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I, wie an

rangen des Redners.

9er Siudenlenfiihrer an die Studenten

Gedenket der hungernden Vögel! Schützt die Tiere vor der Kalte!

Auf Anordnung der Reichsführung der Deutschen Studentenschaft wurde am gestrigen Freitag, allen deutschen Fach- und Hochschulen, auch von der Gießener Studentenschaft eine Sammlung unter dem TitelSaarspende der Deutschen Studenten­schaft" durchgeführt. Die Sammlung nahm früh­morgens ihren Anfang mit einem Appell der ein­zelnen Fachschaften in ihren Hörsälen. Hier er­klärten die Fachschaftsleiter mit kurzen Worten den Sinn des Tages und forderten zur regen Opfer­bereitschaft auf. Bei der medizinischen Fachschaft sprach nach dem Fachschaftsleiter noch ein Dozent kurz über die letzten Ereignisse an der Saar. Den ganzen Tag über wurde eifrig gesammelt und die Saarspende-Abzeichen der Deutschen Studentenschaft (DSt.) verkauft. Die Sammlung schloß mit einer

verständnisvolle Stüi Reicher Beifall lv

Deutschtum und die völkische Pflege von jeher eine wertvolle Stütze.

Dr. Kaufmann, der über 15 Jahre die deutsche Schule in Alexandrien leitete, zählte den kleinen Rudolf Heß zu seinen Schülern, und er war es, der neben dem Eliternhaus ihm zuerst von der Schönheit der Heimat und der Wesensart des Boltes er­zählte, dessen Land der Schüler noch nicht kannte und dessen Sohn er doch war. Und so ist es denn auch nicht bloßer Zufall, daß viele heute im Deutsch, tum führende Männer durch die Schule des Aus- landsdeutfchtums gegangen sind.

Abschließend erfflärte der Redner nachdrücklich, daß wir heute wieder

mit Stolz auf die Leistungen des deutschen Volkstums im Auslande zurückblicken können, woraus uns die heilige Verpflichtung ent-

Dank an die deutsche Saar!

Oie Gießener Studentenschaft sammelt für die Saarspende der Deutschen Studentenschaft.

Die Gießener Geflügelzucht im Zähre 1934

Ausblick auf das neue Arbeitsjahr.

dort weiter bearbeitet zu werden. Keinerlei selbstän­dige Industrie läßt die Mandatsmacht in diesem Lande aufkommen, um sich den guten Abnehmer auf die Dauer zu sichern. So stand denn England an erster Stelle der das Land beliefernden Natio­nen. Aber auch das deutfcke Erzeugnis erfreut sich dank feiner Güte eimr lebhaften Nachfrage, und in der Zeit vor dem Kriege stand Deutschland als ein­führende Nation an zweiter Stelle. Eine Reihe deut­scher Importfirmen hatte sich in Alexandrien im Laufe der Zeit niedergelassen, unter ihnen die Firma Heß & Co., die mit an führender Stelle stand. Aus diesem deutschen Handelshause, das vom Groß­vater gegründet sich heute in der vierten Genera­tion befindet, stammt Rudolf Heß, der Stell­vertreter des Führers. In dieser Familie fand das

stehe, diese Bestrebungen zu fördern durch b-as Opfer, damit bde fern von der Heimat Lebenden das Bewußtsein haben, im eigenen Lande stets die ........ "He ihrer Belange zu finden.

»hnte die interessanten Ausfüh«

** Schulpersonalie. Ernannt wurde der Lehrer Dr. Hermann M e u e r an der Volksschule zu Atten-Buseck (Kreis Gießen), seither mit der kommissarischen Versetzung der Dienstgeschäfte des Kreisschulrats zu Schotten beauftragt, zum Kreis- fchulrat bei dem Kreisschulamt in Schotten mit Wirkung vom 1. Januar 1935 ab.

** Str aßensperre. Wegen Ausführung von Kanalbauarbeiten werden der Heegstrauchweg, sowie der Alte Steinbacherweg vom Wald bis zur Mittelschneise auf die Dauer von zwei Mo­naten für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungs- schilder sind zu beachten.

