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breite Hintergrund kann die künstlerische Wirkung erhöhen, zumal wenn der Blick nicht durch Kleid oder Anzug des Dargestellten abgelenkt wird. Bei Profilaufnahmen versuche man einmal, den Kopf aus der Bildmitte herauszurücken. Das gibt die Möglichkeit, die Aufnahmen abwechslungsreicher zu gestalten und die übliche Schablone zu verlassen.

Arbeitsbeschaffungsfragen in Alsfeld.

§ Alsfeld, 7. Jan. Hier fand im Sitzungs­saals der Gewerbeschule unter dem Vorsitz von Kreishandwerksführer Sattlermeister Wilhelm Joh. K och (Alsfeld) eine Besprechung statt über A r - beitsbeschaffung im Handwerk im Winter 1 934/35, an der Vertreter des Kreis­amts, der Stadtverwaltung, des Hochbauamts und des Stadtbauamts, des Handels sowie sämtlicher Jnnungsobermeister des Kreises Alsfeld teilnahmen. Kreishandwerksmeister Koch wies zunächst auf die große Bedeutung der Arbeitsschlacht hin und gab die Richtlinien des Landeshandwerksmeisters für die Arbeitsbeschaffung bekannt. Für den Kreis Als­feld erstreckt sich die Arbeit in der Hauptsache auf zwei Gebiete des Handwerks, die Elektrofront und die Bau front. Bei den Kreishandwerker­schaften werden Werbe- und Kontrollausschüsse ge­bildet. Die von dem Vorsitzenden an die Vertreter der einzelnen Innungen gerichteten Anfragen er­gaben, daß zunächst noch keine endgültigen, binden­den Erklärungen insbesondere hinsichtlich der zu ge­währenden Rabatte auf dem Gebiete der Elektro­front und ebenso für die Baumaterialien abgegeben werden konnten. Eine Finanzierung der umfang­reichen Hausinstallationen in der Stadt Alsfeld an­läßlich der Umstellung des Stromnetzes in Alsfeld durch die Provinz Oberhessen kommt nach einer Mitteilung eines anwesenden Mitgliedes des Pro­vinzialausschusses, Staütdaumeister M e l k m u s , nicht in Frage. Kreishandwerksmeister Koch schloß die Verhandlungen mit der Aufforderung an alle Beteiligten, sich tatkräftig für das Arbeitsbeschaf­fungsprogramm des Handwerks einzusetzen.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 8. Jan. Am Samstag stat­tete die 2. Kameradschaft des NSDFB. (Stahlhelm) ihren Heuchelheimer Kameraden einen Besuch ab. Unter Führung ihres Kamerad­schaftsführers Zimmer (Gießen) und unter Dor­antritt des Spielmannszuges trafen die Kameraden gegen 21 Uhr in der WirtschaftZum Treppchen" ein. Nach einigen Begrüßungsworten von Kamerad Zimmer dankte Kamerad Hauen st ein (Heu­chelheim) im Namen der Heuchelheimer Kameraden. In echt kameradschaftlicher Weise verlebte man einige fröhliche Stunden, wozu die Gesangsabtei­lung der 2. Kameradschaft unter der Stabführung von Kamerad Motz (Gießen) sowie der Spiel­mannszug beitrugen. Allzu rasch waren die Stun­den verflossen, als Kamerad Zimmer zum Auf­bruch aufrief. In strammer Disziplin und echtem Kameradschaftsgeist verließen die Gäste gegen 24 Uhr ihre Heuchelheimer Kameraden.

wg. Großen-Buseck, 8. Jan. Am Sonntag­abend versammelten sich viele Volksgenossen unseres Dorfes im Saale der GastwirtschaftZur Ger­mania", um die Übertragung der Saarkund­gebung in Berlin zu hören. Anschließend wurde von der Gaufilmstelle der NSDAP, ein Tonfilm- Abend gegeben, in dessen Mittelpunkt die Vor-

Daten für Donnerstag, Iv.Janura.

1778: der schwedische Naturforscher Karl von Sinne in Upsala gestorben (geboren 1707); 1920: Inkrafttreten des Versailler Vertrags; die Provinz Posen wird an den Freistaat Polen abgetreten.

fützrung des FilmsDouaumont" stand. Dieser Film und das Beiprogramm fanden das lebhafteste Interesse der Besucher. Mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler wurde der Abend geschlossen.

"Y~ Watzenborn-Steinberg, 8. Jan. Bei ber Treibjagd in der hiesigen Gemarkung wur­den 104 Hasen geschossen.

(D Grüningen, 8. Jan. Im hiesigen Rathause fand eine sehr gut besuchte Bauernoersamm­lung statt. Der Ortsbauernführer begrüßte die Teilnehmer. Assessor Bernard vom Landwirt­schaftsamt Gießen sprach sodann über das Thema: Richtige Bodenbearbeitung und Düngung der Pflanzen". Ferner gab der Vortragende Anregun­gen für Anlage von Kartoffel- und Grünfuttersilos. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. Ortsbauernführer M a r st e l l e r dankte dem Redner und schloß mit einem dreifachenSieg- Heil!" auf den Führer und den Reichsbauern­führer Darre die Versammlung.

d Obbornhofen, 8. Jan. Bei der Treib­jagd in unserer Gemarkung wurden 104 Hasen zur Strecke gebracht. In anerkennenswerter Weise wurde den hilfsbedürftigen Familien von hier und von Trais-Münzenberg von unserem Jagdpächter Luigi Fontura, Frankfurt a. M., ein Reh zur Ver­fügung überlassen. Der Verkauf der Spitzen­ros e 11 e n erbrachte in unserer Gemeinde eine Einnahme von 18,60 Mark.

