rin’rf Mitt Verla-: vriihl'sche Unlverfi,si;-Vllch. «nd Slelndnickerkl n. kan,t in Siletzei. Sd-rfftleitiing UN) s-schäftrftelle: zchnlirale 7.
Oie Parteien über die Lage
in Berlin verboten
fiX mi. Sni‘m a J,-a."sc Dali erULrt und zu Kundgebungen für Sonntag M Sanuar u =6er Derhandlungsfuhrung beauftragt auf mehreren Plätzen innerhalb des Stadtbezirk Tnl ti/^ o k 1,16 mn b'° .°°rderft« Linie der anfgefortcit. ®™ä6 Artilel ?23 Mf 2 der 2 * mit bcr gefamten Leichsberfaffung verbiete ich Megen unmitte"
Autorität der Praftdialwurde in barer Gefahr für die öffentliche Sich-rh-tt a l.
Berlin. 26. Ian. (EBB.) Der Polizei- Präsident hat folgende Erklärung erlassen: ..In einem heute abend verbreiteten kommunistischen Flugblatt wird zum Politischen Massenstreik und zum General st r ei t
Lanayine von Anzeigen für die lagesnnmmer bis zum Nachmittag vorher.
Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Re- blameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plahvorfchrift 20“, mehr.
Chefredakteur
Dr. Friede. Wilh. Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und 'ür den An. zeigenteil i.B.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen.
Echo der presse.
berliner preffestimmen zur l^egierungskrisis.
Der Stand am Sonntagabend.
Ein offiziöser Bericht.
Berlin, 29. Jan. (ERB.) Reichskanzler a. O. von Popen hat am Samstagabend und am Sonnlagvormittag die Verhandlungen fortgefühlt, mit denen der Reichspräsident ihn gestern mittag beauftragt hat. Bisher find sie n o ch n i ch t, u e i n e m Abschluß gekommen, die in manchen Kreisen gehegte Hoffnung, daß sich bereits bis Sonntag mittag ein Reberblick gewinnen lassen werde, hat sich also nicht erfüllt. Die D.nge find aber immerhin bis zu einem Zwischenbericht des Herrn von papen beim Reichspräsidenten gediehen, der für Sonntag nachmittag in Aussicht genommen war. Klarheit wird sich erst im Laufe des Rlontags gewinnen lassen.
Herr von Papen hat seine Verhandlungen bisher vor allen Dingen auf die Nationalfozia- l i ff e n und die Deutschnafionalen erstreckt. Aber auch mit dem Zentrum ist, allerdings auf indirektem Dege, Fühlung genommen worden. Diese Verhandlungen dürfen jedoch nicht verwechselt wer- denmifparallelgehendenBemühungen, die vom Zentrum und der Bayerischen v o l k s p a r l e i ausgehen und offenbar das Ziel haben, eine direkte Verständigung dieser beiden Parteien mit den R a f i o n a l s o ; i a l i st e n herbeizuführen. Hitler verhandelt demnach also nach zwei Richtungen, und es wird sich zeigen müssen, welcher dieser beiden Befprechungs- komplexe im Laufe der Entwicklung schließlich die Oberhand gewinnt. Jm Vordergründe steht aber weiter der Auftrag des Herrn von papen.
D-r Hauptteil des Sonntags war von Besprechungen innerhalb der n a t i o n a l f o , i a l i st i s ch e n Führerschaft ausgesüllt. Den Rationalfozia- listen liegen ganz bestimmte Vorschläge vor, die auch die Billigung der Deutsch- nationale n gefunden haben, und zu denen Herr Hitler sich zunächst äußern muh. Jn unterrichteten Kreisen hofft man, daß diese Antwort noch im Lause des Abends erfolgt, so dah dann im Lause des Montags in weiteren Besprechungen die erhoffte Klärung erzielt werden könnte, vorläufig überwiegt aber m parlamentarischen Kreisen doch noch eine stark zurückhaltende Beurteilung gegenüber allen optimistischen Erwartungen einer schnellen positiven Lösung.
