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Oberheffen

Der

zieviel Aktive können zu den Olympischen Spielen?

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Volksturnwettkämpfe des Turnkreises Lahn-Dill.

8. Turnkreis Lahn-Dill führt feine Volks«

Das Training für das Handballspiel

Zum bevorstehenden Handballwerbetag im Gau XII.

liner Organisationskomitee schon eine vorläufige Meldung abgegeben, natürlich immer unter dem Vorbehalt, daß ihnen die Aufbringung der dazu nötigen Gelder gelingen wird.

So wollen die Vereinigten Staaten 327 Aktive nach Berlin schicken, die Japaner 230, Schweden etwa 225, Pern 49, Ungarn 248, die Schweiz etwa 100 weniger und Polen 103. Bulgarien hat 74 Aktive angekündigt und das kleine Est­land immer noch 56.

Angesichts dieser Ziffern fragt man sich: Wieviel Wettkämpfer könnte eine Nation, wenn die nötigen Gelder und die nötige« erMajfigeg Athleten dazu

Zum Handballtraining gehört schließlich das Lau« fen mit dem Ball. Der Ball darf dabei dem Spieler niemals aus der Gewalt geraten. Er wird sinn­gemäß so zu Boden gespielt, daß er nicht höher als bis Brusthöhe kommt, so daß der Läufer, der mit etwas vorgebeugtem Oberkörper läuft, ihn stets unterhalb der Brust aufnehmen kann. Man wird zunächst langsam üben, in gerader Richtung, dann die Schnelligkeit vergrößern, hierauf versuchen, in einem großen Bogen zu laufen, dann den Bogen kleiner machen und schließlich auch scharfe Ecken aus­laufen. Zweckmäßig zeichnet man sich auf dem Uebungsfeld mehrere Figuren mit Sägemehl oder

13 Nationen bei den Lmopameisterschaslen der Ruderer.

61 Boote mit 239 Meister-Rüderem werden in Berlin-Grünau starten!

Ei« Jahr nur trennt uns noch vom Beginn der Olnmvischen Spiele 1936. Schon zum 20. Juni MchstenJahre-müssen.die Nationalen Olympischen Komitees eine allgemeine Meldeliste nach Berlin gegeben h ab en, in der die Sportarten und Wett« bewerbe angegeben sind, zu welchen sie Wettkänw- ler entsenden wollen. Bis zum 18. Juli müssen sie alsdann chre namentliche Einzel« und Mannichafts« nennung abgegeben haben. Da die Expedition nach Serlto ® ine umfangreiche SorhereUungsarbeit er. fordert, muffen ft* all-»-Nationalen Olympischen Komitees schon fefct allmählich darüber schlüssig werden, wieviel Wettkämpfer sie ungefähr zu den

Ein hervorragendes Ergebnis, das noch über dem des Borjahres liegt, als die Europa-Meisterschaften in Luzern stattfanden!

Es wird der größte Lärü)erkampf im Rudern sein, den Deutschland bisher erlebte. Wir haben in Den letzten Jahren eine ganze Reche von Ausland« Mannschaften auf deutschen Regatten am Start ye- sehen. Auch die Engländer waren dabei. 13 Natio­nen hat noch keine deutsche Regatta zum Wettkampf vereint!

Reumann-Gießen bei der Meister­schaft im Streckenfahren.

Am Sonntag wurde in Berlin die Meisterschaft im Streckensahren ausgetragen. Der Gießener Rad­fahrverein von 1885 hatte als einziger Verein des Gaues fein Mitglied Willi Neumann zu diesem Rennen gemeldet. Das Rennen führte über 240 Kilometer. Deutschlands Fahrer-Elite war vertreten. Von Anfang bis zum Ende wurde das Rennen in einem mörderischen Tempo gefahren. Die Amateure fuhren dabei die Strecke in einer um acht Minuten kürzeren Zeit wie die Berufsfahrer. Neumann, der sich schon bei der ersten Sprengung des Feldes nicht aus der Spitzengruppe verdrängen ließ, konnte zusammen mit 19 Fahrern das Ziel auf der Rad­rennbahn Wannfee erreichen. Als Neunter passierte er das Zielband und hat damit bewiesen, daß er mit zu den besten deutschen Straßenfahrern zählt. Neumann hat mit diesem Erfolg seinen Verein und die Stadt Gießen würdig vertreten. Am kom­menden Sonntag startet Neumann bei dem Großen Äraßenpreis von Essen, der als Meisterschafts­revanche angesprochen wird.

