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Lenggries, 8. Aug. (DNB.) 1400 deutsche Jungen aus der ganzen Welt fuhren am Mittwoch in Lc ~

Oie Ausländsdeutsche Jugend im Hochlandlager Langgries.

Oer Tieichsjugendführer begrüßt die (Säfte aus aller Welt.

kerung stürmisch begrüßt. Die Häuser strahlten in der Dämmerung im Lichte der unzähligen Fackeln. Die Omnibusse fuhren dann bis Langeneck, wo der Hilfszug Bayern Aufstellung genommen hatte. Don dort zogen nun die 1400 auslandsdeutschen Jungen mit wehenden Fahnen singend durch die Straßen, die von 4000 Hochlandjungen und -pimpfen umsäumt waren. Die Heilrufe endeten erst, als die 1400 Jungen aus allen Teilen der Erde ausgenommen waren in die große Gemeinschaft der 4000 Hochlandjungen, mit denen sie zehn Tage gusammenbleiben werden.

Als der Reichsjugendführer Baldur von S ch i - dach eintraf, waren die Lagerbesatzungen in einem großen Viereck angetreten. Gebietsführer Klein meldete 4000 Jungen vom Hochland, Oberbannfüh- ter Minke feine 1400 Jungen. Dann ging unter Trommelwirbel die große Flagge am Lager- mast hoch, von den Tausenden mit erhobener Hand begrüßt. Während der Reichsjugendführer mit den Ehrengästen die Fronten abschritt, brausten Flieger über das Gelände und vollführten kühne Luftkünste. Einem Rundgang durch das Deutschlandlager schloß sich eine Kundgebung auf dem Thingplatz an.

Der Reichsjugendführer

hieß die deutsche Jugend aus 48 Nationen im Auf­trage des Reiches und der NSDAP, willkommen und dankte allen, die zu dem Gelingen dieser Fahrt beitrugen, besonders Korpsführer Hühn­lein und dem ganzen NSKK., das bei dieser und anderen Veranstaltungen der HI. stets seine freund­schaftliche Haltung bewiesen habe. Dann führte er u. a. aus: Dieses Deutschland der Hakenkreuz­fahnen, das Deutschland einer einigen Jugend, das Deutschland der Wehr und Ehre ist die Frucht einer ungeheuren Opferleistung von

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Hongkong, Anfang Juli 1935.

Don Manila nach Hongkong sind es vier Tage Seefahrt. Das Wetter ist gut, aber wir hören, daß nordöstlich Hongkong in der chinesischen See T a i f u n g e f a h r besteht. Nach dem Sand­sturm in dem Roten Meer und den heißen Mon- juntagen im Indischen Ozean ist die Aussicht, noch einmal ordentlich durchgeschüttelt zu werden, nicht gerade erfreulich. Vorläufig aber heißt das Ziel Hongkong, das ich nach 22 Jahren Wieder­sehen soll. Unsere kleine Schiffsgemeinde vertreibt sich inzwischen die Zeit mit den üblichen Bord­spielen, mit Baden oder Bridge. Die kleine Schiffsbücherei hilft dann über die heißen Nächte hinweg. Die mangelnde Tropenkleidung ist auch in Manila ergänzt worden, und riesige Manila- Strohhüte schützen gegen die drückende Sonne. Außer einigen Inselgruppen ist am Tage nicht viel zu sehen. Dafür wird nächtlicherweise der südliche Sternenhimmel studiert und dabei festgestellt, daß der uns Europäern so vertraute Große Bär all­mählich wieder in höhere Regionen wandert, nach­dem er fast hinter dem Horizont verschwunden war.

