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Kultur u-b e r

Die Ausnahme in der preffe

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16. Juni 1935.

Gießen-Rüdesheim-ltoblenz-Königs- winter (Drachenfels) und zurück. Preis einschl.Dampferfahrt Mk.8.50

Beschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung- u. Ausk.

Hapag Reisebüro Gießen

Reifen fahren

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heit bereits geleistet habe. Das Genfer Ver­fahren fei völlig einwandfrei. Man würde einen Fehler machen, wenn man einen der Hauptgrund­sätze des britischen Rechtes außer Acht ließe, daß nämlich ein Mann unschuldig sei, solange ihm seine Schuld nicht nachgewiesen werden könne. Das Vorhandensein einer nicht f e st g e - legten Grenze sei schon immer eine Quelle von Schwierigkeiten gewesen. Das sei einer der Gründe, weshalb die britische Regierung sowohl in Rom, als auch in Addis-Abeba auf die Notwendig­keit einer baldigen Festsetzung der Grenzen zwischen Jtalienisch-Somaliland und Abessinien hingewiesen habe. Außerdem stelle die Demarkation jener Grenze einen Teil des Vertrages von 1928 dar.

Englands Reisevertreter" undMädchen für alles".

London, 8. Juni. (DRV. Funkspruch.) ,Times" meldet, daß Eden, der neuernannte

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England und -er Abessinien-Konflikt

Eden antwortet auf die Angriffe der italienischen preffe.

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London, 7. Juni. (DRV.) Am Freitag fand die letzte Sitzung des Unterhauses vor der Pfingst- pause statt. Macd o na ld , der zum letztenmale einer Unterhaussitzung als Ministerpräsi- dent beiwohnte, war ausgezeichneter Stimmung und unterhielt sich angeregt mit dem neben ihm sitzenden Verkehrsminister. Als er sich zur Beant­wortung einer Frage erhob, wurde Macdonald von allen Bänken mit warmem Beifall be­grüßt. Der stellvertretende Führer der Opposi­tion, Major Attlee, warf die Frage des ita­lienisch - abessinischen Streitfalles auf. In Genf habe man sich auf ein Verfahren rur Regelung des Streitfalles geinigt, aber d i e militärischen Vorbereitungen Itali­ens dauerten an. In Genf sei lediglich eine Art Atempause erzielt worden. Der Völkerbund werde völlig zerstört werden, wenn die ihm an- aehörenden Mächte sich inimperialistische und freibeuterische Unterfangen" einlassen wurden. Der Abgeordnete Mander, der der liberalen Opposition angehört, sagte: Nichts sei charakter^ stischer als die erstaunlichen Angriffe, die tagtäglich in der italienischen Presse gegen Eng­land gerichtet würden. Es sei schwer zu verstehen, wie diese Angriffe mit den normalen guten Be­ziehungen zwischen den Ländern m Einklang ge­bracht werden könnten. Das gesamte Kollektw- system stehe auf dem Spiel. - Der konservative Abgeordnete Hamilton K e r r äußerte Besorgnis, daß die in Stresa zustandegekommene Soli­darität durch das Vorgehen Italiens m Abessi­niens ernstlich gefährdet werden wurde.

Lordsiegelbewahrer Eden betonte, er teile die Auffassung der großen Rolle, die der Völkerbund bei der Schlichtung aller Streitig­keiten spielen müsse, aber es sei vielleicht übersetzen worden, was der Völkerbund in dieser Angelegen-1 fmten

