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der Lage, ihre Zahlungen zu leisten, haben aber trotzdem ihren Verpflichtungen nicht genügt. Sie werden aber auf dem Wege der Beitreibung hierzu gezwungen. Bei der vierten Gruppe handelt es sich um solche Schuldner, bei denen weder Zahlungs­fähigkeit noch Deckung vorhanden ist. Hier wird den Betrag niedergeschlagen (ungefähr 500 Mark). Der Vorschlag wurde von dem Gemeinderat ange­nommen.

wg. Großen-Buseck, 5. Nov. Der hiesige Geflügelzuchtverein veranstaltete am Sonn­tag im Saale des Gastwirts Gans eine Lokal- Geflügelausstellung, mit der eine Der» losuna verbunden war. Äusstellungsleiter war Schlossermeister Heinrich Zecher II. von hier, Preisrichter war der bekannte Geflügelzüchter Otto S ö d l e r (Nieder-Gemünden). Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: Schwarze Italiener: Sehr gut und Ehrenpreis sowie 1. Preis Heinrich Münch; Rebhuhnfarbige Italiener: Sehr gut (Ehrenpreis) Alfred Hahn, ebenso den 1. Preis; Gestreifte Ita­liener: Sehr gut und Ehrenpreis sowie 1. Preis Ludwig Nicolai; Rheinländer: Sehr gut (Ehren­preis) und 1. Preis Gg. Damm, Sehr gut (Ehren­preis) Heinrich Jost; Plymouth: Sehr gut (Ehren­preis) und 1. Preis Heinrich Pfeiffer; Rhodeländer: Sehr gut (Ehrenpreis) Ludwig Nicolai, Sehr gut (1. Preis) Wilhelm Melior; Goldfasanen: Sehr gut (Ehrenpreis) Karl Hillebrecht.

Lollar, 5. Nov. Die Sängervereini­gung L o l l a r veranstaltete am Sonntagabend im SaalbauZur Linde" ein K o n z e r t, bei dem der Musikzug der SA.-Standarte 116 Gießen unter Lei­tung von Musikzugführer Herrmann mitwirkte. Der Verein, der unter Leitung von Chorleiter H. Meyer (Wieseck) steht, brachte in guter Weise einige Kunstchöre zu Gehör, u. a. auch einen Marsch und einen Walzer mit Orchesterbegleitung. Die Chöre fanden, ebenso wie die Musikstücke der SA.-Kapelle, reichen Beifall. Das Konzert wies einen guten Be­such auf.

)( Ruttershausen, 5. Nov. Am Sonntag fand in der evangelischen Kirche zu Kirchberg ein Frauentreffen der fünf Frauenhil­fen des Kirchspiels statt, das dank des guten Wetters und der Vorbereitung glänzend besucht war. Ungefähr 500 Frauen füllten die Kirche. An Stelle der verhinderten Kreisleiterm, Frau K r e u - der- Gießen, war ihre Stellvertreterin, Frau Rau- Klein-Linden, gekommen, die in der Nach­versammlung die Frauen begrüßte und den Jahres­bericht erstattete. Der Nachversammlung ging ein Gottesdienst voraus, in der Propst Knodt- Gie­ßen über Psalm 90, Vers 1, predigte und die Ge­meinde auf die Höhe führte. Je ein dreistimmiger Chor der Frauenhilfen Lollar und Staufenberg (Dirigent: Rektor a. D. D a a b - Lollar) verschönten die Feier. In der Nachversammlung um 16 Uhr hielt den Hauptvortrag die Geschäftsführerin des Verbandes, Fräulein Wahrendorf - Alsbach, überUnsere Winterarbeit". Alle Fragen, die evan­gelische Frauen bewegen, wurden in taktvoller Weise erläutert. Es war fast dunkel, als Pfarrer G u ß - mann nach Verständigung einiger Einladungen der Frauenschaften von Daubringen und Lollar, so­wie nach Mitteilung der beginnenden Winterar­beitsabende mit Gebet die bis zum Schluß andäch­tige Versammlung schloß. Besonderer Dank gebührt der Evangelischen Frauenhilfe von Rutters­hausen, die es sich nicht nehmen ließ, die vielen Gäste gastlich zu bewirten und enttäuscht war, daß es nicht mehr waren.

