Ramses i berühmt
Cigaretten sind seit Jahrzehnten ’ wegen des guten Tabaks und
Aus aller Welt
Die Betreuung -es Tlahrungsmittelhandwerks.
Ein Abkommen zwischen dem Reichsnährstand und dem Reichsstand des deutschen Handwerks.
LPD. F r a n kf u r t a. M., 6. Sept. Reichshand- werksmeister Schmidt sprach im Dolksbildungs- heim vor den Bezirks-Innungs- und Kreishandwerksmeistern des Gaues Hessen-Nassau und gab dabei ein mit dem Reichsnährstand getroffenes Abkommen bekannt, das sich mit der Betreuung des Nahrungsmittelhandwerks befaßt. In dem Abkommen heißt es u. a.1
Der Reichsstand des deutschen Handwerks ist zuständig für die Erledigung der ihm gesetzlich übertragenen Aufgaben hinsichtlich der Betreuung und Beratung der Nahrunasmit- telhandwerker. Auf dem Gebiete der Marktordnung, insbesondere der Erzeugung, des Absatzes, der Bemessung von Preisspannen für reichs- nährstandszugehörige Waren und für alle damit in Zusammenhang stehenden Fragen bleibt aus- schließlichoerReichsnährstand zuständig. In diesen Fragen untersteht der betreffende Reichs- innungsmeister dem Reichsnährstände.
Die Bestellung der Reichsinnungs- leister, ihrer Stellvertreter und der Leiter der
Untergruppen erfolgt durch den Reichshand, werksmeister mit Zustimmung des Reichsbauernführers. Um eine enge Zu- fammenarbeit zwischen den wirtschaftlichen Zusammenschlüssen und dem Reichsstand des deutschen Handwerks zu ermöglichen, werden die Reichsinnungsmeister in den Beirat bei den wirtschaftlichen Zusammenschlüssen berufen. Dieser Beirat ist vor Erlaß von grundsätzlichen Anordnungen, die das Nahrungsmittelhandwerk betreffen, seitens der Bor- sitzenden der Zusammenschlüsse zu hören.
Für seine Zwecke erhebt der Reichsnähr- stand von den Reichsinnungsverbänden bzw. deren Mitgliedern keine besonderen Beiträge. Die Anordnung gilt sinngemäß für die Unterglie- berungen des Reichsnährstandes, wie auch für die Untergliederungen der Reichsinnungsverbände des Nahrungsmittelhandwerks. Die Vereinbarung gilt für das laufende Geschäftsjahr bis 31. März 1936. Sie verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von drei Monaten aufgekündigt wird.
Vorstrafen nicht ausreichten, um ihn in Vorbeugungshaft zu bringen. Seine Brüder Franz und Erich verbüßen gegenwärtig in Kopenhagen eine vierjährige Gefängnisstrafe wegen gemeinschaftlichen schweren Diebstahls.
Verheerende Explosion einer Fliegerbombe in Indien.
Bei Abbotabad in Indien explodierte eine große Fliegerbombe beim Ausladen aus einem Flugzeug. Durch die herumfliegenden Splitter wurden fünf Personen getötet und dreißig schwer verletzt. Von den Toten sind drei Engländer und zwei Inder, von den Verletzten 6 Engländer und 24 Inder. Nach der Explosion brach ein Brand aus, der zwei Flugzeuge völlig zerstörte.
Paris—Algier—Paris in zehn Stunden geflogen.
Der französische Flieger M e r m o z führte einen Schnellflug Paris — Algier — Paris aus. Mermoz startete Freitag um 7.45 Uhr in Le Bouraet und legte die 1470 Kilometer lange Strecke nach Algier in 4 Stunden und 5 Minuten zurück. Nach 20 Minuten Aufenthalt in Algier startete der Flieger zum Rückflug. Er landete am Freitag gegen 17.46 Uhr wieder in Le Bourget.
Schweres vrandunglück in Schlesien.
