Verein Freundinnen junger Mädchen
Darmstadt, in
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Gemeinschaft mit der Zivilbevölkerung
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Vogelsberg hinein den Boden bedeckt. Fahrzeuge, die von dort kommen, sind oft stark verschneit. Die Besitzer erklären, daß stellenweise schon solcher Schnee läge, daß Bahn geschaufelt werben
tionaloerbände zusammengeschlossen sind. Entstanden ist dieser Bund in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, nachdem die Engländerin Josephine Buttler, alle Vorurteile ihrer Zeit durchbrechend, in der Kraft der Liebe und des christlichen Glaubens, bei einem im Rcformationsfaal in Genf tagenden Kongreß die zivilisierte Welt auf das sittliche Elend der ohne jeden Schutz in der Fremde dastehenden, erwerbstätigen weiblichen Jugend aufmerksam gemacht hatte. Da fanden sich Frauen verschiedener Nationen, die aus christlichem Verantwortungs- bewuhtsein sich zusammenschlossen, diesen Mädchen eine „Freundin", d. h. Helferin und Bewahrerin zu sein. Erst nur über Europa, dann weiter über alle Kulturländer gingen die Fäden, und die am Mittwoch vorgeführten Bilder zeigten, wie heute in all diesen Heimstätten, Stellenvermittlungen und Bahnhofsmissionen gearbeitet wird. Wir wurden im Bild u.ti. geführt nach Alexandrien und Tunis, nach ßon« don und Lyon, wir sahen die sauberen Holländel Fischerinnen, denen der Frd.-Verein Tagesheime — Sternenheime genannt — bietet, in Agram dal Heim für Studentinnen. Die Schweiz hat in schöner Lage Erholungsheime, wo die Mädchen umsonst oder für billiges Geld Aufenthalt finden. Im schwer« bedrängten Memelland können die stattlichen Heim« als Stützpunkte deutschen Lebens angesehen werden. Vom Dritten Reich wird die Frd.-Arbeit voll anerkannt, das beweist die Tatsache, daß in Paris das schwerkämpsende deutsche Heim mit einem Zuschuß der NSV. — genehmigt durch Pg. H i l g e n f e l d t — gehalten wird. Der deutsche Verband, dessen Führerin die ehemalige Großherzogin Eleonore von Hessen ist, unterhält in Deutschland 42 Heime und 52 Unterkunftstellen. Von diesen konnten wir auch einige im Bild sehen. Eingehend wurde von dem Leben im Heim in Darmstadt in der Sandstraße erzählt. Dieses dient in mannigfacher Weise der Jugend. Dort sind die Büros des Landesverbandes, der Stellenvermittlung, des Erkundigungsdienstes und der Erholungsfürsorge. Das Heim bietet billige Uebernachtungsmöglichkeit, Gelegenheit zu Koch- und Nähkursen. In neuster Zeit finden dort junge, arbeitslose Mädchen nachmittags eine Aufenthaltsstätte. Durch Zurichten von Altmaterial zu den bekannten Allgäuer W"barbeiten wird ihnen auch noch eine kleine Verdienstmöglichkeit geboten.
So bient der Freundinnenverein, der dem Zen-
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mit guter Musik. Rottenführer Klinkel begrüßte die Teilnehmer des Abends und dankte der Einwohnerschaft von Groß-Eichen für die Aufnahme und Gastfreundschaft. Lehrer Bieber- Altenhain erfreute mit einem Gedichtvortrag, die Hitlerjugend zeigte ein geschickt wiedergegebenes Theaterstück. Im Verlaufe des Abends hielt Ober-Sturmbannführer Hahn-Darmstadt eine Ansprache, in der er die politische Entwicklung in Deutschland seit dem Weltkriege schilderte. Mit dem Gruß an den Führer und dem gemeinsam gesungenen Horst-Wes- sel-Lied klang seine Aussprache aus. Sturmführer Zinn- Hungen überreichte sodann an die Kameraden, die die Bedingungen erfüllten, das SA- Sportabzeichen. Eine weitere Ausgestaltung erfuhr der Abend durch gesangliche Darbietungen des hiesigen Gesangvereins, durch Vorführungen des Turnvereins und einige humoristische Darbietungen, zum Teil in oberhessischer Mundart. Der Abend in seiner Gesamtheit war allen Teilnehmern ein schönes Erlebnis. — Dieser Tage wollten ein Fuhrmann und ein Landwirt zu abendlicher Stunde ein Schwein nach Wettsaasen bringen. Da sie vor Einbruch der Dunkelheit noch zurück sein wollten, fuhren sie ziemlich rasch, bemerkten dabei aber nicht, daß sich der hintere Vorsteller des Wagens gelöst hatte und das Schwein aus dem Wagen fiel. In Wettsaasen gab es dann lange Gesichter. Sie machten sich sofort auf den Rückweg und trafen das Schwein kurz vor unserem Orte wieder wohlbehalten an.