* Lang-Göns, 6. Nov. Hier vollendete gestern der Landwirt Philipp Keßler sein 70. Lebens­jahr. Herr Keßler war langjähriges Vorstands­mitglied im Landwirtschaftlichen Lokalverein Gießen und ist durch seine Demtschinski-Versuche bekannt ge­worden. Er war der erste in Lang-Göns, der seine Saaten auf 20 Zentimeter drillte und das Hack­verfahren mit gutem Erfolg durchführte. Sein gan­zer Wirtschaftsbetrieb war überhaupt als muster­gültig anzusehen. Dies hat auch nachstehendes Er­gebnis klar bewiesen: die Hessische Landwirtschafts­kammer veranstaltete im Jahre 1913 eine Prämi­ierung landwirtschaftlicher Betriebe unter 150 Mor­gen, bei der sie große Anforderungen stellte. Zu dieser Prämiierung hatte eine Anzahl Landwirte aus allen drei Provinzen ihre Betriebe anaemeldet. Bei der Prüfung ging Keßler unter sämtlichen Bewerbern mit der besten Leistung in Feld und Hof aus dem Wettbewerb hervor. Es wurde ihm von der Landwirtschaftskammcr ein schöner Preis zugestellt. Bedauerlicher Weise leidet der betagte Mann schon seit Jahren an einer unheilbaren Krankheit seiner Glieder und kann sich mit Hilfe zweier Stützen kaum noch fortbemegen.

# Queckborn, 5. Nov. Nach der neuen Ge­meindeordnung hat unser Ort jetzt neben dem B ü r- germeister noch zwei Beigeordnete und vier Gemeinderäte, die von Bürgermeister Horst in ihr Amt einqeführt und verpflichtet wur­den. Es sind nachstehend genannte Einwohner: Jo­hann Heinrich Albert, erster Beigeordneter. Otto Albert, zweiter Beigeordneter; Ludwig Gör- n e r t XV., Wilhelm Schompert, Karl Schä­fer I. und Franz Paul Gemeinderäte. Die Grünberger Straße von der Neumühle bis

£3 und NGKK.

Don Kraftsahrinspekieur West, Gruppenführer Seydel.

Wenn am 9. November 1935, dem Tage, an dem sich das Münchener Blutopfer zum zwölften Male jährt, eine stattliche Zahl von Hitler-Jungen in das National-Sozialistische Kraftfahrer-Korps übertritt, so vollzieht sich damit ein Akt tiefer Symbolik, zeigt sich darin jene nie versiegende Lebenskraft und Ju­gendfrische der nationalsozialistischen Bewegung, die diesem machtvollen Bau völkischen Denkens Ewig- keitsbestano sichert.

Gleichzeitig wirkt sich mit diesem Uebertritt zum ersten Male eine Vereinbarung zwischen dem Korps­führer Hühnlein und dem Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch praktisch aus, wonach das NSKK. zukünftig feinen Jugend-Nachwuchs aus­schließlich den Reihen der HI. entnimmt.

Beide ZHomente legen uns verantwortungs- reiche, aber ehrenvolle Verpflichtung auf. Dir wollen und werden den motorsportbegeisterten Jungen treue Kameraden sein. 3n unseren Ein­heiten, auf unseren Motorsportschulen und bei unseren motorsporklichen Veranstaltungen wer­den wir sie zu tauglichen Gliedern eines gesun­den, starken und ehrliebenden Geschlechtes er­ziehen.

Ernste und vielgestaltige Arbeit werden diese Jungmannen bei uns finden; Arbeit im Dienste für Führer und Volk. Sie werden diese Arbeit erfüllen und die ihrer harrenden Aufgaben lösen können in einer Gemeinschaft von gleichgesinnten, dem Führer verschworenen Kameraden.