Als neueste Errungenschaft an Kleidung tauchen dieShorts", kurze Hosen aus leichtem Stoff, auf, die von beiden Geschlechtern gleichmäßig bevorzugt werden. Strümpfe gibt es schon lange nicht mehr, und Stiefel oder Schuhe sind von leichten Sandalen verdrängt. Auch zu den Mahlzeiten macht man es sich so bequem wie möglich, und einige Engländer vertauschen dankbar ihre festliche Abendkleidung mit leichten, bequemen Hüllen. Frühmorgens wird ge­badet, und zwar nicht etwa in den engen Bade-

Millionen, das Werk einer entschlosse­nen Kampfgemeinschaft von Nationalsozia­listen. Ohne dieses Opfer, ohne diesen Einsatz wäret Ihr nicht hier. Es ist wichtig, diese Erkennt­nis mitzunehmen, daß nur durch Opfer große Leistungen geschaffen werden. Dieses Lager ist sinnfälliges Symbol des Wollens der jungen Nation. Heute find es zwei Millionen, die in solchen Lagern sind: in den kommenden Jahren wird es keinen Jugendlichen in Deutschland geben, der nicht drei bis vier Wochen im Lager verbringt, nicht nur zur Erholung, obwohl dies auch bewirkt wird, sondern um die Jugend zusammenzuführen, die nicht Armut oder Reichtum, konfessionelle oder Klassenfragen sucht, sondern die nur die Kame­radschaft der Jugend kennt. Das ist das gewaltige Erlebnis, das uns mit den Ausländs­deutschen verbindet, dieses Gefühl der Zusammen­gehörigkeit und Schicksalsverbundenheit. Die HI. sieht keine religiösen Güter gefährdet, wenn sie gegen konfessionelle Sonderbündelei angeht und eine große Gemeinde aller Deutschen fordert, in der nicht gefragt wird nach Stand oder konfessioneller Einstellung, sondern nur nach dem deutschen Volkstum des Volksge­nossen. Mit uns sind alle großen und guten Kräfte der deutschen Vergangenheit und die Besten der deutschen Zukunft. Und eines wissen wir gewiß: wenn dieser Kampf um die Einheit des Reiches 15, 50 oder 100 Jahre dauern mag, wir werden ihn durchkämpfen und bestehen, nicht um eines bürgerlichen Vereinsideals willen, nicht wegen eines Sonderzieles, sondern um unseres ewigen deutschen Volkes willen!

Das Lied der Jugend schloß die eindrucksvolle Kundgebung. Nachmittags entwickelte sich ein leb­hafter Lagerbetrieb, der die Jungen aus dem baye­rischen Hochland und aus allen möglichen Gebieten des Auslandes rasch genug zur innigen Kamerad­schaft zusammenführte.

wannen, sondern in einem hochkomfortablen Swimming Pool", den unsere wackeren Matrosen unter Oberleitung des vielbewanderten Bootsmanns aus einfacher Zeltleinwand herstellten. So entstehen 9 Quadratmeter Wasserfläche bei einem Wasserstand von 1,80 Meter.Kopfsprung ist verboten", heißt es kategorisch auf einem Warnungsschild. Das hin­dert aber nicht, daß Passagiere und Mannschaft in schönster Eintracht sich in Schwimmkünsten zu über­treffen suchen. Um sich vom Seewasser zu befreien, begießen wir uns gegenseitig nach dem Bade mit Süßwasser, das in Gießkannen und Eimern bereit­steht. Später sammeln sich die Bridgespieler, die eigens für den Zweck der Ausübung dieser epidemie­artigen Erscheinung auf die Weltreise zu gehen scheinen. Auch in den Häfen bleiben die Unent­wegten an Bord, um keine Unterbrechung der Spielserie eintreten zu lassen.

Daneben tauchen die Sportler auf, die den Bü­cherwürmern mit ihrer Unruhe und ihrem Getram­pel auf die Nerven fallen. Sie stürzen sich in weitem Anlauf auf den Punching Ball, stoßen Holz­scheiben über Deck oder werfen klatschende Tau­ringe aus einen Pfahl. Dazwischen hüpfen einige an­dere um den Ping-Pong-Tisch. Die Politikaster, Bü­cherwürmer oder Sprachstudenten vermerken diese unruhigen Gäste mit heftigem Unmut. Wer aber Reisebriefe fchreiben muß, der irrt grollend mit Pa­pier und Bleistist von Winkel zu Winkel, wo er in stummer Versenkung in die großen Geschehnisse der Welt und Zeit Bogen nach Bogen bemalt. Frei­lich muß man hinreichend Seelengröße besitzen, wenn man häßlichen Bemerkungen oder Gesten gegenüber zurückhaltend sein will. Wie z. B. der in nautischen Dingen hocherfahrene Bootsmann, der

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sich mitfühlend nach der Ursache meiner Zurück, gez.ogenheit ^rkuüdigte und über-meine absonderliche Betätigung aufgeklart, seine Mannen mit den Wor­ten belehrte:Und er spinnt doch".