* Utphe, 8. Jan. Bei der Treibjagd in unserer Gemarkung wurden 45 Hasen zur Strecke gebracht.

* Trais-Horloff, 8. Jan. Gegenwärtig ist man an dem ehemaligen Kippgelände der G e - werkschaftFriedrich" mit Planie- rungsarbeiten beschäftigt. Die Arbeiten schrei­ten rasch voran. Bis jetzt konnten nahezu acht Morgen eingeebnet werden.

* Inheiden, 8. Jan. In unserer Gemeinde ist die außerordentlich seltene Tatsache festzustellen, daß im Laufe des Jahres 1934 niemand starb. Das Standesamt hatte in feiner über 58jährigen Tätig­keit einen gleichen Fall nicht zu verzeichnen. Bei einer in der hiesigen und in der Feldheimer Gemarkung durchgeführten T r ö i b j a g d wurden 153 Hasen erlegt.

* Hungen, 8. Jan. Die 64 Jahre alte Witwe Ottilie Hahn von hier erlitt durch einen unglück­lichen Sturz einen Bruch des linken Ober­schenkels und mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 8. Jan. In das hiesige Stan- desamtsregister wurden im Jahre 1934 fol­gende Eintragungen gemacht: 47 Eheschließungen, 42 Sterbefälle und 100 Geburten. Zu letzteren wird bemerkt, daß zum ersten Male seit 1908 im Ge­burtsregister wieder 100 Geburten eingetragen wer­den konnten. Im Vorjahr betrug die Zahl der Ge­burten 62, mithin liegt eine Steigerung von 60 vom Hundert vor, ein ganz bedeutender Erfolg der be­

völkerungspolitischen Bestrebungen. Die Stadtver­waltung übersandte den Eltern des 100. Kindes nebst Glückwünschen eine Babyausstattung. Seitens des Mathildenstifts wurde für den jungen Erden­bürger ein Sparkassenbuch überreicht.

Kreis Bübingen.

er. Babenhausen I, 7. Jan. Infolge des bis- berlgen schneefreien Winters konnten die H o l z - fällungsarbeiten in den umliegenden Staatswaldungen schon jetzt beendet werden. Die Holzversteigerungen in den Förstereien des Forst- amtes Konradsdorf, die immer von vielen Steige­rern aus der Wetterau besucht sind, beginnen dem­nächst. Die Nachfrage nach Nutz- und Brennholz ist, groß. Die durch Beendigung der Holzfällung freigewordenen Arbeitskräfte können voraussichtlich demnächst bei Feldbereinigungs- und Bachregulie- rungsarbeiten in der Nachbargemeinde Eckarts- b o r n beschäftigt werden.

Kreis Schotten.

* Wetterfeld, 8. Jan. Am Ortsausgang nach Laubach ereignete sich zu abendlicher Stunde ein Unfall. Einem Kraftwagen, der mit vier Personen besetzt war, liefen plötzlich Schweine i n d en Weg. Eines der Tiere lief direkt gegen den Wagen und kam zwischen die Räder, so daß der Führer die Gewalt über den Wagen verlor und gegen eine Hauswand fuhr. Der Wagen drehte sich dabei um sich selbst und kam wieder in Rich­tung Laubach zu stehen. Die Insassen erlitten glück­licherweise nur leichtere Verletzungen. Eines der Schweine stürzte in einen Wassergraben und wurde tot geborgen. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß die Tiere die Tür ihres Stalles ausgehoben hatten und zu so ungewöhnlicher Stunde auf die Straße gelangten.

# Aus dem Vogelsberg, 8.Januar. Die Futterknappheit wirkt sich im Vogelsberg immer verhängnisvoller aus. Der Heuvorrat, der an sich schon sehr spärlich war, schrumpft bedenk­lich zusammen. Die Tiere müssen in der Haupt­sache mit Stroh und Rüben gefüttert werden. Das Fehlen der Heufütterung ist nicht ohne Einfluß auf die Milchproduktion. Der Milchertrag ist erheblich gefallen. Eine Molkerei unseres Gebietes, die sonst im Januar mit 9000 Liter Milchanlieferung, im Sommer mit 12 000 Liter rechnen konnte, erhält gegenwärtig nur etwa 5000 Liter Milch zur Ver­arbeitung.

Eichelsdorf, 9. Jan. Am 12. Januar kann Frau Katharine Elisabeth Schenk ihren 97. Geburtstag begehen. Sie ist nicht nur die älteste Bewohnerin des Kreises Schotten, sondern eines weiten Umkreises. Das greise Mütterchen ist geistig noch recht rege und nimmt an allem Geschehen den lebhaftesten Anteil.

