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ttr.156 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)Montag, 8.Zuli 1935

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Schmeling siegt nach puntten.

Zwöls-Rundenkamps im Berliner Post-

" stadion.4sittsittZtijchauer

Der Boxkampf zwischen Schmeling und Pao- lino U z c u d u n in der Reichshauptstadt hatte einen großen Erfolg. 40 000 Zuschauer waren in das Poststadion gekommen. Die meisten Besucher er­warteten einen K.-o.-Sieg des Deutschen. Dazu sollte es aber nicht kommen, denn der Spanier hielt sich glänzend und stand die vollen zwölf Runden mutig durch. Max Schmeling war seinem Gegner in technischer Beziehung klar überlegen.

Der Punktsieg des Deutschen ist als völlig oer- dient anzusprechen. Schmeling hatte fast alle Runden für sich und nur zwischendurch gelang es Paolino Punkte zu sammeln. Kritisch für Schmeling war die sechste Runde, in der der Spanier tiefschlug. Der Deutsche kämpfte aber sofort weiter und hatte die Folgen dieses Schlages sofort überwunden. Pao­lino allerdings mußte eine Verwarnung einstecken.

In den ersten Runden griff Schmeling, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, kräftig an. Paolino mußte genaue Gerade und Haken über sich ergehen lassen, während er selbst mit seinen verzweifelten Schwingern nur selten das Ziel erreichte. Alle Schläge konnten aber den nun schon 36jährigen Basken nicht erschüttern. Eisern stand er und ver-

suchte immer wieder, seinen Gegner im Nahkampf 3U treffen. Schmeling war aber auch im Nahkampf der überlegenere. Aus' Distanz hatte der Spanier nichts zu bestellen. Schmelings Linke hielt ihn in Schach, während die Rechte immer abschußbereit war. Am Schluß des Treffens sah Paolino ziemlich zugerich­tet aus, während Schmeling ganz frisch und ohne Kampfspuren war. Der Ringrichter Pippow-Berlin und der Punktrichter Feldhus-Frankfurt gaben Schmeling den einstimmigen Punktsieg, der vom Publikum mit großem Beifall ausgenommen wurde. Die Rahmenkämpfe boten ebenfalls ausgezeichneten Sport.

Bezirkstennisturnier

des Bez-rks Kietzen, Gau XII.

Im Rahmen des Kreisturnfestes des Ium- kreifes Wetterau-Dogelsberg wurde das Tennisturnier des Bezirks Gießen der DT. auf den idyllisch im Park gelegenen Plätzen des Staatsbades durchgeführt. Es ist dies in un­serem Bezirk das erste Turnier, das zusammen mit dem deutschen Tennisbund gemeinsam durchgeführt wurde, um den Einheitsgedanken des deutschen Sportes nach außen wirkungsvoll in Erscheinung treten zu lassen. Die Spiele begannen pünktlich um 15 Uhr und konnten, dank der günstigen Wit­

terung schon am Samstag sehr weit gefördert wei

den. Im Männer-Einzel konnten bereits die letzten 4 ermittelt werden.

Es placierten sich Pfad, nachdem er in der ersten Runde Wolf 6:0, 6:0 und in der zweiten Runde Huppertz 6:2, 6:0 geschlagen hatte. Weiter v. Ra­benau auf dem Wege über Waldschmidt und Lippert.

Am Sonntagvormittag wurden die Kämpfe fort­gesetzt. Beim Dameneinzel kamen Frau E y e r und Frl. Berg in die Schlußrunde. Im Herren­einzel schaltete Pfad von Rabenau aus mit 6:0, 6:2, und Schneider Noll mit 7:5, 6:4.

Siegerliste.

Im Herreneinzel: Pfad, (TE. Bad-Nau- heim) über Schneider (IC Bad-Nauheim) mit 6:4, 6:0.

Im Dameneinzel: Siegerin Frau Eyer (IGern. Bad-Nauheim) über Frl. Berg (TC. Gie­ßen) mit 7:5, 6:0.

Im Herrendoppel blieben Sieger: Pfad (TC. Bad-Nauheim)/Trapp (TGem. Friedberg) über Waldschmidt/Herzog (beide TC. Wetzlar) mit 6:0, 6:1.

Im gemischten Doppel bestritten die End­runde Frau Eyer, (TGem. Bad-Nauheim)/Pfad (TC. Bad-Nauheim) Frl. Schmidt (TC. Bad- Nauheim)/Trapp (TGem. Friedberg): es blieben Sieger: Frau Eyer (TGem. Bad-Nauheim)/Pfad (TC. Bad-Nauheim) mit 6:1 6:1.