Gegenüber den zahlreichen Gerüchten, die über die Verhandlungen und auch die Haltung des Reichspräsidenten im vmlauf sind, kann man nur fefl- ftclkn, dah es dem Reichspräsidenten daraus ankommt, die deutsche Politik, wenn irgend möglich, aus dem Stadium der Verfafsungv- experimente herauszubringen. Deshalb hat er die neuen Verhandlungen mit Adolf Hitler in Gang gebracht. Adolf Hitler hatte es im No- vembcr abgelehnt, persönlich den versuch einer D e l, rheitsbildung zu machen. Der Reichspräsident hat seht Herrn vo n papen mit dieser Aufgabe betraut, wobei das Ziel dasselbe geblieben ist. Die ganzen gegenwärtigen Verhandlungen drehen sich um die Frage, ob ein Koalition s k a b i n e t t unter Hitlers Führung unb Mitarbeit oder Tolerierung des Zen trums zu erreichen ist. Diese Frage muh zu- nächst geklärt werden, und solange treten auch alle anderen Möglichkeiten und Kombinationen ganz naturgemäß in den Hintergrund.
Papens Verhandlungen noch im Gange.
Zwischenbericht beim Reichspräsidenten. - Heute erneut Empfang Papens vorgesehen
, Berlin, 29. Ian. (Sil.) Die Berliner Presse bc 0 .eingehend mit den Vorgängen, die zum Rücktritt des Kabinetts Schleicher führten und mit den Möglichkeiten der weiteren Entwick» nD^ gegeben sind. Der „Angriff (RSDAP.) fordert, wie früher so auch jetzt d i e rla *?■! fur dols Hitler. Das Blatt befaßt fid) ausführlich mit der programmatischen Rundfunkrede Schleichers, der er in allen Punkten die völlige Tatenlosigkeit des Kabinetts ge- genübcrftellt. „Arbeit schaffen" sollte nach der Rundfunkrede der einzige Programmpunkt sein. Der Reichsarbeitsbeschaffungskommissar geriet alsbald mit dem Reichsbankpräsidenten Dr. Luther in den schärfsten Konflikt, der damit endete, daß das ganze Arbeitsbeschasfungsprogramm zerstört und wirkungslos gemacht wurde. Gegen die staatsfeindliche kommunistische Bewegung habe Schleicher drakonische Ausnahmebestimmungen an» Seörobt. Aach dem Blutbad in Dresden erwog Schleicher Ausnahmebestimmungen gegen das gesamte Volk und die gesamte Presse. Schleicher habe gezeigt, dah er zur Führung der Regierung nicht fähig sei und mit seiner ziellosen Korn- promihpolitik falsche Wege gehe. Wie habe er dafür auch noch besondere Bollmachten verlangen können?
Der „T a g' (deutschntl.) schreibt: Eine Dauer- 1 r 1' ® toje die vom Uebergang vom Kabinett 3um Kabinett Schleicher das Debakel eines politischen Rückzuges der Präsidialgewalt und der Idee der autoritären Staatsführung vor dem neudeutschen parlamentarischen System kann die Ration nicht mehr tragen. Der Kampf der leben- den Generationen um Deutschlands Freiheit wäre
oor jenem Weg gewarnt werden, der von einem augenblicklichen Notstand feinen Ausgang nehme und geradeaus, in den Abgrund führe.
„Der Deutsche" (Christliche Gewerkschaften) spricht von einer unerhörten Herausforderung. Hitler und seine Bewegung würden wie im vergangenen Iahr nur als Hilfstruppe für eine Elique von Großagrariern Hugenbergs, Papens und Schachts benutzt. Die Berhandlungen. die Papen aufnehmen soll, sind überflüssig. Sie werden an der Tatsache nichts ändern, daß die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes einen MucS, der von Papen geführt wird, leidenschaftlich und erbittert ablehnt. Ieht erst beginnt der r'S2?-i Kumpf des Volkes gegen die offensichtlichen Diktaturpläne der Krisentreiberclique.
Die „V o s s i s ch e Ze i tu n g" (dem.) fordert, das; jede parlamentarische Lösung unter den
Moroen fern Reichstag. h..'SerlJn'«>2^3an- (WTB.) Wie das Hauptbureau des Reichstags mitteilt, fällt die Reichstags filz ung, die für Dienstag vorgesehen war, "u s. Der A e l t e st e n r a t ist für Dienstag um 15 Uhr einberufen worden.
Proteste Oer Linken.