Wenn gegen Abend ein schwaches Lüftchen über die weißen Planken geht, dann ist so recht die Zeit gekommen, für eine Neuordnung des Welt­alls zu sorgen. Damit beschäftigen sich die geschei­ten Männer aus allen Ländern, die etwas zu lagen haben. Die Philippinen werden nun also selbständig, dafür werden aber die Japaner... Ja, die Japaner. Was hier draußen nicht gerade sein will, daran sind die Japaner schuld.. Diese fleißigen und genügsamen Menschen, die mit un­leugbarem Geschick hinter die Schwächen der Fremden" gekommen sind, tauchen erst vereinzelt- dann in größeren Gruppen auf, unauffällig und unbeachtet. Bis eines Tagesder angerichtete Schaden nicht mehr gutzumachen ist", klagen die Holländer. Zucker, sagen die Japaner? Zucker brauchen n?ir nicht, wir haben in Formosa genug davon. Aber wir werden euch weiter abkaufen, wenn ihr uns unsre so billigen Webstoffe und tausenderlei kleine Bedarfsartikel abnehmt. Wenn ihr freilich mit Zollerhöhüngen gegen uns arbeiten wollt, dayn bedauern wir sehr. Verkauft euren Zucker, wohin ihr wollt. Aber nicht nach Japan. Aehnlich ist die Lage auf vielen anderen Gebieten. Japan ist Selbstversorger gewor­den, und nur noch in wenigen, allerdings lebens-

3m Internationalen Schachturnier in Vad-Nauheim.

Am Dottnerstagvormittag wurden die unbeende­ten Partien bis auf die Partie Arhues-Oppozienski zu Ende geführt. Sie verliefen durchweg so, wie die Voraussage lautete: Anderson gegen Richter und Grob gegen Anderson unentschieden, Bugolju- bow gewann gegen Arhues und Engels gegen Dr. Rödl. Die fünfte Runde am Nachmittag brachte Engels weiter einen wundervollen Erfolg über Oppozienfki. Arhues gewann gegen Grob, und Stoltz verlor erneut gegen Eliskases. Die Par­tien Richter gegen Dr. Rodel und Anderson gegen Bogoljubow werden am Freitag fortgesetzt. Richter steht etwas bester, hingegen dürfte die Partie An- d.erson-Bogoljubow unentschieden enden. Unter Be­rücksichtigung der wahrscheinlichen Ergebnisse führt Engels klar mit Punktvorsprung: Der Stand ist folgender: Engels 4 Punkte, Bogoljubow 3, Oppo- zienski, Anderson, Eliskases und Arhues . 2Vr Punkte, Richter IV2 Punkt und eine Partie mit GelSinnwahrscheinlichkeit, Stoltz 2 Punkte und Dr. Rödl sowie Grob IV2 Punkt.

30 Kilometer

in 17 Stunden im Großen Bett geschwommen.

Else K r a g h hat versucht, den Großen Belt zum erstenmal an dessen schmälster Stelle zwischen Hallskov Riff auf Seeland und Knudshoved auf Fünen (15 Kilometer) zu durchschwimmen. Einige Huickert Meter vom Lande entfernt mußte sie jedoch nach 17 Stunden i h r Vorhaben aufgeben. Else Kragh war kurz nach 5 Uhr bei Hallskov Riff nördlich von Korsör ins Wasser ge­gangen. Die 7 Kilometer bis Insel Sprogö legte sie in sechs Stunden -zurück. Bald darauf wurde sie aber von der Strömung nach Norden abgetrieben. Um 20 Uhr, als sie noch etwa drei bis vier Kilometer vom Land entfernt mar, bereitete hie einsetzende Ebbe neue Schwierigkeiten, die sie anfangs überwand. Nur einige hundert Meter vom Land entfernt mußte sie jedoch gegen 22 Uhr ihren Versuch aufgeben,

Fünfhundert Frösche täglich gesucht.

