Ausgabe 
31.7.1933 Frühausgabe
 
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9.4.-fpor/

Oer ireichö-Sportführerring in Stuttgart.

2m festlich geschmückten großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses, in dem auch die Fahnen der Deutschen Turnerschaft Aufstellung gesunden hatten, fand am Freitag die zweite Sitzung des Reichsführerringes des Deutschen Sports unter dem Vorsitz des Reichssportführers von T sch a mmer-Ost en aus Anlaß und im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Stuttgart statt. Die einzelnen Derbandsführer referierten über die bisher von ihnen geleistete Arbeit. Der Rcichssportführer gab dem Wunsch Ausdruck, daß die einzelnen Verbandsführer in Stuttgart Gelegenheit nehmen, die Arbeit der Deutschen Turnerschast unmittelbar zu erleben. Als Gäste wohnten der Sitzung Vertreter der Reichswehr und der Reichsmarine sowie der engere Aus­schuß der DT. bei.

Schweres Motorrad-Ltnglück im Deutschen Stadion.

3 Tote, 18 Schwerverletzte.

Bei dem Sportfest am Sonntag im Deutschen Stadion ereignete sich beim Motorradrennen ein sehr schweres Unglück. Die beiden bekannten Fah- rer H e r z o a e n r a t h , Köln, und W e m h ö n e r, Bielefeld, passierten zu gleicher Zeit den Zielstreifen dicht beieinander, so daß Herzogenrath sich gezwun­gen sah, seinen Gegner mit der Hand abzuwehren. Die Fahrer, die etwa mit 100 Kilometer Geschwin­digkeit fuhren, kamen in der Kurve zu Fall, wobei Wemhöner über die erhöhte Barriere hinaus in die Zuschauermenge stürzte. Dagegen wurde Herzogen­rath in den Jnnenraum des Stadions geschleudert. Durch dieses Unglück sind 18 Schwerverletzte zu beklagen, ein SA.-Mann und zwei Hitlerjungen er­

lagen kurz nach der Katastrophe den schweren Ver- letzungen. Die beiden Fahrer erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Ihre Fahrzeuge wurden be» schlagnahmt. Die Beranstaltung ist sofort abgebro­chen worden.

Veranstalter des Motorradrennens war der Mo­torsportklub Berlin. Der Beranstaltcr ist wie jetzt festgestellt wurde, ausdrücklich gewarnt worden, die Kuvvenplätze zu besetzen, da in den Kurven bei einer solchen Veranstaltung leicht ein Unglück passieren kann. Trotzdem wurden die Kuroenplätze freigegeben und dicht besetzt. Von den Verletzten gehören die meisten der Hitlerjugend an, da die Motorräder gerade in eine Hitler-Jugend­gruppe hineinflogen.

Glanz-Leistungen beim Aachener Reitturnier.

Beim Aachener Reitturnier voUbrachte am Freitag im Fastrada-Preis Oblt. Hasse mit Aar II eine wirkliche Glanzleistung. In der zweiten Abteilung dieses schweren Jagdspringens über zwei verschiedene Bahnen als Erste wurde der Große Preis von Aachen gewertet schälten sich vier Pferde für das Stechen heraus. Zuerst schieden Coclite (Capt. Keckler) und Daron (E. Hoesch) aus, und unter atemloser Spannung traten Aar II und Bismarck (Oblt. v. P l o e tz) zum dritten Gang an, als die Mauer bereits auf 2 Meter erhöht worden war. Aar II übersprang sowohl ein breites Doppelrick als auch die 2-Meter-Mauer glatt und wurde Sieger, da Bismarck eine Stange des Ricks abgeworfen hatte, aber ebenfalls die 2 Meter glatt bewältigte. Stürmischer Jubel belohnte Reiter und Pferde für ihre grandiosen Leistungen, die noch an Wert gewinnen, wenn man berücksichtigt, daß vor weni­gen Tagen im Hochspringen der Sieg schon bei 1,80 Meter vergeben wurde.

Das 15. Deutsche Turnfest.

Weitere Entscheidungen am Freitagabend.