Berlin, 28. Jan. (VDZ.) Gegen die Absage der auf Dienstag angesetzten Reichstagssitzung fjat der Vorstand der sozialdemokratischen Reichstagssraktio n in einem Brief an den Reichstagspräsidenten Göring P r o t e ft erhoben. 3n öemjöriefe wird darauf hingewiesen, dah in der letzten Sitzung des Aeltestenrats ausdrücklich ein Wiederzuf ammentreten des Aelte - N.enrats vereinbart worden sei für den Fall, daß dis Dienstag irgendwelche besonderen politischen Er- eignitze einträten. Diese Abmachung habe den Sinn gehabt, daß in einer neuen Sitzung des Aeltesten- r a t s Beschlüsse über die Plenarsitzung und eine etwaige Aenderung der Tagesordnung gefaßt wurden Unter diesen Umständen hätte nur der h; 4re ern r a * das Recht gehabt, eventucll oie Plenarsitzung vom Dienstag abzusagen. Die So- zialdemotraten sind daher der Auffassung, daß der tpna^\ent feine Befugnisse überschritt Jr ”,. gäbe und beantragen, eine Sitzung des h J Vn ?,enrats spätestens für den Vormittag Oes 3 0. g a n u a r einzuberufen.
nn hL '*LA1 unistische Reichstagsfraktion hat an den Reichstagspräsidenten Göring ein Schreies 9Cmd)tet' in dem sie ebenso wie die Sozialbemo rraten Protest gegen die Absetzung der für Diens-
verloren, wenn jetzt die Entschlußkraft der höchsten Leitung versagte.
Die „D AZ." meint, obwohl der Rücktritt des Kabinetts Schleicher vorherzusehen war, habe er -bei den Parteien und auch in der Wirtschaft grobe Erregung ausgelöst. Die Ungewißheit, was an die Stelle des bisherigen Kabinetts treten fall, das ja in feiner Mehrheit aus erprobten Fachleuten bestand und dessen Programm bei seinem Amtsantritt die Zustimmung überraschend weiter Kreise gesunden hatte, laste auf allen Beteiligten. Das Blatt stellt die nationalsozialistische Ansicht, daß nur eine Regierung Hitler in Frage komme, den Verhandlungen zwischen den Harzburger Gruppen gegenüber und meint, daß die Schwierigkeiten vielleicht noch größer geworden seien, weil nun auf den Parteiführern der Rechten die Verantwortung laste, sich möglichst noch vor dem Zusammentritt des Reichstages über eine gemeinsame Front zu verständigen. Rach der bisherigen mehrfachen , und Herrn^von Popen bestünde zroischen^be!den | Kommiuusten-KunOgebungen bereits weitgehende Liebereinstimmung Hinsicht- ' —
lich der einzelnen Phasen des Weges.
In der „Täglichen Rundschau" schreibt Zehrer u. a.: Die Verantwortung für den Sturz des Kabinetts Schleicher trage allein der Reichspräsident. Dadurch, dah der Reichs» Präsident Herrn von Papen, gegen den sich, wäh- rend er Kanzler war, das ganze Volk erklärt
| tag vorgesehenen Penarsitzuna des Reichstags einlegt und die Einberufung des Aeltestenrats für Montag vormittag fordert.
Kalckreuth fordert präsidialregierung.
Dresden. 29. Ian. (TU.) Auf der Haupt- tagung des Sächsischen Iunglandbundes sprach am Samstag in Dresden der Präsident deS Reichslandbundes Graf Kalckreuth. Er wies daraus hm, daß jetzt der Augenblick gekommen sei, wo die Landwirtschaft mit aller Ener-
Ertchein» täglich, nutzer Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat m Bild Die.Scholle
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GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Erklärung der Deutschen Volkspartei. Berlin, 28. Ian. (TU.) Die Pressestelle der Deutschen Dokkspartei teilt mit: „Die Reich Stag sfraktion der Deutschen Volks- Partei nahm in ihrer heutigen Sitzung zur politischen Lage Stellung. Es kam die große Erregung darüber lebhaft zum Ausdruck, daß durch politische Wühlereien eine neue Krisis entstanden sei. Durch solche Methoden der fortgesetzten Beunruhigung unseres öffentlichen Lebens, die jede Staatsführung unmöglich machen, wird die Hoffnung auf wirtschaftlichen Wiederaufstieg, sozialen Frieden und staatlichen Aufbau in unserem Volke zerstört. Besonders ist zu verurteilen, daß eine Regierung Sum Sturz gebracht worden ist, ohne daß ein klarerWeg für die weitere politische Entwicklung erkennbar ist. Die Fraktion der Deutschen Dokkspartei lehnt die Verantwortung für die aus der neuen Regierungskrise sich ergebenden wirtschastlichen und politischen Folgen nachdrücklichst ab."