In einer der vergangenen Nächte entstand. auf dem Anwesen des Landwirts Schindler in Hin- darf bei Hirschberg (Schlesien) ein Brand, der sich rasch über das ganze Haus ausbreitete, das auch Stallungen und Scheune umfaßte. Die Frau des Be- fitzers erlitt so schwere Brandwunden, daß sie kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. Ihre 70jährige Mutter, eine Frau Bratsch, verbrannte. Der Besitzer, der Schwiegervater und drei kleine Kinder konnten gerettet werden. Die ganze Besitzung mit sämtlichen Erntevorräten ist niedergebrannt. Die Entstehungsursache ist noch nicht bekannt.
König Leopold und König Gustaf danken für die Beileidstelegramme des Führers.
Der König der Belgier und der König von Schweden haben dem deutschen Reichs- k a n z l e r auf die Beileidstelegramme, die der Führer anläßlich des Ablebens der Königin der Belgier an beide Könige gerichtet hatte, wie folgt geant- wartet:
„lief gerührt über das Mitgefühl, das Eure Ex- zellenz mir in so harter Prüfung ausgedrückt haben, danke ich Ihnen dafür aufrichtigst, ebenso auch dem deutschen Volke, dessen Beileid Sie übermittelt haben. Leopol d."
„Tief erschüttert vom Ableben meiner lieben Nichte sende ich Ihnen meinen wärmsten Dank für so freundliche Anteilnahme. Gustaf." Arbeiter der Stirn und der Faust als Ehrengäste bei der Generalprobe für diMrstaufführung der „Meistersinger-.
Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Die Generalprobe für die Festaufsührung der „Meistersinger" findet am Sonntagnachmittaa im neugestalteten Opernhaus am Ring statt, und zwar als Festvor- führung für sämtliche Unternehmer und Arbeiter, die an dem Umbau m i t gern i r 11 haben. Diese Veranstaltung entspricht einem ausdrücklichen Wunsche des Führers. Oberbürgermeister Liebel ließ deshalb an etwa 1500 Arbeiter der Stirn und der Faust die bei dem Opernhausumbau und im Reichsparteitaggelände während der vergangenen Monate beschäftigt waren, Einladung ergehen. Die Generalprobe^ findet statt unter der Leitung Wilhelm Furt- w ä n g l er s mit den neuen Bühnenbildern von Benno von Arent.
Feierliche Indienststellung des Dampfers „Tannenberg“.
Die feierliche Indienststellung des neuen Schnelldampfers „Tannenberg" durch Reichsverkehrs. Minister o. Eltz-Rübenach fand in Lübeck unter starker Anteilnahme der Bevölkerung statt. Einen wesentlichen Teil der Teilnehmer an der ersten Fahrt des neuen Schiffes stellt die deutsche Jugend. Große Teile der Hitlerjugend werden die Fahrt nach dem deutschen Osten mitmachen und so die Verbundenheit der deutschen Jugend mit dem deutschen Osten bekunden. Lübecks Bürgermeister Dr. Drechsler erklärte, die „Tannenberg" werde das volkstümlichste Schiff Deutschlands fein. Reichs- verkehrsminister v. Eltz-Rübenach übergab dann das neue Schiff mit einer kurzen Ansprache feiner Bestimmung. Als Symbol der deutschen Volksgemeinschaft wird die „Tannenberg" noch im Herbst dieses Jahres Taufende deutscher Dolksge- nassen nach dem deutschen Osten befördern und zur Stärkung der volksgemeinschaftlichen Verbundenheit unseres Ostlandes mit dem übrigen Reich beizutragen.
Erste Probefahrt des „L Z 129“ voraussichtlich am 15. Dezember 1935.
Das im Bau befindliche Luftschiff „L Z 129" wird Anfang Dezember seiner Vollendung entgegengehen. Günstiges Wetter vorausgesetzt, wird die e rfte Probefahrt am 15. Dezember dieses Jahres erfolgen. Der erste Start des neuen Luft- riefen kann sich je nach der Wetterlage noch um einige Tage verschieben.
Zwei Diamantene Hochzeiten an einem Tage.