Im Laufe des Freitagabends fielen in Stuttgart noch in verschiedenen Wettbewerben weitere Ent­scheidungen. Außerdem gab es in der Hauptkampf­bahn vor 50 000 begeisterten Zuschauern eine An­zahl von Sondervorführungen der ver- schieüensten turnerischen Hebungen und Bewegungs- formen. Die Dunkelheit war bereits längst herein- gebrochen, als zum Schluß noch die Meisterschule Hannover unter Leitung von Carl Loges in die Kampfbahn trat. Hier sah man. Gipfelleistungen von turnerischen, rhythmischen und tänzerischen Darbietungen. Den Abschluß bildete die Urauffüh­rung des Sprech- und BewegungschoresAufbruch" von Rudolf Bach. Als die letzten Worte des Chores verklungen waren, stimmte die Menge spontan das Dc^irschland-Lied an.

Ueber die Bewertungdes Gauturnens, an dem bekanntlich 42 000 Turner und 15 000 Tur­nerinnen teilnahmen, hörte man, daß alle Gaue mit dem PrädikatSehr gut" ausgezeichnet wor­den find.

In den späten Abendstunden wurden auch die Kampfe im Florettfechten abgeschlossen. Gegen Mitternacht wurden die folgenden Ergebnisse mitgeteilt: Florettfechten der Turner: 1. Heim, To. Offenbach, 8 Siege; 2. Kolbinger, München, 7 Siege; 3. Thomson, Offenbach, 6 Siege; 4. Wollermann, Hannover, 4 Siege; 5. Jakob, Frankfurt, 3 Siege. Florettfechten der Turnerinnen: 1. Olga Oelkers Tv. Offenbach, 8 Siege; 2. Ella Haß, Tv. Offenbach, 7 Siege; 3. I. Jüngst, TG. Bürgel bei Of enbach, 6 Siege; 4. Heyer, Köln; 5. Oslob, Leipzig.

Die Ruderregatta des Akademischen Tur­ner-Bundes auf dem Neckar erbrachte folgende Sie­ger: Zweiter Vierer: ATV. Berlin; Zweiter Gig- Vierer: Schwaben Heilbronn; Erster Vierer: Ulmer RG. Donau; Erster Einer: Steinke, Cannstatt; Gig. Vierer: Schwaben Heilbronn; Ermunterungs-Vie- rer: Kurmark Berlin; Gefallenen-Gedächtnis-Achter- Ulmer RG. Donau; 2. Cannstatt.

Oer Samstag. - Abschluß der Wett­kämpfe.

Der letzte Wettkampftag des Deutschen Turnfestes begann bei strahlend blauem Himmel. Von früh 6 Uhr ab bis in die späten Abendstunden hinein kämpften noch einmal auf allen Bahnen Tau ende von Turnern um den schlichten Eichenkranz, der den Turnfestsieger auszeichnet. Schlag auf Schlag fielen allenthalben die Entscheidungen. Gute Leistungen tonnten verzeichnet werden. Zwischendurch gab es auch wieder eine Anzahl von Sonder-Vorführungen

So begeisterten sich am Vormittag 30 000 Zuschauer in der Hauptkampfbahn an dem Turnen der Schweizer aus Zürich und St. Gallen. Weiter sind zu erwähnen das Singen und Tanzen der Ju­gend auf verschiedenen Plätzen der Stadt; das Tur- nen der württembergischen Schutzpolizei; dieVor- sührungen der Wehrmacht", durch den Lehrgang für Leibesübungen in Wünsdorf und Mürwyk, so- wie schließlich dieN a t i o n a l e F e i e r st u n d e". Ein Riesenheer von Turnern und Turnerinnen aller Gaue marschierte zu dieser Feierstunde hinter einem Wald von Bannern auf der Festwiese auf. Macht- voll ertönte das gemeinsame LiedTurner auf zum Streite". Dem Deutschlandlied schloß sich ein er­hebendes Gelöbnis der Massen zu Volk und Vater- land an.

Oie Entscheidungen des Samstags.

Handball-Endspiel: ATG. Gcra schlägt TSV. Eßlingen 4:3 n. Derläng.

Faust ball, Klasse I Endspiel: TG. Schweinfurt besiegt Hamburg-Rothenburgsort 42:21 (20:10); Titelverteidiger Licht-Luftbad in der Vorentscheidung gegen Rothenburgsort aus- geschieden.