Zentrum wartet ab.
Berlin, 28. Ian. (ERB.) Die Zentrumsfraktion des Reichstags befaßte sich heute um 13 Llhr in einer allerdings nur spärlich besuchten Sitzung mit den neuesten politischen Er- geonissen. Beschlüsse wurd.m dabei nicht gefaßt. Die Haltung des Zentrums wird, das ging schon aus diesen vorläufigen Besprechungen hervor, zunächst durchaus abwartender Ratur sein. Der Sitzung wohnte eine Reihe Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands der Deutschen Zentrumspartei bei, der bereits gestern und auch Mieder heute früh Beratungen über die möglichen politischen Entwicklungen abgehalten hatte.
Der Standpunkt der Bayerischen Volkspartei.
München, 28. Ian. (TLl.) Rach dem Rücktritt des Kabinetts Schleicher schreibt die Bayrische Dolkspartei. Korrespondenz l u. a„ es sei folgerichtig, dah der Reichspräsident Herrn von Papen mit der Lösung der Krisis beauftragt habe. Die Frage sei, was nun weiter *
der 5 e u e r l i n i e. Eine parlamentarische Lösung der Krise könne nur unter der Kanzlerschaft Hitlers vor sich gehen. Für dieses Kabinett trage das Zentrum die Verantwortung: denn von ihm allem hänge es ab, ob eine parlamentarische Mehrheit zustande komme. Für das, was in den letzten Tagen geschehen sei, gebe es also nur
gic um eine gesunde Handelspolitik ! A^antwortliche: den Reichspräsidenten und kämpfen müsse. Durch den Rücktritt des Reichs- ° d ”trum"
kanzlers v. Schleicher sei jetzt eine neue Schick- »AB e r m a n i a" (Zentrum) sagt u. a.: Schlei salsstunde von unerhörter B e d e u - '"dem er sich von den politijchen Methoden
tung für das deutsche Volk gekommen. Das Un-öV?!<Ven femcs Vorgängers abgesetzt habe, die deutsche Volk habe das Recht und die Pflicht gefährlich garende Erregung des Volkes zu einem einzig und allein den Männern sein Geschick an- großen Teil wieder abbauen können. Er habe es zuvertrauen, die die Rettung einer nationalen aber nicht vermocht, sein Kabinett zum Ausgangs- Wirtschaft garantierten. Rur eine Präsidial- punJ? c,nlr weitreichenden politischen Sammlung zu regier ung, die auf den n a t i o n a l b e w u fu wachen. Gewisse unterirdische Einflüsse hätten vor ten Kräften im deutschen Volke ruhe könne I Q;?,n bestimmt. Das System der aulo
die Rettung bringen. ' I r,taren Staatsführung habe das Volk von jeder Kon
trolle und jedem Einfluß auf die Staatsgeschäfte ausgeschaltet. Jn demselben Maße sei der Einfluß unsichtbarer Kräfte gestiegen, die sich m die politischen Entscheidungen eingeschaltet hätten. Sie hatten zu dem Kabinett Schleicher, das sich wieder dem Volke zugewendet habe, kein Vertrauen gehabt und hätten es systematisch unterwühlt. Was
geschehen solle. Die W i e be r b e r u f u n g Pa- ?.,r ,n dieser Hinsicht in den letzten Wochen erlebt Pens werde nicht weniger provokatorisch auf hatten, sei nicht mehr autoritäre Staatsführung, einen großen Teil des deutschen Volkes wirken, *onöern autoritärer Klüngel. Es sei nicht mehr Poti als seine Belassung im Amt im Rovember 1932 &■ nennen' wenn der Sturz einer Regierung über
gewirkt hätte. Werde der TraumHugenbergs ^wtertreppen erzielt werde. Jn der deutschen Politik von der H a r z b u r g e r Front nun Wirklich- ™ Staatsfuhrung müßten endlich roieber Mare feit werden? Was Hugenberg wolle und was er V» a 1 n ’ e und klare Äerantwort- vor allem mit Herrn von Papen vorhabe sei 11 r e 11 e n geschaffen werden. Diejenigen, die für sonnenklar. Seine Zeitungen hätten es in den t1.un beginnende Entwicklung die Berantrortung letzten Wochen wieder sehr deutlich gesagt: Richt übernommen hätten, könnten nicht dringend genug nur Kampf gegen Sie Linke, sondern noch nnr *'*"'”*’ $m'*~ 1
