Höri!!!
Höttü!
Aufruf!
gez. Rltler.
gez. Klo ft ermann.
Rückfahrt:
Uhr
Festnahme von ZMderem
an
3.
4.
8.
9.
7.20
7.33
7.43
7.52
8.47
5.
6.
7.
Die bcutfthe Rrbeitsfront 7 ILd.^Gemcinfchaft „firaft öurth frcuöc
Darbietungen;
L. Volksbelustigungen, wis Karusselle, Velodrome und dergleichen,
insbesondere folgende Veranstaltungen:
1. Tanzbelustigungen, Kostümfeste, Maskenbälle, karnevalistische
Der pottzeldirektor:
gez. INeusel.
Die Leiterin der RS.-Frauenschast und des Deutschen Frauenwerks im kreis Gießen:
I.V.: gez. Ilse wrede.
Die llntergauführerin des BdlN.r gez. käthepfeffer.
Die RS.-Frauenschast und das Deutsche Franen- werk werden in Gemeinschaft mit dem Reichsluft- schuhbund im Laufe der nächsten Woche jede Siebener Familie aufsuchen, um auch die Frauen zum Beitritt in den Reichsluftschuhbund aufzufordern. Dies geschieht durch Ausgabe von Anmeldeformularen, die in kürze wieder abgeholt werden.
Es ist nicht allein damit getan, dah der Mann Mitglied des Reichsluflfchuhbundes ist, die Frau soll die Mitgliedschaft ebenfalls erwerben. Der Mitgliedsbeitrag ist so gering, datz er auch von oder für die Frauen getragen werden kann.
Sonderzug zur Ausstellung „Rhein-Mainifche Dirtfchaftsschau" am 8. September.
Die bestellten Fahrkarten können auf der Geschäftsstelle Gießen, Schanzenstraße 18, in den Geschäftsstunden abgeholt werden.
Nachstehend geben wir den Fahrplan für den Honderzug bekannt:
Lollar
Gießen Großen-Linden Lang-Göns Frankfurt (Hbhf.)
an 20.46 ab 20.34 „ 20.26 „ 20.19
ab 19.20
— D i e Deutsche S t e n o g r a f e n s ch a f t, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am morgigen Samstagabend auf der „Karlsruhe" eine Siegerehrung. (Siehe heutige Anzeige.)
Gparerbund Gießen.
Man berichtet uns: In der Monatsversammlung des Sparerbundes leitete an Stelle des verhinderten Ortsgruppenführers der Gruppenrechner die Verhandlungen. Nach kurzer Begrüßung und stillem Gedenken des im August verstorbenen Mitgliedes Küchel hielt Gerichtsreferendar Schneider den angekündigten Vortrag über „Inflation und Nationalsozialismus". Einleitend bemerkte der Redner, das ihm gestellte Thema sei nicht gerade
Am Freitag, 6. September, findet zwischen 17.30 und 19 Uhr anläßlich der Jungmädelwerbewoche ein öffenlliches Dolksliedersingen
statt. Wir singen an folgenden Plätzen: Brandplatz, Kreuzplatz, Plockstraße, am Bahn- Hof, Ecke Bahnhofstraße, Horst-Wessel-Wall.
Kommt alle und hört, wie wir Jungmädel singen!
Heil Hiller!
Die Jungmädeluntergauführerin.
Hinfahrt: Uhr ab
Tretet ein in den Reichslustschutzbund e.V.
in die Reihen derjenigen, die gewillt sind, deutsches Gut und Blut nach besten Kräften zu schützen und zu schirmen.
heil Hitler!
Der Ortsgruppenführer:
gez. W. Poppe.
Der Kreisleiter derRSDAP.: Der Oberbürgermeister:
1) Alle in dem Gemeindebezirk der Stadt Gießen veranstalteten Vergnügungen unterliegen einer Steuer nach den Bestimmungen dieser Steuerordnuna. v .