Beim Handballtraining sind zwei Ziele im Auge zu behalten. Zunächst das Ziel, den Körper recht leistungsfähig zu machen, vor allem recht schnell und ausdauernd, so daß er mit Leichtigkeit auch dem schärfsten Tempo im Handballspiel gewachsen ist. Zweitens muß man aber auch darauf bedacht sein, das eigentliche Spielen zu verbessern, also das Laufen mit bem Ball, das Werfen, das Fangen, das Stoßen, das Fausten. Der erste Teil ist also im wesentlichen rein leichtathletisches Training. Beim Handball ist vor allem Schnelligkeit und Aus« Lauer nötig. Schnelligkeit erwirbt man sich am besten durch regelmäßiges Kurzstreckenlaufen und häufige Startübungen, die Startübungen verknüpft man zweckmäßig mit dem Bücken nach Gegenständen, die in einiger Entfernung vom Start niedergelegt und nach kurzem Lauf zum Startplatz zurückge-

Schnelligkeit gegenüber den andepen Spielern au - fallen.

Die nötige Balltechnik kann man sich im Laufe der Zeit im Wettspiel oder Uebungsspiel erwerben. Ein sehr wirksames Training zum Erwerben der nötigen Balltechnik ist das Fausten am Handball­pendel. Der Ball wird dazu in entsprechender Höhe an einer Stange aufgehängt und nun vom Spieler zunächst in der Ruhelage, später in lang­samer Bewegung, dann in schnellerer Bewegung immer in derselben Art und Weise gefaustet, bis die nötige Sicherheit erreicht ist. Der Vorteil dieser Art des Handballtrainings ist, daß der Ball immer wieder zum Schlagen zurückkommt, daß der Spieler den Schlag recht oft hinteneinander ausführen und daß er ein? lange Reihe genau gleicher Schläge ausüben kann.

Mannschaft eine Plakette erhält. Die Zahl der Wettkämpfer, die jede Nation in einen Wettkampf chicken kann, ist bei den einzelnen Wettbewerben verschieden. In den Einzelwettkämpfen der Leicht­athletik, des Schwimmens, Reitens, Schießens und Fechtens sind es immer drei, im Gewichtheben zwei und in einigen Sportarten (Ringen und Boxen in den verschiedenen Gewichtsklassen, Radfahren) sogar nur einer. Beim Rudern und Segeln kann jede Nation ein Boot in jeder Bootsklasse an den Start bringen, beim Kanufahren dagegen zwei. Alles in allem ergibt sich auf diese Weise eine Maximal-Teil- nehmerziffer von 319 Männern und 52 Frauen für eine Nation.

Nun kann sich jedoch ein Land nicht begnügen, ür jeden Wettkampf immer nur soviel Athleten zu chicken, als darin antreten dürfen, es müssen viel- nehr auch Ersatzleute da sein.

Für die meisten Wettbewerbe dürfen daher mehr Athleten gemeldet werden, als später tatsächlich an den Start gehen bzw. mitspielen dürfen. Ls ist genau festgelegt, wieviel über­zählige Nennungen in jeder Sportart und in jedem Wettbewerb vorgenommen werden dürfen.