** Das Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Die Universitätsbibliothek fordert im heutigen Anzeigenteil auf, die von Nichtstudie- renben vor dem 1. Januar entliehenen Bücher spä­testens bis zum 2. März zurückzugeben. Interessen­ten seien auf die Anzeige befonbers hingeroiefen.

** D ie Anmelbung der Abcschützen betrifft eine Bekanntmachung des Stadtschulamtes in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die beson­ders hingewiesen sei.

** Städtische Brennholzversteige­rungen finden am kommenden Mittwoch, 13. Fe­bruar, und am Freitag, 15. Februar, jeweils 9.30 Uhr statt. Auf die heutige Bekanntmachung fei besonders aufmerksam gemacht.

** Brennholzoersteigerung im Gie­ßener Stadtwald. Bei der gestern im Gieße­ner Stadtwald durchgeführten städtisch-en Brennholz-

Derftdgerung, bei der nur Eichenholz zur Versteige- gerung gelangte, wurden folgende Durchschnitts­preise erzielt: Scheite,. 1. Klasse 6,50 Mk., Knüppel, 1. Kl. 5 Mark, 2. Kl. 4,40 Mk., Reiser, 1. Kl. 2,50 Mark, Stöcke 4,50 Mk. und Rund scheite (Garten­pfosten) 9,50 Mark je Raummeter.

** Besichtigung des Liebig - Museums durch den F Ä D. Gestern nachmittag nahm eine Arbeitsgemeinschaft der Abteilung 222 des Freiwil­ligen Arbeitsdienstes eine Besichtigung des Liebig- Museums vor. Der Vorsitzende der Gesellschaft Lie­big-Museum, Geheimrat Sommer, übernahm die Führung durch die einzelnen Räume und hielt dabei einen Einführungsvortrag über die Bedeutung Justus von Liebigs fürb ie beutsche Wissenschaft, die Entwickelung des Museums und dessen Bedeu­tung für eine volkstümliche Erziehung im Sinne der von der Gesellschaft Liebig-Museum beabsichtig­ten gemeinverständlichen volkskundlichen Vortrags­reihen. Die in dieser Arbeitsgemeinschaft zusam- mengeschlossenen Führer des Arbeitsdienstes folg­ten interessiert den Ausführungen und bedankten sich für die ausgezeichnete Führung. Der Erfolg einer solchen Besichtigung ist vielversprechend, auch für die Stadt Gießen, weil diese jungen Menschen aus allen Teilen des Reiches stammen und sich Gie­ßens und seines Liebigmuseums gern erinnern werden.

** Unglücklicher Sturz. Die in einem hiesigen Kaffeehaus beschäftigte etwa 25 Jahre alte Hausangestellte Elisabeth Etzel erlitt durch einen unglücklichen Sturz eine Gehirnerschütterung und mußte in die Klinik gebracht werden. Der 50 Jahre alte technische Inspektor Heinrich Brühl, Liebigstraße 71, erlitt, ebenfalls durch Sturz, einen Bruch des rechten Oberschenkels.

** Verkehrsunfall. Am gestrigen Freitag­mittag ereignete sich auf dem Kirchenplatz ein Ver­kehrsunfall. Der 19jährige Paul Georg aus Wiefeck, der auf dem Fahrrad unterwegs war, stieß mit der Straßenbahn zusammen und kam schwer zu Fall. Der Verunglückte erlitt Schädelverletzun­gen, die glücklicherweise nicht lebensgefährlich sind. Er mußte von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik ge­bracht werden.