Trostrundensieger im Herreneinzel: Müller (TC. Gießen) gegen Herzog (TC. Wetzlar) mit 6:3, 3:6, .6:4; im Dameneinzel: Frl. Lappe (TuSp. Butzbach) gegen Frl. Schmidt (TB. -1846 Gießen) mit 6:4, 6:3.

Die 30. Gießener Ruder-Regatta auf der Lahn.

Ein Blick über die schöne Rennstrecke. Endkampf im Dritten Senior-Achter.

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Friedel Jödt (GRG) nach seinem Sieg im Lahnpokal-Einer.

Der Große Achter kurz vor dem Ziel. (GRG. im Vordergrund) siegt.

(Aufnahmen (4) Neuner, Gießener Anzeiger.)

Die diesjährige Regatta der Gießener Rudergesell- schäft stand unter keinem sehr glücklichen Stern. Es gab verschiedene Gründe dafür. Der gestrige «Sonn­tag brachte »an verschiedenen Plätzen Deutschlands Regatten, so daß die einzelne Regatta hinsichtlich der Beteiligung darunter litt. Ferner hielten ver­schiedene Vereine, die sonst die Gießener Regatta beschickten, mit ihren Meldungen zurück, und zwar weil die große Frankfurter Regatta beoorsteht, für bk man die Mannschaften schonen will. So fielen die Mannschaften der Frankfurter Vereine, die sonst in Gießen stark vertreten waren, völlig aus. Auch Hanau fehlte. Hinzu kommt ferner noch, daß sich auch die Gießener Rudervereine selbst nicht so stark beteiligen konnten, wie sie es sicherlich gerne getan hätten. In der jüngsten Zeit hatten die hiesige'n Vereine zahlreiche Abrufe ihrer Ruderer zu vei> zeichnen und Nachwuchs steht auch nur spärlich zur Verfügung. So kam es auch, daß das Publikujm, das die heimischen Mannschaften gerne im Wett- kamvf sehen möchte, nicht in dem Maße auf seine Rechnung kam, wie in früheren Jahren, in denen die hiesigen Ruderoereine 15 und mehr Rennen belegen konnten.

Trotzalledem wurde guter Sport geboten und es lohnte sich, den Wettkämpfen auf dem Wasser zu folgen. Die Regatta war gut organisiert, das Publikum wurde ständig über den Verlauf der Rennen unterrichtet. Das Wetter war der Regatta sehr günstig. Es war nicht zu wärm, so daß auch' die Ruderer in ihren Leistungen nicht beeinträch­tigt wurden. Die gefahrenen Zeiten sind zum Teil als recht gut zu bezeichnen.

Am Samstagabend fand im Bootshaus der Gie­ßener Rudergesellschaft ein Begrühungsabend statt, der in sehr kameradschaftlicher Weise verlief.

Oie jRennen des Gomstaas.

Zweiter Einer: Nur Piro (Cochem) und Fahrenberg (Kassel) lagen im Rennen. Fahrenberg ging ursprünglich in Führung, fiel bann aber stark ab und mußte Piro einen eindeutigen Sieg über­lassen. Der Cochemer siegte mit drei Längen Dor» fprung. 1. Piro (Cochemer RG.) 8:27,1 Min.; 2. Fahrenberg (Kurhessen Cassel) 8:35,2 Min.

Er st er Vierer ohne Steuermann: Die Derbandsmannschaft Gießen mußte allein über die Bahn, da die Limburger (RC. 1) abgemeldet hatten.

Jugend-Gig-Dierer: Hier holte sich die Jugend des Kasseler Wilhelmgymnasiums vor dem

Boot der GießenerHassia" nut zwei Langen Vor­sprung den Sieg. 1. Turn- und Ruder-Verein am Wilhelmsgymnasium Kassel 4:10 Min.; 2. Gießener R. Cl.Hassia" 4:15 Min.; 3. Hanauer R. Cl. Hassia" 4:17,3 Min. Das Rennen führte über 1000 Meter

Zweiter Senior-Vierer: Hier beteiligten sich Kitzinger RD. undSaar" Saarbrücken. Die Kitzinger errangen mit fünf Längen Vorsprung einen sicheren Sieg. 1. Kitzinger RD. 1897 6:48,3 Min; 2. R. Cl.Saar" Saarbrücken 7:02,0 Min.

