Hallen-Handbaitturnier in Gießen.
Anläßlich der Spielertagung des Kreises 8 Lahn- Dill am vergangenen Sonntag wurde bekannt, daß die Gießener Turnerschaft, bewogen durch den schönen Erfolg des letzten Turniers, auch in diesem Jahre wieder an die Durchführung dieser Veranstaltung festhält. Als Termin wurde der 7. April genannt. An diesem Tage besteht automatisch im ganzen Kreisgebiet begrenztes Spieloerbot.
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Am vorigen Sonntag weilte die erste Mannschaft der Spielvgg. bei der gleichen des Spv. Krofdorf- Gleiberg zum fälligen Verbandsrückspiel. Die Leih- gesterner wurden, wie wir bereits berichteten, überraschend mit 4:2 geschlagen.
Die zweite Elf erwartete die Zweite von Lollar ebenfalls zum Verbandsspiel. Da dieselbe etliche Spieler an die erste abgeben mußte, so standen nur sechs Spieler zur Verfügung. Leiehgestern schenkte Lollar die Punkte.
Die Jugendmannschaft war in Nieder-Ohmen in großer Form. Mit einem 3:0-Sieg kehrten die Jungens aus Leihgestern vom Vogelsberg heim. Der Sieg bedeutete die Meisterschaft. Alle elf Spieler taten vollauf ihre Pflicht. Hervorzuheben ist die Leistung des jungen Talents im Leihgesterner Tor, der ganz famos hielt. Ihm ist es nur zu verdanken, daß die beiden Auswärtsspiele in Großen-Buseck und Nieder-Ohmen zu Null ausgingen. Durch diesen Sieg ist die Jugendelf der Spielvereinigung Leihgestern Gruppenmeister geworden.
Zugendfußball der Spielvereinigung 1900 Gießen.
VfB. Kurhessen Marburg I. Jugend — 1900 Gießen I. Jugend 4:0.
Die erste Jugend von 1900 erlitt in Marburg eine für die Mannschaft sehr hohe Niederlage. Die Niederlage ist in erster Linie auf die sehr schlechten Platzverhältnisse zurückzuführen. Die Marburger fanden sich auf dem nassen Boden sehr rasch und stellten das Resultat bis zur Halbzeit auf 2:0. 1900 verschoß einen Elfmeter.
Nach der Pause spielte 1900 etwas überlegen. Die Verteidigung von 1900 rückte dabei zu sehr nach vorn, so daß es dem Mittelstürmer der Marburger sehr leicht fiel, bei einem schönen Alleingang ein Tor zu erzielen. Kurz vor Schluß erzielte Marburg den vierten Erfolg.
Die Mannschaft von VfB. Kurhessen Marburg gewann das Spiel verdient. 1900s Elf war sehr schwach im Zusammenspiel. Vor allen Dingen ist die Niederlage der Stürmerreihe zuzuschreiben.
VfB. Kurhessen Marburg I. Schüler — 1900 1. Schüler 0:1.
Trotzdem die Marburger körperlich weit überlegen waren, konnten sie gegen die technisch bessere Elf von 1900 sehr wenig ausrichten. Gleich zu Beginn erzielte der Halblinke das einzige Tor des Spieles. Nach dem Spielverlauf hätte das Spiel 3:0 für 1900 lauten müssen.
Werbung für den olympischen Sport
Der hessische Staatsminister gibt allen unterstellten Staats- und Gemeindebehörden, Gemeindeverbänden und Körperschaften des öffentlichen Rechts den nachfolgenden Erlaß des Rcichs- ministers des Innern bekannt:
„Der Reichssportführer und der beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gebildete Propagandaausschuß für die Olympischen Spiele Berlin 1936 haben es sich zur Aufgabe gesetzt, den olympischen Sportgedanken im deutschen Volke zu vertiefen. In der Erkenntnis, daß Spitzenleistungen nur aus einer körperlich und geistig gleichmäßig aufgeschlossenen, sport- und kampffreudigen breiten Masse des Volkes herauswachsen können, wird die olympische Zielsetzung mit der Werbung für sportliche Massenerziehung verbunden.
Die olympische Idee erstrebt den Menschen, der in harmonischer Ausbildung seiner körperlichen und geistigen Anlagen und Kräfte die höchste Veredelung seiner Rasse darstellt. Es gehört zu den nationalsozialistischen Grundsätzen, daß der neue deutsche Mensch die Schulung des Leibes, der Seele und des Geistes in gleicher Weise betreibt.
In diesem Sinne wird der olympische Gedanke zu einer Kulturforderung, die das ganze deutsche Volk angeht und jedem Volksgenossen die Verpflichtung zur Mitarbeit auferlegt. Jeder Volksgenosse soll sich daher ein klares Bild darüber machen können, welche Bedeutung die Olympischen Spiele 1936 in sportlicher, aber auch in politischer und volkswirtschaftlicher Beziehung für das gesamte deutsche Volk haben.