Kreis Alsfeld.
# Ober-Ohmen, 6. Dez. Nunmehr hat die Holzhauerei in den Gemeindewaldungen ihren Anfang genommen. Der diesjährige Einschlag bleibt hinter dem vorjährigen zurück, um einen Ausgleich für den vorjährigen Mehrhieb zu schaffen, der sich aus dem Holz ergab, das durch den Wirbelsturm anfiel. — Während hier die Witterung immerhin noch als gelind anzusprechen ist, fällt einem bei klarem Wetter die Schneedecke ins Auge, welche ab Ober-Seibertenryd aufwärts in den
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wieder mehr geistig-kultureller Anregung zuwenden, für die der drängende Betrieb der landwirtschaftlichen Tätigkeit weder Zeit noch Kraft
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In dem Dorfe Pikelen im Memelgebiet brannte das Wohnhaus des Landwirts Navi- k a s nieder. Die Eltern waren zur Feldarbeit fortgegangen und hatten ihre Kinder, eine 10jährige
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Zur Geschichte der Irecheitstdee bei den Griechen
Vortraa im Oberhessischen Seschichtsverein.
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» kuropameister ♦
♦ Weltmeister ♦
Erschütterungen der großen Kriege gegen die Perser unb Karthager. Dieser Durchbruch aber führt die eigentliche klassische Periode des Griechentums auf allen Gebieten staatlichen und geistigen Lebens herbei, weil die neuerrungene Autonomie den Einzelnen noch nicht aus der Gemeinschaft herauslöst, sondern weil sie ihn neu wieder mit ihr verbindet, nachdem die alten organisch gewordenen Ordnungen ihren Sinn vor größeren Aufgaben verloren haben. Den Gipfel der Gesamtentwicklung stellt der perikleische Staat dar, der zugleich der tragende Grund für die künstlerischen Höchstschöpfungen dieses Zeitalters ist und der polare Gegensatz zum spartanischen Staat bildet, in dem der spätarchaischgriechische Statitsgedanke bis über das fünfte Jahrhundert hinaus fortlebt. Zum Verhältnis aber fijr die griechische Entwicklung geht der perikleische Staat mit seinem Schöpfer, der keine ebenbürtigen Erben findet, zugrunde. Das Gemeinschaftsbewußtsein ermattet, und es siegen individualistische Strömungen in der Philosophie und in der Politik, die bald den hemmungslosen Machtgedanken, bald einen tatscheuen Quietismus vertreten. Die Versuche, von der Philosophie aus die Zersetzung zu überwinden, die besonders Sokrates und seine Schüler unternommen haben, bleteen erfolglos; aber die Polis bringt auch nicht mehr die Kraft auf, aus sich neue Formen hervorzubringen oder zu ertragen. So gewinnt erst Persien die Vorherrschaft, dann Makedonien, dem sich die Griechen aus freiwilligem Entschluß nicht unterordnen wollen, das aber wie seine Nachfolgestaaten auch nicht stark genug ist, feine Vorherrschaft auf die Dauer zu behaupten. So siegt schließlich Rom. In völkisch abgewandelter Form übernimmt es die griechische Idee, die in der Spat- antike allerdings dem Einbruch orientalischen Denkens erliegt, aber später wieder zum Durchbruch
Ofchiangkaischeck wird Leiter des RechsvoUzngsamts.
Nanking, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Durch das Rücktrittsgesuch des Leiters des Reichsvollzugsamtes, W a n g t s ch i n g w e i, der noch sehr an den bei dem Reoolveranschlag erlittenen Verletzungen leidet, ist die Wahl eines Nachfolgers notwendig geworden. Eine Frage, die angesichts der gespannten Lage in Nordchina eine rasche Losung erheischte. Die Mitglieder des Zentralvollzugsausschusses des Kuomingang haben daher nach kurzen Beratungen beschlossen, Marschall Ofchiangkaischeck die Leitung des Reichsooll- zugsamtes anzubieten. Marschall Dschiangkaischeck wird diesem Ruf voraussichtlich Folge leisten. Da Wangtschingwei auch das Amt einesAußen- ministers bekleidet hat, muß auch hier ein Nachfolger gefunden werden. Es heißt, daß der Gouverneur von Hupeh, Tschangtschun, der ein Vertrauter Dschiangkaischecks ist, mit diesem Amt betraut werden wird. Zum I n n e n m i n i - st e r soll der Gouverneur von Schansi, Schao - litze, ernannt werden.