2) Als steuerpflichtige Vergnügungen im Sinne des Abf. 1 gellen insbesondere folgende Veranstaltungen: _______
Gteuevordmmg
über die Erhebung einer Vergnügungssteuer in der Stabt Gießen
An alle Wem und Volksgenoffen in Gießen!
Iungmädel singen, spielen und tanzen
Deutsche Frauen!
Euer Vaterland ruft Euch! Wollt Ihr zögern, wenn es gilt, das Leben Eurer Kinder zu schützen, wenn es um den Lebenswillen des ganzen Volkes geht?
Ihr seid zuerst berufen, mitzuwirken an der Aufrechterhaltung deutschen Wesens, an der Erstarkung deutscher Jugend!
Keinem andern als Euch ist es so in die Hand gegeben, als Frau und Blutter, aus der tieftnneren Ueberzeugung, aus mütterlicher Verantwortung heraus, als Trägerin des Lebensquells, mitzuarbeiten im Luftschutz, für den Ihr gebraucht werdet.
Wir sind erst im Anfang der umfangreichen Ar- beiten für den Luftschutz. Die Arbeit wächst und mit ihr die Rotwendigkeit der Mitarbeit der
Frau im Lustschutz.
heute mehr denn je werdet Ihr Euer starkes Herz, Euren Abwehrwillen unter Beweis stellen müssen, in einer Zeit, in der es gilt als Kamerad des Mannes alles das zu erfüllen, wozu Ihr durch Euer Amt als Frau und Mutter berufen seid.
Im Luftschutz ist ein großes Feld der Betätigung als Hauswarte, Laienhelferin oder in der Haus- feuerwehr, als Helferin in der Schulung, bei der Unterweisung der Kinder, als Helferin und Referentin der RS.-Frauenfchaft, Rotes Kreuz und BdM. vorhanden.
Darum, deutsche Frauen, folgt dem Rufe, der an Euch ergeht!
am nächsten Sonntag bei den Eltern Nachmittagen der Gießener JungmädelgrUppen. Der Zweck dieser Elternnachmittage ist, daß sich Eltern, Führerinnen und Jungmädel einmal richtig kennenlernen. Ihr sollt den Jungmadeldienst und unsere Jungmädelarbeit nicht immer nur von außen ansehen. Kommt und singt und spielt mit uns! Wir laden ganz besonders die Eltern un» serer neugeworbenen Jungmädel ein. Unsere Elternnachmittage beginnen überall um 15.30 Uhr. Die Jungmädel sagen euch, wo die Elternnachmittage steigen. Der Elternnachmittag der Jungmädel- gruvpe 2/116 Nord wird auf den nächsten Sonntag verschoben.
Heil Hitler!
Die Jungmädeluntergauführerin.
in den Hof eines in der Nähe des Waldes liegenden Häuserblocks verfolgte. In diesem Block wohnt u. a. der schon feit langer Zeit im Verdacht des Wilderns stehende Robert Sommer. In der Wohnung des Sommer, der auf seiner etwa zwei Stunden entfernt gelegenen Arbeitsstelle war, wurde eine überraschende Durchsuchung vorgenommen, die belastendes Material zutage förderte. Da sich das gewilderte Reh nicht in der Wohnung vorfand, wurden Jäger mit einem Jagd- und einem Dackelhund zwecks Verfolgung der gesicherten Schweißfpur zugezogen. Es konnte auch alsbald ein Reh und die zum Wildern eigens hergestellte Flinte im Gebüsch ver- steckt aufgefunden werden. Der auf Grund der Feststellungen an feiner Arbeitsstelle vorläusil fe st genommene 23jährige Sommer hat au Borhalt die Tat zugegeben.
Im Laufe der weiteren Ermittlungen wurde noch am gleichen Tage der mit Sommer in Verbindung stehende 27jährige Joseph Lott aus Rohrdach f e st g e n o m m e n. Lott steht ebenfalls schon lange im Verdacht des Wilderns und wird auch von Sommer und einigen anderen Zeugen belastet.