Im Fußball können beispielsweise 22 Mann ge­nannt und mitgebracht werden, also das Doppelte der eigentlichen Spielerzahl. Würde ein wohlbe­gütertes Olympisches Komitee (wie es leider nur in Wunschträumen existiert) diese Möglichkeit des Mitbringens von Ersatzleuten voll ausnutzen, so könnte es noch 141 Männer und 6 Frauen mehr in die Expedition einreihen, die dann insgesamt 518 Köpfe zählen würde.

Würden also die 50 Nationen, mit deren Teil­nahme an den Olympischen Spielen man rechnen darf 48 haben ja bereits zugesagt! mit so vollzähligen Mannschaften in Berlin antreten, wie es ihnen nach den obigen Ausführungen gestattet ist, so ergäbe das die stattliche Heerschar von 25 900 Aktiven. In der rauhen Wirklichkeit der Wirtschafts­sorgen wird aber wohl kaum ein Land eine so voll­zählige Expedition ausrüsten können, selbst wenn das nötige Sportlermaterial dazu da wäre.

Immerhin wird man mit annähernd fünftau­send Teilnehmern rechnen können.

Die Organisation, die durch diese Teilnehmerzahl erfordert wird, ist schon kompliziert genug; an­nähernd 1000 Kampfrichter mit einer gleichen An­zahl von Helfern werden tätig sein, um alle die verschiedenen Wettkämpfe in den vorgesehenen 16 Tagen abwickeln zu können.

vorhanden sind, im Höchstfälle zu den Spielen entsenden?

Im Programm der Berliner Spiele 1936 sind insgesamt 19 Sportarten gegenüber 14 in Los An­geles 1932 enthalten. In diesen 19 Sportarten wer­den 68 Einzelwettbewerbe und 33 Mannschafts­wettbewerbe für Männer ausgetragen, und 12 Ein­zel« und 3 Mannschaftswettbewerbe für Frauen, alles in allem 116 Wettbewerbe. Ebensoviel olym­pische Meistertitel stehen also feil. An Siegerpla­ketten werden in jeder Klasse (Gold, Silber, Bronze) jedoch erheblich mehr ausgegeben, nämlich 267; die Ueberzahl rührt daher, daß bei Mann­schaftswettbewerben jedes Mitglied der siegreichen

bracht werden.

Diel wichtiger indessen als Schnelligkeit, ist beim Handball wie bei jedem anderen Bewegungsspiel die Ausdauer. Und die kann man zweifellos durch Training ganz bedeutend verbessern. Sie wird am leichtesten durch längere Läufe von mäßigem Tempo erworben. Nur langsam sollen Tempo und Länge der Strecke gesteigert werden. Sehr gesund sind Waldläufe, weil sie in staubfreier Luft vonstat- ten gehen und weil man dabei durch den Wechsel des Geländes abgelenkt wird, so daß man ohne Mühe größere Strecken bewältigen kann. Dieses Waldlaufen, regelmäßig und systematisch betrieben rinöandÄpi^er viel Ausdauer^ mach/es chmkeim I Kreide°ab, in denen man"sich mit dem Ball bewegt. Müzine natürliche Schnelligkeit bis zum letzten Ovale Fiduren, kleine Vierecke und größere Vierecke Moment bis zur Höchstgrenze zu entfalten. Er wird werden sinngemäß verwandt. Man Hute sich aber dann gegen Ende des Spieles durch seine größere! immer vor zuviel Training.

Spielen auf der olympischen Regattabahn mit den technifchen Einrichtungen der olympischen Spiele von außerordentlichem Wert: Für alle teilnehmen­den Nationen und für den Deutschen Olympischen Ausschuß. Deshalb werden die Europa-Meister­schaften die Generalprobe der Ruderer für 1936 sein. Die Meldungen im einzelnen:

Vierer mit Steuermann: Belgien, Däne- mark, Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn.

Zweier ohne Steuermann: Dänemark, Deutschland, Holland, Italien, Jugoslawien, Oester­reich, Polen, Schweiz, Ungarn.

Einer: Deutschland, Frankreich, Italien, Jugo­slawien, Oesterreich, Polen, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn.