In Bielefeld sind vier Jungst örche aus Ostpreußen untergebracht, die sich dort einleben und im Ravensberger Land ihre zweite Heimat haben sollen. Bis die Störche ihren ersten Ueber- landflug machen können, müssen sie gefüttert werden. Bei dem starken Appetit der Tiere ist das nicht einfach. 5 0 0 Frösche j e Ta g sind eine Klei­nigkeit für sie. Man hat schon alle umliegenden Teiche nach Fröschen abgesucht, so daß der Biele- elder Vorrat ziemlich erschöpft ist. Jetzt wendet man ich an die Schuljugend und fordert sie zum Frosch- ang auf.

wichtigen Artikeln, auf das Ausland angewiesen. Japan fehlt es an Del, Baumwolle, Gummi, an gewissen Stahl- und Eisensorten, an Chemikalien üsw. Japan ist aber auf den Absatz eigener Produkte angewiesen, also richtet sich die Gesamtpolitik auf die Kontrolle nicht nur der Ab- satzmärkte, sondern auch auf die Sicherung der Ge- biete und Zonen, aus denen Japan seine für die Industrien lebenswichtigen Rohstoffe bezieht. Diese Politik trägt zum Teil aggressiven Charakter, da sie nicht allein mit diplomatischen Mitteln durchge- führt werden kann. Die Diplomatie bedient sich vielmehr militärischer Mittel, um ihrenLebens- raum" zu sichern. Daß sich hierbei japanische An­sprüche mit den Interessen anderer Länder in diesen Zonen überschneiden, liegt in der Natur wirtschaft­licher Expansion, die sich auf Flotte und Heer stützt. Diese Expansion geht Hand in Hand mit einer Expansion des Verteidigungs-Radius auf folgenden Linien: 1. Formosa-Kurilen, 2. die vor­geschobene Außenstellung der Mandatsinseln int Südosten, 3. Formosa-Südchinesische See. Um diese Sicherungspolitik durckzuführen, kündigte Japan den Vertrag von Washington, in dem die ziffern­mäßige Ueberlegenheit Englands und Amerikas festgelegt war.

Unter diesen Gesprächen erreichten wir Hong, k 0 n g , die dem chinesischen Festland vorgeschobene Insel, den ostasiatischen Treffpunkt des Schiffsver­kehrs der ganzen Welt. .

Rundfunkprogramm.

Samstag, 10. August:

. 6 Uhr: Choral Morgenspruch. Gymnastik. 6.30; Frühkonzert. Nachrichtens 8.10: /Gymnastik. 9: Nach­richten. 9.15: Konzert. 9.45: Balladen aus dem Spessart. Von Guido Hartmann. 11: Werbekonzert. 11.30: Sozialdienst» 11.45 Bauernfunk. 12: Buntes Wochenende.Landpartie ins Rosenrote". 13: Nach, richten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschafts­bericht. 14.45: Aus der Wunderwelt der Natur. 15: Jugendfunk.Wolkenbummler". Hörspiel aus dem Leben der Segelflieger. Von Kurt Iller und Ernst Gerhart Paulus. 16: Der frohe Samstagnachmittag. 18.20: Stegreifsendung. 18.30: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Saardienst. Um das tägliche Brot. Die neue Getreidemarktordnung. 19: Präsentier- und Parademärsche ehemaliger deutscher Regimenter. 19.45: Die Wochenschau des Zeitfunks. 20: Nachrichten. 20.10:Großer bunter Abend" im Kurhaus Bad Soden.22.30: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 23: Tanzmusik zum Wochenende.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die außerordentlich starke Erhitzung am Donners­tag, die im Westen und Süden des Reiches "die Tem­peraturen teilweise bis zu 35 Grad Celsius ansteigen ließ, hat den Abbau des Hochdruckgebietes beschleu­nigt. Dadurch wurde das Vordringen feuchtwarmer Meeresluft feit heute früh- begünstigt und gab An­laß zu stärkerer Bewölkung und zu Regentätigkeit. Unter Druckanstieg, dringt zunächst noch kühlere Meeresluft nach und wird vorübergehend zum Auf­bau eines Zwischenhochs führen. Die Gefamtwetter- läge bleibt unbeständig.

Aussichten für Samstag: Wechselnd be­wölkt und vereinzelt auftretende Störungen bei lebhaften westlichen Winden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton i.V.: Dr.F.W.Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

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