Wasserball-Endspiel: TG. Mühl- hausen Turnklub Hannover 8:5 (3:2).

Schlagball-Endspiel (Turner): Gut Heil Arbergen schlägt Jahn Westerbauer Hagen mit 47:30 (38:7).

Tennis - Endspiele : Herren - Einzel: Wille Stuttgart Mertus-Hindenburg 6:3, 8:6; Damen-Einzel: Maria Wacker Dresden Lotte Wistinghausen Raumburg 6:2, 6:0; Herren-Dop- pel: Wille/Baumann (Stuttgart) Held/Schrö- ter (Anhalt) 6:3, 6:2; Damen-Doppel: Wisting- hausen/Hohn (Raumburg) John/Roth (An­halt) 2:6, 6:1, 6:1; Gemischtes Doppel: Maria Wacker/Rudolph (Dresden) Frl. Roloff/Preu- ßer (Köln) 6:2, 4:6, 6:4.

Rugby Freundschaftsspiel: Heidelberger Tv. 46 Tv. 60 Frankfurt 8:8. .^LcinIaIiberf^icf3cn: 1. Mühleis-Älm 101 P., 2. Waldmann-Ludwigshafen.

Handball: Sachsen schlägt Schwaben 7:5 (5:4).

Ringen: Griechisch-römisch: Sieger vom Ban­tam- bis Schwergewicht aufwärts: Grau-Cann- statt; Hering-München, Beck-Cannstadt, Ehrl- München, Haer-Stuttgart, Stein-Stuttgart, Jllin- ger-Murhardt; Freier Stil: Sieger von der Kmssc I bis IV aufwärts: Sammer-Zwoda/Sa., N^monn-Haßloch/Pfl., Knust-Laudenbach/ Pfl., Reubauer-Haßloch.

ot»ä e 5? CJV ® n f f c 1 6 u n 9: 1. Heim, Oskfenbach, acht Siege; 2. Wahl, Tv. 60 Franko

furt, sieben Siege; 3. Esser, Düsseldorf; 4. Kro­nenberg, Barmen; 5. Dauer, Eintracht Frankfurt; 6. Jakob, Tv. 60 Frankfurt.

Leichtathletik: 100 Meter: 1. Lammers, Oldenburg, 10,8 Sek.; 400 Meter: 1. Single, Eß­lingen, 51,2 Sek.; 1000 Meter: 1. Mertens, Wit­tenberg, 2:30,8 Min. (neue DT.-Bestleistung); 5000 Meter: Syring, Wittenberg, 15:36,5 Min.; 110 Meter Hürden: 1. Wegener, Schöneberg, 15 Sek.; 4X100 Meter: Orpo Oldenburg, 44,1 Sek.' 5000 Meter: KTV- Wittenberg, 7:50,6 Min.;' Diskus: Stöck, Greifswald, 43,36 Meter; Speer: Stöck, Greifswald, 65,85 Meter; Weitsprung: Storz, Alpirsbach, 6,91 Meter; Stabhoch: Müller, Kuchen, 3,85 Meter; Hochsprung: Dornhöft, Lirn- bach, 1,90 Meter; 15 - Kilometer - Straßenlauf: 1. Wirth, Karlsruhe, 53:16 Min.; Steinstoßen: Bulst, Breslau, 10,06 Meter; Dreisprung: Drexel, Dresden, 13,77 Meter. Turnerinnen: 100 Mtr.: Dörfeldt, Karlshorst, 12,5 Sek.; 80 Meter Hürden: Rotte, Düsseldorf, 12,5 Sek.; 4x100 Meter: Tv. 46 Barmen, 52,1 Sek.; Hochsprung: Rotte, Düssel­dorf, 1,58 Meter; Speer: Schumann, Essen, 41,92 Meter (neue DT.-Bestleistung); Kugelstoßen: Frau Schröder, Mundenheim, 12,93 Meter; Weit­sprung: Mauermeyer, München, 5,38 Meter; Kugelstoßen (Turner): Vogl, Passau, 14,71 Meter.