Zweier mit Steuermann: Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Ungarn.

Vierer ohne Steuermann: Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Jugoslawien, Oesterreich, Polen, Schweiz, Ungarn.

Doppelzweier: Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Polen, Schweiz, Tschechoslo­wakei, Ungarn.

Achter: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Holland, Italien, Jugoslawien, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn,

sütterung gebraucht wird. In den trockenen Wiesenlagen steht nur stengeliges Grummetgras, das an Menge und Futterwert immer geringer wird. Im Gegensatz zu früheren Jahren fehlt der nährstoffreiche weiße Klee völlig.

* Utphe, 9. Aug. Der hiesige 24jährige Land­wirtschaftsgehilfe Otto P f a n n m ü l l e r erlitt gestern bei der Arbeit einen Unterschenkel- oruch und mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden.

Kreis Ariedberg.

4- Butzbach, 8. Aug. Eine beträchtliche Zahl hiesiger Einwohner beteiligte sich am Sonntag an der herrlichen Fahrt an den Rhein, die von der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" des Kreises Friedberg veranstaltet wurde. Mittels Sonderzuges fuhren die Teilnehmer über Frank­furt nach Mainz, von wo aus die Rheinfahrt mit dem DampferFrauenlob" der Köln-Düsseldorfer Schiffahrtsgesellschaft erfolgte. In St. Goarshausen wurde die reizende Fahrt unterbrochen, nach einer kurzen Kaffeepause fortgesetzt. Bei schönstem Wetter ging die Reise an den ehrwürdigen Burgen, Ruinen, reizvollen Dampfern und Kähnen vorbei und endete am Deutschen Eck in Koblenz. Gegen Abend wurde die Reise mit Sonderzug durch das romantische Lahntal über Gießen beschlossen. Alle Teilnehmer waren des Lobes voll über die Eindrücke vom herr­lichen Rheinsttom.

+ Maibach, 7. Aug. Durch bis jetzt noch nicht aufgeklärte Ursache entstand gestern in unserer Ge­markung ein Feldbrand, dem annähernd zwei kleine Morgen noch auf dem Halm stehender W ei - gen zum Opfer fielen. Der Eigentümer des Grund­stücks, Gemeinderechner Maurer, bemerkte den Brand aus der Ferne und versuchte, wenigstens noch einen Teil des Weizens zu retten, was ihm aber infolge des mit rafertber Geschwindigkeit um

turnwettkämpfe an zwei verschiedenen Tagen durch. Am 18. August werden die Vereine der Unterkreise Gießen und Alsfeld in Großen-Buseck zu den Wettkämpfen antreten, und am 25. August findet dieselbe Veranstaltung für die Unterkreise Wetzlar und Dillenburg in Haiger statt. Die Wettkämpfe für die beiden letztgenannten Unterkreise waren zuerst dem Turnverein Straßebersbach übertragen, der aber dann auf Wunsch des Turnvereins Haiger zu dessen Gunsten zurücktrat, weil der Tv. Haiger diese Veranstaltung mit der Feier feines 50jährigen Be­stehens verbinden will.

Die Wettkämpfe und Veranstaltungsfolge ist an beiden Plätzen die gleiche. Für den Vormittag sind für Turner und Turnerinnen, für die Jugend sowie für Schüler und Schülerinnen Mehrkämpfe (Fünf­kampf, Dierkampf und Dreikampf) ausgeschrieben, deren Meldeschluß für Großen-Buseck auf den 12. August und für Haiger auf den 19. August fest­gelegt ist. Scherzstaffeln der Schüler und Spiele der Schülerinnen werden den Vormittag abschließen.

Beim gemeinsamen Mittagsmahl, bestehend aus einem Eintopfgericht, werden sich alle an der Ver­anstaltung Beteiligten für die Nachmittagsarbeit stärken, die mit dem Festzug beginnt. Anschließend wird eine Reihe von Schauvorführungen erfolgen, und dann werden die allgemeinen Freiübungen, die zur Abwechslung einmal unvorbereitet geturnt wer­den, Aur Sieaerverkündung einleiten, die die 23 er- anstattung abschließt.