** V. H. C. Gießen. Für den vergangenen Sonntag war wie man uns berichtet eine Wanderung durch den Stadtwald und den angren­zenden Staatswald vorgesehen. Am Samstag war bis in die Nacht hinein ein starkes Unwetter nieder­gegangen. Bis zum Sonntagmorgen halle sich der Himmel jedoch wieder aufgeklärt. Don der Uni- versitäts-Bibliothek wanderten wir am Alten Fried­hof vorbei nach dem Anneröder Weg, bogen später nach der Wannschneise rechts ab, überquerten die Steinbacher Straße und ben alten Steinbacher Weg unb gingen zum Hirtenbrunnen, den die Alters­vereinigung 1874/1924 schön hat Herrichten lassen. Schon in der Anlage sahen wir die Spuren des Unwetters. Viele Aeskd lagen auf der Erde. In den zum Teil stark benutzten und zerfahrenen Wald- schnersen stand das Regenwasser in großen Pfützen. Mächtige Fichten hatte das wilde Wetter aus der Erde gerissen- starke Wurzeln, die den Bäumen jahrelang Nahrung und Hall gaben, starrten wirr unb wuchtig 3um Himmel. Jetzt herrschte wieder friedliche Ruhe im Wald. Es ging ein erfrischend würziger Wind. An dem blauen Himmel zogen dichte, weiße Wolken, die Sonne strahlte durch die Schneisen und Lichtungen und legte sich schmeichelnd um die schlanken Stämme der Bäume. Beglückt von der Schönhell unseres Waldes wanderten wir weiter, zuerst zu dem Fünfzigerplatz der Alters­vereinigung 1879/1929, stiegen dann hinauf zum Georgstempel, von wo wir durch und über die kahlen Bäume eine schöne Aussicht nach dem Schisfenberg, nach den Bergen des Taunus, nach unserer Stadt, nach Dünsberg, Hohensolms und Königsberg hat­ten. Die weiteren Höhen leuchteten schneebedeckt in ber Ferne. Nach diesem herrlichen Rundblick gingen wir an dem Ludwigsbrunnen vorbei, den die Alters­vereinigung 1882/1932 hat fassen lassen, zum Forst- garten. Nach der Mittagsrast zeigte uns VHC.- Sniber Binz die Gartenanlagen, auch den Platz der Altersvereinigung 1883/1933. Wir wanderten dann zur Nikvlausquelle. Unterwegs hatten wir durch die Schneisen wiederholt einen schönen Aus­blick zum Schisfenberg und kurz vor der Nikolaus- quelle auf Steinberg. Mitten durch den Wald tarnen wir daraus zur Theodorsruhe. Auch hier lagen wie­der mehrere starke Fichten, vom Sturm aus der Erde gerissen. Ein mächtiger Baum lag unmittel­bar neben ber Schutzhülle, die jedoch nicht beschä­digt war. Langsam absteigend gingen wir nun durch den Bergwerkswald nach Klein-Linden. Beim Ver­lassen des Waldes lag überraschend schön vor uns Klein-Linden und im Hintergrund der Dünsberg, sowie unsere Heimatburgen. In Klein-Linden wurde Schlußrast gehalten. Es war eine schöne Wande­rung, die uns wieder die Schönheiten der nächsten Umgegend von Gießen gezeigt hat.

Pg. Schuster erteilte bann dem neuen Studen- tenischafts- und Hochschulgruppenführer der Landes- universität,

cand. theol. Hans Stenger

das Wort zu feiner ersten Rede an die Gießener Studentenschaft. Er führte u. a. folgendes aus:

Am Sonntag, 3. Februar, wurde ich zum Führer des NSD.-Studentenbundes und der Gießener Stu­dentenschaft ernannt. Ich danke zunächst Bern­hard Edler von Graeve für seine lang­jährige, im Dienste der Studentenschaft geleiftete Arbeit unb wünsche ihm einen erfolgreichen Abscyluß seines Studiums. Ebenso danke ich allen Amtslei­tern, die ihre Zeit und Kraft in den Dienst un­serer gemeinsamen Sache gestellt haben.

Ich bin mir der Schwierigkeiten, die ich mit diesem Amt übernommen habe, vollauf bewußt, habe es ober trotzdem im Interesse unserer Gemeinschaft für meine Pflicht gehalten, dasselbe zu übernehmen.

Es wird meine vornehmste Aufgabe fein, jeder­zeit unsere gemeinsamen studentischen Interessen innerhalb des Aufbaues des nationalsozialisti­schen Staates zu vertreten. Die Durchführung dieser Ausgabe wird jedoch nur möglich sein in engster Fühlungnahme mit der Studentenschaft, die mir dazu ihr vollstes Vertrauen und ihre unbedingte Mitarbeit schenken muß.