So wie schon viele Hunderte Hitlerjungen mit

großer Liebe und Begeisterung ihre motorsportliche Ausbildung in unseren Schulen suchten und fanden, so wie wir in vollstem Verantwortungsbewußtsein die uns vom Reichsjugendführer übertragene plan­mäßige Ausbildung der Motorsportscharen der HI. mit ganzer Hingabe übernommen haben, so werden auch die am 9. November zu uns kommenden Hit­lerjungen bei uns herzliche Aufnahme finden: In jenem Geiste, der die SA. in der schweren Kampf­zeit Verfolgungen und Terror siegreich überstehen ließ,

in jener Kameradschaft, die uns zusam­menschweißt über den Tod hinaus, und in jener Vaterlandsliebe, die nur den einen Ge­danken kennt: Deutschland!

So heißen wir Euch denn als Kameraden in un­seren Reihen willkommen! Seid gewiß, daß wir uns der hohen Verantwortung, die Euer Kommen für uns bedeutet, voll bewußt sind, daß wir Euch als uns anvertrautes Gut der Nation gut zu betreuen wissen, daß wir die große Aufgabe, Euch zu voll­wertigen Motorsportmännern heranzubilden, mit ganzer Kraft meistern werden.

Wir grüßen Euch, Kameraden der Hitler-Jugend und verlangen von Euch nur Eins:

Daß Ihr bereit seid mitzumarschieren i m Geiste unseres Führers Adolf Hit­ler, auf daß Ihr Wegbereiter seid dem einen großen Ziel: dem im Nationalsozia- lismus geeinten freien Deutsch­land!

zu unserem Orte, die schon lange in schlechtem Zu­stand war, ist nunmehr neu hergerichtet und da­durch wieder in einen annehmbaren Stand gebracht worden.

(D Bellersheim, 4. Nov. Auf dem Güter- bahnhof Obbornhofen-Bellersheim herrscht zur Zeit starker Betrieb. Durch die hiesige Bäuerliche Genossenschaft und die von Obbornhofen kommen eine größere Anzahl Bahnwagenladungen Speisekartoffeln zum Versand, auch wur­den die ersten Verladungen von Weizen getätigt. Der Grundpreis ist in diesem Monat 20,20 Mark. Dazu kommt noch ein Zuschlag von 15 Pfennigen für je eine Einheit des Hektolitergewichts über 77 Kilogramm. Der Zentner gelbfleischige Eßkar­toffeln wird frei Bahnhof mit 2,78 Mark bezahlt, woran später noch der Frachtanteil zum Abzug ge­bracht wird. Auch der S t ü ck g u t o e r k e h r hat in den letzten Wochen stark zuqenommen.

)( Obbornhofen, 4. Nov. Entgegen der Mitteilung, daß die durch Ruhestandsversetzung freigewordene Pfarrstelle vom benachbarten Bellersheim bis Ostern mitversehen werden sollte, hat der Landesbischof von Hessen-Nassau den Pfar­rer Schäfer von Bischoffen im Taunus mit der Verwaltung der Stelle betraut. Der neue Geistliche hielt gestern im vollbesetzten Gotteshaus seine An­trittspredigt. Er stammt aus Annerod und war mehrere Jahre als Missionar tätig. Da das Pfarr­haus innen neu hergerichtet wird, kann der Umzug nach hier erst mit dem 1. Julmond erfolgen. Nachdem die Gemeindeverwaltung die Orts- atzung über die S ch ä d l ingsbekämp- ung im Obstbau eingeführt hat, wurden die Be- itzer zum Fällen abgängiger Obstbäume aufge­ordert. Gleichzeitig wurde ihnen das Anlegen von Klebgürteln zur Pflicht gemacht. Hier ging die Ge­meinde mit gutem Beispiel voran, indem sie den gesamten gemeindlichen Baumbestand mit Leim­ringen versehen ließ. Im Laufe des Winters soll nach planmäßiger Stamm- und Kronenpflege etwa ein Drittel aller Baumstücke der Karbolineum- spritzung unterworfen werden. Da im hiesigen Gemeindewald die Buchen Überreichen Frucht­ansatz zeigen, wurden acht Hektar Wald mit einem der Forstbehörde gehörigen schweren Grubber be­arbeitet und geeggt, um so ein Saatbett für eine natürliche Verjüngung zu schaffen. Merkwürdigerweise fruchten die Eichen heuer gar nicht, da die Blüte unter den Frühjahrsfrösten ge­litten hat..