Es ist damit zu rechnen, daß sich die Turner und Turnerinnen des Kreises an diesen, nach jeder Rich­tung hin volkstümlichen Veranstattungen recht rege beteiligen.

Leichtathletik:

DfB.-Reichsbahn Tgde. Friedberg.

Ein Klubkampf.

Einen infereffanten Klubkampf trägt der VfB.- Reichsbahn kommenden Sonntag auf seinem Platze gegen die Turngemeinde Friedberg aus. Erst­malig nehmen an einem solchen Kampfe auch die Allen Herren" teil. Die Tgde. Friedberg dürfte ein sehr schwerer Gegner sein, zumal beim VfB.- Reicysbahn Luh fehlt. In fast allen Turnvereinen wird eine starke Breitenarbeit geleistet. Da der Kampf vier Abteilungen umfaßt, werden die auf

In Luzern 1934 waren es zwar auch 13 Natio­nen, aber nur 54 Boote; diesmal starten 61 Boote. Don den ordentlichen Mitgliedern des Internatio­nalen Ruderverbandes fehlt nur Portugal. Drei Länder: Deutschland, Ungarn und Italien haben zu allen sieben Rennen gemeldet (Einer, Zweier ohne Steuermann, Zweier mit Steuermann, Doppel­zweier, Vierer ohne und 23ierer mit Steuermann und Achter). Im Durchschnitt wird jedes Land m fünf Rennen starten. Im Achter und im Vierer sind je 11 Länder gemeldet. Da im Hauptrennen höchstens sechs Boote starten können, sind Vor- rennen und Zwischenrennen nötig, die am Freitag und Samstag, 16. unb 17. August, stattfinden wer- den. Diese Rennen werden schon einen Ueberblirf über die Leistungsstärke der Nattonen geben. Eine solche Uebersicht ist ein Jahr vor den Olympischen

Landkreis Gießen.

Wieseck, 9.Aug. Auf dem hiesigen Dresch­platz am Ortsausgange nach Alten-Bufeck herrscht seit einigen Tagen reger Betrieb. Zwei, zeitweise auch drei Dreschmaschinen sind an der Arbeit. Im Gegensatz zu anderen Dörfern ist es hier üblich, alles Getreide auf dem Felde zu dreschen, nur einige größere landwirtschaftliche Betriebe machen eine Ausnahme. Zwanzig und mehr hochbeladene Erntewagen sind hintereinander aufgefahren und nehmen Platz bis in die Rabenauerstraße. Bei dem großen Zudrang und der gegenseitigen Hilfe Ver­wandter gehen die Drescharbeiten oft Tag und Nacht vor sich. Dem Körnerertrag nach zu urteilen, kann von einer Durchschnittsernte gespro­chen werden. Während die BaumftückeAm Kaisersberg" wegen ihrer tiefen Lage schwer von den M a i f r ö ft e n heimgesucht wurden und des­halb fast keinen Behang zeigen, sind in den hoch­gelegenen Baumanlagen nack der Badenburg zu verschiedentlich mittelstark begangene Aepfelbaume anzutreffen. Leider wirkt sich die andauernde Trockenheit schlimm aus. Die Bäume werfen einen Teil der Früchte ab; meistens sind sie allerdings vom Apfelwickler angefressen. Neben Wintergold- parmänen und Landsberger Renette siüd es vor allem noch der Rote Trierische Weinapfel und der Rheinische Bohnapfel, die wenigstens einigermaßen tragen. Die Cdelsorten versagen völlig. Der Be­hang von Steinobst ist recht unterschiedlich, nur Mirabellen hängen voll und gehen der Reife ent« gegen.