Das Amt für Sportwerbung des Propagandaausschusses für die Olympischen Spiele Berlin 1936 wird im Einvernehmen mit dem Reichssportführer die für die Werbung maßgebenden Richtlinien herausgeben und die für die Durchführung erforderlichen Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Presse, Funk und Film, Kundgebungen und sportliche Werbeveranstaltungen werden die olympische Werbe
arbeit unterstützen. Eine Wintersportwerbewoche im November 1934 und
eine allgemeine Sporkwerbewoche im Frühjahr 1935
werden alle sportfreudigen Volksgenossen zur aktiven Mitarbeit auffordern.
In einer von dem genannten Ausschuß gemeinsam mit dem Reichssportführer herausgegebenen Olympiaheftreihe von 25 mit Bildern versehenen Einzelheften werden sämtliche olympische Sportzweige von ersten Fachleuten dargestellt und dadurch den Sportkameraden aus anderen Sportbezirken und den Laien vertraut gemacht. Das einzelne Heft wird trotz größeren Gegenwerts für nur 10 Pfennig abgegeben, um jedem Volksgenossen die Anschaffung zu ermöglichen.
Das Amt für Sportwsrbung wird in der Durchführung seiner wichtigen Aufklärungsarbeit von allen beteiligten NS.-Gliederungen und den Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen durch aktiven Einsatz der Mitglieder für die Werbung nachhaltig unterstützt. Darüber hinaus bedarf es auch der tatkräftigen Mithilfe aller beteiligten Behörden der Länder und der Gemeinden durch polizeiliche Erleichterung und verwaltungsmäßige Förderung feiner Werbetätigkeit.
Die erfolgreiche Durchführung der 'Werbemaßnahmen (Veranstaltung von Kundgebungen, Lichtbildervorträgen, sportlichen Werbevorführungen, die Verbreitung von Werbeaufrufen und Olympiaheften usw.) wird es vor allem erforderlich machen, daß die Gemeindeaufsichtsbehörden in allen Gemeinden über 500 Einwohner im Einvernehmen mit den zuständigen Organen der PO. und des Reichsfpört- führers ehrenamtliche Vertrauensleute bestellen, die dem Amt für Sportwerbung als örtliche Sachbearbeiter zur Verfügung stehen."
In Ausführung dieses Erlasses ordnet der hessische Staatsminister an, daß die Olympiasportwerbung und alle mit dieser Aufgabe befaßten Organe von allen Staats- und Gemeindebehörden die größt- möglichste Unterstützung und Förderung erfahren.
Das Eröffnungsspringen auf der kleinen Olympiaschanze bei Partenkirchen wurde von dem Olympiasieger Birger Ruud (Norwegen) gewonnen, der hier bei seinem weitesten, prächtig gestandenen Sprung über 52,51 Meter gezeigt wird.
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Handball im Gau XII Lahn-Dillkreis.
Bezirksklasse:
Kurhessen Marburg — Tv. Lützellinden 4:4 (2:3): Das wichtigste Treffen der Vezirksklasse war die Begegnung der oßenstehenden Mannschaften auf dem Platz von Kurhessen Marburg. Das Spiel brachte eine gerechte Punkteteilung. Lützellinden hat damit einen großen Erfolg errungen. Der Platz stellte hohe Anforderungen an die Mannschaften. Lützellinden ging sofort in einem mächtigen Tempo los. Die zweite Minute zeigte schon den ersten Erfolg für die Gäste. Wenig später hieß es 2:0. In der 15. Minute 3:0. Marburg warf nun alles nach vorn und kam bis zum Wechsel auf 3:2 heran. Die Zweite Hälfte zeigte hartes Spiel von Seiten der Marburger, die unter allen Umständen zum Siege kommen wollten. Lützellinden ließ sich aber nicht beirren und erreichte bald seinen vierten Erfolg. Die Mannschaft wird nun durch Platzverweis eines Spielers geschwächt, hält aber trotzdem den Kampf immer offen. Marburg drängt etwas und kommt schließlich zum Ausgleich.
Tuspo. Marburg — Tv. Roth 5:6 (2:2): Beide Mannschaften lieferten sich einen hartnäckigen Kampf. Nachdem bis zur Pause auf beiden Selten je zwei Tore geschossen waren, kam Roth in der zweiten Hälfte durch fein 6. Tor zum knappen Sieg.
Tv. Kirch göns — Tv. Goßfelden 7:4 (4:3): In Kirchgöns gab es den erwarteten Sieg. Die Gäste leisteten den Platzherren bis zum Wechsel hartnäckigen Widerstand und lagen bis zu diesem Zeitpunkt nur ein Tor zurück. Nach der Pause kam Kirchgöns besser ins Spiel, die Gäste fielen ab.
Weitere Ergebnisse der Bezirksklasse: Tv. Pohlgöns — Tuspo. Butzbach 5:4 (1:1); Tv. Niedereschbach — Tg. Friedberg 9:3 (3:2).