Kreis Schotten.

Laubach, 5. Nov. Am Sonntagabend fand im Saale desSolmser Hofes" ein Turn- und Werbeabend der hiesigen Turngemeinde statt, der sich eines guten Besuches erfreute. Für den ersten Teil des Abends war eineVölkische Feierstunde" vorgesehen. Nach dem Einmarsch der Turnerinnen und Turner begrüßte der Vereins­führer Karl V o n - E i f f II. die Volksgenossen. Reallehrer Haas sprach sodann über den hohen Wert des Turnens und die Geschichte der Deutschen Turnerschaft. Anschließend verteilte er zahlreiche Ehrendiplome an die Sieger der Turngemeinde, die an den letztjährigen Turnfesten unseres Gaubezirks teilgenommen hatten. Nach dreifachem Sieg-Heil

auf Führer und Vaterland wurden das Deutschland­lied und das Horst-Wefsel-Lied gesungen. Der zweite Teil der Veranstaltung wurde mit fröhlichem Tur­nen mit und ohne Gerät ausgefüllt. Die exakt aus­geführten Hebungen an Barren und Pferd sowie die Freiübungen, Ballspiele und Reigen der Turne­rinnen wurden beifällig aufgenommen. Zum Schluß wurden noch Pyramiden gestellt und lebende Bilder gezeigt. Anschließender Tanz bei guter Musik be­schloß die in allen Teilen gelungene Veranstaltung.

-T- Groß-Eichen, 5. Nov. Gestern scheuten hier beim Anspannen die Pferde des Landwirts Heinrich Krebs dadurch, daß Dachdecker bei ihren Arbeiten auf dem Dache Ziegelsteine herab­warfen, durch deren Aufschlagen die Pferde er­schreckt wurden. Die Tiere rasten mit einem M i l ch w a g e n und einem Pflug davon, wur­den aber im Dorfe durch das mutige Verhalten der Schmiedefrau Fischer, die ihnen geistes­gegenwärtig mit einem Spaten in der Hand ent­gegentrat, aufgehalten und gegriffen, bevor Unheil entstand. Nur der Pflug und der Milchwagen wur­den beschädigt.

Kreis Bübingen.

ch Nidda, 5. Nov. Bürgermeister Philippi, der am 18. Dezember v. I. zum kommissarischen Bürgermeister unserer Stadt bestimmt und seit dem 10. Januar d. I. die Amtsgeschäfte führt, wurde vor einigen Tagen durch einen Vertreter des Kreis­amtes Büdingen vereidigt. Gleichzeitig wurde auch der zweite Beigeordnete, Kaufmann Karl Singel, vereidigt. Unser Stadtvorstand besteht nun aus dem Bürgermeister, zwei Beigeordneten und acht Rats­mitgliedern.

Kreis Alsfeld.

