinein in unser „Deutschland, Deutschland über alles!" Fracht die erste Salve.
Auch vor Langemarck ist beste deutsche Jugend ■gefallen mit diesem Lied auf den Lippen. Jedoch: ,65 waren die Kugeln der Feinde, die deutsches Leben verlöschten! Hier aber stehen doch Deutsche gegen Deutsche! Brüder gegen Brüder! Aber der erste Aufschrei bricht schon aus unseren Reihen. Zum Nachdenken ist jetzt keine Zeit. «Ein erstes Verröcheln, ein kurzes, kindhaftes Ster- lben und Abschiednehmen in einem. Durch die peit- -fchenden Gewehrkugeln spritzt das Kommando:
Hinlegen!" Aber schon hämmert die erste MG- -Garbe in unsere Kolonnen. Adolf Hitler und »General Ludendorff stehen aufrecht im Infanterie- Feuer. Sie leben beide! Wenige kurze Aufschreie mach. Starres Entsetzen, Verzweiflung ob des Un- ffaßbaren. Aber sonst: Kaum ein Stöhnen der tödlich Verwundeten, die in ihrem Blute liegen. Beseh! zum Halt, während Adolf Hitler und Luden- Lorff weiterschreiten. Dicht bei mir haucht Claus von Pape, der Siebzehnjährige, sein Leben aus, Scheubner-Richter stirbt stumm, von der Pfordten verzückt am Boden, Körner, Neubauer, Bauriedl sind bereits verschieden. — Männer unter ihnen, Die vier Jahre im Krieg als Offizier oder Mann \ ün vorderster Linie lagen, die anderen: Freiwillige, deutsche Jugend.
Schwärzester Verrat, dunkelste Reaktion, verirrtes und verführtes Brudervolk hatten die erste, gottgewollte Front der im Geist des Führers erstandenen deutschen völkischen Gemeinschaft, der Nation der Zukunft, niedermähen lassen! Fünf Jahre nach dem Verrat marxistischer Verbrecher nun neuer Verrat feiger und rückständiger Bürger- feelen! Eine Stunde tiefster deutscher Schmach, in der — so schien es uns damals — Deutschland endgültig seine Ehre verloren hatte.
* Aus der Monatsschrift „Das neue Deutschland".
Mein treuer Kamerad Faust war mit Theodor Casella zusammen im Kriebsministerium gefallen. 400 Mann der „Reichsknegsflagge" hatten gegen zwei Jnfanteriebataillone, ein Pionierbataillon, eine Minenwerferkompagnie, drei Batterien, zahlreiche Panzerwagen und fast gegen die gesamte Landespolizel München sowie acht auswärtige Hundertschaften ihren Mann gestanden bis zum ehrenvollen Abzug. Der jetzige Reichsführer SS. Himmler war dort der Fahnenträger.
Als wir unseren „toten Kameraden Faust am Abend auf einer ^Feldbahre durch die Straßen Münchens trugen, da zogen arme Proleten den Hut und greife Mütter weinten um diesen Sohn des Volkes! Unser Herrgott aber hatte den Führer vor der tödlichen Kugel bewahrt. Neben Adolf Hitler war alles gefallen, alles, was um ihn ging. Wer von uns mag die Gefühle in Worte zu fassen, die unsere verwundeten Herzen zu sprengen drohten.
Unbändige Wut, verbittertste Verzweiflung machten uns stumm. Am Abend des 10. November standen wir zu Tausenden in der Türkenstraße der Reichswehr gegenüber Hohnlachend rissen wir Hemd und K agen auf und zeigten den starr stehenden, stummen Soldaten die nackte Brust: „Schießt
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Wind peitscht durch regennasse Straßen. Letztes Laub fällt von den Bäumen. Weißer, dünner Nebel liegt über Stadt und Land: November. Und während in der Natur das letzte Leben erstirbt, während sich still — wie schützend — der Nebel über die kahlen Aecker und Felder breitet, da treten überall im Lande stumm und schweigend unsere Kolonnen an. 9. November, Heldengedenken!