Durch Berufung sämtlicher neuer und junger Mit­arbeiter glaube ich, die äußere Grundlage zu einem neuen Vertrauensverhältnis gelegt zu haben. Ich 'will hierdurch nicht ausdrücken, daß die seitherigen Amtsleiter, die teilweise ihre Aemter schon zur Ver­fügung gestellt haben, nichts geleistet hätten, sondern es liegt lediglich im Interesse des neuen Kurses der Arbeit ber. Studentenschaft, daß ich mir einen neuen Mitarbeiter st ab ernannt habe.

Im Mittelpunkt der studentischen Verfassung, die uns der Führer am 7. Februar 1934 gab, steht das Führerprinzip. An Stelle des früheren unfrucht­baren Systems des Allgemeinen Studentenaus­schusses, der schon durch die Art seines Zustanoe- fommens und seiner Zusammensetzung nicht in der Lage war, eine für alle Teile bindende Gestaltung des studentischen Lebens zu gewährleisten, trat eine mit viel umfassenderen Rechten und Befugnissen ausgestattete Führung.

Der NSDStB. ist der alleinige Hvheitsträger der NSDAP, innerhalb der Hochschule. Er ist somit nicht nur für die politische Schulung und die Hal­tung der Studentenschaft verantwortlich, sondern darüber hinaus für die gesamte nationalsozialistische Entwicklung der neuen deutschen Hochschule.

Es liegt daher im Interesse der gesamten Hoch­schule, daß das Verhältnis zwischen Dozenten­schaft und Studentenschaft so fruchtbar als mög­lich gestaltet wird. Diese uns gegebenen neuen erweiterten Rechte und Freiheiten verpflichten uns aber auf der anderen Seite dazu, unsere Aufgaben mit größter Disziplin und unter Hintansetzung der eigenen Person durchzusüh- ren. Denn Aufgehen in einer Gemeinschaft be­deutet nicht zügellose Freiheit, sondern erhöhte

Verpflichtung innerhalb der Gemeinschaft.

Die Umgestaltung des geistigen Lebens, die die Machtübernahme durch den Nationalsozialismus mit sich brachte, bedingt natürlich eine völlig neue Form der studentischen Gemeinschaft. Diese neue Form kann jedoch nur auf dem Wege des Versuchs gefunden werden. Was sich also als nicht zweck- mäßig erwiesen hat, muß im Interesse der kommen­den studentischen Generation wieder beseitigt wer­den. Ob man heute schon die zweckmäßige Form gefunden hat, ist noch nicht zu Übersehen. Jeden­falls ist es unsere Aufgabe, dabei immer das End­ziel, den Gesamtaufbau unseres Volkes, im Auge zu behalten.

Die schwere Aufgabe der Saarabstimmung ist von Regierung und Volk glücklich gelöst worden, jetzt steht uns die weit schwierigere der Rückgliede­rung bevor, weil sie von unserem verarmten Va­terland gewaltige Opfer verlangt. Der Rückkauf der Gruben ist zwar durch die Reichsbank gesichert, aber die eigentliche Rückgliederung, wie Uebernahme und Neuordnung der Organisationen usw., kann nicht allein von öffentlichen Mitteln getragen werden. Aus diesem Grunde hat der Saarbevollmächtigte des Führers, Gauleiter Josef B ü r ck e l, die Saär- spende proklamiert, um am eigentlichen Tage der Rückgliederung diese Spende dem Führer zu über­reichen.

Die heutige Saarspende der Deutschen Studen­tenschaft soll zeigen, daß die neue Art studenti­scher Gemeinschaft keine kalte, leerlaufende Or­ganisation ist, sondern daß sie sich bewußt tätig in den Dienst an unserem Volke stellt.

Allen Kameraden, die sich durch ihre heutige Samm­lertätigkeit und ihre Spenden in den Dienst der Sache gestellt haben, danke ich aufs herzlichste. Be­sonders dankte er nochmals Dr. Kaufmann für feine treue Mitarbeit bei der Gießener finden» tenschastlichen Arbeit und seinen Kameraden Hans Fritz S ch u ft e r für die mustergültige Durchführung dieser Saarspende. Sein Sieg-Heil galt dem Füh­rer und Kanzler Adolf Hitler.

Die Sammlung ergab das schöne Resultat von 332,95 Mark.