Die britische Regierung habe beiden Parteien ihre Dienste für eine unparteiische und fried­liche Regelung der entstandenen Schwierigkei­ten angeboten. Die Rechte Englands seien vertraglich wohl geschützt, und es bestehe kein Grund, warum nicht harmonische und im beiderseitigen Interesse lie­gende Beziehungen hergestellt werden könnten. Er sage das, weil in der italienischen Presse zu seinem Bedauern viele Beschuldigungen gegen die britische Regierung erhoben worden seien. Groß­britannien sei aller möglichen Machenschaften zum Nachteil Italiens bezichtigt worden, England, so werde behauptet, habe die abessinische Regierung sogar ermutigt, eine feindselige Haltung gegen Ita­lien einzunehmen. Diese Geschichte sei ebensolcher Unfug, wie die Erzählung, daß koloniale Fußball­plätze' in Wirklichkeit verkappte Flugplätze seien. Ebenso phantastisch sei die Unterstellung, daß Eng­land seit Jahren an die Möglichkeit der Uebernahme einer Art Protektorat über Abessinien denke. Eden wiederholte das Interesse Englands an einer dauer­haften und in gleicher Weise für Italien und Abes- I sinien befriedigenden Lösung, die den Verantwort-

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London, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Alle Blätter betonen, daß durch die Umbildung des Ka­binetts der eigentliche Charakter der Nationalre­gierung nicht berührt werde, und daß daher keiner­lei weittragende Aenderungen zu erwarten seien. DieTimes" schreibt mit einem deutlichen Hinweis auf die französische Krise: Der Regie­rungswechsel in England wurde mit einer Ge­schwindigkeit und Leichtigkeit und ohne öffentliche Erregung durchgeführt, um die wir von einigen anderen Ländern beneidet werden müssen. Allerdings war es nicht eine sehr ernste politische Umwälzung. Die neue Regierung hält dasnationale Prinzip" in vollem Ausmaß der vorhergehenden Regierung aufrecht. Der wich­tigste Wechsel hat im Außenmini st erium stattgefunden. Wie weit Sir John Simon erfolg­reich gewesen ist, und ob ein anderer an seiner Stelle mehr Erfolg gehabt hätte, das sind Fragen, die erst auf große Entfernung beantwortet werden können. In mancher Hinsicht hat Simon eine be­achtliche Arbeit geleistet. Von einem Neuling (Sir Samuel Hoare) kann mehr geleistet wer­den, gerade weil er ein Neuling ist, als von irgend jemand, der in alte Streitigkeiten und Animositäten verwickelt ist.

Daily Telegraph" betont, daß die Füh­rung der Naüonal-Regierung jetzt an die stärkste politische Gruppe, nämlich die Konservati­ven, übertragen worden sei. In Zukunft würde die größere Macht und die Hauptver­antwortung in derselben Hand liegen. Der neue Ministerpräsident sei die vollständige Ver­körperung des Geistes dernationalen Union" und genieße das vollste Vertrauen feiner eigenen Par­tei. Diele hätten gehofft, daß die glänzenden Erfolge Edens in Genf ihm den Posten des Außenministers eingetragen hätten. Baldwin habe jedoch vorgezogen, dieses äußerst wichtige Amt mit einem Mann größerer Regie­rungserfahrung zu besetzen. Edens Ernen­nung zum Minister ohne Arbeitsbereich für Völker­bundsangelegenheiten würde feine Dienste für England an dem Punkt sicherstellen, wo seine Ta­lente am glänzendsten zum Ausdruck kämen. Der Außenminister werde dadurch in die Lage versetzt, da zu bleiben, wo er am meisten benö­tigt werde, nämlich in London.

Die Oppositionspresse äußert Mißtrauen.