Ein Tag im Jahr sei den Toten geweiht. Ein Tag im Jahr für die, aus deren Blut wir das Reich bauten, die starben, auf daß Deutschland, auf daß wir leben. Und wenn wir sie Tag für Tag und Stunde für Stunde tief in unseren Herzen tragen, und wenn uns ihr Opfer die Kraft gibt zu neuer Arbeit, zu neuem Kampf, so soll dieser eine Tag ganz dem Gedenken an sie gehören. Wir wollen hingehen an ihre Gräber, wir wollen gehen in die dunklen und engen Straßen der Städte, in denen sie fielen, und unsere Fahnen — ihre Fahnen — die Fahnen des Sieges, senken in stiller Ehrfurcht.
Dor der Feldherrnhalle in München werden unsere Kolonnen stehen und der ersten 16 Toten der Bewegung gedenken, die die Treue zum Führer mit ihrem Blut besiegelten, wie so viele Hundert nach ihnen. Ein grauer Novembertag vor 12 Jahren war es, als hier die Schüsse über den Platz peitschten. Zum zweiten Male wurde Deutschland an einem grauen Novembertage verraten Und mit den Schüssen vor der Feldherrnhalle schien die Hoffnung des Reiches endgültig zusammenzubrechen. Das Feuer der Gewehre und Maschinengewehre hallte wider durch ganz Deutschland, und mit den rollenden Salven des 9. November 1923 schien der letzte Glaube an die Größe des Reiches auf immer begraben. Die Reaktion triumphierte!
Doch der Glaube war stärker als der Terror. Der Wille stärker als Gewehre: Aus dem Blute der Toten wuchs die Macht der Lebenden hinweg über Verbote und Verfolgung und Haß und Opfer und Sterben schwang sich sieghaft und strahlend der Adler der nationalsoziali- stischen Revolution, und aus den Gräbern der Gefallenen wuchs neu und stark: Das Dritte Reich!
Und wenn am 9 November 1935 in München die Namen der Arbeiter und Gelehrten, der Stu-
doch! Schießt uns doch auch nieder!" — Aber kein Abzug regte sich, kein Mündungsfeuer blitzte auf, denn die Herzen der Soldaten waren bei uns wie die des Volkes!
Und dann Nacht um Nacht, in der wir zusammenhockten, Tage--da der Führer als „Hoch
verräter" gefangengesetzt.
Göring, schwer verwundet, wurde über die Grenze gebracht — dank der Heldentat seiner unvergeßlichen Frau, die in jeder Stunde mit ihm war.
Später: Der große Prozeß vor dem Münchener Volksgericht. Die Urteile. Und der wiedererwachende Wille! Dieser 9. November 1923 war Todes- und Geburtstag zugleich. Diese leuchtende Erkenntnis: Dieser 9. November 1923 war ja Sieg! Sieg unseres Führers! Jeder von uns fühlte, wußte: das Blut dieser Toten floß nicht umsonst! Marxismus und Reaktion gilt der Kampf! Weiter, vorwärts für Hitler! Er lebt, er wird uns weiterführen! Morgen schon oder übermorgen. Mit uns die Wahrheit, mit uns die Jugend. Unser die Zukunft.
Denn: jede Bewegung, jede Idee ist soviel wert, als Menschen bereit sind, für sie zu sterben! — Handeln wir in dieser Verpflichtung.