Kreisklasse I:
To. Holzheim — Tv. Heuchelheim 8:7 (7:1): Ein typischer Punktekampf. Die erste Halbzeit stand ganz im Zeichen der Platzmannschaft, die sich sofort gut fand. Die meisten Erfolge resultierten aus Strafwürfen. Nach dem Wechsel'waren es die Gäste, die das Heft in der Hand hatten und in re- gelmäßigen Abständen Tor um Tor aufholten und
kurz vor Schluß gleich gezogen hatten. Im Kampf um den Sieg war Holzheim die glücklichere Mannschaft.
Tv. Krofdorf — Tv. Atzbach 6:4 (4:2): Die Gäste enttäuschten. Die erste Hälfte war die Mannschaft des Gastgebers stets leicht überlegen und kam zu vier Erfolgen, denen die Gäste nur deren zwei entgegensetzen konnten. Nach der Pause kam die Gästemannschaft besser auf, vermochte aber keine eingreifende Aenderung des Resultats zu erzwingen.
Sp. V. 05 Wetzlar — To. Hörnsheim 6:9 (4:4): Wetzlar verlor zwei Spieler durch Platzverweis. Bis zum Wechsel war es ein recht interessantes Spiel, in dem die Gäste jeweils in Führung gingen und Wetzlar stets mit dem Ausgleich antwortete. Die zweite Hälfte brachte bald eine Entscheidung zugunsten der Gäste.
Tv. Dornholzhausen — Tv. Hochelheim 5:2 (2:1): Die große Ueberraschung kam in Dornholzhausen zustande, wo die Mannschaft des Tabellenführers eine deutliche Niederlage bezog. Die Gastgeber zeigten die besseren Leistungen. Bis zur Halbzeit stand die Partie knapp 2:1 für Dornholzhausen. Nach der Pause versuchte der Gast das Ergebnis zu verbessern, scheiterte aber an der besseren Arbeit seines Gegners, der seinerseits wieder angriff und bis zum Schluß mit 5:2 einen klaren Sieg errungen hatte.
kreisklasfe III:
Tv. Holzheim II — Tv. Heuchelheim II 5:10 (4:5): Das Spiel entschied in dieser Klasse durch einen Sieg der Gäste, die Meisterschaft für Heuchelheim. Die Mannschaft errang einen verdienten Sieg. Während die erste Hälfte ausgeglichen verlief und den Gästen nur einen kleinen Vorsprung sicherte, stand die zweite Halbzeit stark im Zeichen der Heuchelheimer Mannschaft.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
0120
Gestern früh verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater
Heinrich Vollmöller
Schreinermeister
im vollendeten 70. Lebensjahre.
Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Beileidsbesuche dankend verbeten.
Chr. Vollmöller, geb. Leidich und Kinder.
Gießen (Großer Steinweg 4), den 9. Januar 1935.
118 D
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Germer am Grabe sagen wir alle herzlichen Dank.
Familie Heinrich Spengler.
Aliendorf a. d. Lahn, den 8. Januar 1935.
Geschwister Germann.
Gießen, Freiendiez, Offenbach a. M„ Nidda, Januar 1935.
Für die große Liebe und Anteilnahme, die uns bei unserem schweren Verluste zuteil wurde, sagen wir innigsten Dank. Besonderen Dank dem Herrn Pfarrer für die tröstenden Worte, dem Verein ehern. hess.Leib- gardisten 115, sowie der Traditions-Kompanie des Leibgarde-Regiments.
In tiefer Trauer:
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Auf Einladung der Universität Gießen hält der Prorektor der Deutschen Universität in Prag Professor Dr. Gerhard Gesemann zwei Gastvorträge in Gießen 1. Donnerstag, 10. Januar, 20.15 Uhr, in der Neuen Aula „Die Kulturräume Jugoslawiens“
2. Freitag, 11. Januar, 17.15 Uhr, im Kunstwissenschaftlichen Hörsaal. (Vor allem für philologisch und literaturgeschichtlich Interessierte)
„Was kann die europäische Epenforschung aus dem südslawischen Volksepos lernen?“
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Aus amtlichen Bekanntmachungen entnommen:
f, Arbeitsvergebung.
Für die Gemeinde Rieder-Ohmen (Kreis Alsfeld) sollen auf der Bürgermeisterei zu Nieder-Ohmen
1. Verschleifungsarbeiten (rund 8000 cbm Erd- bewegung),
2. Kanal- und Chaufsierungsarbeiten als Not- ftandsarbeiten
in zwei Losen vergeben werden.
Angebotsoordrucke sind bei dem Kulturbauamt Gießen zu erhalten. Die Angebote sind bis Mittwoch, den 16. Januar 1935, vormittags 10 Uhr, bei der Bürgermeisterei Nieder-Ohmen einzureichen. Zu- schlagsfrist 3 Wochen; freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. izoo