Der chinesische Kriegsminister General Hoyin- tsching und der Befriedungskommissar Sung- t s ch e y u a n sollen sich über die Selbstverwaltung Nordchinas geeinigt haben. Es werde ein Selbstverwaltungsausschuß gebildet werden, dessen Leitung Sungtscheyuan übernehmen werde, während führende Männer der Selbstverwaltungsbewe- gung dem Ausschuß angehören.
Aus aller Wett.
Das neue Luftschiff LZ 129 vor der Fertigstellung.
Dr. Eckener hat einem Mitarbeiter der Verbo-
berg. Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden Klarheit darüber bringen, ob man in ihm den Täter gefaßt hat.
Sieben Arbeiter beim Einsturz eines Brückenpfeilers in Jugoslawien getötet.
In Agram ereignete sich beim Bau einer Brücke über die Mreschnitza in Kroatien ein schweres U n - glück. Ein im Bau befindlicher Pfeiler stürzte e i n und begrub unter einer Last von 56 Tonnen Beton sieben Arbeiter, die nicht gerettet werden konnten. Durch den Einsturz wurde auch ein Holzgerüst mitgerissen, wobei zwei Arbeiter schwer verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Ortes Generalskistol. Ueber die Ursache des Einsturzes ist eine Untersuchung eingeleitet worden.
Zwei Tote bei einem Gerüsteiusturz in Köln.
In Köln stürzte in dem Treppenhaus eines Neubaues ein in 15 Meter Höhe angebrachtes Baugerüst mit zwei Bauarbeitern und einer beladenen Schiebkarre ein. Die beiden Abgestürzten wurden mit furchtbaren Verletzungen aus der Tiefe geborgen; einer war bereits tot, der andere starb bei der Operation im Bürgerhospital. Ein dritter in Mitleidenschaft gezogener Arbeiter fand ebenfalls Aufnahme im Bürgerhospital. Die Getöteten sind beide verheiratet, einer von ihnen hinterläßt ein unmündiges Kind.
Vollstreckung eines Todesurteils.
In Stendal ist der 1903 geborene Paul Kilz h i n g e r i ch t e t worden. Kilz war vom Schwurgericht in Stendal wegen Raubmordes an der 15jährigen Landarbeiterin Hertha Pauli sch zum Tode verurteilt worden.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsarbeitsminister Seldte empfing den Leiter des Reichsbundes der deutschen Kapital- und Kleinrentner zum Vortrag. Der Minister ließ sich eingehend über die Lage der Kleinrentner unterrichten.
I Entgegen verschiedenen Gerüchten, wonach t m Befinden bes Papstes eine Verschlechterung eingetreten sei, wird bekannt, daß der gesundheitliche Zustand Papst Pius XI. unverändert ist. Er hat die üblichen Audienzen, die im voraus fest- ; gesetzt waren, erteilt.