Jean-Kirch-Gedächtnisrennen: Lim­burger R. Cl. 1907 und Wetzlarer R. Cl. bestritten bas Rennen. Die Limburger konnten sich bei 1000 Meter etwa eine Länge vor den Gegner setzen. Im Ziel war der Abstand erheblich größer. Die Lim­burger warteten mit einem glänzenden Endspurt auf. 1. Limburger R. Cl. 1907 6:38,1 Min; 2. Wetz- tarer R. Cl. 1880 6:47,0 Min.

Vierter Senior-Achter: Die Kitzinger, die zu vielen Rennen meldeten, mußten sichHellas" Offenbach mit 1V< Längen beugen. 1. Hellas" Offenbach 6:10,4 Min.; 2. Kitzinger R. Cl. 6:18,0 Minuten.

Zweiter Junior-Vierer: Drei Boote waren am Start. Mainzer RC. führte bei 1000 Meter etwa eine Länge vor Offenbach und Kur- Hessen Kassel. Die Mainzer brachten das Rennen auch mit 1V< Längen vor Offenbach an sich. Kassel lag weit zurück. 1. Mainzer R. Cl.Fortuna" 6:50,6 Min.; 2. Offenbacher Ruder- und Schwimm- oerein 6:54,4 Min.; 3. R. Cl. Kurhesfen Kassel 7:18,2 Minuten.

Zweiter Jungmann-Vierer: Die Boote der SaarbrückerUndine", Wassersportverein Offen­bach-Bürgel und Mainz-Kostheim-Gustavsburg lie­ferten sich einen harten Kampf. Offenbach hielt ge- raume Zeit die Führung. Vor dem Ziel lagen aber die Boot hart Bord an Bord. Dabei bedrängten die Offenbacher die Mainzer sehr heftig, sie wurden ver­warnt, bann ausgeschlossen und das Rennen abge­brochen. In der Wiederholung (ohne Offenbach) setzte sich der Vierer der Mainzer, wenn auch knapp, so doch durch. 1. RD. Mainz-Kostheim-Gustavsburg 3:10,2 Min.; 2.Saar" Saarbrücken 3:10,4 Min.

Erster Doppelzweier: Ein Start mit vielen Hindernissen. Ein Boot ging dabei zu Bruch. Das Rennen wurde aufgegeben.

Zweiter Achter: Dieses Rennen, das letzte des Samstags, brachte leider einen Alleingang.

Saar" Saarbrücken gab auf, Kitzinger RV. 1897 ging mit 6:16 Min. durch das Ziel.

Oie kennen i> Sonntags.

Erster Junior-Einer: Das erste Rennen des Sonntags brachte ebenfalls einen Alleingang. Piro (Cochem) brachte die 2000 Meter in 7:34,6 Min. hinter sich.

Er st er Vierer: Das Rennen gestaltete sich auf der Strecke sehr spannend. Die Limburger setz­ten sich mit einer Länge Vorsprung an den ersten Platz. 1. Limburger R. Cl. 6:33,8 Min.; 2. Kitzinger RV. 6:37,2 Min.; Verbandsmannschaft Gießen 6:39 Minuten.

Vierter Senior-Vierer: Für dieses Ren­nen lagen sieben Meldungen vor. In der Entschei­dung kämpften Offenbacher Ruder- und Schwimm- Verein,Undine" Saarbrücken und Wiesbaden- Biebrich um den Sieg. Auf dem ersten Teil der Strecke gab es einen harten Bord-an-Bord-Kampf zwischen Saarbrücken und Wiesbaden-Biebrich. Auf der zweiten Hälfte der Strecke setzten sich die Saar­brückener aber klar durch und ließen die Gegner er­heblich hinter sich. 1.Undine" Saarbrücken 6:44,8 Minuten; 2. Offenbacher Ruder- und Schwimmklub 6:50,0 Min.; 3 RD. Wiesbaden - Biebrich 6:59,0 Minuten.

Erster Junior-Vierer: Die Mannschaft des Mainzer R. Cl.Fortuna" gewann das Rennen mit drei Längen Vorsprung vor RV. Wiesbaden- Biebrich. 1. Mainzer RCl.Fortuna" 6:47,7 Min.; 2. RV. Wiesbaden-Biebrich 7:00,0 Min.