Der Geflügelzuchtverein Gießen hielt wie man uns berichtet - seine diesjährige Jah­resversammlung im Hotel Hopfeld ab. Dank der zielbewußten und vorbildlich geleisteten Arbeit durch den Vereinsoorsitzenden, ist es im verflossenen Ge­schäftsjahr erreicht worden, daß ber Verein von dem unausbleiblich gewesenen Zerfall zurückgerissen und ihm wieder neues Leben eingehaucht wurde. Die Hauptversammlung war infolgedessen seit Jahren nicht so gut besucht wie diesmal.

Mit herzlichen Begrüßungsworten, seiner Freude über den zahlreichen Besuch Ausdruck gebend, er­öffnete der Vorsitzende, Herr Bauer, die Ver­sammlung und gedachte vor Eintritt in die Tages­ordnung der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder, die in der üblichen Weise geehrt wur­den. Der Schriftführer, Herr Heß, verlas die Nie­derschrift über die letzte Versammlung unb erstattete anschließend den Geschäftsbericht, aus dem zu ent­nehmen war, bafj sich im Verein in züchterischer Beziehung sowohl als auch in der Mttgliederzahl eine stetige Aufwärtsentwicklung bemerkbar ge­macht habe.

Der von dem Kassierer, Herrn Brauer, zur Verlesung gebrachte Kassenbericht ließ erkennen, daß der Verein wohl seinen laufenden Verpflichtungen nachgekommen ist, aber trotz sparsamster Wirtschaft kein nennenswerter Ueberschuß erzielt werden konnte. Die finanzielle Lage wird sich jebod) vor­aussichtlich im Geschäftsjahr 1935 wesentlich günstt- ger gestalten, da beträchtliche Ersparnisse an den seitherigen laufenden Ausgaben gemacht werden und mit einem erhöhten Eingang von Mitglieder- beiträgen gerechnet werden kann. Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer ist die Kasfenführang in mustergültiger Ordnung. Aus dem

Tätigkeitsbericht.

den der Vorsitzende gab, ist besonders hervorzu- heben, daß das Interesse an den Monatsvevsamm- lungen durch lehrreiche Vorträge über Zuchtfragen, Stallbau und zweckmäßige Einrichtung, sowie Ge­rate, rationelle Fütterung, Krankheiten des Geflü­gels, Ungeziefer - Bekämpfung, Ausstellungsfragen u. a. m. geweckt wurde. Dor allem hat zur Wieder­belebung der gesamten Vereinstätigkeit die mit melen Mühen in Gang gefetzte Futterbeschaffung beigetragen. Diese Leistung der Dereinsleitung ist um so höher zu bewerten, als keinerlei Mittel aus ber Vereinskasse hierfür verfügbar waren. Das seit Juni vorigen Jahres allmonatlich einmal zur Aus­gabe kommende, selbst zusammengestellte Legemehl l)at den Vorzug, daß es neben einer vorzüglichen Qualität sehr preiswert ist, da es zum Selbstkosten­preis an die Mitglieder abgegeben wird»

Im Laufe des vergangenen Sommers wurden die Zuchtanlagen' der Mitglieder besichtigt und da­bei manche wertvolle Aufklärung gegeben. Aus der Vereins kaffe wurden im vergangenen Frühjahr an 5 Mitglieder, die das Los bestimmte, Zuschüsse zur Beschaffung von Bruteier bzw. zum Ankauf von Zuchttieren gegeben. Es konnten hierdurch schon beachtliche Anfangserfolge in der Zucht erzieilt wer­den, die erst in ben nächsten Jahren voll zur Aus­wirkung kommen können. Im Svätherbst wurde eine Besprechung der Zucht- unb Ausstellungstiere durch einen Preisrichter im Beisein ber betr. Züch­ter durchgeführt, die manche wertvolle Aufklärung gebracht hat. Gemeinsam besucht wurden die Kreis- schau in Lang-Göns, die Reichskleintierschau in Frankfurt a. M. und die Allgemeine Ausstellung in Lollar. Mit durchweg guten bis sehr guten Erfol­gen wurden die Ausstellungen in Hannover, Magde­burg, Lang-Göns, Frankfurt a. M., Kirchhain, Essen und Lollar von ben Mitgliedern Beim- born, Brauer, Sommer, Kreiling, Becker unb Bauer beschickt.