Hergbert Menzel
denten und Offiziere, die Namen derer, die hier fielen, ausgerufen werden, dann antworten die, die ihr Erbe tragen. Für jeden der 16 gefallenen Hel den antworten Tausende von Kämpfern der jungen Garde des Führers. Für jeden der Toten stehen tausend und aber tausend junge Soldaten zu neuem Kampf bereit, auf daß das Werk vollendet werde. Der Geist der Gefallenen lebt weiter im Geiste der nationalsozialistischen Jugend, eine junge Generation ist bereit zu neuem Einsatz, zu neuem Opfer für die Idee! v
Darum, Kameraden: Nach der Stunde des Gedenkens hebt höher die Fahnen und tragt sie voll Stolz wieder hinaus in das Land. Denn nicht nur Heldengedenken ist für uns der 9. November des Jahres, nein, zugleich auch Gelöbnis der Arbeit und Erfüllung unserer Pflicht gegenüber der Gesamtheit der Bewegung. Und deshalb schließen wir immer wieder aufs neue an diesem Tage den Bund, der die nationalsozialistische Jugend in unwandelbarer Treue mit der nationalsozialistischen Bewegung verbindet. Gleich einem Symbol findet an diesem Tage unsere jahrelange Arbeit einen Abschluß dadurch, daß wir Tausende unserer Kameraden in die Gliederungen der Bewegung überführen. So bedeutet der 9. November für uns nicht nur Heldengedenken, sondern auch Ziel unserer Arbeit. Und an diesem Tage, der dem Gedächtnis der Toten geweiht ist, steht die nationalsozialistische Bewegung immer wieder herrlicher und größer und geschlossener da, denn an diesem Tage strömt durch die Jugend unverbrauchte, frische Kraft in ihre Gliederungen, an diesem Tag wird der Bund zwischen alt u n b jung geschlossen. So ist es und so soll es Jahr für Jahr bleiben: Am Tage der toten Helden wachst neues Leben durch die Jugend!
Und wieder marschieren dann unsere Kolonnen durch den nebelgrauen November. Im Herzen das Gedächtnis an die Toten der Bewegung und den unerschütterlichen Glauben an bte Sendung der Idee. Und wieder wehen unsere Fahnen, und hinter ihnen marschieren all' die vielen Kämpfer der Bewegung, marschiert das ganze deutsche Volk.
Felöherrnhalie
Wie ihr schritte! zu öer Helöherrnhaüe, Erste Zeugen DeutschlanöS neuer Tat/ Davon sagen nun öie Mütter alle, Unö ihr weröet immer wieöee Saat.
Wie ihr schrittet, folgten Männer, Knaben,- Dhne Enöe war öer Dpfergang.
Deutsch-anös Hoffnung wuröe oft begraben, Aber immer neu öie Trommel klang.
Wie ihr schrittet zu öer Kelöherrnhalle, Das soll ewig unvergessen sein.
Äeht, wir kommen, unö wir Sanken alle, Unö wir holen euch in unsre Reihn.
Tag Hörprüfung.
Don Michsmimster Or. Wilhelm Zrick.
Die Morgenausgabe des „Völkischen Beobachters" vorn 9. November 1923 enthält einen Aufsatz über den heroischen Versuch des Führers, eine nationale Regierung zur Rettung des deutschen Volkes zu bilden, der mit folgenden Worten eingeleitet ist:
„Ein düsterer regnerischer Novemberabend über München, doppelt niederdrückend für das Gemüt in dieser furchtbaren Zeit des tiefsten Elends und der größten Schmach für das deutsche Volk. Fröstelnd eilt man durch die Straßen, und die Erinnerung steht auf, daß just vor fünf Jahren die von Juden und Juden» genossen gemachte Revolution jenen heimtückischen Dolchstoß gegen unser unbesiegtes Frontheer von rückwärts führte, der es fällen sollte, wie Hagen den Siegfried. Fünf Jahre grauenhaftester Schmach und Schande, wie sie nur je einem Volke aufgelastet hatten, nach einem unerhört heldenhaften siegreichen Ringen gegen eine Welt von Feinden. Und kein Ausblick auf die Zukunft will sich zeigen, alles in Nacht und Nebel gehüllt, in das starrende Eis mutloser Verzweiflung ..." Das war die Stimmung jener Tage. Es ist nötig, diese lebenswahre Schilderung der seelischen und materiellen Not des deutschen Volkes aus der historisch gewordenen Folge des „Völkischen Beobachters" vom 9. November 1923 nachzulesen, um den Beweggrund der geschichtlichen Handlung des Führers voll zu begreifen, und es ist vielleicht nicht unangebracht hinzuzufügen, daß diese Ausgabe des „Völkischen Beobachters" am Kopf den Vermerk trägt: „Preis: 8 Milliarden M a r k". Er beleuchtet wirkungsvoll den unerhörten wirtschaftlichen Jammer, in dem das deutsche Volk zu versinken drohte.