Adolf - Fischer - Gedächtnis - Ren­nen: Hier gab es eine Begegnung der beiden Limburger Vereine. Leider gab das Boot des RV. auf. Limburger RCl. ruderte die Strecke in 6:44,6 Minuten.

Einer um den Lahn-Pokal: Friedel Jödt konnte einen klaren Sieg feiern. Mit über vier Längen ging er vor Piro (Cochem) und Fah­renberg (Kassel) als Sieger durch das Ziel. 1. Fr. Jödt (GRG. 1877), 7:15,8 Min.; 2. A. Friedrichs (Cochem) 7:20,2 Min.; 3. Piro (Cochem) 8:02,2 Minuten.

Dritter Senior Vierer: Es gab auf dem ersten Teil der Strecke einen außerordentlich harten Kampf zwischen den Mannschaften vom Wetzlarer RCl. 1 1880 und Mainzer RCl.For­tuna". Leider mußte Wetzlar aufgeben, so daß es auch in diesem Rennen beim Alleingang blieb. (Zeit 6:50,2 Minuten.)

Vierter Senior - Vierer: Hier errangen die Wetzlarer einen sicheren Sieg. Mit drei Längen passierten sie vor Wiesbaden-Biebrich das Ziel. 1. Wetzlarer RCl 1880 6:47,8 Min.; 2. RV. Wies­baden-Biebrich 6:56,4 Minuten.

Prinz Eitel - Friedrich Vierer: (1. Senior-Vierer): Die Derbandsmannschaft Gießen lag hier den unverwüstlichen Limburgern gegenüber und verlor eindeutig. 1 Limburger RCl. 6:29,8 Minuten; 2. Verbandsmannschaft Gießen 6:35:0 Dritter Senior - Achter: Es starteten Offenbacher Ruder- und Schwimm-VereinHellas" Dffenbad) undUndine" Saarbrücken. Hier kam ein ehr spannender Endkampf zustande. Die drei Boote agen dicht beisammen und boten in ihrem End­kampf ein großartiges Bild. Allerdings mußte das Rennen für ungültig erklärt werden Der «Schieds­richter schloßHellas" Offenbach auf der Strecke aus, die Offenbacher überhörten jedoch diese Ent­scheidung. Das Rennen wurde wiederholt und in der Entscheidung vom Offenbacher Ruder- und Schwimmverein mit einer Diertellänge Unterschied vorUndine" Saarbrücken gewonnen.

Dritter Junior-Vierer: Es beteiligten sich Limburger RV., RV. Wiesbaden-Biebrich und Wassersportoerein Offenbach-Bürgel. Offenbach und Wiesbaden wechselten ursprünglich in der Führung ab. Im Ziel kam es zwischen beiden Mannschaften zu einem scharfen Endkampf. Wiesbaden-Biebrich stellte einen sehr knappen Sieg sicher. 1. RD. Wies­baden-Biebrich 6:48,6 Min.; 2. Wassersportverein Offenbach-Bürgel 6:48,8 Min.; 3. Limburger RV. 1895 7:07,2 Minuten.

Großer Achter: Hier lagen die Derbands­mannschaft Gießen und die Mannschaft des Kitzin­ger RV. im Rennen. Die Gießener ruderten den besseren Stil und errangen einen sicheren Sieg. 1. Verbandsmannschaft Gießen 5:58,2 Min.; 2. Kitzin­ger RV. 1897 6:02,2 Minuten.

Um die lOO-ilm-Misterschast

des Bezirks Gietzen.

Das 100 - Kilometer - Bezirksmeisterschaftsrennen fand am Sonntag anläßlich des 25. Jubiläums des RC.Teutonia" in Krofdorf statt. Vormittags um 6 Uhr stellten sich dem Bezirksstraßenfachwart Deibel (Gießen) 17 Fahrer zum Start. Das Wetter war sehr günstig. Die Strecke führte von Krofdorf über Gießen, Rodheim, Frankenbach, Niederweidbach, Herborn, Wetzlar, Gießen wieder nach Krofdorf. Dom Start weg wurde gleich ein mächtiges Tempo eingeschlagen, so daß sich schon bei der kleinen Steigung am Windhof das Feld auseinanderzog.