Kreis Alsfeld.

<£ Alsfeld, 7. Jan. In einer zum Jahres­schluß veranstalteten Versammlung der Deutschen Angestelltenschaft, Berufshauptgruppe der Kauf­mannsgehilfen der Deutschen Arbeits­front, hielt Herr Hans Jakob Bücking, der Juniorchef der Firma Mechanische Kleiderfabrik Georg Dietrich Bücking, einen sehr anregenden und interessanten Lichtbildervortrag "über Spitz­bergen und Norwegen auf Grund einer von dem Redner gemachten Reife. Bankvorstand Wille dankte dem Vortragenden für feine interessanten Ausführungen und für die große Mühe, die er sich gemacht habe.

# Ober-Ohmen, 7. Jan. Im Rahmen eines landwirtschaftlichen Sprechabends sprach gestern abend Wirtschaftsberater Dr. Dienst'

(©rünberg) zu der von der Reichsreglerung propa­gierten Erzeugungsschlacht. Dr. Dienst wies darauf hin, daß der Gedanke der Erzeugungsschlacht etwas ganz Neues sei und höchstens verglichen werden könne mit der Getreideschlacht Mussolinis. Die Er- zeugungsschlacht sei auch keine Propagierung 3ur Erzeugung eines bestimmten landwirtschaftlichen Produktes, vielmehr gehe es darum, die gesamte Lebensmittelerzeugung in Deutschland in einem solchen Maße zu steigern, daß wir möglichst nahe an das Ziel einer Selbstversorgung herankommen. Wenn heute die Reichsregierung die Ernährung des Volkes aus eigener Kraft propagiere, so lasse sie dabei keineswegs die Notwendigkeit eines indu­striellen Exportes aus dem Auge, der zwangsläufig mit der Einfuhr von Lebensmitteln usw. verbunden sei. Es sei aber bei Handelsvertragsverhandlungen ein wesentlicher Unterschied, ob man als schwacher Partner auftrete, der notgedrungen einführen müsse, oder als Partner, der im Gefühl gesicherter Ver­hältnisse gleichfalls feine Bedingungen stellen kann. Nach diesem allgemeinen Situationsbericht ging dann der Redner zu den den Bauern berührenden Fragen auf dem Gebiete der Erzeugungsschlacht über und gab dabei wertvolle Hinweise. Nach einer anregenden Aussprache schloß Bürgermeister Horst die gut besuchte Versammlung mit einemSieg- Heil!" auf den Führer Adolf Hitler.

st. Kirtorf, 7. Jan. Die Gemeindevertretung trat dieser Tage zu einer Sitzung im Rathaussaale zusammen. Der Bürgermeister begrüßte die Ver­treter der Gemeinde sowie die Zuhörer. Zum ersten Punkt der Tagesordnung erteilt der Gemeinderat dem Bürgermeister die Ermächtigung, die Holzver­käufe für das Rechnungsjahr 1935 mit den Inter­essenten zu tätigen. Nach Vorlage der Pläne und des Kostenvoranschlags wird her Bau einer Straße durch die Schlucht über dem Schulgebäude geneh­migt. Die Rechnung für das Rechnungsjahr 1933 wurde genehmigt. Zu der in Erwägung gezogenen Erbauung eines größeren Schwimmbades wird ber Bürgermeister beauftragt, zunächst die finanzielle Frage klarzustellen.

Kirche und Schule.

Haufen, 8. Jan. Die Kirchen st ati st ik für die Gemeinde Haufen vom Jahre 1934 weist folgende Zahlen auf: Getauft wurden 10 Kinder, konfirmiert 4 Kinder, eine durch die Nachkriegszeit bedingte sehr niedrige Zahl. Getraut wurden 3 Paare. Kirchlich beerdigt wurden 3 Gemeindeglieder. Die Gottesdienste wurden besucht von 2507 Män­nern, 3278 Frauen, 1631 Kindern. Am Heiligen Abendmahl nahmen teil 746 Personen, nämlich 342 Männer und 404 Frauen. Der Frauenchor wirkte auch im vergangenen Jahre an den Festgottes­diensten und Familienabenden mit. Auf dem Schif­fenberg fand am Himmelfahrtstag in der alten Kapelle wieder ein Frühgottesdienst statt, der mehr und mehr von der ganzen Umgebung recht gut be­sucht wird.

b Garbenteich, 8. Jan. Nach den Kir­chenbüchern wurden in der Gemeinde Garben­teich im Jahre 1934 getauft 20 Kinder, konfirmiert 25 Kinder. Es fanden 8 Trauungen statt. Beerdigt wurden 7 Gemeindeglieder. Die Gottesdienste waren besucht von 6457 Männern, 6419 Frauen und 2536 Kindern, das ist ein durchschnittlicher Besuch von 247,63 Erwachsenen und 48,75 Kindern für jeden Sonntag. Besonders darkbar wurde es auch im vergangenen Jahre empfunden, daß die beiden Ge­sangvereine abwechselnd an den Feiertagsgottes­diensten in der Kirche fangen.

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