Schwimmen: Die wichtigsten der Entschei­dungen des Samstags waren: 4x50 Meter Kraul (Frauen): Hamburger Tbd., 2:23 Min. (neue DT.-Bestleistung); Turmspringen (Turner): Storck, Frankfurt, 137 Punkte; Kunstspringen (Frauen): Kapp, Frankfurt, 130,70 P.; 4X100 Meter Kraul (Turner): Bode, Osnabrück, 5:43,2 Min.; 200 Meter Rücken (Frauen): Wägerle, Pforzheim, 3:35,3 Min-: Reunkampf (Turnerinnen): Kapp, Frankfurt. 170,65 Punkte.

©er Jestzug.

Der Haupttag des Deutschen Turnfestes wurde mit drei gewaltigen Festzügen der DT. einge­leitet. Von verschiedenen Punkten der Stadt bewegten sich Züge, von denen jeder 40 000 Teil­nehmer aufwies, durch die Straßen Stuttgarts, um dann im Hof des neuen Schlosses zuscunmen- zutreffen, wo sie in verschiedenen Richtungen aneinander vorbeigeführt wurden. Den Tausenden von Zuschauern bot sich ein Bild von überwälti­gender Schönheit dar. Unter dem Mittelbalkon pes Schlosses hatten Vizekanzler v. Papen, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsstatthalter Murr und die Mitglieder der württembergischen Staatsregierung Aufstellung genommen. Ferner sah man Reichsstatthalter S a u ck e l - Thüringen, den Reichsstatthalter von Sachsen, Mutsch- mann, Ministerpräsident Dr. Wer­ne r-H e s s e n und Prinz A u g u st W i l h e l m.

Die Straßen Stuttgarts, durch die sich die Fest­zuge bewegten, waren von riesigen Menschenmengen umsäumt. Um 9 Uhr verkündeten drei Kanonen- schlüge den Beginn des Festzuges. Der erste Zug wurde durch das Trommler- und Pfeiferkorps der Turner eröffnet, gefolgt von zahlreichen SA.- und Stahlhelmformationen. Es folgte die akademische Turnerschaft mit ihren Chargierten. Dann kamen die ausländischen Gäste und anschließend die Reihen der DT., zunächst die Hannoveraner, dann die Rheinländer, zwischendurch Rudersportler, anschlie- ßend die westfälische Turnerschaft mit den Symbo­len ihrer Industriegebiete. Es folgten die Pommern, der Kreis Berlin und Brandenburg darunter Spree­wälderinnen in ihren kleidsamen Trachten. Jubelnd begrüßt wurden zum Teil die verblichenen und zerschlissenen Fahnen des Kreises Unterweser-Ems, auch die Oldenburger mit einer originellen Fischer­trachtengruppe ernteten starken Beifall. Den Schluß bildete der Turnkreis Schwaben.

Der 2. F e st z u g wurde vom Kreise Oberweser mit einem Heer von Fahnen und Bannern er­öffnet. Dann folgten Mittelrhein und West­falen-Lippe. Starken Beifall fand die Abteilung Ruhr, in ihrer dunklen ernten Bergmannstracht. In riesigem Zuge folgte dann der große Turn- kreis Schlesien mit einem Trachtenzug aus dem Riesengcbirge. Den Schlesiern folgte der Turn­kreis Rordosten. In Unterreihe schlossen sich dann an der Kreis Rorden mit einer Gruppe Helgoländer-Tracht und der Kreis Bayern.

Der 3. Z u g umfaßte die Sachsen, die Badener und Pfälzer. Die Sachsen belebten das Bild durch volkstümliche Darstellungen ihrer heimat­lichen Industrien. Auch Baden beschränkte sich nicht nur auf das Turnerische, sondern zeigte tvas das Musterländle an landschaftlichen Schönheiten besitzt und worin die Eigenart seiner Schwarzwälder Industrie besteht. Bon Heiterkeit und Lebenslust war der Zug der Pfälzer begleitet. Den Abschluß bildeten die Wagen mit ehr­würdigen Schwabenbannern aus der Gründungs­zeit der schwäbischen Turnvereine.

©er Abschluß des Festes.