Beide wurden dem Amtsgericht Ortenberg zugeführt, unter Haftbefehl gestellt und in das Landgerichtsgefängnis Gießen übergeführt.
Gegenwirkungsoersuch durch Deflation zum Te« bei uns herbeigeführt, auch die EmfuhruM des Notopfers, sollte diesem Zwecke dienen. Mit der Demobilisierung der Armee 1918 wurde aber nicht die Demobilisierung der G-ldwir,-bast h-rbeig-. führt Der Wille des Volkes hat dann dazu oe- führt", die damalige Regierung zu veranlassen d,°. fem Uebel zu Leib- zu gehen. Das Ziel de- Na- tionalsozialismus war es. den unlauteren Machen- schäften auf dem Gebiete der G-ldw-rtfchast ° n Ende zu bereiten, Kampf gegen Arbeitslosigkeit, vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Krisen Die Sparer leisten als Mithelfer zum Aufbau wertvolle Arbeit, indem sie das Vertrauen im Volk zur nationalsozialistischen 5“6ru"8 fordern und den Sparsinn anregen. Auf diese Weise werden schädigende Einflüsse von außen gemindert uno der Schutz der Volksgemeinschaft vermehrt, oum Schlüsse feines ausgezeichneten Vortrags führte der Redner noch einige Gedanken des Führers an über Zinsproblem und Geldwesen. Die Versamnuung dankte durch reichen Beifall für die von ruhiger Sachlichkeit getragenen Ausführungen.
Hieran folgten einige geschäftliche Mitteilungen und der Hinweis, daß die nächste Versammlung am 1. Oktober dem Gedenken unseres verstorbenen Reichspräsidenten gewidmet ist. Ferner findet am 12. Oktober ein Kolonialabend statt, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft für koloniale Wiedergewinnung, der auch der Sparerbund angehört.
Rach Dankesworten an den Redner und die Anwesenden wurde die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen.
*
**25Jahre im DienstederStadtGie- ßen. Der Derwaltungsoberinspektor Ingenieur Konrad Dreyer bei der Verwaltung des städtischen Elektrizitätswerkes konnte am 1. September auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste ver Stadt Gießen zurückblicken. Bei einer schlichten Feier an der Arbeitsstätte des Jubilars wurden diesem von dem Leiter der städtischen Betriebe, Direktor Lotz, die herzlichen Glückwünsche des Oberbürgermeisters und der Werkverwaltung, sowie aller übrigen Ar- beitskameraden zum Ausdruck gebracht. Herr Dreyer erfreut sich wegen seiner beruflichen Tüchtigkeit und seines allezeit freundlichen und gefälligen Wesens gegenüber jedermann in weiten Kreisen der Bevölkerung in Stadt und Land großer Wert-
10. Konzerte und sonstige musikalische und gesangliche Aufführungen, Dorträge, Vorlesungen, Deklamationen, Rezitationen, Vorführung der Tanzkunst.
Sportkurfe „Kraft durch Freude".
Heule folgende Sportkurse:
Vor 20 bis 21.15 Uhr: Allgemeine Körperschule, für Frauen und Männer, Lyzeum, Dammstraße.
Don 20 bis 21 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs.
Von 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs.
Von 20.30 bis 21.30 Uhr Schwimmen für Frauen und Männer, Volksbad.
Von 21.30 bis 22.15 Uhr Schwimmen nur für Frauen.
Von 20.30 bis 21.30 Uhr Fröhliche Gymnastik; Lollar, Kantinengebäude der Fa. Buderus.
Maßnahmen zur Jettverbittigung.
DNB. Die von der Reichsregierung zur Verbilligung der Speisefette für die minderbemittelte Bevölkerung getroffenen Maßnahmen werden für die Monate Oktober, November und Dezember 1935 in dem bisherigen Umfange fortgeiührt.
Die Stammabschnitte sind auf rosa Wasserzeichenpapier hergestellt; sie enthalten wieder je drei Preisoerbimgungsscheine A und B sowie einen Bestellschein für drei Pfund Konsummargarine.