Es bildeten sich zwei Gruppen, doch kann die Verfolgergruppe bereits vor Rodheim wieder auf- schließen. Nur Weber und Höbet müssen das Feld ziehen lassen. An der Steigung hinter Rodheim ge­lingt ein Ausreißversuch von Neumann, der nach seiner sechswöchigen Erkrankung sein erstes Ren­nen wieder fuhr. Nur Preiß (Germania Gießen), Göbel (Niedergirmes), Kraft und Eckhardt finden Anschluß. Die zweite Gruppe wird von Jäger (Anspach) angeführt. Die Steigung hin­ter Fellingshausen führt Preiß an. Die Anforde­rungen an die Fahrer werden in den Bergen des Hinterlandes immer höher Der Abstand zwischen Spitze und Derfolgergruppe wird immer größer. Inzwischen ist Kraft abgefallen, und wenig später muß sich auch Eckhardt strecken. Die drei Spitzen­reiter Neumann, Preiß und Göbel eilen nun der größten Steigung, der Jsselscheide zu. Neumann, Ser hier unter der etwas zu hohen Uebersetzung leidet, fällt zurück. Auf der Talfahrt nach Herborn zu legen Preiß und Göbel ein mörderisches Tempo vor. Es gilt, den Vorsprung gegen den gefürchteten Neumann zu halten. Jedoch Meter um Meter kann letzterer den Führenden wieder abringen, und in Sinn, nach ca. 30 Kilometer Alleinfahrt, kann er wieder zu den Ausreißern auffchliehen. Im 30- Kilometertempo geht es über Ehringshausen nach Wetzlar, wo nochmals die gefürchtete Spilburg zu überwinden ist. Unter Führung yon Preiß wird die Spilburg in Angriff genommen. Ungeheuere Anforderungen werden auch hier wieder an dis Fahrer gestellt. Preiß konnte als Erster die Stei­gung erklimmen und einen Vorsprung von 100 Me­ter gegenüber Neumann herausholen. Göbel war in der Mitte der Steigung ebenfalls zurückgefallen. Nun fetzte wieder ein großer Kampf zwischen Preiß und Neumann ein. Die Jagd zog sich bis vor Klein-Linden, wo es Neumann wiederum ge­lang, zu Preiß aufzuschließen. Nun eilten beide dem Ziel zu. Nack) einem prächtigen Endspurt konnte Neumann mit Doppelhandbreite als Sieger das Zielband passieren.

Das Ergebnis.

1. W. Neumann (1885 Gießen) 2:50:30 Std.; 2. H. P r e i ß (Germania Gießen) Doppelhand- breite zurück; 3. W. Göbel (Niedergirmes) 2:54:30 Std.; 4. Jäger (Anspach); 5. Haag (Anspach); 6. Höbel (Niedergirmes).

Da N e u m a n n erst fünf Monate dem GRD. von 1885 angehärt, wurde lt. Wettfahrtsbestimmun­gen des DRV. die Bezirksmeisterschaft H. P r e i.tz zugesprochen Sieger des Rennens bleibt jedoch Neumann.

30-£Uomder-3ugenbrennen.

2m Verlauf des Tages wurde noch ein Jugend­rennen über 30 Kilometer ausgetragen, das über Kinzenbach, Dorlar nach Wetzlar und zurück führte. 25 Jugendliche gingen an den Start. Auch hier wurden gute Zeiten gefahren. Als Sieger ging hervor: Willi Fuchs, Frankfurt a. M.; 2. Paul Emmerich, Krofdorf; 3. Hch. Buchheister, Kassel; 4. Willi Riegel, Anspach; 5. Hans Knöbel, Steinbrücken; 6. Karl Zahrt, Ger­mania Gießen.

Walker Neusel im Kreise (Hießen

Der bekannte deutsche Schwergewichtsboxer Wal­ter Neusel ist von seinem siegreichen Kampf gegen den englischen Meister Jack Petersen nach Deutschland zurückgekehrt und verbringt gegen­wärtig mit mehreren Freunden einige Erholungs­tage m dem Kreisort Kesselbach.

Der Abschluß in W mbledon.

In Wimbledon wurden am Samstag die Tennis- Meisterschaften abgeschlossen. Siegerin im Frauen­einzel wurde Helen Mills-Moody, die Helen Jacobs in drei Sätzen 6:3, 3:6, 7:5 abfertigte. Im Männerdoppel holten sich Cramford-Quist den Titel 6:3, 5:7, 6:2, 5:7, 7:5 gegen Allifon-van Ryn, und im Frauendoppel gewannen Slam- mers-James 6:1, 6:4 über Mathieu-Sperling. Das Gemischte Doppel fiel mit 7:5, 4:6, 6:2 an Perry-Round, die mit diesem Ergebnis das Ehepaar Hopman schlugen.