T Heuchelheim, 9. Aug. Ein folgenschwerer Zusammen st zwischen einem Personen­kraftwagen und einem Motorrad ereignete sich gestern gegen 18.30 Uhr auf der Straße zwi­schen Heuchelheim und Gießen. Der von Gießen kommende Motorradfahrer Kaitzer aus Kinzen­bach fuhr auf einen entgegenkommenden Gießener Personenwagen auf. Bei dem Zusammenstoß wurde das Vorderteil des Motorrades vollständig zertrüm­mert, am ^öagen wurde der Kühler eingedrückt. Der Motorradfahrer erlitt erhebliche Verletzungen am Kopf und an den Händen und hat auch innere Verletzun- g e n davongetragen. Er wurde nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht. Die Insassen des Wa- aens, Vater und Sohn, blieben unverletzt. Die Ur­sachen des Zusammenstoßes sind nock nicht geklärt. Die Polizei nahm bald nach dem Unfall die Er»

sich greifenden Feuers nicht mehr gelang. Zum Glück war die Ernte der Nachbargrundstücke schon gebor­gen, sonst wäre ein noch größerer Brand entstanden.

kreis Schotten.

» Steinberg, 8. Aug. Der Schlosserlehrling Albert Becker von hier zog sich beim Hand­ballspiel mit einigen Kameraden, anscheinend durch einen unglücklichen Sprung, eine schwere innere Verlehung zu, die seine Ueberführung in die Klinik nach Gießen notwendig machte.

Kreis Alsfeld.

D Burg- und N i c b e r © em ünb e n, 8. Aug. Begünstigt durch das herrliche Sommer- weiter schreitet die Ernte rasch vorwärts. Gerste und Roggen sind bereits eingefahren. Weizen und Hafer sind auch schon fast reftlos gemäht und teilweise schon zuhause. Seit vorige Woche brummt die Dreschmaschine im Ort. Zunächst handell es sich nur umNotdrusch" raumbeschränkter Landwirte. Unbedingt erforderlich wäre ein durchdringender Regen für Kartoffel, Dickwurz und Klee. Auch für die Grummeternte wäre der Regen noch von Vor­test.

* Romrod, 9. Aug. Dieser Tage verende- ten in unserem Orte plötzlich hintereinander zw ei Pferde an der heimtückischen Pferdekrankheit Anämie. Den betroffenen Landwirten ist dadurch schwerer Schaden erwachsen, da gerade gegenwärtig jedes Gespann dringend gebraucht wird. Bereits vor zwei Jahren wurde auf zwei hiesigen Bauernhöfen das Auftreten der gleichen Krankheit festgestellt, der damals bestes Pferdematerial zum Opfer siel.

Kreis Lauterbach.

* Lauterbach, 9. Aug. Die Bürgermeisterei Lauterbach weist in einer Bekanntmachung darauf hin, daß die Schüttung der einzelnen Quellen für die Wasserversorgung der Stadt Lau­terbach infolge der anhallenben Trockenheit e r heblich 3urutfgegangen ist. Es ist deshalb das Besprengen der Gärten mit Wasserschläuchen, sowie jede unnötige Wasservergeudung verboten.

mittlungen auf.

I Lollar, 8. Aug. Fast allabendlich sieht man die Fliegerortsgruppe Lollar Mit ihrem selbster­bauten SegelflugzeugBuderus II" (Typ Zögling) nach dem Uebungsgelände am Heibertshäuser Hof hinausfahren. Hier entwickelt sich unter der Leitung 1 von Ingenieur Scraback ein emsiges Treiben, i Rutscher, auch kleinere Flüge und Hopser^ werden von den begeisterten Segelsporilern ausgeführt. Bei j günstigen Windverhältnissen wird jeder einmal in die ; Kiste" hineingesetzt, jeder darf proben und fein i Können zeigen, und jeder müht sich aber auch freu- ' big ab, das Flugzeug wieder zum Start hinaufzu- schaffen. Bei anbrechender Dunkelheit ziehen sie dann alle mit heiterer Miene nach Hause und freuen sich schon auf den nächsten Abend.