Die Ausgabe der Sparabschnitte muh spätestens am 10. Oktober beendet sein.
Es besteht Veranlassuna, darauf hinzuweisen, daß die Scheine nicht bei Abgabe anderer als der auf dem Stammabschnitt bezeichneten Waren in Zahlung genommen und weder vor Beginn, noch nach Ablauf der aufgedruckten Gültigkeitsdauer verwendet werden dürfen. Gegen Verkaufsstellen, die dieser Anordnung zuwiderhandeln, wird eingeschritten werden. Es muß unter allen Umständen verhindert werden, daß Bezugsberechtigte infolge vorzeitiger Verwendung der Scheine im Monat Dezember 1935 nicht mehr in der Lage sind, die verbilligten Speisefette zu erwerben.
Vornotizen.
— Tageskalender für Freitag: NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21.15 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum, Dammstraße; 20 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs, Brandplatz. — Arbeitsdienstabteilung Gießen: 20 Uhr im Saale der Abteilung (Philosophenwald) Kundgebung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Petterson & Bendel".
Die Kriminal Polizei st elle Gießen berichtet uns:
In dem Gemeindewald von Stockheim, und zwar in dem Teil, der zu dem unter Naturschutz gestellten G l a u b e r g gehört, wurde in der letzten Zeit stark gewildert, ohne daß bisher eine Ermittlung der Täter erfolgen konnte, obschon in Stockheim und Umgegend einige Bewohner stark im Verdacht standen, dem frevelhaften Tun nach- zugehen. ~
Am 3. September gegen 5.30 Uhr hörten Frauen, die in den fraglichen Wald gingen, um Brombeeren zu suchen, einen Schuß fallen und ein Stück Wild klagen. Kurz darauf sahen sie einen Mann in gebückter Haltung, ein Reh hinter sich n a ch s ch l e i f e n d , den Wald hinunterlaufen und im Brombeergebüsch verschwinden. Gegen Mittag teilten die Frauen ihre Wahrnehmung einem Jäger mit, der die zuständige Gendarmerie verständigte. Diese teilte den Vorgang der Kriminalpolizeistelle Gießen mit und bat um Unterstützung und Entsendung eines Suchhundes.
Am Tatort mürbe der Suchhund „Carmen an der zurückgelassenen Täterspur anaesetzt, der die Spur durch den Wald, Über ein Wiesenstück, an einem weiteren Waldstück und Gärten entlang bis
** Au s der Sängerbeweaung. Vom Deutschen Sängerbund, Gau XII, Hessen-Darmstadt (Hessischer Sängerbund), ist Sangesbruder Walter Geilfus (Bauerfcher Gesangverein Gießen) zum Kreispressewart besttmmt worden.
** Arbeitsvergebung. Die Direktion der tädtischen Betriebe schreibt in unserem heutigen llnzeigenteil die Herstellung von Kabelgräben m einer Länge von etwa 1600 Meter für das Elektri» zitätswerk aus. Interessenten seien auf diese neue Arbeitsgelegenheit besonders hingewiesen.
** ©einen f cf) m er en Verletzungen erlegen. Der vor einigen Tagen bei einem plötzlichen Erdrutsch auf der Grube „A b e n d st e r n" bei Hungen verschüttete und mit schweren inneren Verletzungen geborgene Bergmann Richard R ö h - r i g aus Rabertshausen bei Hungen ist gestern abend hier in der Chirurgischen Klinik seinen schweren Verletzungen erlegen.