Die liberaleNews Chronicle" schreibt, die Regierung Baldwin rufe keineswegs großes Inter­esse hervor. Es sei überhaupt keine neue Regierung, sondernder alte Hund mit neuen Streife n". Die konservative Uebermacht sei jetzt noch mehr betont als in der vorherigen Regierung. Heber das Ausscheiden Sir John Simons aus dem Außenministerium werde man wenig Tränen vergießen. Sein Nachfolger, Sir Samuel Hoare, werde das Vertrauen erhalten, das der unzweifel­haften Ehrenhaftigkeit, der Eignung und den guten Absichten, die er in seiner Führung des Indien- Gesetzes an den Tag legte, zukomme. Es sei un­wahrscheinlich, daß die Regierung Baldwin in innen» und außenpolitischer Hinsicht mit Kraft und Phan­tasie auf dem richtigen Wege vorgehen werde. Der arbeiterparteilicheDaily Herald" schreibt: Der erste Anstoß zur Regierungsumbildung sei von dem leidenschaftlichen Wunsch gekommen, si ch Sir John Simons zu entledigen und von dem Bestreben, den konservativen Führer an der Spitze einer.beherrschend konservativen Regierung zu sehen.

lichkeiten Englands, Frankreichs und Italiens unter dem Dreiervertrag von 1906 Rechnung trage. In diesem Vertrag hätten die drei Länder vereinbart, im Interesse der Aufrechterhaltung der politischen und gebietsmäßigen JntegritätAbessiniens zusammenzuarbeiten.

Der italienisch-abessinische Schlichtungsausschuß.

Mailand, 7. Juni. (DNB.) Der von Italien und Abessinien eingesetzte Schlichtungsausschuß, der in Mailand zu einer Vorbesprechung über den ' Zwischenfall von Ual-Ual zusammengetreten war, hat seine Vorarbeiten beendet. Die Delegierten haben lediglich geäußert, daß die Arbeiten im b e st e n Einvernehmen vor sich gegangen seien. Die nächste Sitzung wurde auf den 25. Juni nach Scheveningen (Holland) einberufen.

Das neue Lustabwehrgeschüh der englischen Flotte.

London, 8. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Der Schleier der Geheimhaltung, mit dem das neue Luft­abwehrgeschütz der englischen Flotte bisher umgeben worden ist, wird jetzt zum ersten Mal von den englischen Behörden gelüftet. Der Flotten-Korrespon- dent desDaily Telegraph" meldet: Die neue Luft­waffe bedeutet eine Revolution in den Ab- wehrmethoden der englischen Flotten gegen niedrig fliegende Bomben- und Tor­pedoflugzeuge. Das neueWundergeschütz" ist nach Ansicht der meisten Marineoffiziere die wir­kungsvollste Antwort auf Luftangriffe aus niedri­ger Höhe, die bisher erfunden worden ist. Es han­delt sich um ein fchwerkalibriges, mehrläufiges M a- f ch i n e n g e w e h r, das etwa 100 hochexplo­sive Granaten in der Minute abfeuert. Der Schußbereich geht weit über den Bereich hin­aus, mit dem ein Torpedoflugzeug einen aussichts­vollen Angriff gegen ein Kriegsschiff durchführen kann. Der Strom der Granaten, die das Wasser peitschen und entweder durch Zeit- oder Aufschlags­zündung explodieren, löst ein Sperrfeuer aus, durch das kein Flugzeug hindurch kann. Die Auf­schlagzündung ist so empfindlich, daß die Berührung eines Flugzeugdrahtes zur Explosion führt. Die eng­lischen Schlachtschiffe und Kreuzer sind in den letzten Jahren bereits mit dem neuen Geschützt ausgerüstet worden und es wird in Zukunft auf allen grö­ßeren Schiffen der englischen Flotte aufge­stellt werden.

Hege Tätigkeit der englischen Flugzeugindustrie.

London, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Luftfahrt-Korrespondent desDaily Telegraph" berichtet, daß die englische Flugzeugindustrie in­folge des Luftaufrüftungsprogrammes zur Zeit eine ganz außerordentliche Tätigkeit entfalte. Im laufenden Finanzjahr würden insge­samt rund 1500 neue Militärflugzeuge in Auftrag gegeben, darunter in erster Linie Kampfflugzeuge, Jagdeindecker für vielseitige Verwendung, F l u g z e u g b o m b e r und schwere Nachtbomber. Die Zahl von 1500 neuen Kriegsflugzeugen solle im nächsten Jahre noch beträchtlich überschritten werden. Lord Weir, der eigens eingesetzte Mit­telsmann zwischen dem Luftfahrtministerium und der Flugzeugindustrie, führe Verhandlungen, um ; die Erzeugungsfähigkeit der Industrie zu i erhöhen. Gleichzeitig würden Maßnahmen zur i Dezentralisierung der Flugzeugfabri- : k e n getroffen, die zur Zeit zum größten Teil in : Derby, Bristol und Coventry zusammenaefaßt seien. - Die Flugzeugindustrie habe ferner große Aufträge