Mit einer geradezu überwältigenden Feier auf der großen Festwiese fand am Sonntagnachmittag das Deutsche Turnfest in Stuttgart seinen Ab-

schluh. Zu Hunderttausenden strömten die Men­schen nach Cannstatt, wo man trotz bester Or­ganisation schließlich selbst im Auto oder in der Straßenbahn nur. noch schrittweise vorwärts kam. Einem Militärkonzert folgte auf der Festwiese ein Tanz von 1 3 0 0 0 Turnerinnen. Der Segelflieger Wolf H i r t h landete nach schönem Kunstflug in der Mitte der Festwiese. 2 0 0 Speerwerfer warfen gleichzeitig ihre Speere.

Ein Jubelsturm ohnegleichen kündete sodann ge­gen 16.20 Uhr

die Ankunft des Volkskanzlers

an. Immer wieder brachen neue Ovationen für den Führer los. Dann zeigten 30 Spielgruppen der Jugend heitere Spiele und Kämpfe. Die Staffel sämtlicher Gaue der DT. wurde nach schönem Kampf von Schwaben vor Bran­denburg, Rheinland und Sachsen gewonnen.

Den Höhepunkt des Tages leitete der Auf­marsch der 42 0 0 0 Turner und 17 000 Tu rnerinnen in 50 blauen und weißen Säulen ein. Rach vollendetem Einmarsch ritt das Reiterregiment 18 mit seiner Regimentskapelle auf das Feld ein. Eine Artilleriesalve donnerte über das Feld, als sich zu Ehren der Gefallenen der Faynenwald senkte und die Menge in Schweigen verharrt?. Dann kam es zu den Massen- die noch einmal unvergeß­liche Bilder vermittelten. Sie schlossen mit dem Deutschlandlied und dem Riederländischen Dank­gebet. Es erschienen nun die Kranzmädchen, um den Siegern die Cichenkränze aufzusehen. Reichs- sportfuhrer v. Tscharnmer-Osten spracht Worte des Dankes an die Sieger, um dann dem Reichskanzler das Treuegelöbnis der Turner zu übermitteln. Von immer neuen Begeisterungs­stürmen umtost, hielt dann Volkskanzler Adolf Hitler seine Rede, die von 300 000 Menschen mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel- Lied abgeschlossen wurde.

Damit hatte das 15. Deutsche Turnfest seinen Abschluß gefunden. Langsam leerten sich die wei­ten Felder, die in diesen Tagen ein Fest von packender Größe sahen.

Wirischast.

10/42 Milliarden Sparkasseneinlagen Ende Juni.

Die Sparkasseneinlagen bei den deutschen Spar­kassen beliefen sich Ende Juni auf 10 467,3 Mill. Mk. und sind somit gegenüber Ultimo Mai, wo sie 10 477,7 Mill. Mk. betrugen, fast unverändert. Der Berichtsmonat ergibt eine kleine Abnahme der Einlagen um 10,45 Mill. Mk. gegenüber einer Zunahme von 19,13 Mill. Mk. im Mai.

Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 381,79 (422,71) Mill. Mk., davon aus Aufwer­tung 3,65 (7,63) und aus Zinsgutschriften 8,17 (5,59) Mill. Mk., während sich andererseits die' Auszahlungen auf 393,74 (405,25) Mill. Mk. stellten. Die Depositen-, Giro- und Kontokorrent­einlagen betrugen Ende Juni 1109,76 Mill. Mk. gegenüber 1125,79 Mill. Mk. Ende Mai 1933.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 29. Juli. Obwohl die Er­zeugung in deutscher und holländischer Butter in- olge der heißen Witterung sehr knapp ist, über- chreitet sie immer noch erheblich den Bedarf, der leben der Reise- und Ferienzeit in den Städten tarf verringert ist, und auch durch das bevor- tehende Monatsende eine merkliche Einschränkung erfahren hat. Die Stimmung blieb indessen anhal­tend fest, für deutsche Butter verlangte man unver­ändert 128 bis 130 Mark, während holländische Butter mit 130 bis 135 um 2 bis 3 Mark höher lag. Spitzenqualitäten waren stark vernachlässigt, während billige Sorten seitens des Handels stark gesucht blieben, die aber nicht annähernd im be­nötigten Umfang beschafft werden können, wobei auch der Eigenbedarf auf dem Lande während der Erntezeit mitsprechen dürfte.

Frankfurter Eiermarkt.