stärkerer Kampf gegen die Mitte, wo die katholischen Kräfte politisch gesammelt sind. Sei das der Sinn der Wiederberufung Papens, so könne man heute schon das unglückliche Ende einer solchen Politik prophezeien. Die Idee der nationalen Konzentration in der Harzburger Front sei eine Versündigung an der deutschen Ration. Sie führe zum Bankerott der sog. nationalen Politik. Die Nutznießer werden ganz andere Kräfte sein. Der Sturz Schleichers und die Wiederberufung Papens hätten nur dann einen Sinn, wenn der Vertrauensmann des Reichspräsidenten es fertig brächte, jene breite Front der Parteien im Reichstag her- zustellen, um die sich seit Dr. Brüning alle Reichskanzler vergeblich bemühten. Die Bay - r i s ch e D o l k s p a r t e i habe bereits unter dem , .---r..........* « t ., u, c « u । u n u
Kabinett von Papen den Standpunkt eingenom- gegebenen Verhältnissen hingenommen werden men, daß sie jeden Kanzler, wie er auch heißen mußte. Keine könnte von vornherein abgelehnt roer- mag, unterstützen werde, dem eine solche wirk» den, die die strenge Aufrechterhaltung des ver iche Konzentration aller nationalen Kräfte ge- fassungsmäßigen Zustandes gewährleiste. Denn durch Iingen wurde. Diese Haltung werde die Bay» jede Krise werbe bem beutschen Volke nur noch ein?
hnn SüS, Nachfolger des dringlicher vor Augen geführt, welch wertvolles und Reichskanzlers von Schleicher gegenüber emneh- unersetzliches Palladium es in der Verfassung unb D°ttL7i»n'°ch wie °°r i “»■«■
entgeg«M«t Demonstration der SPD.
Kundgebung der Staalspariei. m Berlin.
Berlin, 28. Ian. (ERD.) Die ReichsfÜH- Berlin 29 Inn ((S'tt'r > ,
rung der Deutschen Staatsvartei x 45 1 ” ? • • '5an< (lLRB.) Die Sozial-
beide vom Volk gewählt sind, haben jetzt bic un- ,m 1_ßl^t9artcn r.cmc Massen-
veräußerliche Verantwortung, eine Regierung der Gr^Berl ns mnrfCn ,nner^aIb demokratischen.Autorität zu schaffen und durch- ’S- marschierten die Massen in ge-
zusehen, denn es ist kein Vertrauen ien- lchlossenen Zugen unter Mitsuhrung roter Fahnen seits der Verfassung Wenn d^r Staat w vieler Transparente nach dem Lustgarten, bei heilloser Verschärfung aller Gegensätze erst Kundgebung begann. Der
einmal zum Spielball der Revolution wird dann Q3erlin der Sozialderno-
9e6t M- gr«i6=it Nation M |
sozialisten auf dem Bülowplah als Provokation und erklärte, daß Berlin rot sei. „Berlin ist rot", das werde auch die Parole der SPD. für 1933 sein. Die Regierungsführungen feit dem Sommer 1932 unterzog er, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht, einer scharfen Kritik. Die Vorgänge in der Wilhelm st raße seit gestern seien Alarm für die Eiserne Front, für öie Gewerkschaften und die republikanischen Verbände. Es gehe, so behauptete er, um die Staatsburgerrechte und die sozialen Errungenschaften, die das Volk mit allen Mitteln verteidigen werde. Im Kamps um Sein oder Richtsein werde die Einheitsfront des Proletariates geboren. 3n einem Appell an die Kommu- nisten forderte der Redner, ihre Klassenpflicht zu erkennen. Zum Schluß meinte Künstler, es könne der Tag kommen, an dem Berlin für ganz Deutschland entscheide. Dieser Tag müsse die Arbeiterschaft einig finden.
Sie Kundgebung selbst verlief ruhig. Wegen Singens verbotener Lieder wurden 4 Demon- st r a t i 0 nszüge der SPD. und außerdem dreikommunistischeDemonstrations- 8''ae, die sich trotz des Verbotes des Pokizei- P äs deuten formiert hatten, ausgelöst. Insgesamt wurden 35 Personen zwangs- gestellt.