nister ohne Portefeuille für Völkerbundsangelegen­heiten, derR e is e v e r tr e t e r" der englischen Regierung sein werde. Der Außenminister werde in Zukunft weniger oft, als dies früher der Fall gewesen sei, nach Genf fahren. Der zweite Minister ohne Geschäftsbereich, Lord Eustace Percy, soll besonders mit der Durchführung der neuen Arbeitsbeschaffungspläne der Re­gierung beauftragt werden. Die Pflichten Lord Percys könnten am besten mit dem Ausdruck M ädchen für alles" bezeichnet werden.

Das neue englische Kabinett ist mit seinen 22 Mit­gliedern das umfangreichste Kabinett in der Nach­kriegsgeschichte Englands. Das letzte Kabinett um­faßte 20 Mitglieder. Als Präsident des Staats­rates hat Macdonald in Zukunft ein Jahres­gehalt von nur 2000 Pfund, während er bisher 5000 Pfund hatte. Sein Sohn wird dagegen in Zukunft mehr alsdas Doppelte, nämlich 5000 Pfund, beziehen.

von Schulen und Universitäten erhalten, in denen Reserveflieger ausgebildet werden. Das Lust­fahrtministerium werde trotz der erhöhten Bean­spruchung der Industrie für die englischen Auf- rüstungszwecke keineswegs verlangen, daß die eng­lischen Flugzeugfirmen ihre Lieferungen nach dem Auslande vernachlässigten.

Eine Altersgrenze für Bauernführer.

Der Zeitungsdienst des Reichsnährstan« des teilt mit:

In der Vergangenheit sind sehr oft leitende Stellen der berufsständischen Führung mit Per­sonen besetzt worden, die infolge ihres Alters nicht mehr selb ft wirtschaftende Bauern oder Landwirte waren, und denen deshalb eine lebendige Verbindung mit den politischen und wirt­schaftlichen Fragen des Bauerntums und der Er­nährungswirtschaft fehlte. Aus diesem Grunde hat der Reichsbauernführer als Alters­grenze für alle ehrenamtlich tätigen Bauern füljrer das fünfundfünfzig st e Lebens fahr bestimmt. Ausnahmen find nur in ganz be sonderen Fällen zulässig und bedürfen der Geneh migung des Reichsbauernführers. Die mit der Er reichung des 55. Lebensjahres ausscheidenden Bau­ernführer sind berechtigt, ihre letzte Amts­bezeichnung mit dem ZusatzAlt-" (z. B. Alt-Landesbauernführer usw.) zu führen; ihre Mitgliedschaft im Deutschen Reichsbauernrat bzw. in den Landes- und Kreisbauernräten wird durch ihr Ausscheiden nicht berührt.

19eftert>erid)t

Die gestern bei Irland liegenden Tiefdruckwirbel haben sich nordostwärts verlagert. Tiefdruckwirbel Luftdruckanstieg zunächst in der Höhe kühlere ozeanische Luftmassen einaeörungen, die bereits in der Nacht zum Samstag Anlaß zu Gewitterschauern gaben. Da sich bei Großbritannien erheblicher Luft­druckanstieg fortsetzt, wird das kontinentale Hoch­druckgebiet eine Verbreiterung nach Westen und Norden erfahren, so daß freundliche Witterung für die Feiertage gesichert erscheint.