Zusammenfassend kann gejagt werden, baß die Voraussetzungen für eine stetige Aufwärtsentwick­lung der züchterischen Tätigkeit sowohl, als auch für den weiteren Ausbau des Vereins geschaffen find. Mit herzlichem Dank an seine Mitarbeiter be­endete Herr Bauer ben Tätigkeitsbericht und gab anschließend

das Arbeitsprogramm für das begonnene Geschäftsjahr,

sowie die für die nächsten Jahre gesteckten Ziele bekannt. Es muß als selbstverständlich angesehen werden, daß die Mitglieder eines Geflügelzucht- Vereins keine Kreuzungshühner, sondern einen ein- heitlichen Stamm Rassehühner halten. Grundsatz ist und bleibt: durch Rasse zur Leistung! Im kom- menden Frühjahr wird eine ganz intensive Züchter­tätigkeit einsetzen, und ich bin Überzeugt, so führte Herr Bauer aus, daß eine ganze Anzahl Mit- glieber darauf brennt, bis sie mit der Zucht begin­nen können. Es muß deshalb jetzt schon begonnen werden, die Vorbereitungen für die Brat und Auf» zücht zu treffen. Wer Bruteier von auswärtigen Züchtern beziehen will, soll sich zunächst an den Vorsitzenden wenden, ber weder Zeit noch Mühe scheut, den Mitgliedern die Bruteier zu vermitteln und ihnen zum Erfolg zu verhelfen. Allen Mitglie­dern wird zur Aufgabe gemacht, stets bemüht zu sein, dem Verein neue Mitglieder zuzuführen. Dies dürfte um so leichter sein, als gegenwärtig die Mit­gliedschaft im Verein kein Opfer mehr bedeutet, sondern eher Vorteile bietet. So sehr uns einerseits neue Mitglieder willkommen sind, die vor allem Lust

0r. Kaufmann

lebhaft begrüßt, stellte an den Eingang seiner in­teressanten Ausführungen die innige Freude, die die ganze deutsche Nation am Tage der Abstimmung des Saargebietes am 13. Januar 1935 empfunden hotte darüber, daß ein Stück Heimat zu feinem Volk zurückgefunden hat, das sich darum als so wertvoll erwies, weil es sich in feiner überwäl­tigenden Mehrheit zum deutschen Mutterlande be­kannte. Diese Treue bedeute über den Abstim­mungserfolg hinaus einen unendlichen Nutzen für das gesamte deutsche Volk.

Die Stimme des Blutes findet ihren Gipfel­punkt in dem Bekenntnis:Volk will zu Volk". Darum gibt es in der ganzen Welt immer nur eine Heimat.

Andere Völker kann man wohl sehr hochschätzen, und sogar lieben und voller Bewunderung die Er­rungenschaften ihrer eigenen, jedoch auch mit dem Boden verwachsenen Kultur zum Ausdruck bringen. Das ist eine unbestreitbare Tatsache, die uns alle an der Grenze lebenden Volksgenossen Immer wie­der in das Bewußtsein rücken, daß sie sich in den Stunden des Entscheids über alle Bedenken hinweg zur Mutter Heimat bekennen. Und selbst draußen in anderen und fernen Ländern, ob sie sich in Sied­lungen zusammengefunden haben, ober verstreut unter den übrigen Bewohnern des Landes aufhal­ten, sie bleiben doch bewußt Deutsche, der Seele und der Sprache nach ewig Deutsche. Uns, die wir im Jnlande wohnen, ist das ja alles selbstverständlich, und es gehört zum Ordnung der Dinge, wohin- aegen dieses Deutschbewußtsein im Ausländsdeut­schen viel klarer und bewußter wird, weil er es tagtäglich und immer wieder gegen fremde Ein-' flüffe verteidigen muß. Unendlich schwer hat es der Deutsche im Auslande, insbesondere vor dem Kriege. Denn in Volk und Regierung fand er wenig Ver­ständnis für feine und damit doch des ganzen Vol­kes Belange, wenn er im Auslande sich niederließ. Gering war die materielle Unterstützung des Staa­tes für die Pflegestätten deutscher Kultur und deut­schen Wesens; wir nennen nur Schule, Kirche usw. Dachte man doch vor dem Kriege und auch noch lange nachher eben nur staatlich, und der Be­griff völkisch war nahezu unbekannt. Und das Volk dachte von den im Ausland lebenden Volks­genossen eben nur, daß sie hinausgezogen waren, sich eine andere Heimat zu suchen, ober bessere unb günstigere Lebensbebingungen sich zu schaffen. Viele dachten beim Ausländsdeutschen auch an den Außenseiter und verallgemeinerten ihn sogar. Und doch waren es vielfach wertvolle Bestandteile der Nation, die das Mutterland verließen, aber ihr Deutschtum da draußen in der Fremde nicht ab­legten, sondern es stolz betonten, und wo die Un­terstützung der Heimat und des Vaterlandes oer- sagte, da schlossen sich diese deutschen Volksgenossen zusammen unb trugen gemeinsam bie Lasten für ihre Schule unb ihr Kirchlein.