Franks u rt a. M, 29. Juli. Die Stimmung blieb zwar zuversichtlich, der näherrückende III- timo J^at auf den Absatz aber einen sehr nachteili­gen Einfluß genommen, so daß die seither nur schwache Geschäftstätigkeit fast zum Erliegen kam; es wurden nur Käufe für den notwendigsten Be­darf vorgenommen. Die Zufuhren in deutschen Eiern blieben knapp, für Ausländer waren sie genügend. Für deutsche Frischeier verlangte man 7,50 bis 9,75, für deutsche Landeier etwa 8 bis 8,50, und für holländische Frischeier 8 bis 9,50 Pfennig per Stück franko Frankfurt a. M.

14,75

15

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88 102,75 154 123,25

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88 102.75 154,75 123,75

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57

71,5

113,4

62,65

102,25

64

Daimler Motoren .. Deutsche Linoleum Orenflcln & Koppel Leonhard Tietz .... Thade............

112

29 41,5 35,65 16,13

162

7,4

5

5,1

4,45

29.5

43,13

29,5

43,5

Siemens & Halske

Lahmeyer L Co. ..

52,51

81

77

Gesellschaft.. Dresdner Bank Rcichsbank ...

54,5

45,25

151.65

I ®. FarLen-Jndustrie Scheideanstalt........

Goldschmidt ... Rütgerswcrke ..

Metallgesellschaft

11,5

5,1

4,5

0,95

5 4,55 4,75

7,6 4,9

Grihner.................

Malnkrastwerfe Höchst a.82.

Süddeutsch« Zucker

5

4,5

4,5

7,3

4,95

Philipp Hol,mann...........01

Zementwerk Heidelberg ......4|

Cemenrwerk Karlstadt.........o|

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Schultheis Patzenhofer.....

Aku (Allgemeine Kunstseide) Bembcrg................

ZeUNosi Waldbo,.........

Zellstoff Aschaffenburg .... Dessauer Gas............

4% Oesterreichlfche Goldrentv...

4,20% Oesterreichlfche Sllberrcntr 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% dcSgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4^ Türkische Bagdadbahu«Anleih>

»all 1«...'X..............

A.S.G.......................

Felten & Guilleaume ........o

Gesellschaft für Elektrische Unter.

nchmungen......

Rheinische Elektrizität

Schuckrrt SCo.....

Buderus ...................,

Deutsche Erdöl ............. 4

Gelsenkirchener..............0

Harpener...................0

Hoesch Eisen«öln-Neuesseu.. 0

Ilse Bergbau ...............7

Ilse Bergbau Genüsse........7

Klücknerwcrkc ...............0

Biffluu^marm-ßtolnai 0

Lamburg-Bmerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

61®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner.Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto-

10

0

0

^ranliun a. VI.

©trlm

Schluß- kur«

Schlußk. Slbcnb» börsc

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Schlußk. Miltag« börsc

Dalum

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29.7

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28.7.

6% Deutsche Rctchsanleihe v. iflm

63

83,4

83,4

6% efccm.7% Dt.RclchsanI. v. 1929

98,5

98,5

98,7

87^3

80,25

6V,°/o Donng-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mli

81

81,05

80,25

Auslos.-Rcchlcn ............

77,75 11,2

78

11,15

77,65

11,15

77,65 11.25

DcSgl. ohne AuSlos.-Rcchte......

6% eben,. 8% Hess. Bollcstaat 1929

krüchzahlb. 102%)...........

75

75,5

73,5

Oberbelsen Provinz-Anleihe mli

VluSlos.-Rechlen ............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12...........

80,5

6Vi% Hess. Lande« Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......

85

RS

85,75

Deutsche Komm. Sammelab l.An

leihe Seriel mit AuSlos.-Rechten 6% chcm. 8% Franks. Hyp.-Bani

69,25

68,5

68,9

68,5

Goldpsc. 15 unkündbar 015 1935

81,75

82,25

6% chem. 7% Franks. Hyp.-Bani

Goldpsc. 16 unkündbar 615 1936

81,65

82

6F,% chem. 4>/,% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbricsc .....

84,9

84,75

6¥i% ehcm. 4>/,% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpsc. ... 6% chem. 8% Pr. Landespsand

85,75

85,75

bricsanstalt, Pfandbriefe R. 19

85

85

85.5

85

85,75

6% ehcm. 7% Pr. LandeSpkand bricfanstalt, Pfandbriefe R. io

85

85

85

BcrrechnuagKurS .............