Aussichten für Sonntag: Vielfach auf» geheitert und trocken bei abflauenden westlichen Winden, mäßig warm.

Aussichten für Pfingstmontag: Meist heiter und trocken bei vorwiegend östlichen Winden, stärkere Wärmezunahme.

Lufttemperaturen am 7. Juni: mittags 23,8 Grad Celsius, abends 20 Grad; am 8. Juni: morgens 15,9 Grad. Maximum 25,2 Grad, Minimum 13,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Juni: abends 19,3 Grad; am 8. Juni: morgens 16,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 12,7 Stunden. Niederschläge 6,6 mm.__

Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriol, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter.' Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 35: 10151. Druck und Verlag: Brübl'lche Universitäts-Buch- and Steindruckerei

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Str Samuel Hoare, Außenminister im Kabinett Baldwin. (Scherl-M.)

die vor wenigen Tagen vom Unterhaus in dritter Lesung verabschiedet wurde, hat Hoare seine Um­sicht und seine Fähigkeiten bei mehr als einer Ge­legenheit beweisen können. U.a. war er Teilnehmer

auf 1,5 Millionen

Ortsgruppen trügen heute Organisation.

Nachdem die beiden Ftlme

Kolonialmtntsters. Von 1922 bis 1929 war Hoare

in verschiedenen Kabinetten Luftfahrtminister. Von 1930 bis 1931 hatte er das Amt eines Schatz­meisters der Konservativen Partei inne. In der nationalen Regierung Macdonalds war Hoare seit dem Jahre 1931 Staatssekretär für In­dien. Bei der Durchkämpsung der Indien-Vorlage,

höchste Pflicht der nationalsozialistischen Welt­anschauung gegenüber empfinden, die Vermitt­lung zwischen Persönlichkeit, Volk und Staat zu schaffen, durch Sammlungen aller jener

Kräfte, die aus dem gleichen Willen nach einem

neuen cebensgehalt und nach einer neuen Le­bensform jene Aeuherungen des künstlerischen Schaffens fördern wollen, die das aussprechen, was Millionen fühlen, und dem einen künst­

lerischen Stil geben, was noch ungeformt in

Millionen Menschenherzen lebendig ist. Und aus

diesem Gedanken einer Kulturgemeinde ergibt

sich ihre Pflicht zur Kultur pflege und d. h. biologisch sowohl wie seelisch verstanden, daß

wir die Pflicht haben, das organische Wachstum

von allem zu fördern, was innerlich stark und

lebensnotwendig dem Werte des Deut­schen und dem Schönheitsideal seiner Rasse dient, zugleich aber möglichst jede Wucherung dessen fernzuhalten, was krank oder innerlich fremd ist und nicht im Sinne eines Dienstes für das Deutschtum, sondern im Dienst einer Zersetzung des deutschen*Wesens sich be­tätigt.

Wennn wir uns hier in Düsseldorf deshalb zur Reichstagung der NS.-Kulturgemeinde versammelt haben, so wollen wir von vornherein keine Zweifel darüber lassen, daß wir gewillt und entschlossen sind, den nationalsozialistischen Kampf für eine starke und schöpferische deutsche Kun st fortzuführen und auch niemals darin zögern werden, den versteckten oder offenen Angriffen mißgünsti­ger oder getarnter Gegner die entsprechende Ant­wort zu erteilen, ganz gleich, wo und an welcher Stelle sich diese auch wieder hervorwagen sollten.

Wir freuen uns, daß es einem jungen Dichter ge­lungen ist, sich zum Staatspreis für deut­sche Dichtung durchzukämpfen und hoffen, daß aus der Hitler-Jugend einst jene Dichter und Sänger erstehen werden, die das heutige und das kommende Deutschland einmal braucht als geform­ten Ausdruck dessen, was sein Innerstes, bewegt.

an der indischen Round-Table-Konferenz. In außen­politischer Hinsicht ist Hoare so gut wie gar nicht hervorgetreten.