Auf Grund einer Karikatur in dem Kopenhagener Regierungsblatt „Social-Demokra- t e n", die eine grobe Verunglimpfung des deutschen Staatsoberhauptes darstellt, und eines Artikels des sozialdemokratischen Fraktionsführers im r??- ting, Hartvig Frisch, ist die deutsche Gesandtschaft in Kopenhagen bei dem dän.sch n ul ;n= ministerium vorstellig geworden. Im Folketing gab Außenminister Dr. M nch seinem Bedauern Ausdruck und forderte die Presse auf, sich in Zukunft beleidigender Ausdrücke und herausfordernder Aeußerungen über fremde Staaten, Volker und Staatsoberhäupter zu enthalten; die Zeitungen sprachen sich aufs schärfste gegen die Verunglimpfungen des deutschen Staatsoberhauvtes aus, die nur dazu beitragen können, die angestrebten guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu
Presse Mitteilungen über den Stand der Bauarbeiten an dem neuen Luftschiff LZ 1 2 9 gemacht. Daraus ist hervorzuheben, daß das Luftschiff mit Ende dieses Jahres vollkommen fertig- gestellt sein wird. Das deutsche Volk bekomme den neuen Luftriesen sozusagen als Weih nach t s - geschenk. Die Hülle bedeckt den Luftschiffkörper beinahe vollkommen, nur einige kleine Flächen bleiben noch frei, um im Innern des Luftschiffes Helligkeit für die letzten Arbeiten zu sichern. Die iFluggasträume sind fertig. Einrichtungsgegenstände werden erst bann eingestellt, wenn auch die letzte Arbeit geschehen ist, um die kunstvollen Möbel nicht zu beschädigen. Ende der ersten Dezemberwoche wer- [ben bie für bie Ausschmückung ber Räume vorgesehenen, auf Seibe gemalten Bilber mit Motiven aus ber Entwicklung bes Verkehrs eingespannt. Da sich Puffer an ber Heckgondel bei ßanbungen v t recht hinderlich auswirkten, fällt bie Heckgonbel weg. Die Puffer werben burch ein ßaufrab in ber. unteren vertikalen Steuerflosse ersetzt. Die vier! M e r c e b e s - B e n z - D i e s e l m o t o r e n von je 1000 PS sinb tagtäglich auf ben Prüfstänben ber Werft mit höchster Tourenzahl gelaufen. Die Hauptarbeit liegt jetzt noch in ber Führergondel, die diesmal getrennt von dem im Innern untergebrachten Fahrgastraum unterhalb des Bugs angebracht ist; sie ist zweistöckig und birgt im unteren Stock trn Kommando- nnb S^n^ra'im mit anschließendem Navigationszimmer und im oberen Stock die Funkanlag.. Die G a s f ü 11 u n g der Kernzellen erfolgt in den erüm Januartagen, und zwar von der werfteigenen Gasanstalt vorerst mit Wasserstoff- gas Die Mantelz"llen werden in Amerika mit Heliumgas gefüllt. Ist das ßuftschiff mit Traggas versehen, dann wird es, wie Dr. Eckener erklärte, einige Tage lang in diesem Zustand in der Halle bleiben. Den Zeitpunkt des ersten Starts konnte Dr. Eckener noch nicht festlegen Jedenfalls erfolgt er noch in der ersten Januarhalfte 1936.
Drei Kinder lebendig verbrannt.
läßt. Ein abendlicher Gang durch unser Dorf gibt dem Kundigen Einblick in ein mannigfach gegliedertes ßeben. Der erleuchtete stimmungsvolle Rat- Ha u s s a a l mit seiner wuchtigen Entfaltung kraftvoller Eichen-Säulen und Träger verrät, daß entweder wirtschaftliche Vorgänge sich abspielen, oder ein Zellenabend der Partei stattfindet. Es kann auch sein, daß hinter diesen rundbogigen Fenstern die evangelische Frauenhilfe sich sammelt, um ihre Aufgaben zu erfüllen, oder daß die e v a n- gelischen Mädchen ihren wöchentlichen Kranz halten, bei dem die Schätze deutsch-evangelischen Geistesgutes den Inhalt bilden. Das über diesem Raum liegende Amtszimmer des Bürgermeisters verrät von verantwortungsbewußter Arbeit, die Bürgermeister und R a t zum Wohle der Gemeinde leisten. Im Sitzungszimmer des Rathauses sammelt sich die S.-A. zu ihren wöchentlichen Abenden. Hundert Schritte nur bringen uns zu dem monumentalen Fachwerkbau des Schulhau - s e s. Haben wir Glück, finden wir alle Fenster bes langgestreckten Oebäubes erhellt. Denn wie sich bas für eine Schule gebührt, bilbet sie den zweiten Mittelpunkt geistigen ßebens im Dorfe. Dadurch, daß im letzten Jahre ßehrer Glück sich ein Eigenheim schuf, wurde die eine ßehrerwohnung frei. Es konnte in ihr nicht nur eine Wohnung für die Schuldienerin bereitgestellt werden, sondern Die verschiedenen Gliederungen der Hitler-Jugend beiderlei Geschlechts kamen zu würdigen Heimen. Das war sehr zu begrüßen; denn zumal das Jungvolk mußte sich seither mit einem durchaus unzulänglichen Raum begnügen. Aber nicht genug: im kleinen Fortbildungsschulsaal obliegt die'NS.-F rauenschaft ihrer vaterländischen Arbeit; aus dem einen Schulsaal ertönen die ßie- ber bes Männergesangvereins, in bem anberen hält ber Kirchenchor seine Stunben ab. Unb in dem benachbarten Hause, das einst ein po- politisches Kraftzentrum Oberhessens war, im Hause von Philipp Köhler, übt unser neuer Posaune nch o r feine jungen Kräfte. Ein Fülle kulturellen ßebens im Dorf!