= er. Homberg, 4. Nov. In der hiesigen Stadthalle fand gestern eine Kundgebung des B e - zirksverbanoes Alsfeld des Reichs- Krieg e r b u n d e s Kyffhäuser und der S A L. zur Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland statt. Nach einem Marsch durch die Stadt unter flotter Marschmusik der SA.-Kapelle begrüßte in der Stadthalle der Bezirksoerbands­führer R e u f ch e r - Alsfeld die Vertreter der Par­tei, der Wehrmacht und die übrigen zahlreichen Volksgenossen, sodann wies er auf das Einrücken der ersten Rekruten auf Grund des Wehrpflicht- Gesetzes hin und brachte in diesem Zusammenhang den herzlichen Dank aller alten ©ofbaten und der übrigen deutschen Männer und Frauen an den Führer und Reichskanzler für seine bis­herige Großtaten des deutschen Ausbaues, insbe­sondere für die Wiederherstellung der deutschen Wehrfreiheit, zum Ausdruck. Anschließend sprach Major a. D. Rietz sch, Hanau, über nas Thema: Das Wesen des nationalsozialistischen Wehrge­setzes". Der Redner stellte dabei die hohen Ziele dieses Gesetzes für das Wohl des ganzen deutschen Volkes klar und überzeugend heraus, gab einen Ueberblick über die wichtigsten Bestimmungen, wobei zer besonders hervorhob, daß das neue Wehrpflicht- Gesetz keinerlei Vorrechte gewährt, sondern in Wirk­lichkeit die gleiche Wehrpflicht feststellt. In ein­drucksvollen Worten brachte er, ebenso wie der Vorredner, den Dank an den Führer für diese

große geschichtliche Tat zum Ausdruck und schloß mit dreimaligem soldatischem Hurra auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, den Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht. Mit einem Schlußwort des Bezirksverbandsführers und drei* maligem Sieg-Heil auf den Führer, sowie dem ge­meinsamen Gesang des Deutschland- und Horst- Wessel-Liedes fand die Kundgebung ihren Abschluß.

n. Flensungen, 5. Nov. Oberforstmeister i. R. Eckstein aus Grünberg konnte dieser Tage im ForstrevierSinnes" einen jungen Keiler im Gewicht von 90 Pfund erlegen.

st. Kirtorf, 5. Nov. In einer Sitzung des Stadtrates wurde zunächst der Waldwirt» s ch a f t s p l a n für das nächste Jahr, der eine Holz- fäUung von 2893 Festmeter vorsieht, genehmigt. Der Bürgermeister gab sodann einen Ueberblick über die im Wege der 21 r beitsbeschaffung durch-

Dein Magen darf dir am 10. November keine Schwierigkeiten machen. Es ist Eintopfsonntag!

^usührende Neugestaltung einer Straße am Fried­hof, bei der für eine Anzahl Volksgenossen Arbeit während des Winters geschaffen werden weit die erwerbslosen Volksgenossen bei diesem Vor­haben nicht beschäftigt werden können, soll ihnen bei der Holzhauerei Arbeit erschlossen werden. Die Ratsherren stimmten der Durchführung dieser Maßnahmen zu. Der Bürgermeister teilte sodann mit, daß der Rathaussaal für die ländliche Be­rufsschule zur Verfügung gestellt werde und der Unterricht das ganze Jahr hindurch jeden Dienstag stattfinden wird. Zum Schluß betonte er noch die Wichtigkeit der Seidenraupenzucht und ermahnte zur regen Mitarbeit auf diesem Ge­biete der deutschen Dersorgungswirtschaft. Sodann wurde die Sitzung in üblicher Weise geschlossen.

Aus aller Wett.

Den morphinlsiischen Ehemann erschossen.

Das Magdeburger Schwurgericht verurteilte die 33jährige Frau Ruth Menshausen wegen Totschlags des Ehemannes zu 6 Monaten Gefängnis. Die Frau hatte ihren 44jährigen Ehemann mit vier Schüssen niedergestreckt. Die Ver­handlung entrollte ein erschütterndes Bild von einer durch Morphinismus zerrütteten Ehe. Die Frau hatte zehn Jahre lang versucht, ihren Mann noch zu heilen. Er hatte eine ganze Reihe von Ent­ziehungskuren gemacht, ist aber immer wieder in sein altes Laster zurückgefallen. 1929 mußte die Frau feststellen, daß ihr Mann ihr auch- die ehe­liche Treue nicht hielt. Es kam zu Auseinander­setzungen. Wiederholt hatte sie die Ehescheidung ein­gereicht, aber immer wieder auf Zureden ihres Mannes die Anträge zurückgezogen. Arn Tage der Tat war der Mann mit feinem Wagen nach Magde­burg gefahren, um, wie feine Frau annehmen mußte, wieder mit feiner (Beliebten zusammenzu­treffen. Der Staatsanwalt beantragte anderthalb Jahre Gefängnis. Das Gericht folgte den Ausfüh­rungen des Verteidigers und erkannte auf die Min­deststrafe von sechs Monaten Gefängnis.