In Berlin aber saß eine Koalitionsregierung aller Systemparteien, der Marxist Ebert war Reichspräsident, ,und Juden, Marxisten und Zentrumsangehörige bildeten die Regierung des Reichs und der Länder. Die Kommunisten stachelten die verzweifelte Masse auf, und die zersetzenden partikularistischen und monarchistischen Elemente glaubten, ihre Zeit sei gekommen. In schamlosester Weise übten die Nutznießer des Novemberverbrechens nackten Landesverrat, verschoben das Nationalvermögen und taten nichts, um der Not eines schändlich betrogenen Volkes zu steuern.
Den monarchistischen Kreisen in Bayern schien gerade diese Zeit besonders geeignet, um ihre reichsfeindlichen Pläne zur Ausführung zu bringen. Ueber die letzten Hintergründe ihrer politischen Bestrebungen herrscht noch Dunkel. Wir wissen nur, welche Rolle die „Mainlinie" in der politischen Auffassung und in dem Kampfe jener Tage spielte, wie weit der Gedanke eines vom übrigen Reich losgelösten süddeutsch-alpenländischen, separatistischen Staates bereits gereift, und wie sehr die Sprengung des Reiches in die Nähe der Verwirklichung gerückt war.
Diese reichsfeindlichen Pläne machten die Tat des Führers zunichte. Seine Bewegung war unter einem unerhörten Aufwand von Energie nach mehrjährigem Kampfe in den ersten zehn Monaten des Jahres 1923 zu einer gewaltigen Massenorganisation angewachsen, die besonders in München und Oberbayern zu einem entscheidenden Schlag ausholen konnte. In den ersten Novembertagen 1923 stand beim Führer der Entschuß fest, die Pläne der Separatisten zu vereiteln, den Marxismus aufs Haupt zu schlagen und das Reich zu retten, — und wenn er sich selbst und die Bewegung in dis Bresche werfen müßte.
Als die Bewegung am 9. November unter den Kugeln der Reaktion niederbrach und ein geschichtlicher Entschluß, ebenso wie eine stolze Bewegung vernichtet wurden, schien es, als ob auch die tragende Idee des Nationalsozialismus auf dauernde Zeiten ausgelöscht worden sei. Daß es anders kam, ist das alleinige Verdien st des Führers. Der Marsch zum Odeonsplatz ist trotz der Salven der Reaktion derer st eMarschder Bewegung in öie Weltgeschichte geworden. Das Blut der Opfer des 9. November ist nicht umsonst geflossen. Es hat die Nation aufge- rüttelt und aufgerufen und hat sie nicht mehr zur Ruhe kommen lassen, bis es durch den Sieg der Bewegung und die Aufrichtung des nationalsozialistischen Reiches der Freiheit und der Ordnung gerechtfertigt war.
Am 9. November 1935, nach 12 Jahren des Kampfes um Deutschlands Freiheit wird der Führer, umgeben von seinen alten Kämpfern und den Männern der Bewegung, die toten Kameraden vom Odeonsplatz, denen man selbst das gemeinsame Begräbnis einst verweigerte, zur ewigen Ruhe und zum ewigen Gedächtnis an Deutschlands schwerste Kämpfe in die Ehren, tempel am Führerhaus geleiten.
In diesen Ehrentempeln werden die ersten Opfer des Kampfes um Deutschlands Zukunft ruhen als eine dauernde Mahnung an öie ganze Nation, öie Einigkeit öes Reiches unö öie Reinheit öer Iöee als höchstes Vermächtnis zu bewahren unö bereit zu sein, sie bis z u m ^Tode zu schützen.