)( Aus der mittleren Wetterau, 8. Aug. Die Ernte ist gut geborgen. Nun wartet der Bauersmann auf Regen, damit er die Stoppeln pflügen und den ausgefahrenen Mist unterbringen kann. Die zu Beginn des Kornschnittes ausgesäten Stoppelerbsen sind, soweit sie überhaupt aufgelaufen sind, kaum gewachsen. Eben ist man fleißig daran, die Frühkartoffeln auszumachen. Die neue­ren Sorten, wie Flawa und Rabatz Frühgold, haben wohl reichlich angesetzt, die Knollen sind aber nur mittelgroß. Zufriedenstellend sind die Erträge der Odenwälder Blaue und der Böhms Allerfrühsten Gelben. Selten findet man in diesem Jahre hohle Knollen und faule Kartoffeln. Die Dickwurz stehen im Wuchs still, der Futtermais rollt die Blätter. Für den erstmalig in größeren Mengen angebauten Körnermais ist das Sonnenwetter günstig; die Puppen stehen zahlreich und vollent- wickelt an den Stengeln. Die Sorte Badischer Land­mais scheint sich am besten für die hiesigen Verhalt- Nisse zu bewähren. Bekanntlich will man mit dem im Rahmen der Erzeugungsschlacht zum Anbau empfohlenen Körnermais die Einfuhr ausländischen Saatgutes erübrigen. Gut haben bis jetzt die Zuckerrüben die Trockenheit überstanden. Das ©rünfutter ist teilweise so knapp, daß schon Futterstroh untergeschnitten wird. In den Garten lechzen die Kulturen nach Feuchtigkeit. Nur bei reich­lichem Gießen bringen die Stangenbohnen gute Er­träge und die Gurken den guten Blütenansatz zur vollen Entwicklung. An den Kohlarten tritt die Kohlkropfkrankheit (Hernie) stark auf, massenhaft legen die Kohlweißlinge ihre Eihaufchen an die Blattunterseite ab. Da anzunehmen ist, daß Heuer eine zweite Generation zur Entwicklung kommt, gilt es, sofort den Kampf gegen diesen Femd aufzunehmen. Nur den W e i n s p.a l i er en kommt der dauernde Sonnenschein zugute. Die Gescheine sind vollbeerig, und bei den ausgesprochenen Fruy- forten, wie Blaue Frühburgunder, tritt öte Reifefärbung ein; Feinde und Krankheiten machen sich fast nicht bemerkbar.

m Obbornhofen, 8. August. Die hiesige Ortsbauernschaft hielt oiefer Tage eine Versammlung im Gemeindehaus ab, bei Der Ortsbauernführer Heinrich Kullmann über di Getreidebewirtschaftung des laufenden Ernteiahre berichtete. Anschließend wurden die ßontmgentte rungsmarten verausgabt, die von den yetteideabli- fernben Bauern und Landwirten auf die gefüllten Fruchtsäcke aufzukleben sind Nachdem schon in der vorigen Wocbe der letzte Hafer wurde, geht jetzt bas E i n f a h r e n d e r F r u ch t feinem Ende entgegen. Zeitweilig waren seither auf dem Gemeindedreschplatz m der alten Lehm kaute drei Dreschmaschinen tätig, um die Ernte der kleinen Landwirte auszudreschen. Vereinzelt wurde auch schon in den Scheunen vorgedroschen. Am besten hat dabei der Weizen gegeben. Es wurden je Normalmorgen 1517 Zentner geerntet. A erster Stelle steht die Sorte Carsten, die auch das höchste Hektolitergewicht aufzuwelsen hat, dann fol- aen General von Stocken und Strubes Dlckkopf. berste erbrachte 14 bis 16 Zentner; hier war es die Sorte Ackermanns Jsaria, die mit der Sorte Ha -

£ Da- Korn s-lbst hat bei der schnellen Reife hTnnhi Sen3 maren unb auch im Nachsommer