Der neue Kriegsminister Lord Halifax ist 54 Jahre alt, war 1921 Unterstaatssekretär des Kolonialministers und später Unterrichts- und Land- wirtschaftsminister. Seit 1932 hat er den Posten des Unterrichtsministers inne. Der neue Kolo-

etn

nialminister Malcolm Macdonald, Sohn des bisherigen Ministerpräsidenten, ist 34 Jahre alt und war unter der vergangenen Regie­rung Unterstaatssekretär im Dominienministerium. Der Minister ohne Geschäftsbereich Lord E u - ftace Percy hat eine zeitlang im diplomatischen Dienst gestanden und war von 1924 bis 1929 Unterrichtsminister. Er ist der Verfasser mehrerer Bücher über Politik und Diplomatie. Percy wurde 1887 geboren. Der neue Arbeitsminister Ernest Brown gehört dem Unterhaus seit 1927 an. Er ist bekannt als ein Laienprediger der Baptisten. Der neue Jndienminister Lord Ze11and, der seit dem Jahre 1922 dem Kronrat angehört, wurde 1876 geboren. Er gilt als ein ausgezeichneter Kenner Asiens und hat in früheren Jahren zahlreiche Reisen nach Persien. Zentralasien, Japan, China und Burma gemacht. 1900 gehörte er dem Stabe des Vizekönigs von Indien an. Von 1917 bis 1922 war Zetland Gouverneur von Bengalen. Er war Mitglied der indischen Round-Table-Kvn- ferenz sowie des gemischten Parlamentsausschusses für die indische Frage. Lord Zetland ist der Ver­fasser mehrerer Schriften über Asien und hat u. a. auch eine Biographie von Lord Curzon veröffent­licht.

ettanschauuna und Kunst

ReichSlener Alfred Bosenberg spricht auf der Reichstagung der NS.-Kulturgemeinde in Düsseldorf

b e m 21111 a g uraufgefüfyrt und einige Ausschnitte aus dem NSKG.-FilmDas große Eis vorgeführt worden waren, fand die große öffentliche Kundgebung in der Rheinhalle statt. Nach einer kurzen Eröffnungansprache von Gauleiter Staatsrat Florian nahm

Reichsleiter Alfred Rosenberg sofort das Wort zu feiner großen Rede über W eltanschauung und Kunst", in der er u. a. folgendes ausführte:

Was die nationalsozialistische Revolution in ihrem Kern, in ihrer Sendung und in ihrem Ziel dar­stellt, glaubten alle Kämpfer zu wissen. Nichtsdesto-- roeniger steht es doch auch heute fest, daß i n vielen Kreisen Deutschlands der Ideengehalt und der Tatwille des Alltags nicht immer deutlich begriffen werden. Sv entwickelt sich die nationalsozialistische Revolution immer mehr zu einem Kampf der Weltanschauung, zu einem Kampf um die Rangordnung der Werte und damit letzten Endes zu einem Ringen um einen geschlossenen Lebensstil der Nation überhaupt.

Wenn wir eine nationalsozialistische kultur- gemeinde versammeln, so wollen wir da­mit zum Ausdruck bringen, daß wir es als

undTrutz blanker Hans

Der erste kulturpolitische Kongreß der Reichstagung der NS. - Kulturge­mein d e in Düsseldorf, zu dem die Gauobleute und etwa 800 Amtswarte aus dem ganzen Reich . . dem stellvertretenden

Amtsleiter der NSKG. Karl Maria Holzapfel eröffnet. Hierauf nahm Amtsleiter Dr. Stang das Wort. Die diesjährige Reichstaguna der NSKG. stelle einen gewaltigen Fortschritt in der Entwicklung der Organisation dar. Der Erfolg habe der NSKG. Recht gegeben, denn der Mitglieder­bestand sei in knapp zwei Jahren von 3 0 0 0 0 0

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