Kreis Schotten.
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Der Verein Freundinnen junger Mädchen hielt am Mittwoch — wie man uns berichtet — eine Jahresversammlung im Gemeindesaal der Krippe ab. Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsitzende und dem gemeinsamen Gesang des ßiedes „In allen meinen Taten", sprach Pfarrer A u s f e l b das biblische Eingangswort, dem er zugrunde legte: Philipper 4, 4—7, „Freuet euch in Dem Herrn allewege ..." als Adventsgruß des Apostels aus dem Kerker an die Gemeinde. Freude über die Adventsgabe, die uns in Gottes Wort zuteil wird und die wir weiterzugeben haben in Freundlichkeit und ßindigkeit. Diese Freude überwindet die Sorge durch Gebet und bringt den Frieden Gottes mitten im Kampf. Durch Erheben von den Plätzen wurde eines im vorigen Jahr verstorbenen Mitgliedes gedacht.
Dann gab die Ortsvorsitzende den Jahresbericht. Dieser bezog sich in der Hauptsache auf die Bahnhofsmission. Von der Evgl. Bahnhofsmission wurden im letzten Jahre am Gießener Bahnhof 1794 Menschen betreut. Wie die Bahn- hossmissionsarbeit besonders unserer Jugend zugute kommt, zeigt, daß unter dieser Zahl 297 Minderjährige beiderlei Geschlechts und 374 allein- reisende Kinder waren. Bei 51 Kindertransporten wurde Hilfe geleistet. Die durch irgendwelche Umstände alleinreifenben ßandhelfer sind von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung der Betreuung durch die Bahnhofsmission überwiesen. Bei der Saarabstimmung konnte, wie im ganzen Reich, auch in Gießen, die Bahnhofsmission den Durchreisenden durch kleine Hilfeleistungen nachts am Bahnhof ihre Anteilnahme und Volksverbundenheit beweisen. Im Dezember vorigen Jahres konnten nach ministerieller Genehmigung Bittbriefe an Freunde der Arbeit versandt werden, worauf rund 120 Mark eingingen, die zur Beschaffung von Wäsche für die Unterkunft st eile im Zufluchtsheim und die Bahnhofsmission verwandt wurden. Zum Schluß gedachte die Vorsitzende des Reichsverbands Evgl. Deutscher Bahnhofsmission in Berlin-Dahlem, in dem feit 25 Jahren alle Bahnhofsmissionsarbeit zusammengefatzt ist und dessen Generalsekretärin, Fräulein R e i n e ck , seit dieser Zeit dem Werk mit großer Hingabe dient.
Nach der Kaffeepause zeigte Frl. v. N e u f v i! l e,
Falke-'^ag Aufbau - - ganifation des
Tochter unb zwei Sohne im Alter von 6 unb 4 Jahren zu Hause eingeschlossen. Plötzlich sahen bie Nachbarn, bah aus bem Hause Flammen emporschlugen. Es war nicht mehr möglich, in das bren- nenbe Haus einzubringen, so baß die Kinder in den Flammen umkommen mußten. Es ist anzunehmen, daß sie während der Abwesenheit der Eltern mit Streichhölzern gespielt haben.
Der Heidelberger Raubmörder gefaßt?
In Karlsruhe ist ein auf Wanderschaft befindlicher 27jähriger Mann aus Oberschlesien verhaftet worben, an besten Kleidern und Wäsche Blut- spritzer festgestellt werden konnten. Der Verhaftete war zur Zeit des Raubmordes in Heidel-
pflichtung zum Dienst an Führer und Volk zu । geben.