86

86

85

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Gchluß« furd

Schlußk. Abcnd« börse

Schluß» kurs

Schlußk. UllllQO» bSrse

Datum

28.7.

29.7.

27.7.

28.7.

4% beSgl. Serie II ............

8% Rumün. vcreinh. Rente v. 1903 4^°/R,imän.vereinh.Mentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente ..

3%% Anatolier..............

5

4,25

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24,13

5 4,25 8,25

4

24

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Frankfun a. Dl.

Derltn

Schluß» kur«

Schlußk. Abend« Mrff

Schluß» kurä

Schlußk. Mlnag« bSrse

Datum

28.7.

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27.7.

28.7-

Manotelder Bergbau.........0

Kvkswerke ..................o

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohle» ......10

Rbeinstahl .................o

Bereinigte Stahlwerke........o

Otavt Minen ...............o

Kaliwerke AscherSkcben........ 6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.......s

Illi sjq? | | |

28

38

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172

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38

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90.4 37,75

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14

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125

172,5

27.3U1I

28.Zull

Amtliche Meld

Aoiierung 1 Srlc

Amtliche Geld

Notierung

Arle

Helsingsor».

6,164

6,176

6,164

6,176 ~

Wien......

46,95

47,05

46,95

47,05

Prag......

Budapest ...

Sofia.....

Holland ....

Oslo.......

12,42

3,047

169,23

70,18

62,34

12,44

3,053

169,57

70,32

62,46

12,42

3,047

169,18 70,08

62,29

12,44

3,053

169,52

70,22

62,41

Kopenhagen.

Stockholm...

71,98

72,12

71,88

72.02

London .....

13,95

13,99

13,93

13,97

Buenos Aires

0,928

0,932

0,928

0,932

Reuyork ....

3,147

3,153

3,047

3,053

Brüssel.....

58,48

58,60

58,50

58,62

Italien.....

Parts.....

22,11

16,40

22,15

16,44

22,09

16,41

22,13

16,45

Schweiz ...

81,07

81,23

81,17

81,33

Spanien....

34,96

33.04

35,02

35,10

Danzig....

81,57

81,73

81,57

81,73

Japan......

Rio de Ian.

0,864 0,234

0,866

0,236

0,869 0,234

0,871

0,236

Iuaostawten Ltjsadon....

5,195

12,69

5,205

12,71

5,195

12,69

5,205

12,71

Äeriin, 28.Juli

Weib

»rief

Amerikanische Roten..............

Bel gische Roten..................

3,00 58,34 62,04 13,89

16,37

168,76 21,97 69,91

71,71

80,99 34,89

3,02 58,58 62,27 13,95 16,43 169,44 22,05 70,19

71.99 81,31 35,03

Dänische Roten .................

Englische Roten .................

Französische Roten...............

Holländische Roten...............

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Hpaniiche Note».................

Ujwartige Heini

W1\ou|tr'ert '

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0er Kronp

eine^

Zuschüssen, Komm. CT Ä Persönlich digkeit auf die Sch len, W uns me Mussolini.

Deulschland - m sicher Beobadjtunc Glück, am Steuer Hiller eine Formal IHuii lang rang Hiller indem er seine c ralische und körp Leistungen sind n fohlte Garantie, Schwierigkeiten, l große Ziel errei Staatsmann gese erbarmungsloser l hat Deutschland m vom Marxismus der roten Gefahr j Tatsache von der deutung für Luro) ganze , Unter diesen Umftänl bauer(id)er, daß sogar englildjtn Öeffentlitye Auffassung von Hit, seinen Leistungen schreie V\es den satschi sichtlich m deutschen den. Ach hvsse, und ich die übrige Welt chr wird im selben Maße solini getan hat."

Siudeni« auf bei

Kelbra, 30. user-Terba Deutscher Stu und Sonntag in bi 52 Jahre nach der diesjährige große Gemeinsam mit de deuten aus allen deutschen Iolksgei von EA -Männern tagnachmittag zogc der 66 und des ^"lmal, um in eir die Verbundenheit öeutfa betonen. Die $

Seldgo fei ^rkreisMn re<fengcn mit dc

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