** Bei jedem Finanzamt Buchführungslehrgänge. Der Reichsfinanzminister hat angeordnet, daß spätestens im April 1936 all« Beamten der Reichssteuerverwaltung mit der Buchführung und dem Abschluß- und Bilanzwesen vertraut fein müssen. Anfang Oktober fei bei jedem Landessinanzamt und bei jedem Finanzamt mindestens ein Lehrgang für Buchführung und Ab- schluß- und Finanzwesen einzurichten. Zur Teilnahme^ sind alle Beamten dienstlich verpflichtet, die in der Veranlagung, in der Erhebung und Beitreibung oder irt der Betriebsprüfung beschäftigt sind. Als Lehrstoff dienen die Vorträge, die Staatssekretär Reinhardt auf den fachwissenschaftlicken Tagungen in Eisenach und Dresden gehalten hat.
Elf Kommunisten verurteilt.
LPD. Darmstadt, 5. Sept. Dor dem Strafsenat des Hessischen Oberlandesgerichts hatten sich elf Angeklagte aus der Offenbacher Gegend zu verantworten. Sie waren beschuwigt, sich zum Teil bis in die letzte Zeit hinein hochverräterisch betätigt und für die verbotene KPD. durch Mitgliederwerbung gewirkt zu haben. Die Ange- klagten wurden nach eingehender Beweisaufnahme zu folgenden Strafen verurteilt: Der 26jährige Karl Zängerle aus Langen zu 6 Jahren Zuchthaus, der 31jährige Ludwig Grebe aus Bieber, der 36jährige Heinrich Weilmünster IX. aus Dietzenbach und der 28jährige Kasper Hofmann aus Mühlheim zu j e 3Vz Jahren Zuchthaus, der 35jährige Christ. Bauer aus Bieber, der 40jährige Joh. Markert aus Dietesheim, der 27jährige Emil Spahn aus Dietesheim und der 23jährige Emil Spahn aus Mühlheim zu je 3 Jahren Zuchthaus, der 33- jährige Andreas Staab aus Dietesheim zu 2Vt Jahr en Zuchthaus , der 29jährige Theodor Waldmann aus Bieber und der 32jährige Josef Spielmann aus Dietesheim zu je 3 Iahren Gefängnis. Zängerle wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre, allen übrigen zu Zuchthaus Verurteilten auf 5 Jahre aberkannt; außerdem wurde die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht aus- gesprochen.
Auf Grund des Artikels III § 1 der Bestimmungen über die Der- cmügungssteuer in der Fassung der Bekanntmachungen vom 7. Juni 1933 (RGBl. I S. 351) und 15. Januar 1934 (RGBl. I S. 35) wird nach Beratung mit den Stadtratsmitgliedern und mit Genehmigung ‘ des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — Abteilung Ib oom 3. Juli 1935 Nr. Ib 31104 für den Gemarkungsbezirk der Stadt Gießen folgende Steuerordnung erlassen:
I. Allgemeine Bestimmungen.
8 1.
Steuerpflichtige Veranstaltungen.
Schaukeln, Rutsch- und ähnliche Bahnen, Hippodrome, Schieß- buben, Geschicklicykeitsspiele, Würfelbuden, Veranstaltungen zum Ausspielen von Geld ober Gegenständen, Glücksräder, Schaustellungen jeglicher Art, sowie Ausstellungen und Museen, soweit sie Erwerbszwecken dienen, Figurenkabinette, Panoramen, Panoptiken, Vorführungen abgerichteter Tiere, Menagerien und dgl.; Zirkus-, Spezialitäten-, Variete-, Tingeltangel - Vorstellungen, Kabarette;
Vorrichtungen zur mechanischen Wiedergabe musikalischer Stücke oder Deklamationen;
Rundfunkempfangsanlagen;
Sportliche «Veranstaltungen;
Vorführungen von Licht- und Schattenbildern, soweit sie Er- werbszwecken dienen, Puppen- und Marionettentheater;
Vorführungen von Bildstreifen;
Theatervorstellungen, Ballette;
3) Die Annahme einer Vergnügung im Sinne dieser Steuerord- nung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß die Veranstaltung gleichzeitig auch noch erbauenden, belehrenden ober anberen nicht als Vergnügungen anzusehenden Zwecken bient ober daß ber Unternehmer nicht die Absicht hat, eine Vergnügung zu veranstalten.