400 Mark in der Haarbürste versteckt.

Bei einer Kontrolle in einem Trierer Hotel nahm die Kriminalpolizei dieser Tage zwei junge Leute aus Berlin fest, die vor einigen Tagen aus Frank­reich über die Grenze abgeschoben worden waren. In Trier hielten sich die beiden in einem Hotel auf, wo sie dem Inhaber roegen ihres eigenartigen Be­nehmens verdächtig vorkamen. Bei der Durchsuchung des Hotelzimmers durch die Kriminalpolizei fand man in einer Haarbürste versteckt vier­hundert Mark in Reichsbanknoten, die angeb­lich aus dem Verkaufserlös ihres Wagens her- rühren sollten. Telegraphische Erkundigungen in Berlin ergaben jedoch, daß die beiden wegen Un­terschlagung steckbrieflich verfolgt wurden. Sie hatten sich, da sie das deutsche Geld wieder aus dem Auslande mitbrachten, auch des Vergehens gegen die Devisenbestimmungen schuldig gemacht. Aas Amtsgericht Trier erließ Haftbefehl.

Führerloses Motorrad überfährt zwei Frauen.

Ein schwerer Unfall ereignete sich auf der Hauptverkehrsstraße in Boppard a. Rh. Ein aus der Richtung St Goar kommender Motorradfahrer wollte einem aus entgegengesetzter Richtung kom­menden Personenwagen ausweichen und kam auf den Bürgersteig. Hierbei wurde er vom Motorrad geschleudert. Das führerlose Motorrad mit Bei­wagen fuhr noch ein Stück auf dem Bürgersteig weiter und riß zwei Frauen zu Boden, die so schwer verletzt wurden, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

R. 5., Gießen. Eine Verleihung des Derwundeten- Abzeichens des Weltkrieges kommt heute nicht mehr in Betracht.

28 Jahren.

In tiefer Trauer:

Statt Karten.

Gießen, den 6. November 1935

6386 D

Für die wohltuenden Beweise inniger Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, insbesondere für die ehrenvollen Nachrufe und herrlichen Kranz­spenden sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.

Frau Katharine Jünger Wwe und Kinder.

Dienstag abend entschlief sanft und viel zu früh unsere liebe, herzensgute

Maritsch Zeidler

versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von

Familie Johann Zeidler.

Gie en (Ludwigstraße 7), den 6. November 1935.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. November, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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Arbettsvergebung.

Die zum Ausbau der Kalholifchen Kirche itt Gießen erforderlichen nachverzeichneten Arbeiten sollen vergeben werden: 6390D

1. Entwäsferungsleitungen.

2. Wasserleitung.

3. Elektrische Leitungen.

4. Zementzugarbeiten und Drahtputzgewölbe.

5. Verputz- und Anstreicherarbeiten.

6. Fenster aus Holz.

7. Verglasung der Kirchenfenster.

8. Lieferung der Rolläden.

9. Schreinerarbeiten.

10. Schlosserardeiten.

11. Eifenarmierte Treppenstufen.

12. Treppenstufen und Wangensteine aus Natur» oder Kunststein.

13. Bodenbelag aus Steinholz.

Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen im katholischen Pfarrhaus, Liebigstrahe 28, von Frei­tag, den 8. d. M., täglich von 9 bis 12 Ahr, zur Ein­sicht offen, wo auch die Vordrucke gegen Erstattung der Kosten erhältlich sind. Die Angebote lind bis spätestens Samstag, den 23. d. 21L, 9 Ayr, ver­schlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen an den

katholischen kirchenvorstand Gieße«.

Nanhläcoa von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder- lldullldauu holten Veröffentlichungen einer Änzeigel