Wie anders ist das alles geworden im neuen Staat, der sich auf fein Volk, auf feine Volkheit und auf fein Deutschtum besann und es stolz auf fein Banner schreibt, denn was heute für das Volk im Land geschieht, geschieht auch für die Volksgenossen da draußen, ob sie im Vör­den, oder auf dem Baifan, ob sie in Palästina oder in Aegypten sich niedergelassen haben. Es ist eine wunderbare Wandlung, die in der Re­gierung und dem Volk eingetreten ist.

Der Deutsche betont noch stolzer als zuvor sein Deutschtum, und die Gastländer ehren und schätzen ihn wieder. Besonders in Aegypten, dessen Einwoh­ner über prächtigen Nationalstolz verfügen, fand sich schnell eine geistige Brücke zum nationalbewuß- ten Deutschen, schon aus dem nahen Grunde der Ablehnung der Entente. Sie hatten selbst als Na- Honaliften am ersten Verständnis für unseren zähen Mampf um die nationale Selbständigkeit unseres Volkes.

Dr. Kaufmann machte sodann interessante Ausführungen über die wirtschaftliche Struktur Aegyptens, bie nicht nur vorwiegenb, fonbern aus­schließlich lanbwirtschaftlich orientiert ist unb sich in oer Hauptsache auf bie Kultur ber Baumwollpflanze

< r^n^' von dort als begehrter Handelsar- E Zugang in alle Länder der Erde findet um

Kundgebung im Gießener Studenten- haus ab, wo sich gegen 20.30 Uhr Dozenten unb Stubenten sehr zahlreich in ber Tageshalle bes Gie­ßener Stubentenhaufes versammelten.

pg. Hans Intz Schuster,

bem bie Durchführung dieser Aktion von der Stu­dentenschaft übertragen worden war, begrüßte die Erschienenen und kam nochmals auf den 13. Ja­nuar d. I. zu sprechen. In unzweideutiger Weise habe sich das Saarvolk zu seinem Vaterlande, bem nationalsozialistischen Deutschlanb unb zu seinem Führer Aböls Hitler, bekannt. Nun solle balb bas lange Sehnen unb das bange Heimweh unserer Brüder unb Schwestern an ber Saar enbgültig in Erfüllung gehen. Unsere Volksgenossen an ber Saar hätten ihre Treue zum Reich unb Führer unter Beweis gestellt unb vor ber ganzen Welt ein Bei­spiel von echter beutscher Vaterlandsliebe gegeben. Wir müßten dem Saargebiet für diese feine Treue danken. Aus diesem Grunde sei diese Sammlung entstanden. Der Erlös dieser Spende werde als Ehrengabe der Deutschen Studentenschaft am Tage der Rückgliederung des Saargebietes an Gauleiter Bürckel übergeben werden.

Mit großer Freude hätte die Gießener Studenten­schaft es begrüßt, daß Dr. Kaufmann der Auf­forderung zu einem Vortrage Folge geleistet habe. Dr. Kaufmann fei ja für die Gießener Studenten­schaft kein Fremder mehr, denn er stehe schon lange im engen Konnex mit ber Gießener Stubenten- schäft.