Die trotz verschiedener anderer Veranstaltungen außerordentlich große Zuhörerschar dankte dem Vortragenden durch lebhaften Beifall. Im Schlußwort betonte der Vorsitzende, es werde nur eine Minderung bedeuten, wolle er jetzt nach dieser er= greifenden Stunde von sich aus dem glänzenden Vortrag noch viele Worte hinzufügen. Mit eindringlicher, des Gegenstandes würdiger Klarheit hat Prof. Taeger ein lebensvolles Bild der gewaltigen, von den Griechen ausgegangenen Freiheitsidee entworfen. Er hat den tragischen Weg der Griechen zur Volkwerbung aufgezeigt unb bie Auseinandersetzungen zwischen Individuum unb Gemeinschaft herausgestellt. Er hat an ben Riesengestalten ber griechischen Geschichte die ungeheure
। Wirkung der Führerpersönlichkeit gezeigt und ' deutlich gemacht, daß, wenn auch das klassische ! Altertum vergangen ist, die in jener Epoche der । Geschichte geschaffenen Werte ewig und unvergänglich sind; unsterblich sind Themistokles und P e r i f l e s , vielleicht der größte Führer, den ein Volk bis auf unsere Tage gehabt hat; unsterblich sind S o k r a t e s und P l a t o , an deren Philosophie auch die Gegenwart nicht vorübergehen kann; unsterblich sind die großen Dichter, die wahrlich nicht zuletzt sich um die Volkwerdung der Griechen bemüht haben, Euripides und Sophokles und am meisten vielleicht A i s ch y l o s. Denn in seiner selbstverfaßten Grabinschrift hat Aischylos betont, daß er in den Augen der Nachwelt mehr als Mitkämpfer der Schlacht bei Marathon gelten wolle, denn als ein großer Dichter!
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und Arbeit der weitverzweigten Or- , , , ,
'.Internationalen Bundes der Freun-1 in mancherlei Weise der weiblichen Jugend, dadurch
Am zweiten Vortragsabend des Ob er h e s fischen Geschichtsvereins sprach Univ.-Prof. Dr. Taeger aus Marburg „Z u r Geschichte der Freiheitsidee bei den Griechen. In seinen einleitenden Begrüßungsworten dankte -der Vorsitzende Dr. Glöckner dem Vortragenden für seine'Bereitwilligkeit, in Gießen zu sprechen. Prof. Taeger hat 10 Semester lang an unserer Universität alte Geschichte gelehrt, und er gab zu Beginn feines Vortrags der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Abend ein neues Glied in fernen Bin- Idüngen an Gießen bedeute.
Das Thema „Zur Geschichte der Freiheitsidee bei den Griechen" wurde gewählt, um mitzuwirken an echter Volkwerdung, die nicht nur ein biologischer, sondern zugleich und vor allem ein geistiger Prozeß ist, und um die Stellung von Individuum und Gemeinschaft klären zu helfen. Sind uns diese Probleme vielleicht auch erst durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre ganz vertraut geworden, so sind sie doch so alt wie das eigentümlich abendländische Denken, das, untrennbar von der Idee der Freiheit, zuerst bei den Griechen zum vollen Durchbruch gelangt ist. Aber auch in diesem Volke ist sie erst das Ergebnis einer langen Entwicklung, und es geht ihr eine Periode voraus, wo der Einzelne noch durch- i ous von überindividuellen Bindungen staatlicher, gesellschaftlicher und geistiger Art umhegt ist. Sie weisen von vornherein einen religiösen Charakter ! Ouf, und das Individuum unterwirft sich ihnen, die dem organischen ßebensgesetz primitiverer Verhältnisse als organisches Gebilde entsprechen, ohne nach i ihrem Werden und ihrem Recht zu fragen. Einen Wandel schafft erst die langsame Individualisierung | des ßebens, die keimhaft zwar in der Art aller nor- i dischen Volker vorbereitet ist, die aber nur die Grie- I chen aus eigener Kraft erreicht haben. In der spät- rens "es'fein, der
archaischen Periode bahnt sie sich langsam an, zum gelangt. Mud)' “”1^ihren mahrTn Sibel als Ver- pollen Durchbruch aber gelangt sie erst über die Freiheitsidee wieder ihren^wayren^ioei
Landkreis Glesien. ...
cxd ßangsdorf, 6. Dez. Seitdem die Acker- einen Kam er ad sch afts ab end ab. Die Bergarbeit beendet ist, konnten die Dorfbewohner sich werkskapelle unter ßeihlng von Kapellmeister B i e-
' denkopf - Weickartshain verschonte den Abend
± Groß-Eichen, 6. Dez. Der Sturm fim»» 23/116 der SAR. hielt dieser Tage hier in schöner' müsse.
Mädchen", zu dem die einzelnen Na-1 mitarbeitenö am Wohl von Volk und Vaterland.
Obecheffen.