8 2.
Steuerfreie Veranstaltungen.
1) Der Steuer unterliegen nicht:
1- Veranstaltungen, die lediglich dem Unterricht an öffentlichen oder erlaubten privaten Unterrichtsanftalten dienen oder mit Genehmigung oer Schulbehörde hauptsächlich für Schüler solcher An< stalten und deren Angehörige bargeboten werden, sowie Volks- Hochschulkurse;
2. Veranstaltungen, deren Ertrag ausschließlich und unmittelbar zll vorher anzugebenden mildtätigen Zwecken verwendet wird, foferlt keine Tanzbelustigungen damit verbunden sind;
3. Veranstaltungen, die der Jugendpflege dienen, sofern sie hauptsächlich für Jugendliche und deren Angehörige bargeboten werde» und keine Tanzbelustigungen damit verbunden sind;
nat Worms, mit Wirkung vom 16. Juli 1935 ab; ber Pfarroerwalter Willi Hörnle zu Güttersbach, Dekanat Erbach, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Rimbach, Dekanat Zwingenberg, mit Wirkung vom 1. August 1935 ab; der Pfarrer Hans Keller an der Kreuzkirche zu Wiesbaden zum Dekanstelloer- freter des Dekanats Wiesbaden-Stadt, mit Wirkung vom 17. Juli 1935 ab.
In den Ruhestand versetzt wurden auf Antrag: der Pfarrer Friedrich Hünemörder zu Frankfurt a. M.-Niederursel, Dekanat Fankfurt am Main-Ost, mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 ab; der Pfarrer und Dekan Johannes Engel zu Obbornhofen, Dekanat Hungen, mit Wirkung oom 1. November 1935 ab; der Pfarrer Jakob Kraus zu Eschenrod, Dekanat Schotten, mit Wirkung vom 1. November 1935 ab; der Pfarrer Jakob Durst zu Armsheim, Dekanat Alzey, mit Wirkung oom 1. Oktober 1935 ab.
Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Süd.
Am Montag, 9. September, und Dienstag, 10. September, findet in der Ortsgruppe Gießen-Süd durch die NS. - Frauenschaft die O p f e r r i n g s a m m - lung (Lebensmittelsammlung) für die NS.-Volks- wohlfahrt statt. Es wird gebeten, die Lebensmittelspende (Pfundpakete) zur Abholung bereitzuhalten.
NSV., Ortsgruppe Sießeu-Nord.
Montag, 9. d. M., findet die Einziehung des Lebensmittelopferringes für den Monat September statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Spenden bereitzuhalten und den Inhalt auf die Umhüllungen zu schreiben.
Deutsche Arbeitsfront.
Abteilung für Ardeitssührung und Verufserziehung. Achtung! Beginn der Lehrgänge in Kurzschrift und Maschinenschreiben.
Die ausgeschriebenen Lehrgänge beginnen am Montag und Dienstag der kommenden Woche zu den in unserem Arbeitsplan angegebenen Zeiten. Sämtliche Lehrgänge finden im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Gießen, Lonyftraße 18, statt.
angenehm, jedoch fei es notwendig, unser Volk über Fragen der Geldwirtschaft ständig 3U belehren, zumal es immer wieder Leute gibt, die mit irreführenden Gesprächen das Vertrauen in die nationalsozialistische Staatsführung zu untergraben suchen. Ausgehend von dem früher üblichen Austausch — Ware gegen Ware — behandelte der Redner die Entwicklung des Geldwesens und der Geldsorten. Geld ist durch Gewohnheit Zahlungsmittel geworden. Zügellose Vermehrung ohne Rücksicht auf Bedarf bedeutet Inflation. Auch Einwirkungen vom Ausland, wie Zinsendienst, Schuldentilgung, können die Inflation weiter treiben. Jnflationisten gab es schon im amerikanischen Krieg der Nord- und Südstaaten, die sich den Bruderkampf zunutze machten.