In dem Westerwaldort Rüscheid konnte an einem der letzten Tage in zwei Fäll en Diamantene Hochzeit gefeiert werden. Die Jubilare sind die Eheleute Johann Peter Siegel und Juliane geb. Seufer sowie die Eheleute Johann Chn- ftian Hutz und Eva Katharina geb. R u nk e l. Beide Ehepaare entstammen alten Westerwälder Dauerngeschlechtern und können auf ein arbettsrei- reiches Leben zurückblicken. Die ganze Dorfgemein, schäft nahm an diesem seltenen Jubelfest herzlichen Anteil.
Einer der Gebrüder Saß bei einem Einbruch festgenommen.
Der 1929 durch den Einbruch bei der Diskonto- bank am Wittenbergplatz in Berlin besonders be- kanntgewordene Max Saß, der in dem dringen- den Verdacht stand, bei diesem Bankeinbruch eine besondere Rolle als Mittäter gespielt zu haben, wurde in einer der letzten Nächte bei einem Ein- b r u ch in eine Apotheke in Wilmersdorf auf frischer Tat überrascht und festgenommen. Max Saß sowie feine Brüder Erich und Franz interessierten die Oeffentlichkeit insofern, als sie stark verdächttg waren, den Einbruch bei der Diskontobank am Wittenbergplatz ausgeführt zu haben. Den Einbrechern sind damals Werte von mehreren Millionen in die Hände gefallen. Alle drei wurden wegen dieser Tat festgenommen und haben längere Zeit in Untersuchungshaft aesessen. Trotz langwieriger Beobachtungen der Kriminaldienst- ftelk E1/4 konnten sie damals nicht restlos über- führt werden. Gegen Max Saß konnten vorläufige Maßnahmen bisher nicht getroffen werden, da feine
Kunst und Wissenschaft.
Neuorganisation der deutschen Vühnenangehörigen.
Auf einer Versammlung der Berliner Bühnentätigen gab der Geschäftsführer der Reichstheaterkammer, Frauenfeld, bedeutsame Entscheidungen auf dem Gebiete der Organisation der deutschen Bühnenangehörigen bekannt. Er teilte mit, daß der Präsident der Reichskultur, tammer, Reichsminister Dr. Goebbels, die Ge- nossenschaft der deutschen Bühnenangehörigen mit Wirkung vom 7. September a u f g e I Ö ft habe. Im Anschluß daran hat der Präsident der Reichstheater, tammer die Auflösung des Deutschen Bühnenver- eins e. V. sowie des Deutschen Chorsängerverban- des und Tänzerbundes, gleichfalls mit Wirkung vom 7. September ungeordnet. An Stelle dieser Organisationen ist die Fachschaft Bühne in der Reichstheaterkammer errichtet worden. Damit ist die große Einheitsorganisation aller Kulturschaf, senden der deutschen Bühne geschaffen worden. Die versammelten Bühnenkünstler nahmen diese Mit- teilung mit lebhaftem Beifall auf.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Don der Rückseite des im Nordoften absteigenden Tiefdruckes her wird Oft- und Mitteleuropa noch immer mit kalter Luft überflutet. Dabei kommt es vornehmlich über Nord- und Ostdeutschland noch zum Auftreten von Schauern, während in West- und Süddeutschland das Zusammensinken der eingedrungenen Kaltluft den Witterungscharakter be- stimmt. Die in der Nacht zum Samstag eingetretene Aufheiterung begünstigte Ausstrahlung und Abkühlung, so daß die Temperatur vielerorts bis auf plus 5 Grad zurückging. Die kräftige Entwicklung des Kaltlufthochs wird vorerst einen Einfluß von lief- druckftörunaen bei uns verhindern.
Aussichten für Sonntag: Vielfach heiter, trocken, nachts sehr frisch, tagsüber etwas wärmer, über Norden nach Westen drehende Winde.
Aussichten für Montag: Vorerst noch Fortdauer der vielfach heiteren Witterung, tagsüber weitere Wärmezunahme.
Lufttemperaturen am 6. September: mittags 16,9 Grad Celsius, abends 10,9 Grad; am 7. September: morgens 9,2 Grad. Maximum 18 Grad, Minimum 6,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. September: abends 15,4 Orab; am 7. September: morgens 13 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer 4,8 Stunden. — Niederschläge 13 mm.
Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35 : 9838. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gMg.


